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Abendblatt drr Ura«»fiirftr Itmms:
SS. Statt 1901.
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Frankreich n«d der -entsche Zolltarif.
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Wir gehen jeder Schwarzmalerei mit Absicht aus dem Wege und in keinem Falle möchten wir «geb«, daß durch die neue WirthschastSpolttik vir alte» festgefügte» Allianzen auf» gelockert werde» könnten. Aber angesichts der große» Wichtigkeit welch« heutzutage die wirthjchaftlichen Frage» besitze», wäre es doch allzu optimistisch, wollte mau sich bedingungslos der Zuber» ficht überlasten, daß die schreiende Anomalie eines Zollkrieges zwischen verbündete» Mächte» an der europäische» öff-ntliH» Meinung spurlos vorübergehe» könne. Gewiß, das Büudniß» Verhältniß würde unerschütert bleiben, aber der öffentlich»
Der .TempS*, dem es sogar anfängt, vor dem Proteütonis» muS im eignen Lande zu grauen, malt mit Ernst die schweren inneren Kämpfe ans, denen Deutschland entgegensetzen muß, die übrige Presse jubelt mit etwas weniger Mäßigung über die wirthschaftliche Jjolirnng des deutschen Reichs, welche oefien
n »»»aber, alS nach ei» paarJahren fern Freund »ttdemrr ». Schulte au hiesiger Universität b-ainä wurde» dem Zubilar inzwischen nichtweitrr zu korrespondiren Belegenheit gehabt, ihn von fast alleudeMs^ und ^schirdenmcmtl^ischeu ne inte. Der Herr in ».schriebihmunnzwar mm, daß es' fitätr» Glücktounsch»Ltetffra übersandt. — Weit«^toirb-unS
zumal eine parlamentarische Erörterung vor der Oeffenilichkeii zur Zeit nicht möglich ist. Loyalität und Auf- richtigkeü find doch leine einander ausschließende Begrisje l
* Die .Deutsche Wocheu-Zettsihrist in den Niederlanden' schreibt: »DasOrgan der KaplLndtschen Regierung meldet die Eruenmmg eines Herrn Westerfield zum deutschen Wahlkonsul in Kimberley. Genannter Herr Westerfield ist amerikanischer Bürgen erst jeü drei Jahren in Südafrika und völlig abhängig von den Direktoren der de BeerS Compagnie.' Wenn das richtig fein sollte, wußte man wohl annehmen, daß die deutsche Regierung getäuscht worden ist.
wo das Centrum sich einfach nicht mehr addiren läßt, ist'S mit der agrarischen Mehrheit aus. „„ ... „o mtb die Rechte wollen, sondern wie das Centrum will wird schließlich der Zolltarif gestaltet werden. Im Cen-
zum Zolltarif.
JnderösterreichischenPressefindet der deutsche Zolltarif-Entwurf die schärfste Verurtheüung, wobei allerdings lediglich die agrarischen Zölle in Betracht gezogen werden. So schreibt die .Reichswehr' n. A.:
.DentschlaudholtzueinemStoße aus, der nnfeee Monarchie schwer treffenmuß. ES legt de» Entwurf eiueSZolltarifs vor, der fich geradezu ol» eine deutsche Singley» Bill darstellt und in der rücksichtslosesten Weise anch den politischen Bnndesgeuoffen an de» Leib rückt. ES wird bie Probe ans die Wahrheit gemacht, daß politische Freundschaft nicht das Wort hat, u»nn eS sich nm wirthschaftliche AnSrinander» setzungen handelt, und nach dieser Theorie der zünftige» Diplomaten verschlägt es nur wenig, wenn die befreundeten Staate» mit Kriegszöllen ans einander loSgehen »ud fich gegenseitig de» größtmöglichen Schaden beiznbrtngen trachten. Dieses Schauspiel steht uns bevor, den» eS ist nicht anznuehmen, daß etwa unsere Monarchie anderen Maximen huldigen wird alS Deutschland. Die Zölle find so hoch hmaufgeschraubt, daß selbst ihre Herab» Minderung auf dem Wege der Konvention »och immer prohibitiv werken muß, und ein solches Unding, wie ein Handelsvertrag mit prohibitiv wirkende» Konventionalzöllen, ist bisher nicht ge» schaffe» worden und wird auch im Jahre 1S0S nicht zu Stande kommen.'
Das »Neue Wiener Tagblatt' bewerft:
.Man wird eS in Rußland keineswegs m!t Gleichgiltigkeit auf- nehmen, daß der .Reichsanzeiger' die offizielle Bestätigung für die bisherigen AnSstreunugen über namhafte Erhöhungen der Zölle auf Roggen und Weizen, auf Thiere und thierische Produkte bringt, und es muß bei uns die schwersten Bedenke» wecken, wenn der deutsche Zolltarif den Import von G e r st e, die Bezüge vo» Eier «nd Vieh zu behindern sucht. Noch liegt übrigens der Tarif hier nicht in vollem Umfange vor; indeß taffen schon die bisher mitgethrilten Sätze ersehen, daß neben Getreide; Bieh und Fleisch auch unser Holzexport bedroht erscheint. Dratschland ist der weitaus stärkste Abnehmer für die Holzans- i ar„.l; „ »r"7 vy"L~
fuhr der Monarchie. Man hätte es alS daukenSwertheS Entgegen. 7^5^ 5 d«fir »ll^z^üm»te leicht
komme» begrüßt, wenn Deutschland in der bisherige» Spannung
zwischen den Zöllen ans roheS HÄ, nnb auf Sägewaaren eine asrarier **4 wahrlich keine Ent»
angemeffene Minderung eintrete» ließe; statt besten ist eine V er- „j
schSrfuug in Aussicht genommen. Unerschöpflicherschetnm „..r erwarten, daß bet neue deutsche ZEarm
die Behinderungen, welche der Tarif heran, beschwören wM.' wesentlich dazu beitragen twrbe, eine Einigung zwischen Oester-,
Die .Reue Freie Presse' Ht, daß die deutsche reich und Uugam zubeschleunig«.
