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MoÄag.Morze»Llatt Nummer 181 Leite 3
Sportblatt
der Frankfurter Zeitung
Zwei deutsche Hockey-Ländersiege
In Paris 7:1
Eine sehr gute Leistung bot die deutsche Hockey-Nationalmannschaft, die am Sonntag in Paris gegen die Ländermannschast Frankreichs antrat. Die Deutschen waren technisch und im Zusammenspiel klar überlegen und kamen zu einem hohen 7:1 (4:1)-Sieg.
Vor etwa 1000 Zuschauern begann nach den Nationalhymnen und nach kurzer Begrüßung das Spiel. Deutschland war sofort überlegen. Schon in der 5. Minute kam der Ball nach schönem Zusammenspiel des linken deutschen Angriffsflügels Meßner-Scher- bart zum Halbrechten Hamel, der prompt unsere Elf 1:0 in Führung brachte. Das zügige, exakte Zusammenspiel des deutschen Sturms bereitete den Franzosen viele schwierige Augenblicke. Die Platzherren wehrten sich zwar tapfer, aber lediglich der rechte Läufer Hönon leistete erfolgreichen Widerstand. Meßner prallte dann mit Hönon hart zusammen und mit einer klaffenden Kopfwunde mußte der deutsche Spieler vom Platz getragen werden. Die Verletzung war recht schwer, ein Herzschwäche-Anfall machte dem Berliner stark zu schaffen. Uhl-Berlin besetzte für ihn den Linksaußenposten. Die Angriffslust der deutschen Spieler wurde aber durch diesen bedauerlichen Zwischenfall ebensowenig abgeschwächt, wie die anhaltende Ueberlegenheit unserer Els eine Einbuße erlitt. Scherbarth erhöhte in der 20. Minute auf 2:0. Zwar erzielte R. Grimonprez, der Rechtsaußen der Franzosen, anschließend den Ehrentreffer für seine Mannschaft, aber sofort konnte H a m e l den alten Torunterschied wieder Herstellen. Kurz vor der Pause war dann S ch e r b a r t h zum vierten Male für Deutschland erfolgreich.
Nach demWechsel wurde die Ueberlegenheit der Deutschen noch deutlicher. Die Franzosen kamen kaum mehr aus ihrer Spiel- Hälfte heraus und mußten ihre ganze Kraft darauf konzentrieren, die Trefferspanne nicht allzu groß werden zu lassen. Aber sie konnten es trotz aller Bemühungen nicht verhindern, daß nach guten Kombinationen die Deutschen durch Bieberbach, Scherbarth und Hamel noch drei Tore erzielten und das Endergebnis auf 7:1 stellten.
In Luzern 2:0
Während die ^-Mannschaft in Paris sich durch einen 7:1 (4:1)-Sivg über Frankreich auszeichnete, gelang der anderen, als 8-Elf bezeichneten deutschen Mannschaft in Luzern «in schöner 2:0 (2:0)-Erfolg über di« überraschend spielstarke Mannschaft der Schweiz. Dieses fünft« Hockey-Länderspiel zwischen Deutschland und der Schweiz hatte in Luzern 1500 Zuschauer angelockt, die einen raffigen, temperamentvollen Kampf zu sehen bekamen. Die Schweizer verloren 0:2 (0:2), hätten aber für ihre prächtige Leistung mindestens den Ehrentreffer verdient gehabt. Entschieden wurde das Spiel zugunsten Deutschlands durch den schußent- schloffeneren Sturm.
Schon bald nach Spielbeginn wurde offenkundig, daß der unebene Boden besonders der technisch feiner spielenden deutschen Elf zu schaffen machte. Trotzdem waren aber die Deutschen dank exakterer Zusammenarbeit des Sturmes überlegen. Schon in dieser Spielphase geigten sich beiderseits die Hintermannschaften sehr sicher. In der 18. Minute kam der deutsche Sturm gut durch; der Berliner Halblinke Schmidt schlug Tüscher im Schweizer Tor zum erstenmal. Stürmische Gegenangriffe der Schweizer brachten nichts ein. Die Eidgenossen erhielten sechs Strafecken hintereinander zugesprochen, aber ihr Angriff konnte auch diese günstigen Gelegenheiten gegen die deutsche Tordeckung nicht verwerten. Als sich dann die deutsche Elf wieder frei zu machen vermochte, gab es durch den Berliner Schmidt schon bald wieder einen Treffer. Mit 2:0 ging man in die Pause.
Auch nach dem Wechsel flaute der Kampf keineswegs ab, wenn auch Treffer nicht mehr fielen. Die Schweizer wurden wiederholt sehr gefährlich, scheiterten aber immer wieder an den deutschen Schlußleuten. Besonders Pfaffenholz im Tor zeichnete sich durch eine Reihe kühner Paraden aus. Auf der anderen Seite war aber auch die Schweizer Tordeckung jetzt so gut aus dem Posten, daß die deutschen Stürmer nicht mehr zum Zuge kommen konnten.
!$ konnte Frl. Horn zum fünften
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Ein« Flanke Bort Frl. Fringi
Treffer für Südwen einschöpfe
Der Versuch oes Dam...__,------ —
glückte, da Frau Neubauer-Nürnberg nicht dir erforderliche Urteilskraft mitbrachte.
