Montag, 1. Mai 1938 5 _ J________

fassung bet Arbeiter mit den anderen Ständen heute erheblich leichter machen als früher. Dann aber sind auch unter den Ar­beitern selbst erhebliche Wandlungen vor sich gegangen. Die Frankfurter Zeitung" hat vor einigen Monaten mit Recht darauf hingewiesen, datz die innere Wertung der Arbeit heut« eine vollkommen andere geworden sei, daß man wieder vom Segen der Arbeit redet und reden darf, wo man früher nur Last und Fluch sah. Auch in der Bewertung der Organisatio­nen und ihrer MöglichKiten haben sich bei allen Berufen ge» wisse Ernüchterungen ergeben, man sieht die Grenzen ihrer Möglichkeiten und ihres Könnens heute deutlicher als in den Zeiten des AufbauS der Vorkriegszeit und in den Wirren der Nachkriegswirtschaft. Vor allem aber, die Voraussetzungen der Lebensgestaltung und des Lebensaufbaues sind heute für Millio­nen auch solcher, die nicht in abhängiger Lohnarbeit stehen, ebenso wechselvoll, so unsicher und unberechenbar geworden wie für weite Arbeiterkreise, ja zum Teil noch unsicherer. Sie sind in Denken und Wollen heute bereiter als früher, an einer umfassenden Gemeinschaft des Volkes mitzuarbeiten und nach neuen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Formen des Zusammenlebens und des Zusammenarbeitens zu suchen. Wer aus der Schule Naumanns kommt, der wird diesem neuen Versuch volles Interesse und volle innere Anteilnahme ent- gcgenbringcn, auch wenn «r jetzt von anderer Seite aus unter­nommen wird. Wenn es dem neuen Staat tatsächlich wenig­stens jetzt gelingt, die Arbeiter und die von der Proletarisie­rung bedrohten Schichten zu einer inneren Bejahung ihrer Stellung in Staat und Wirtschaft zu bringen, das Minder­wertigkeitsgefühl abzustreifen und sich vorurteilslos unter den übrigen Bolkskreisen frei und gleich zu fühlen, dann hätte er allein damit schon etwas ganz Großes geleistet.

Man hat es in Deutschland vor und nach dem Kriege an der Seelenpflege des Volkes und besonders auch der Arbei­ter in hohem Maße fehlen lassen. Für tausende junger Men­schen, die aus den Volksschulen heraus in sehr jungen Jahren in den Strudel dez Lebens hineingeworfen wurden, war es reiner Zufall, unter was für Einflüsse und in welche Hände sie kamen, und wie je nach dem ihr inneres Wesen geformt wurde. Man muß sich um das Werden des Menschen im Arbeiter an­ders kümmern, wenn man ihn als reifen Mann oder als Frau mit einer entsprechenden Haltung sehen und haben will. Das Wort von NaumannKellerwohnungen sind staatsgefährlich", habe ich in seiner vollen Wahrheit erst verstanden, als ich zum erstenmal durch das Gängeviertel von Hamburg kam. Di« Arbeiterfrage, sowohl im politischen wie im wirtschaftlichen Sinn, ist nicht nur eine Angelegenheit des Rechtes, des Loh­nes, der sozialen Ordnung, so wichtig alle diese Ding« natür­lich sind, sondern auch «ine Frage der inneren Haltung bei Einstellung zum Leben, zu seiner eigenen Lebensaufgabe und zu den großen Inhalten der Zeit und des Volkes, in die man hineingestellt wird. Wir haben uns in Deutschland vor allem auch deshalb so furchtbar auseinandergelebt, weil man an diese tieferliegenden Dinge bei der Beurteilung und Behandlung der Menschen in den einzelnen Berufen nicht nur ber den Arbeitern zu wenig gedacht und sich darum zu wenig gekümmert hat, oder diejenigen die es taten, als un­praktische Idealisten belachte und allein ließ. Wird diese Mensch- und Deutschwerdung, deren Prophet Friedrich Nau­mann sein wollte, diesmal gelingen? Gott geb's!

Genf.

U«rrrL«frert» deutiche Stell«»-- Mussolinis Pia« wird wieder diskntiert.

Genf, 30. April. (Europapreß.) Hebet die Dreierbesprechung zwischen dem Konferenzpräsidenten Henderson, dem englischen Ersten Delegierten Eden und dem deutschen Delegationsführer, Botschafter Nadolny, verlautet noch, daß Nadolny erklärt habe, seine Grundeinstellung nicht aufgeben zu können, und auch nicht imstande zu sein, von seinen Abänderungsanträgen zu dem Ka­pitel Effektiven des englischen Abkommensentwurfs abzugehen. Da­gegen soll er sich bereit erklärt haben, bei seiner Regierung neue Instruktionen einzuholen.

