Sonntag, 11. November 1934

Abendblatt und Erste- Morgenblatt der Frankfurter Zeitung

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kräften Wegen Rohstoffmangels hätten bisher vermieden werden

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Bezirken Auktauschmöglichkeiten und damit auch Arbeit-möglich-' 1952 an dem 16jährigen LA-Mann Hant Handwerk verübte Mord

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Ter preußische M i n i st e r p r ä s i d e n t hat es a d g e l e h n l, von seinem Begnadigungsrecht Gebrauch zu machen. Reitkvger hat mit kaltblütiger Entschlossenheit das Leben eines hoffnungsvollen nationalsozialistischen Kämpfers vernichtet und weitere Menschen­leben gefährdet. Für diese Mordtaten gebührt ihm die Todesstrafe, die nunmehr vollstreckt wurde/

hat, so hat er auch dieses Verlangen nur im Interesse der Auf­rechterhaltung des Friedens gestellt. Wie richtig diese Auffassung des Saarbevollmächtigten ist, beweisen der grotzangelete Ueberfall der Emiranten und Separatisten am letzten Sonntag in Lands­weiler, der zu einem Zusammenstoß mit saarländischen Polizei» oiganen führte, und die folgenden marxistischen Demonstrationen in Saarbrücken, Neunkirchen und Saarlouis. Diese Vorgänge beweisen klar, wie hie Bereitstellung der französischen Truppen nicht etwa beruhigend wirkte, sondern die Terroristen erst recht zur Unruhe­stiftung aneizen mußte.

Dir deutsche Forderung bleibt also folgerichtig: Zurücknahme der Einmarschbereitschaft der französischen Truppen und Entfernung der Emigranten aus dem Saargebiet, deren Lebensgrundlage ohne­dies lediglich an dem vorübergehenden Bestand von Regierungs­kommission, französischer Bergwerksdirektion und Redaktionsstuben der Emigrantenpresse gebunden ist. Ueberhaupt wollen die Emi­granten mit ihrer großen Mehrheit ja nichts anderes, als das Saar­gebiet zu einer höchst gefährlichen kommuni st ischenAktions- zentrale zu machen. Sie rühmen sich selbst in Rundschreiben, Reden und Presse ihrer kulturfeindlichen Zersetzungsarbeit, die sie nicht nur im Saargebiet, nicht nur nach Deutschland, sondern nach den übrigen europäischen Kulturländern hin auszuüben willens sind. Wenn also der Saalbevollmächtigte in Rom so energisch die Forderung nach Ausweisung der Emigranten und Aufhebung der Einsatzbereitschaft der französischen Truppen gefordert hat, so bat er nur in konsequenter Verfolgung feiner in der Kaiserslauterner Rundfunkrede eindeutig dargelegten Politik einen Kampf weiter» geführt, den Deutschland berufen ist, an der Saar auch in Inter­esse des „europäischen Friedens und der abendländischen Kultur zu führen/

wählen zuzustimmen. Der Gesichtspunkt ist nicht gerade er» haben, aber durchschlagend. Kein französischer Volksvertreter ist, solange diese Bedingungen bestehen, imstande, bei seinen, Verhalten ausschließlich gemeinnützige Gründe walten zg lassen. Es sind in den letzten Jahren wiederholt Versuche gemacht worden, dem Kandidaten diese Lasten abzunehmea, um ihm eine größere inner« Unabhängigkeit zu verschaffen,' Aber die Instanz, die solche Kosten übernehmen könnte, läßt sich schwer finden, da das Parteiwesen in Frankreich äußerst locker ist und die Fraktionen im Parlament sich nur selten mit den politischen Zusammenschlüssen im Lande decken. B«, zeichnenderweise haben die Sozialisten hierin die meisten Fort­schritte gemacht, sie sind die straffste Organisation. Ihre Kan.

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Weitere politische Meldim-e« s-mie Wirtschaft" «i»d „Sport" auf Sette 8 ««d 9. |

inmitten dichtbesiedelter Stadtviertel, Fabriken inmitten gul- türgerlicher Villenorte.

Rur angesichts der furchtbaren Erbschaft schlechter A r - h e i te rh ä u s e r, die in den achtziger Jahren ohne Licht und Sonne von Spekulanten aufgesührt wurden, greift die Obrig­keit «in. In dem letzten Jahrzehnt hat die solialdemokratische Stadtverwaltung hier einen großen Wandel geschaffen, neue, moderne Häuserblocks erbaut, wo auch Proletarierkinder auf dem grünen Rasen der Spielplätze gesund aufwachsen können. Wo ein Fleck Erde ungenutzt liegt, wird bestimmt eine kleine Anlage geschaffen, ja auf einem Vorortsbahnhof hat ein unternehmender Stationsvorsteher aus dem üblichen Stein­haufen, der das Geleisende abschließt, ein reizendes Alpinum geschaffen.

