erstes Morgenblatt der Urandfn'-ter Jettung.

S. Bette Mr. 357

von 600 Obligationen za veranstalten,

Preu . ConsolB 3 - -

Reichtum!. SX kv.

do.

Preuß. GonaSXkr.

Hypothekar-Obligationen.

Bheinprov.Obl.3X 99.50g 99.1

Pr.Centr.Pfdbr.3X 98.-6 98.

do. *

Ausländische Fonds.

69*506 69*606

••4'

Oesterreich.l864cr

Schwad. 10 ThL--

Eisenbahn-Aktien.

-

28.20b

28206

1 1.506

151.606

id

■4'

reiz

Anatoliäche I--5-

H--5-

do. -

102.40b

Bank-Aktien.

216.71

erzielte in ihrem am 30. September beendeten, volle zwölf

Monate umfassenden ersten Geschäftsjahr nach JL 25.99(3

1 Abschreibungen -< 57.939 Reingewinn, woraus 5 pOt. Divi- ‘

Draht

225.206,2:

D. Üebersee-Bank 140.806

Diskonto - Comm. 196.206 196.506

161.206 60.906

Dresdner Bank do. Bankverein

119.506

Goth.Gnmdcredit

do. junge ........115.—6 1 • —fe

Hamb. Commerzb. 119.30g 119.506

158.30g

Bergwerk»-, Indust le end Versicherung«- Aktien.

128.50b

128.5ua

Aachener Kleinb.

Act.-G.Montanind

189.756

117.756 11/.75b

do. do.

97.106

10070b

do.

do.

.4.

146.206

166.806

119.906

133.—b 147.206

179.75b 184.—b

171.75b

Bayrische Bank-- Barmer Bank-Ver. Berliner Bank----

169.50g

112.506

114.106

100.906

100.706

97.406

100.706

169.50g 110.756

114.50g 135.406 11»«—b

146.70b)

127.25V 125.50b

Oeete de MinasS- Wladikawkas--4-

Sank n. Im lanauedel

191.756

327.506

156.-6

153.10g

105*20?

Sardin. Sekundärb Westsicilianer • • • • Transvaal-Eisb. > •

154.70b 155.20b

32620b 328*706

liehe Verb die am 24

161.75b

210.75b

153.75b 108.256 176.506 282.10b 131.10b 910.—6 240.--6

253.806

127.25g

139.-6 114.206 166.2»

160.60g ISO.—b

120.50g 110.10g

97.256 153.706 204.—6 122.106 118.-6

140.606

Meining. Hyp.- ■ • - 136.-6 Mittels Cref-Bk. 118.206 Nationalbank t. D. 146.506

134.-6 149.706 150.60g 115.-g

146.-6 167.—6

119.80b

133.—b 147.10b

Transvaal do, v. 97 -

Nordd. Credit.---- Oberrhein. Bank-- Ostdeutsche Bank Oest-Creditanstalt Petersb. Diskonto do International-• Pfälzische Bank-- Pr. Bodenkredit- • do. Centr -Bod Cr. do. Hyp-Act-Bank do.Pfbr. B.-A.-... Rhein.-Westf. Bod D. Reichsbank - - Buss.Bk.Laud Hd. Sächsische Bank Schafihaus. Bk.-V.

•3X

-3--

mentversorgung im Jahre, welche die Zeit vom 28. De­zember bis 5. Januar umfaßt, ist ja immer die theuerste, da die Banken zu dieser Zeit neue Reportgelder nicht geben, um in der Bilanz möglichst wenig Reportbestände auszuweisen; aus demselben Grunde und behufs Aus­nützung der günstigen Situation verlangen sie auch für die Prolongirung laufender Reports ungebührlich hohe Sätze. Dazu kam diesmal, daß das Bankhaus, wel-

Hofimann Starke Hörder Lit. A -- Breuer. Höchst ■ Höchster ........

Hösch. Eis.u.Stahl Huttenheim......

InowrazlawSalz-- Jeserieh Asphalt •• Kahla Porzellans. Kaliw. Aschersieb. Kannegießer Ruhr Kattowitzer.....-

3.10 N iame-,b"c)i Ereditakti lels-Gesed Jank 205.- aner 100. inrger 81. aeer 100.K ura-Simp] lelsenkirc •aurahütte Jrust 176.f

19.10g

115.60b

84.606 73.506 66.406 98.606 39.50a 96.906

102.50b

Ä 33.70g 49.60° 40.906 93.70b

favorisirten Eisen- und Kohlenwerthen besonders beliebt Boden-Kredit-Aktien, wie schon jüngst erwähnt, wegen der geheimen Reserven und wegen der Füllung des ordentlichen Reservefonds, Oesterr.-Ungar. Bankaktien, auf die hohen offiziösen Dividendemaxen, Staatsbahn- Aktien, Dynamit-Aktien u. a. Schwächer liegen Eisen­bahnverkehrs-Aktien auf Gerüchte von einem projektierten Konkurrenzunternehmen."

* La Veloce, Italienische Dampfschifffahrts- gesellschatt. Nachdem der Verwaltungsrath den Ver­kauf des Dampfers „Südamerika“, abgeschlossen, hat er beschlossen, aus dem Erlöse desselben eine außerordent-

Hoch- u.üntergr.B Hoefel Brauerei- •

--3X 101.706 1 .-V.3X 100.906

dende vertheilt werden.

Aktienbraiierei Altenburg,Sinzheim-Baden- Baden. In 189798 ergab das Braukonto brutto JL 551,426,

115.50g 140.—a 114.20g 166.40b 160.40b 160.-6 120.506 110.10g

97.10g 153.806 203.60b 122.-6

arge Schicksale berichtet, runzeln sich alle Stirnen und alle Singen- blicken finster drein.

