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Wind und. Wetter

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Zürich Genf aeee Imano«. Gerdone

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für Rhein- und MainschifffahrtE

Eingetrotfen mit Ladung von Rotterdam

Die liuftdrudkvertheilung ist sehr gleichmäßig. Ern liegt vor dem Kanal und Ober Osteuropa. In Deutschland ist das Wetter warm, an der Küste heiter, im Binnenland trübe. Gestern ringen stellenweise Gewitter nieder. Waimee, vielfach heiteres Wetter und stellenweise Gewitter wahrscheinlich.

27. Juli 9 U. Abda.

28. do. 7 0. Mrgs.

28. Juli 2 U. Naobm.

do. 9 Ü. Abda

29. Juli 7 U. Mrgs. do. 2 ü. Naobm.

(gewaschen), von RiÄ-SyudikatS- zeche überallbin lieferbar, abzu- fleben. Anfragen unter 28890 an

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Evud.Lt»

Ladeschluss nach Rotterdam und iwuitra d*m Dienstag den 80. Juli, Abends 6 Uhr.

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+18

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Spezialwetterbericht derFranks. Zeitung**.

Montag bett LS. J«tt.

Bayern und Oesterreich*

Das bayerische Alpevgebiet hatte gestern bei betih6ee* kicher Bewölkung warmes Wetter. Die Mittagstemperainrea erreichten 25 Grad und darüber. Im Laufe des Nach» mittags gingen in Südbayern vielen Orts Gewitter nieder; in Tegernsee fiel dabei starker Hagel und kurze Zeit heftiger Regen. Heute ist das Wetter wieder vorwiegend Hefter, die Morgentemperaturm liegen wieder ziemlich hoch. Die Hochs Stationen am Hirschberg und Wendelstein gewähren teihe Fernsicht über Gebirge und State; auf der Zugspitze ist bie Aussicht durch Dunst beeinträchtigt. Die heutigm Morgen- temperaturm betrugen in München 17, Tegernsee rntil Partenkirchen je 16, am Wendelstein 12, auf der Zugspitze 4 Grad.

Höchste Temperatur am 28 Juli Nachmittags Niedrigste Temperatur am 29. Juli Morgens .< Tagesmittel der Temperatur für den 28. Juli.. Normales Tageemlttef für den 28- Juli< Niederechlaesböhe 00 Mm.

Cognac

front.. Prima Qual., wegen Siqttt* dation billig abzugeben. Restekt, bet Adr. u. 28901 a. d. Erved. b. Bl. zu hinterlegen.

766+18 7621+23 761 +V2 764 +22

Telegraphische Lepescheu.

(Nachdruck, telegraphische oder telephonische Verbreitung ist nur mit deutlicher Quellenangabe ,Frkf. Ztg.' gestattet.)

Krivnt - Depeschen der Frankfurter Zeitung.

S Straßburg, 29. Juli, 1.50 N. Der Straßburger Weih­bischof Dr. Marbachveröffentlichteine Erklärung, dah er weder früher gewillt gewesen sei, eine Bersetzung als Weih­bischof oachMetz anzuuehme», noch jetzt gesonnen seh Weih- bischof in Metz zu werden. Die .Straßburger Post* erblickt in dies« Erklärung die Nachricht, daß Weihbischof Dr. Marbach in den St «he st and treten will.

W Wie«, 29. Juli, 11.25 V. Der Reichsrath dürste anfangs October zur Erledigung des Budgets einberufen und bereit» am 20. wegen der Landtagswahlen in Böhmen wieder vertagt Wochen. Der Leibarzt des Kaisers Profestor Hermann Widerhofer ist in Ischl infolge eines Schlag, aufalles 69 Jahre alt, gestorben.

Wolffs telegraphisches Torresponden? - Bureau.