Nation sich Mker und klüger erweisen wird, als ihre Regierung I Die französischen Blätter, soweit sie fich bis und de» Weg d« BtaragSpolttik nicht verlosten wird. Dann letzt über de» deutschen Tarif geäußert haben, zeigen eine gewisse heißt eS weit«: Schadenfreude; da sie annehmen, daß Deutschland nicht nut!
.Wie das Bild der einzelne« Staate» und deck Gesammtbild mit Rußland, saubern auch mit seinen beiden Verbündeten in! des Weltthells sich verändern würde, wen« mit dem System der Streit gerathm werde. Graf Bülow, weint der .TewPL',,
ans Bon» berichtet: Für den Kronprinzen sieht der Studien Plan im nächsten Semester 21 Stunden Kolleg in der Woche vor. Nur bei zwei Profestoren, Kayser und Litzman«, wird der Kronprinz im Auditorium Vorlesungen hören; di« übrigen werden privatim gehalten. — Wie aus Wien gemeldet wird, wurde an Stelle des Geolog« E. S n e ß, der in den Ruhestand getreten ist, Prof. Dr. Victor Uhlig in Vorschlag gebracht. Er ist derzeit Ordinärst,; der Lehrkanzel für Paläontologie an der Wiener Universität. — Der a. o. Professor der systematischen Botanik in Prag De. D. S ch i f f n e r ist zum cu o. Professor dieses Faches au der Universität in Wien ernannt worden. —Man schreibt »uSuw«St. Peters b urg vom 25. ds.: Gestern starb hier der UntvrrfitätS» profeffor Iwan Shdanow im Alter von 55 Jahren. Sr wirkte feit 1882 als Professor für russische Literaturgeschichte an der hiesigen Universität, nachdem er von 1879 bi» 82 in Kiew Dozent gewesen war.
= [«leine Mittheilung en«f Aus Bonn wird uns geschrieben: Der für die ürgeschlchte der Menschheit tu seiner Bedeutung einzig dastehende Ne an der th al »S chäd»l, der fich jetzt mit den andern dem Reanderthalmenschen angehörige» Knoche» im hiesige» Provinzialumseum befindet, ist er riesen Tagen von der dortigen Museumsverwaltung vurch einen genauen GypSabguß vervielfältigt worden. Diese Abgüsse werde» auf dem am4. August in Metz beginnenben Ant hropologen» kongreß, wo der Homo Neanderthalensis einen Haupt- gegenstand der Verhandlung bilden soll, vorgelegt werden. — Man berichtet uns aus Mainz v. 28. dS.: Der Dirigent der städtischen Sommer-Concerte. Herr Kolkmeyer, hakst! heute sei» Benefiz; oie zahlreich erschienenen Besucher ließen es nicht au Anerkennung fehle». — Durch Beschluß deS Domkapitels in Würzburg wurde die Stelle eines Domorganisten an der dortigen Kathedrale dem Fräül. Höller, bet Tochter des unlängst verstorbenen Domorgamsten Höller, übertragen. —i InEisenach findet vom 5. bis 7. October ein Beeth ov tut* Fest der bedeutend verstärkten Herzog!. Hoskapelle zu äJlemhtgen unter Leitung des General-MufikdtreftorS Fritz Steinbach »nd unter Mitwirkung hervorragender Solisten statt. 3« vier Concerten gelangen u. A. zur Aufführung: die 1., 3.5» 7.«nb S. Symphonie, dir Ouvertüre .Zur Weihe des Haust»', z« .Coriolau', zu .Egmont' und die drei Leonoren- Ouvertüre»; ferner das Biolin-Concert (Profeffor Haltrt, da. Es-dar- Klavier. Concert lFrttsric Lamonds, die Chor-Fantasie und Dno-Octett für Blas-Jnstrumente — 3" Mas Münster hat mau als Neuheit auf dem Gebiete des -portS ein Holzschuhreuuen eiugeführt, daS, wie n»S rottgethrilt wird, zmu erstenmal am 5. August stattfinden soll. — AnS Belgrad wird dem Neue» Wiener Lagblatt vorn 26.b. berichtet: Hier find die Friseurgehilfen i» de« Streik leiteten. Sämmtliche Friieurgcschäjte find geschlosst». Die ür- ache des Ausstandes ist die Forderung der Gehilfe« nach Sonntagsruhe» die von Den Meistern abgelehnt wurde. — InBonn ist der Lyriker und Novellist Dr. Ernst Mnellewbach, der »vier dem Pseudonym Ernst Len buch schrieb, 89 Jahre alt, gestorben. Er entnahm die Stoffe zu seinen Geschickten meist sei»« rheinische« Heimach (Muellenbach war Köln r) uud wnfite-
trifft, zu stärkerer Abwehr mit dem festen Entschluß, olles auszu- birten, damit diese Erhöhungen der Zölle für Brodfrüchte, Vieh, Fleisch, Eier, Geflügel u. s. w. nicht durchgehen. Auf der an» deren Seite erheben bie Säg tarier mit einer Unverfrorenheit, über die man staunen müßte, wenn man durch sie nicht schon an das nihil admirari gewöhnt wäre, lautes und verwegenes Geschrei, daß dieser Zolltarif auch nicht die bescheidensten Land- wirthe befriedigen könne. Sie verlangen mehr, kündigen Anträge an und wollen durch die.deutschen Bauern' die Regierung zwingen, »ganze Arbeit' zu machen, worunter sie Getreidezölle von mindestens 750 Mk., Zölle auf Kartoffel» und alle Erzeugnisse des Gartenbaus verstehen; daß die Zölle auf Fleisch und Vieh zu niedrig seien, wagt selbst agrarische UnersäUlichkeit nicht zu behaupten. Aus der Presse des Centrums werde» mit der Zurückhaltung, die sich aus der stark gemischte» Zusammensetzung der Partei ergibt, doch schon ernste Bedenken gegen die Erhöhung der Lebensmittelzölle laut. So bleib« als befriedigt ton dem Zolltarifentwurf im Allgemeine» nur einige großindustrielle Organe übrig, die trotz des inzwischen eingetretene» Wechsels der wirthschoftlichen Verhältnisse unentwegt »eiter für die sogenannte Politik der ©ammtung fechten. Ihnen schließen fich einige konservative Stimmen an, die, abweichend vom reinen Agrarierthum, erkennen lassen, daß sie mit der Höhe der land» wirihschastlichen Zölle zufrieden sind.