In die Straßen;eile ist hier und da ein Tempel ringe* zwängt mit Dächern aus gelb glasirten Ziegeln. Der gelbe Ziegels ist in Peking das Zubehör aller offiziellen Architektur. Sämmt­liche Gebäude innerhalb der Kaiserstadt und sogar die Mau«^ die sie umgibt, sind damit gedeckt, ebenso fast alle Tempel ie ' Peking und Umgebung, Die gelben Ziegel sind eine der her- 4 vorstechenden Besonderheiten im Bilde der chinesischen Haupt- - stadt und eine ihrer wenigen baulichen Schönheitm. Das GeW hat keinen guten Ruf in der Welt, und überall würden sonst | gelbe Dächer als ein greller Aufputz erscheinen. Hier aber thun sie dem Auge wohl inmitten von all' dem Holzwerk und - grauem Gemäuer der Stadt. Die Ziegeln haben den glatten | und glänzenden Ton des Porzellans, und dieses chinesische Tempel- und Palast-Gelb mit seiner warmen und zugleich| sanften, leuchtenden und doch diskreten Nüance ist wohl das vor­nehmste Gelb der Well. Der Kaiser von China wohnt als» : unter gelben Porzellan-Dächern. Das entspricht dem Bi.de, » das man vom chinesischen Kaiser und seinem Palast sich ausge- z matt hat. Und während sonst in China sich nirgends die Bor- 5 stellungeu bewahrheiten, die man von daheim mitgebracht hat, 3 während man in Wirklichkeit überall Schmutz findet, wo man , von Glanz und Farbe geträumt hat—scheint es doch wenigstens eine chinesische Kaiserpracht zu geben. Hier behalten möglicherweise | die Dichter Recht. Und man denkt an die Lieder des Li-tai-pe | in „Livre de jade", wo das Lieben des Beherrschers von Chinas besungen wird in Strophen voll zarter Poesie und hoher Kaiser-^ stimmung. Man denkt namentlich an das Märchen Bon| Andersen: Der Kaiser von China liegt im Sterben. AberI die Nachtigall fliegt auf sein Fenster und scheucht durch ihren GcsangD den Tod fort, der ihm auf der Brust lastet. Da erhebt sich der | Kaiser vom Lager, legt sein Prunkgewand an, gürtet frin| kostbares Schwert und erscheint vor dem sprachlosen Hofgesinde, 7 das ihn todt geglaubt hatte, in seiner ganzen Herrlichkeit.^ In seiner ganzen Herrlichkeit! Wie gern möchte man an sie glauben! Wie gern möchte man in diesem Lande wenigstens Z eine Illusion behalten! Aber sobald man dann wieder i ringsum auf die Wi klichkeit von Peking blickt, muß man auch | diese Illusion aufgeben. Mm erkennt, daß hier keine kaiserliche 1 Herrlichkeit bestehen samt. Wenn man die Jämmerlichkeit allein» E halben sich ausbreiten sieht außerhalb des kaiserlichen PalasteS. 4 so begreift mau, daß sie auch auf sein Inneres sich erstrecken und ] daß Verkommenheit herrschen muß unter den gelben Porzellan» | dächern. Und wenn man das Volk beobachtet, so versteht man, 1 daß der Kaiser von China nichts Anderes sein kann, als in ; diesem Kuli-Hausen der 0 b e r st e Kuli.

Immerhin, falls man in all' dem Grau von Peking einmal

ton sich bei Jahresschluß auf JL ö4,000, während in Baar und Bankguthaben JL 54,000 vorhanden waren. Die Rest­kaufschillinge haben sich von JL 246,000 des Vot.ahre? auf JL 527,000 erhöht. An Reserven werden JL 124.000 ausge­wiesen.

Aktlenbranerei znm Gurten, vorin. Juker, Wabern-Bern. Die Gesellschaft erzielte in ihrem ersten Geschäftsjahr nach Fr. 48,878 Abschreibungen Fr. 40,996 Rein­gewinn, woraus Fr. 2049 der Reserve zugeführt, Fr. 34,000 als Dividende von 4 pCt. auf Fr. 850,000 Aktienkapital ver­wendet und Fr. 4946 vorgetragen werden.

Bayerische Chamotte- «fc Kli nkerprodukte- Fabrik, Aktien - Ges.. Waldsassen (Bayern). Die in diesem Jahre mit JL Los Mill, errichtete Gesellschaft

179.25b 184.60b 172.75b

153.25b s 432.—b” 190.—6?

94.25g* 78.-b".

191.75b

324.75b j 156.50b S

knicht hinein ptm die Ma Breite Seit IRichtung nc gegenüber Mach einer flrommetthr Sängt eine hu Anfang iTromme lauf der All Weide Thür lviel. Dem stehen, braut »Trommel b »außen sind I Ku-lu ist de als Thurm kr roth gesä huf einer Ai ßhunnistt Schimmert. ? mmwinden i

Beim T «bermals na Worthore de uehr, der erst [innere Thor wölzüm, Hai Hamen irgei Thor sich ai Handwerker Dem Thore ‘ Straße, die ringefaßt ist, laufen mit il der Straße ( ihrem oberer sossenbar die recht begreif! besitzt und le die Aussicht per Straße 1 lautet Mei-si Soff er nämli

da. Nordost......

do. Union........

Jnra-Simplon Gotthard ........

Prine« Henri - - Balt Eisenbahn-• Kursk-Kiew......

Warschau Wiener Amsterd. Rotterd. Canada-Pacifio-E. Ital. Meridional-E.

m._b'144.11

140.75b 141.51

169.806 170.-

Aachen Mastrlcht Allg.D. Kleinbahn Braunschw. L.-E. Dortm und Gronau Lübeck-Buchen - - Marienburger •••■ Mittelmeer ......

Niederwaldbahn-- Ostpreuß. Südb.-- Staatsbahn ......

Aussig-Teplitz •• Buschtehrader — LembergCzernow. Lombarden......

Nordwestbahn-• • • Beichenbg. - Pard. Schweiz. Central-■

nsterdam

slgien •• andinavie rpenhager

Hamb. H ypothkbk. Hamb. Wechslerb. Köln. Wechslerbk.

