Areitag, 17. November 1911

Iwettes Morgenbtatt der- frankfurter Wertung

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scheine.

’j InkL der sonstigen Steuern.

Basel.

Ber» ..

SIXX) GS 413

“itu d>4tcl Zürich....

Die Einberufung des badischen Landtags.

h Karlsruhe, 16. Rovbr., 7.45 N. (Priv.-Tel.) Die „SctilS* ruher Zeitung" veröffentlicht amtlich die Einberufung des Landtags zum 28. November und gibt zugleich bekannt, daß das bisherige Präsidium der Ersten Kammer, Präsident .Prinz Max, erster Vizepräsident Dr. Bürklin, zweiter Vizepräsident Graf Helm statt, wieder ernannt ist.

1905 06 1906 07 1907,08 1908 09 1909.10 191011

Aktienkapital •

Vortrag ..........

Nebenprodukte •• Braumatenalien •• Eis.Breuum.,WaBs Maizeteaer.• aonst.SteueTU.Vnk Zinsen u. Mieten Vereicberang •••• Kepar. n. Unterb Abschreibungen •• Pnbiose..........

Kem gewinn

do inkl. Vortrag Tantieme u. Ural. Dividende ... ui Prozenten......

Spezialreserve •••• Delkr-ierekontog Talonsteuer-Res. Vorträg ..........

fischen Etniluh für ganz Marokko an. Ter Redner bLlurchtet aber eine wesentliche Einschränkung durch Ü« Anspruch« Spaniens Der Abgeordnete Cochin wundert sich, daß da? deutsche Kriegsschiff „Berlin" immer noch vor Agadir verbleibe, und verlangt Aufklärung darüber. Der Abgeordnete Etienne wünscht Auskunft über die künftige Regelung der Gerichtsbarkeit in Marokko. Die Kommission beschloß, dem Minister des Aeutzeren, welcher durch de)i. Besuch des Königs von Serbien von den Beratungen ferngehalten war, diese Fragen vorzuleaen. Die Kommission nahm aber sofort die sämtlichen Artikel hes Abkommens über Marokko an und vertagte sich bis morgen zur Besprechung des Abkom­mens über den Kongo.

2.40 Mill 27127

2 4H1 707 [ 68 256 I 611620 i 84654 029 450 ! 693 737 I 133249 21182 I 191270 ! 233210 ' SO 145 211424 238551 40138 120000 5

Der Krieg um Tripolis.

o Mailand, 16. Ätovbr., lü N. (Priv.-Tel.) Der „Sc- eolo" meldet aus Alexandrien: Ein Hilfszug vom ä g y p t i s ch e n r o t e n H a l b m o n d nähert sich der Grenze der Eyrenaika. lilngeblidj finden Verhandlungen statt, um die Erlaubnis zur Landuna des Lazarettmaterials deS roten Halb­mondes zu erhalten, jedoch find die Italiener kaum dazu ge- neigt, da sie eine moralische Stärkung des Feindes befürchten, -t-"Aus Aegypten kommt'dis unwahrscheinliche Meldung, die Italiener beabsichtigten die Landung in S o I l u m. dem öst­lichsten Hafen der Eyrenaika, um eine wirksame Grenzaufsicht gegen Aegypten durchzusühren

A Berlin, 16. Novbr. (Priv.-Tel.) Die Mitteilung der Annexion von Tripolis-, ist, wie eine hiesige Korre­spondenz erzählt, in der Form bst den Mächten erfolgt, daß der diplomatische Vertreter Italiens im Auswärtigen Ministe­rium des Staates, bei dem er beglaubigt ist, das Telegramm seiner Regierung, in dem die Annexion mitgeteilt wurde, vorge­lesen und eine Abschrift davon zurü^gelassen hat. Diese Form der Mitteilung bedarf nad) diplomatischen Gewohnheiten keiner Antwort, enthebt daher die Mächte der Aufgabe, zu dieser soge­nannten Annexion jetzt Stellung zu nehmen.

Das Marokko-Mommen.

y Paris, 16. Novbr., 7.10 N. (Priv.-Tel.) Die K a m in c r- kommtssion für auswärtige Angelegenheiten setzte heute die Beratung des deutsch-französischen Abkommens und des die Ratifikation betveffenferv Gesetzentwurfes fort. Der Vorsitzende DeSchanel teilte mit, daß das Ministerium des Aeutzeren ein Gelbbuch über die Berliner Verhand­lungen dorbereite, welches schon in einigen Tagen zur Bertei. lung gelangen dürfte. In Bezug auf die Ratifikationsdorlage 'kritisiert der Abgeordnete A n d r i e it die von dec Regierung dorgeschlagene Fassung, wonach sich die Ratifikation in der Form nur auf die Kongokonvention bezieht, loährcnd die Ma. rokkokonvention nur als Anhang beigefügt ist. Der Abge. ordnete Miller and und mehrere andere Mitglieder der Kommission betonten demgegenüber, daß das Marokkoab­kommen keinerlei Erwerbungen oder Gebietsabtretungen ent­halte, wie die Kongokouvention, und daß btc ausdrückliche Ge­nehmigung des Parlaments nicht notig sei. Im übrigen stelle die Regierungsvorlage ein Ganzes dar. sodaß die beiden Vor­lagen nur gleichzeitig zusammen promulgiert iverden können. Prat formeller Antrag aus Aenderung des Wortlautes der Re­gierungsvorlage ist nicht gestellt worden.