Die vorige Generation kannte große Gegensätze und harte, politische Auseinandersetzung. Das B ü r g e r t u m, mit dem sich die Bauern verbündet hatten, erkämpfte sich in den letzten dreieinhalb Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts schritt­weise die Demokratie aus den Händen der konservativen Guts- besiherschicht, die bis dahin sämtliche Macht in ihren Händen bereinigt hatte. Gleichzeitig begannen die Gewerkschaften für bessere Lebensbedingungen der Arbeiter sich zu rühren. Während der zwanzig Jahre des konservativen Regimes Estrup standen die Schützenvereine der Bauern, auf die sich die damals als revolutionär angesehen« Partei der „Bauern- Itnfen" stützte, mehr als einmal dickt davor, bewaffnet nach Kopenhagen zu marschieren. Gleichzeitig begannen große Arbeitskonflikte. Und beide Streitslächen wurden abgebogen, ehe die letzte Auseinandersetzung stattgefunden hatte. Estrup trat 1894 zurück. Eine Reihe schwacher, konservativer Regie­rungen leitete über zu der ersten liberalen Bauernregierung, di« 1901 die Macht antrat. Die großen Arbeitskonflikte führ­ten 1898 zu einem großen Lockout und Streik, bei welcher Gelegenheit Arbeiter und Arbeitgeber einen Vertrag schlossen, demzufolge ein privater Scklichtungsausschuß eingesetzt wurde, aus dem die heutigen staatlichen Schlichtungsgerichtshöfe orga­nisch erwachsen sind, die weitaus die meisten Arbeitskonflikte reibungslos beilegen. Trotz der auf beiden Seiten angefachten Leidenschaften wurden die Auseinandersetzungen, die politische tote die wirtschaftliche, mit einem Friedensschluß und Kom­promiß beendet, der keine Sieger und Besiegte kannte.

Diese Lösungen sind für die ganze Entwicklung des Landes bestimmend und richtungweisend gewesen. ES wäre gegen die Tradition, einseitig einen Standpunkt bis zum bitteren Ende durchzufeckten. Die Oeffentlicbfeit verlangt gebieterisch Eini­gungen, die natürlich nur auf der Grundlage de? quid pro quo geschehen können. Solange noch Zeit ist, solange keine Entscheidung drängt, wird im Vollgefühl der eigenen Ueber- zeugung diskutiert. Muß aber eine Entscheidung getroffen werden, so kommt eine Einigung innerhalb w-niger Stunden ober Tage zustande. Ein „parlamentarischer Vergleich" wird

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geschlossen, und zwar privatim zwischen den vier Parteifüh­rern der Regierungsparteien und der Opposition, und das Parlament nimmt bann sämtliche vorher so heiß umstrittenen Gesetze en bloc an.

Diese Regierungsweise mag vernünftig sein, aber sie weckt feine Begeisterung mehr bei bet jüngeren Gene­ration. Sowohl in den Reihen der jungen Sozialdemo­kraten wie der Kommunisten wie der jungen Konservativen hört man andre Töne. DaS ist nicht mehr murrende Kritik, das ist zum Teil schon offene Empörung gegen das Reich der älteren Generation. „Als die Konservativen sich von ihrem Erstaunen erholt hatten, überhaupt junge Leute in größerer Anzahl in ihren Reihen zu erblicken", schreibt die radikale „Politiken", „mußten sie zu ihrem Schrecken feststellen, daß man hier eine ganz andre Sprache sprech, als sie sie bisher ge­kannt hatten/ Und zwar haben die Jungkonservativen, die sich ziemlich großen Zulaufs erfreuen, ein Programm ange­nommen, zu dem offenkundig der FaseiSmuS und National­sozialismus Gevatter gestanden haben. Die für die ältere Ge­neration^ so einfeucbtenbc Größe der liberalen und demokra­tischen Ideen wird hier abgelehnt.