98.906 99.20a 106.906 106.90g 102.10b 102.-6

M.206 93.106 89.406 89.106 91.106 91.106

(00.60a 100.606 100.756 100 906 —93.10g

23.

101.60g

101.40g

94.10g

101.40g

gebieten für russische Anleihen und Prioritäten könnte gewiß von grossem Vortheil werden und eine Erleichter­ung unseres Marktes herbeiführen. Ein sehr lebhaftes Geschäft entwickelte sich in verschiedenen fremden An­leihen, von denen zunächst Serben und dann Spa­nier hervorzuheben sind. Es hat fast den Anschein, als ob die lange Nichtbeachtung der Anleihen dieser Länder jetzt schleunigst nachgeholt werden soll. Die Kurse gingen sprungweise in die Höhe und die Umsätze erreichten einen lange nicht dage­wesen Um lang. Die Anleihen anderer fremden Staa­ten prositirten durch diese günstige Tendenz und waren ebenfalls sehr fest. Es scheint sich gegenwärtig bei dieser Bewegung mehr um Käufe der Börse als um solche des Publikums zu handeln, wenngleich das letztere zweifellos ebenfalls seit einiger Zeit in fremden Anleihen engagirt ist. Nicht unerwähnt darf die anhaltend starke Steigerung aller amerikanischer Eisenbahnwerthe bleiben, welche von London ausging und hier lebhaften Anklang gefunden hat. Der Verkehr zwischen hier, Lon­don und Newyork hat einen großen Umfang angenommen, und da bisher sehr bedeutende Gewinne daraus erwachsen sind, kann man sich nicht wundern, daß derselbe be­ständig noch im Zunehmen begriffen ist Die massen­haften Agenten, welche noch vor wenigen Monaten auf alle ihre Anregungen betreffs der amerikanischen Werthe kaum einer Antwort gewür ’igt wurden, werden jetzt gesucht und machen große Geschäfte. Auch der andere Eisenbahnaktien - Markt erfreute sich besserer Beachtung und konnte die Mehrzahl der Kurse anziehen. Für schweizerische Bahnen lagen im Anschlüsse an die günstigen Betriebsausweise für schweizerische und hiesige Rechnung Kaufordres vor. — Der heutige (Freitags-) Ver­kehr brachte plötzlich wieder einen vollständigen Um­schwung. Während gestern Geld eher angeboten war, wurde dasselbe heute sehr gesucht und nur zu steigen­dem Zinssatz erhältlich. Die Meldung aus Paris über Restriktionen der Bank von Frankreich, ferner der starke Bedarf von Pariser und Londoner Wechseln haben unsere Börse, welche sich betreffs der Geldverhältnisse bereits sehr sicher fühlte, itf neue Unruhe versetzt. Es fanden auf dem Ultimo- wie auch Kassamarkt Realisationen statt, und zwar von solcher Waare, welche man auf die „Flüssigkeit* des Geldmarktes hin gekauft hatte. Gegen Schluß der Börse griff eine beruhigtere Haltung Platz, die anscheinend von starker Hand insinuirt wurde. Es ist offenkundig, daß man Alles versucht, die Börse und noch mehr das Publikum bei guter Laune zu erhalten. Für den Monat Januar hat man so viel neue Emissionen und Einführungen in Aus­sicht genommen, daß jede Art von Verstimmung hintenan gehalten werden muß. Trotz aller dieser Be­strebungen scheint eine gewisse Vorsicht und Aengst- lichkeit doch am Platze zu sein, besonders auch noch im Hinblick des weiteren großen Geldbedarfs. — Fremde Wechsel sehr fest trotz der gespanntenLage des Geldmarktes. Paris hat von seinem Guthaben nichts erneu­ert, sondern zieht andauernd Geld von hier ab. Auch London hat sich hieran betbeiligt, während uns Amerika Geld hier­her schickte. Spanische Wechsel sehr fest. — Diskonten schwankten zwischen 5%—5%—5% pCt.; tägliches Geld notirte 3^—5—4H pCt. und Geld bis ultimo 41 e—5 pCt. Ultimogeld war anfänglich mit 7 pCt. zu haben, hielt sich dann auf 73 s pCL und stieg heute bis auf 8 pCt.

* Wiener Börse. Aus Wien, 23. d. M., wird uns geschrieben: „Die Börse verkehrt in sehr fester Tendenz und läßt sich von derselben auch durch die ungewöhn­lich hohen Geldsätze nicht abhalten. Die letzte Arrange-

1Uu.50g 101.506 80.406 80.40b 86.-6 86.—g

101.—g 100.806

99.306 99.306

65.51 89.« 92.3< 62.-

101.7! 100-

97.31

wozu noch JL 5313 Vortrag treten. Mach Deckung aller.Un­kosten und -JL 33,554 (i. N.-Jt 32,302) Abschreibungen bleiben JL 85,144 (JL. 80,986) Reingewinn, woraus die Aktionäre wieder 7 pCt. Dividende erhalten. Bei JL. 800,000 Aktienkapital ist die mit JL 1.185,000 bewerthete Brauerei: mit •*.. 400.000 Hy­potheken belastet. Daneben tiguriren Hypotheken aut Wirth- schaftshäuser und Kreditoren (in Einem Posten) mit 460.000. während, in Baar JL 12,000. Effekten JL. 175,000, Debitoren und hypothekarisch gesicherten Darleihen (ebenfalls zusam- mengefafät) JL. 262,000 vorhanden waren, an Vorrathen Mark 109,000. Die Reserven belaufen sich auf JL 264,000.

Brauereigmllschalt zur Löw enburg, Zwei­brücken. Die mit einem gegen das Vorjahr um ^300,000 erhöhten Aktienkapital von .LL Lio Mill arbeitende Gesell­schaft errie.te 1897/98 aus dem Bierver’-auf ,7? 836,504 (i. V. .* 790,ö3ö). Nach Jt. 45,505 (JL. 29,'. ß) Abschreibungen ver­blieb einschließlich des Vortrages von 20.695 (.LL 17.288) em Reingewinn von -4£ 89.417 („// 124,541). an« dem eine Divi­dende on 6X nCt. (7 pCt.) gezahlt wird. In der Bilanz figu- riren die Kreditoren und Re.tkauf chi lmt,«' it ■ * An Baar und Wechseln waren Jt. 13,828 vorhanden, die Vor- räthe sind mit -*■ 180,993 bewerthet und bei Debitoren stan­den JL. 4 >1.818 aus. Die Reserven enthalten JL. 124.5 2.