• Zum ersten Artikeldes Maro kkoabkommen’ wünscht her Graf de Mu« eine genaue Abgrenzung der französischen Einflußsphäre in Marokko. Deutschland erkenne den franzö-

Aus Dresden. 15. d. M., wird uns geschrieben: „Der Brutto­gewinn der Fabrikation betrug in 1910/11 <X 430 052 (i. V. 438 258), die Geschäftsunkosten dl 220 711 (204 651). Da für Verluste dl 23 273 (60531 abzusetzen waren, sollen der Delkre­dere-Reserve dl 28 273 (15 053) zugewiesen werden. Die Ab­schreibungen einschl. dl 7000 (0) Extraabschreibung auf Mo- delle erfordern dl 71 (87 (52 2621. Zuzüglich dl 25 133 (24 970) Vortrag stehen demnach -11 135 114 (191262) zur Verfügung, woraus VA uCt. (10 pCt.) Dividende und Jt 21 166 (25133) Vortrag in Vorschlag gebracht werden. Die Verwaltung führt das ungünstige Resultat mit darauf zurück, daß.die neueinge­führten Spezialitäten Unkosten bedangendie dem Berichts ­jahre voll zur Last fielen, während die 'Vorteile hieraus sich erst in der Zukunft geltend machen werden. Der Umsatz war annähernd der gleiche. Im neuen Geschäftsjahre war die Ge­sellschaft bisher gut beschäftigt.“

Akt.-G es. für Marmorindustrie Kiefer, Kiefersfelden. In Ergänzung der mitgeteilten Ziffern, wonach die Gesellschaft wieder 5 pCt. Dividende verteilt, tragen wir aus dem Bericht noch nach, daß in Kiefers­felden im Frühjahr 1911 eine Preiserhöhung in den Cär- rarasorten eintrat, denen die Verkaufspreise noch nicht fol­gen konnten. Man hoffo aber auf baldige Erhöhung. Der Umsatz bewegte sich auf der gleichen Höhe wie im Vor­jahr. Die österreichische. Filiale Oberalm erzielte einen Umsatz von M 430 308 (dl 403 566 i. V.). Der Beschäftigungs­grad in fertigen Arbeiten und Marmormosaik ließ zu wün­schen übrig. Die Zweigniederlassung in Berlin zeigte in ihren Erträgnissen trotz des gesteigerten Umsatzes und der im Vorjahr eingeführteil Maschinen ein etwas niedrigeres Resultat infolge der niedrigeren Verkaufspreise und Lolm- steigerungen. Die Entwicklung der Filiale Frankfurt am Main habe gute Fortschritte gemacht. Dagegen haben in Stuttgart die Ergebnisse wieder nicht befriedigt. Bei dl 1 Million Aktienkapital ist ein Erneuerungsfondt ____

JZ 347 806 UH 326 815) vorhanden. Die Kreditoren betragen dl 329 833 (i. V. di 308 760). Demgegenüber belaufen sich die Vorräte auf dl 467 320 (dl 460 672), die Debitoren auf dl 497 297 (dl 489 322). Im neuen Jahre sei der Auftrags­bestand mit Ausnahme des österreichischen Werkes sehr be­friedigend. Die Ergebnisse würden davon abhängig sein, ob es gelingt, die Preislage zu heben.

Waren-Commissions-Hauk, Hamburg. Zu dem bereits gemeldeten Ergebnis, wonach die Gesellschaft 35 pCt. Dividende gegen 6 pCt. im Vorjahre verteilt, führt die Verwaltung aus, daß das ungewöhnlich heiße, trockene Wetter dieses Sommers auf den Hauptartikel Zucker einen stark preisstreigernden Einfluß ausgeübt hat, wodurch sowohl der Verbrauchs- als auch der Fach- und Meinungshandel zu einer ganz außergewöhnlich regen Tätig- keit angespornt worden seien. Auch im Kaffeehandel hab® sich eine kräftige Konjunktur eingestellt, so daß Gelegen­heit gegeben war, in beiden Artikeln eine lebhafte und loh- nende Tätigkeit zu entwickeln. Ferner hätten auch die an­dern Abteilungen durchaus zufriedenstellend gearbeitet. Das Warenkonto ergab dl 910185 (dl 857 946), die Unkosten be­trugen dl 283 228 (dl 207 785). Da im vorigen Jahre Rück­stellungen im Betrage von dl o<3 413, wovon wie mitgeteilt dl 500 000 auf Dubiose entfielen, vorgenommen wurden, er­gab sich für 1909/10 ein Reingewinn von nur dl 92 849 gegen dl 627 009 für 1910/11- Die Kreditoren haben sich von .«2.8,2 auf dl 1.32 Mill, verringert, die Debitoren von M 4.28 MAL auf dl. 2 09 Mill. Das Warenkonto hat sich ganz wesentlich \on vH 184 764 auf dl 1.49 MiU. erhöht. Die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr werden als gut bezeichnet, da trotz dar hohen Zucker- und Käffeepreise der Verbrauch den veränderten Verhältnissen Rechnung tragen dürfte und das Interesse weiter Kreise an diesen Artikeln anzuhalten

Persien.

W Teheran, 16. Noobr.. 7.45 N. DÄ Komitee Union et Frogrfes suchte gestern und vorgestern vergebens beit bis­herigen Premierminister Samsam c 6 <- ul taue 1p zur Bildung des Kabinetts zu bestimmen. Man hofft trotzdem, ihn umzustimmen, wenn ihm freie 6anb bet der Auswahl der lllct- nister gelassen wird und besonders der ihm , ntcht qettcnmtr Saun in e s Sultan eh, der frühere Minister deS Innern, von den Parteien fallen gelassen wird. Die Teheraner X a u f- manns ch aft. forderte heule den Regenten zur schleu­nigsten Ernennung des Kabinetts auf. Rach persischer "Sitte verbleiben die Bittsteller im Haufe des Regenten bis zur Ci- füllung ihrer Forderung.