Rheln-Main-Hockey-Ergebnisse
S®-®b gegen Frankfurter TB 1860 ausgefallen; JD-TB (Damen) gegen Frankfurter TB 1860 1:0 (0:0); JG-MSdchen gegen Düsseldorfer HC 4:0 (1:0); EC Frankfurt 1880 gegen Allianz-SB 0:0 (0:0); SC Frankfurt 1880 Res. gegen FSB Res. 5:1 (2:1); Allianz-SB gegen Futzballsvorwerein 1:3 (1:2); Allianz-SB (Damen) gegen Fußballsportverein 2:1 (1:0); Reichs- bahn-SB. Rotweitz gegen Reichsbahn-SB Ludwigswafen —; Reichsbahn-SB (Damen) gegen TFT Hanau —; Höchster HC gegen Hanauer THC aus- gesallen; Höchster HC (Damen) gegen Hanauer THC ausgefallen; TB Fechenheim 1860 gegen TGS 46 Darmstadt 1:0 (1:0); Homburger HC gegen Eintracht —; Damen Gau Südwest gegen Gau Bahern 5:1 (4:1); Wiesbadener THC gegen HC Heidelberg 1:3 (0:2); HC Mainz gegen TB Sachsenhausen 1857 1:8 (0:3); SC Weihblau Aschaffenburg gegen SC Frankfurt 1880 4:1 (2:1); TB 46 Heidelberg gegen Stadtsportverein Fsm. —; TB 46 Heidelberg (Damen) gegen Stadtsportveretn —.
Hockey-Länderspiel Holland—England 1:2
wn Amsterdam, 7. April. In einem prachtvollen technisch hochstehenden Spiel hat England knapp gegen die holländische Mannschaft gewinnen können. Die Holländer übertrafen sich selbst und spielten das beste Spiel, das man je in Holland gesehen hat. Die Engländer führten bei der Pause 1:0, erhöhten aber kurz nach der Pause auf 2:0. Dan holte Holland ein Tor auf.
Die Engländer waren an Stocktechnik und Siel- lungsspiel den Holländern weit überlegen. Die englische Mannschaft war bis auf den Mittelstürmer komplett. Der beste Teil der englischen Mannschaft war der rechte Flügel, wo Comyn beide Tore schoß. Bei don HoUanvern m. teidigung überragend. Dreiviertel des Spiels wurden vor dem holländischen Tor ausgetragen. Daß die Engländer, die im vorigen Jahre noch mit Toren gewonnen hatten, diesmal nicht höher siegten, liegt hauptsächlich daran, daß sie das Spiel zu kurz hielten. Vor allem d-r Jnriensturm funbigtc in dieser Hinsicht. Bei den Hollandern wurde fast alles aus den Durchbruch eingestellt. Vor allem waren beide Außensturmer sehr schnell. Einige Minuten vor Schluß hätte der holländische Mittelstürmer beinahe noch den Ausgleich erzielt.
Die "Hockey-Damen des Gaues Südwest schlagen Bayern 5:1 (4:1)
Der Repräsentativkampf der Damen-Gaumannschaften von Süd- West und Bayern, der die besten süddeutschen Spielerinnen auf dem Platze des Wiesbadener THC im Nerotal vereinigte, hatte zu einem Werbespiel ersten Ranges für das Damenhockey werden können. Leider machte das verhängnisvolle Aprilwetter die Bemühungen des Veranstalters, der alles aufs beste vorbereitet hatte, zunichte. Ein dichtes Schneegestöber hielt während des ganzen Spieles an und verwandelte den Spielplatz in eine weihe Flache, von der sich der Ball schlecht abhob. Mit diesem Boden, der das Spiel sehr erschwerte, konnte sich manche Spielerin nicht absinden.
Dennoch verlief das Spiel keineswegs uninteressant da die rhein-mainischen Hockeydamen (Südwest) eine taktisch ausgezeichnete Leistung zu Wege brachten. Die Bayern-Elf kam zwar gleich zu Beginn durch die Mittelstürmerin Frau Breuer zu einem Torerfolg, spielte aber dann keine Rolle mehr. Die ausgezeichnete Südwest-Läuferreihe Bösch (Höchst), Weiß (1880) und Raasch (Wiesbaden) zerstörte die Versuche der Bayern-Damen zu eigenem Angriffsaufbau schon im Ansatz. Der Gastesturm erleichterte der im weiteren Verlauf des Spieles sehr zuverlässigen mainischen Hintermannschaft Frank ((Eintracht), Dronke (1880) durch eigensinnige Ballführung im Jnnenseld die Abwehr. Um so hervorragender arbeitete der Südweststurm, der bis auf Frl. Frings (1880) vom Wiesbadener THC gestellt wurde. Die als Ersatz für Frl. Gensert (1880) eingesetzte 16jährige Wiesbadenerin Wachenhusen gefiel durch ihr schnelles Spiel, beging aber in der zweiten Halbzeit den Fehler, die schnelle Frings nicht mehr genügend einzusehen. Ganz hervorragend spielte der linke Sturm- slügel von Südwest Pfusch—Horn. Obwohl Bayern auf dieser Seite in der Verteidigerin Frau Pfähler seine beste Kraft stehen hatte, wurde gerade von hier aus das Bayern-Tor immer wieder b^Nach dem erwähnten Anfangserfolg von Frau Breuer (Bayern) konnte Frl. Horn den Ausgleich erzwingen. Dann erhöhte Frt. Pfusch durch zwei schöne Tore auf 3:1 für Sudwet. Die ein- heimischen Damen wurden immer überlegener und stellten nach einem bewundernswerten Zusammenspiel bis zur Pause das Torverhältnis durch einen Schuß von r>rl. Horn auf 4.1. Stad) ta der zweiten Halbzeit wurde die Bayern-Elf nur selten gefährlich.