Würde man die parlamentarischen Vertreter dieser im Ganze» und Großen für den jetzt veröffentlichte» Entwurf eintretende» Sammlungspolitiker imReichstagezusammenzähl«,
werde, den» Deutschland fei auf die Einfuhr von LebensmtttM ■ angewiesen und eine Behinderung derselben würde Deutschlaich viel mehr schaden als Ocherreich. — Auch die Wiener .Ar» ; beiter-Zeitung'hält eine Annahme des Entwurfes für 1 unwahrscheinlich. Das sozialoemokraiische Blatt schreibt:
Graf Bülow ist bereit, die Fäden zn zerreißen, die; 3 Caprivi mit kluger Hand angeknüpst hat. Wenn er feinen Zoll» H tarifdurchsetzt, so hat er den Staate«, die heute «och zum Teutschen Reiche im Vertragsverhältniß stehen, nichts zu bieten, wenn dich g Vertrag, ablauf«, und die politischen Bundesgenoffen werde» z dann als erbitterte wirthschaftliche Gegner einander gegenüber» stehe«. Deutschlands Feinde werden den neue» Zolltarif mit: z Jubel begrüße». Aber wir glaube«, daß sie z» früh trinmphiren. Da» deutsche Volk wird dem Entwurf, der seine ökonomische Ent» Wicklung und seinen politischen Fortschritt bedroht, ein unrühm» | licheS Ende bereiten.
Die .Bohemia' schreite:
Für uns hat von den GetreidezSIle« heute nur der Gerstenzoll eine Bedeutung. Härter treffen uns die vorge» schlageum Erhöhungen der Viehzölle und der Hopfen» zoll. llebrigenS find das Sätze des Geueraltarifes, die durch die HandelsvertragSverhandlungen ermäßigt werden könne« «nd 5 solle«. Auch wir werde« einen autonomen Zolltarif aufstellen und dieser autonome Zolltarif muß eben so eingerichtet 1 werden, daß er die deutsche» Jndnstrieprodnlte ge» s na« so hart »nd scharf trifft, wie der deutsche Generaltarif unsere Bodeuprvdukte und unsere ViehauSfuhr. ES ist gewiß ein gutes Recht Deutschlands, seine Zollsätze nach eigenem j
Ermessen und dem eigenen Bedarf entsprechend aufzustelleu, aber I dieses gute Recht steht auch allen anderen Staaten zu, und sie werde« eS gewiß nicht unterlasse«, hievon ebenso ausgiebig« «nd entschiedenen Gebrauch zu mach« wie Deutschland selbst.
Das .DeuifcheBolkSblatf tröstet sich mit dem Gedanken, daß Oesterreich-Ungarn nur durch den Getreidezoll > getroffen werde und es hofft, daß Deutschland und Oesterreich- Jj Ungarn sich zusammenschließen werd«, um die amerikanische Konkurrenz abzuwehren. — Der »Pester LlLyd' aftärch \ daß der Abschluß eines Handelsvertrages auf Grund Mcf tS | Zolltarifs ganz unmöglich ist. Das Blatt bewerft:
fich aber, ob daS noch lange so weiter gehen soll. Die nächste Zn- runst wird wieder bedeutend« öffentliche Aufgaben bringe« (Karts- »«her Bahnhof, Freiburger Universität). Wird fich der Staat Stele Gelegenheit abermals entgehen lassen, um mit dem alten Prinzip zu brechen und durch Ausschreibung von Konkurrenzen unsern aufstrebenden Privatarchitekten zu ermöglich«, ?,e HEe an großen Aufgaben zu mess« und in nufer fiaatluhes Bauwesen neues Lebe» zu bring« 7 Der Ruf ter Karlsruher KnnstlebmS gründet fich nicht zum Wenigsten ans das Aufblühen von Kunstgewerbe und Architektur. Daß dabei der Staat eine so passive Rolle spielt und die Pflege derselben fast «msschließlich dem Jntereffe und Verständniß einheimischer und «mswärtiger privater oder korporativer Kreise überläßt, ist für ihn Wahrlich kein Ruhmestitel. W.