Petersburg, 16. Rovbr. Die Petersburger Telegraphen- agentur meldet aus Teheran vom 15. November: Die russische' Note wurde bisher nicht beantwortet. Ter Präsident des Ministerräts mit dem Ministerium des Aeutzern ist bemüht, den russischen Wünschen entgrgenzukom- men. Er erteilte bereits vorgestern an Shuster den.Be- fehl, seine Gendarmen von dem Hause und dem Landgut deck Prinzen Schoa zürückzusiehen. Shuster antwortete, der Kun- fiskatillnsbefehl sei mit der Unterschritt aller Minister versehen und er kbnne daher, dem Gegenbefehl des Mtmswrpräsidenten isicht folgen. Die M i n i st « r k r i s i s ,. sowie der eventuelle Rücktritt des Regenten werden ausschließlich durch inne.re Wirren hervorgerufen. Mit der russischen Note hat der Rücktritt des Kabinetts 'tichts zu tun. Vorläufig sind feine Anzeichen dafür vorhanden, daß Persien geneigt ist, die «er­langte Genugtuung wegen Beleidigung russischer Konsular- beamten durch die Gendarmen Shusters zu geben.

gehaltene Elegie, ist das einzige musikalisch brauchbare Stück des ganzen Konzerts. — G. Sch.

— [Tic Frequenz der schweizerische« Universitäten.s Man schreibt uns aus der Schweiz: Während das große Deutsche Reich 21 Universitäten besitzt, vermag die kleine Schweiz deren sieben aufzuweisen. Schon, dieser Vergleich, weiterhin aber auch Erwägungen über die absolute Einwohner­zahl der Schweiz und die Anzahl derjenigen Personen aus dieser Zahl, welche alljährlich die Berechtigung zum Uuiber- sitätsstudium gewinnen, lassen erkennen, daß ine Schweiz — um ihre Universitäten durch hinreichende Studentenanzahl existenzfähig zu erhalten — auf den Zugang ausländischer, d. h. nichtschweizerischer Studierender unbedingt angewiesen ist. Die Ruffen stellen dabei zu den in der Schweiz studieren­den Ausländern das größte Kontingent. Für den Deutschen liegt eS nahe, diese Zahl mit derjenigen der studierenden Deut­schen an den einzelnen schweizerischen Universitäten zu ver- gleichen. Tie nachfolgende Tabelle soll die in Frage kommen­den Zahlen für das verflossene Sommersemester 1911 angeben, lieber die Anzahl der Gasthörer, die in der Gesamt« freouenzziffer enthalten sind, ist diesmal eine besondere An­gabe

noch int schlechten Sinne viel sagen läßt. Einige Hafcnbilder von Kutscha iDachau) erinnern in ihrer Art an Kallmorgen; sie entbehren nicht einer gewissen Frische der Anschauung und Wärme des farbigen 'Ausdrucks. — Ter Kuttstsalon Hermes hat eine „Elite-Kollektion" der Münchener Galerie Oskar Her­mes ausgestellt, die u. a. charakteristische Werke von Uhde (Selbstporträt), Zügel, Schön leb er, Trübner, Co­rinth („Amme mit Kind", ein malerisch ganz zu Ende ge- malies, gutes Werk), Liebermann („Reiter am Meer" und „Biergarten"), Thoma, Boehle, Stadler, Feuer­bach (der schöne, noch mit der französischen Historienmalerei zusammenhängende „König Lear") enthält. — C. G.

— [SOlarfHcnfe im Automobil.ss Wir lesen in der „All- gemeinen Automobil-Zeitung": Marktleute im Automobil sind die neueste Erscheinung int Verkehrsleben der Berliner Straßen. Die im Norden und in den angrenzenden Vor­orten wohnenden Marktleute pflegen nämlich die Wochen­märkte zu besuchen, die namentlich in den westlichen Vororten noch abgehalten werden. Da sie einen sehr weiten Weg zurück- legen müssen, so haben sich einige ein Geschäftsautomobil an- geschafft, auf dem sie mit ihrem ganzen Kram schnell zum Markte fahren und ebenso schnell in ihre Wohnung zurück- kehren können. Auch die Besitzer der Wäschereien in dem Nachbarort Köpenick haben sich für ihren Verkehr mit Berlin zum Teil Automobile zugeiegt.

— ^Berliner Musik. | Man schreibt uns aus Berlin: Im letzten Phitl;armonischcn Konzert brachte Arthur R i k i s ch die neue Lustspiel-Ouverture von Max Rege r zur ersten Aufführung, Das istiicr (das hier bereits in Ar. 313 gelegent­lich seiner Leipziger llraufiührung besprochen wurde. D. Red.) ist ein freies Lrchestcrscherzo, dessen Hauptwürzc in den ge­schäftigen. hin- und herhuschenden Violinfiguren und in der knappen Form liegt. Die Musil eilt vorüber, ohne eine motivisch weiter greifende Durchführung oder größere plaiti- ftfic Themengruppen gebracht zu haben. Es ist eher etne Illustration zu enter Pantomime als eine Lustsptel-Ouvcr- turc.- Reger hat. das Stück mit seinen bekannten tontra- punkiisckicn und harmonischen Kunststücken wieder so vollgc- s.opft, daß dieser unklar instrumentierten, unpersönttcheit Musik fei« größerer Erfolg beschicken war. Auch die Lrchefterwerkc. die ich von Gerhard b. Keutzler an erneut Kompositions-Abend hörte, werden kaum weitere Kreise inter­essieren können. Den Partituren fehlt die formale Ab- rundung. die überstchtliche und cingängliche Disposttton der Gedanken. Trotzdem ist Keußter ein begabter Musiker. Er bringt z. B. in seiner „Morgenländischen Phantasie" Stim- mutigen zum Ausdruck, wie sie nur eine reiche Künstlernatur au schassen weiß. Was ich sonst noch an Novitäten hörte, ging kamst über eine gewisse konventionelle Geschicklichkeit hinaus. Dirk Schäfer, der mit einer D-dur-Sonate tut Violine und Klavier an dem Sonaien-Avend der Herren Flesch und S ch u a b c l zu Worte kam, bietet eine typische Epigonen­literatur. und Paul Jüan schreibt in seinem Franzv.Beesen gewidmeten A-dur-Sonjcrt eine langweilige und nüchterne Musik. Der zweite Satz, eine in russischen. Mclodiewendungen

,Durch Ankauf ejner Wirtschaft in Pirmasens und Ver­kauf eines" Anwesens in Zweibrücken zeigt das Immobiljcn- korito II einen Zugang von dl 103 944 und einen Abgang von Jt 60120. Das 'Maschinenkonto weist einen Zugang von dl 22 563 auf in der Hauptsache durch Beschaffung einer kompletten Abfüllanlage in Zweibrücken.