Gerresheim, 29. Juli. Die Aktiengesellschaft G er res- heim er Glashütten werke theilt in Bezug auf den Generalstreik der Flaschenmacher mit: .Die gestern hier stattgehabte, von der Fabrikleitung einberufene, von etwa 600 Arbeitswilligen besuchte Versammlung kam zu dem Beschlusse,

flirt»attele^T. dar Lsrawks. Ztg.*)

O ftseftsu, 29. Juli, 1L39 V. De, »Liverpool Post' zu» felge findet die Nachricht, daß Sitchener im Herbste nach England znrttckkehren wird, allgemeinen Klauben und wird als hoffnungsvolles Zeichen be­trachtet. AIS fein wahrscheinlicher Nachfolger wird EeneralLyttleton genannt Lhttletou ist ein Reffe des ver­storbenen Gladstone und hat sich kürzlich in einer Rede dahin geäußert, die Aufgabe der nächsten Zukunft in Südafrika bestünde darin, die Buren und Briten in Stand 8» setzen, friedlich zusammen zu leben. Der .Mamhester Guardia»' weist darauf hin, daß unter den Offi­zieren, welche heute vom Könige mit der Medaille dekorirt werden, sich Sir John Willoughby, der bekannte Theilnehmer am Jameson-Einfalle, befindet.

Schwele.

Gestern Abend ausgedehnte Gewitter mit starten Stege» güffen besonders in der Südwest- und Südschweiz; heute Vormütag aufheiternd tmb ziemlich warm. Prag n o sa-r Meist Hefter unb trocken bei steigender Temperatur.

Memel - Münster Hannover Berlin. Ohemnitz Breslau» Mete .»> Frankfurt Karlsruhe München Wien Krakau*»

Lindenfels i. O Allbe liebtet Ausflugsort für Vereine n. grüß. 65 es eHtoasten. Hotel zum Odenwald.

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daß dir letzteren versprochen, zur Aritackt zn tow»e«. 3« ersten Schicht erschte« bte HDste der ArbeitAvilligen; heute find sie geschloffn zur Artat angetreten. 3m Streik befinden sich noch gl 500 Glasmacher. Unsere Glasfabrik in Hörstel ist in vollem Betriebs auf unserer Glasfabrik in Kreuz­nach tritt über die Hüfte der Drtegjchaft aq, in Porta ungefähr ein Viertes

Neapel, 29. Juli. Nach dem Bulletin vom 29. Juli, früh 8 Uhr so Mn^ war die Nacht für Crispi weniger unruhig ms die vorhergehende. Der Kranke war bei klarem Bewußtsein. In Bezug auf KrSstezustand, Herzschwäche und Nervendepresiion ist eine Verschlimmerung nicht eingetreten.

Paris, 29.Juli. Eine der französischenKon- gregationen, wckheFrankreich zu verlcHeu gedenkt, steht in Unterhandlungen, um das von Nap »leo« auf der Insel Elba bewohnte HanS anznkanfen.

Pitri», 29. Juli. Der deutsche Botschafter, Fürst Radoltn, tritt heute einen zweimonatlichen Urlaub an. Das Fürsteupaar geht zunächst nach Interlaken, hierauf nach seiner Besitzung zu Garetschin. Die Geschäfte der deutschen Botschaft leitet LegationSrath Schlözer.

Madrid, 28. Juli. In einer heute stattgehabten Versamm­lung wurden zahlreiche Reden gegen die Kongregationen gehalten. Nachdem der Vorsitzende eine Verordnung des Präfek­ten verlesen, in der Kundgebungen auf der Straße untersagt werden, wurden Kundgebungen gegen die Regier­ung laut. Nach der Versammlung fanden Kundgebungen auf der Straße statt. Die Polstsei zerstreute die Ruhestörer.

