Eamstag, S. März 1935

Zweites Morgenblatt der Frankfurter Zeitung

Nummer 113 Teile A

. ificutn, jonDttn jie roiru in lyicr junaajjL oqcgtanLicn oavl eine einzige große Verpflichtung gegenüber all den anderen gleich-

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Adolf Hitlers Fahrt a« die Saar.

Das Deutsche Nachrichtenbüro berichtet:

Gan; Deutschland feiert

Um 17.30 Uhr empfing der Führer im RathauSsaal die Dreier-Kommission,, den Botschafter Baron Aloisi als Vorsitzenden, den argentinischen Botschafter in Rom Cantjlo, sowie den spanischen Gesandten Lopez Olivan. In deren Begleitung befanden sich der Gesandte Biancheri vom italienischen Außenmini- sterium und der argentinische Botschaftsrat in Rom Oneto Astengo. Der Führer sprach der Kommission für di« so unparteiisch ge­leistete Arbeit seinen aufrichtigen Dank und seine An. e r k e n n u n g im Namen des deutschen Volkes aus.

Im Rathaus trug sich der Führer am Freitag nachmittag in das Goldene Buch der Stadt Saarbrücken ein. Anschließend schrieben ebenfalls ihre Namen in das Buch di- anwesenden Rcichsministcr und Reichsleiter der Partei, der Rcichsführer SS Himmler, der Reichsarbeitsführer Hierl. Dann empfing der Füh. rer eine Abordnung der alten Saarkämpfer und unterhielt sich lange Zeit mit ihnen. Der Führer ließ sich dann auch auf Wunsch mit ihnen^zusammen photographieren. In der Unterhaltung drückte Srcube darüber aus, daß er ihm vergönnt gewesen sei diesen Tag zu erleben. Er sei glücklich darüber, nun im freien Saarland weilen zu können, und er werde später einmal wiedcr- rommcn.

die am 3. Dezember 1934 ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Saargcbirt hatten und die innerhalb einer Frist von sechs Monaten, gerechnet vom 1. März 1935 ab, dem zu­ständigen Finanzamt schriftlich mitteilen, daß sie ihren inlän. dischen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland aufzebcn wollen und die diese Absicht innerhalb eines Jahres, gerechnet vam 1. März 1935 ab, auSsühren. Soweit die Bor. schriften über die Reichsfluchtsteuer auf deutsche Gesetze Bezug nehmen, gelten bis zum Inkrafttreten der deutschen Gesetze an deren Stelle die entsprechenden Vorschriften des bisher zeltenden saarländischen Rechts. Für die Anwendung des § 2, Nr. T der Vorschriften über die Reichsfluchtsteuer gilt das Saargebiet rück- wirkend als Inland.

Der Führer war um 7.45 Uhr morgens mit der D2 600 aus dem Flughafen Tempelhof gestartet. Gleichzeitig stieg der Stell­vertreter des Führers R u d o l f H e ß mit einer Ju 52 auf. Außer, dem befanden sich in der Begleitung des Führers u. a. Herr 11 o_n Pape n, Reichsministcr Frank, Reichspressechef "bei NSDAP Dr. Dietrich, Reichsleiter Bormann, Obergruppen­führer Brückner, Brigadeführer Schaub, Staatssekretär L a m m e r s und der Adjutant der Wehrmacht beim Führer, Major Hohbach. Der Führer landete um 9.45 Uhr mit seiner Be- gleitung auf dem Flughafen Mannheim, wo unter der Führung von Brigadeführer Schreck die Wagenkolonne des Führers zur Weiterfahrt ins Saargebiet bcrcitstand. Als der Führer die Rheinbrücke nach Ludwigshafen passierte, ertönten die Sirenen der Schiffe im Hafen. Unter dem Läuten der Glocken ging die Fahrt durch festlich geschmückte Städte und Dörfer der Pfalz. Bei der Ortschaft Scheid wurde die Wagenkolonne des Führers vom zweiten Adjutanten des Führers, Hauptmann a. D. Wiedemann, abgeholt und in die Stadt geleitet. Vor dem Hotel Excelsior stand ein Kommando der Leibstandarte Adolf Hitler. Der Führer wurde von Reichsminister Dr. Frick und Gauleiter Bürckel empfangen und dann im Beisein anderer Führer der Partei ins Hotel geleitet. Als der Führer sich mit dem Reichs­minister Dr. Goebbels und den anderen R-ichsministern auf dem

denen sich aber noch solche Menschen befinden, die glauben, den Verrat an den Kindern und Vätern weiter betreiben zu können, so sage ich ihnen in dieser Stunde: Bis hierher und nicht weiter! (Beifall.) Ich werde cs keinen Augenblick dulden, daß noch ein­mal die Ehre des Soarvolkcs besudelt wird. (Anhaltender Beisall.)