In der Bilanz erscheinen nunmehr die Grundstücke und Brauereigebäude mit dl 2.42 Mill. (i. V. dl 2.49 Mill.), wobei die Abschreibung wieder 3 pCt. beträgt, das Immobilien- konto II IBierdepots und Wirtschaften) mit dl 1.25 Mill. (dl 1.22 Mill.), nach 1 pCt. Abschreibung. Maschinen und Kühlanlage bei 12 pCt. Abschreibung mit J10.29 Mill, (dl 0.30 Mill.). Fastage mit dl 0.16 Mill, (dl 0.17 MiU.). Bei dl 2.40 Mill, (wie i. V.i Aktienkapital betragen die Hypothekenschul­den dl 0.81 Mill, (dl 0.87 Mill.), die Obligationenschuldeu .11 0.41 Mill, (dl 0.44 Mill.), die Schuld an 131 Deponenten dl 1.25 Mill, tdl 1.02 Mill.), die Kreditoren M 0.64 Mül. (etwa wie j, V.. damals außerdem Bankschulden dl 0.38 Mill.), die Trattenschulden dl 0.14 Mill. UH 0.12 Mül.), so daß die ge­samten nicht konsolidierten Verpflichtungen sich auf dl 2.04 Mül. (dl 2.16 Mill.) belaufen, neben dl 0.25 Mill, (dl 0.23 Mill.) Avalen. Andererseits waren vorhanden in Kassa und Wech­seln dl 63 136 UH 66 472.1, die Vorräte sind nut dl 0.17 Mill. (dl 0.26 Mill.) bewerfet, darunter Bier .mit M 0,08 MiU. (dl 0.11 Miü.'i. In Bardarlehen und Aktivhynotbeken stan­den dl 1.43 Mill (dl 1L2 Mill.), bei Bierdebiteren dl 0.53 Mill, (dl 0.44 Mill.) aus. Der Status ist somit noch immer wenig liquide. An Reserven werden unverändert Mark 600000 ausgewiesen.

Ueber das laufende Geschäftsjahr wird be­merkt, daß Gerste und Malz in Qualität besser, aber höher im Preise seien als' ün Vorjahr. Auch die Hopienprejse eelen beträchtlich gestiegen, jedoch habe die Gesellschaft aus dem alten Jahre ein nicht unwesentliches Quantum hin­übergenommen.

Aurora, Akt.-Ges. für Petroleum Industrie und -Handel, Bukarest. Der Bericht dieser von Holländern gegründeten. und seit Jahren in Schwierigkeiten ’ befind­lichen Gesellschaft für 1910/11 macht einige Mitteilungen über den bisherigen Erfolg der im Februar eingsleiteten Sanierung. Danach wurde das Aktienkapital von Fr. 8.25 auf 2 Mill, herabgesetzt durch Auße-rverkehrsetzung vbn Fr. 2.75 Mill, alten Aktien und Ausgabe von Fr. 1.50 Mill. Üproz. Vorzugsaktien. Von deu Vorzugsaktien wurden Fr. 1 006 000 an die 8tea.ua H o in a n a für einen Teil ihrer Hypothekarforderung ausgefolgt und die übrigen Fr. 494 000 anderen Gläubigem überlassen. Die Formalitäten bezüglich der Hypothekenschuld und des Obligätronen-Ümt|usches können erst im laufenden Geschäftsjahr erfüllt werden. Die Sproz. erste Hypothek wird von Fr. 4 019 400 auf Fr. 3 360 630 herabgesetzt, die Tproz. zweite Hypothek von Fr. 2 Mill, in eine Sproz. von Fr. 1.95 Mill, umgewandelt, die dritte Hypothek von Fr. 1 Million gelöscht. Alsdann sind Fr. 1 406 790 Sproz. Income Bonds zu begeben. Die Raffi­nerie Baicoi ist für jährlich Fr. 625 000 bis Ende 1912 an' die Ästra-Romana verpachtet worden. In Targovishte wurde im Frühjahr die Arbeit auf eigene Rechnung wieder aufgenommen. Die Bilanz zum 30. April d. J., die sich als Uebergangsbilanz präsentiert, zeigt bei Fr. 2 Mill. Aktien­kapital (wovon Fr. 1.50 Mill. Vorzugsaktien) an Hypotheken- schulden Fr. 5 322 180 und an Income Bonds Fr. 1385 000, außerdem als einzige Reserve Fr. 28 874 Delkrederekonto. Die Anlagen stehen bei Fr. 12.69 Mill.. Anschaffungswert noch immer mit Fr. 8.611490 zu Buch, wobei del' Gewinn für 1910/11 von Fr. 100 296 zu Abschreibungen diente. Fer­ner werden an Vorräten Fr. 100 933 und an bar und Bank­guthaben Fr. 37 380 ausgewiesen.