Konstantinopel, 29. Juli. Der russische Botschafter brachte im YildizpalaiS die Frage der R e p a t r i i r u n g d e r nach Serbien geflüchteten Türken serbischer Nationalität zur Sprache, da die serbische Regierung nicht in der Lage sei, die Emigranten zu unterhalten.

m Ml«, 29. Juli, 9.25 V. Ein Großfeuer zerstörte gestern das gewaltige Lagerhaus, sowie den Getreide­speicher der Waare ukreditan stakt. Aktiengesellschaft, am Agrippina-Ufer. Der kolossale, 60 Meter lange und 24 Meter breite, mit etwa 60,000 Doppelzentnern Getreide gefüllte Streicher brannte vollständig aus, sodaß h:ute nur noch die UmfaffunyS» mau-ru stehen. Die städtische, sowie die Reservewehr hatten die größte Mühe, die benachbarten Gebäude und ein große« Holz­lager zu retten, daß zeitweise lehr gefährdet war. Außer einer Dampfiprttze und sämmtlichen verfügbaren Mannschaften waren vom Rheine aus zwei mit Dampfspritzen versehene Trajektboote, sowie ein Hafenboot eifrig bemüht, das Feuer zu lokalifiren, was nach stundenlanger eiftigster Arbeit denn auch endlich gelang. Der Schaden wird auf über Vfa Millionen Mark geschätzt. Die Entstehungsursache ist noch unbekannt. Man glaubt, daß das Feuer durch Kurzschluß entstanden ist.

BDortmund, 29. Juli, 11.9 V. Das Mitglied des Auf- sichtsraths der Trebertrocknung, Schulze» Dellwig ist verhaftet worden. (Nachdem nunmehr auch der RittergutsbesitzerArnhold Sumpf-Greifswald verhaftet worden ist, befindet fichdergefammte Aufsichtsrath der Attiengesellschaft für Trebertrocknung in Haft.)

(Wolff'S tnUffK. ttorrwR».-Snrettu)

London, 29.ZKR..Standard'weidet aus Sh anghai: Chinesischen Berichten aus dem südwestlichen Tschili infolge bestehl die sogenannte .Bereinigung der Lau diente' jetzt aus 25,000 Mann gut bewaffneter Trup­pen, die aus früherm Boxern und entlassenen

Soldaten Sie erbeuteten alte kaiserlichm

Laub gesandt wurden.

Der Streik der Stahlarbeiter m Amerika.

(Privattelegr. der »Franks. Stg.*)

O London, 29. Juli, 8.55 N. Dem .Standard' wird aus NewDork gemeldet: Pierpout Morgan undEhaffer und ihre Untergebenen haben eine Konferenz gehabt. Das zu erwartende Abkommen wird den stalus quo herbeiführen. Der Stahlarbeiter-Verband tritt zweifellos von der Forderung zurück, daß der Trust sich zu einer Trade-llniou-Lohuskala für alle Werke schriftlich verpflichten soll, während der Trust sich verpflichtet, in den nicht vom Verbände orgauifirten Werkstätten die bis- herigen Trade-Uniou-Löhne zu bezahlen, wodurch in fünf Fällen die Löhne gesteigert werden. Die Streikenden behalten ihre Or­ganisation in den Werken, die sie zum Stillstaud gebracht haben und in zwei Werken, von denen die Unternehmer behaupteten, daß sie nicht organifirt seien. Sann werden alle Werke ohne Schaden für die organisirten und nicht orgauifirten Arbeiter geöffnet werden. Die Unternehmer verpflichten sich, zwischen beiden keinen Unter­schied zu machen und der Verband verpflichtet fto, seine Mitglied­schaft Niemandem auszuzwiugeu und nicht die Unternehme« anzu­feinden, welche Nichtverbändler anstellen. Dazu bemerkt der Korrespondent: ohne Kraftprobe würde keine der beiden Parteien soviel zugegeben haben. Das Abkommen stellt bie gegenseitige Achtung her und verspricht der Industrie große Stabllität. Die Arbeiter habeu gelernt, daß der Trust sich nicht einschüchtern läßt und der Trust hat gelernt, daß der Verband zwar besiegt werden kann, aber stark ist. Die Streikenden verdienen Anerkminnng dafür, daß sie den Streik in ordentlicher Weise geführt tjajnn und der Trust Anerkennung dafür, daß er ohne Gehässigkeit in einer weitherzigen für Morgan charakeristischen Weise ein Abkommen herbeigesührt hat. (Die vom .Standard' skizzitten Vor- schlüge des Trust werde», wie in unserer Newyorker Privatdepesche mitgetheilt wird, bis morgen der Exekutive der Stahlarbeiter unterbreitet werden, und erst wenn diese sie angenommen hat, kann von einer Erledigung des Streiks die Rede sein. Red.