Mussolinis Kabtnettschef, Baron A l 0 i s i, ist ziemlich unbe­merkt in Genf eingetroffen. Ohne an den Konferenzarbetten selbst teilzunehmen, hat er die Fühlung mit einer Reihe maßgebender Persönlichkeiten ausgenommen. Niemand bezweifelt dabei, daß eS sich um die Frage einer Wiederaktivterung des von Mussolini keineswegs aufgegebenen Viererkonferenz- Plan S handelt. Die Besprechungen AloistS haben in Konferenz­kreisen das größte Aufsehen erregt, und sie werden bei den Abord­nungen deS Kleinen Verbands, Polens und Frankreichs zum Teil aufgeregt besprochen. Unter den Persönlichkeiten, mit denen Aloist gesprochen hat, befinden sich Botschafter Nadolny, Generalsekretär Drummond, sein ftanzösischer Stellvertreter Avenol, Untetstaats- sekretär Eden, Massigli-Frankreich, der griechische Außenminister Maximos, der türkische Außenminister Tewfik Ruschdi Bey, Po- litis-Griechenland und der österreichische Gesandte, Baron Hügel.

Weiter hört man, daß auf der anderen Seite die Kleine Entente beschlossen habe, demnächst, also noch vor ihrem, Ende Mai statffindenden Tagung, in Genf eine Vorbesprechung der drei Außenminister abzuhalten. Zu diesem Zweck werden Be- nesch, Tituleseu und Jeftitsch im Lauf der nächsten Woche hier eintreffen. Diese unvorhergesehene Zusammenkunft der drei Außen­minister wird mit der Notwendigkeit begründet, sich vor dem Zu­sammentreten der Völkerbundsrats am 22. Mai auszusprechen. Man geht aber wohl nicht fehl, wenn man anntmmt, daß er viel­mehr Aloisis unerwartete Besprechungen sind, die zu diesem Ent­schluß geführt haben, umsomehr als die Tagesordnung des Mai- Rats zur Zeit nur ganz belanglose Fragen enthält, die eine Vor­besprechung der drei Außenminister durchaus nicht nötig erscheinen lassen.

Verhaftung

des Stuttgarter Oberstaatsaumatts

Unter dem Verdacht der Devisenschiebung.

(Privattelegramm derFrankfurter Zeitung".

-*-* Stuttgart, 30. April. Der Stuttgarter Oberstaats­anwalt Dr. Tafel, der großes Ansehen genießt, wurde am Samstag in seinem Dienstzimmer im Landgerichtsgebäude ver­haftet. Oberstaatsanwalt Dr. Tafel wird einer Teilnahme an den Devisenschiebungen des flüchtigen Stuttgarter Rechtsanwalts Dr. Schwarzkopf beschuldigt. Schwarzkopf habe vor etwa einem Jahr umfangreiche Devisenschiebungen nach der Schweiz vorgenommen, die jedoch seinerzeit nicht restlos geklärt werden konnten, weil der Anwalt seither flüchtig ist und sich in der Schweiz aufhält.

In der Zwischenzeit haben sich neue Anhaltspunkte ergeben, die eine erneute Verfolgung des flüchtigen Rechteanwalts zur Folge hatten. Die Erhebungen der ZollfahndungSstelle zogen immer weitere Kreise und führten nun am Samstag zur Verhaftung des Oberstaatsanwalts Dr. Tafel.

Außerdem wurde noch der Inhaber des bekannten Stuttgarter Verlags Kohlhammer, Dr. Kohlhammer, verhaftet, der an diesen Devisenschiebungen ebenfalls beteiligt fein soll. OberstaatS- anwalt Dr. Tafel bestritt nach seiner Verhaftung jede Be­teiligung an den Verfehlungen. Nach den Nachrichten des Süd- deuffchen Korrespondenzbüros sind jedoch die gegen ihn vorliegen­den Verdachtsgründe außerordentlich stark. Nach einer halbamt­lichen Erklärung ist in der Zwischenzeit auch richterlicher Haftbefehl gegen Oberstaatsanwalt Dr. Tafel erlassen worden.

*

t- Darmstadt, 30. April. Die Pressestelle des Polizeiamtes teilt mit: 5eftgenommen wurde der beurlaubte Ober sch ulrat Hassinger, seither Referent für Volksbildung und Jugend­pflege im Kultusministerium. Die polizeilichen Ermittlungen er­strecken sich auf dienstliche Verfehlungen während seiner Amtstätig­keit. Die Polizeipressestelle kündigt einen näheren Bericht an.

0 Berlin, 30. April. Im Verlaufe der Untersuchung gegen die Charlottenburger Wasser- und Jndustriewerke A.-G. hat sich der Kommissar der Werke, von Wengerhausen, veranlaßt gesehen, gegen die bereits ihrer Aemter enthobenen Vorstandsmitglieder, Dr. Jng. h c. Walter Gerstel und Rechtsanwalt Friedrich B la ch, Haftbefehl zu erlassen. Den beiden Direktoren wird vorgeworfen, zum Nachteil der Gesellschaft gehandelt und sich widerrechtlich Ver- rnSgensvorteile verschafft zu haben.

