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Nummer 412 Seite 4i

Abendblatt der Frankfurter Zeitung

Freitag, 5. Juni 1931'

Portugiesische Finanzen

Energische Finanzwirtschaft. Krisenfolgen. Altschulden.

x Lissabon, im Mai.

1931

1930

1929

in Millionen Escudos:

in Millionen Escudos:

0.3

5.4

Buenos Aires ul London 33.93

London. 5. Juni. iWTB.I

Deutsch Id.

8.7

0.4

Amsterdam. 5. Juni (WTB.I Oevieen-ErMinu^

1 Paria....I 9.73*4 | Italien .. I 13.01% Brüssel .. 34.62- I Madrid.. 23.75- Schweiz 148.20 | Oslo .... | 66.55-1

I 58.98

12 096116 .1 248.1/!

144-

Bukarest ..I

I Sopt | Dez.

T Briet I ..| 33. V, |

32*

Jut

1901.1 I 1001 1943.4

lOOl 2125.9

7.50

7«)

7.95

7.9

4-0

514.7

680.6

242

32.0

7.20 7.40 7.45

154.9

77.4 68-9

811.0

2922

17.8

26-0 15.4

0.7

03 03

Sch. Berlin London.... New York.

18400

2200

1150

495.1

355.7

138

5.7

53

16.4 154

0.9

154-6

773

688

2953

15245

193

73

10

333.6

159.0

7.3

11.2

15.7

73 0.4 05 llöö

1931

46

59

52

157

*) nach Abtrennung der Gratisaktie. Der Höchst kurs der Aktie

7.05

7.15

7.30

7.40

7.70

7.75

7.90

Mai

J.JM.

0,0.

82

4.1

36

a si

635

6.80

6.90

18.166g

193.6g

164.14

33.93-

275. Sb

Ende Anfang 1930 April

SO 0.2

73 3-6 32

New York Holland.. Paris.... Beiden .. Iltalien ..

Anfang Anfang 1930 i April

4 86 58

12.09 7|

124 27

34.931/s

92.97-

Sofia.... Wien.... Rumänien RioJaneir. Yokohama

Jan. Fehr März April

fast Mül- Milt

20.49=4 25.09*4 50.80- 1816-1, 18.15-,.

Kali Ste. Therese betrug Mai, der Tiefstkurs

^Eröffnung) Norwegen Heisingt.

Prag....

Buen, Air. Belgrad..

die Geschäfte der in i----- deutsche Beamte eGm

ausmachen.

Wert der Warenimporte

Frankfurter Handelsblatt.

Verbreitung und Wiedergabe der Artikel mit oder und der Privatdepeschen nur mit genauer QuellenangabeFrkl. Ztg. gestattet

Januar . a 1 k * Februar «,.! März

Total

Wert der Warenexporte

13.00*.g| Kopenhagen | 6637 ---- I Stockholm..! 66.59

Kali Ste. Thertae..........

Potasse de Blodelsheim ....

Alsacienne i Lorraine Rech.

Miniere..............

23.5

304

0.7

03

OkL Nov. Dez.

* Kursbewegung der elsässischen Kaliwerte. Man

schreibt uns:Die eis. Kalipapiere, Kalikuxe

.ktien, haben seit April 1929, der Zeit der Hochstkurse. tarke Kurseinbußen erlitten, worüber nachstehende

18350

1850

1010

1930: 19 095 kurz vor der GV im

3.385 am 29. Nov. nach Abtrennung der Gratisaktie, Ende April 1931 wurde ein neuer Tiefstkurs von 1950 erreicht, seit der GV vorn 10. Mai hält sich der Kurs zwischen 2200 und 2400. Die Aktie Potasse de Blodelsheim hat Ende Mai ihren niedrig*

auflösen

Valutamarkt. Frankfurt a. M., 5. Juni. In den 1 om mittagsetunden war die Devisenlage wenig verändert. Dollar 3UL 4.2120, Pfunde 20.50. London Kabel etwas niedriger 4,8662. Madrid befestigt 50%, Amsterdam 12.09%, Pans leicht ab geschwächt 124.28.

7.65

7.75

7.85

990 830

sten Stand erreicht

Verordnung über die Kursnotierungen an den spanischen Börsen. WieHavas aus Madrid berichtet, hat der Finanzminister eine Verordnung erlassen, durch die^ der Handel mit international notierten Wertpapieren zu einem Kurs, der den an den spanischen Börsen notierten Kurs um mehr als 2 pCt. übersteigt, verboten wird. Der Kurs der betreffenden Wertpapiere an der spanischen Börse wird festgesetzt auf Grund der Wechselkurse der Auslandsbörsen und der spanischen Devisenbörse. Operationen, die dieses Verbot nicht einhalten, werden für nichtig erklärt.. .

Elin AG für elektrische Industrie, Wien. Auslandsumsatz trotz Krise gehalten. Nachdem im No­vember v. J. die Verhandlungen mit Siemens wegen eines Zusammen­schlusses oder wenigstens einer Arbeitsgemeinschaft gescheitert sind, durfte man mit größerem Interesse abwarten, wie das selb­ständig gebliebene Unternehmen das Krisenjahr 1930 Überstand. Die Dividende aus dem auf 8 0.86 (1.09) Mül. verringerten Rein­gewinn wird zwar, wie gemeldet, auf 8 (10) pCt gesenkt, aber die nur in einem Posten ausgewiesenen Erträgnisse sind mit 7.53 (7.bd) Mill, nur wenig verringert. Es wäre wichtig, zu erfahren, welche Arbeitsgebiete die Elin ist Fabrikations-, Verwaltungs- und nebenbei auch Versorgungsunternehmung zugleich den Ausgleich für die Minderung des Absatzes gebracht haben.