B New Nork, 29 Juli, 3 V. (PerKabel.) Die Exe­kutive der Stahlarbeiter tritt morgen zusammen, um Vorschläge des Stahltrusts behusS Erledigung de« Streiks zu besprechen. Die Vorschläge deS Trusts sind MorganS Initiative zuznschreiben, der mit S h a f f e r konferirie. Morgan macht Zugeständnisse, inbefien ist die Hauptfrage noch unerledigt. Die Stahlarbeiter find des Streiks müde.

<? Karlsruhe, 29. Juli, 1.20 N. Professor Hermann Götz, der Direktor der hiesigen Kunstgeverbeschule, istkgestern Nacht »ach längerer Krankheit im Atter von 53 Jahren gestorben. In ihm verliert das badische Knnstgewerbe, da« ans der Pariser Weltausstellung so große Triumphe feierte, feinen eifrigsten För­derer und Lehrer Seitdem Götz an der Spitze der Kunstgewerbe- schule und des KunstgewerbevereinS stand, ist er bahnbrechend vorgegangen. Luter seiner Leitung fand die erste deutsche Kunstschmiede - Ausstellung statt, die von nachhaltigem und durchschlagendem Erfolg begleitet war. Schon vorher hatte sich Götz durch die Veranstaltung einer Fächer ausstellung einen Namen errungen. Sein letztes Werk ist die GlaSmalereiauSstellung, die er Anfangs Mai eröffnete und die mit Recht als ein Markstein in der'Ent­wicklung der Geschichte der Kunstgewerbeschnle Karlsruhes bezeich­net wird. Mit unermüdlicher Kraft hat Götz sich der Entwick­lung deS Kunstgewerbes gewidmet, und was in Baden auf diesem Gebiete erreicht wurde, ist der Thätigkeit de» so früh verstorbenen Mannes zu verdanken, der als schlichter Handwnker begann, sich die höchsten Ziele setzte und so zu der Stellung gelangt ist, welcher er sein Leben beschloß.

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Mtt ans Italien und Oesterreich-Ungarn und beten Abfall vom i: Dreibund, das.Journal deSDtfiatS" setzt fttue be- | sondere Hoffnung auf einen deutsch-russischen Zollkrieg und der

BerttnerKorrespondent deS.Figaro' träumt bereits von einem Trutzbmümiß der europäischen Großmächte wtt Nmd- awrifa zur Bsuichtung Deutschlands. Das Temperament des

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Frankfurter Angelegenheiten.

Frankfurt, 29. Juli.

= Turnerische Wettkämpfe. Der Verband für Tnrnsport veranstaltete Sonntag ans derHundSwiefe interne Wettkämpfe, die bei zahlreicher Betheiligung einen sportlich guten Verlauf nahmen. Dem hiesigen Tnrnsportvereiu gelang eS dabei, den deutschen Rekord im Diskuswurf um 12 Centime ter zu ver­bessern. ES errangen erste Preise: Jmriorlaufen 100 Meier Max Tausent IP/e Sek., Fußballweitstoßen Earl Kreuzer 43,76 Meter, Seniorlaufen 100 Meter Fritz Götze 11% Sek., Steinstoßen 331/, Psuud Oskar Müller 6,73 Meter, Lausen 800 Meter Her- mann Kreuzer 2 Mi». 22 Sek., Diskuswurf Wild- Dörr 28,27 Meter, Weitfpruug ohne Brett Jak. Herrmann 5£521/1 Meter, Juuiorlaufen 200 Meter Fritz Platz 243/s Sek., Seniorlaufen 200 Meter Fritz Götze 23*/B Sek., Weitsprung aus der Rückschritt- stellung WUh. Dörr 2,56 Meter, Stafettenlauf 400 Meter Turn- sportvereiu 49'/, Sek-, Ringen Eugen Förster, Stemmen Wilh. Kneipp, Laufen 1500 Meter PH. Geist 5 Miu. 3% Sek, Hoch- sprung ohne Brett W. Dörr 1,40 Meter, Tauziehen Turusport- verein Mannschaft B. Den Wettkämpftn wohnten zahlreiche Zu­schauer bei. 7