Trotz so mancher Schlagwetter und Einstürze haben die Großen und Treusten der Nation unermüdlich um den einzigen Schatz ge­rungen, den Dculichland braucht für seine Listen;: Tlm bie Einigkeit. Adolf Hitler ist es gelungen, dieses Geschenk des Himmels nunmehr endgültig aus dem Schacht einer reichen ge­schichtlichen Vergangenheit zum deutschen Tage zu fördern. Wir haben das^ Glück, Zeugen und Träger dieses großen Geschehens ju sein. Ihr an der Saar habt dabei das große Verdienst, der Welt am 13. Januar diesen deutschen Willen zu proklamieren. Aus Eurem unerschütterlichen Bekenntnis heraus soll hier der Eckpfeiler im Westen des Reiches erstehen, wie auf dem Fundament der Treue, gefestigt im Glauben an di- Unver-

Balkon zeigte, da machte die Ergriffenheit sich schließlich Luft im Absingen des 'Deutschlandliedes, des Horsi-Wessel-Liedes und des Saar-Liedes.

wertigen Männern an der Saar darstrllen. Helfer zu sein, damit allen geholfen wird, dar ist der Sinn der NSDAP hier an der Saar.

Eine letzte Frage, die sich aus den letzten Kampfmonaten er­gibt, ist die R e l i g i o n S - b z w. K i r ch e n f r a g e. Der natio­nalsozialistische Staat erkennt die Aufgaben der Kirche auf ihrem Gebiet absolut an. Er wünscht nur, daß die nationalsozialistische Bewegung als Träger des Staates ihre Aufgaben erfüllen kann, ohne daß diese Aufgabe von dritter Seite gestört wird. Ich habe die Zuversicht, daß wir hier in diesem Gau es zuwege bringen, daß Kirche und Bewegung jede an ihrem Platze zum Segen des Volker ihre Aufgaben erfüllen.

Deutsche Männer und Frauen! Ich weiß, daß zu dieser Stunde sehr viele mit Schamröte im Gesicht und vorwurfsvoller Bitterkeit unserer Feier zu Hause beiwohnen. Diese erheben die Frage: Wie sieht es nun um uns? Ich will diese Frage beantworten: Wir können Euch nicht so behandeln, als ob Ihr schon die unsrigen

Ich darf in diesem Zusammenhang noch einige Gedanken er­wähnen. Der Nationalsozialismus hat den Totalitätsanspruch der Macht erhoben und zum allergrößten Teil verwirklicht. Er tat cs deshalb, weil er allein durch seinen Kampf die Nation einte. Es ist unmöglich, die Verdienste im Dritten Reich aufzuteilen und danach die entsprechenden Rechte zu verteilen. Wer sich nicht zu uns bekennen kann, der soll ehrlich sein. Wer uns nid)t Tirbt, so hat der Führer es ausgesprochen in München, soll uns hassen. Sie wenden nun ein: Ja, ich bin nicht in Ihrer Partei zu dieser Zeit, wie sieht es au? mit dem Urteil über mich? Ich gehöre zwar innerlich dazu, es fehlt mir aber die äußere Legiti­mation. Mein lieber Volksgenossen an der Saar! Wenn Tu Dich durch dein politisches Verhalten bei allen den Angriffen gegen Dein Vaterland als anständiger Deutscher legitimiert hast, so kannst Du fürs erste auf eine besondere Bestätigung Deiner An­ständigkeit verzichten. Denn -der Parteiausweis, den man sich vielleicht schon vor Jahren erwarb, bedeutet nicht die Aufhebung

wärt. Aber Rachcge fühle kennen

I« tterlitt.

4* Berlin, 1. März. Längst bevor der RufHeißt Flaggel" auS den Lautsprechern tönte, standen die meisten Häuser Berlins im Fahnenschmuck, und auch von den städtischen Verkehrsmitteln flatterten schon am frühen Morgen die Wimpel. Als dann aber Reichsminister Dr. Frick den Befehl zum Flaggen gab, wurden an allen Häuserfronten die Fahnen herausgesteckt und auch von den öffentlichen Gebäuden fielen die langen Tücher in den durch­sonnten Wind. In vielen Betrieben und vor allem bei den Behörden wurde ein GemeinschaftSempsang d e s feierlichen Uebergabe-Aktei im Saarland durch- geführt, und aus den Lautsprechern der Radiogeschäfte hallten die feierlichen Worte der Ansprachen in Saarbrücken über Straßen und Plätze der Reichrhauptstadt. An einigen Stellen gaben Polizei­kapellen ein Morgenkonzert. Ter Aufzug der Reichswehr- und der Landespolizeiwache wurde heute zum festlichen Ereignis. Als der Musikzug der Reichswehr beim Durchmarsch durch das Branden­burger Tor das Deutschland-Lied spielte, nahmen die Zuschauer die Hüte von den Köpfen und entboten den deutschen Gruß.