J [Siebe auf de» ersten Blick.f Man berichtet uns ans
? V D*15* 3“li: Mit geradezu unheimlicher Schnellig- klt Hai sich der Rechtsanwalt Harry K n h l k e von hier in die Ehe gestürzt. Er prommirte gestern Morgen um 10 Uhr mit S). SB. O'Dminell, einem Beamt« der Grand Trnnk-Eisenbahn, «Asbury-Park dem Meeresstrand« entlang, als sein Blick plötzlich auf Frl. Irene MeyerS ans Philadelphia fiel, die fich dort mit einer Freundin erging. .Wundervolles Mädchen', bemerkte «uhlke zu seinem Begleiter. Schnell brachhe ihn der Eismbahu- rmmn zndm jungen Damen, die erkannte, hin und stellte ihn »«r. Frl. Meyers blieb mit dem jungen Anwalt zwei Stunden S*“8 äl Giftigem Gespräch und in dieser Frist hatt« die jungen ßeute Alles ins Reine gebracht. Man suchte O'Dounell sowie die ottb&e junge Dame, die man beide «ach der Vorstellung schnell nbgeschüitelt hatte, wieder ans mtb Kuhlke bekundete große Sehn- »nchk «ach einem Friedensrichter, Pfarrer oder .Alderman', welche Persönlichke-.teu za zur Vollziehung einer Trauung befugt find. Der Eis«bchr.iuann brachte alsdann den .Reverend* Ä. M. Blackburn «Ä Lang Brauch herbei mtb dieser schmiedete das ftmge Paar im Sechsachteltatt in Hymens Rosenfeffel«. Dann fand ei« kleines Diner ans der Veranda deS nächsten Hotels statt, Jtnb der mehrfach erwähnte Eifmbahnman» brachte d« Toast ans oa8 Brautpaar aus, worin er sehr schön die Shakespeare'sche Aeußerung ,Who erer loved, who loved not al first sieht ?* einzuflechten verstand.
■ Ä [«*» bet» Oosthale.j Man schreibt uns au, »«den-Baven v. 26. Juli: Nachdem im Mai mtb be- jouoer# llber Pfingsteu die Hotels hier bereits vollbesetzt waren, e dause ein. Nunmehr aber beginnen von N«em ^e B-chegäste aus aller Herren Länder inS liebliche OoSthal ^^Ehe»- Die Fremdenziffer beläust fich heute auf 36,157, g^.,^6;0®9 im Vorjahre. ES leidet indeff«, um mtt de« eefWaseut« zu red«, dteOnalität unter der Ou a n t Hät. 8« Zonttft mtt dem Flanellhemd und dem Rucksack ist bi» jetzt ^.^i^ir gewejeu. Der alte grau bärtige Schaffner ans Dem Oos-Badeuer .Bähnle' sagte mir neulich, daß die, welche morgens heremkommeu, abötbS meistens schon toicbcr inane«
Blick für feine Fahrgäste, «tmfett rott'» denkt, fährt er von Co» «ach Bad« mtb von »ab« «ach Oos. Das muß sehr abwechslungsreich sein! DaS Tour ist « » - Publikum fängt jetzt an, den upper len zu machen. Diejenigen von der and«« Sette des Atlauttsch« OceanS sind schon da» ma« vernimmt überall ihr«
tarnt, daS an schwer« inneren Gegensätze» stets wM« hat, und nach dem Tobe feiner groß« Fü^r^ unter schwach»» Epigone» erst recht leibet, find die fteihändlerischsge- finnten, einer verständig« Handelspolitik zuneigmd«. Industrielle und Arbeiterschaft verste!enden Elemente bisher durch das agrarische Geschrei deS Bundes der Landwirthe und der agrarischen Richtung in der eigen« Partei sehr eingeschüchtert und still gewesen; es gibt aber im Centrum noch MLmer, die in wstthschaftlichm Frag« verständig denke». Es sind sogar die beflmNamen darunter. Die werd« jetzt, nachdem dteZollftag« praktisch geworben find und nachdem das Centrum im offen« Kampf mit dem Bunde liegt mehr als bisher zur Geltung kom- 1 men. Das Centrum kann nicht rein agrarisch sein, sobald eS fich um mehr als Redensarten handelt, es verliert sonst ein« Theil seines Besitzes, es muß sich auf einer Linie einige«, die noch Handelsverstäge ermöglicht, und deshalb nimmt es auch so mtschloffm den Kampf gegen dm Bund derLandwirthe aus tmb meldet in seinen Organm ernste Bedenken geg« die Höhe bet landwirthschafllichm Zölle an.