Berkehrsnotiz. Auf der Strecke Frankfurt- Homburg toetoen ab 1. August d. I. die Schnellzüge ab Frankfurt 6.30, 3.15 und 8.10 Uhr, sowie der Schnellzug ab Hom­burg Morgens 7.30 Uhr in Oberursel anhatten. Damit halten nunmehr alle Schnellzüge ans der genannten Strecke in Oberursel an.

Perfoualie«. Dem Kaufmann und otiomanischeu Generalkonsul Ludwig Krebs wurde das Tragen deS ihm ver­liehenen türkischen OSmanie-OrdenS 4. Kl. und des Offiziers« kreuzes des bulgarischen Civil-Derdienstordens. dem Hosmusikalien- händler August Stehl daS Tragen des Sachsen.Meiuiugfchen Verdienstkreuzr? für Kunst und Wiffeuschast gestattet.

Obstdurchfchutttspreise. Nach Mittheilung der hiesigen Eentralstelle für O bstverwerthunq stellten ficham 27. Juli die ObstdurchschmttSpreise pro Centnsr wie folgt: Johannisbeeren 12, Stachelbeeren «#. 10, Heidelbeeren «X12M, Kirschen, braune X 12, schwarze X 12. Erumachkirschen X 16, Himbeeren X 25, Früh-Bttnen, je nach Sorte «X12 bis 20, Aprikosen X 32

Sem Tage. Der Polizeivrästdeni hat die Verkäufer von Mineralwässern im Ausschank angewiesen, daS Getränk fernerhin nicht kälter all in einem der Trinkwasser- Temperatur entsprechenden Wärmegrad von 10 Grad Celsius ab­zugeben. Gestern gerieth auf der Eckenheimer Landstraße em Rad f a hier zwischen die Sttaßenbahn und eine Droschke, wurde von der letzteren überfahren und von der Sanitäts­wache abgeholt. Der Hausbursche Friedrich Hentschel ver­letzte gestern Abend bei einem Streit im oberen Schafhofweg einen Droschkenkutscher lebensgefährlich durch drei Revolver- schüsse. Der Thäter wurde verhaftet.

Sport.

»Hamburg, 28. Juli. Pferderennen zu Groß- Borstel. Bramseider Rennen. 4000-^! 1000 Meter. 1. Bauer'S .Schwärmerin', 2. Beit's »Quälgeist', 3.Hasperg jun.'s -Falkenstein'. 15:10 Sieg, 23 und 24: 20 Platz. Dickenhörn. Rennen. 2000 X 3200 Meter. 1. Pasch's .Dr. Nikola', 2. Mr. B.'s »Lillian Noöl', 3. Dr. JaroczynskfS .Tod'. 26:10 Sieg, 33 und 35:20 Platz. Borsteler Gold-Pokalund 10,000 X

tose*, 3. Naummm'S .Altgold'. Ferner liefen: .Paroli', ,$alac® ofTntth'. 34:10 Sieg, 35 und 23:20 Platz. Juli-Hürdena rennen. 4000 -X 2800 Meter. L Balduin'» .Echidua'^ 2. Ediuger'S .Old Ehe» IL* 3. MlmSke'S .Para des unker'I 39:10 Sieg, 31 und 39 : 20 Platz. Lebewohl.Handicav.' 3000 JL 1400 Meter. 1. Frante's .Flvßhilde', 2. Pappend .THeunS', 3. Dr. JarorzynSki'S .Hedge'. 114:10 Sieg, 42,33) und 31; 20 Platz. Borsteler Sommer-Steeplechafe. 4000 X 5000Meter. L Eltz'.Angebinde', 2. Rietbrock«, .Aqua. rosa', 3. Auderseu'L .Sportsman'. 81:10 Sieg, 41 und 48 : 20 Platz.