Koblenz, 29. April. Auf Grund der bei der Handwerks­kammer angeftellten Ermittlungen und Prüfungen wurde der ftü- here Syndikus Dr. Otto in Hast genommen.

Montag-Morgenblatt der Frankfurter Zeitung

Vie. A'&A Leite A

mit Berufungsmöglichkeiten an den Reichsverbandsvorstand

Stahlhelm und USDAV

Seldte soll sein Mandat mederlegen.

fPrivattelegramme derFrankfurter Zeitung".)

ch- Berlin, 30. April. Die gestern veröffentlichte Bekannt­machung des stellvertretenden Führers der NSDAP ist, wie die Telegraphen-Union ergänzend erfährt, dahin auszufassen, daß, wie bereits vor der nationalen Revolution, die Mit­gliedschaft beim Stahlhelm eine Mitglied­schaft beider NSDAP auSschli«ßt und um­gekehrt. Lediglich Arbeitsminister S e l d t e ist als Bundes­führer des Stahlhelms zugleich Mitglied der NSDAP. Er und durch seine Person der gesamte von ihm geführt« Stahl­helm untersteht somit dem Führer Adolf Hitler.

DerVölkische Beobachter" schreibt:

Die Rede des Stahlhelmführers Seldte hat in ihrem kernigen Bekenntnis zur Führerschaft Adolf Hitlers naturgemäß größte Beachtung gesunden. Sie kennzeichnet den Geist der natio­nalen Geschlossenheit und Entschlossenheit der heute Deutschland durchzieht. Diese? persönliche und darüber hinaus gesamtbündische Bekenntnis Franz Seldte? ist politisch insosern hochbedeutsam, al« der nationalsozialistische Gedanke auch bei einem Verbände zum Durchbruch gelangt ist, der bisher dem Vaterlande durch Betonung der Ueberparteiltchkeit am besten glaubte dienen zu können. Immer deutlicher wird es, daß die Begriffe Nationalsozialismus und Volkstum ganz organisch verschmelzen und die Gestalt des Führers diesen grandiosen Vorgang mit unwiderstehlicher Kraft steigert. Viele Erklärungen von politischen und unpolitischen Verbänden zeigen diese Wendung des kämpferischen Deutschtums und unter ihnen ist das Bekenntnis des Stahlhelmführers zweifellos eine der markantesten Äußerungen dieser Art. Der. Unterstellung des Bundes der Frontsoldaten und der Führung der Front­soldaten unter die Führung Adolf Hitlers kommt augenblicklich naturgemäß mehr eine symbolische B e- d e u t u n g zu, da eine organisatorische, namentlich korporative Eingliederung unter heutigen Umständen wohl kaum durchführbar ist, wie dies ja der grundsätzlichen Haltung der NSDAP fAt ihrer Gründung entspricht. DaS hindert uns aber nicht, der Freude noch­mals Ausdruck zu geben, daß her Stahlhelm ein so eindeutiges Bekenntnis abgelegt hat, und die Hoffnung daran zu knüpfen, daß das Zusammenwirken nunmehr ein noch besseres sein wird, als es bisher schon gewesen ist."

lieber hie dreitägige Sitzung der deutschnationalen Reichstagsfraktion wurde ein parteiamtlicher Schluß­bericht ausgegeben, in dem es heißt:

Die dreitägigen Verhandlungen der deutschnationalen Reichs­tagsfraktion, die unter dem Vorsitz des Abgeordneten Schmidt (Hannover) stattsanden, sind am Samstag abgeschlossen worden lieber die politischen und wirtschaftlichen Ergebnisse der Tagung ist fortlaufend berichtet worden. Die Fraktion behandelte am Sams­tag u.a. die Vorgänge im Stahlhelm und die durch die Absetzung des verdienten zweiten Bundesführers Düsterberg geschaffene Situation. An Oberstleutnant Düsterberg wurde ein telegraphischer Gruß gerichtet, der seiner opferwilligen natio­

nalen politischen Arbeit gedenkt. Der Fraktion wurde von einem Schreiben Kenntnis gegeben, daß der stellvertretende Parteivor- sitzende an Herrn Seldte gerichtet hat und in dem der Erwartung Ausdruck gegeben ist, daß Herr Seldte das auf ihn gefallene Reichstagsmandat niederlegt. Nachfolger würde der in der deutschnationalen Jugendbewegung besonders bewährte Dr. Brunow werden. Die Sitzung schloß nach einer kurzen politi­schen Rede des Parteiführers mit einem T r e u e g e l ö b n i? der gesamten Fraktion für D r. Hugenberg. Füi die nächste Tagung der ReichstagLfraktion wurde das deutsche D a n z i g als Tagungsort bestimmt. Auf Vorschlag des Frak­tionsvorsitzenden wurde durch den Parteiführer angeordnet, daß sämtliche Abgeordneten der Reichstags- und Landtagsfraktion, sowie die deutschnationalen Mitglieder des Staatsrats an der Parle:- vorstandssttzung vom 3. Mai teilnehmen."

