Donnerstag, Avril 1910

Wegrürröst vsÄ K^spokö SorrrreMarrn.

auf-

Deutsches Reich.

Lekretär nur gefragt hätte, ob Rooscvel

nicht.

in eine Methodistenkirche gehen würde oder

.rqprtter gehört weraen, ihr GutaHten gebunden

daß er Roosevelts

KoolevelL in Hom.

A Rom, 6. April, 6.20 N. (Priv.-Tel.) Roosevelt empfing heute Morgen den Großmeister der offiziellen italie­nischen Freimaurerei Ferrari und beglückwünschte ihn, weil an der Spitze der Stadt Rom. ein - so hervorragender Freimaurer wie Nathan stünde. Dann frühstückte er mit dem Historiker Guglielmo F e r r e r o. Nachmittags fand ihm zu Ehren ein Empfang in den kapitolinischen Museen statt, dem ein Festbankett seitens der Stadt folgte.

Kardinal Mcrry del Val gab .heute Vertretern dec „Times" und des „Star" in Cincinnati eine Erklärung ab.

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Regierung dazu sagen wird. A nachdem wird man mit dem Sdhlich der Session Ende Mai oder Mitte 5 u n i rech­nen tonnen.

. Länger wird.auch der Reichstag, der erst am 12. April wieder zusammentritt, kaum zusammenbleiben. Er hat unter vorläufigem Verzicht auf langatmige Erörterung einiger Dutzend Resolutionen die Etatsberatung zeitig beendet und hat'nun die Ausgabe, einige Gesetzentwürfe, vorwiegend so­zialpolitischen -Inhalts, deren Äommissionsberatung beendet ist oder dem Ende nahe, ist, zu verabschieden und andere, vor i allan die.Reichsversicherungsordnung für die Kommissionsberatung aufzumachen. Eine Verabschiedung die­ses umfangreichen Werkes noch in dieser Session ist ausge­schlossen; man kann zufrieden sein, wenn die Kommission ihre Tätigkeit so beschleunigt, daß das Plenum sich im Winter wieder mit der Sache beschäftigen kann. Novelle zur Gewerbe­ordnung, Hausarbeits- und Stellenvermittlergesch, Arbeits­kammergesetz, Strafprozeßresorm, Strafgesetzbuchnovelle, das sind die Fragen, mit denen sich der Reichstag in dem letzten Abschnitt dieser Session zu besassen haben wird. Es ist an- zunebmen, daß er bis Pfingsten mit diesem. Pensum räumt uns dann bis z u in Herbst vertagt wir 0.

auf, indem er zur Rechtfertigung der Bewtlltgungsbesugms des Bürgermeisters ausführte, dte Stadt müsse ein Mittel in der ■ Hand haben, um gegen unanständige Elemente ein- zuschreiten, usw. "

Nun hätte fa Herr Blumenthal mit viel größerem Reust sagen können, jenes Privileg des Bürgermeisters sei gar nichts Neues, denn es sei schon im alten Regulativ vorgesehen, wo cs nut an die nicht ausschlaggebende beratende Stimme.des Orts­schulvorstands und . Kreisschulinspektors geknüpft war. Statt dessen ließ aber Herr Blumenthal, erkennen,, daß die Motive seines Handelns die wenig erfreulichen Erfahrungen waren, die-er persönlich mit der Colmarer Lehrerschaft gemacht hat. Es ist unter solchen Lmständcn natürlich nicht verwunderlich, daß seine politischen und kommunalen Gegner jetzt das Gefühl haben und es auch ausdrücken, daß es dem Bürgermeister weni­ger.um die Erweiterung des Einflusses der Stadtverwaltung auf die Ernennung und Heranziehung ihr genehmer Lehr­kräfte zu tun sei, als vielmehr darum, em Mittel in die Hand zu bekomm.n. um sich selbst unb der Gemeinde eine an sich nicht bestehende Disziplinargewalt gegen politisch oder so-pstwie-unbequeme Lehrer zu verschaffen. Diesen Borwurf mußte Herr ^Blumenihal voraussehen, und -wir hätten schon-deshalb gewünscht, daß er in der Begründung feiner Vorlage weniger ausfallend gegen die Lehrer gewesen wäre, obwohl wir mcht alles verteidigen wollest was Lehrcr- Korrefpondenten in der Anti-Blumeisthal-Presse geschrieben.

Iranzöstsches Parlament

y Paris, 6. April, 4.55 N. (Priv.-Tel.) In der heutigen kurzen Sitzung, der Kammer erklärte Justizminister Bar- t hou auf eine Anfrage Les Nationalisten-B e r r h, er lasse Erhebungen über'die gegenwärtige Steigerung des Zucker- preises anstellen. Da jedoch von den Interessenten bisher kein Strafantrag vorliege, wäre cs verfrüht zu behaupten, das; die jetzige Hausse eine, Folge unlauterer Spekulationen sei. Die Kammer vertagte sich dann in Erwartung des Ab­schlusses der. Budgetdebatte im Senat bis morgen.