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Die nach Peking zurückkehreuden kaiserlichen Truppen Jollen 16 Städte südlich vouPaotingfu geplündert haben. Rach Abzug der Truppen habe daS Volk Rache geübt, indem es die Beamten mißhandelte und ihre Häuser zerstörte. Der fremden- freundliche Vicekönig in Hankau Tschangtschitung hat km chinefichen Gesandten in London, Lo Feng Lnh, Vorschläge mr Regelung deS Missionarwesens übermittelt mit der Sitte, dieselben der britischen Regierung vorzulegen. Er sagt, die letzten Unruhen hätten ihren Ursprung in Streitigkeiten üoitoen Eingeborenen -Konvertiten und Nicht» L h riflen g-habt, und nm eine Wiederholung solcher Vorkomm» niffe zu verhindern, schlägt er vor. daß folgende Bestimmungen durchgeführt werden sollen: .Lonvetttten sollen ihre Beschwerden beidenPolizeirichiern statt bei den Missionaren Vorbringen. Bor dem Bau von Kapellen und Häusern sollen die Misfionare die Pläne den Beamten vorlegen, so daß über den Werth des Eigentums keine Differenzen entstehen, falls es zerstört werden sollte. Missionare, die ins Innere gehen, müssen die chinesische Sprache und Literatur kennen und chinesische Kleidung tragen. Die Missionen müffen fich über beit Charakter der Convertiten insormiren, bevor sie dieselben aufnehme«. Den Missionen mnß es verboten werden, Verbrecher und notorische Bösewichte zu schützen.'

SrrmlschtrS

(UersouakoertuderungeuimAullizdieuL.) Assessoren. Ernannt: Die Reser. Pieran. Bertholdt. Dr. Hart» mann, Freih. Hillervon Gärtringen. $iek Änna, Samen, Dr. Stolzenberg, Lüdicke (Berlin). Dr. Dreifi, Seufchmer, Bischoff, Dr. Weinhold, Balder (Stetimts Dr. Eberhard (Kassel) E. Müller, KattKaiser^ Dr. Eberh.Müller^ Koellner v. Klencke (Selle)Freih. von FürstenberglKöln) Dr.Ziielmanu (Frankfurt) Dr. Rehn, Jansen. Dr.WiSkott, Midde» laniS, Heydemun, Freih. Quadt »Hüchtenbrnch (Hamm) Dr. Petersen, HarmS (Kiel) Buchholz, TieSler, Rado luv, -Dr. Reisch (ÄSnitibetg) Lebbe, Boelcke (Marienwecher) Schreyer, Dr. Rehbein, Voigt, Kohlmann, Jeeg, Lorentz (Naumburg) Dr. Weide» mann (Posen) Dr. Hetzer (Stettin). AnSgeschieden: «.Borchardt, Dr. WUh. Jacobs, Dr.Luppe, Pietsch, Dr. K l i e »k e, Dr. Heiur. B 0 i g t, Dr. M a r ck.

----Iarmstadi, 29.Juli. See Großherzog begab sich heute Mittag nach Coburg.

r Wiesbaden, 29. Juli. Auf zwei Damen, welche in Beglettuna eines 14jährigen Knaben gestern Früh einen Spazier­gang im Walde unternahmen, wurde in der Nähe der Herreneiche ein Rau bau fall versucht. Einer der Damen, die etwas zurück­geblieben war, wurde von einem Wegelagerer eine Ledertasche, die sie nmgehSugi trug, gewaltsam eniriffen. Die Polizei entfaltete sofort eine fieberhafte Thätigkeit und ist man dem Räuber bereits ans bet Spur.