Zu der Forderung der Deutschnationalen an den Reichsarbeits­minister Seldte, sein Reichstagsmandat niederzu­legen, schreibt die dem Stahlhelm nahestehendeK r e u z z e i - t u n g" folgendes:

Abgesehen davon, daß wir unter den heutigen Verhältnissen einen MandatShandel und noch dazu innerhalb der einigen nationalen Front ein wenig komisch finden, muß zur Sache sestgestellt werden, daß Franz Seldte sein Mandat nicht von der Teutschnationalen Volkspartei, sondern von derKampffront Schwarz-Weiß-Rot" erhalten hat. Diesem Zusammen­schluß verdankt eS die Deutschnationale Volkspartei nicht zuletzt, daß ihre Reichstagsfraktion die heutige Stärke hat. Daß aber gerade aus ihrem Kreise heute das mechanische Listenprinzip gegenüber dem durch das Hervortreten Seldtes und Papens im Wahlkampf be­tonten Persönlichkeitsgebanken» wieder hervorgeholt wird, ist nicht folgerichtig."

Appell der Führerschaft des Stahlhelms

Berlin, 30. April. (Conti.) Die Bundes st eile des Stahl­helms teilt mit:

Der vom Bundesführer des Stahlhelms, Reichsarbeitsminister Franz Seldte befohlene Appell der Führerschaft des Stahlhelms fand im großen Saal des Reichsarbeitsministeriums am heutigen Sonntag um 13 Uhr statt. Die Bundesführer und die Kameraden von Bülow-Schwante und von Morozowiez hielten An­sprachen über die politische Sage und die kommenden Aufgaben beS Bundes. DaS vom Bundesführer verkündete Gesetz einer dikta­torischen Führung, das von jetzt an für den ganzen Bund Geltung hat, wurde von der gesamten Führerschaft mit größter Begeisterung ausgenommen. Mit einem TreuegelvbniS für den Bundesführer Franz Seldte und dem gemeinsamen Gesang bei Bunbesliebes und des vierten Verses des Deutschlandliedes fand der Appell seinen Abschluß. ES wuren vorher folgende Ernen­nungen bekanntgegeben: von Morozowiez zum Bevollmächtig­ten des Bundesführers, von Stephani zum Bundeshauptmann, Freiherr von M e d e m zum Bundespreffechef und I ü t t n e r zum Führer des Landesverbandes Mitteldeutschland.

Dayern itnb

(Von unserem Ki

Keine Attrappe.

<* München, im April. Festlicher als je, seit daS Parla­ment die stärkste Macht im Staate geworden war, wurde der bayrische Landtag eröffnet: Eine große Menschenmenge, Poli­zei in Paradeuniform, SA, SS und Stahlhelm, der Saal mit Grün und Fahnentuch reich geschmückt, feierlicher Empfang des Reichsstatthalters, Aufgebot aller Spitzen. Und dieser so festlich begonnene Landtag hat nicht mehr viel Macht! Wenig­stens scheinbar. Die Regierung ist nicht mehr von ihm gewählt, hängt nicht mehr von ihm ab, die Gesetze werden nicht mehr von ihm gegeben. Und doch ist er auch heute nicht nur eine bloße Attrappe. Die festliche Eröffnung hatte ihren Sinn. Auch heute ist der Landtag noch die Verkörperung des gesam­ten Volkes, der Repräsentant seiner politischen Gedanken und Wünsche. Das hat der neugewählte Landtagsprästdent Esser in seiner Ansprache an den Statthalter anerkannt, als er mit besonderer Betonung hervorhob, daß alle Parteien auch die Sozialdemokratie war erschienen und hatte sich erhoben vor dem Statthalter ständen, in der bereitwilligen Bekundung, im Dienste des Volkes zu arbeiten, als er das Ziel der bay­rischen Regierung nannte: die zur Anerkennung zu zwingen, die sich bisher noch abseits hielten. Das Parlament ist auch im neuen Staate, vielleicht gerade im neuen Staate, der Boden, auf dem am besten gemeinsame Arbeit geleistet, gemeinsame Arbeit allen Volksgenossen verständlich ge­macht werden kann.

Die Berufung des Grafen Ouadt.