* Eine neue Walzengießerei im Osten von Frankreich. Aus Luxemburg, 15. d. M.. wird uns ge­schrieben : „Nachdem seit einiger Zeit sich die Buse toten er Walzengießerei in Frpuard (Ardennen) und jetzt in Nan'zig .fei dem Bau von . Walzengießereien aktiv .beteiligt, ersteht jetzt, ein drittes Werk dieser Art in Gorey bei Longwy. Es ist dies­mal eine französische Gesellschaft und zwar „La Soeiete Fraupaise M e t a 11 u r g i q u e“. dte eine so’ch? errichtet. Gorey liegt in nächster Nähe der großen Hütten- Und Stahlwerke, die bis jetzt einen großen Teil von M alzen aus Deutschland bezogen haben “

’ West Sumatra ,11 inen - Syndikat Akt. - <xe«u, Rotterdam. Die Gesellschaft, deren Aktien zu einem Ein- lührungspieise von 350 pCt. im Geschäftsjahr 1910/11 au der Rotterdamer Börse eiugeführt worden sind, und die feit Fl. 620 000 Aktienkapital arbeitet, verkaufte im äbgelaufenea Jahre ihre Aequatorkonzession an die M i j n b o u w - Maatschappii Aequator. Sie erhielt dafür.Fl-150000 bar und Fl. 9»0 000 in Aktien des neuen Unternehnieas. Die Aequator-Gesellschaft hat em Kapital von Fl. 2.50 Mill., wovon Fl. 1.50 Mill, bar einzuzahlen sind Dem Aufsichtsrat der Aequator - Gesellschaft gehört eine Reihe deutscher Persönlich­keiten an. Aus dem Verkauf der Konzession ergab sich ein Bruttoertrag für die Mutter - Gesellschaft von Fl. 1050 000. . Dia Gesellschaft weist infolgedessen für das abgelaotene Betriebs­jahr einen Nettogewinn von Fl. 629 351 aus. Hiervon werden für besondere Abschreibungen Fl. 202 000 verwandt und den Reserven Fl. 176 704 überwiesen. Die Inhaber der 80 Gründer- anteile erhalten Fl. 23581, den Aktionären fließen 25 pCt. Dividende zu. Das Konzessions- und Schürftechtsko-.Vo und das Exploitationskonto sind nunmehr vollkommen abgeschrieben. Die Gesellschaft bietet der Aktionären an, an Stelle der Bar- Dividends von 25 pCt. Aktien der Aequator - Gesellschaft zum Kurse von 160 pUt. zu beziehen. Aus den eigenen Bestunden hat die Gesellschaft bereits einen Betrag von FL 60 000 Aequator- Aktien zu 160 pCt. bis 180 pCt. veräußert

* Maschinenbau-Akt.-Ges. Markt-Redwltx

vorni. Heinrich Bockstroh in Markt-Rcdwitz.

* Vom Warenmärkte,

Die Preise für Getreide bewegten sich in unserer diesmaligen, die Zeit vom 8. bis einschließlich 15. d. M. um­fassenden Berichtsperiode nicht unbedeutend rückwärts. Der Hauptgrund für die Ermattung der Tendenz lag in den an­haltend sehr günstigen argentinischen Berichten, verknüpft mit dem dortigen verstärkten Angebot zu ermäßigten Frei­ten. Im Norden Argentiniens hat die Weizenernte bereits begonnen, im Süden geht sie der Reife entgegen. Von größter Wichtigkeit ist jetzt, ob die sonst um diese Jahres­zeit oft auftretenden Fröste ausbleiben werden. Zur Er­mattung der Tendenz haben, abgesehen von der schwäche­ren Haltung an den ausländischen Zentren des Getreidehan­dels immerhin die neuen Bestimmungen über die Verwen-

DrMmeldungm.

Machdruck, t-legrephstch^od-r t-UphoE^Dnbrtitmiz ist rrue »If t>?uüuS«

Vrivst-Drprschctt der Frarrsisurter Zeitung.

X Berlin, 16. Novbr., 9.22 N. Die Stadtvero rd- neten gaben heute zur Aufnahme einer Anleihe pon 281 Millionen, die mit mindestens pCt. verzinst und mit 2 pLt. getilgt werden soll, ihre Zusfimmung. Bon den 32o Millionen, welche der Magistrat gefordert hatte, wurden tu letzter Stunde noch weitere TA Millionen und zwar im Bereich der Markthallenberwaltüng abgehandelt. Ein fozialdeurokra- tischer Antrag auf Aüsgabe amtlicher Wahlkarten au jeden eingeschriebenen Wähler für die bevorstehenden ReichstagSwahlen wurde einem.Ausschuß überwieien. Stadtrat B o h m machte für seine Person eine Reihe von technischen Einwänden gegen den Antrag geltend, deren Be­rechtigung indes von den Antragstellern nicht, anerkannt wurde. . , . .

y Paris, 16. Novbr., 7.15 N. In der Kammer hat.ver Abgeordnete Gucrnier eine Interpellation eingebracht über die Ausdehnung der von Frankreich in Marokko er- worbenen R e ch t c. Die Verhandlung darüber wird vertagt bis zur Verhandlung über das deutsch-französtsche Abkommen. — Die Kammer erledigte nachmittags das Budget des Handels und der Idustrie. '

Molff's telegraphischem CorrelpaitLen? Suresu.

Paris, 16. Novbr. Der König von Serbien stattete nach seiner Ankunft dem Präsidenten Fallt eres einen Besuch ab, der ihm als ehemaligem Mitkämpfür in der fran­zösischen Armee das erste Exemplar der Erinnerungsmedaille von 1870/71 überreichte. — Bei seiner Ankunft vor ■ dem Ministerium des Aeußern stieß der König an der Wagentur sein rechtes Knie, an, wodurch er eine unbedeutende Quetschung erlitt.

Haag, 16. Rovbk. Die Ä atu in ei kljitic den Antrag der Sozialisten und den der unionistischen und demokratischen Liberalen, welche die D r i n a l i ch k e i t für eine. B.c r f a s - s ungs ände run g zu Gunsten des all gemeinen Stimmrechts fordern, ab.