Inwieweit aber die Jungkonservativen, die jungen So­zialisten und die über Dänemark hinausgreifenden Schrift­steller und Künstler das Land umstülpen werden, bleibt abzn- warten. Das Schicksal der zitierten „Politiken" müßte zur Warnung dienen. Dieses Blatt konnte kürzlich sein 50jähriges Bestehen feiern. In dem halben Jahrhundert hat es sich aber aus einem gefürchteten und verhaßten Fanal der Revo­lution in eine Institution verwandelt. Nicht nur seine Ver­antwortung als Regiemngsorgan hat seinen Federn die Spitzen gebrochen, sondern auch die Tatsache, daß mit dem Altern zusammen die meisten Kampffragen, für die es seiner­zeit ins Feld gezogen ist, heute gelöst sind ober nicht mehr als brennenb empfunben werben. Neue Aufgaben fehlen. Auch das „fascistische" Programm ber Jungkonservativen dürfte nicht viel mehr sein als ein schüchternes Tasten in unerforsch­ten Räumen. Diese Tendenz, die Entscheidungen abzubiegen, hat viel zur ruhigen und gediegenen wirtschaftlichen Entwick­lung des Landes beigetragen, die langsam und ohne Sprünge vonstatten geht und doch den meisten andern voraus ist, und viel zur vernünftigen Verteilung des Nationalvermögens, was auch einige Finanzabenteurer der Nachkriegszeit nicht haben verhindern können. Der Preis, den Dänemark zu zahlen gehabt hat, ist seine gediegene, gutbürgerliche Existenz selber. Man darf nicht vergessen, daß es in Zeiten, wo es um sein Dasein als Volk kämpfen mußte, Namen wie Thorwaldsen, H. C. Andersen, H. C. Örsted, Oehlenschläger, wie Grundt- vig, Kirkegaard, Edvard und Georg Brandes, Holger Drach- man und viele andere zählte, an welche heute nur noch hübsche Denkmäler in den öffentlichen Anlagen erinnern.

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Es ist daher nicht verwunderlich, daß der Parlamentarier,, wenn von Auflösung und Neuwahlen gesprochen wird, nicht nur «ns Vaterland, fonbern auch an sich selbst denkt.

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Die letzte Amtshandlung der gestürzten Regierung bestärk darin, ein Gesetz einzubringen, das den Waffenschein in Frankreich einführt. Bisher konnte sich jedermann im nächsten Waffenlaben einen Revolver ober eine Flinte kaufen. Der Ankauf eines schweren Geschützes wär« nicht ungesetzlich ge­wesen, hätte aber doch Aussehen erregt, da man in Frankreich die Schußwaffe gern im Hause hat, sei es um damit auf die ebenfalls an keine Ermächtigung gebundene Jagd zu gehen, sei es um für intime Dramen gerüstet zu sein. In einer Seitenstraße ber Champs-Elhsses gibt eS einen Schießstand, auf dem sich täglich junge Frauen unb reife Politiker ein» schießen. Man sagt uns, baß ber Anbrang zu biesern Schieß- stand durch die Krise kaum gelitten hat. Revolveranschläge auf ungetreue Geliebte ober ehebrecherische Freunde kommen vor bas Geschworenengericht, dessen Mitglieder keinen Stein in ber Brust tragen. Revolver werben hier schon im kleinsten Format, in Perlmutter oder Elfenbein eingelegt, geliefert Ihre Verwendung zu rein politischen Zwecken hat sich erst in den letzten Jahren durchgefetzt. Dabei ist die Ausstattung selbstverständlich einfacher. Gleichzeitig ist ein weiteres Gesetz eingebracht worben, bas bie Haftpflicht derjenigen ein­richtet, bie an Kundgebungen teilnehmen ober sie organisieren. Am 6. Februar sinb auch Dienstmäbchen, Gymnasiasten unb anbere Neugierig« zu Schaben gekommen. Auch bie Türfül­lungen des Marineministeriums sowie bie Bänke unb Bedürf­nisanstalten der Boulevard Saint Germain haben daran glauben müssen. Vor allem hat das Anzünden von Autobussen schnell Schul« gemacht. Dieser Betätigung soll nun dadurch «ine Grenze gesetzt werden, daß nur der einen Autobus an» zünden darf, der willens unb imstande ist, ihn zu bezahlen.

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Von Daladier hat man während der ganzen Krise kaum etwas gehört ober gesehen. Er hat einen wohlgemeinten Versuch seiner Parteifreunbe, ihn zum Fraktionsvorsitzenden zu ernennen, im Keime erstickt. Nur auf dem Parteitag in Nantes hat er seine gewaltige Stimme erhoben und unter allen Rednern bie Herzen ber Zuhörer am meisten getroffen. Dies ist um so merkwürdiger, als er gerabezu haarsträubende wirt­schaftliche unb finanzielle Theorien entwickelt hat unb von ber Währung ungefähr so gesprochen hat wie ber Schäfer Ast von der Chirurgie. Er hat bar Schwundgeld de? Herrn Silvio Gesell seinen staunenden Landsleuten als Ausweg aus der Wirtschaftskrise empfohlen unb die Ortschaft Wörgl in Oesterreich, wo dieses Schwundgeld einmal angewandt worden ist, als das Mekka des wahren Wirtschaftspropheten hingestellt. Aber die Zuhörkr haben zum Kopfschütteln kaum Zeit gefügt« den, denn sie waren durch den Umstand, daß endlich ein Mensch von dem einzig brennenden Gegenstand, nämlich von der Wirtschaftskrise sprach, so erleichtert, daß sie dem Redner eine leidenschaftliche Ovation bereiteten. Was Schwund­gelb, wenn nur enblich einer bie Stimme erhebt, um an bie geheimen Sorgen zu rühren, bie unter dem Wust parteipoliti» scher Taktik wohl unsichtbar werden können, aber nicht zu be­graben sind.