* Westa: stralisehe tioldnilnen. Nach dem Monatsbericht der westaustralischen Mmenkauimer bttr.ig

24.

101.706

BöhmNordb.G 4- •. Dux-Bodenb.- -3 • • Prag-Dux Golds- ■ Elisabeth stfr. 4- GaLKarj-Ludw-4- - Gotthard ••••■-3/i Lombard Prior 3 • ■

it, beson igs weic Fonds

, Franz.

, Brasilia do.....

. Italien« irk. Loos , Türken . Türken . Türken . Spaniel

84.206

66^256 98.756 39.40t 96.906 98.106

43^506 33.756 49.606 41.206 93.106

119.30g 166.506

134i-6 149.906 151.—* 114.30g

BadischeLoose4-- Bayr. Loose 4 » ] raunschw. 20Thl. Oldenburg. 40 ThL Oesterreich. 1860er

266.-6 126.506 162.—b 201.406 153.25g 108.406 178.-6 282.406 131.256 912.-8 240.-8 253.-8 127.25g

102.80

59.-1

58.40

96.40

lööläö

Accnmulatoren AUg. Lok. Straßb. Alnmininm ......

Anhai ter Kohlen- Annabg. Steingut Allg. Elektrizität Aiilerbeok. .--teink. ArenbergBergbau Asehaffnb.Maschp Ba1 m.-Elb.Stra ß b. Bedburg. Wollind.

58.706 58.406 96.206

106.90a

100.-8 68.606

64^506 89.70g 93.30g 61.70g

101.75g lOO.-g 97.506 94.906 63.406

Berliner Kursbericht

r Berlin. 24. Dec

* ■ angeboten g - gefragt, b — bezahlt Deutsche Fonds.

Aachener Diskont] 141.2561141.25g Leipziger Bank • Banen comm. Ital. 119.306|119.10^ Leipzi^erOredit

101.50g — ... —-

94.306 Bayer. An! cv. 8X 100.906

101.50g Sichs.St-Bente3- •. 91.90g,

Warscham-W - 4- Ital. Eisb.-Obl. 3 - Maeed. Gold -3-- Mittelmeer-Pr. 4 - Rusa. Süd west 4- - NorthPaoPr.-Lien da Gener.-Lien • ■ Livorno ......g -

Portug. Eis. - 0 Gar. Sardinier 4-• Stenerfr. Sicil. 4-- Büd-Ital. Eisb. 8 -

Wtedergabe der mit ‘bezeichneten Artikel und der Pri vatdepeschea Auch deren telegraphi.=che oder teleph risch' Verb eitmg, ist nur mit deutlicher Quellenangabe „Frkt Ztg.‘: gestattet-

* Berliner Börse.

PX Berlin, 23. December.

■ Entgegen allen Erwartungen ermäßigte sich in den »sten Tagen der Weihnacbtswoche der Zinsfuß, und die Kurse zogen an. Man sieht daraus, daß man an der tiorse niemals auslernen kann und die gelehrtesten Pro- »hezeihungen einfach über den Haufen geworfen werden, vorübergehend machte sich zwar Geldnachfrage und sogar Geldknappheit bemerkbar, aber diese resultirte m “Ster Lime aus den fälligen Rückzahlungen an die oeenandlung. An der Börse hatte man, wie dies hier wiederholt hervorgehoben worden ist, schon sehr früh 3mt der Versorgung der Effekten begonnen und sich auf einen großen Geldbedarf für den Jahresschluß vorbe­reitet. Die Folgen dieser Vorsicht konnte man sehen, und es wird nun noch darauf ankommen, ob die außer­halb der Börse stehende Klientele mit dem Geldbedarf bis nach den Weihnachtsfeiertagen gewartet hat. Dies ist erfahrungsmäßig der Fall, aber die Goldbestände scheinen ziemlich groß zu sein, so daß man einen be­deutenderen Ansturm wird aushalten können. Da man Sien vielfach mit theurem Geld versorgt hatte, wollte »>an auch auf einen hohen Zinsfuß halten, aber dieser Versuch wurde von anderer Seite durch stärkeres An­gebot contrecarrirt, und so war man höchlichst erstaunt, den Satz für Ultimogeld sich auf 7X bis 7X pCt. bis Donnerstag behaupten zu sehen. Die Engagements, welche in das neue Jahr mit hinübergenommen werden, sind anscheinend doch etwas größer als angenommen wurde. Die Börse hat, wie schon oben angedeutet, nach alten Traditionen gearbeitet und erwartete eine stärkere Rea- tisationslust, welche auf das Kursniveau hätte drücken Bussen. Dies war jedoch nicht der Fall, sondern im Degentheil trafen besonders aus Rheinland und West­falen und vor allen Dingen auch aus Oesterreich wieder größere Kaufordres ein, anfänglich nur für Mon- tonwerthe, später auch für Bankaktien. Bei dem verhält- Mißmäßig geringen Geschäft und dem Bestreben unserer maßgebenden Kreise, die Hausse-Bewegung eher zu unter­stützen, konnte es nicht ausbleiben, daß die Kurse von Aeuem steigende Richtung einschlugen. Die Besorgnisse, daß die Konjunktur m der Eisen- und Kohlen- J n d,u s t r i e den Höhepunkt bereits überschritten habe u. j nächster Zeit Ueberr <sChtingen zu erwarten seien, Sind für den Augenblick vollkommen geschwunden. Man vergleicht vielfach die jetzige Bewegung mit derjenigen «n Jahre 1839,, vergißt aber dabei, daß das Kursniveau damals noch viel höher als jetzt getri ben war. Außer­dem lag damals die Macht in den Händen der Börsen­spekulation, wahrend diesmal Publikum und haute Baniue gemeinschaftlich aibeiten. Es ist nur zu wünschen, daß jach auch der Geldmarkt wieder konsolidirt und die Alltel desselben besonders durch fremde Anleihen nicht gar zu sehr in Anspruch genommen werden. Man