; der Dtabnndtzäateli werden in Frankreich zweifellos einen L flotten poMscheu und materiellen Rückschlag hervorbringen;

jtdenßallS woche» alle BestrÄbnugen, die begonnene Snietamg des französischen Voltes zum deutschen Güd- und JudrHrie» t martt toteber zum Stillstand zu bringen, in den kommeudm politischen Spannungen ehe sichere Stütze finden, tarn « Frankreich ist man, wie die Vergangetchett lehrt, mehr als irgendwo sonst bereit, selbst wesentliche wirthschastliche Jnterefien -fldUtsii CK-A------___4.____

poiuucytn iniicr^uoruncn.

Nckeu diesen in der Presse hervortretenden weftschweifigen Hoffmwgen macht fich in tieferblickenden poliüschen Kreisen dagegen auch eine ernste Beklemmung bemerkbar, weil man von der agrarischen Polttik Deutschlands einen vechängnißvollen Jiückschlaa auf die inne« Polttik Frankreichs befürchtet. Der Meliut'scheProtektionismus hatte sein stärkste» Argument in dem nationalen Haß gegen Deutschland gefunden, berat fein Ziel war, durch Ausgabe aller HandelsvertrSge die MrtMegÄstiMngsklausel des Frankfurter Friedensvertrags iSntefich zn machen. Dieses chauvinistische Schlagwort hatte ix Kwckeich unwiderstehlich gewirkt und es bedurfte erst der schwevm Krisis d« DräfsnS-Affair^ um wettere Kreise über die (Sefotan aufzuklären, welche der Republk aus dieser engherzig nationalistischen Polttik droben. In dem Handels- abkommen mtt I t a l i e n und der stillen wirthschastlichen An- näheruug an tmS benachbarte D e u t s ch l a n d fand diese be- gimwrix Wkchr vom WLiiuismus ihren ersten Ausdntek und Ne Träger der neuen, liberalen PolM hofften, auf diesem Weg Frankreich ans sauer Jsolirung zu erlösen und durch Belebung seines Außenhandels dem Bolte selbst neue Ziele und neue poli­tische Ideen zu geben. Die Kampfansage Deutschlands an die übrige produktive Welt stört diese Illusionen in der empfind- lichfim Weise-, Frankreich sieht sich aufs Neue an tat Protck» Üouismns gefesselt und, was noch schlimmer ist, ausS Neue von Deutschland abgestoßen.

(PntuaLtelegr. der »Francs. Ztg.')

k »tidapest, 29. Juli, 1.10 N. Auch die heutigen Blätter der Hauptstadt und der Provinz stimmen darin überein, daß der deutsche Zolltarifentwurf die größten Ge­fahren für den ungarischen Export bedeute, und daß so­wohl in unseren Tarifen als «uh auf jede andere Weise altes anfgebotett werden müsse, um ben drohenden Schlag abzuwenden. Der WinisterpräfidentSzell dürfte fich schon in den nächsten Tag« nach Wien begeben, ran mtt Dr. Koer ber die durch die Ver­öffentlichung des deutsche« Zolttarifs geschaffene neue Situation zu berathe«. Die in Wien begonnenen Konferenzen über den awton »m enZolltarif dürsten erst bann wieder fortgesetzt wmden, wenn die Delegirtenkonserenz von kompetenter Stelle neue Instruktionen erhält.

BRew York, 29. Jnli, 3 V. (Per Kabel.) DaS »Journal of Commerce' sagt, währmd andere Rattonen, beispiels­weise England für billige Nahrungsmittel sorgten, al» sie in die industrielle Entwickelung ein traten, verfahre Den tschland umgekehrt zu seinem eigenen Schaden, denn auf dem Weltmarkt müsse es durch neue Zölle an Konkurrenz­fähigkeit einbüßen. Die ,T i m e S' bemerkt, die Annahme der Zölle wäre ein Triumph der Feudalen und würde vornehmlich Deutschland selber schaden. Die .World' meint, die Erörterung von Le torsions maßregeln seiversrüht, da fiflcheZM» Mb ui, ßSejgfe werde« könnten.