Paris, 6. April. (28. B.) Der Senat stimmte während der heutigen Berätung des Finan-gcsetzcs der B c st c u e r it n g ausländ ischer- Automobile während einer Reise in Frankreich zu, doch wurde die von der Kammer auf einen Monat festgesetzte 'steuerfreie Frist auf vier Monate bemessen.

Ir. »5. Zweites Morgenbtstt.

■ AbonBcmentBpreis

haben.

5 Aber wir halten den Passus der Vorlage auch an sich für bedenklich, der das alte Privileg des Bürgermeisters noch fester verankert, als dies im aufgeschobenen . Regulativ der Fall war. In das Verhältnis von Beamten zum Staat,!von Lehreim zum Staat oder zur Gemeinde soll keine Willkürlichkeit getragen werden, weil sich gerade aus den besonderen Verpflich­tungen der Beamten und Lehrer dem Staate und der Gemeinde gegenüber leicht die Neigung der letzteren ergibt, das Abflän- gigkeiisverhältnis auch für die politische oder -Gewissensüber- zeuaung in Anspruch zu nehmen, die auch für die, „Staats­diener" frei fein soll. Wenigstens nach demokratischer An- schauung! Herr Blumenthal selbst hat bei der-Beratung des Lchrerbcsoldungsgesetzes in der letzten Session des Landesaus- schuffes außerordentlich scharf gegen die Bestimmung des Gc- , setzes gesprochen, nach der „ein Rechtsanspruch auf die Dienst- alterszulage" nicht besteht, und er führte zur Begründung das Bedenken "ins Feld, daß sich damit der Staat ein außergesetz- lichcs Disziplinarmittel gegen mißliebige Lehrer schaffe. 'Nun hat feine Verwaltung für die Gemeinde dasselbe bedenkliche Recht in Anspruch genommen, das deshalb zu ver- werfen.ist.. weil.cs.für. eine.korrupte Verwaltung (sei es Staat 'aber Stadls geradezu eine Versuchung bildet, gegen unoe- aueme (nicht etwa gegen untüchtige) Elemente der Bcamten- - bezw. Lehrerschaft cinzuschrciten. Der Bürge r in eister Blumenchal darf sich nicht mundern, wenn hier dte Reden des Abgeordneten Blumenthal al§ demokratische Zeugnisse zitiert werden!

. Helsingfors, 6. April. (W. B.) In der heutigen Sitzung des Landtages charakterisierte der Sozialdemokrat Jrjo Mi ckclin in ungewöhnlich scharfer Rede den Gesetz­entwurf über Fin. land als eine S t aa t s u m :d A 1 • zung. Der Redner verlangte Ueberweisung der Vorlage, ob­gleich sie sofort abgclehnt werden müßte, an eine Kommission, damit diese auf den ungesetzlichen Charakter der Vorlage. Hin­weise. Der Abgeordnete Daniels.en kritisierte d-.e Vor-

«Scmeinye und Lehrer. -W-

L Straffburg, ö. April. An die kürzliche ReuregelunUcher GehaltsverhAtnifse der Colmarer Lehrerschaft und des nisfts der Gemeinde zu den Lehrern haben sich lebhafte Eite­rungen geknüpft, die einige kritische und in mancher Beziehung auch aufllSpendp. Worte rechtfertigen. Nach dem Landesgcsctz betr. die Lehrerbcsoldung vom Jahre 1909 besteht das Gehalt der Äihrer aus Grundgehalt und Dienftalterszu- .lagen. Auf letztere hat der Lehrer, wie das Gesetz sich aus- - drückt, „keinen Rechtsanspruch". Das Grundgehalt wird ston - den Gemeinden bezahlt, während die Dienstalt.erszulagen von - den -Gemeinden vorgefchösftn und hernach vom Staate ersetzt werden. Reben fliesen Beträgen können die Gemeinden Orts­zulagen gewähren; regelniäßig geschieht dies in größeren MNdgemeindeN unb in den Städten, teils weil diese ein Ich tereffe daran haben, durch gute Besoldung tüchtige Lehrkräfte ‘ ayzWehen, teils, weil die teureren, Lebensbcdingungen gegen­über dem Lande ein höheres Einkommen fordern. Auch die Stadt C o l m a r gewährte bis zum 1. April d. I. Ortszulagen und zwar nach einem nachDienstaltersstufen ausgestellte^ Regu­lativ. Darin war ebenso wie im Gesetz ausdrücklich »er,' „Rechtsanspruch" auf. die- Zulage verneint; diese syllte vielmehr von der B e w i l l i g ti n g d c s Bürgermeisters abhän- ,gen; indessen sollte im-Falle der Nichtdewilligung bet. örti» . s.chulvorftand und der Kreisschulinspektor gehört werden, oiM daß jedoch der Bürgermeister an ihr Gutachten gebunden waG