»Er mit Bestimmtheit darauf rechnen, daß die Pik l in dieser Beziehung unseren Markt sehr lebhaft beschäftigen werden. Vor'äufig ist man bestrebt, alle Ankündigungen über eine beabsichtigte Inanspruch- 5,a, "es Geldmarktes zu dementiren, um dadurch die viu jC “annen und anscheinend auch die außer­halb der Börse stehenden massenhaften Feinde derselben Xu beruhigen. Dies mag gewiß sehr anerkennenswert!! sein, darf aber doch nicht auf Kosten der Wahrheit ge- Scheben. Ohne mich hier auf Einzelheiten einzulassen, will i ch nur bemerken, daß trotz aller Dementis die ver- ^cbiedenen Kapitals - Erweiterungen, Betheiligungen an auswärtigen Staatsanleihen, bevorstehende Subskriptio- n-n He. sich als richtig erwiesen haben oder erweisen werden.

i>ie neuesten Betriebs-Ausweise der deutschen und P r.,e u,“ *„s e h en Eisenbahnen lassen deutlich die an­haltend günstige Lage unseres Handels und der Industrie «kennen. Aut den preußischen Staatsbahnen und den

en Eisenbahnen wurde innerhalb der letzten acht Monat'’ aus dem Güterverkehr allein ein Mehr von dS.r Millionen Mark erzielt, was auf den Kilometer be- e'n .^ us Ion 933 ausmacht Schon dieses Faktum allem muß genügen, allen Zweiflern an der Hochkonjunktur und an der gegenwärtigen Wohlfa' rt wseres Laiidi s das Gegentheil zu beweisen, immerhin soHte das Publikum bei seinen Aktienkädten weitgehende ivorsicht anwenden. Während in den ersten Tagen der Woche das Geschäft auf dem 1 n d u s t r i e - A k t i e n- Markt gering war, belebte sich dasselbe in den letzten Hagen ganz, wesentlich. Das Interesse konzentrirte sich eicht auf Einzelheiten, sondern erstreckte sich auf den ^e^ammtmarkt. Besonders bevorzugt wurden einzelne IJektrizitäts-Gesellschasten und verschiedene Bezugsrechte aut neue Aktien. In den letzteren hat sich ein ganz regelrechtes lebhaftes Geschäft entwickelt. Die Meld- ungen über die voraussichtlichen Abschlüsse der Schiff- la rts-(iesellsc!iaften und den anhaltend lebhaften trans- L . <rSC j n \erkehr haben einen regen Verkehr in den betreffenden Aktien veranlaßt. Von den tonangebenden Bergwerks-Aktien werden abwechselnd einzelne in den Vordergrund geschoben. Der letzte sehr befriedigende Ausweis der Harpener Bergbau-Gesellschaft hat die Spekulation wieder auf Kohlenwerke hingewiesen , selche auch in Folge dessen in erster Linie steigend waren. Von dem, beruhigteren Geldmarkt prositirten au"h Unsere inländischen Anleihen, während Pfandbriefe uacti wie, vorher vernachlässigt blieben. Andauernd fest ffliejten sich alle russischen Prioritäten. Die Meldungen, daß der Markt der russischen Werthe durch Amerika erweitert werden soll, werden viel.besprech n, aber noch ment allseitig geglaubt. Eine Erweiterung des Absatz-

Deutsche Bank - - do.Eff.-Bk. [Hahn j___,

Genossenschb. 118.506

* Molineux Consolidated Mines, Limited. Wie wir erfahren, wurde bei der neulichen Versteigerung für das ganze Unternehmen der Molineux-Mine, die ein Aktienkapital von Lst. 250,000 hat und deren Aktien s. Zt mit hohem Agio' ins Publikum gebracht wurden, ein Preis von nur Lst 10,500 erzielt. Dadurch werden selbst die Schulden, die sich auf etwa Lst 22,000 belaufen, kaum zur Hälfte gedeckt Man wird wohl nicht fehlgehen mit der Annahme, daß die Consolidated Mines Selection Company Ersteherin des Unterneh­mens gewesen ist.

Courtagesätze an der Frankfurter Börse. Nach einer Bekanntmachung der Handelskammer werden vom 2. Januar 1899 ab die Courtagesätze für die an der Börse gehandelten Werthpapiere wie folgt festgesetzt:

D.e Courtage wird mit X pro mitte VOM Nominalwerth der gehandelten Werthpapiere berechnet, einerlei ob die Werth? a iere voll oder nur theilweise einbezahlt sind. Der Stempel der Schlußnoten ist von beiden Kontrahenten je zur Hälfte zu tragen, so daß der Kursmakler nur die Hälfte des Stempels zu tragen hat, falle er als Selbstkontrahent abschiieüt.

Bei den folgenden Werthpapieren wird die Courtage anders berechnet, und zwar bei <>esterr. Kredit- Aktien pro Stück mit 20 Pf., Alpinen Montan- Aktien: auf Zeit gehandelt mit 20 Pf., per Kasse gehandelt mit 10 Pf., Oesterr.-Ungar. Bankaktien mit 80 Pf., frankfurter Tram­bahn-Aktien mit 10 Pt, Kölner Trambahn-Aktien mit 10 Pf. Grazer Tramwav-Aktien mit 20 Pf.. Jura-oimplon-Stamm- Aktien mit 10 1 f, Frankfurter Trambabn-Genuß-Aktien mit 10 Pf., Jura-Simplon-Genuß-Aktien mit 5 Pf.; bei Ver­sicherungs-Aktien: mit % pro mitte vom vollen Nominalbetrag: bei Loosen: unverzinslichen: im Nominalwerthe bis .X 30 mit 6 Pf. pro Stück im Nominal­werthe von 30 bis JL 150 10 Pf. pro Stück, österr.-onzar. im Werth von ö. ff. 10O nom. 20 Pf. pro Stück. Türkenloosen 20 Pf. pro Stück; verzinslichen: Jbaler 100-Loosen X pro mitte, holl, und österr. ff. 100-Loosen mit 20 Pf. pro Stück, österr. fl. 100-Loosen von 1860 mit X pro mitte, österr. fl. 250-Loosen von 1854 mit X pro mitte russischen Rbl. 100- Loosen mit 30 Pf. pro Stück bei allen anderen verzinslichen Lo sen mit 10 Pf. pro Stück; bei Serienloosen nach jedesmaliger üebereinkunft.