-- Wien, 16. Novbr., 8.30 N. Die Wohnung des pen- sioinerten Sektionschefs im Justizministerium Dr. Ritter v. H o l z k n e ch t in der Bäckerstratze war heute Nachmittag der Schauplatz einer furchtbaren Schreckenstat. Der L6jahrige Dr. Richard M a t k o w i e z, der seit neun Jahren im Hause des Sektionschefs Holzknecht als Hauslehrer tätig war, kam heute Nachmittag in die Wohnung, um Rache dafür zu nehmen, daß feine Bewerbung um die Tochter Maria vor zwei Tagen abgewiesen wurde. Er erschoß zuerst den 17jährigen Mittelschüler Georg, den er unterrichten sollte, dann die 24jährige Tochter Maria, um deren Hand er sich bewarb, und verwundete schließlich den Lljährigeu Robert schwer. Dodann tötete sich Matkowicz durch einen Schuß in die. rechte Schläfe.

y Paris. 16. Novbr-.- 7.25 N. Wie die -Agence Fournier" mitteilt, wurden beute Nacht/die direkten tclegrapHr- schen Linie«, welche Paris mit Berlin und Frank­furt verbinden, im Departement Marne m der Nähe von Epernay von bisher unbekannt gebliebenen Uebeltätern derart durch Zwischendrähte verbunden und vermengt, daß der telegraphische Dienst auf viele Stunden lang gti>feer» Verzögerungen erlitt. Inzwischen ist bet Schaden wieder ausgebeffert worden. Eine Untersuchung ist ein« geleitet. ■■■ ; ■-

Frankfurter Mtilatt

Wiedergabe der mit 4 bezeichneten Artikel und der Privat-Depeschen auch deren telegrapiiische oder telephonische Verbreitung ist nur mit deutscher Quellenangabe wFrkf. Ztg.“ gestattet.

* 4teprtw. Obligationen der Sorocabana Raihvay Co. Die bereits kurz angekündigte Zeichnung auf die Obli­gationen der vorbezeichneten brasilianischen Bahngesell­schaft findet jetzt statt und zwar gelangen Lst. 2 Mill. VA- pi ozeniige First Debentures in der Schweiz durch den Schweizerischen Bankverein und durch die Schweizerische Kreditanstalt - zu den im Anzeigenteil abgedruckten Bediu,; gungen zur Subskription. Der Emissionspreis betragt 86b pCt. nebst laufenden Zinsen vom 27. d. M. au, zahlbar in SchweizSrfranken, das Pfund Sterling zum Kurse von 25 265 gerechnet. Die Emission erfolgt bis 20. d. M. und gleich­zeitig in London durch die Herren Speyer Brothers sowie.in Amsterdam durch die Herren Gebrüder Teixeira do Mattos. Die gegenwärtige Anleihe bildet den ersten Teilbetrag einer autorisierten Anleihe von Lst. 4 Mill. Die Obligationen ver­fallen am 1. Oktober 1961. Ihre Rückzahlung erfolgt von 1916 an auf Grund ejner kumulativen Tilgungsfonds, der jährlich zum Kaufe von Obligationen zu Pari oder unter Pari plus aufgelaufene Zinsen oder zu Pariauslosungen verwendet wird. Vorzeitige Rückzahlung zu Pari ist an jedem Zins­terpin nach rorausgegangener dreimonatiger Kündigung durch die Gesellschaft zuläs«ig. Obligationen und Kupons sind zahlbar in London, Amsterdam, sowie in der Schweiz fn Frankfen zum festen Ufnrechnungshirse von Frs. 25.16 für Lst. 1. Die Kotierung an den Börsen von London, Am­sterdam, Basel. Zürich und Gen! ist in Aussicht genommen. Der Prospekt bemerkt zur Aufklärung über die Sicherheit der Obligationen, daß das Aktienkapital der Gesellschaft aus nom. Doll. 2 Mill, mit ein Viertel einbezahlten 6proz.Vorzugs- und nom. Doll. 8 Mill, vollbezahlten Stammaktien besteht und daß es mit Ausnahme von Doll 64 000 Stammaktien ganz ini Besitz der B r az il.R ai 1 w ay. C o. ist. Vyn den insgesamt autorisierten Lst,4 Mill. Obligationen sollen Vor­läufig 'nur Lst. 3 017 qOO einschließlich der jetzt aufgelegten Lst. 2 Mill, ausgegeben werden, während die übrigen Lst. 982 500 nur zum Ausbau, zur Verbesserung und Erweiterung bestellender Linien oder zum Erwerb weiterer Vermogens- stübke "begeben werden können. Die Bahn bildet einen Teil des Systems der Brazil Railway Co. Sie ist Eigentum des Staates Sao Paulo und umfaßt derzeit 813 (erigl.J Meilen im Betrieb und 248 Meilen im Bau. Der Staat hat die Bahn bis 1. Juli 1967 an die Sorocabana-Gesellsphaft verpachtet upd diese hat den Betrieb seit 1. Jan. 1909 än die Brazil Railway Co. weiterverpachtet. (Der Staat kann unter gewissen im Prospekt mitgeteilten Bedingungen ab Juli 1937 das Pacht­verhältnis mit der Sorocabana-Gesellschaft aufheben. I Laut Pachtvertrag erhält die Brazil RailwäyCo. sämtliche Einnah­men der Eisenbahn und verpflichtet sich ihrerseits (unter anderra) zur Zahlung aller durch die 'Sorocabaha-Ges. auf Grund ihres Pachtvertrages dem Staate zu. entrichtenden Beträge, sowje, nach Berücksichtigung der durch die Soroca- bana-Ges. aus anderen Quellen als der Pacht erzielten Ein­nahmen, zur Entrichtung einer Summe, die ausreicht zur Bestreitung von Kapitalrückzahlungen, Zinsen und Amorti­sationsdienst aller von der Sörocabana-Ges. mit Zustimmung der Brazil Railway Go. ausgegebenen Obligationen. Diese Zustimmung ist für die gegenwärtig autorisierte Ausgabe er­teilt worden. Die Brazu Railway Co. verpflichtet sich aus­serdem zur Zahlung einer Summe, die hinreicht, um der Sorocabana-Ges. die Ausrichtung der vollen Jahresdividende Von 6 pCt. auf ihre Vorzugsaktien, sowie einer jährlichen Dividende mit progressiver Skala von mindestens 3 pCt. auf ihre Stammaktien. zu ermöglichen. Der Prospekt enthält die Endziffern der Betriebsergebnisse für 1909 und 1910 und einen Ueberschlag der Ergebnisse des laufenden Jah­res auf Grund der Ziffern für Januar bis Ende September d. J. Danach würden in den Jahren 1909 bis 1911 an Ueber- schüssen Lst. 146 529, 128 025 und 245 000 bei einem Zinsen­erfordernis der Obligationen von Lst. 23 869, 45 914 und 136 000 zur Verfügung stehen. Von den zu emittierenden Lst,. 3 017 500 Obligationen sollen Lst. 1017 500 zur Rück­zahlung aller Sproz. 60jährigen Debentures dienen. Es ver­bleiben dann Lst. 2 Mill, zu folgender. Verwendung: Lst. 1180 000 zum Ankauf von Aktien und Obligationen verschie­dener brasilianischer Verkehrsunternehmüngen '(die der Pro­spekt summarisch ohne weitere1 Erläuterungen aufzählt), Lst. 645 000 zu Investitionen und . Lst. 175 00Ö zu allgemeinen Zwecken der Gesellschaft. In welcher Weise das Emissions­disagio verbucht werden soll, läßt sich aus dem ohnehin dürftigen Prospekt nicht ersehen. Möglicherweise sind auch die auzuschaffenden nom. Lst. 1.18 Mül. Verkehrswerte be­trächtlich unter Pari zu haben. Das bleibt schon deshalb zu berücksichtigen, weil dieser Effektenbestand den First Debentures verpfändet wird. Außerdem haften ihnen die Zahlungen der Brazil Railway Co. Wie man sieht, sind die Rechtsverhältnisse etwas verwirkest. Der Obligationär wird einen ganzen Komplex von Unternehmungen in einem über­seeischen und politisch nicht immer gefestigten Staatenbund im Auge behalten müssen, um zu einem eigenen Urteil über den Wert seines Besitzes zu gelangen. Dazu kommt für die in Brasilien arbeitenden Unternehmungen das Risiko der Währungsschwankungen und einer stark mit Kredit arbei­tenden Staats- und Volkswirtschaft. Schließlich spielen auch die Ernten in diesem Lande eine große Rolle für seine Wohl­fahrt. Das alles gibt der jetzt aufgelegten exotischen An­leihe einen stark spekulativen Einschlag, dem der Zeichner Rechnung tragen muß. Auch kräftige Kapitalisten pflegen aus Gründen der Vorsicht nur einen gewissen Bruchteil ihres Vermögens in derlei Werten anzulegen, deren Sicherheit im Laufe der Jahre manchen Wandlungen unterliegen kann.