Rach dem letzten Lehrerbesoldungsgesetz (1909) erwies ft® nun für Colmar eine Aenderung des OrlszUlc^enregulatiW l deshalb als notwendig, weil in einigen Fällen schon die M sehlichen Sätze höher waren, als die Sätze des? RegulativL Anstatt einer anpaffenöcii Aenderung beschloß aber der Eod " mättt Gemeindcrat aus Vorschlag des Bürgermeisters Blu- sipenthal, das 'Regulativ als Ganzes aufzuheben, die zur - Zeit, angestellten Lehrer, .im Genuß der ihnen nach, dem alten - Regulativ bei ihrer Llststeilung in Aussicht gestellten Drtszu- Mzu loMi,.iwd.'.den.Bürgermeister zu erinächtigen^ne« an-.^

-nden Lehrer» OrtÄulagest bis zur Höhe her Sätze bBff aufgehobenen -ZkMlatioS: W bewilligen. Daneben wurde eine einmalige Teuerungszulage von 50 bczw. 100 Mark neben der - Ortszulage beschlossen." ° .

. .Diese Vorschläge.standen im Gemeinderat eine zwar nicht vielköpfige, aber ziemlich heftige Gegnerschaft, wobei das Be- Merkenswerts mar, daß . sich unter den Gegnern neben den .demokratischen Separatisten der Fraktion^ Blumenthal auch ein ^Klerikaler, derMMtsgnwa.lt Dr. Klein, befand, obwohl '• hetountkich Sie Eylmaxer Gemeindeverwaltung im Il.er.tkal- ' dtsH^kraiischeii Gtzvernehmen ihre parlamentarische Stütze- .' finbet. Ueber das Wesewder Vorlage herrschte offenbar in der' fS^ichg die grichtc WWar^iit; es wär auch säum möglich, aus den/-seither «rschiey«k» Berichten und Kritiken den Kern so -Hhrältszüschälenl 'wiei dies oben , auf-Grund von Zusormatiouen geschehen konnte. - Aus der Mitte des Kollegiums wurde über verspätete HerstellMq der Vorlage Klage geführt. Schon wegen -brr ttnftarlKit war her von der Minderheit des Gemeinderats ■ gestellte Verla g n n gsantrag berechtigt. Zn der Sfferit- * lichcn Kritik aber, die. sich später in der Presse und in Lchrer- ' verfammlüngen bemerkbar' machte, scheint weniger das Tat­sächliche der Vorlage, .als vielmehr die Art der Begrün- sdung durch "Bürgermeister Blumenthal als Unrecht empfun- . den worden zu sein. Dieser hatte bereits in einer Landcsaus- schußsitzung vor Dstern über, die Preßangriffc Colmarer Lehrer auf. die Stadtverivollung Klage geführt und deutlich genug merken lassen, daß den. Lehrern nach seiner Anschauung aus

dem Verhältnis zur zahlenden Gemeinde eine Pflicht der Zu­rückhaltung- erwachse. Zn der entscheidenden Gemeinderats­sitzung nahm nun' Herr Blumenthal fliesen Gedanken wieder ' ‘ ' zur Rechtfertigung der Bewilligungsbefugnis des - ausführte, dte Stadt müsse, cin Mittel in der

Der Sekretär habe'geantwortet, daß er für feine Person dies nicht erklären könne. Der Staatssekretär schloß, er habe Roosevelt lediglich darum gebeten, aus Höflichkeit gegen den Papst die Methodisteniirche nicht zu besuchen, ohne jedoch damit im Geringsten das Recht und Freiheit eines amerikani­schen Bürgers beschränken zu wollen. Diese Erklärung dürste Wohl nicht unerwidert bleiben. Roosevelt ließ die Ver­treter der Presse bitten, ihn drei Tage nach der heule Abend erfolgenden Abreise in Ruhe zu lassen.

A Rom, 6. April, 8.35 N. (Priv.-Tel.) Der „Offcrvatore Romano" bringt die schon gemeldete Erklärung M e r r v bet Vals ausführlicher und fügt hinzu, daß die Methodisten- kirche kein akatholischeS Milieu in Rom darstelle, wie die ande­ren. sondern ein Herd des Papsthasses sei, der shstemätisch mit den gemeinsten italienischen antipäpstlichen Elementen verbün­det .sei. (Gemeint ist damit hauptsächlich das sozialistische Witzblatt „Asino". . D. Red.) Ter Vatikan mutzte, fürchten, daß Roosevelt in gutem Glauben mit'diesem Methodistenzen­trum in Berührung kommen würde. Als Roosevelt kate­gorisch alle Bedingungen ablchntc, gab er- indirekt die Mög­lichkeit der Vollziehung eines Aktes zu, dec eilte Beleidigung des Papstes gewesen wäre. .