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Polen antwortet Denesch

(Drahtmeldung unseres Korrespondenten.)

Warschau, 10. Nov. Die scharfen Formulierungen gegenüber Polen, die .der tschechoslowakische Außenminister Dr. B e n e s ch in seiner Rede vor dem Prager Parlament gebraucht hat, werden in den Warschauer Recsievungskreiftn sehr ruhig ausgenommen. Man hat sich hier längst entschlossen, die Tschechoslowakei als diplomatischen Gegenspieler anzusehen, und nimmt di« Erklärung Tr. Beneschs mir als Bestätigung für die Richtigkeit dieser Auffassung in Kenntnis.

Das Pilsudski-Blatt „Kurjer Porannh" rechnet der teschechischon Politik jetzt in einer langen Antwort noch einmal alle ihre Sün­den gegenüber Polen vor, erinnert an die alten Prager Hoffnungen auf eine gemeinsame Grenze der Tschechoslowakei mit der Sowjet­union und an di« im Augenblick der polnisch-russischen Krieges von Dr. Benesch erzwungene Entscheidung für die heutige Grenzführung bei Deschen. Man muffe dem tschechoslowakischen Minister für die Offenheit seiner letzten Rede danken und könnte sich jetzt noch deut­licher miteßen, auf- welchen Ton seine vertraulichen Aeußevungen i» Paris über Polen gestimmt waren. Der konservative „Czas" findet, daß Dr. Benesch pessimistischer geworden fei als früher und meint -ironisch, wenn Polen eine Normalisierung seiner Beziehun­gen zu Deutschland versuche, so .werde -das als Verschwörung gegen den Frieden ausgegeben. Bemühe sich die Tschechoslowakei genau um dasselbe, so spreche man dagegen von einem dringenden Be­dürfnis ganz Europas, dessen Nichterfüllung im nächsten Jahre eine gefärliche Krise bringen müsse. Die Erklämngen Dr. Beneschs könne Polen ohne Befürchtungen quittieren. Tie Hoffnungen, daß Prag über Karpacharußland hin Anschluß nach Osten finden könnte, würden enttäuscht werden.

Anders urteilen die Außenpolitik«« der polnischen Oppo - ,sit io ns Parteien aller Richtungen, die ja bereits in der letz­ten Sejm-Debatte für eine Verbesserung des Verhältnisses zur Tschechoslowakei eintraten. In chven Darstellungen erscheint die Tschechoslowakei als die Vorkämpferin gegen jede Revision der Grenzen in Mittel- und Osteuropa und damit als die Vertreterin einer Linie, die auch die Warschauer Diplomatie noch weiterhin einhalten sollt«. So kommt beispielsweise der nationaldemokratische Abgeordnete Prof. Stronski in seinem Blatt dazu, di« Ver­schärfung des polnisch-tschechischen Gegensatzes lebhaft zu be­klagen und die Interessen beider Länder als vollkommen über­einstimmend hinzustellen. Aber wenn solche Stimmen auch keines­wegs vereinzelt sind, so werden jie doch auf die amtliche War­

schauer Politik gerade nach der letzten Rede von Benesch kaum Ein­fluß ausüben können.