Die wirtschaftliche Lage in Konstantinopel. Das deutsche Generalkonsulat in Konstan­tinopel erstattet über die wirtschaftliche Lage in Kon­stantinopel unterm 30. Oktober folgenden Bericht:

Gegenüber verschiedenen alarmierenden Nachrichten, die in letzter Zeit sowohl von der türkischen wie von der aus­ländischen Presse gebracht worden sind, verdient hervor- fehoben zu werden, daß nach Ansicht gut unterrichteter inanz- und Geschäftskreise von einer gefährlichen Verschär­fung der Krisis in Konstantinopel vorläufig nicht gesprochen werden kann. Zur Beruhigung hat es allerdings nicht bei­getragen, daß die Handelskammer in Konstantinopel neulich beim Finanzministerium dahin vorstellig geworuen ist, es möchten von der Regierung Maßnahmen gegen den immer empfindlicher werdenden Mangel an Umlaufsmit- teln getroffen und zwecks Beratung dieser Maßnahmen die Leiter der dortigen Banken zusammenberufen werden. Man darf diesem Schritte der Handelskammer aber nicht die gleiche symptomatische Bedeutung beilegen, wie das etwa bei einem ähnlichen Vorgehen der Handelskammer einer deutschen Handelszentrale notwendig wäre. Das Finanz­ministerium hat denn auch den Antrag abgelehnt und er­klärt, daß zu besonderen Maßnahmen vorläufig keine \ er- anlassung vorliege. Damit ist auch den in letzter Zeit wie­derholt aufgetauchten Gerüchten von dem bevorstehenden Erlasse eines Moratoriums zunächst der Boden entzogen. Daß die ungünstige Lage <ies Geldmarktes die Banken immer noch zwingt, ihre Kredite sehr stark einzuschrftnke^ und ihre Außenstände soweit möglich einzuziehen und daß dadurch dem Geschäftsleben die Möglichkeit eines nonnalen Verlaufes immer noch genommen wird, ist richtig. Dem­gegenüber kann aber darauf hingewiesen werden, daß außer­gewöhnliche Fallimente in der Kaufmannschaft bisher nicht eingetreten sind und daß deshalb die Störung des Handels noch nicht als direkt bedrohlich angesehen werden kann.

Allgemeine Ansicht ist freilich, daß ein längeres Andauern der Situation wohl nicht ohne die schwerwiegendsten Fol­gen für den Handel bleiben würde."

* Parkbrauereien Zweibrücken-Pirmasens Akt.- Ges.. Zweibrücken. Aus dem uns nunmehr vorliegenden Geschäftsbericht für 1910/11 stellen wir die schon mitgeteil­ten Ergebnisse (wieder 5 pCt. Dividende) nochmals mit denen der Vorjahre zusammen. Ueber die Höhe des Ab­satzes (i. V. schätzungsweise etwa 120 000 hl) macht der Be­richt auch diesmal keine Angaben; er bemerkt nur, daß er sich erhöht habe. Die starke Steigerung des Vortrags er­folgt mit Rücksicht auf die verteuerten Rohprodukte im neuen Jahre.