Vom Nachmittag an fluteten unablässig Menschenmassen zur Innenstadt. Viele Betriebe hatten vorzeitig geschlossen, und schon lange vor Beginn des auf 6 Uhr angekündigten Fackelzuges wan­derte alles durch den Tiergarten nach der Charlottenburger Chaussee. Dort nahmen die Fackelzüge Ausstellung, allen voran die Wehrmacht, ihr folgten Ehrenhundertschaften der Schutzpolizei, das Feldjägerkorps, die Leibstandarte Adolf Hitler, Ehrenstürme der SA, SS und des NSKK, der Hitlerjugend und des Arbeits­dienstes. Sie waren von weitem an den Farben ihrer Uniformen zu erkennen, an dem Feldgrau, dem Blau, dem Grün, dem Oliv, dem Braun und Schwarz, bis dann der Abend hereinbrach und die Fackeln gufloderten. Gegen 7 Uhr begann der Abmarsch nach dem Lustgarten. Unter den Linden standen viele Tausende von Zuschauern, die sich zum Schloß hin noch verdichteten. Lust­garten und Schloßplatz waren überfüllt. Die Gebäude ringsum waren von Scheinwerfern angestrahlt, Zeughaus, Dom und Schloß, über heften eine Front eine Riesenflagge vom Dach bis zur Erde hing. Nach dem Aufmarsch der Fahnen sprach der stell­vertretende Gauleiter, Görlitz er. Seine Rede war durch Laut­sprecher weithin zu hören. Dann loderten die F r e i h e i k s f e u e r auf, und die Versammelten fangen gemeinsam und mit erhobenem Arm dar Saarlied. Mit dem Zapfenstreich der verstärkten Reichr- wehrkapelle (125 Mann) und dem Rückmarsch der Formationen am Ehrenmal vorbei zum KönigSplatz fand die Berliner Be- reiungSfeier ihren festlichen Abschluß.

Irr Frankfurt.

Frankfurt t. M., 1. Marz. An der Rückkehr des Saarlandes zum Reich nahm auch die Frankfurter Bürgerschaft lebhaften An­teil. Als um 10 Uhr 15 die Sirenen heulten und feierliches Glockengeläute über der Stadl erklang, gingen allenthalben an den Flaggenmasten die Fahnen hoch und gaben so den Straßen und Plätzen ein festliches Gesicht. In den Hauptverkehrsstraßen hatten überdies zahlreiche Geschäftshäuser ihre Fronten mit Tannengrün geziert und Embleme, die auf die Rückkehr des Saarlandes zum Reich hinwiefen, angebracht. In den Mittagsstunden marschierten dann die Kapelle und der SpielmannSzug der Landespolizei mit klingendem Spiel durch die Straßen. Platzkonzerte schlossen sich an. In den Abendstunden, während bereits überall durch Laut­sprecher die Kundgebungen aus Saarbrücken übertragen wurden, fanden auf dem Opernplatz, für die westlichen Vororte auf der Wörthspitze bei Höchst, Kundgebungen statt, an der Zehn, tausende teilnahmen.

Wie Königsberg de« Ta» feierte.

iX Königsberg i. Pr., 1. März. Auch hier wurde die Rück­kehr der Saar festlich begangen. Schon am Vortage brachten die Zeitungen Sonderbeilagen und heute an dem ersten schönen Tag seit vielen Wochen hatte man in den Wohnvierteln schon am frühen Morgen die Fahnen herausgehängt. Die Menschen strömten der Innenstadt zu, wo die Läden geschmückt waren und die Kaufhäuser ihre Fenster zu Ehren der Saar dekoriert hatten.

Es war die Absicht jenes Versailler sog. Friebensvertrage! (Pfuirufe), das Saargebiet als ewigen Zankapfel zwischen Deutsch­land und Frankreich zu legen. (Erneute Pfuirufe.) Ihr Brüder und Schwestern von der Saar habt durch Euer einmütiges kenntnis zum Reich diese Absicht zuschanden gemacht.

Ihr habt dem Führer die Möglichkeit gegeben, dieser kenntnis zur

ser Erkenntnis her trat bet Nationalsozialismus in die Geschichte ein, um die tausendjährige Sehnsucht, die im deutschen Volke ver­ankert ist, zu erfüllen.

Um die Einheit voll durchzuführen, brauche ich Sie, deutsche Männer und Frauen, als Bundesgenossen. Sie tun den heurigen Schritt nach Deutschland, indem Sie über den Schutthaufen der Parteien hinwegmaischieren. Alle können an der Saar Volksge­nossen sein, wenn sie sich sreimachen von dem Glauben, daß sie auf Grund von Vermögen und Titel ihren eigenen Weg gehen könn­ten. Die Anständigkeit der G es i n n u.n g gegen- ü b e r d e r G e s a m t h e i t das ist dec höchste Titel, den Adolf Hitler dem Deutschen verliehen hat. (Bravo!) Sozialismus im höchsten Sinne ist die Pflicht des Einzelnen am Ganzen. Und vom Ganzen aus wird wiederum ein Teil von Glück und Wohl- fahrt dem Bedürftigen zugeführt. Nur auf Grund von Leistung kann der Weg nach oben führen. Dar Wort, daß der Vaterlan­des ärmster Lohn sein treuester ist, ist noch selten so unter Beweis gestellt worden, als in den Tagen vor und nach dem 13. Januar. Ter Opfergeist gerade dieser Menschen, unter denen eine große Zahl anonym ihr Opfer brachten und denen ich von dieser Stelle an; im Namen des ganzen Volker und des Führers, vor allem aber im Namen des Saarvolkes danke, dieser Opfergeist berechtigt mich, zu sagen, die ärmsten sind oft die besten Nationalsozialisten! (Lebhafter Beifall.)