Die Agrarier erleb« aber noch ein« anderen Schmerz und eine Zerstörung der künstlichen Täuschung über ihre Macht. ®ie Äons er bat Iben, hiebet Kuckucksthätigkeit des Bundes in wettern Maße unterlegen sind, fangen an zu murren und fich abzusondern. Die .Kreuzzeitung' räht zur Verständigung mit dem Centrum, und sie macht auch das Geschrei des Bundes gegen dm neuen Zolltarif nicht mit sondern läßt erkennen, daß sie mit der Höhe der landwuthschastlichm Zollsätze ebenfalls ein» verstanden sei. Die Scheidung zwischm tonferoatiben Agrariern und rein« Agrariern wird erkennbar und wird zum Ausbruch kommen, wenn erst her Zolltarif im Reichstag berath« wird. Wir unterschätz« die agrarisch-schutzzöllnerische Gefahr gewiß nicht aber es ist doch nützlich, immer wieder darauf hinzuweisen, wie groß die Uneinigkett in dem Lager ist, daß mau gemeinhin das Agrarische nennt und von dem man glaubt daß es mtt den Captivischm Handelsverträgen auftäumm wolle. Wer fich das vergegenwärtigt, bet kann nicht ein« Augenblick Weiseln, daß der Kampf geg« die Zollerhöhnngen und für n«e brauchbare Hanbelsverträge aussichtsvoll, toenn auch schwer ist. Nichts wäre falscher, als d« scht veröffmttichten Entwurf tote ein unabwendbares 33er-
gegtnubt, die Schuld längst abgetragen zu haben, da er tnbeffe« den Postschetn nach vielem Suche» nicht fand, war er doch nicht ganz sicher, ob er auch daS Geld Wittlich abgeschickt habe oder ob eS etwa mtt bei seinem Borja, gebliebm sei, mtb so sandte er — es handelte sich ja nur um ein« kleinen Betrag, — abermals dar Geld ab. Da, nach viele« Jahre», — er war tttzwische» von D. «ach Berlin übersiedelt — empfing er von Neuem eine M a h n u « g. Er schreibt bestürzt an seinen Gläubiger, daß er genau wisse, mindestens einmal den Betrag per Postanweisung abgesandt zu haben. Es müsse ein unerklärliches Mißverständniß, ein Irrthum ober eine betrügerisch« Manipulation Irgendjemandes vor« lieg«, — die Ehrlichkeit und Gutgläubi^ett des Gläubigers war über jeden Zweifel erhaben. Die Antwort war kurz mtb bündig. Der Gläubig«, b«tn bem ehemalig« Freunde nur noch den böswilligen Schuldner sah, drohte mit Klage. Sr wies mit Ironie jeden Irrthum seinerseits zurück, ebmso die Möglichkeit, daß durch irgend eine betrügettsche Manipulation vielleicht einer seiner Kollegen oder sonstige Angestellte j«es Geschäftshauses die Zahlnng tu Empfang genommen haben könnten und verhöhnte die .faule Ausrede' de» Schuldners. So zahlte dieser natürlich zum brttten Male die Schuld. Einen Postjcheiu sand er auch dte»mal nicht. Welch« Privatmann hebt sich di« viel« Post- und anderen Quittungen Jahre laug auf, zumal toran, tote in diesem Falle, ver- fchtedene Umzüge mtb üeberstedelung von einem Ort zum anderen dazwifch« lagen i Richt ohne Schwterigkeit und nur unterstützt durch vnschiedme Zufälligkeiten klärte fich aber doch die seltsame Sache auf. ES ergab fich, daß der Schuldner beide Geldsend- nngen wohl richtig ab geschickt hatte, die erste jedoch- in sein« Znstrentheit ganz falsch adressirt — die andere nn- genau, ohne die Angabe der Firma, bei welch« fein Gläubiger Mitg war. So gingen denn beide ®elb|«bmtgen an den Ort der Absmdung zttrüch konnten ab« auch dem Absender nicht eingehän- digt werd«, da « al» Absend« nur die Anfangsbuchstab« feines RamenS angegeb« hatte. Als «schwelender Ümstand kam noch hu^, daß « die «sie Geldsendung von ein« Reise aus ab- geschickt hatte. So lagerten Jahre lang die Geldsendungen «ms d« Post »nd zwar in vttschteden« Städten, ohne daß fie dem Adreffaten ob« Absender ausgehä».digt werd« tonnt«. Zwar wurde b« Absender in üblicher Weise durch amtliche Bekanntmachungen oufgnuf«, ab« «las diese Bekanntmachungen natürlich nie, zumal die eine im Amtsblatt eines Ortes «schien, in den « fett dem Tage, da «jenes Geld abgesandt, niemals wied« hin gekorom« ist. Die Lehre au» diesem Vorfall ist natürlich leicht 8‘Wte“ - betAbsendnug von Postatuoeimngen deutlichste Angabe u I Empfänger» und de» Absenders; Aufbewahrung b« Postqutttung und womöglich Einforderung einet Quittung »tt b« Hand der Empfängers, da, wie man weiß, in streitigen Fällen vor Gericht die Vorlage b« Postquittnng nicht genügt.