Frankfurter Börse. Vom 27. d. M. an gelangen Umsätze in 3 proz. Staatlich garantirten Obligationen vom Jahre 1898 der J u r a- Si m p Ion- Bah ti - G e- Seilschaft (unkündbar bis 1908) zur Notirung. Die Lieferung erfolgt per Kasse in auf Frankenwäbrung lautenden definitiven Stücken mit Zinsberechnung vom 1. Oktober 1898 an. — Vom gleichen Tage an gelangen Umsätze in den Aktien Serie A No. 1 bis 3000 und Serie B No, 3001 bis 50:0 der Deutschen Gesellschaft für elektrische Unternehmungen in Frank­furt a. M. mit Dividendebarechtigung vom 1. Sept. 1898 an zur Notirung. Die Lieferung erfolgt per Kasse in defi­nitiven Stücken mit Zinsberechnung ä^4 pCt vom 1. Sep­tember 1898.

Strassburger Terrain-Gesellschaft, Strass­burg i. E. Die Gesellschaft, an der bekanntlich die 8 ü d d eutsche Immobiliar-Gese lischest in Mainz hervorragend betbeiligt ist hat in 1898 die Ab­wicklung ihrer Geschäfte derart gefördert, daß auf die Tagesordnung e ner zum 9. anuar n. J. einberufenen Gene­ralversammlung die Liquidation gesetzt werden konnte. Es gelang, die beiden Häuser und den ganzen Restbestand an Bauterrain zu befriedigenden Preisen zu verkaufen. Das noch mit JL 150,000 tigurirende Aktienka ital (ursprünglich Jt. 1 Mill.) soll am L Februar n. J. zur Rückzahlung ge­langen. Einschließlich der aus dem Vor ahre übernommenen j 98.624, sowie nach Abzug der Reservedotirnng mit JL 9676 und der Tantiemen mit JL 9192 bleiben ,4L 273,284 zur Ver­fügung der Generalversammlung, welcher vorgesch'agen wird, den Aktionären wieder 20 pCt gleich ,41 10O. den Ge­nußscheinen JL. 75 pro Stück zuzuweisen und JL 115,764 auf neue Rechnung vorzutragen. Die Bi'anz hat Immobilien nicht mehr aufzuführen. Die Verbindlichkeiten beschränk-

im November das produzirte Gold 111,798 ü. im Werthe vi Lst. 424.813 gegen 116324 ü. im Werthe von Lst. 443938 j vorhergehenden Monat In den ersten elf Monaten d>s"K senden Jahres wurden 954,866 U. für Lst 3.628,493 produri gegen 602,582 ü. für Lst 2,289.812 hn entsprechenden Lei raum des Vorjahres. Diejenigen Gesellschaften, die rege mäßig ihre Ausweise telegraphisch nach London übermitte] verarbeiteten im November insgesammt 62.3961. die 7<WW Gold als Ausbeute ergaben. Davon entfallen 8980 ü.» Associated G. M„ 1371 U. auf "urbank’s Birthday, 2374 j auf East Murchison. 8607 U. auf Golden Horseshoe, 7237 auf Great Boulder Proprietary, 7200 ü. ans Hannen s Brow hill* 6019 U. auf Iwanhoe, 80-5 ü. aut Lake View u. s. w.

Argentinier --S-- do.äuü........4X

<>o. v. 97 ......4 -

BnkarestStadt 4% BuenAir.8tadt6' • Bulgar. G. Hyp. 6" ChinesAnl.v.96 5- - Egypter unif- -4- • Griechen......5- •

do. cons.Goldr.4- • do. Monopol -4 - do. von 1890 -5-- Italiener......5-

Ital. am.. RenreS- - Lissabon Stadt 4- - Mexikan. Anl. 6-- do. äußere ••••«•• do. K B.

Oesrerr, Silber 4'/s do.Panierrentet1* do.Goldrente- -4-

stMer Seide vechangen. Vor dein Hause des Bräutigams wird Hatt gemacht. Ueber der Thür ist als Schmuck eine schräge Tafel befestigt, die aus rothen und grünen Bändern besteht. Da das Haus selbst zu klein ist, um den Schwarm der Gäste zu fasten, hat man es durch Anfügung einiger Mattenwände ver­größert. Die Lampionträger stellen sich auf und bilden eine Gaste für die Braut. Vor der Schwelle des Hauses wird die Sänfte niedergescht; aber die Jungvermählte steigt nicht aus. Niemand darf sie an Meiern Tage erblicken, ehe der Bräutigam sie gesehen hat. Da die Thür eng ist, wie alle chinesischen Thüren, giefjen die Kulis die Stangen aus der Sänfte, um sie ins Haus hineinbringen zu können. Währenddesten wirbeln die Pamen und brummen die Fagotts; und aus allen Hausthürm der Nachbarschaft treten die geschminkten Gevatterinnen heraus. Dmn überall in der Welt, wo eine Hochzeit zu sehen ist, stellen sich ringsum die Frauen auf und findm, daß es ein herrliches Schauspiel sei.