Jrelische und charakterliche Angelegenheit war. Beifall.)-

Tor war vielleicht der entscheidendste Fehler jener Emigran­tenelemente, die Euch der Heimat abtrünnig machen wollten, daß sie den Kampf auf eine materielle Basis abzuschieben »ersuchten und daß sie damit dem Appell an das Herz und an das Blut, den der Nationalsozialismus erhob, nicht mehr gewachsen sein konnten, denn wir tiefen zum Bekenntnis und für die Nation und wir stellten uns vor diese Provinz hin und erklärten, daß es eines Mannes nur würdig sein könne, sich umso unverbrüch- lutjcr zur Heimat zu bekennen, je größer die Gefahr mar, in der die Heimat sich befand. (Bravorufe.).

Diesem Bekenntnis hat das Saatvolk in einer Art und Weise Ausdruck gegeben, daß es die ganze Welt in Erstaunen versetzte. Wir erinnern.uns mit einem gewissen Lächeln jener Schätzungen, die die up5 feindliche Emigrantenpresse vor der Wahl glaubte an- . stellen zu müssen. Ta faselte man von 40, 50 und 60 Prozent, öie für den status quo abgegeben würden. (Hohnlachen.) Ucbrig geblieben ist davon nur ein kleines Häuschen landfremder Ele­mente, die genau wie bei uns zu Hause, wenn Gefahr vor der Tüte stand, bei Nacht und Nebel über die Grenze gingen und die die von ihnen verführten Volksgenossen schmählich im Stiche ließen. Welch ein Unrecht man dieser Provinz angetan hätte, hätte man sie dem deutschen Volke vorenthalten, dar kann der ermesien, der am heutigen Tage durch die Straßen und über die Plätze dieser deutschen Stadt gegangen oder gefahren ist. Ich glaube, um so demonstrativer wirkt dieses Bekenntnis zum Reich und zum Führer, als weder Kälte noch Regen die vielen Hunderttausende abhalten konnten, dieses Bekenntnis offen vor der Welt abzulegen. In Kälte und Regen harrten sie aus, standen Stunde um Stunde und Stunde nm Stunde, um nut einen Blick au$ den Augen des Führers zu erhaschen (Beifall), um ihm einen Ruf oder ein Heil barbringen zu können, um dem Reich, zu dem diese Stabt und diese Provinz zurückgekehrt ist, zeigen zu dürfen, daß sie deutsch ist wie das Reich (Beifall), daß sie aus inner st emHerzen und aus innerster Berufung die Heimkehr zum Reiche zu vollziehen auch entschloffen ist.

Sogar die Bäcker hatten Brezeln gebacken in den Buchstaben: yoar- ®e Zeitungskioske stellten Radioapparate heraus. Vor den Rundfunkgeschäften staute sich die Menge und hörte der Ueber- ragung aus Saarbrücken zu, die Betriebe hatten ihre Gefolgschaf. ten versammelt, und als der Befehl zum Flaggen kam, wat auch sie Innenstadt bald von Fahnen überweht. Vom alten Schloßturm wehte die Hakenkreuzfahne und die schwarzweißrote, die Preußen- fiagge und das schwarze Crben3ritter.:rreu) auf weißem Grund.

Basis einer neuen europäischen Verständigung und einet besseren Ordnung Europas auszugestalten. (Bravorufe.) Damit seid Ihr Soldaten des Friedens geworden. Ihr habt dem Reich und dem ganzen Erdteil einen Dienst getan, und jene vielen Millionen, die in dieser 'denkwürdigen Stunde mit Euch Zehn- tausenden hier auf dem Marktplatz in Saarbrücken draußen im Reich über die Wellen des Aethets verbunden sind, jene vielen Millionen danken Euch dafür, und die ganze Nation breitet weit ihre Arme aus, um Euch wieder zum Reich zurückzunehmen. So . ober wie wir stolz sind auf Euch, so Männer und Frauen, könnt Ihr stolz sein auf das Reich, zu dem Ihr zurückkehrt. (Beifall.)