Deutscher Rugby-Sieg gegen Lyon
Nord-Süd in Heidelberg gegen Lyon 16:14 (10:3)
Der im Rugby-Lager mit großer Spannung erwartete Kräftevergleich zwischen der deutschen Nord-Süd-Mannschaft und der Auswahl-Fünfzehn des Comits du Lyonnais endete Mit einem knappen, aber verdienten 16:14-Erfolg der deutschen Mannschaft. Nach dem unentschiedenen 0:0-Ergebms des Vorspieles inSun hatte man wohl mit einem knappen Sieg gerechnet. Es kostet: ckrr allergrößte Anstrengungen, und erst in den letzten Minuten el hi» Entscheidung. Das Spiel der Gaste war sehr vielseitig rn Ausbau und technisch sehr hochstehend Schnell entschlossen grifin die Stürmer ein, und der kleine, katzengewandte Gedrangechtb Deygas lauerte scharf nach dem Ball, um ihn imgeeigneenMomg der Hintermannschaft zuzuspielen War die Drelviertelrei^, die in Sire ihren besten Spieler hatte, einmal im Besitz des Baw, dann war die Lage für die Deutschen mei|t gefährlich; die wch- oraanisierte deutsche Abwehr war jedoch nicht leicht zu uberwrndei. Mit größter Aufopferung wurde jeder Meter Boden zah Während wir diesmal ebenfalls ein sehr flüssiges rationelles,d Mch produktives Spiel zeigten, fehlte es unserer Hm ermannschft noch etwas an Ideenreichtum. Dagegen erwiesen sich unsere Str- E Das Gedräu^k brachte mit den r«iben Frankfurtern Derleth ich sro-naei in der ersten Reih« genügend Balle heraus, so daß Loos le Hintermannschaft, in der ssch vor allem der Jnnendreiviertel Schn- nenberg (Hannover) und der Flügelhalb Hornung (H°nn°Ber) .- „fthrten reichlich beschäftigen konnte. Durch raumgreifende DrO- lmgs brachten unsere Stürmer den Gegner häusig in Verwirru,. und auch an der Gaffe stellte jeder seinen Mann. Der Geiamtemdrk war jedenfalls sehr erfreulich, und man darf Mit den Leistungen ä deutschen Mannschaft durchaus zufrieden sem. Zu bemerken ist na, daß bte Gäste ihren Mittelstürmer Pal (LOU) ersetzen wußten, ft ihn spielte Boutin (Givors), und 10 Minuten vor Schluß wechieln die Gäste einen verletzten Spieler gegen -men neuen aus.
cvn her ersten Halbzeit waren die Deutschen leicht setouL logen Die Franzosen gingen zwar in der 3. Minute durch eim Straftreffer von Tounier wegen Abseits 3:0 n F^^ng. mr- halb von 10 Minuten hatten ledoch tue Deutschen«durch D.r-H und Walter Pfisterer in ausgezeichneter Zusammenaivett zei treffliche Handspielversuche erzielt, die von Schwanenbevg jw IwSdi« Spielhälfte erhöhten die Deutschen ihren B- fvrunq durch den Hannoveraner Sturmer Schroer nach schom Paffen auf 13:3. Dann folgte eine Glanzleistung der Gatt«/,« kurz hintereinander zwei vorzügliche Erfolge errangen und za zunächst einen hübschen Versuch von Sire nach rafsmienn Täuschen und dann einen Handauf-Erfolg nach Kick-d- rush durch Favier, wobei Remy der Erhohungstrltt gelang, .tzt lagen die Deutschen nur noch 13:11 voran, und kurz danach «len die Franzosen überraschend mit einem ausgezeichneten Versuches linken Außendreiviertels Rival 14:13 In Führung. Zwei Minen vor Spielende waren aber die Deuffchen nach wunderbarem )ß- spiel durch die gesamte Hintermannschaft auf dem> linken F^el durch Pfisterer nochmal» erfolgreich, dessen Versuch den kneen 16:14-Erfolg sicherstellte. Schiedsrichter Alex KrambS (Neuenhn) leitete den überaus spannenden, begeisterten Kampf besonnen.
Stack-Berlin gewann
den Hindenburg-Gepäckmarse
«um dritten Mal veranstaltete der Berliner Sportclub ,^tet" den großen Hindenburg-Gepäckmarsch über 25 Km., zu taNO 1 Teilnehmer am Start erschienen waren. Auch diesmal heiete wieder ein Uniformierter den außerordentlich schweren Wetrberb. ■ Der Berliner Reichsbahnsportler Stack hatte sich ichon naven ; ersten Kilometern einen kleinen Vorsprung gesichert und erchte ■ das Ziel nach 4:05,09 Stunden.