Und wieder rollt der Paukenwirbel durch die Straßen. Die­selben Spielleute erscheinen und dieselben Träger von Emblemen. Es ist ein Hochzeitszug, aber einer von ungewohnter Fröhlich­keit. Me machen auffallend vergnügte Gesichter. Und dann zeigt sich noch ein Unterschied : an der Stelle, wo man die Brautfänfte zu sehen erwartet, bringen viele Kulis einen schweren Sarg geschleppt. Sonst dient der gleiche Mummenschanz zum Heirathen und zum Sterben. Die Gewänder beim Begräbniß sind nur noch bunter und mannigfaltiger als bei der Hochzeit. Auch ist die Zahl der Kostümirten größer. Denn wenn ein reicher Mann gestorben ist, so will der Brauch, daß die Hinter­bliebenen möglichst viel arme Leute als Leichengefolge einöcibcn. Darum sind auch Alle, die den Sarg begleiten, so vergnügt. Es ist ein Hochgefühl, einmal im Leben einen rothen ober grünen Rock anzuhaben. Einigm ist gar ein Feberhut beschieben wor­ben, ein bizarrer brauner Filzhut mit einer einzigen rothen Feder, die steif in die Lust fleht. Die Gesichter, die gewohnt sind, aus Lumpen herauszusehen, wollen freilich gar nicht Mden neuen, farbigen Kleidern Pasten. Einer läuft mit, der ganz roth angezogen stt und eine rothe Narrenkappe auf dem Kopfe trägt. Er hat keinen festen Platz im Zuge, ist bald da und bald dort, stimmt die Gruppen heiter, in denen er erscheint, und scheint wirklich eine Art Spaßmacher zu sein. Decken aus schwerer Seidenstickerei find über den Sara geworfen. Vor ihm schrettm die Söhne des Verstorbenen. Sie sind in lange weiße Ge­wänder gehüllt und haben daS Haupt mit weißen Binden um­wunden Die Last des Schmerzes macht sie schwanken und Jeder wird beim Gehen von zwei Dienern unterstützt. Jndreiwrißen Sänften hinter dem Sarge werdenFrau, Tochter und Schwieger­tochter des Verstorbenen getragen. Die Sänften find Der» schloßen, aber das Licht dringt,durch Ä- wrißM BNhSnge, und im Innern «schein«! die drei Frauenköpfe mit ungeordnetem Haar und verweinten Augm. Die Chinesen habm das Weiß

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Stamm-Prioritäten.

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ches vor etlichen Wochen im Auftrage der Deutschen Bank große Posten Tramway-Aktien zur Generalver­sammlung hereingenommen hatte, diesmal Kündigungen für mehrere Millionen vornahm. Da die Spekulation sich wieder ziemlich stark engagirt hat, war die Geldnoth sehr drückend und die Reportsätze, welche im Durch­schnitt 656—7% pCt. betrugen, stiegen für Industrie­werthe, besonders Rima Muranyer für schwächere Hände bis auf 10, für Alpine sogar bis 15 pCt Auch Ultimogeld, obwohl dasselbe erst nach dem Monats-: ultimo zur Zahlung gelangt, war bei Banken nur zu - 6X bis 7 pCt., in der Coulisse bis 7% pCt. erhältlich. Indeß geht die Börse über die Geldsorgen ziemlich leicht hinweg, da sie eben mit Sicherheit darauf rechnet, daß die nächste Versorgung schon leichter sein wird. Einen Augenblick war man heute durch die Maßregeln der Banque de France verstimmt, doch hielt auch dies nicht lange an. In hiesigen Bankkreisen rieht man dieselben aber ernster an, denn man glaubt, daß sie sich nicht nur wie in London gegen die foreign banks richtet, sondern zum großen Theil gegen den Credit Lyonnais, der bekannt­lich die Aceeptirung für auswärtige Banken und Bank­häuser, auch für Wiener Firmen in sehr ausgedehntem Maße betreibt. An der Börse sind neben den stets

Act.-Ges. Anilin- • 263.—6

Act.-G.Montanind 1 z6.—6

Poi-tug. Tabak 4X Portugiesen --4X Rom.StadtanLU-- do. n—vm......

Bum. am .Bente 5- - do. v. 1890 - -4-- do. v. 1898 -- -4-- Rnsa.oons.Anl.1880 do. Pr.-AnL --18'4 do. da........1866

do. GoldanL --3X daGoldanl----3-- do. S t. 1-194 4

Serb. Bente -4- Souweden 18863X Span .Schuld- -4-• Türken cons.--4-- Türken cv.

doA.dmin.-AnL 5- -

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BerLHandelsges- - Berg.-Märk. Bank Brasili an. Bk. f. D. Bresl. Disk-Bank Bresl. Wechslerb. CoburgerCredit- - Darmstadt. Bank

Feierliches unterwegs ist. Ist ein ganzes Orchester beisamnien, ^ begleiten die Pauken nicht, wie bei uns, sondern sie sichren. Tie festliche Stimmung geht mit Pauken-Schritten voran, und die Streichmusik fiedelt hinter ihr drein. An der Spitze jedes iHochzeitszuges werden die Pauken geschlagen. Alle ^age kann man einen solchen Zug treffe». Es wird offenbar xifrig in Peking geheirathet. Als ob es sich der Mühe verlohnte, Me. Chinefm-Existenz fortzupflanzen! Die Heirath ist zumeist Lin Handel zwischen den beiderseitigen Eltern. Am Hochzeits- ßagr steigt die Brant in die Sänfte und wird in das Haus des Bräutigams getragen. Nur an diesem einen Tage darf sie sich 'der rothen Sänfte bedienen, die sonst lediglich dm vornehmsten Personen gebührt; oft habm sich Braut und Bräutigam niemals «sehen und lernen sich erst am Hochzeitstage kennen. Das muß ;ein schweres Stück Weg sein, das die junge Braut zurücklegt uach dem Hause eines Unbekannten, in dem sie fortan zu wohnen haben wird bis an ihr Lebensende. Wer weiß, ob es immer ein Festtag sein würde, ohne die rothe Sänfte! Aber darum sind jeden die r o t h e n S ä n f t e n in der Welt so nützlich, weil sie stms in einem bestimmten Augenblick zum Bewußtsein bringen, daß wir die Verpflichtung haben, uns glücklich zu fühlen.