Denn es ist nicht mehr jene gebemütigte Geldtepublik, die aus dem Versailler Vertrag hervorgegangen ist (Beifall), cs ist ein Reich der Ehre und der Arbeit geworden. Ihr habt es von den Tribünen dieses Platzes am heutigen Nachmittag gesehen, wie Tausende junget deutscher Männer in der braunen Uniform der Arbeitsdienstes mit geschultertem Spaten an Euren Augen votbeimatschierten. Es sind dieselben Männer, die, wäre Adolf Hitler nicht gekommen, im Reich dem Elend und der Verzweif­lung preisgegeben wären. Beim Anblick dieser Männer muß auch Euch die Erkenntnis aufgegangen fein: Es ist eine neue Zeit angebrochen, und wir werden diese neue Zeit meistern. Einer stand auf und hat die Natiow vom Abgrund zutückgetissen, einer stand auf und hat ihr wieder Machtbewuhtsein eingepflanzt. Er gab ihr die Ehre zurück und gab ihr zurück eine neue Wertung der Arbeit. Zu ihm habt Ihr Euch bekannt, indem Ihr ein Be- kenntnis zum unsterblichen Deutschland ablegtet, und wenn der Führer zu Euch kam, so um Euch seinen Dank auszusprechen für dieses Bekenntnis. (Beifall.) Und wenn er Euch dankt, bann dankt Euch damit die deutsche Nation, denn er tritt nicht vor Euch hin als Vertreter eines parlamentarischen Interessen- Hausens oder einer demokratisch-marxistischen Partei. Er steht vor Euch als der Repräsentant einer ganzen Vol­ker. Wenn er Euch die Hand entgegenhält, so ist es die Hand ber ganzen Nation, und wenn er Euch in den Bestand des Reiches zurücknimmt, so drückt damit das ganze deutsche Volk Euch an jein Herz.

Mit Stolz nimmt es diese Provinz in seinen Bestand zurück. Ihr sollt Brüder werden eines wirklichen Volker von Brüdern, Ihr sollt eingehen in den Bestand einer deutschen Nation, und Ihr sollt Teilhaber werden jenes deutschen Wunders, das durch Adolf Hitler Wirklichkeit geworden ist. Volk kehrt nun heim zum Volk, Land wird neu einverleibt im Reiche. Die fremden Fahnen sind von den Masten herunter­gegangen (lebhafter Beifall) und hochgegangen ist das stolze Ban- ner der deutschen Revolution, dar stolze Banner der neuerwachten deutschen Volke?. Dieses Volk ist im Führer zu Euch gekom­men, dieser Volk vereinigt sich mit Euch, so wie Ihr Euch mit ihm bereinigen wollt. Diesem Volk gilt unser Gruß und gilt unser Bekenntnis, indem mir rufen: Es lebe die Nation! Es lebe das ewige Deutschland! Tas Volk und das Reich: Sieg heil Sieg heil, Sieg heil!

Pelchskommijsar Kiirikel.

Reichskommissar Bürckel führte u. a. aus:

Deutsche Männer und Frauen! Wenn man mir die Frage vor­legt, welche Bedeutung der 13. Januar für die Welt und für Deutschland hat und welche Schlußfolgerung sich aus dem 13. Januar für meine künftige Aufgabe an der Saat ergibt, so darf ich diese Fragen an diesem historischen 1. März beantworten, indem ich von dem nationalpolitischen Zusammenhang auSgehe, der zwi­schen beiden Fragen und der nationalsozialistischen Weltanschau­ung besteht.

Der 13. Januar ist außenpolitisch gesehen ein völkisches Exempel, das die Saarländer als Teil der deutschen Volkes der Geschichte und der Welt statuierten. Wenn man au8 diesem Urteilsspruch des 13. Januar jene Schlüsse ziehen wollte, die bei ihrer Verwirklichung allein Sicherheit und Frieden der Welt garantieren, so würden diese 15 Jahre härtester Prüfung Sa« heiligste Opfer für den Frieden bet Welt. Ter Friede wird erst dann gesichert sein, wenn von der politischen Welt anerkannt wird, daß die Vergewaltigung natürlicher Gesetze immer ein Verbrechen am Frieden bleibt. Tie Saar müßte die letzte Beweisführung für diese Behauptung gegeben haben. Es gibt wohl kein Mittel, das nicht angewandt wurde, um dort naturgesetzliche, völkische Tat­sachen aufzuheben, wo das Schicksal die Möglichkeit nützlicher Spekulationen bot. War hat man Euch Saarländern zwischen Charakter und verräterischem Geschäft nicht alles ins Gewissen geredet. Und die Gegner rechneten damit, daß ihr Appell vor allen Dingen bet jenen Menschen Widerhall fände, die in der De­mokratie ihr Heil sahen, oder die des Glaubens waren, daß Kon­fessionen mit Vaterland nichts zu tun haben, oder denen man tag» au», tagein die kommunistische Erlösung propagierte. DaS ge­steigerte Maß von Haß führte zu einer gesteigerten Besinnung auf die Stimme des eigenen Blutes. Gegen die Parole:Alles für Deutschland, nie zu Hitler" erstand die Gegenparole:Erst recht für Deutschland, weil es einen Hitler hat*. (Bravorufe.)

Tie Deutsche Front, die ursprünglich die These aufgestellt hatte, daß er nur zwei Dinge gebe: Deutschland oder Frankreich, wurde veranlaßt durch den maßlosen Haß der Gegner der Natio­nalsozialismus, die Sache Adolf Hitlers zu ihrer eigenen Sache zu machen. Sie bekannte öffentlich, daß ihr Eintreten für Deutsch­land nicht zuletzt das Eintreten für Hitler und seine große Be­wegung ist.