Der Verlauf der Veranstaltung konnte jedoch nicht Inder Hinsicht befriedigen. Durch die strenge Durchführung der Bm- s mung, die das Gehen im sportlichen Stil nicht erlaubte, rde - eine große Anzahl der Teilnehmer ausgeschlossen, daruntenele ■ auswärtige und auch die aussichtsreichsten Bewerber, u. -der deutsche Gepäckmeister Schulze. SA-Brigade 35, Leipzig. Ater
Der zweite Start zur Deutschen Freiballon-Meisterschaft
tg Darmstadt, 7. April. Fast schien es als »b°uch diesmal die Deutsche Freiballon-Meisterschaft, die bekanntlich beim ersten Start vor einigen Wochen infolge eines böigen Starwwetters abgesagt werden mußte, ein Opfer der ungünstigen Witterung werden sollte Am Freitag, sogar noch am Samstag erwog di« Flug leitung angesichts de? stürmischen AprilwetterS mehrfach den Gedanken, die Veranstaltung abzublasen. Als aber der Sturm geaen Samstag abend nachließ und am Sonntag nahezu «nffchlief brauchte man sich über den störungsfreien Start keine Sorgen mehr zu machen. Für «ine Schömvettevfahrt der B<iH°ilz allerdings bestanden keine Aussichten, da es au» dem wolkenverhan- genen Himmel mit geringen Unterbrechungen regnete.
Am Start des Wettbewerbs, der bekanntlich al» AuSscyei dungs-Rennen für den großen Internationalen Gordon-Bennett- Flug ausgeschrieben war, lagen 15 Freiballons, darunter zwe Postballons, die nicht am Wettbewerb teilnahmen. Mit der Fu lung war bereits am Samstag abend begonnen worden, so daß am Sonntag nachmittag, schon mehrere Stunden vor dem Start um 6 Uhr abends, die Ballone startbereit waren. Ein« Stunde vor dem Start wurde den Ballonführern eine ausführliche Schilderung bei Wetterlage gegeben, wonach die Ballonführer mit einer Sudwestwind-Richtung, in höheren Lagen sogar mit reinem Westwind zu rechnen haben. Die Null-Grad-Grenze befand sich etwa in 1600 Meter Höhe. Es wurde den Ballonbesatzungen geraten, in möglichst horizontaler Fahrt Höhe zu gewinnen, um der Ver- eisungsgefahr für die Ballons zu entgehen.
Um sechs Uhr, als Reichsminister Darre und RefchSflatt^iU«r Sprenger auf dem Startfeld eingetroffen waren, erfolgteder art der einzelnen Ballons. Der Start wurde von einem Ballontri^p, also von einer Spezialmannschaft, durchgesuhrt und kl^pte ein- wondfrei. Als erster Ballon erhob sich „Wilhelm vonOpel mit "em Darmstädter Deku als Führer, ihm folgt« „Wickuler au» Wuvvertal und „Nordmark" mit dem Hamburger Führer Perle- wib an Bord. In kurzen Abständen stiegen die übrigen Fahrzeuge in die Luft, die sich bald im dunklen Abendhimmel den Blicken der ^"^Fahrtrichtung der Ballone zeigt nach Osten. Dir LandeS- nrcn'en dürfen überflogen werden. Mit Ausnahme der Nordsee Kwai«»» Store* effahttne"' B^llonfahre" als auch ehrgeiziger junger Nachwuchs. Im allgemeinen neigt man dazu, dem Sachsen dstrehm, der mit seinem nagelneuen Alummmm-Ballon die Erfilingsfahrt macht und dem'Darmstädter Deku auf dem ebenfalls noch neuen Ballon „Wilhelm von Opel* die besten Aussichten zu geben.
Erziehungsarbeit des Deutschen Turnverbandes in der Tschechoslowakei
“ Dienst der Erziehungsarbeit, die er über das rein körperliche hinaus leistet, unternahm die Turnschule Asch des Deutschen Turn- Verbandes in der Tschechoslowakei eine ausgedehnte V?rsuhrungs- reise, die bis nach Mähren führte. Ueberall wurden Werbeturnen und Schauvorführungen gezeigt, an turnen Dausende von Menschen sich begeisterten und ihnen namentlich dort, wo das deutsche Turnen zäh und um seinen Bestand zu ringen hat, neuenAnsporn und neue Kraft zum Durchhalten verliehen. Das Turnen bot, fern von allem Schaumäßigen, einen lebendigen Ausschnitt aus dem Betrieb an der Turnschule, und umfaßte alle Gebiete, die sich bei derartigen Vorführungen zeigen ließen. Auch Laienspiel und Sprechchor waren eingefügt, die jedoch an vielen Orten von den tschechischen Behörden verboten wurden. *
Frankreich und Spanien sollen nach einer französischen Meldung km neuen Spieljahre am Fußballwettbewerb um den Jnternatw- nalen Pokal teilnehmen, an dem zur Zeit Italien, Ungarn, Oesterreich, die Tschechoslowakei und die Schweiz beteiligt sind.
dieser L5-Km.-Gep2ckmarsches tvurde Bla«, SA-Brigad« 86, Leipzig in 4:08,22 Std. vor Gräbke, Osram-Berlin in 4:11,30 Std.