== sruademische Nachrichten.; Rettor der llniverfität Gieße »mttb, wie man un» nmtheilt, für da» nächste Studien» I»hr d« Botanik« Prof. Dr. Adolf Haufen. — AuSBoun rott» »US eo« 2?.b». geschrieben: Bei beut 50jährigen Doktor- inblläuro, da» gestern ba Rechttprojeffor Geh. Rath Ritt«
-nasal twang*. Auffallend wmig russisch und französisch hört man in dieser Saison. Engländer kommen wenige; die ziehen Homburg vor. Da sind fie unter fich und riSktren nicht, nach Beendigung de» Burenkriegs gefragt zu werden. — Das städtische Kurcomitt hat auch in diesem Jahre ein dm verwöhntesten Ansprüchen Rechnung trag«beS Saison-Programm auf- gestellt. Zu wünschen bliebe nur, daß das Saison » Programm «dht jedes Jahr ba» gleiche wäre; ein wenig Abwechslung könnte nicht schaden. Anstatt b« steifen Rtuuion» wurden vor Jahren einmal Bals champetres gegeben. Warum ist man davon ab- gekommen? Andere Ladeplätze Wetteiferninder Veranstaltung originell« Festlichkeiten, ab« in Baden-Bad« scheint mau den „beaten track* nicht verlassen zu wollen. Auf diese» Conto ist eS wohl auch zu setzen, daß, anß« im Mai mtb in der Hochsaison, Badm-Badm von fashiouablem Publikum nicht mehr so viel be». sucht wird tote früh«. Stillstand bedeutet Rückgang: es genügt nicht, auf b« Lorbeer» einer glänzenden Vergangenheit zu ruhe«, mott muß vorwärts streben. ES fehlt hi« offenbar an einer Pttsönlichkeit, bte einen frischen Zug in ba8 Knrleb« bringt. Vom Meu-oder Umbau be» Kurhauses hört man nichts mehr, obgleich solch« dringmd nothwendig wäre. Die gedeckt« T«raffen sind viel zu klein. W«n es regnet, wie neulich beim Concert von Johann Strauß jr., bann stehen die Zuhörer dicht gedrängt um d« Mufiktempel und Ein« läßt dem And«en von seinem Reg«schirro das Waffer ans die Kleider laufen. — Die Kennen in Iffezheim (25. August bis 1. Sep- temb«) versprechen gläuzmd zu werden. Leider ist vor einigen Tagen, wie auch in der,Franks. Zig." gemeldet wurde. He« Louis Borchard gestorben. Die Verbeffernngen der R«nbahn i» Iffezheim, b« Neubau b« Tribünen, technischen Gebäude, Ställe n. s. w. find seiner Jnttiative zuzuschreiben. Mtt Leib und Seele Sportsman, hatte « seine ganze Kraft und reiche Erfahrung in bro Dienst des „Internationalen Clubs' gestellt. Die durch feinen Tod entstandene Lücke wttd schwer ansznfälteu sein. Hoffentlich werden in diesem Jahre nach Beradiguug bet Renn« nicht tote bisher bte Kurfestlichkeiieu rapid abnehmen und wird dar Theat« nicht geschloffm bleiben. Gerade an den kühl« Septerob«-Abmb« geht man ge« inS Theater und den Fremd«, die im Herbst hter weile», sollte eig«Uich ebensoviel geboten w«dm wie Jenen, die im Angnst kommen. Es wäre wett zweckmäßiger, das Theat« im Juli zu schließ«, anstatt im September. Enttäuscht durch de» groß« Kontrast zwischen de» rauschenden Festen d« Rennwoche und de» weit stilleren theat«losen Tagen des Sdptemb« »«lassen viele Besucher das OoSthal zu früh und ohne die h«rlichen Spätsomrn«tage diese» gottbegnadet« Fleck- ch«» Erde kennen und schätzen zu letn«.
1 sWi« 6tae« dreimal feine Schm» begleicht.) Man schreibt uns: Ein eig«thümlrcher Vorfall mahnt zur Aorficht bei Absmdung von Geld mÜtelst Po st a «we i s u n g e». Boreiwa 15 Äahren kam besuchsweise ein H.-rr aus D. nach Berlin, und da ihm seine Kaffe ansging, so lieh « fich von einem gut« Freunde, einem Angestellten eine» Berliner groß« Geschäftshauses, einen gering« Geldbetrag, den « bann auch nach einig« Zett seinem Zrmnbe mittelst Postanweisung flbeefanblA Wie erstaunte « nun ab«, als nach ein paar Jahr« fein Frennly mtt dem er
Der agrarische Kackaik.
E Betül»; 28. Juli.
»2)leset Zolliarifentwurf bars nicht Gesetz werde»!' — So iöut eS 24 Stunden, nachdem das grofe Geheimniß enthüllt ist von rechts und links. Dis grundsätzlich gegen jede Verthmerung der uolhwendigen Lebensmtttel eintretenben Parteien, bie gleichzeitig von ber unbedingten Nothwendigkeit »«« brauchbarer Handelsverträge für uns« Wirthschastsleben und unsere Kulturentwicktung unbedingt überzeugt find, rüsten sich unt« dem Eindruck, daß b« agrarische Theil des neuen Zolltarifs auch schlimme Befürchtungen über-
dmt schon von altersh« manche Kuckucke brüt 3m Centrum aber 1 j bewirft bie kacholische Idee ein viel flärkneS Streben zum Zu- smnutenhalt der Partei tmb zum inneren Ausgleiche der in ihr I , afte Ä>ttil^'daßtas Cmtrmn schließtetoiaSen müfte ü??0!me1llt8 (““fbtm Umschlag stand die Firma des I Minister Gras Bülow hat fich vbr ihueugeb«ugt','"uut> der
und drum wehrt eS fich jetzt meraisch undvlanmäsiia und bis Absmd«s) verweigert. u«- Haudelsmiuist« Möller, dem man liberale Gefinnnng
jtur Feftldseliakeit mim hie m k - I JK- München, 28. Juli. Die sehr demonstrativ angekündiate nachsagte, wird zum Lobredner ans bte agrarisch« Forderungen.