Sehr viel nachsichtiger und milder klingt das Echo aus den polnischen Regierungskreisen auf die unfreundlichen Aeußerungen zurück, die aus dem kleinen Nachbarlande im Norden herüberkom­men. Litauen ist offenbar nach wie vor das Sorgenkind,der Warschauer Diplomatie. Jede Möglichkeit zur Wiederanknüpfung einer direkten Fühlungnahme mit Kowno wird wahrgenommen. Besonders die Wilnaer Freunde des Marschalls Pilfudski sind immer noch auf der Suche nach einer Formel, die -den litauischen Forderungen in der Grenz frage irgendwie Rechnung trägt, ohne den jetzigen territorialen Besitzstand Polens zu ändern. In einer Auseinandersetzung mit einem Organ der litauischen Klerikalen hat ■bti§ Kownoer Regierungsblatt „Lietovas Aidas" vor kurzem die Frage aufgeworfen, ob es eine Möglichkeit für den Ausgleich iber beiden Nachbarstaaten geben könnte, die Litauen ohne Schaden für seine Ehre und seine Interessen annehmen könnte und die trotz­dem auch von Polen nicht abgelehnt werden würde. Einer der führenden Männer des Wilnaer Pilfudski-Lag-ers, der frühere Ab­geordnete Okuliez, der in den letzten Jahren mehrfach persönlich die Stimmung sondierte, ist in seiner Zeitung sofort mit einer positiven Antwort zur Hand. Tie grundsätzliche Frage, so schlägt er vor, sollte in der Verstandigungssormel zunächst umgangen wer­den, damit die realen Tagesinteressen der beiden Staaten sofort zu ihrem Recht kämen, d. h. also, Litauen solle zwar nicht auf Wilna verzichten, aber zunächst einen Vertrag mit Polen ab­schließen, in dem von seinen Ansprüchen auf dieses Gebiet nicht ausdrücklich die Rede wäre. In den nichtoffiziellen Aussprachen bei letzten Jahres haben die Kownower maßgebenden Politiker Vor­schläge dieser Art immer ab gelehnt. Ihre Hoffnungen setzten sie neuerdings auf die Unterstützung der Sowjetunion und Frank­reichs, wobei die Abkühlung des polnisch-französischen Verhältnisses stark in Rechnung gestellt wurde. Aber diese Spekulationen auf die Hilfe von Großmächten, die nicht zu den unmittelbaren Nachbarn des kleinen Landes gehören und außerdem auch manche dringendere Sorgen haben, gibt der Kownower Politik offenbar doch kein rech­tes Gefühl der Sicherheit. Auch der neue Baltenbund hat die Be­schäftigung mit btn Sonderprodlemen Litauens abgelehnt. So hofft man in Warschau und in Wilna, daß im Falle einer ernsteren Ge­fahr Litauen doch noch die Bahn eines direkten Ausgleich; mit Polen beschreiten werde und will trotz der Mißerfolge aller bisherigen Versuche in dieser Richtung diesen Weg jedenfalls weiterhin offenhalten.

15 Jahre Zuchthaus

wegen Erschießung eines JungftahlhelmerS.

SE Düsseldorf, 10. Nov. In dem Prozeß gegen den Kom­munisten Josef Durgard, der im Dezember 1931 ben 18jährigen Jungstahlhelmer Kurt Schulz erschossen hat, wurde heute das Urteil gefällt. Gemäß dem Antrag des Staats­anwaltes wurde Durgard wegen Totschlags zu 15 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilt. Tas Ge­richt bat den Angeklagten, der bis zum letzten Augenblick seine Schuld ableugnete, auf Grund der sehr belastenden Zeugenaus­sagen, besonders der Aussage eines trüberen kommunistischen Ge­sinnungsgenossen, für überführt erachtet. Nur weil ihm die Ueberlegung im Augenblick der Tat nicht restlos nach- gewiesen worden konnte, wurde nicht auf die Todesstrafe, son­dern wegen Totschlags auf die Höchststrafe von 15 Jahren Zucht­haus erkannt.

Aus Frankfurt

Der Mörder de« SA-Manne« Hans Haufwerk hiugrrichtet.

— Frankfurt a. M., 10. Nov. Der Landespressedienst des Deut­schen Nachrichtenbüros meldet:

„Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, ist der wegen

Dürrste!« Aufenthalt in Rom.

Seme Forderungen: Anfhednng der framSstfche« Ginnrnrfchderettschoft nnd Ansmeisung der Emigranten.

Sb# Paris, 8. November.

Di« toiebielte Minist«rkrise war es, die wir erlebt haben? Man wagt schon gar nicht mehr nachzuzählen. Freilich war ber Schauplatz diesmal weniger großartig, um nicht zu sagen intimer als sonst. Doumergue schieb als Abschluß einer Kabinettssitzung aus dem Amte, bie große Oper der Kammer mit ihren dramatischen Aktschlüssen, ihren großen Arien und ihrem Chor der Mißvergnügten fehlte. Das ganze Schauspiel erschöpfte sich bann, baß Herriot blaß unb mübe auf bet Freitreppe bes Elysse erschien unb den Journalisten mit einer mutlosen Handbewegung verkündete, daß feine Versöhnung zustande gekommen sei. Auf ben breiten Schultern dieses Man­nes ruht eine ungeheure Last, die ber abtretenbe Doumergue ihm wahrlich nicht erleichtert hat. Gibt man ihm unb ben Seinen die Verantwortung für den Sturz ber Regierung? Jedenfalls sind genug Leute da, die dies um jeden Preis er­reichen möchten. Das Leden ist für ihn nicht leicht gewesen in den letzten Tagen. Noch am Mittwoch erklärte er in ben Wan­delgängen der Kammer, daß er schrecklich müde sei. „Ich kriege nicht genug Schlaf. Alle zehn Minuten werde ich durch das Telephon geweckt, um zu hören, toi« irgendein Jemand in un­höflichen Ausdrücken seinen Willen kundgibt, mich umzubringen. Man soll mich umbringen, aber man soll mich schlafen lassen!" Unb bie Arme zum Himmel werfend, fügte er hinzu: „Es geht wieder los genau wie früher! O Gott, wenn bas wirklich toieber losgeht! . . / Und später:- „Ich kann es nicht verstehen! Nein, ich kann wirklich nicht verstehen, warum er sich dar­auf versteift, von ber Kammer drei Budgetzwölftel haben zu wollen!" Herriot griff fid) dabei ratlos an den Kopf. Aber er war nicht der Einzige.