„Quer durch Berlin“ als Olympia-Prüfung
Das traditionelle internationale Laufen und Gehen „Quer durch Berlin", begründet vom Berliner Athletik-Club, wird auf Veranlaffung des Reichssportführers von der alten Strecke „Moabit
618 Lausitzer Platz' auf bte nächstjährige Marathonstrecke „Sportforum — Havelberge — Sportforum" verlegt. Das Rennen, zu dem am 5. Mai nachmittags gestartet wird, erhält dadurch den Wert einer Olympiaprüfung und darf als solche mit einer ganz besonderen Beteiligung rechnen. Das Interesse wird durch die Beteiligung bester ausländischer Klaffe, die den Kampf mit der deutschen Kernmannsche t aufnehmen wird, noch erhöht.
DKW und Ä8U siegen beim Eilenriede-Rennen
Mansfeld-Breslau fährt mit 115,6 km/Std. die beste Zeit des Tages
Vor etwa 70000 Zuschauern wurde am Sonntag mit dem Eilenriede-Rennen im Stadtwald von Hannover di« deutsch« und internationale Motorsport-Saison eröffnet. Die beste deutsch« und international« Motorradfahrer-Klasse war am Start. Es ist daher besonders erfreulich, daß sich die Neukonstruktionen von DKW und NSU alle Klaffensiege holten. Das Eilenriede-Rennen bewies, daß unsere Fahrer und Maschinen noch schneller und zuverlässiger geworden sind, denn die bisherigen Klaffen-Rekorde wurden sämtlich ganz beträchtlich unterboten. Der Erfolg der deuffchen Marken könnt« nicht besser gekennzeichnet werden als mit dem Telegramm, das Korpsführer Hühnlein nach Schluß der Rennen an den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler richtete:
.Mein Führer! Ich melde: Eilenriede — der Auftakt der internationalen Motorsport-Saison — für die deutschen Farben ein gewaltiger Erfolg. Die neuen Konstruktionen von DKW und NSU in allen Klassen siegreich. Heil meinem Führer!
Hühnlein, Korpsführer'.
Bereits in der „fleinsten' Klasse bis 250 ccm gab es einen neuen Klaffenrekord. Geiß fuhr aus DKW einen Durchschnitt von 101,5 Std.-Km. und verbesserte damit den Rekord des Jahres 1934, der auf 95,6 Std.-Km. stand, bedeutend. Geiß fuhr seine schnellste Runde mit einem Mittel von 109,7 Std.-Km.
In der Klasse bis 350 ccm kam der Engländer Mellors bei seinem ersten Start auf NSU auf den großartigen Durchschnitt von 108,3 Std.-Km. gegen 97,3 Std.-Km. von Klein tat Jahre 1934.
In der 500 ecm-Klasse mußte sich der fünffache Eilenriede- Sieger Toni Bauhofer mit dem zweiten Platz begnügen. Der neue DKW-Fahrer Mansfeld-Breslau erreichte 115,6 Std.-Km. und wurde damit überlegener Sieger. Der 1934 ausgestellte Rekord dieser Klaffe stand auf 103,8 Std.-Km.
Die Seitenwagen-Klassen waren zwar nicht so stark besetzt wir die Solo-Klassen, dennoch gab es auch hier sehr spannende Kämpfe. In der Klasse bis 600 ccm ging Kahrmann-Fulda auf DKW mit 101,4 Std.-Km. als Erster durchs Ziel und in der Klaffe über 600 ccm holte sich Ehrlenbruch auf Jmperia-Jap den ersten Preis. Leider fehlte der Godesberger Loof, auf dessen Abschneiden mit
kürzt.
Die Ergebnisse:
der neuen, vielbesprochenen Jmperia man besonders gespannt war. Das Rennen der großen Seitenwagen-Maschinen wurde wegen der vorgeschrittenen Tageszeit auf 10 Runden (49,18 Km.) ver-
SolEaschwen M8 250 ccm: 1. Beltz-Zschopau (ER®) 1:27:16 2 Etd. (101.5 Stdklm., neuer Klassenrelord); 2. Klein-Zschopau (DKW) 1 =27:36.2 (101.1 Stdklm.); 8. Winller-München (DKW) 1:27:58.1 Sld.; 4. Marschall- Berlin (Rudge) 1:30:16.2; 5. Mann-Bayreuth (DKW) 1:30:26.2
BIS 350 ccm: 1. Mellors-Warwickshire (NEU) 1:21:50.3 Std. (108.3 Stdllm.) neuer Klassenrelord; 2. Threll Smith-Kenilworch (AIS) 1:23:38.4 (106.0); 3. Müller-Bleleseld Mktoria-Jav) 1:22:39.4; 4. Mellmann-Neckar, fulm (NSU) 1:23:55; 5. Schneider-Düsseldorf (Belocette) 1:24:00.1.
Bis 500 ccm: 1. Mansfeld-Breslau (DKW) 1:16:36.3 (115.6 Stdllm., Eilenriede-Meister in absoluter Bestzeit, neuer Klassenrelord); 2. Bauhofer- Zschopau (DKW) 1:16:45.4 (115.4 Stdllm.): 3. Mellmann-Neckarsulm (NSU) 1:16:51.1; 4. Steinbach-Neckarsulm (NSU) 1:16:57.1; 5. Rüttchen- Neckarsulm (NSU) 1:17:29.1 Std.