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Prognose tor Franklnrt, deegl. fttr Mttteli und Süddeutsehland für den 30. Juli.

(Nachdruck verboten.)

Maxim a liegen vor dem Kanal und Aber Osteuropa, sonst gleichmäßig vertheilter Luftdrnck. Für morgen ist meist heitere« Wetter mit zunehmender Temperatur an erwarten.

(Privattelegramme der .Franks. Ztg. Nachdruck VerbotenJ -1 Würzburg, 29. Juli Mrgna Maln 0.97 get 04)5.

lehr, 29. Jnli Mrgna Main 1.23 gest. (MB.

Asohaffenbunr. 29. Jnh Mrgna Main 148 gest 048.

KehL 29- Juli Mrgns. Bhetn 188 ge£ 002.

Maxau, 29. Jnli Mrgna Rhein 42t get 0ZB.

Maina, 29. Juli Mrgna Rhein 1.27 get MS.

Binaren, 29. Juli Mrgna Rhein IM geh (MB.

Canb, 29. Juli Mrgns. Rhein 2.10 get 0.05.

Ooblene. 29. Jnli Mrgns. Rhein 2.14 gef. 004.

cain. 29. Juli Mttgs. Rhein 15H gest (X05.

Düsseldorf. 29. Juli Mttgs. Rhein 1.77 gest. O-U,

Buhrort. 29- Juli Mttgs. Rhein 1^3 gest 0X3.

XL Bodo ... do Borkum

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Der aus Priing nach Frankreich zurückgekehrte bisherige tzauz-Lsische Gesandte in Peking, HerrPicho«, Der dessen Anslaffrmgen in unseren Pariser Privattelegrammen Mtcheüung gemacht wurde, bat sich auch in sehr bemerkenS- weriher Weise Wer das Verhalle« des ermordete« deutsch«« Gesandte«, desBaronS Kettele« aus­gesprochen. Er sagte:

Baron Krtteter war zu vertrauensselig und erkannte die B ox er- beweguug nicht in ihrer ganzen Gefahr. Er ist keiner Unvorsichtigkeit gum Opfer gefallen. Ich hatte periönlich meine ganze LeberredungSkraft aufgeboten, um ihn zn verhintan, sich allein und ohne Eskorte nach dem Tsung St Damen zu begeben. Ich versuchte ihm zu beweisen, daß die elemen­tar# e Vorsicht außergewöhnliche Maßregeln geböte. Der Bar« wollte aber von alledem nichts wiffrn. Er antwortete mir, «sei geteofett, fich allein mit seinem Dolmetsch nach dem Tsnng Li Za«« zu begeb«« und die Umstände erschienen ihm nicht hin- reichend ernst, um seine Taktik zu ändern. Das war sein Verderben. AmTage zuvor hatte der Prinz Tuan reguläre Truppen in eine« Polizeiposten an der Ecke einer Ettaße eingestellt, die in bte der Gesandtschaften einlief, und seinen Soldaten Befehl erthellt b« ersten Europäer, der vorüberkommen würde, zu tödteu. Der Baiwn Ketteler war der Unglückliche, bat dieser Befehl treffe« sollte. Wir andere» find mtt blauem Auge davon gekommen. Die Ermordung KettelerS fand nm 9 Uhr Morgens statt. Alle andere» Vertreter der Mächte waren brieflich ersucht worden, sich um rvllhr zu der Versammlung zu begebe». Der Tod des deutsche» Gesandte» jagte nun oben zweifellos dem Tsung Li Hamen große« Schrecke» ei» «ob der EttlberufungSbrief wurde uns nicht auS» gehändigt. Wir erführe» das Alles erst später....

Bo« LiHuugTschang sagte Picho«, daß er immer «och der Alte sei. Am Tage »ach dem Brande deS deutsche« Hauptquartiers erklärte er mit größter Seelerrnche: .Das ist der Geist des. Großschatzmeisters Ting, derfich rächt, well er vrm de« Verbüudetar ia Paotiugsu hiagertchtet wurde.'

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