Umsätze fürs In- und Ausland werden zwar nicht mitgeteilt, doch ausgeführt, daß der Rückgang im Inland stärker gewesen sei als im Ausland: das auswärtige Geschäft habe sich trotz der Krise auf bisherigem Niveau gehalten und, konnte sogar durch Sbezialerzeugnisse in einzelnen Ländern gesteigert werden; in ande­ren Ländern war der Auftragseingang rückläufig. Das zeigt wiederum, daß die Krise auf die Beschäftigung der Investitionsmdustnen nur relativ langsam einwirkt. Die Umsätze in Westeuropa z. B. konnten teilweise sogar erweitert werden. In Ostasien und Südafrika sei das Geschäft im Wachsen. Von den Beteiligungen: Holländische Mm wieder 10 pCt. auf fl. 0.50 Mill. - Grazer Tramway 7 (6) pCt. Wiener Lokalbahnen dürften eine verringerte Dividende ausschütten. Allgem. Glühlampenfabriks AG, die der Elin ganz gehört: Pro­duktion und Absatz waren befriedigend. Aus der Bilanz (Mill. »): Neben unv. 8.75 AK und auf 2.04 (1.98) erhöhten Rücklagen erscheint die 1929er England-Anleihe noch mit 7.59 (7.63) und ihr aktiviertes Disagio mit 0.36 (0.38). Von kurzfristigen Verbindlichkeiten sind Anzahlungen infolge der Krise auf 1.45 (2.32) zurückgegangen, Ersatz dafür brachte nur z. T. eine Erhöhung der Kreditoren (Bank­schulden?) auf 6.56 (6.05) und der Akzepte auf 1.23 (1.21). Trotzdem werden für erhöhte Zinsen 0.46 (0.19) Mill, verausgabt. Anderer­seits hat man der Krise Rechnung getragen durch v e rm indert e Vorratshaltung von 6.31 (8.72) Mill.. Bilanzwert; sichtbare Abschreibungen im ganzen betragen ohne Gliederung nur 0.71 (U.bU) Mill. Ohne Erläuterung bleibt eine Ausdehnung der Anlagen­werte um 1.80 Mill., die vornehmlich Betriebsgrundstücke in Wen betreffen. Debitoren sind mit 10.73 (10.82) kaum verändert; offenbar beziehen sich die auf der Passivseite nicht kenntlich gemachten Ab- rechnungsreserven, die mit 0.14 (0.21) Mill, dotiert werden, auf Außen- stände. Wertpapiere steigen auf 1.86 (1.66).

Im laufenden Jahre sei noch keine Besserung einge­treten. Man erhofft jedoch höhere Beschäftigung aus der Fort­setzung der Bahn-Elektrifizierung und aus der Verwirklichung der österreichischen Wasserkraftpi'bjekte, an denen die Elin be­teiligt sei. (GV 8. Juni.)

* Berliner Städtische Wasserwerke AG. Erhöhte Gewinne. ( Berlin.) Die Pachtgesellschaft der VUsserwerke der Stadt Berlin erzielte 1930 nach JUL 4 (4.99) TIill. Ab­schreibungen einen Reingewinn von 14.9 Mill., von dem der Kämmereikasse mehr als dreimal so viel als i V., nämlich 13.4 (4.07) Mill, zufließen. Die Ursache bildete die Erhöhung des Wassergeldes von 15 auf 20 Pfg. je cbm, die der Stadt Ende 1929 von dem damaligen Reichsbankpräsidenten aufgezwungen wurde. Die Bilanzsumme hat sich auf 50.8 (26.46) Mill, erhöht, vor allem durch weitere Neubauten, die 10.4 Mill, erforderten. Um diesen Betrag, erhöhte sich der Wert der von der Stadt ge­pachteten Anlagen. Der Wasserverkauf ging auf 168 Mill, cbm zurück, d. h. um 3.4 pCt, vor allem durch rückgängigen Ver­brauch der industriellen Betriebe und auch durch die Witterungs­verhältnisse. Pro Kopf und Tag wurden 142 (148) Liter Wasser in Berlin verbraucht. In Betrieb befanden sich 13 Werke. In Fortsetzung der angestrebten Erweiterung auf eine Tageshöchst­leistung von 1 Million cbm wurde die Kapazität bereits auf 950 000 cbm gesteigert, was einer jährlichen Förderung von rd.

mehr ausgegeben zu werden, wodurch ein erheblicher Teil der früher auf jene Weise für längere Zeit gebundenen Kapitalien wieder der pri vatwirtdchaftlichen B etä tigung zur Verfügung stehen, eine Erscheinung, die im An schwellen der Bankdepots und des Diekonten-Umsatzes, sowie in erfolgreichen Zeichnungen auf Innenanleihen für Hafenbauten u. dgl. Be-

* Unveränderte Lage auf dem Drahtmarkt im Mai. (ff Essen.) Die Marktlage im Inland hat sich seit dem letzten Monat nicht wesentlich verändert, d h. daa Ge­schäft läßt nach wie vor zu wünschen übrig. Das Ausfuhrge­schäft bewegte sich in unveränderten Grenzen. Die Preise Hi^ ben weiterhin fest und konnten sogar für bestimmte Sorten etwas

♦r Ausfuhrkartell für südslawisches und rumä­nisches Holz. (L W i e n.) Laut Bukarester -Argus sollen die zwischen südslawischen und rumänischen Holzhandelsgesell­schaften geführten Verhandlungen, über die wir berichtet haben, zu einem Kartellübereinkommen geführt haben, das am 2. Jun» in Wien unterzeichnet werden wird. Beide Gruppen wollen Up Auslande gemeinsam hinsichtlich der Preise und in anderen x ragen operieren.

Hamburg. 5. Juni. (WTB.) Zucker 10.30 V.stetig, I Briet Geld I Sept. 7.10

reicht hatten.