bannt beginnt her zweite Abschnitt unserer parlamentarischen Saison. Das Abgeordneteichaus hat noch reichlich zu tun, denn es ist-durch die Vorwegnahme der Wahlreform mit der Etatsberatnng nrg im Rückstände geblieben. Gerade die beiden wichtigsten Etats, - der E i s e n b a h n e t a t und der Kultusetat, bei denen die politische Erörterung am ausgiebigsten zu fein pflegt, stehen noch aus Diese Beratung wird noch geraume Zeit in Anspruch nehmen und nur unter- brachen werden, un; die S e k u n d ä rb a h n oo rl a g e, deren Einbringung jeden Tag M erwarten ist, zur ersten Le- fuug zu stellen und die zweite Abstimmung über die Wa h.l- r ech ts v o ringe vorzunehmen. Andere zeitraubende Vor­lagen stehen nicht in. Aussicht. Etat und Wahlrechtsvorlage werden die Dauer der Session bestimmen. Die Meinung, daß die Beschlüsse, welche das Abgeordnetenhaus in dritter Lesung zur Wahlrechtsfrage gefaßt hat, in der vierten Lesung am Ist. April geändert werden sollten, um dem Herrenhause eine Vorlage zu unterbreiten, der auch mittelparteilichc Abgeord­nete zustimmien, dürfte sich nicht bestätigen. Es erscheint prak­tischer, die Berständiguitgsversuche dem Herrenhause zu über­lassen und zunächst dessen Beschlüsse abzuwarten. Ein wieder- holtes Hin- unb Herwandern einer so wichtigen Vorlage zwi­schen den beiden Häusern des Landtags verbietet sich von selbst. Es wird sich voraussichtlich nur darum handeln, ob das Abgeordnetenhaus der Vorlage in der Fassung, die ihr das Herrenhaus geben wird, zustimmcn und was dann die

Verein für Schnlrefdrm.

r Wiesbaden, 3. April. Ter Verein für Schulreform hielt hier am Samstag und Sonntag seine 20. Generalver­sammlung unter Vorsitz des Kommerzienrats Landtagsabgc- ordneter Vorst er-Köln ab. Die Zahl der Reformschulen beträgt in Preußen, wie Prof. Lentz-Danzig in feinem Jahresbericht mittelste,. 106, in Deutschland .135. Sechs davon enthalten cin Gymnasi n und ein Realgymna- f sich);. 33 Reformschulen waren gymnasialen Charakters,^ 108 E realgymnasialen. 77 waren mit Realschule oder Oberreylschule verbunden, auch diese gestatteten also ihren Schülern die . Mahl unter verschiedenen BildUngswescn. Für das nächste Schuljahr sind etwa fünfzehn neue Reformsmulen zu erwar­t' . ttn.- Der Jahresbericht stellt unter lebhafter Zustimmung der

. Anwesenden folgende Forderungen auf:

; . r ’l. Im Lebrplan der Reformgymnasiell ist auf U II bis - U I die 3. Geschichtssiunde herzustellen. 2. Das lateinische | Extemporale in der Reifeprüfung der Gvmnasien ist zu be- tettiflen. 3. Es ist tunlichst überall die Wahl zwischen ver­schiedenen Bildungswcgen zu schaffen. 4. Tic Gleichberechti- .. äung der drei höheren Schulen ist ganz durchzuführen. 5.

£ Där ungeteilte Unterricht (nur am Vormittage) ist zn emp- fehlen und auf fünf Zeitstunden zu beschränken. 6. Die & hfistSliche Arbeitszeit für die laufenden Schulausgaben soll­t' , Ä4--Stunden auch aus der Oberstufe nicht Überschreiten. 7.

- Die Errichtung besonderer Professuren für Pädagogik an beit' Uhiderfitäten ist anzustrebeii. 8. Alle das Wesen des Schülers ■ beeinflussenden Umstände sind auf Personalbogen feschtlstellcn„ t 9, Jeder Schüler ist einem Lehrer als Pflegling zu, über» • - gsben. 10. Die Versuche rheinländischer Schulen, die Schüler - ztzr Aufrechterhaltung der Ordnung in der Schule heranzu- ■ ziehen, find zu begrützen und weiter auszudehnen. 11. Die^ gtt erwartende Neuordnung der Dienstvorschriften für Direk- tat-en und Lehrer soll den Lehrern einen Einfluß auf die

• Gesetzgebung in der Schule sichern und den bewährtest Leh- U • reyt eine gewiffe Selbständigkeit gewährleisten. 12. Dte nach den neuen Lehrplänen arbeitenden preußischen Mittelschulen

. sollen die Berechtigung erhalten, Reifezeugnisse für die Lertia f ■ ier" Realschulen und Reformschulen auszustellen. .13. Die K o edukation ist grundsätzlich abzulehiten, für ' kleine Städte ohne Studienanstalt oder Lchrerinnenseminar aus- - iiftymsweise zuzulasfen.