Seitenwagen - Maschinen bis 600 ccm: L Kabrmann - Fulda (DKW) 58:12.2 Min. (101.4 Stdllm.): 2. Schneider-Düsseldorf (NSU) 58:21.2 (101.2 Stdklm.); 3. Schumann-Neckarsulm (NSU) 58:41.2; 4. Lohner- München (NSU) 59:09.4 Minuten. , ~ nn no „
Bis 1000 ccm: 1. Ehrlenbruch-Wuppertal (Jmperia-Jap) 29:28.2 Min. (100.2 Stdllm.): 2. Braun-Karlsruhe (Tornax) 30:03.1 (98.2); 3 Wetzres- Aachen (Harleh) 30:43.3; 4. Kammer-Willingen (BMW) 29:40.2 (eine Runde zurück); 5. Stoll-Breinig (Harleh) 30:01.1 (zwei Runden zuruck).
Rennwagen rast in die Zuschauer
Ein schwere» Unglück trug sich beim Ehateau-Thierry-Berg- rennei am Sonitag in Frankreich zu. Das Über 1 Kilometer füljrenbe Rennen wurde nach einer neuen Formel mit stehendem Start und stehendem Ziel ausgetragen, so daß die Fahrer gezwungen waren, den Wagen an der Ziellinie aus größtem Tempo heraus abzubremsen und zum Stehen zu bringen. Der Italiener Eattaneo flog dabei mit feinem Fahrzeug in die dichte Zuschauermeng«, wobei zwei Kinder getötet und eine Reihe weiterer Personen schwer verletzt wurden. Eattaneo selbst kam mit dem Schrecken davon.
Die weitaus beste Zeit de» Tages fuhr der Franzos« B e n o i st mit seinem 5 Liter Bugatti in 30.4. Mit einem Stundenmittel von 118421 Kilometer unterbot er sämtliche Klassen- und Streckenrekorde für Wagen und Motorräder.
Start zur deutschen Fußball-Meisterschaft
Grupp« I: in Ehemnlhr Polizei Chemnitz—Bork Inster- bürg 6:1; In Berlin: Hertha/BSC—Vorw.-Ras. Gleiwitz 2:0.
Gruppe II: in Altona: TSV Eimsbüttel—Hannover 96 1:3; in Gelsenkirchen: FC Schalke 04—Stettiner SC 9:1.
Gruppe III: in Nürnberg: SpVg Fürth—1. SV Jena 2:0 (2:0); in Hanau: FC Hanau 93—VfB Stuttgart 3:0 (1:0).
Gruppe IV: in Karlsruhe:VfR Mannheim—VfR Köln 2:3 (1:1); in Elberfeld: VfL Benrath—Phönix Ludwigshafen 0:0.
Der erste Sonntag um die Deutsche Fußball-Meisterschaft, die zum zweiten Male im Vier-Gruppen-System ausgetragen wird, ist vorüber. Will man ehrlich sein, so wurden die Resultate des 7. April nicht mit allzu großer Spannung erwartet, denn in sieben $on .nrtit Direkten batten die deutschen Zeitungen fast übereinstimmend von der in der Heimat kampsenden Mannschaft einen Steg oorausgesagt. Es waren dies VfR Mannheim, VfL Benrath, SpVg Fürth, TSV Eimsbüttel, Schalke 04, Polizei Chemnitz und Hertha BSC Berlin. Nur über das Hanauer Spiel gingen die Meinungen auseinander.
Nun, die Ueberraschungen sind trotzdem nicht ou 5» geblieben. Fangen wir mit Hanau an. Die alten „93er*, einst ruhmreiche Fußballpioniere der Vorkriegszeit, vor wenigen Jahren im Mainbezirk zum Abstieg gezwungen und sich nur durch Uebertritt in die Nordhessen-Liga rettend, erlebten dort das Wunder der Auferstehung. Der schwäbische Meister, VfB Stuttgart, Ist von ihnen trotz eines Fußballtalentes wie Rutz, trotz eines Koch und Rebmann einwandfrei 3:0 geschlagen rooroen.
Die zweite große Ueberraschung, die fast wie eine Sensation wirkt, ist die Niederlage desbadifchenMei st ers VfR Mannheim durch den VfR Köln. „Die Rechtsrheinischen*, wie man in der Heimat den Meister des Mittelrheins nennt, waren in letzter Zeit so ungewöhnlich stark von Unglücksfällen heimgesucht worden, daß man ihnen keinerlei Chancen, aber umso mehr Mitleid schentte. Ein Spieler brach den Fuß, ein zweiter erlitt einen Wadenbruch, und man vergaß bei dem Unglück, daß diese Elf, die vor fast zehn Jahren schon einmal westdeutscher Meister war, doch mit großem Vorsprung, fast spielend ihre Gaumeisterschaft errungen hatte.
Besonders erfreulich ist für die Fußballfreunde de» Gaues Süd west das ausgezeichnete 0:0 ihres Meisters Phönix Ludwigshafen gegen den Niederrhein-Vertreter VfL Benrath mit seiner internationalen Garde. Ganz Westdeutschland hatte einen Sieg der Benrather erwartet, aber im Heimatgebiet Ludwigshafens wußte man, was die Kameradschaft des „Phönix* bedeutet. Jedenfalls darf man das Unentschieden in Elberfeld als einen moralischen Sieg der Pfälzer ansehen.