Der H adir-Differdingen-Bericht. (r Luxemburg,) Aus einem Rohgewinn von Frs.»38.9 (i. V. 63.3) Mill., verbleibt nach 24 (35) Mill. Abschreibungen ein Reingewinn von 15.2 (28.3) Mill., woraus eine Dividende von 120 (220) gezahlt wird. Die in Frankreich liegenden und ehemals Deutsch-Luxemburg gehörigen Güter sind 1t. Bericht noch immer unter Sequester. Auf der Abteilung Differdingen nimmt die Rationalisierung durch die Modernisierung der Bezichtungsanlagen und durch die Ver­größerung des Stahlwerks (zur Verarbeitung des aus Rümelingen kommenden Roheisens) einen schnellen Fortgang. Im Dezem­ber mußten die Greywalzstraßen behufs Reparatur stillgelegt werden. Für diese Zeit hatte man zur Befriedigung der Ver­braucher einen Vorrat von breitflanschigen Grey-Trägern im Werte von 13 Mill, anlegen müssen. Die Abteilung Rümelingen ist zwecks Produktion von Roheisen jetzt instand gesetzt Doch muß das Ende der Krisis abgewartet werden, ehe man die Rümelinger Hochöfen wieder in Betrieb setzt. In Dettingen wurde ein Hochofen gelöscht und in St Ingbert (Saargebiet) mußte die Bandeisenproduktion um etwa 10 pCt eingeschränkt werden. In der GV bemerkte der Vorsitzende, niemand könne das Ende der jetzigen Absatzkrisis Vorhersagen, doch werde Differ­dingen stark von einem Wiederaufstieg prämieren, da es tech­nisch sehr gut dafür ausgerüstet sei. Der Präsident des Ver­waltungsrats der Ougrte-Marihaye, Herr van Hoegaerden wurde in den Verwaltungsrat gewählt

» Xede« landsch - Indische Escompte - Maat- sc ha pij.

nach OL0 Mill. Riicl>?lliAgen wieder 5 pGt. Dividende auf 47 Mill, eingezahltes*A. vdr.

kommen dürfte.

Die schwebende Auslandsschuld ist seit Jahr und rag ge­tilgt Die Regelung der Lst. 23.73 Mill. Kriegsschulden an England eine Maßnahme, die die früheren Regierungen trotz deutlicher Winke seitens der Gläubigermacht nie recht in die Wege leiteten ist ebenfalls erfolgt und die entsprechen­den, gar nicht geringfügigen Annuitäten von Lst. 250.000 werden pünktlich entrichtet. Das halbe Prozent der deutschen Repara­tionen spricht mit. Das Pfund-Guthaben im Ausland be­läuft sich auf Lst. 1.700.000 (1927 : 1.640.000). Das alles so­zusagen aus eigener Kraft des Landes, jedenfalls ohne Kredit­hilfe von außen. Die schwebende Schuld im Inland (Tresorscheine, etc.) wurde von rund 2.009 Millionen im Juni 1928 auf 826 Millionen im Januar 1931 r e duz i e r t. Neue Schatzscheine, deren Zinsfuß übrigens von 10 Prozent auf etwa 5 Prozent herabgesetzt wurde, brauchen heute ment

Schweiz . Spanien.. Dänemark Schweden I

Graz-Höf facher Eisenbahn- und Bergbau­ceseilschaft. (L Wie n.) Die der Alpinen Montangesellschaft gehörende Gesellschaft verteilt unter Heranziehung des Gewinn- vortraees wie schon gemeldet, eine Dividende von 4 (5) pGt. Die Wirtschaftskrise habe den Verkehr der Bahn beträchtlich vermindert. Die Kohlenförderung ging von 381 349 t auf 340 211 zurück; die Erzeugung von Strom a^ dem Dampfkraftwerk Bärnbach-Kalkgrub ist um 1.15 Mül. kWh vermindert. Ab 1. April 1930 wurde die Betriebsführung der Sulmtalbahn übernommen.

. 'FianfiaTiothringische Staatsclscnbahn-Obli- JaUoncn. (W 1 mSs t e r d am.). Zur Rückzahlung zu pari der noch umlaufenden 7proz. Obligationsanleihe v<m sfr. <5 Mill, von 1926 begeben die Eisenbahnen von Elsaß-Lothringen franz, frs 374 Mill. 4proz. Anleihe von 1931 in Stücken von franz, fr«. 5000 zu 94 pCt. Amsterdamer Usance (1 franz, frs. gleich 10 Cents) In Amsterdam werden diese Obligationen von der Tw ent­gehen Bank, Nederlandsche Handel Mil, Mendelssohn L Co., Banque de Paris et des Pays-Bas. Lippmann. Rosonthal * Co... Rotterdamsche Bank Vereeniging. Pierson & Co» Mlecten Mn .Amsterdam" und R. Mess & Zonen zur Zeichnung aufgelegt.

stätigung findet. . . ,

Mit der Bank von Portugal steht die Regierung augenblick­lich in Verhandlungen, die daraufhin ausgehen, die Stabilisierung der Valuta auch vom rechtlichen und finanzpolitischen Standpunkt aus durchzuführen. Schon seit etwa drei Jahren hat der Escudo eine Gleichgewichtslage erreicht, mit nur Meinen Ab­weichungen gegenüber dem Dollar. (In Mark notierte der Escudo ca.: 1928 20% ä 18%; 1929 18.70 ä 18.80; 1930 stabil 18 83; 1931 18.87). Das engL Pfund notierte hier im März 1928 noch mit ungefähr 126 Escudos, seit Dezember 1928 aber un­abänderlich 108,25 Escudos. (Die alte Parität war freilich 1 Escudo für 52 Pence. Diese Notierung ist auch durch die ziemlich ernste Revolte der politischen. Gefangenen a. u f Madeira nicht beeinflußt worden, was man hierzulande wohl als ein Zeichen für das Vertrauen, das Portugal auf dem inter­nationalen Geldmarkt wieder genießt, werten darf. (Ist die Wäh­rung erst faktisch und de jure stabilisiert dann wird die Bank von Portugal auch die ihr zugedachten sFr. 7% MilL - 3000 Stück Aktien der B I Z erwerben können, mit 25 Prozent Einzah­lung ) Fest blieb auch der Kure der 3proz. Staatskon- sols, der übrigens von 38% für die I. Serie, und 43% für die III. Serie, in 1928, auf 44% bezw. 47 im April d. J. gestiegen ist