I -Abg. Pros. Eickhoff- Remscheid bedauert die Lässigkeit her. Regierung in her Frage der Reformschule; von den 106 Unstalien sind 87 städtisch, aber nur 19 staatlich. Er ' sstllt zur Frage der Koedukation folgenden Antrag, den die Versammlung gegen zwei Stimmen annimmt:- „Die Hauptversammlung bedauert aufs lebhafteste die ablehnende .Haltung der preußischen Unterrichtsverwaltung gegenüber dem ; gemeinsamen Unterricht in seiner beschränkten Form und in . besonderen Ausnahmefällen. Sie hält diesen Unterricht in den ■ ffeineren unb mittleren Städten, in denen die Einrichtung ‘ von Studienanstaltcn und Lyceen schon an her Kostrnfrage ; scheitern muß. nach wie vor für das geeignetste Mittel, um dte Bildungsbedürfnisse zahlreicher Töckster des Bürgerstandes in ■ ausreichendem Maße zu befridigen." -An der Debatte- beteil-ia- • ten sich Hofrat Treutlein-KarlÄiuhe, Direktor Schwarz-Lübeck, f Direktor Altendors-Mainz, die nm bestätigen konnten, daß ■ bei ihnen mit der Koedukation gute Resultate erzielt worden Prof. Eickhoff meist auf di« Inkonsequenz der Regierung hiw, die z. B. Bei den beut) ch.e n A u ilu ndss ch u I c n den gemeinsame»- Unterricht eingsWhrt hqi. - ..

e ck ---Oberlehrer Dr. W c i m e r« MeKhaden sprach über das i Uema „Der'Zeitgeist und fein Ginfluß auf unsere Jugend".

Mr Redner führte etwa fofgendcs aus: Sicherlich hängt der Geist einer Zeit eng zusammen mit ihren ^Errungenschaften.

: Die unsrige ist reich an großen Erfolgen auf dem Gebiete der Wissenschaft, der Technik, des Handels und der Industrie.- ' Diese Fortschritte Haden ein sto^cs Krastbewußtsein in ups geweckt, das auch der Jugend -nicht ftrcmd geblieben ist. 8c-- geifterung für deutsches Wesen läßt sich daher bei ihr unschwer Mecken? Aber mit dem materiellen Aufschwung unsers» Volkes ist auch die Wertschätzung der materiellen Ost-‘ t e r gefitegen. Reichtum und Macht -weichen angebetetts i betin | - - mit ihrer Hilfe kann man am besten den Sinnenaenuß, das - wahre Ideal der großen Masse befriedigen. Auch die ZstAestdi wird von diesem Geiste angesteckt. Die Eltern führen rhpe

. Kinder ost zu Vergnügungen, von denen sie besser verschont . Hieben. Das erschwert natürlich die Erziehung zur Arbeit, sä die ethische Erziehung überhaupt. In der schwierigsten i, ° Lage befinden sich die Religionslehrer. Auch ein mit der Zeit fortgeschrittener und dabei von heiligstem Eifer er-' füllter Lehrer kann in unsere antireligiöse Zeit auf dauernd unfl allgemein befriedigende Resultate nicht rechnen. Wir be-° sstiden uns in einer schwierigen Uebergangsepoche. Aitüber- lieferte geistige und sittliche Werte werde angeziociselt, dsc Bande der Ehrfurcht und Autorität lockern sich. Das Neue eher hat noch keine bestimmte, entwicklungsfähige Form ge­

sundem Auch die hellte vielfach übliche,^ verweichÄhende, häusliche Erziehung hilft die Bande der Ehrfurcht...Mb des Gehorsams lösen. Besonders die M ütt e r müßten'im Er- ziehungsgeschätt bestimmter und konsequenter fein. Der Vor­tragende hoffst daß die Frauenbewegung, die die Frau in den Kamps des Lebens stellt, in dieser Beziehung ,egensteich auf den weiblichen.Charakter einwirten werde. Nachdem er dann 'noch die starke Verbreitung der Schmutz- und Schund­literatur berührt statte, schloß der Vortragende mit einem Hinweis auf. Has Anwachsen größeren K u n st v c r st änd- nisie5 im Volk und dte Vorliebe unserer Generation für den Sp o r t als erfreuliche und sörderungswürdize. Aeußerun­gen des Zeitgeistes.- .

Direktor Dr. Walter-Frankfurt a. M/bemerkte zu dem Vortrag, daß die Lehrer mehr als Erzieher auf die Jugend eihtbkfen möchten. Dazu aber fei nötig, daß Staat und Kom­mune die Lehrer entlasten. Ein engerer Verkehr zwischen Lehrer und Elternhaus sei wünschenswert. Auch für die- Ein­gliederung des bürgerkuMichen Unterrichts an'den höheren Schulen sprach man sich aus.