*

Die Rosen, in Tournefeuille sind verblüht, aber es muß trotzdem sehr schön und friedlich da unten sein. Doumergue schickt sich an, — nicht ohne noch einige Blitze zu versenden — seinen Wohnsitz in der Provinz wiederzugewinnen. Er hat Frankreich gut regiert, aber er hat keine Legende Dou- mergue zu schaffen vermocht, so wie es eine Legende Cle- menoeau, ja eine Legende PoinearS gibt. Er hat bie Arbeit eines getreuen Ekkeharb geleistet, ohne bie mythischen Umrisse einer solchen Figur gewinnen zu können. Fehlte eS an Per­sönlichkeit, ober waren bie Umftänbe nicht bebeutenb genug? Vielleicht hat man ihm einen schlechten Dienst bamit erwiesen, baß man so viel von ber Wahl zwischen Doumergue unb bem Bürgerkrieg gesprochen hat. Denn bie Gefahr eines Bürgerkrieges ist keine Wirklichkeit, besitzt keine Schicksals­macht, Clemenceau verkörperte die Parole „Sieg ober Rieb er­läge", unb Gott weiß, daß jeder Franzose die ungeheure Wahr­heit dieser Parole täglich am eigenen Leibe spürte. Selbst Pvinears wurde von der Antithese „Sanierung oder Bankerott" getragen. Auch diese Wahrheit war im Alltag greifbar. Aber der Bürgerkrieg? Das Parlament witterte, daß ber geheimnis­volle Glanz sich um diesen Mann nicht einstellen wollte, unb darum fand es den Mut, sich aufzulehnen.

*

Die Regierungen wechseln, aber bie Kammer bleibt. DaS Gespenst der Neuwahlen ist vorübergegangen unb hat die Abgeordneten mit kaltem Hauch gestreift. Es sind in diesen Kampftagen so viele Gründe gegen ein zu lockeres Auflösungs­recht im allgemeinen und gegen Neuwahlen im besonderen geltend gemacht worden, daß nur wenige dazu gelangt sind, den nächstliegenden ztt bedenken. Neuwahlen bedeuten für gut die Hälfte ber Abgeordneten den finanziellen Zusammenbruch. Kandidat zu sein unb in die Kammer gewählt zu werben, ist ein teures Vergnügen. Man muß nicht nur seinen Beruf vernachlässigen, sondern man hat auch gewaltige Aus­gaben für Werbung, Maueranschläge, Wahlagenten, Räumlich» keilen unb vor allem für große unb kleine Trinkgelder Die Kosten einer Wahl belaufen sich je nach der Lage des Wahl­kreises auf 30 000 bis 80 000 Franc. Vier Jahre Legislatur­periode reichen gerade aus, um diesen Betrag zu „amorti­sieren". Kein Wunder also, daß es den Abgeordneten schwer fällt, einem vorzeitigen Abbruch dieser Periode durch Neu»