Freilich hat trotz allem Portugal schwer unter den Auswir- | kungen und Auswüchsen der gegenwärtigen Weltwirtschaftskrise : zu leiden. Das zeigt der Rückgang seines Außenhandels; man darf dabei die Tatsache nicht übersehen, daß die nach dem vor Monaten neurevidierten Zolltarif berechneten Zolleinnahmen mnd 40 Prozent aller Fiskaleinnahmen des Staates

: Vor fünf Jahren, nach der vom verstorbenen Marschall Gomes da Costa geführten Militärrevolte befanden sich d.e portu­giesischen Staatsfinanzen in einem chaotischen Zustand E» wäre verfehlt alle diese Uebelstände aufs Konto der damaligen parteipolitischen Mißwirtschaft zu setzen; doch kann gesagt wer­den daß die unmittelbar vor dem Kriege begonnene und in den folgenden Jahren geradezu zum System gewordene Politisie­rung der Finanzgebarung an der Zerrüttung der Staatsfinanzen wie auch an der fortschreitenden Verschuldung de* Landes und dem damit zusammenhängenden rapiden bturz usr portugiesischen Valuta im starken Ausmaß mitverantwort

Die Ordnung der Finanzen Portugals hat, wie wir hinzu­fügen möchten, auch noch ein ernstes weiteres Feld: seine Vor­kriegsschulden sind teils (Deutschen gegenüber) gar nicht geordnet, teil» nur unzulänglich'. Einstweilen bezahlt Por­tugal seine 3proz. Stücke z. B. sehr schlecht, und unterschiedlich : die portugiesischen in Escudos, die englischen und französischen nach scharfer H e r u n t e r st e m p e 1 u n g in Lst die deut­schen nur in Papiermark, d. h. gar nicht! Es ist be­kannt, daß unter Führung der Association Nationale des Porteure sich ein Comite International des Fonds Portugals bilden mußte, um gegen die portugiesischen Maßnahmen bei den goldver­brieften Anleihen zu protestieren, und daß für die deutschen Interessenten bisher die Emissionshäuser vergebliche Anstren- gungen gemacht haben. Die Befriedigung alter Gläubiger ist nicht nur eine moralische Obliegenheit, sondern entspricht auch der Klugheit eines Landes, das früher oder später doch wieder An­leihen - brauchen wird und das auch in den Kreis der gegen­seitigen Hilfe eintreten will, als welchen sich die Bank für internationalen Zahlungsausgleich, zu betrach­ten hat.

Landeseenossenschaftsbank eGmbH, Darm- Stadt. Ende 1930 waren der Bank 472 (484) Mitglieder ange­gliedert mit 2.53 (2.62) Geschäftsguthaben und IMI MdI.

Haftsumme. Der Jahresumsatz stellte sich auf 10o7 (9o6) Mdl­obgleich sich die Bilanzsumme durch Rückzahlungen in laufen­der Rechnung und Ablösung von Wechsekerbindhchkeiteii auf a » ,io ttoi Mill ermäßigte. Aus der Bilanz (alles

in Mill JUL) Bankschulden 3.96 (6.01), Gläubiger 2.91 (1.62) und Einlagen 1.15 (1.18) Andererseits Bankguthaben und Kasse 0 76 (022) Wechsel 1.09 (0.21), Wertpapiere 0.69 (0.7<), Be­teiligungen 0.44 (0.40) und Schuldner 7.73 (10.18), darunter 6 63 (797) Kreditoren. Forderungen aus weiterbegebenen Wech­seln besagen 9.44 Bei JUL 496 796 (493 233) Gesamteinnah­men beträgt der Reingewinn 15104 (64 329); die Dividenden Zahlung wird mit 4 pCt. wieder aufgenommen.

» Spar- und Kreditanstalt für deutsche Be­amte und Angestellte AG. Berlin. ( B e rli n.) Die Gesellschaft, die seinerzeit von der D r e ° e r B a n k auf Wunsch der Beamtenorganisationen gegründet wurde, um

- ' Schwierigkeiten geratenen Bank für

deutsche reamie eGmbH und der R e ic hsb - bank AG fortzuführen und den Gläubigern der beiden Insti­tute 30 pCt. Quote garantierte, hat in ihrem ersten vollen Ge­schäftsjahr nur eine bescheidene Entwicklung aur zuweisen, die, wie uns mitgeteilt wird, auch den lotenttonen der Leitung entspreche. Bei einem AK von JUL 1 Mill., das zu 25 pCt eingezahlt ist, betragen Kreditoren 2.69 (0.22) Mill., andererseits Barmittel 0.13 (0.10), Bankguthaben 0.11 (0.12) und Debitoren 2.61 (0.25) Mill. Bei JUL 303 521 Roheinnahmen verbleiben 49.918 (2.560) vorzutragender Verlust.

* Zahlungsschwierigkeilen. Ueber die L e d e r f a b r i k Emil C. Privat in Friedrichsdorf (Taunus) wurde nun mehr gerichtliches Vergleichsverfahren eröffnet. \\ie wir hören, sind 45 pCt. Quote geboten bei rd. JIJL 135 000 Passiven und 60000 Aktiven. - Der Nordwestdeutsche. Verein für Holzhandel und Holzindutrie e. V. in Kassel weist darauf hin, daß er n i ch t i d e nj11 s eil ist nut der in Zahlungsschwierigkeiten befindlichen Firma Nord-W est-Holz GmbH in Kassel

seien beendet.

Industrie für Holzverwertung AG. Essen- Altenessen. Diese Sperrholzfabrik hebt hervor, daß trotz rückläufiger Fabrikatspreise der Vorjahrsumsatz gehalten wer­den konnte. Auch die nahestehende A n d e r n a c her Sperr­holzwerke GmbH nahm eine befriedigende Entwicklung Nach auf JUL 178114 (107 492) verstärkten Abschreibungen verbleiben 79 958 (100 442) Reingewinn, aus dem das AK von JUL 500 000 10 (i. V. 12) pCt. Dividende erhalt Die Bilanz zeigt neben 180 000 (145 000) Rücklagen, denen m diesem Jahr wieder JUL 25 000 zugeführt werden die Verbindlich­keiten auf JUL 451 800 reduziert (l V. wurden JLJL 408 8.6 laufende und 255 760 Wechselverpflichtungen ausgewiesen). An­dererseits betragen die Schuldenr 6te 205 (620 459). Vorräte 159 872 (203 659), Bankguthaben 50d30 (10513), wahrend Be­teiligungen und Wertpapiere nur noch mit JtJL

(244 000) bewertet sind. Im neuen Jahre sei eine geringe Belebung eingetreten.