Feuilleton

Skttlogischer Aschvers der Klstsvewa«Wast.

yebcr wichkige serologische Forschungs-ergebn-iffe (also "solche bezüglich bSS’ 'Serums, fl. h. der flüssigen Substauz des 'BluteS) berichte: ,bci bekannte Serolage Prof. Freiherr v. 'Düngern aus dem Ärebsinstitut in Seidelberg. Er bat

! Nun, und jener karierte Topf hier ganz in unserer Nähe? I |. Er ist zwar nur aus dürrem Stroh, aber er bewegt sich, • ; schwebt, entschleiert sich, urrd ein lächelndes Auge begrüßt dich so, frühlingSmätzig-warm und sollnenhaft, daß du nicht um«

. hin kannst, zum Topfgucker zu werden. Vorsicht, alter Grieche; ' ich inerte, du bist schon, zum Sturnr geneigt. Wir modernen .' Menschen vpn heute tun das ober .nicht. Wir freuen un«, . dee Freude zu. begegnen, wir grützen sie, ob sic uns unter einem smaragdgrünen oher blütenweitzen Sonnenschein am>

. lacht, mir sehen he« Tauben, zu, die uns umflattern, und .fasse:? dankbar den ersten Sprengwagen ins Auge, der soebsn , voruberwöllt. Mit einem Wort:- wir lassen das Leben auf "uns wirken. Oder. iy:e eö ein deutscher Dichter ausdrückt:

„Srft toeiut bu ganz von jedem Zweck genesen ' - , - Und nichts mehr wissen willst als deine Triebe

Enthüllt sich, dir das wahre Wesen

• Der großen Torheit und der großen Liebe.

: . Hast du. deinen türftschcu Kaffee ausgetrunken? Papa, ich weiß, anno dazumal war es besser. Dazumal soll über« . Haupt so Vieles besser gewesen sein. Sieht man's näher alt, .. so findet sich, daß. alles das, worauf es letzten Endes an- lommt, beim Alten geblieben ist. Der blaue Himmel über . dir, die drängende Hnosstinluft ringsum, und ein klingender Vogel ton von irgendwoher. Die Neuzeit macht auf ihre Art Munk dazu, ein Sausen und Summen kommt über die Dächer einher in schweren Akkorden, und totr wissen, datz diese Töne der.unverdroffenen- Arbeit unser Leben begleiten von Aui- " pang zu Niedergang. Sie sind die Grundmelodie. Wer " Obre» bat zu hören, der vernimmt aber auch die goldenen - Ebertöne, gerade an solchem Freudentage wie heut vernimmt -er sie. Sie klingen daun noch einmal so bell, als sie in euren - Tagen geklungen haben, mein ehrwürdige^ Freund.

Willst du mit mir in die Elektrische steigen'( Einmal dir neue Tonart unseres Lebens probieren? Nicht? Schade. Ich . wollte dick zu unsern Brunnen führen, die rauschen und springen heute unt die Wette. Klares Bergwasser, das unsere alle Alpenstadt durchpulst mit nimmermüdem Gesang. Wer seine Stirn an ihm genetzt hat, der ist dieser Stadt verfallen aus.«teig. Dach ich vergeffe, du bist sa bier sowieso lest an- gestcllt. Tu mutzt in dein gemaltes Heldenleben zurück, dort im Schatten der Arkaden und der ktasiischcu Pergangenbeit. Fahr' tvoh-,. mein Theodoros! Tie Götter Griechenlands mögen dich geleiten, fahr' wohl ...

3« Münchener Hvfgarte«.

Bon Eugen Kalkschmidt.

Wenn ich ein lyrischer Dichter wäre unb nicht ein geringer Zeitungsschreiber, so würde ich heute, an diesem wundervollen Frühlingstage, ganz gewiß unseren guten alten tz o fga r t c n besingen, daß selbst die heroischen Hexameter des weiland . Königs Ludwig unter ihren Jdeallandschaften- erbleiche i; mütz- , i n. Hub zu den aufgeregten griechischen FreiheitHekdchi, utttert den Arkaden würde ich sagen: Kinder, seid friedlich,'-ünd, tretet mal heraus in unsere nordische Alpensonne. Ihr habt siftänge erbärmlich gefroren, dort im Schatten eurer rühm» l Würdigen Vergangenheit. - Nun laßt euch geruhig die Soiine ailft den Rücken scheinen. Kommt, ich lade euch zu einer Tasse türkischen Kaffees unter di-.- Kastanien dieses unseres Hof» garte#* ein. _ >

Niemand wird leugnen, datz es schön ist, für die Freiheit -$!' sterben. Unter diesem blauen Sommerhimmel zu lebeti Md eine Stunde im Schatten dieser kahlen Bäume zu säumen, ist zwar ganz etwas anderes, aber es ist auch nicht übel. Wie? ftsicke nicht deinen Sacras, ob mein Freund Theodoros! Schau hinauf unb steh, wie die glänzenden Knospen platzen. Sie sind auch Kämpfer auf ihre Art, Borkämpfer des Frühlings, -der heute siegreich durch die hohen Lüfte zieht. Auf weitzen- 'Faderwolken saust er einher und lacht und glaubt cs nicht, Datz-die guten Münchner noch vor- wenig Tagen über gewaltige ^Schneewehen turnen u:utzten, statt der Rollschuhe Schneereiferi. an h.-n Fntzen; oder doch wenigstens Galoschen. Tu willst das 'tzsiht wahr haben, mein Freund und.Heldenvater 's Glaube pir, in Griechenland schwindel:, man noch ganz andere. Er­eignisse zusamin-cn, wenn inen ernstlich will.