i Die Paukenschläger also eröffnen dm Auszug. Jeder hat Zwei Pauken umgehängt, deren Keffel mit rothem Tuch verkleidet find. Roth ist nicht nur die Hochzeitsfarbe, sondern im Allge­

meinen die Nuance, die Äutes bedeutet. Die Chinesen ehen das Glück in Roth. Alle Musikanten des Hochzeitszuges tragen darum rothes Gewand. Die ganze Prozession, auch das Orchester ist in zwei Reihen getheilt, die sich an jedem Rande tStraße bewegen. In kurzen Abständen schreitet Einer hinter

Andern. Einige von den Spielleuten blasen näselnde Kolzflöten, Andere tuten in schwarze Schallhörner, die bis zur Mrde reichen und einen brummenden Ton hervorbringen, der die iStraßenjugend fröhlich stimmt. Dahinter werden auf hohen iStangeu Lampions getragen, die am Tage natürlich nicht bren­nten, und vergoldete Embleme. Unter diesen Hochzeits-Symbolen spndet sich merkwürdiger Weise auch der Liebespfeil — voraus- .gesetzt, daß dieser vergoldete PfeU, den eine Hand hält, in China sLirbe bedeutet. Wo? sollte aber andrerseits ein Pfeil »bei einer Heirath zu schaffen haben, der kein Liebespfeil wäre? ^Jm Lebrigrn ist der Hochzeitszug wie alle öffentlichen Aufzüge ■in China. Kostüme und Schaustücke find Theaterfiitter, jedoch sein Flitter, der nicht einmal mehr Illusionen zu erweckm bemüht :ist. Die vergoldetm Embleme suchm durch nichts darüber hin- jwegzutauschm, daß sie aus Pappe sind, und die Personen deS 'Zuges geben sich in ihrer Verkleidung ohneweiterS als Kulis zu verfemten, die gemiethet find zu dem Zweck, das Festgefolge vor- " len. Wo eine Fahne getragen wird, ist sie schmutzig, wenn- nicht immer in dem Maße, wie der Träger. Die rothe te komnit ganz zuletzt; si-ist auf allen Seiten dicht ver- sm, und die Fenster find noch überdies mit Deckn aus ge-

zur Trauerfarbe erwählt. Bei uns ist der Tod schwarz und düster, bei den Chinesen weiß und gespenstisch. Und wenn man die drei geisterhaften weißen Sänften dahinziehm sieht, so un­heimlich fremd im Alltagsleben der Straßen, dann begreift man, daß auch das Weiß den Tod vorstellen kann, der durch das Leben zieht als der unheimliche Fremde.

Die R e st a u r a n t s sind kenntlich an den langen Büscheln aus gelbem oder rothen: Papier, die vor der Thür baumeln. Auch dreieckige Fahnen, die an quer über die Straße geneigten Stangen aufgezogen sind, dienen als Wirthsschild. Wo die Büschel hängen oder die Fahnen wehen, gibt es aber nur zu effen. Wer trinken will, geht ins Thee'haus, das schon von Weitem weniger nach Thee als nach dem Samschu-Schnaps riecht (der ähnlich wie Sherry schmeckt). In der Straßenfront fallen die Theehäuser auf, weil sie als Eingang vielfach einen engen und hohen Holz-Portikus besitzen, der bunt bemalt und mtt allerlei Schnörkel-Ornamenten ausgestattet ist. Manchmal ist auch noch ein schmales Zierdach aus farbigen Ziegeln darauf­gesetzt. Aehnliche Thore haben die T h e a t e r. In den Ge­schäftsstraßen der Chinesenstadt ist Ueberflüß an diesen Hallen der Kunst. Gespielt wird den ganzen Tag. Man mag kommen, zu welcher Stunde man totff, am Vormittag oder am Nach­mittag, immer ist das Theater bis auf den letzten Platz gefüllt. Der düstere, rauchgeschwärzte Saal schimmert ganz blau von all den Leinmkitteln, die auf den langen Holzbänken aneinander gedrängt find. Während zu den Oeffmingeu des Daches das fahle Tageslicht hereinscheint, wickeln sich aus der Bühne unter hallenden Gong - Schlägen die furchtbaren Peripetien einer Tragödie aus der Ming-Zeit ab. Unten durch das Parquet zwängen sich Händler, welche Erfrischungen feilbieten. Den größten Zuspmch findet eine Tabakspfeife. Wer einen Cash zahlt, darf einen Zug thun, und da ihr Rohr sehr lang ist, kann der Händler sie einem Kunden, der ff inten sitzt, über mehrere Bänke weg in den Mund stecken. Obwohl es in der Ladenreihe wahrlich nicht an Speisewirthschaften fehlt, sind auch auf dem Straßendamm selbst fliegende Restaurants aufgeschlagen. In den breiten Heerstraßen scheinen die Läden überhaupt nicht aus­zureichen, und vor ihnen wird immer noch außerdem Jahrmarkt gehalten. In Budenzelten aus verschoffenem blauem Tuch ist Ware minderer Dualität aufgestapelt. Man kann sich dort billig mit allem Schichten verargen. In diesen Buden em­pfangen auch die Geschichtm-Erzähler ihr Publikum. Die Zu­hörer, immer schr zahlreich, sitzen auf Bänken, und der Erzähler steht vor iffnen. Er spricht leicht und fließend, scheint seiner Worte sehr sicher, wie ein guter Redner auf der Parlaments­tribüne, und begleitet feinen Vortrag mit einem lebhaften und ausdrucksvollen Spiel der Mienen und Geberden. Die Leute auf den Baukm hängen an seinen Lippen und sind ganz in seinem Bann. Wenn et «ne heitere Geschichte erzählt, lächeln .Me Gchchtrr in der Runde. Wenn er aber böse Thaten und

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