* Berlin schreibt ab. Grundstücke, Schnellbahu- forderungen und B.V.G.-Aktien. ( Berlin.) Dierftitet Berlin geht zu einer neuen Methode des Finanzausweises ü hat wie schon gemeldet, eine Uebersicht über ihr Vermögen End Mai Fj. atigeftellt, in der eine andere Gliederung als bisher er- -fotete und die die für eine Stadt neuartige Konstruktion der au Schreibung benutzt; sie nennt sieWertberichigung^.

Nicht weniger als 412 Mill, werden abgeschrieben, wegen der ungünstigen Lage des Grundstücksmarktes 25 pw., u. 100 MilL, auf Grundstücke, wegen der niedrigen Verzinsung auf die Forderungen der Stadt aus dem Schnellbahnbau,

Ho M il, und 50 pCt. wegen voraussichtlichen Dividendenaus alls längere Zeit auf das 400 Mill. Kapital der BVG. D-yach bleiben mmer noch 1178 Mill. V e r m ö g e n s ü b e r s c h u ß. P» vermögen wird auf 2758 MiU. gegen 2654 am 1. ^L^hrend

und nach Abzug der Wertberichtigung vten es 2346 'betragen die Schulden, die nicht näher gegliedert srnd HfiS MÜl betrugen. (31 März 1930: 1254.1.) Das Vermögen ist aufgeteilt in drei große Gruppen. Dio erste Gruppe, das Verwaltungsvermögen, enthalt - (1 Jan. 1930: 537.5) Mill., der zweite Abschnitt, das Fmanzverm g . hat sich auf 1700 (7172) Mill, erhöht, dafür ist aber der dntte Posten, das Werksvermögen, auf 396 (1400) Mill. iuru5^® ® 5.

Unter Finanzvermögen rubrizieren 400.0 (L Jan. 1930. 23o.. M Grunderwerbsstock, 17.9 (?) Mill. 5°'dstvereicherungsstec^.72^(Q Mill. Zusatzhypotheken und Baugelder, 110.6 (.) Mill. Be_ 8 darunter 45.3 Mill. Deutsche G a s - Aktien, 44.3 MdL B«r ikner Kraft und Licht, 1.0 M Kalksteinbruch Rüdersdort, 5.0 (Nominalwert) Berliner Müllabfuhr 1.6 Mill. 5 \Vert-

papi'ere?

. früher unter Werksvermögen eingestellt waren, 6run P - BVG., 17.7 Mill. Barerlös der Süd west Aktien lto.7 ML w erlös aus der Veräußerung der Elektrizitätswerke 1.2 MU. ver , schiedene Forderungen, 70.0 MiU. sonstiges Fmanzverm g . Das 1930: Fonds und sonstiges Kapitalvermögen - -8 - - .

Werksvermögen ist natürUch durch den Fortfall der Elektnzitat«- 7eL zu°Labgem Gas- und Wasserwerke erschemen n^mehr mit 325.5 (einschl. Elektrizitätswerke 746A) Mill., Güter onne aie zum Grunderwerbsstock gehörigen Ertragswerte raR.5 ?) MilL Forsten (Ertragswert) 13.0 (47.2) Mil . und sonstiges ^ (98.^ ?) Mül.

Die Vergleichsziffern der Einzelposten hinken infolge der neu artigem Zusammenstellung der Werte. Einzelne Anga n deuten daraufhin (z. B. Forst-Vermögen), daß grund­legende Bewertungsänderungen erfolgt sind. Man wird erst später einen besseren Einblick gewinnen, wenn mehrere Aufstellungen nach der neuen Methode vorhegen. O io Schreibungen genügen , d. h. ob nunmehr die hmg den Realisierungsmöglichkeiten entspricht, läßt sich natür­lich nicht, sagen. Aber die Art des Vorgehens des neuen Kam­merers dürfte begrüßenswert sein.

* Deutsche Auto-Versicheruns' AG, Stuttgart. Die Fräse der Bilanztalschung. (1 Stuttgart.) Gegen die in den GV der Rothenburger X ereicherungsgesellscnaf- ten abgegebenen Erklärungen, daß die Bilanzen der Deutschen Auto-Versicherung AG sich als völlig gefälscht herausgestellt hätten, wendet sich eine Entgegnung aus AR-Kreisen der Stuttgarter Gesellschaft. Danach hätten Dir. Schulz und ein Ober­buchhalter von der Rothenburger Feuer als Ergebnis einer ein­gehenden Nachprüfung im Januar 1931 gegenüber der Verwal­tung der Deutschen Auto persönlich ihre Anerkennung über den Geschäftsbetrieb, die Buchhaltung, sowie die verschiedenen Reyi- sionsabteilungen ausgesprochen. Dir. Schulz habe für später ledig­lich einige bürotechnische Vorschläge in Aussicht gestellt. Es scheint danach also, als wenn Herr Schulz dem verstorbenen Gen.-Direktor Winkler vom Rothenburger Konzern anders be­richtet hätte, als er sich der Stuttgarter Gesellschaft gegenüber ausgesprochen hat. jedenfalls sind diese Erklärungen von beiden Seiten nicht geeignet, Licht in die Angelegenheit zu bringen. Man muß es im Gange befindlichen gerichtlichen L n ter- suchung überlassen, die» Frage der Bilanzfälschung bei der Deutschen Auto aufzuklären. I

* Thüringer Elektrizitätslieferungsges. AG, Gotha. Die Gesellschaft beantragt 1t. Anzeige Barablosung ihrer 4%proz. Anleihen von 1919 und 1920, sowie der aproz. Anleihe von 19 21. Entscheidung auch über die Höhe soll im Juni