LLanbwT Annäherung« deS Bundes LignorNF/ier ist sehr harmlos rManfem An dL Es istzum Axiom d« p-«ßischenRegterImgs!Lish?ttgew°-deu,
as {B it.K tx , . , Lage, d« fich vom katholisch« Casino gemäß der polizellich« daß dte in Folge der Weltkouiunttnr sinkend- Bodenrmte durch tDmne”' eB tS «ine Ueverraschung, aber daß Anordnung auf bem kürzest« Weg und damit großeutheils aus eine Expropnatwu aller anbet« schaffend« Stände reparirt
ES jetzt schon noch v or den Zollberathungen im Reichstage ge- Nebmwegm zum Dom bewegte, »ahm« 2500 bis 3000 Personen, werd« muß, und das soll nun auch in eine Maxime der ReichS- romm« ist, das ist erfteulich. Alle Rechnungen, welche die an- laut« Mitglieder katholisch« Arbeiter-, Männer- und sonstig« regterung umgewandett werden. Rian will dem Proletaritt, dem gebliche agrarische Mehrheit ergab«, beruhten aus d« Addition: katholiich« Vereine mit Fahnen und 7 Musiken theil. Außer Arbeite^ dem Angestellten, dem Bertreter der gelehrt« Berufe, Rechte + Centrum + Nationalliberale. In dem Auamblick diesen Vereinsmitglied«» waren höchst«» zwei Dutzend Männ« dem Handwerke^ dem flanfmaim und bem Industriellen d« ‘ ~ ■ - h einfad) nickt mehr addiren läßt, ist’» mtt S“®6- ®°s Publikum intereffirte sich für die Veransialtuug Brotkorb höh« hänge», bamtt d« ostelbische, preußische und
y sch ch mey ddrrmiäm, MSmtt augeuschclulich sehr wenig. D« Kllpl-zmerpüter vermied in seiner pommerische Junker tote bisher se«Einkmmne» standesgemäßv«.
h2 Festpredigt Ausfälle. Nur einmal machte n eine Anspielung ans putz» taun.
h “ " stutze und bte Goethebundsbewegung und stellte bte DaS offiziöse .Fremdenblatt' hält es für unwahr-
trüstmtg über Lignori's Moraltheologie gegmüber. | scheiulich, daß bet Reichstag fich für ben Entwurf aussprechen
hängniß anzusehen. Das ist « nicht. Es ist ja so überaus charakteristisch für unsere Vtthältniffe und die Stellung des jetzig« Reichskanzlers, baß et für biese» Zolltarisentwurf ge- u wisiermaßm um Entschuldigung bittet; mtb baS an sich Selbst- so kämen noch nich7IÖ0^^^n'h«aus?^s^w^e nach'unsercr I verständliche besonberS bttonenläßt, er körnte ttnBundeSrath Kenntniß b« Vuhältniffs ungefähr bie Stimmenzahl, aus bie ökandert toerben. Fast klingt S, als wolle Gras Bülow dies« Zolltarif zu rechnen hätte. Was wir vor Jahresfrist schon ” ^b.e,b°s S^g° Sethan, aber er wasche mm seine
wiederholt betont haben, daß die agrarische Mehrheit in Unschuld. Ster Entwurf kamt nicht nur, er m u ß !
mtt der die Konservativen und ber Bunb b« Lanbwirthe’imm« I BundeSrath geänbert merbett, bas muß ben zu protz« und einzuschüchternversuchen, ttt Wahrhett gar nicht rmzelnm Regierungen in ben nächst« Monaten klar gemacht e x i st i r t, das zeigt sich jetzt sofort, nachdem statt ber allge- ®“ben:„ U«d dann kommt b« Reichstag. In dem geht er, so meinen Redensarten »Schutz ber Landwirlhschast' unb b« toie,et »icht durch. Dort tffSober auch mttba getoifia- .ehrlich« beutsch« Arbeit' bestimmte konkrete Vorschläge unb S »entente» Stellung b« ^R«ichSleituug' M Jet Zahl« vorliegen. Wir hab« es gar nicht anders erwattet und Rrichsleit« b« die zukünftig« Handelsverträge abzuschlteßm wir find fest üb«zeugt, daß, je mehr bte Prüfung btefeS Ent- W ^ ?olle Verantworttmg für ben ersten wichtigsten wurss mit feinen vtelen hundert Position« foiftchreftet, bie dazu: bte Gestaltung deS Zolltarifs. Grabe well'S im Differrazm unterb« angeblich schutzzöllnertsch-agrarffch-nMehr- RetchLkag keme feste Mehrhett gtbt tmb weil bie Parteiverhält» --------------------------—,-----o— --------- — ---------------- ,,
hett sich noch vermehr« ronben. Denn von jetzt ab mitten bte ni^e *>Dtt f° batoorrm find, ist bte Beraittwortung beS Reichs- Tarifverträge gebrochm, toenn d« Außenhandel jedes einzeln« habe «n Agrarte« in alle» Punkten nachgegedm und de» an bestimmt« einzeln« Positionen iutaeffirtm Wähl« viel» kanzlerS besondersgroß, cck« auchseine Ausgabe leicht«, alS Ste°tesdurch autonome Tarife gengett, toetmb« ganje öüter- deutsche Handel, sowie bte bratsche Industrie würde» dafür W Wahlkreise direft auf ihr« Vertreter im Reichstage, und solche toro”” V« Mehthett« fichgegmüb« sähe. tausch «S S-wohuieu Bah»«würde, davon jaulen haben. - Das .Journal de DLbals' meint.