Eine weitere Ueberraschung meldet Altona. Die EirnS- bütteler Turner aus Hamburg, nicht nur bekannt durchStührck und Rohwedder, wurden vor heimischem Publikum von der blutjungen Mannschaft Hannover 9 6, deren Spieler im Vorjahre noch fast geschlossen die Liga-Reserve bildeten, 3:1 überrannt. Nun wird der „Favorit aller Favoriten" S ch a l k« 0 4, in der Gruppe II kaum noch etwas zu fürchten brauchen.
Daß Schalke dem Pommernmeister aus Stettin mtt 9:1 die höchste Niederlage des Tages beibrachte, darf nicht wundernehmen, denn im Osten hat der Fußball trotz aller Anstrengungen, die man dort macht, leider nicht mit der Entwicklung der übrigen Landesteile Schritt halten können. So versteht sich auch die glatte Niederlage der Jnsterburger Soldaten in Chemnitz.
Berlins vergötterter Liebling Hertha-BSC gewann gegen die Auserwählten Schlesiens ebenso wenig imponierend wie Bayerns Meister SpVg Fürth gegen den SV Jena. Aber es sind ja innerhalb der Gruppen noch fünf, jetzt mit noch größerer Spannung erwartete Spiele auszutragen, ehe sich die letzten Vier in zwei Gängen gegenübefftehen. Als Favoriten gelten Schalke 04 und SpVg Fürth. Werden sie es schaffen? , , ,
Die große Ueberraschung in Hanau: VfB Stuttgart unterliegt 0:3
sh Hanau, 7. April. Etwa 5000 Zuschauer umsäumten den Platz an der Aschaffenburger Straße, als Schiedsrichter Fink-Seck- bach das Spiel der beiden Gaumeister von Nordhessen und Württemberg anpfiff. Hanau 93 gewann dieses Spiel überzeugend und kann mit Ruhe den kommenden Kämpfen entgegensetzen. Die gesamte Mannschaft befand sich in Hochform und ließ den im Feldspiel wohl schöne Kombinationszüge zeigenden, aber im ganzen etwas schwerfälligen Gegner nie recht zum Zuge kommen. Schon in der 5. Mi
nute fiel da? erste Tor, al» ein Strafstoß von Klingler durch Philippi verwandelt wurde. Stuttgarts Torwart war anfangs recht nervös, und nur dem hervorragenden Abwehrspiel des rechten Verteidigers S e i b o l d hat es der VfB zu verdanken, daß während der ersten Halbzeit nicht schon weitere Erfolge von Hanau 93 erzielt wurden.
In der zweiten Hälfte setzte sich nach 6 Minuten Philippi durch und schoß einen Alleingang mit einem Bombenschuß in die rechte Torecke ab. Kurz darauf stellte der Mittelläufer Weißen- b o r n durch einen direkten Strafstoß auf 25 Meter Entfernung das Endergebnis her. Besonders zu erwähnen ist, daß der spannende Kampf bis zum Ende von beiden Mannschaften vorbildlich fair durchgeführt wurde, so daß dieses erste Treffen um die deutsche Fußballmeisterschaft auch als Propagandaspiel zu werten ist
Der Stand der Tabelle: 1. Hanau 93 3:0 Tore, 2:0 Punkte: 2 Svda ÄÄToJ’Ä’- L ®*- 3e™ 0:2 5Eore- 0:2 »•' < St». Stutsi
VfL Benrath—Phönix Ludwigshafen 0:0
„,^a. ^lbuseld, 7. April. Der Auftakt der Meisterschafts-Endspiele führte tm Elberfelder Stadion den Niederrheingaumeister VfL Benrath mit dem Meister des Gaues Südwest Phönix-Ludwigshafen zu- lammen. Leider wurde der mit Spannung erwartete Kampf durch die Ungunst der Witterung stark beeinträchtigt. Der anhaltende Regen der letzten Tage hatte zur Folge, daß der Boden sehr weich war und auf dem glatten Rasen eine genaue Ballkontrolle ungemein er- I??*? 2^nn dennoch ein flottes Spiel zustande kam, so spricht das für die gute Technik und ausgezeichnete r ° n a e ‘JeK a n n f f 4 e n - bie sich einen völlig gleichwertigen Kampf lieferten, bei dem allerdings auf beiden zahlreiche Chancen ausgelassen wurden. Das torlose Ergebnis besagt eigentlich alles, zumal auf beiden Seiten die Abwehr sehr zuverlässig arbeitete und das ganze Spiel in erster Linie auf die Sicherung des eigenen Tores aufgebaut
Beide Mannschaften traten in stärkster Besetzung an und zeigten 5UZ «me sehr ante MannfchaftÄeistung. Ludwigshafen hatte seinen besten Teil in der Mwehr. Danach wäre vor allem der Mitteläufer zu nennen, der beide Flügel vorbildlich einzusetzen wußte. Im Angriff überragten die beiden Halbstürmer, die nicht zuletzt auch der Läu erreihe eine starke Entlastung zuteil werden ließen Die ^brsUrSem^riU9ln durchweg bei sehr guter Technik über eine vorbildliche Ballabgabe und große Schnelligkeit. Benraths Stärke war entschieden die Läuferreihe, in der vor allem Hoffmann gefallen konnte. Im Sturm wußte Hohmann sich nicht recht durchzuseben da er von dem gegnerischen Mittelläufer stets aufmettsam bewacht wurde. Der Halblinke Raffelnberz blieb hinter seinen sonst ge- wohnten Leistungen zurück, da ihm vor allem der schwere Boden ulZt zusagte. Als beste «Stürmer find Lenzki und Stoffels am
Flügel anzusprechen. Der von über 8000 Zuschauern be. luchte Kamps wurde von Wittenius aus Hattingen (Ruhr) gut ß'Cieiict.