Die Kupferbaisse und die Kupferindustrie. Weitere Produktionseinschränkungenf Aus New York, Ende Mai, schreibt unser M-Korrespondent:Mit der Senkung des Kupferpreises auf 8% Cents pro Pfund (in der Zwischenzeit auf 8% Cents D. Red.) ist der niedrigste Preis seit 1893/94 erreicht worden. Schon bei einem Preise von 9 Cents hatte man angenommen, eine Reihe von Produzen­ten werde nicht mehr auf ihre Kosten kommen, nachdem sie die Steuern bezahlt und Abschreibungen vorgenommen haben. Die soeben bekannt gewordene April Statistik hat indessen gezeigt, daß die durchschnittliche Tagesproduktion der Welt im April sich doch noch auf 4289 (i. V. 4950) t stellte. Seitdem ist also trotz der im November "beschlossenen Produktionseinschränkung nur eine unerhebliche Verminderung zustande gekommen. Es scheint, daß die kleinen, unabhängigen Produzenten in der letz­ten Zeit immer noch verhältnismäßig viel Material auf den Markt gebracht haben, während andererseits einige große Minen ihre Produktionskapazität auf 40 pCt. herabgeschraubt haben. Der neue Preissturz macht nun aber weitere Einschränkun­gen unvermeidlich Die im letzten November beschlossene Verringerung der Weltproduktion um 20 000 t im Monat scheint unzureichend und es sind heute Bestrebungen festzusteUen, die eine Gesamtdrosselung um 30 000 t bezwecken. Bisher handelt es sich bei den diesbezügL Verhandlungen allerdings erst um einen unverbindlichen Meinungsaustausch. Es scheint ferner, daß einige mit mittleren Produktionskosten arbeitenden unabhängigen Minen, die bisher nicht für eine freiwillige Einschränkung der Ausbeute zu gewinnen waren, nunmehr durch die Verhältnisse gezwungen werden, ihre Produktion überhaupt ganz einzustellen, zumal weitere Preissenkungen angesichts der vor­handenen Vorräte nicht unwahrscheinlich sind (wie erwähnt, sind sie schon eingetreten. D. Red.) In diesem Falle dürften die vorhandenen Vorräte iwie man hier hofft bis zum No­vember dieses Jahres auf ein als unter den heutigen Verhält­nissen als normal anzusprechendes Maß zurückgegangen sein. Am Ende April waren die Kupfervorräte in Nord- und Südamerika nur um rd. 2000 t kleiner als am 1. Dezember 1930. Sie stellten sich auf 367 900 t und sind kam viel kleiner als in der Krise des Jahres 1921, in der sie die Rekordhöhe von 373 600 t er-

lich war.

In den drei Finanzjahren 1919-1922 lebte man hier über­haupt ohne Staatshaushalt, man legte nicht einmal einen h plan vor. Dann, im Etat für 1922-1923, betrug das Defizit rund 293 Millionen Escudos (1 Escudo heute rd. 19 Pf-i statt 4 M «/ML Parität), was viel sagen will, da sich im gleichen Eta j gesamten vorgesehenen Staatseinnahmen auf den besc Betrag von 279 MilL bezifferten.

Die Fehlbeträge für die Finanzperiode von 1919 bis 1926 kann man mit durchschnittlich 6 Millionen Lst pro Jahr aneetzen. Um sie zu decken, griff man mr N o t e n i n f lati om. So kam es, daß der Umlauf der Bank von Portug k? [ulTLretts 370 MiU. Escudos betragen hatte, am 31. Dezember 1924 bereite auf 1.760 Millionen angewachsen war. (Gegenwärtig L Millionen). Harwi in Hand damit ging die Entwertung der Valuta von 4% Escudos je Lst. 1 (Vorknegskurs) auf zete weise 170 Escudos je Lst 1. Angesichts so katastrophaler Aus­wirkungen verzichtete man schließlich auf weitere direkte Noten- inflation und versuchte, unter gleichzeitig aufs ^^chste ein setzender Aufwertangspolitik, die Staatskassen durch forcierte Tresore ehe in-Emissionen zu speisen Da diese tfc scheine aber gleich 10 Prozent Zinsen abwarfen und ihre Emission progressiv fortschritt, wurde der in ihrer Kapitalskraft durch Konjunkturkrisen und Kapitalabfluß nach dem Auslande ohnehin stark geschwächten Wirtschaft praktisch die Möglich­keit genommen, für die eigenen Bedürfnisse Privatemissionen vor­zunehmen. Angesichts derartig verworrener Verhältnisse war also die Finanzpolitik auch der Militärregierung in den ersten Jahren unsicher und schwankend. Man wollte damals zwar eine vom Völkerbund patronisierte Sanierungsanleihe in Hohe von Lst. 12 Millionen aufnehmen, doch da man in Genf trotz allem Ent­gegenkommen die dort in ähnlichen Fällen übliche Bedingung einer Kontrolle der Staatsfinanzen aufstellte, ging die Lissa­boner Regierung von ihrem Vorhaben wieder ab.

Nun wwde mit der Leitung der Finanzen der als Professor an der Universität zu Coimbra wirkende Dr. Antonio Oliveira Salazar betraut und mit fast diktatorischen Vollmachten aus­gestattet. Wie immer man über diesen Minister politisch denken mag, sicher hat er in den drei Jahren Außerordentliches ge­leistet. Durch radikalste Kürzung bezw. Ausschaltung aller mehr oder minder unproduktiven Ausgaben, durch Sparsamkeit einerseits, andererseits mittels einer Steigerung der Einnahmen, die durch eine auf modernster Basis fußende und allen Wirt­schaftskreisen gerecht sein wollende Steuergesetzgebung bewirkt war. gelang «= ihm. den Etat «Chon im ersten Jahre seiner Amtstätigkeit, also in 1928/9, mit dem effektiven Ueber- schuß von 286 MiU. Escudos abzuschließen. Im Jahr daraut war der Ueberschuß auf 40 Mill, zusammengeechmolzen, da die durch die allgemeine Weltwirtschaftskrise bedingte Konjunktar- depression auch in Portugal überaus starke Ausfälle in den sonst sehr präzise einlaufenden Steuereinnahmen zur Folge hatte. Ueber das laufende Finanzjahr wird erst nach dem 30 Juni 1931 abschließend zu urteilen sein, doch versprechen die erst vor wenigen Tagen bekanntgegebenen statistischen Daten, daß es auch diesmal trotz der schweren wirtschaftlichen Depression wenigstens zu keinem negativen Resultat