Ich aber will dir nur zeigen, wie wohl es unsereinem ist, wen-n er wieder einen Streifen grünen Rasens zur Augen- - weide hat, mir Krokusblütcn und Leberblümchen besät, und

sich zusammen, mit Dp. Hi rschfc Id mit der Frage be­schäftigt, wie nc:t:be8. Individuum. serologisch charakterisieren ' sonnte. 2s tietzeft siüi xrofogisch verschiedene Bestandteile ist Vlmtörverche» feststellcn, von denen jeder nur bei

den., geschorene,! Fliederhecken warm beschützt. Hinter der Pavkmauer meines Schlaffes lagert noch der Schnee, zum neuen Vorstotz bereit. Hier aber, vor dem Schlosse dcS Königs, in diesem sonnigsten Winkel der Stadt, hat ein rüstiger Kaffce- bster seine gelben Stühle so Kuversichtlich an die frische Lust, gesetzt, datz kein halbwegs Vernünftiger Vorbeigehen kann, .ohne sich niederzniaffen. Was wir hier tun, fragst Du? Sein, wir schlagen ferne Schlachten. Wir lassen das Leben auf uns iteren. Sich dich nur^rm, griechischer Held! Und zögere nicht, • öl gestehen, datz diese reizenden Damenhüte bei weitem

ü&?j deinen olympischen Horizont hinausgehen. Ter schwarze mit dem jauchzenden Rot seiner Geranien kämpft erlich mit dem bkitzeblaucn Federhirl nevcüan, einem heckben i. Königsadler das Leben g-toßet

Du «ritzt doch, mein Freund, datz diese Tiere Münchens den roten Aiur/örpcrchc» festste!.^,., „„„ ---

M Tiere sind, weik sie so unentwegt.zur Sonne streben, l riuem heftimnften ,LMe-/der.MrMä^n.psrkömmt. J£je"S? er

erbung dieser Bestandteile erfolgt in ganz bestimmter ge­setzmäßiger Weise. Die Autor-e haben bisher zwei solcher Be­standteile bei 71 Familien mft 362 Personen untersucht. Die Bererbnng folgt der Mendelstchcn Regel, die in der Vererbungslehre eine immer größere Bedeutung ge­winnt. Diese Trkenntnis ist solvohl in theoretischer wie in -praktischer Beziehung -von großer Wichtigkeit. Die Blutunter­suchungen können forensisch vertvertet werden, um über die' Blutsverwandtschaft Auskunft zu geben, und zwar auf folgender Grundlage: Die Eigenschaften, dic sich im Blute der beiden Eltern oder eines der Eltern finden, sind meist auch im Blute der Kinder vorhanden; oder aber, sie können auch im Blute her Kinder fehlen. Die Eigenschaften, die im Blüte der Kinder angetroffen werden-, müssen jedoch mindestens bei einem der Eltern vorhanden sein. Enthält das Blut des Kindes keine charakteristischen Eigenschaften, so kann man über die Zugehörigkeit des Kindes zu einer Fa­milie nichts auSsagen. Auch wenn das Kind in allen Eigen­schaften seines Blutes mit einem der Eltern übereinstimmt, so kann die Verwandtschaft mit dem anderen Erzeuger nicht nachgewiesen werden. Hat aber das Blut der Mutter z. B. . eine von der des kindlichen Mutes verschiedene Struktur, ’o Hot das Kind die von der Mutter abweichenden Eigenschaften vom Vater. Es mutz sich also in diesem Falle im Blute des richtigen Vaters der betreffende Bestandteil be§_ kindlichen Blutes wiedersinden. Solange nur zwei Eigenschaften unter­sucht werden konnten, hatte die Methode nur eine beschrankte Bedeutung. Es ist aber den genannten Autoren, wie ich durch persönliche Mitteilung erfahre, gelungen, noch weitere für einzelne Menschen charakteristische Bestandteile zu erkennen. Es besteht, auch die Möglichkeit, in kurzer Zeit eine^große An­zahl solcher spezifischer Strukturen zu entdecken. Tannt wird die Methode so verbessert, daß .sie eine allgemeine Bedeutung beanspruchen kann. Wenn cs für die forensische Prapis schon von großer Bedeutung ist. Menschenblut von tierischem zu unterscheiden, so ist es noch viel wichtiger, auch seststellen zu kennen, von welcher Person das. Blut stammt. Wenn die Ver­erbung der ncuentdeckteu Eigenschaften nach derselbeii Regel emolgt wie bie der untersuchten beiden ersten, so ourfte cs auch nicht schwer sein, unter vielen Männern den richtigen Vater zu erkennen.