o Der Stand der Tadellr: 1. MR. Köln 32 Tore, 2:0 Punkte; 2 MSuli 2ubtt>ig36afen 0:0 Tore, 1:1 P.; 3. VfL. Benrath 0:0 Tore, 1:1 S - 4 snrat Mannheim 2:3 Tore, 0:2 Punkte. * ’
Das letzte Meisterschaftsspiel
Eintracht Frankfurt—Wormatia Worms 0:0
Die Frankfurter Eintracht bestritt dieses Spiel ohne den von der Vereinsleitung gesperrten Mantel und ohne Tiefel. Das Fehlen dieser beiden Spieler machte sich jedoch nicht so nachhaltig bemerkbar rot# das Versagen des Ersatzlinksaußen Höhl, der den ganzen Eintrachtssturm durcheinander brachte. Zudem spielte Ehmer In der Sturmmitte wieder zu zaudernd und Möbs hatte mit seinen Schüssen viel Pech. Gefallen konnte eigent- l'ch nur Monz durch seinen eleganten und flüssigen Stil. Der beste Mannschaftsteil der Eintracht war unstreitig die Läuferreihe nut dem Überragenden Grämlich in der Mitte. Fürbeth und Zipp als Außenläufer wurden ebenfalls allen Anforderungen gerecht. Dagegen fielen Stubb und Leis als Verteidiger gegen Schluß sehr stark ab. Siebel im Tor muß zu den Besten der Mannschaft gerechnet werden.
Bei Wormatia Worm» war Fath In bester Verfassung; er scheint von feiner Verletzung wieder völlig hergestellt zu sein Gut spielten auch noch die Hintermannschaft und der Läufer Fries Eintracht hatte meist mehr vom Kampf, die Stürmer ließen jedoch alle Torchancen ungenutzt vorübergehen. Die Wormser Verteidigung arbeitete sehr geschickt und hielt die wenig durchschlagskräftigen Eintrachtstürmer jederzeit in Schach.
Die Aufstiegspiele im Gau Südwest
Die Aufstiegspiele im Gau Südwest haben dem Bezirksmeister des Saargebiets, FV Saarbrücken und dem Meister von Rheinhessen, Opel Rüsselsheim, nach dem dritten Spiel- jonntag einen großen Vorsprung verschafft, und es wird besonders für die Frankfurter Elf R e i ch s b a h n - R o t w e,i ß schwierig fein, die verlorenen Punkte wettzumachen. Ueberraschend kommt Germania Biebers prächtiger Sieg Über Germania Ludwigshafen 04, den Pfalzmeister. Die Biederer waren von jeher auf eigenem Platze unverwüstlich, und darum wird man sie weiter im Auge behalten müssen. Polizei-SV Darmstadt hielt sich zwar gegen die Conen-Elf sehr wacker, doch sind seine Aussichten mit sechs Verlustpunkten endgültig vorbei.
Der Stand der Tabelle: 1. FV Saarbrücken 5:1 Tore, 5 Punkte. 2. Opel Rüsselsheim 5:2 Tore, 5 Punkte. 3. Germania Bieber 9:6 Tore, 4 Punkte. 4. Reichsbahn-Rotweiß Ffm. 9:7 Tore, 2 Lnnkte. 5. Germania 04 Ludwigshafen 3:11 Tore, 2 Punkte. 6. Polizei Darmstadt 0:4 Tore, 0 Punkte.
Germania Bieber—Ludwigshafen 04 6:0 (3:0)
Bei sehr schlechten Bodenverhältnissen trafen sich beide Mannschaften vor 1500 Zuschauern in Bieber. Die Gäste konnten sich
mit dem schweren Boden nicht abfinden und unterlagen trotz technisch guter Leistungen. Bieber befand sich in besserer Form als vor acht Tagen und siegte verdient, wenn auch zahlenmäßig zu hoch. In der ersten Halbzeit fielen drei Treffer durch Reitz (2) und To ch te rmann und nach dem Seitenwechsel waren Kaiser (Elfmeter), Tochtermann und Deierling noch dreimal erfolgreich.
Opel Rüsselsheim—Reichsbahn-Rotweiß Frankfurt 3:2 (2:1)
Das Spiel das anfangs bei stärkstem Regen durchgeführt wurde war lebhaft und spannend. Die Frankfurter begannen viel- verheißend. Schon in der 12. Minute setzte der kleine T h e i s aus etwa 20 Meter Entfernung eine „Bombe" in die Maschen, wie man sie in gleicher Schärfe auf dem Platz an der Haßlocher Straße wohl selten gesehen hat. Aber allmählich gewannen die harten Opel- Leute Terrain, und in der 25. und in der 31. Minute schoß beide Male der schlecht gedeckte, ehemalige Wormser Wormate Bitter von Rechtsaußen zwei Schrägschüsse in das Frankfurter Tor, für die kein Kraut gewachsen war. Nach Halbzeit blieb Frankfurt eine