500-0

1035

500.0

1060

38

154.2

77.1

688

220 Mill, cbm entspricht.

* IbseliluBmeldunffen. (n Halle.) Die Deutsche Celluloid-Fabrik AG in Eilenburg (AK JUL 5 Mill.) schlägt entsprechend dem Vertrage mit der I. G. Farbenin du s t rie 6 pCt. Dividende vor. (GV 30. Juni.) - (ff Ess e nj Die MilL Möller AG in M.-Gl adb ach schließt 1930 bei JiJ£ 400 000 AK mit JUL 26 448 (i. V. 38 281) Verlust. - Die Papier­spulen- und Hülsenfabrik Emil AdoUf AG m Reutlingen bezahlt, wie uns berichtet wird, aus einem nach Jt-iL 550 838 (525 846) Abschreibungen verbliebenen.Reingewinn von ^JL 222 942 (231022) wieder 10 pCt. Di v i d e n de auf JUL 2 Mill. AK Aus der Bilanz : Vorräte JUL 528 683 ( 635 6 < 6), Kasse, Beteiligungen usw. 19 885 (50443). andererseits bei ÄJL 200 000 Reserve Delkredere 166 600 (121 890), Kontokorrentgläubiger 534 957 (851729). Die Schuhfabrik 8. Wolf & Cie. AG in Stettin-Hechingen bleibt, wie man uns schreibt wieder dividendelos. Einschl. Vortrag werden JML 118 321 (59 605) Gewinn ausgewiesen, von dem JLAL ,5 000 in eine zu bildende! Sonderrücklage gelegt werden, der Rest wird vorgetragen. Aus der Bilanz: Bei JUL. 750000 AK Außenstände, Ka=se und Wechsel JUL 691000 (651 675), Kreditoren JUL 442 640 (592 992), Waren JUL 426 503 (580974)

» Bedrohtes Blusenkartell. ( Berlin.) Der Ver­band der Fabrikanten von Blusen. Kleidern usw beschloß, einen nochmaligen Versuch zur Einbeziehung der zahlreichen Außen­seiter zu machen. Sollte dieser Versuch scheitern, so will sich der Verband, der übrigens schon immer nur sehr locker war,

erfolgen.

* Besag, Paderborner Kl -Werk und Straßen­bahn AG. Bei diesem Werk, an dem das RM E mit 36 pCt. beteiligt ist, entstammt die wieder 4proz. Dividende auf 6 MiU. AK aus dem um 8 pCt. ermäßigten Ueberschuß, von dem wiederum sämtliche Unkosten vorweg abgebucht sind, so daß über die Unkostenentwicklung keine Auskunft gegeben wird. Nach Zuweisung von 0.47 (0.61) M'IL an die Er­neuerungsrücklage verbleibt als Reingewinn 0.31 (9.24) Mill. An Gesamteinnahmen werden 4.04 (3.96) gleich plus 6.72 Pvt- an Gesamtausgaben 3.26 (3.11) Mill, gleich plus 6 pCt. ausg - wiesen. Strom- und Fahrpreise erfuhren keine wesentlichen Ver­änderungen. Die Zahl der verkauften kMh stieg 12.2 pGt Erzeugung und Fremdstrombezug vom RWE auf 29.70 (20.22) Mill. kWh. wobei der Anteil der Eigenerzeugung wiederum aut etwa 7 (8) Mill. kWh zurückging. Der gesamte Anschlußwert stieg auf 20 000 (19 000) kWh; die Erhöhung der Abgabe war also wesentlich größer als die Anschlußbewegung. Bei der Straßenbahn gingen die Einnahmen um 5.1 pCt. zuruck, die Ausgaben um 0.2 pCt. In der Bilanz sind Gläubiger auf 1.13 (0.79) Mill, gewachsen, ebenfalls die Erneuerungsrucklage aut 2 20 (1.87). Werk und Bahn weisen Buchwerte von 13.32 (12.2U) Mill.. Schuldner 0.35 (0.37), Wertpapiere und Bankguthaben für die Erneuerungsreserve 0 36 (0.20) auf. Aufwertungsglaubigern von 0 82 (0.84) Mill, steht ein Aufwertungsausgleichkonto von 0.80 (0.81) MiU. gegenüber. Betei 1 i g u n g e u au Kraftver­kehrsgesellschaften stiegen auf JUL. 96 000 (91000), die Lippische El. AG bleibt dividendenlos, bei der K r a f t v e r - kehre AG Wittekind erhöhte sich der Aktienbesitz auf JUL 71 000 von insgesamt 200 000; die Sanierungsverhandlungen

500.0

1032

Anfang «lob«

11900

1620

Mal

2375

595

275

Anlang Juli

13 400 1810

Höchst- kura

25000 3800

3760

457.2

590.0

138

108

Stammkapital

Dav. begeben 414 MilL mit 25cfc Einzahlung....................

Reserven...............

Besondere Einlagen

1. Treuhand - Annunitätenkonto

2. Einlagen d.deutsch. Regierung

3. Garantiefonds der franz. Reg. Zeiteinlagen

1 Bis zu höchst 3 Monaten:

a) Zentralbanken £. eig. Rechn, bi Zentribk. f. Rechn. Dritter c) Andere Einlagen ..........

g. Von 3 bis höchst 6 Monaten a) Zentralbanken teig.Rechn, b) Zentribk. f. Rechn. Dritter Einlagen auf Sicht

Zentralbanken:

a) für eigene Rechnung

b) für Rechnung Dritter .... Gewinn, zurockgest z. Vert......

Sonstige Posten ................