Auch für die Vererbungslehre eröffnen die Unter­suchungen neue Perspektiven. Es handelt sich hier ja um ein­fache Eigenschaften, die unabhängig von den anderen nach be­stimmter, bekannter Gesetzmäßigkeit vererbt werden. Dadurch hat die exakte Forschung eine Grundlage gewonnen, die öiei sicherer ist als die Untersuchung der anatomisch komplizierten Organe. ' Es ist auch zu hosten, datz die neue Methode die noch vielfach dunklen Beziehungen zwischen den einzelnen M c n s ch en rasse st untereinander aufklaren und den Zu­sammenhang der Menschen mit den Tierarten be-

ienchten wird. .

Qi wäre sehr wichtig, wenn die notigen Mittel zur Isa« ffignng gestellt werden könnten, um die NaturvMtt lowie dre affenartigen Tiere in großem Maßstabe zu untersuchen.^

Kleines Feuilleton.

. ’ Frankfurt, 6. April.

z fDte Franrfurtcr Ätyeile uh» Italien. 1 Man schreibt ans aus Rom: Ein Mitarbeiter ber Vita beschäftigt sich aus­führlich mit - der Schrift . von Dr. Ludwig . Polla c „Tic A t.he ne der M a r sh a s g r u p p e" (Sondcrabdruck aus den Jahresheften des Lestcrreichischen Archäologischen In­stituts. Band XII, 1909), um die Aufmerksamkeit der ftalicni- schen Regierung auf Die Frage zu lenken, wie cs möglich Ivar, daß die Statue, die vor dreiuiidzwanzig Jahren in einem Hause der Via Gregoriana in Rom entdeckt wurde und ;o lange unbeachtet blieb, nach F r a st k f u r t a. M. ausgefühtt werden konnte und dann erst als cin Meisterwerk ersten Ranges erklärt wurde. Der Artikel schließt: „MeS das ge­nügt, um uns zu veraulässen. die Forderung zu erheben, daß ein wenig Licht in das Geheimnis dieses wunderbaren Kunst­werks der griechischen Kunst gebracht werde. Deshalb be­schränken tvir »uns auf einige Ivcnige und vielleicht für irgend Einen indiskrete Fragen: ^,,Wns denkt man im Unser« r i chts m i n i stckr i u m über das Verschwinden dieser Statue und ihr Wiederauftauchen in Frankfurts -- Handelt es sich um geheime Ausfuhr? — Oder würde und wann von irgend Jemand regelrechte Ausfuhre'rlaubnis er­teilt? Ehe wir Anklagen oder Berdächtigungcn' aufkömmen lassen, erwarten wir eine-ützitwort, die uns erleuchtet." Auf die beiden letzten Fragen können wir dem Mitarbeiter der Vita eine erleuchtende Antwort geben: Die Statue ist von der Direktion der Städtischen Galerie in Frankfurt, wie sie uns auf unsere Anfrage mitteilt, zusammen mit verschiedenest^ anderen Antiken in legaler Weise erworben und unter Erfüllung aller Formalitäten ans ^iali-,-u aus geführt wordeii. D. Red.)

= r<Sin Brief Beethovenei an seine „unsterbliche Ge­liebte".! In dem 100. Jubiläums-Heft von Breitkopfs und Härrels „Mitteilungen", berichtet La Mara (Marie Lip- siuss über einen bisher nicht bekannten Brief Beethovens an die „unsterbliche Geliebte". Sie schreibt: Im Nachlaß der .unsterblichen Geliebten" Beethovens, Gräfin Therese B r u ns- vik, befindet sich, wie sich eben herausgestcllt hat, im Besitz ihrer Großnichte, Madame Irene de Gcrando-Teleki. ein Brief des großen Meisters an die Gräfin. Zwar liegt er nicht in seiner Handschrift, wohl aber in eigenhändiger Ab­schrift der Empfängerin vor. Diese schreibt am 2. Februar 1811 ihrer Schwester Josephine v. Stackelherg (in erster Ehe Gräfin Deym): „Auch habe ich durch Franz«) ein Andenken unseres edlen Beethoven erhalten, das mir Freude machte; ich meine Nicht feine Sonaten, die sehr schön sind, aber ein kleines Schreiben, das ich Dir sogleich wörtlich coptcreii will:

„Auch ungesucht gedenken die besseren Rcmchcn sich, so ist es auch der Fall bei Ihnen und. mir, werthe verehrte Tberese; noch bin ich Ihnen lieben Dank schuldig für Ihr

*) Graf Brunsvik, Bruder der TWvesterii, als naher Freund I Beethovens bekannt. ,