Der wettere Rückgang der Ardettslosigkett

Von ben Mitteilungen der Reichsanftalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung über die verschiedenen Wirt­schaftszweige seien folgende Einzelheiten hervorgehoben: In der Landwirtschaft hätte das günstig« Wetter der Vor­monate bie Abwicklung ber Arbeiten in beschleunigter Form ge­stattet unb dadurch eine frühere Freisetzung ber zusätz­lichen Arbeitskräfte ermöglicht. Demgegenüber. habe die Forst­wirtschaft durch bie Aufnahme umfangreicher Fällungs- arbeiten einen BcschäftigungSausgleich geboten. Tie Beschäfti­gungslage in der Industrie b er Steine und Erden sei in den Steinbruchbetrieben im allgemeinen noch befriedigend, wenn auch in einigen Bezirken wegen AbsatzmangelL schon zur verkürzten Arbeitszeit übergegangen und Entlassungen vorge­nommen werden mußten. Für die Ziegeleien hat sich die saison- mäßige Abschwächung bereits stärker bemerkbar gemacht. Die Entwicklung des Baugewerbes sei durch starke Zu- und Abgänge an Arbeitsuchenden bei den Arbeitsämtern gekenn­zeichnet. Insgesamt nahm die Zahl der Arbeitslosen — wenn auch für bie fortgeschrittene Jahreszeit nur geringfügig — zu. Tie anteilsmäßig höchste Belastung erfuhr das Gast- und Schankwirtschaftsgewerbe, in dem im Oktober ber Rückstrom aus den Saiionstellen besonders stark eingesetzt hat. Ta die Fremdensaison in diesem Jahr infolge des guten Wetters sehr lange hat ausgedehnt werden können, drängten sich jetzt die Ent­lassungen zusammen. Günstig geblieben sei die Entwicklung im Eisenerzbergbau; die Produktionssteigerung habe weiter angehalten. Vorarbeiten für die Wiederingangsetzung weiterer Gruben im Siegerländer Bezirk seien in Angriff ge­nommen. Die langsame und stetige Aufwärtsentwicklung der Großeisenindustiie habe sich fortgesetzt. Rückgänge in einzelnen Erzeugnissen,-die in früheren Jahren um diese Zeit sich stark auswirkten, hätten sich bisher nur in geringem Umfange ge­zeigt. Auch in der weiterverarbeitenden Metallindustrie sei die Lage günstig geblieben. Tie Verbrauchsgüterinbustrie habe schon unter dem Einfluß des Weihnachtsgeschäfts gestanden und fei in all ihren Zweigen erfreulich belebt gewesen. Bei einem Auftrags­bestand, der größer sei als der Bedarf, der der gegenwärtigen Konjunktur entsprechen würde, arbeiteten bie Betriebe bet Tex­tilindustrie auf Grund der Fcherstoffoerordming mit geringen Ausnahmen 36 Stunden und darunter. Freisetzungen von Arbeit-.

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Wie im Urteil bei Schwurgerichts festgestellt worden ist, hat ‘ Nch Reitinger an zwei Ueberfällen auf Nationalsozialisten be- teiligt. Als Mitglied einer Terrorgruppe des Rotfrontkämpferbundcs hat er am 23. Juni 1932 aus einer Versammlung heimkehrend« 3 Nationalsozialisten verfolgt und ohne jede Veranlassung im Schutz« | einet großen kommunistischen Uebermacht von hinten beschossen. Obwohl et bei dieser Gelegenheit einen SA-Mann leicht und einen - Zivilisten schwer verletzte, begab er sich am Abend des 4. Juli 1932 z erneut mit einer scharf geladenen Pistole auf die Straße, um auf i Nationalsozialisten, die an diesem Abend einen Wetbeaufmatsch im ; Stabtteil Bockenheim veranstaltet hatten, Jagd zu machen Nachdem i ein Ueberfall auf drei Hitlerjungcn durch das Votbeifahren eines - Uebersallkommandos verhindert worden war, stürzten sich zahlreiche : Kommunisten unb Rcichsbannetleute unter dem Rus: „Alles vor, Nazi, druff!" auf den erst 16jährigen SA-Mann Hans Handwerk, . der iich in Begleitung seiner Bürder und eines weiteten SA-Kame» ‘ ■ taben beeilte, zu feiner im Städelshof gelegenen Wohnung zu ge» langen. Im gleichen Augenblick sprang Reitinger vor unb gab aus- nächfter Nähe fünf Schüsse auf bie vor ihm stehenden waffenlosen SA-Männer ab. Während ein Bruder des Getöteten von einem -chuß in ben Oberschenkel getroffen würbe, erhielt Hans Hand­werk einen Kopfschuß, bet noch in ber gleichen Nacht feinen Tod zur Folge hatte.

didaten toerden, wenn auch nicht vollständig, so doch weit»" i , not1 gehend dadurch entlastet, daß die Partcikasse für sie eintritt.;

, Heber ine Romreise des deutschen Saarbevollmächtigten ver­öffentlicht das Deutsche Nachrichtenbüro folgende Erklärung:

„Der Saarbevollmächtigte des Reichskanzlers, Gauleiter Bürckel, hat feinen Aufenthalt in Rom dazu benutzt, um das Seine zu einer klaren Betrachtung der gegenwärtigen Saarverhältnisse in Kreisen des Völkerbundsrates beizutragen. Mit Nachdruck hat er davgelegt, daß von deutscher Seite niemals eine Putsch- Absicht gegenüber dem Saavgebiet bestanden hat und daß eine solche auch gar nicht bestehen kann, da bei dem teilt deutschen Charakter der Saarbevölkerung übet 'den Ausgang der Volks­abstimmung kein Zweifel auf ideutscher Seite vorhanden fft. Der Gedanke an einen Putsch deutscherseits wäre ein unbegreiflicher Wahnsinn. 2Benn Saarbevollmächtigte das bekannte Verbot für die SA und SS im Saatgebiet erlassen hat, so stellt« er damit, wie er das in seinem Aufruf ausdrücklich batgeleot hat, nach all 'den früheren bündigen Anweisungen von Partei und Regierung vor aller Wett erneut unwiderleglich unter Beweis, wie Deutsch- land bei dem ihm ausgezmungenen Saarabstimmungskampf für die Aufrechterhaltung des europäischen Friedens kämpft. Ganz abge­sehen von der rechtlichen Seite 'des Problems kannte die Haltung der Deutschen innerhalb und außerhalb der Saavgebietes einen französischen Aufmarsch an der Saargrenze also keinesfalls recht- fertigen.

Dagegen bilden einen ständigen UnruheHevd bie Emigran­ten, die — was einwandfrei bewiesen ist — unter ben Augen ber Regierungskommission und mit Unterstützung. der französischen Bergwerködirektion geradezu zum Bandenkrieg ausgÄiüibet werden. Wenn der Saarbevollmächtiote nun in Rom entschieden die Aus­weisung der Emigranten aus dem Saavgebiet gefovdert

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(55om unserem Pariser Korrespondenten.)

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19S4- 60 668; Sonntagsauflage: 78 850. ketten für ältere Angestellte geschaffen.

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können. — Die Arbeitslosigkeit in den A n g e st e l l t e n - Schwurgericht Frankfurt a. M. zum Tode und dauernden Verlust berufen sei im Berichtemonat wiederum zurückgegangen Wenn der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilte Josef Reitinger am auch vornehmlich jüngere Kräfte gefragt würden, so habe doch das 10. November auf dem Hofe des Gefängnisses in Frankfurt a. M.-

Herr von Popen über seine Mission.

(Drahtmeldung unseres Korrespondenten.)

WJ Wie«, 10. Nov. Gestern abend war Gesandter von Papen ©oft auf einem Bierabend, der von der „Vereinigung der reichS- deutschen Prefleberichterftatter" veranstaltet worden war. In einer kurzen Ansprache betonte er, daß er gute Hoffnung habe, daß die Verständigung zwischen Oesterreich unb Deutschland weitere Fortschritte mache. Er beurteile diese Frage durchaus opti­mistisch; seine Mission sei, was er ja schon oft betont habe, eine durchaus friedliche. Er sei überzeugt davon, daß alle Schwierig­keiten und Hindernisse, die sich einer Versöhnung zwischen ben beiden Staaten in den Weg stellen, bald überwunden sein werden. ES seien Verhandlungen im Gange. Der Anschluß sei kein aktuelles Problem; es komme vor allem auf ben geistig-kulturellen Zusammenschluß aller Deutschen an.

Im Augenblick handle es sich vor allem um gewisse wirt­schaftliche Frag e n, so insbesondere solche, bie einer Ver­besserung ber Handelsbeziehungen und des gegenseitigen Waren­austausches bienen. Als erstes Ergebnis dieser Derhandlungen sei ein Kompensationsgeschäft zu erwähnen, das die Lieferung von 1400. Waggons steirischer Aepfel gegen Ruhrkohle vorsehe. Er sei überzeugt, daß auch bald die Zeitungen gegenseitig frei- gegeben und wieder zugelassen werden. Den römischen Pakt hält Herr von Papen für eine rein wirtschaftliche Abmachung.

Die Frage des Schutzes ber deutschen Minderheiten sei rein kulturell; Deutschland strebe keine politische, sondern eine geiftige Verbindung mit den deutschen Minderheiten an. Es wolle mit ihnen in geistigem Kontakt bleiben, doch sollen sie treue Bürger ihrer Staaten sein.

Auf die Frage nach der Tausendmarksperre antwortete Herr von Papen, die Lösung dieser Frage hänge von Umständen'ab. Zum Schluß wiederholte der deutsche Gesandte bie in letzter Zeit von beutscher Seite schon oft gegebene Erklärung, daß Deutsch­land mit ben österreichischen Emigranten in Südslawien nicht« zu tun habe. Dies sei ausschließlich eine Angelegenheit zwischen Oesterreich und Südslawien. Aehnlich hat sich Herr von Popen «ich vor dem englisch-amerikanischen Presseverein in Wien ge­äußert.