Bayern ist in diesem Willen, ein möglichst breites und starkes Fundament für den vom Nationalsozialismus über­nommenen Aufbau zu schaffen, allen deutschen Ländern vorangegangen. Auch hier waren die Kämpfe zwischen den gegnerischen Parteien erbittert und wurden mit den schärfsten Waffen geführt. Auch hier war der Gedanke der absoluten und ungeteilten Macht siegreich. Und trotzdem hat diese rein natio­nalsozialistische Regierung sich nun erweitert, nicht nur durch einen Staatssekretär aus der Partei, die mit dem National­sozialismus zusammen in der Reichsregierung vertreten ist, sondern auch durch einen Minister, einen Abgeordneten der Ba h«ris chen Volkspartei, mit der vor allem der Kampf um die Macht im Staate ausgefochten wurde. Diese Berufung gilt der Persönlichkeit, sie kam nicht nach scharf­sinnigen Kalkulationen und komplizierten Verhandlungen der Parteien über Machtverteilung und Machtsicherung zustande. Aber diese Persönlichkeit verkörpert eine Gesinnung, eine Weltanschauung, deren politische Organisation in der Bevölkerung die Partei ist. Die Berufung deS Wirtschaftsmini­sters Grafen Q u a d t war ein Appell zur Mitarbeit an jenem Volksteil, der in der Bayerischen Volkspartei sein« Vertretung hat, und der Appell wurde ausgenommen. Als daS wichtigste in dieser Berufung scheint uns nicht di« An­erkennung der Bayerischen Volkspartei alsnationale" Partei, die Anerkennung, daß, wie die Bayerisch« Volkspartei-Korre­spondenz sagte,der nationale Boden, auf dem das Aufbau­werk aufgerichtet werden soll, über die Grenzen der national» sozialistischen Bewegung hinausragt". Das Wichtigste ist das Wollen und Vollbringen einer Volksgesamt­heit, und als Symbol dafür gilt uns die Berufung deS Grafen Quadt, als ein entscheidender Schritt, zu dem, waS der Landtagspräsident Esser als Ziel der Regierung Siebert heute proklamierte. Bayern hat damit deutsch« Po­litik gemacht.

Ministerpräsident Siebert hat im ersten Teil seiner großen Rede auch von einer politischen, nicht bloß von «iner wirtschaftlichen und kulturellen Aufgabe Bayerns gesprochen:Die tausendjährig« Geschichte Bayern» hinein- zustellen in das gewordene Deutsch« Reich, die starken eigenen Kräfte des bayrischen Volkes der geiftigen Erneuerung der Nation zuzuführen," das hat er als erste und oberste poli­tische Aufgabe für Bayern bezeichnet. Der deutsche Süden kennt im großen ganzen weder die Schärfe der sozialen Gegen­sätze, noch di« Erbitterung der politischen Kämpfe wie vielfach der Norden, und er weiß auch zu gewinnen. Das ist auch eine Kraft des Volkstums, die in der deutschen Gesamtpolitik eingesetzt werden kann und in der Erweiterung der Regierung wie im Verlauf der heutigen Landtagssitzung zu Geltung kam.

Das Programm.

Ministerpräsident Siebert hat die Erweiterung der Regie­rung auch damit begründet, daß alle in Betracht kommenden Kräfte zur Lösung der ungeheuren wirtschaftlichen und finan­ziellen Ausgaben Bayerns herangezogen werden sollen. In dem zweiten Teil seiner Rede, in dem er dies« Aufgaben besprach, verkündete er den Anspruch, daß Gayern das Herz

sein Landtag.

rrespondeutkn.)

Deutschland» auf kulturellem Gebiete werden solle, und zeich­nete die Grundlinien für eine solche Kulturpolitik. Er steht günstige Ansätze wirtschaftlicher Besserung und ent­wirft ein großes Arbeitsprogramm. Darunter Pläne zur Be­treuung de» Kapitalmärkte», u. a. eine stärkere Zusammen- faAlng des Gelbverkehrs in Bayern durch den Staat, eine stärkere bayrische Kapitalkonzentration, Beiziehung der Bay­rischen Staatsbank zur Verwaltung von Reichsgeldern, eine vermehrte Heranziehung der dem Einfluß des bayrischen Staates unterstehenden Gelder. Aber er betont auch die unge­heuren Schwierigkeiten. Er weist auf die Notwendigkeit hin, jede Beunruhigung der Wirtschaft zu vermeiden, die möglichst reibungslose Arbeit der privatwirtschaftlichen Organisationen und Berufsverbände zu sichern, er bekennt sich zur organi­schen Umbildung der Wirtschaft auf dem Boden des Privat­eigentums und der Privatinitiative. Als Finanzminister kündigt er eine Vereinfachung der inneren Verwaltung an, die nicht nur Verbilligungen und Erleichterungen bringen soll, sondern auch tief in den geschichtlich gewordenen Verwaltungs­aufbau eingreifen wird. Er erinnert auch an die Opfer, die der Aufltieg zu einer besseren Zukunft von der Gesamtheit des Volkes verlangen wird.

Diese Opfer werden gebracht, wenn eine starke autoritäre Regierung das gesamte Volk zur inneren Verkitsch aft gewinnen wird.

Delegierterttagurrg der Ureffe. Dr. Dietrich Uorstkerrfrrr. Entschließ««- Segen nrarristische ««fr jüdische Mitglieder.

Berlin, 30. April. (Wolff.) Am Sonntag, 30. April, trat im Hause bet Deutschen Presse in Berlin die Delegiertenver­sammlung des R eich Sverbanbei bet Deutschen Presse zusammen, bie aus allen LanbesveMnden sehr zahlreich beschickt war.