Einwirkung ist meist mächtig« alS bte b« Partei. o ö*618 Reichstage keine Mehrhrit für einen bie Möalickteit'ett>»tesiL« ^astaud« iurÄae'ariak?^rde"? ®raf Bülow werbe Mühe habe», zu vshinbem, baß Deutsch-
ES war eb«so intaefiant tote nützlich, daß in ben letzt« werden, kann schließlich nur ber Zolltarif, sobald ein Staat^on^« BedeutunaD e?t? a n b 8 damit fanil W "icht dte Sympathie» sein« Mürtra entfremde za
Woch«, noch ehe irgrad"etwas aus deL neue» Zolltariffb»- LL-RerchSkanzler will. Au seiner Erklärung, tote Lgi^t,^^ftaX«ateöX^^ooģī^r0biK 1
tonnt mar, ein heftig« und «bttterter Kampf zwischen dem das Instrument aussehen müsse, mtt dem «ettaHandelsvairags- tion grenzende Zollsätze axfoufieH« und die «tsprechrad« R e» Centrum und dem Bund ber Lanbwirthe los- I Allttlk smtsetzen könne, muß jtt«r agrarische Ansturm abpralütt. I torfionS»Mnßregeln herauSzufwckern. Wie soll das
gebrochm ist. .Kuckuck!' schM eS höhnenb unb brobmb aus ^EMt der neue Zolltarif bann nicht zu Staude: Nu» gut; auch Po litt ich ohne Folg« bleib«, wen» die nächst« und zudem Centrumslaa« zu ben Agrariern hinüber Das Wort I ^ann bleibtS beim Alten I Dann werd« die Handelsveriräge I verlässigsten gmuude dadurch getroste» toerben 1 Wie soll« .
ist gut und vndiwt «hall« «toerben ES bezricknet das eben »icht gekündigt. Das ist ber starke Trumpf, ben ter ipez«» die DentschratetQ-sterreich dem vtaehiu mächtig« An-1 y Paris, 28. Juli. D« in Deutschland tobend«
Wese» baogitatorifeten Thätiatett tes Bundes ter Laubwittbe Reichskanzler in ten Häuten hat. Die Hanbelsverträge sinb [iut?r»«4 Zollkampf wirb inFraukreich mtteinem lebhafter«
^LTLVstLd^W noch nicht gekündigt, tes mögensich bie Eari« merk«? ‘° SLWNLM ^wtahschaMch gegen Jntereffe mit weiter r-.Kmten Befürchtung« unb,H-M^ge»
Maale Nest hat ber agrarische Kuckuck längst sriue EiaAgt. ------------------- Ste ÄueraiTgemei»« Zeitung' meint, Ä TÄ?
mtt Vornamen, unb ter nicht Oesterreich habe jetzt mtt ter Thatsache zu rechn«, baß Deutsch. ££'
Bräter berühmte Schof hab« ten armen nationalliteralen DtMschts NttH. laubimBteriffe ftlfich mttei^^eststhraMmwr'u umgeb«,
Pfleg«lteraKuri.^ ,c und Verlust g«ug ^bracht. Sie sinb oo ~ ra,, und ---müßte «® offenGegeumaßregelner- vo^GriellichMstottira^die d^
veriaat Worte»: ab« anb«e Brobukte ter flududtefhfliinMt Jovrlttt, 28. Jutt. Der ("euer a l st r e i k ter 65 sa 8- I »reisen. Wiener Heu mTi-Z-wN . .7?« .. „ groptn Maste des Wirth»
dte Oriola, Lieg, Heyl«. fitzen noch im natioualliteraleu Rest s dsGruubton,welch« der.Flötenspieler'augegete» hate,werde
«nd totrten als Momente der Zersetzung so, baß bte national» -BolkSstg.^ griter» Nachnnttag to Kraft getrtt«. Es pubiuS- von ben ubngen Instrumenten anfgeuonutmn toerben. .Alle
Bberrrfe Fraftiou in wirihschastltchen unb zollpolitischen Frag« .®° B-triebe mtt ungefähr 7000 Arteltuehmerndte Staat« we^fich^b«tevorst§^»Berha»bluug« mtt ^bSLn^La^fe^neSs<M?^Sit Adurch zwei fast gleich große Theile aushebt. Das Beispiel “S ähnlich hoh« Sätzen, mtt granöiof« Uebertackmigenihr« JJ ÖkbSntoÖto räaülick^iuÄ
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b« GlaSinbustriell«, noch eines terMitglieter ter Bereinigung blatt- fckreibt- ^' ' « S - ' insbesondere test« Leder-, Handschuh-, Baumwoll- Mb Selten»
ter Flaschrafabrikanten auf sein« Friedmsvorschlag i» letzt« Ein nutontrollttbar« Einfluß bis in dte höchsten «reife sickert 3„nbn5™: Fchon ausbtej« HintMsetzungb« eigenen materi» Stunde geantwortet; bte Oltenburger Glashütte hat sogar die ten deutschen Agrariern anä) bte Unterwürfigkeit ter 3ntereR“' ^r« Verthewtgung bte Presse zunächst ba Annahme bes Brieses (auf bem Umschlag staub bie Fttma beS I Minister, «ras Bülow hat sich vor ihnen aeteuat. unb ber I betheUtgteu Hanbelskamme«überlaßt,geht hervor, baß baSerste Gefühl tn nichts anderem besteht, als ein« klug verhaltenen Schadenfreude. In Frankreich, wo man sich, insbesou- bere feit d« Weltausstellung, von ber mächtigen Entwicklung der teutsch« Industrie gnadezu «drückt glaubte, hat ma» schon bte®ans- und Jndustrtekrism ter letzten Monate mtt ausathmen- ber Erleichterung »«folgt; von b« neu« Erhöhung ter Schutzzölle «wartet man eine Verschärfung ber Krisen, um nicht zu sag«, bte Beschleunigung ein« Katastrophe in Deutschland.