Man kann wirklich sagen: Am 13. Januar bezog vom deutschen Saarvolk Schläge, wer immer sie nur haben wollte, wer der Meinung war, man könnte ungestraft den deutschen Herrgott lästern, von einem Teil bet beauftragten internationalen Presse angefangen über die Juden, die Marxisten hinweg bis zu den kapi- tilistisch-freimaurerisch feftgelegten Kräften, die irgendwann und irgendwo ihrem Haß Luft zu machen suchten--- sie mußten j

alle gründlich ramponiert dar Schlachtfeld verlassen. Marxisten, ; Kommunisten und konfessionell feftgelegte Separatisten haben das Verdienst gehabt, die Saarfrage zu einer Angelegenheit des Ratio- nalsozialismuS gestempelt zu haben. Und so, wie unsere Welt- | anschauung wuchs, wuchs mit ihr ein fester Glaube an Deutsch-

Et« Opfer der rufstsche« Etfeudah«.

Wechsel im Verkehrskümmissariat.

Moskau, 1. März. (DNB.) In der heutigen Sitzung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei unter Vorsitz Stalins wurde u. a. beschlossen, das Mitglied des Zentralkomitees Andrejew von seinem Posten als Verkehrskommifsar zu entbinden und an Stelle Kaganowitschr zum ersten Gehilfen des Generalsekretärs der Partei zu ernennen. Kaganowitfch wurde von seinen Aemtern als Vorsitzender der kommissarischen Parteikontrolle und des Sekretärs bet Moskauer Parteiorganisa­tion entbunden und tritt nunmehr an Stelle Andrejews in das VertehrSkommiffariat ein. Tie Beschlüsse find von Stalin ge­zeichnet. Außerdem ist heute Jeschow zum Sekretär der Moskauer Parteiorganisation und zum Vorsitzenden der Kom­mission der Parteikontrolle an Stelle des zurückgctretenen Kagano- Witsch ernannt worden.

Tie Abberufung Andrejews vom Posten des VerkehrSkommiffars war wegen der in der letzten Zeit bei den sowjetrussischen Eisen­bahnen aufgetretenen Schwierigkeiten der verschiedensten Art längst erwartet worden. In Moskauer Kreisen wird besonders daran erinnert, daß Andrejew auf dem letzten Kongreß der Kommunistischen Partei von Woroschilow und anderen Mitgliedern der Regierung scharf angegriffen Wurde. Die Ernennung Kagano- Witschs zum Vcrkehrskommissar wird als eine Schwächung feines politischen Einflusses bezeichnet.

Selbstmord durch Absprung uo« Flu-xeu-.

I» Zürich, 1. März. Auf dem Flugplatz Basel charterten beute gegen Abend ein Herr und eine Dame ein Nugzeug zu einem Rundflug über Basel und Umgebung. Als das Flugzeug, ein sünfsitziges Kabinensiugzeug, den Weisungen der Passagiere gemäß über dem Dörfchen Lausen bei Sissach im Liestal in einigen Öunbcrt Metern Höhe flog, kam der Fahrgast nach vorn zürn Piloten unb fragte ihn nach dem Namen eines vor ihnen liegen- den Berges. Der Pilot griff darauf zu feiner Karte unb suchte »ach dem Namen. Als er aufschaute, bemerkte er, daß die Tür des Flugzeugs geöffnet war unb die Dame bereits auf dem Trittbrett stand und sich bann mit 1-ichÄnder Miene in die Tiefe stürzte. Ohne baß es der Pilot verhindern konnte, stürzte sich der Fahrgast im gleichen Moment nach. Beide Leichen wurden völlig zerschmettert auf dem Felde aufgefunben. Wie sich im Laufe des Abends herausstcllte, handelt es sich bei dem Herrn um einen Lehrer ans dem Dorfe Lausen, der heute wegen angeb­licher Unregelmäßigkeiten vom Dienst suspendiert worden war. Er hatte dann zusammen mit seiner in Basel wohnenden Braut den Ort seines beruflichen Unglücks zur Stätte seiner Freitodes ausgesucht.

Aus dem Reich

Der Kischos von erlitt Dr. Kn.es gestordett.

Berlin, 1. März (TNB.) Ter Bischof von Berlin, Dr. thcol. Nicola u s Bare s, ist am Freitag um 22.15 Uhr im St. Hedwigs- Krankenhaus verstorben. Bischof Berning von Osnabrück, der sich gegenwärtig in Berlin aufhält, konnte ihm noch die letzte Oelung spenden.

Dmgruppierung der Studenten".

Zu unserem Artikel vom 22. Februar unter diesem Titel erhalten wir von derGemeinschaft studentischer Verbände" die Mitteilung, daß dabeieinige Unrichtigkeiten unterlaufen" seien. Es war dort gesagt worden, daß nach dem Austritt einer Reihe von Korporationen aus dem Waffenring die Zurückgebliebenen sich enger in derGemeinschaft studentischer Verbände" zusammenge- schlossen hätten, während der alte Waffenring sich auflöste. Dagegen wird feftgeftellt, baß der Allgemeine Deutsche Waffenring nach wie vor besteht und daß die Gemeinschaft studentischer Verbände aus den gleichen Verbänden besteht, die dem ADW angehören (ohne sich grundsätzlich auf sie zu beschränken) und dort ihre waffenstuden­tischen Belange vertreten sehen. Außerdem wird berichtigt, daß Staatssekretär Dr. Lammers nicht Obmann des Verbänderates im Waffenring war, da cs ein solches Amt im Waffenring nicht gibt, sondern Obmann des Verbänderates der Deutschen Stubern tenschaft.