Der bisherige erste Dorsitzenbe Chefredakteur Wilhelm Acker­mann begrüßte bie Versammlung, die in ihrer Zusammensetzung bie künftige Lebensform bes ReichsverbanbeS widerspiegelte, in dem ungefähr zu gleichen Teilen alte Mitglieder de? Reichsverban­beS unb nationalsozialistisch« Kollegen sich zusammengefunden hatten. Chefredakteur Ackermann gab sodann einen kurzen Ueberblick über die Vergangenheit deS ReichsverbanbeS. Als Vorfltzenber bes ReichsverbanbeS wurde Dr. Otto Dietrich, Reichspressechef her NSDAP, einstimmig gewählt. Stellvertretenden Vor­sitz führen die Herren Ackermann, Weiß und Freund. Das Schriftführeramt übernahm A. I. B e r n b t, ba? bes Kassenführcrs G. W e h n e r t. Der übrige Vorstand unb bie Ausschüsse deS Reichsverbanbes fetzen sich entsprechenb zusammen, so daß bie Kon­tinuität der Arbeit im Sinne ber neuen Entwicklung auf allen Ge­bieten gesichert ist. Nach ben Wahlen erschien, von der Versammlung begrüßt, Dr. Otto Dietrich unb übernahm ba» Amt mit einer Dank­sagung an bie bisherigen Vorstandsmitglieder und den AktionsauS- scyuß Er überbrachte die Grüße des Reichskanzlers mit besten Wünschen für das Gedeihen des journalistischen Berufsstande» im neuen Staate. In zwei Telegrammen an den Reichskanzler Adolf Hitler und Reichsminister Dr. Goebbels fand die den Delegierten­tag beherrschende Stimmung ihren Ausdruck.

Dr. D i e t r i ch kam in seiner Ansprache auf seine programma­tischen Ausführungen vor ber deutschen Press« im Preußischen Landtag vor acht Tagen zurück und erklärte, daß die Nationalsozia­listen an führender Stelle de? Reichsverbanbes der Deutschen Presse sich in Zukunft für das Wohl unb Wehe de» Verbandes betont« wörtlich fühlen würden. Sie würden sich allerdings bei allem ihrem Tun nur leiten lassen von den Interessen ber Nation, die auch die Interessen bei journalistischen BerufSstanbe» seien. Versöhnlich gegen jeden, ber sich einotbnen wolle in ba» große Ganze biefet deutschen Gemeinschaft, unversöhnlich gegen jeden, ber nicht in diese nationale BerufSgemeinschast gehöre und gehören wolle.

Der Geschäfts, und Kassenbericht, Referat« über die Versor- gungSanstalt und Krankenkasse gaben vor allem dem neuen Kollegen ein eindrucksvoller Bild ber vom ReichSverbanb geleisteten Arbeit und ber von ihm geschaffenen sozialen Einrichtungen. Kollege Bäcker erstattete ein kurzes Referat über den Entwurf eines Pressegesetze», ber in Erfüllung de» ihm von Herrn Mini. st«r Dr. Goebbels geworbenen Auftrages von ihm auigearbeitet worben ist.

Eine Reihe von Anträgen zur Neugestaltung bes Reichsverban­beS würbe bem neuen Vorstand als Material überwiesen. Ange­nommen würbe u. a. ein Antrag des Landesverbandes Berlin, der Juden und Marxisten künftig von ber Mit- g (i e b f a f t ausschließt unb die Entscheidung über daS Verbleiber derer, die bisher Mitglied waren, bi» zum Erlaß eines Pressegesetzes von Fall zu Fall den Vorständen ber Lanbesverbänbe

überläßt.

Dr. Dietrich schloß die Versammlung und machte von bet Ab- sendung eines Telegramm? an den Herrn Reichspräsidenten Mit­teilung, in dem der aufrichtige Dank für die zur heutigen Dele- giertentagung ausgesprochenen Wünsche und Grüße ausgesprochen und gelobt wird, dem Herrn Reichspräsidenten im Geiste des neuen Deutschland zu folgen.

Nach einem Bericht bet TU. sind als Beisitzer die Herren Becker-Berlin, Bley-Berlin, Busch-Breslau, Graf Schwerin -Essen, Tönjes-Hannover, Horndasch -Köln, Jakobi-Berlin, Dr. Kraus-Bayreuth und Mösinger- Franksurt a. M. gewählt worden.

Aus Frankfurt.

DieSn

... jandesv«

Daz

kon

Der 1 «zeichn

ber Stabt zogen die Gemeinden unter Musikbegleitung zu einer Kundgebung auf ben Römerberg, der um bie Mittags- stunbe von einer vieltausendköpfigen Menge besetzt war. Der Magistrat hatte den Balkon für die Redner unb Ehrengäste frei- gegeben. Kirchenrat Trommershausen wünschte in sei­ner Ansprache, bie zu größerer Ehrfurcht vor dem Evangelium ber Reformation aufforberte, daß die Stadt recht bald einen Platz nach dem Namen des großen Reformators Luther benennen möchte, und daß auch bald ein Standbild Luthers in der Stadt errichtet werd«. Man solle das Erbe der Reformation wie ein Heiligtum hüten; das Volk müsse zu den Quellen des Glauben? zurückkehren.