In diesen Zahlen fällt vor allem der außerordentlich grotze Prozentsatz der ausländischen Studierenden an der Universität Genf auf. Fast fünf Sechstel der in Genf immatrikulierten Studenten sind Nicktschweizer — unter diesen wieder mehr als die Hälfte Ruffen — und nur wenig mehr als ein Seckitel sind Schweizer. Tas Gegenstück btcrzu bildet Basel, wo die Zahl der Schweizer vier Fünftel der Gesamtfrequenz an immatri- kullerten Studierenden beträgt, wahrend die Ausländer nur ein Fünftel ausmachen. Die Universität Bern ist nicht mehr die größte schweizerische Universität, sondern von Zürich und Gent überflügelt. Dagegen wesik sieffetzt die bei weitem größte absolute Anzaol an studterendeu Schweizern auf. Der Rück­gang der Gesamthörcrzahl in Bern ist hauptsächltch auf de» Rückgang in der Anzahl der immatrtkulicrten Russen von 366 auf 317 zurückzuführen, der zufolge der verschärften Auf- nahmebedtngungen einaerreteu ist. Dagegen ist die Anzahl der Schwerzer in Bern ziemlich beträchtlich gestiegen, und auch die der Reichsdeutschen ist relativ stark ge­wachsen. ' R. H.

319 Selks 2 _________

t «fchasfenburz, 16. Rovbr . 10.35 N. iPmv.-Tel.) Um 10 Ubr -24 Min. machte such hier-ein heftiges Erdbeben be- merkbar, das mehrere Sekunden andauerte.

p Würzburg, 16. Rovbr., 10.40 N. (Prrv.-Tel.) Etwa IQ Uhr 23 Mut. verspürten wir hier ein stärkeres Erd- besten.

w Nürnberg, 16. Rovbr., 11 N. (Priv.-Tel.) Um etwa 10 Uhr 27 Min. wurda hier eine starke (Erdbewegung qespüri. Die Tauer betrug ungefähr sechs Sekunden.

n München, 16. Rovbr., 11 N. Heule Abend wurde hier und in den Vororten um 10 Uhr 25 Mn. ein heftiger Erdstoß verspürt in der Richtung von West nach Ost. Auf den Straßen wurden, den hicsigctt „Neuesten Nachrichten' zufolge, mehrere Pcrsmten nicdergeworfeu. In vielen Hau- fern schwankten selbst schwere Gegenstänfe heftig. Das Beben währte etwa zwei Sekunden.

X Lambrecht, 16. Rovbr.. 10.35 N. (Priv.-Tel.) Ein ziem­lich heftiges Erdbeben wurde etwa um 10 Uhr 25 hier und in der Umgegend bevspürt. Der Stoß dauerte etwa fünf tire« fünfen. Die Leute eilten erschreckt auf die Straße.

rn Karlsruhe, 16. Novbr., 10.50 N. (Priv.-Tek.) Gegen 10 Uhr 26 Min. wurde hier ein außerordentlich hef- f tges Erdbeben von etwa sieden Sekunden Dauer wahr- genommen. DaS Beben, das von starkem, unterirdi­sch e m Rollen begleitet war, hatte die Richtung Süd-Nord.

8 Pforzheim, 16. Novbr., 10.40 N- (Priv.-Tel.) Ungefähr um 10 Uhr 32 Min. wurde hier ein nnttlereS Erdbeben verspürt, daS etwa vier Sekunden dauerte. Im Theater brach eine Panik aus, alles fluchtete. Im nördlichen Stadt­teil wagt sich kein Mensch rn die Häuter.

n Merzrnthetm, 16. Rovbr., 10.55 N. (Priv.-Tel.) Soeben 10 Uhr 32 Min. hatten wir ein mehrere Sekunden wahrendes Erdbeben. Bettstellen, Möbel, Bilder begannen zu wackeln und die Leute liefen du3 deu Däusern.

b Schw. Hall, 16. NodÜr., 10.40 N. (Priv.-Tel.) Um 10 Uhr 96 Min. erfolgten hier zwei mit kleiner Unterbrechung fünfzehn Sekunden dauernde heftige Erdstöße. Einige Kamine sind eingestürzst. Polizeirich ist dis jetzt kein Unfall gemeldet. Aus Heilbronn, Mergentheim, Aalen, Crailsheim kommen gleiche Meldungen.

f Heilbronn, 16. Novbr., 11 N. (Priv.-Tell) Ein Erd- beben von besonderer Heftigkeit hat gegen halb cif Uhr Stadt und Umgebung heimgesucht. Es erfolgten zwei E r d- stötz e in Abständen von 3 Sekunden. Zahlreiche Kamine sind ein gestürzt. Die Bevölkerung durchzieht erregt die Straßen. . . ______ . „

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21

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3-n Mill

24,551

3,151,816

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18.6°3

2.229.439

3-4oMill 20321 22204 289

2-40 Mill

21,423 2,069.110

2-46 MiU ' 14,441 2202,826

72.699

75 599

70.658

01808

C5382

641.259

M9.825

697,325

627,245

533,468

109,626

108,970

86 476

85**39

87,751,

215984')

234.847

197319

198.427

234.941

541,941)

5M.561

573,491

563.050

653.262

137.772

147.186

149,056

119.255

129.884

19.979

19323

192.200

20,667

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19-251

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172,802

176.785

19-1.465

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154.913

146,153

182.369

224.942

—

——

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11695

247,967

223,201

230/64

263.420

178.418

272,521

241.884

251.3 5

184.843

192.789

29.888

37.564

34,951

37.1343

45.662

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27,127