B'lanesnmme

1930

61

74

76

"zu

3790*) 930

440

1929

167

177

201

545

3155 850

520

1931

88 143 133

361

Seit Mai bezw. Juli 1930 ruhte das Kalikuxengeschäft vollständig. Erst im April 1931 wurden über Nancy bzw. hausen einige Kuxe Max zu Fr. 0.30 Mill. bzw. Fr. 0.35 umgesetzt auf die Nachricht, daß die endgültige Verabschiedung des Statuts über die elsässischen Kaligruben noch im Sommer 1931 durch das Parlament vorgenommen werden soll.

To1 >s ® Tatls iKJFT

* Die BIZ Ende Mai. Vor Fälligkeit der Alliierten- schulden an Amerika. Der Mai-Ausweis der BIZ zeigt die höchsten Einlagen seit Bestehen der Bank Am meisten g^taege» eind die Einlagen der Notenbanken für Rechnung Dritter, also der Schatzämter, auf kurzfristige Termine, wad damit zusammen­hängt, daß am 15. Juni die H a 1 b j a h r e s a n n u 11 ä t der Alliierten abzuführen ist. Dadurch wird automatisch wieder ein Rückgang der Einlagen eintreten. Aber auch die Einlagen der Zentralbanken für eigene Rechnung sind ge­stiegen Neu erscheinen in der Bilanz nach dem Stattfinden der GV Reserven von schw. Fr. 3.84 Mill., die in 0.56 gesetzliche, 1.09 Dividenden- und 2.19 allgemeine Reserve zerfallen Der noch nicht verteilte Gewinn von 7.34 Mill, ist am 1. Juli fällig. Unter den Anlagen, die durchweg höhere Summen aufzeigen, sind entsprechend dem Termin der Kreditoren besonders die Zins­gelder auf kurze Frist gestiegen. Dagegen ist der Wechselbe­stand kaum erhöht

1929

Januar ...«« Februar ...«» 7»

März ,>(>> 89

Total 227

Nach den vom Minister neu eingeführten Veröffentlichungen

finanzpolitischer Daten beträgt der gegenüber den Etat vorgesehenen Einnahmen in der Zeitperiode vom Juli 1930 bis Ende Januar 1931 emgetretene faktische Ausfall rund 60 Millionen, für den jedoch durch' Kürzung von Ausgabeposten bereite ein Gegengewicht geschaffen worden ist; nach dem von Oliveira Salazar aufgestellten und bislang ausnahmslos befolgten Prinzip dürfen «die Totalausgaben die Totaleinnahmen auf keinen Fall überschreiten; die innerhalb des Etats zu Beginn errechneten Debet- und Kreditposten werden von Fall zu Fall den tatsäch­lichen Verhältnissen angepaßt In dieser Hinsicht ist die Er­klärung nicht ohne Interesse, nach der die Wiederherstellung der Ordnung auf Madeira rund 60 Millionen verschlungen haben soll, wag einer Summe entspreche, von der etwa 250.000 Arbeiter­familien Portugals ein ganzes Jahr lang hätten leben können.

Insolvenz einer Bankfirma. Bei der im heutigen II. Morgenbl. unter dieser Ueberschrift erschienenen Meldung fiel infolge eines technischen Versehens der Name der Bankfirma aus Es handelt sich um die Firma H. S. Saalfeld & Co. in Dessau, über deren Schwierigkeiten bereite im I. Morgenbl und im gestrigen Abendbl. berichtet wurde.

Insolvenz Bankfirma Laupenmühlen & Co., Berlin. SOproz. Vergleichsangebot. ( Ber­lin) Im gerichtlichen Vergleichstermin zeigte ein Status > er- bindlichkeit^ von JUL 804000 denen JUL W WO Aktiven gegenüberstehen. Hierbei sind Debitoren von JUL 909 000 nur mit JUL 270 000 und Effekten mit JUL 29 000 bewertet Ein Grundstück von JUL 191000 ist. da m gleicher Hohe belastet, nicht eingesetzt Bei einer rechnungsmäßigen Qnote von 34 3 pCt werden im Vergleichswege 30 pCt, zahlbar bis 1. 4. 1932, geboten.

* Personalien. Im Alter von 75 Jahren starb nach fast SOjähriger Zugehörigkeit zu dem Unternehmen das Vorstands­mitglied der Mechanischen Seidenweberei Viersen AG Herr Her­mann Hertz in Viersen.

Juni.. 6.75

Jut .. 6.90

Aug. | 7.

1930

151

188

212

551

670.U, 34.63 817% 356- 21035

1929

1930

1931

Kallkuxe

Höchst-

Ende 1930

Ende März

Ende Mal

(In Mill. Frs.)

kurs (April)

Anfangs 1930

Letzte Notierung

An­gebot

Nach­frage

An­gebot

Nach­frage

An­gebot

Nach­frage

Theodor \ Eugen / " Marie 1

250

1.75

145 (Mai)

0.65

080

0.60

085

0.60

040

1.75

185

087 (Juli)

045

0.25

0.40

0-275

0.40

035

Mar. Luise) Max........

150

085

0.65 (Juli)

080

0.20

080

020

030

0.25

in Mill. schw. Franken zur Parität

31.März »Io

30. Apr.

°/o

31 Mai

°l»

Aktiva

Kasse und Bankguthaben

7.2 1863

0.4

98

7.6 1028

0.4 53

8-9 133.5

Rediskontierbare Anlagen

1. Handelswechsel u. Bankakzepte

471.5

138.1

248

73

443.4

203.9

22.8

108

455.9

2104

214 9.9

Zinsgelder ^auf Zeit

8507

447

939 9

48.4

1039.0

48.9

J.Bis ku 3 Monaten...........--

2. Von 3 bis 6 Monaten..........

Andere Anlagen

128

0.7

7.4

0.4

29.7

14

1848

9.7

1883

9.7

188.4

8.9

ä Mehr als 1 Jahr..............

Sonstige Aktiva .....-............

37.8

12.6

2.0

0.6

37.6

12.6

1.9

0.6

45.9

14.2

2.1 0.7

19011

100

1943-4

100

2125.9

100