Ausstellung: Neugestaltung des Uotendildes".

4W-Iahrfeier der Reformation

Krrnfrgeb««- a«f dem Kömerfrerg.

tne unerl

Den n u befried man Te

li nuten alltechnl « Deull V oder nb kaum techtsauf ef, bevor jussichtslo c sich nii öchst üb< ildete eit icht am ^>och dem

treu. Nur bann siege Deutschlanb.

Nach ben Klängen bes Liebe» vom guten Kameraben legte bet neue Rektor, Prof. Dr. K r i e ck, für bie Universität einen Kranz an ben Gebenktafeln nieber. Ter kommissarische Oberbürgermeister Dr. KrebS überreichte einen Kranz für bie Stadt Frankfurt. ipfte j^n Dann folgten Kranzniederlegungen von verschiedenen Korpora- tionen.

jsintrachi Bereute stannsch Stadion fkifterfc legte du inigung lern des ii« Ends

Fra

Mnnisti

- Nach festlichem Gottesdienst in allen evangelischen Kirchen jerfreter

Der Rektor der Universität, Professor Dr. Krieck, legte in knapper Ansprache bar, daß an der einen Seite bet Brücke zwi­schen 1533 und 1933 Luther und an der anderen Seite ber Slolf* kanzlet Abolf Hitler stänben. Beibe wurzelen in ihren Werken im beutschen Volkstum. So sollen auch Evangelische unb Katholi- ken sich zusammenfinben zur wahren deutschen Volksgemeinschaft. ntscheib: Eine besondere Bedeutung besitze heut: bet 1. Mai. In geschlos- > ine, ftui jener Front stelle sich am 1. Mai da» arbeitende Boll in den statt Dienst des Vaterlandes; jeder Berus sei wahrer Dienst am Volks-1 en zu ganzem Der kommende Tag werde zeigen, daß Gemeinnutz öor| cy eüiä) Eigennutz stehe. Das habe Luther von 400 Jahren bewiesen, und s-n -erp das zeige heute der Bolkskanzler. jen nötig

PfatrerSttuckmeiet führte au», daß man au» dem Zett. Ler 6o= alter de» Individualismus, bet Vereinzelung jetzt durch ben sprach anbrechenden neuen Staat in das Zeitalter der Gemeinschaft enn wel komme. Das Voll werde endlich e i n Volk. ei einen

Posaunenchöre unb Darbietungen ber evangelischen Kirchen- falle chöre unter Oskar Enbreß' Leitung gaben ber wuchtigen Kund- gebung Auftakt unb harmonischen Ausklang.ch wie

Gefallenengedachtnisseier -er zrmueryrar«»«^n

= Wie alljährlich, so veranstaltete auch biesmal bie I 0 h a n n« Techniker Wolfgang-Goethe-Universität anläßlich der Jahres- chauet ni Hauptversammlung bes Wissenschaftlichen Instituts ber Elsaß- Gegner b Lothringer im Reich unb bet Vereinigung ehemaliger D 0 - ttt, oa» 1 jenten unb Stubenten ber Universität ®= »ürbe T bürg in Frankfurt ihre Gefallenengedenkfeier. Diese sand am Liftigtcn Sonntag vormittag im Ehtenhof ber Frankfurter Universität in ^ts, be Anwesenheit von Vertretern ber Behörden statt. kpräfenti

Die Chargierten ber studentischen Korporationen zogen unter Wagen, ben Klängen eines vom Städtischen Bläsetchot Dorgetragenen Hhm- P nus in bie feierlich-ernst geschmückte Ehrenhalle ein. Prorektor Prof. Dr. M a b e I u n g gebuchte in seiner GedächtniSrebe beS gto- £attn $ ßen Votbilbe? bet Treue, ba? bie Toten gegeben haben. Hebet Nationale alle Vetschiebenheiten hinweg sei bie Geschichte jener schweren ' * KriegSjahte daS Banb, das unS alle zusammenfasse. Diese Stätte sei ber Erinnerung geweiht an ein zugleich herrliches unb traurige» Kapitel brutschet Geschichte: herrlich, weil bie brutsche Einheit Tat geworben sei, unb traurig, weil bie heilige Saat im Schlamm ber Krieg?- unb Nachkriegsjahre ersticken mußte. Die Mahnung biefet Toten müsse un8 heiligste Verpflichtung fein. Die Tugenben, die biese Toten bewiesen haben, müssen wir auch heute wieder beweisen: Auch heute gilt es einig zu sein und

tiffe.

In bei

Schon zw

Met II

Warm-

»daß die

:n. -

Maschiäendtuck hergestellt werden.

en

Ta«««*r»«frfahrt frr« ADAC.