Verurteilungen wegen Hochverrats.

Berlin, 1. März. Der Zweite Strafsenat der Kammergerichts verurteilte heute wegen Vertreibung von Hetzschriften zwei Kom­munisten, ben 24jährigen Gerhard Wchlmann unb den Zojähri- gen Fritz Koentopp, zu je vier Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust. Außerdem wurde auf Zulässigkeit der Polizeiaufsicht erkannt. Drei weitere Angeklagte erhielte!! Gefäng­nisstrafen.

fern überwältigenden Sieg gegenüber dem Unterlegenen nicht. Ihr, dje Ihr hiergeblieben seid, versucht, den Ehrentitel als Volksgenossen in den nächsten Jahren Euch wieder zu ver­dienen. (Bravo!) . Frankreich und allen anderen Gastvölkern aber, die Eure Verführer beherbergen, denen sei gesagt, daß von diesen Führern das Wort gilt:Die Katze kann das Mausen nicht lassen". (Heiterkeit.) Sollten unter den Hinterblie-

Die NSDAP im Snnrgebiet.

8erUn, 1. März. (TNB.) DerVölkische Beobachter" meldet aus Neustadt a. b. H.: Der GauorganisationSleiter des Gaues Pfalz teilt in einer Anordnung u. a. mit:

1. 2ic Ne: DAP besteht mit dem heutigen Tage auch Im Saar­geb t et.

2. Den Gesamtaufbau der NSDAP und der von ihr be- X ®r'cberunscn leitet im Auftrage und im Einvernehmen be« Gaulelters oder des stellvertretenden Gauleiters der Organisa. tionÄelter. Jegliche Maßnahme organisatorischer Art in bezug auf

--S UnL 6lt Con betreuten Gliederungen darf nach ausdrücklicher Anordnung des Gauleiters bzw. des stellvertreten­den Gauleiters oder des Gauorganisationsleiters erfolgen.

3. Tie bisherigen acht verdienstvollen KreiSleiter bet De u 11chen Front des Saargebietes, deren Arbeit und Kamps mit m erster Linie der überwältigende Sieg vom 13. Januar banken ist, werden selbstverständlich beim Aufbau der s «j rim Saargebiet sei es im Saargebiet selbst oder bei her Bauleitung tn Neustadt a.b.H. - zur Mitarbeit heran- gezogen. s

Nie saarlan-ische» Reich-tagsmitglieder.

nnn^l,r-lr Ict Führer und Reichskanzler er-

nannte anlaylich der Feier der Saarheimkehr folgende Vorkämpfer der Deutschen Front im Saarland, die sich im Saarkamvf beson- bet« ausgezeichnet haben, zu Mitgliebern des Reich S- tges: Nietmann, Dürrfelb, Welter, Eichner, Weber, Schubert Schaub unb Kiefer. Der Vorsitzende der ReichStagSfraktion' Relchrmmiiter Dr. Frick, übergab ihnen heute nachmittag die vom Führer unterzeichneten Bestallungsurkunden.

Vorläufige Stenrr-Regeluug für dl- Soor.

,o + 1 März. Im Reichsgesetzblatt (Teil I, Rr. 22 vom

*8. Abruar) wirb eine Verordnung de« Reich,finanzminifierS und ReichsministerS des Innern über das ab 1. März 1935 im «aartanb geltende Steuerrecht aus dem Gebiet der B e s i tz- u n d D er kehrs steuern veröffentlicht. Danach bleibt dar im Saar» anb geltenbe Steuerrecht auf dem Gebiet der Besitz, und Ver- kehrrsteuern nach der Rückgliederung der Saarlandes vorläufig m Kraft, foweit aus den neuen Vorschriften sich nicht etwas anderes ergibt.

Die Verordnung bringt Bestimmungen über die Umsatzsteuer, cra-la?rIlCUi.9,tCUer' Befördeningssteuer und Reichrfluchtsteuer Hinjichtuch der Umsatzsteuer wird vor allem die Durchführungsbe­stimmung zum Umsatzsteuergesetz vom 17. Oktober 1934 nach der da« Saargebiet vorläufig nicht als Inland zu behandeln war, mit jofortiger Wirkung aufgehoben. Das B e f ö r b e r u n g s- n« tI9C'Oom 29. Juni J926 und die Verordnung über Beforberungssteuer im Personenverkehr vom 26. Oktober 1928 treten ab 1. März in Kraft.

a at't Kraftfahrzeug st euer wird verordnet, daß für Kramahrzeuge, die im Saarland zugelassen sind oder zugelassen werden, die Kraftfahrzeugsteuer für die Zeit vom 1. März bis zum Ablauf des 30. September 1935 nicht erhoben wird. Geht ein Kraftfahrzeug, da» im Saarland zugelassen ist, vor dem 1. Oktober 1935 auf einen anderen Eigentümer über und wird das Fahrzeug von einer Zulassungsbehörde außerhalb des Saarlandes für ben neuen Eigentümer zugelassen, so ist für Fahrzeuge, die im übrigen Reichsgebiet der Kraftfahrzeugsteuer unterliegen, die Steuer für die 3eit von dem Tage ab zu entrichten, an dem daS Fahrzeug für den neuen Eigentümer zugelassen warben ist.