SC

d>gel uni

=r SpBgl

Physikai.-diätet. Kuranstalt u. Erholungsheim. Arzt Pens. Frs. 912

Wo

Die B

Bi

FK P

In eh

lenSt

«Sen (

E

8m Ei

Der neue Direktor der OK Wie wir erfahren, wird zum neuen Direktor bet Allgemeinen Ortskrankenkasse Frank- furt vom Kommissar Dr. ter. pol. Schidlitzki ernannt wer­den. Dt. Schidlitzki, ber gebotener Frankfurter ist, wat zuletzt in Hamburg tätig.

Wetterberichte vom 30. April

'2 unb n ifften sich <berm er

ute späte ußen

en Kamp , Dbwoh itte man ezitkslig, wartet.

Rtfinnic em to et der E len $in< urch ihr, tancen.

(Von der Oeffentlichen Wetterdienststelle Frankfurt a. M.) Fußb«

Vorhersage für Montag: Wechselnd bewölkt, vereinzelt $.2, Niederschlüge nur noch in nördlichen Teilen des Bezirks, mäßig' . -tLe

warm, schwache, in Richtung veränderliche Winde. Witts-chonrx S rungsaussichten für Dienstag: Weitere Bewölkungeabnahme ölklingen und fortschreitende Besserung. Stuttgart

8, VfB >C Freib ffR Ma, tgtn SV Tanfonia

durch

Wie alljährlich veranstaltete am Samstag der ADAC um

Frankfurt eine Taunusrundfahrt für einige hundert Kriegsbeschä­digte. Etwa hundert Autos trugen bie KriegSbeschäbtgten burch die grünenden TaunuSberge, durch bie vielen kleinen Orte und Städtchen, die, mit Fahnen unb Maiengrün zum Tag der Strbeil geschmückt, noch bunter al» sonst aussahen. Die Fahrt endigte in nTon B Ufingen, wo bie Teilnehmer mit festlicher Musik in ein Gast- »eiten H hauS zu einem Ehrenschmaus geleitet wurden. ....

Kandt, 2i

Dam Reitpferd gestürzt. »Wty

= Am SamStag gegen 10 Uhr vormittags fanden Spazier­gänger in einer Schneise im Frankfurter Stadtwald, ____

einen Reiter, der vom Pferde abgeworfen worben war. Das Pferd n Fußba war ihm durchgegangen. Der Sturz des Reiters war so schwer, daß ^Ervema er eine Gehirnerschütterung davongetragen hatte. Die Spazier- ? $^3! gänget benachrichtigten die Rettungswache, die ben bewußtlos am -UIIti ©oben liegenben Reiter nach seiner Wohnung brachte.

an Hand von Beispielen einiger Meister-Notenschriften (Dach, Mo- >baE pjx zart, Chopin) gute Möglichkeiten be» Vergleichs mit ben Erzeug- wßtei.. ; nisten dieses neuartigen Notenbilde?, bie auf Handpresse unb iffl lieber aui

= In ber Linel-Sammlung für Buch- und Schriftkunst, ben Schauräumen im Erdgeschoß be? Frankfurter KunstgewetLe-- Mnseums, ist am Soim'ag vormittag eine kleine, sehenswerte AuS- stellungNeugestaltung be? NotenbilbeS" in Hand­schrift und Druck von Paul Koch eröffnet worben. Sie ist bis zum _ 21. Mai täglich von 10 bis 13 Uhr bei freiem Eintritt zu besichtigen »s gefäh und wird jedem musikalisch Interessierten anregende Eindrücke »er- "V- V-' Mitteln. Die Erläuterung dessen, was Paul Koch (Sohn de? be- kannten Offenbacher Schriftkünstlers Rudolf Koch) anftrebt, gab T"' Professor Georg Haupt mit kurzen, einprägsamen Sätzen. E? ist M im wesentlichen ber Versuch, bie Einseitigkeit bet neueren Entwick. - - lung be» gesamten Notenbildes zu verringern unb auf eine klar ______

überschaubare Darstellung bet großen Zusammenhänge ber mustka- 0. Minui lischen Form und be? Inhalts hinzuwirken. In bet Hauptsache ist die tyypographische Wiebergabe von Noten beabsichtigt; bas von Koch angeroanbte Verfahren (anberSartig al» ba» bekannte Breii- kopfsche) kann auch grunblegenb für eine Reform bes Noien-SticheS werden. Es beruht auf bem getrennten Druck des (toten) Linien- shstems unb bet (schwarzen) Noten. Koch gewann seine Er- «t 1000 fahrungen beim Stubium ber Werke am Klavier unb übertrug sie, -

als Fachmann bes Stempelschneibens unb bes Buchdrucks, sinn- ®

gemäß und formästhetisch auf das Technische. Die kleine Aus- g stellung zeigt bie Ergebnisse biefet jahrelangen Versuche unb bietet .j_ Unte]

St

IWI