23on der Reichs flucht st euer sind Personen befreit,

»and. Jahrhundertelanger Hader, sozialer Schacher, fürstlicher. hielten, sondern sie wird in ihrer zunächst beschränkten Zahl eine Machthunger u. a. m. verhinderten früher die Einheit. Von die- einzige große Verpflichtung gegenüber all den anderen gleich-

einer Inständigkeit aus früheren F-Hsen Die Partei an

einii' r[®<9tu" c roirb' .I!t ntt$. a"*^en ,oi? bie Unser ewiger Gebet aber heißt immer und immerfort: Gott erhalte

emjtge Zusammenfassung Derjenigen, die am deutjchesten sich ver-1 uns den Führer! (Stürmischer Beifall).

Der Volksgerichtshof sprach nach zweitägiger Verhandlung ba$ Urteil gegen vier ehemalige Mitglieder der früheren illegalen Be­zirksleitung Nordbayern der KPD in Nürnberg. Die Höchststrafe von drei Jahren Zuchthaus erhielt der 38jährige Jakob Boulanger, der sich früher auch unter falschem Namen in Thüringen hochverräterisch betätigt hat. Der 45jährige frühere Reichstagsabgeordnete Johann Meyer erhielt zwei Jahre drei Monate Gefängnis und der 37jährige OrganisationS- lnter Hermann Schirmer zwei Jahre Gefängnis. Eine langjährige Sekretärin der Bezirksleitung erhielt ein Jahr sieben Monate Ge­fängnis. Zu einem Jahr acht Monaten Gefängnis verurteilt wurde der 37jährige Hermann Taube aus Erfurt, der Boulanger eine Zeitlang seine Wohnung als Unterkunft zur Verfügung gestellt hatte, obwohl er über dessen hochverräterische Umtriebe genau unter­richtet war.

Der Schinkelpreks 1935.

Beim Wettbewerb um ben SchinkelpreiS 1935 würben folgende Preise zuerkannt: Auf dem Gebiete de? Hoch­baues (Entwurf zu einem deutschen Dolksmuseum): Der Staats- Preis^ und die Schinkelplakette dem Regierungsbaumeister Hans Adolf Lott, Berlin. Auf dem Gebiete des Wasser- und Straßen« baues (Entwurf für eine Talsperre): Der Staatspreis unb' bie Schinkelplakette dem Regierungsbauführer Gerhard Sommer', Breslau, die Schinkelplakette dem Regierungsbauführer Hans Baumann, Hamburg. Auf dem Gebiete der Eisenbahnbaues ,Umgestaltung der Bahnanlagen bei Wunstorf und bei Minden): Der StaatSpreis und die Schinkelplakette dem Reichsbahnbauführer Klaus Bernhard Hanff, Altona.

Aufklärung de* Verbrechen* itt Söllingen.

Söllingen. (DNB.) Dar Verbrechen an den beiden zehn­jährigen Mädchen in Söllingen ist nunmehr aufgeklärt worden. Der Feldhüter Feuer bahn, der bis in die Abendstunden beä Donnerstag geschwiegen hatte, wurde schließlich nochmals ver­nommen Dabei legte er ein Geständnis ab. Wie er auSfagte, batte er am Mittwoch nachmittag von weitem die beiden Kinder bemerkt, die am Damm der Aue Weidenkätzchen pflückten. Er' schlich sich von hinten an sie heran, um sie zu züchtigen. Als ihn die Mädchen bemerkten, flüchteten sie. Sie liefen über ein Wehr. Dabei sei die kleine Eberhardt gestürzt. Darauf soll nun angeb­lich bie kleine Wafleben in ihrer Angst in die Aue gesprungen und untergegangen sein. Aus Furcht will nun Feuerhahn ba$ anbete Mädchen hinterher gestoßen haben. Tie kleine Eberhardt sei sofort untergegangen, während die Wafleben nochmals an die Oberfläche gekommen fei. Feuerhahn will in diesem Augenblick nachgesprungen fein, um wenigstens dieses Mädchen zu retten. Er habe es aber nicht mehr fassen können, da es vom Strom weggetragen worden fei. Feuerhahn, der nach dem Geständnis zusammenbrach, wurde verhaftet und dem Braunschweiger Kreisgericht zurückgeführt. Während die Leiche der Wafleben ge­borgen werden konnte, wird die Leiche der Eberhardt noch im Flußlauf der Aue gesucht.