Mittwoch, 17. Juli 1935
Abendblatt und Erstes Mvrgcnblatt der Frankfurter Zeitung
tBritisch-Sübafrika (Wolle), Argentinien (Wolle und Leinsaat),
(Butter), Polen (Holz), Südslawicn (Mais, Kupfer) zurück, wäh-
Aie monatliche Kandelsbilanz.
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AUS DEM REICH
Todesopfer.
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eine Aufgabe, die ihr angemessen ist.
P. B.
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Niederlanden, Ausfuhr- China erreicht
Berlin, 16. Juli. „Die Stiftung für Opfer der Arbeit" hat zum Besten der Hinterbliebenen der Opfer des Bergwcrks- unglücks aus der Zeche „Adolf von Hansemann" und zum Besten der dabei Verletzten einen Betrag von 10 000 Reichsmark zur Verfügung gestellt.
'Amerika (rund ein Drittel), Großbritannien, den Schweden, Dänemark und Belgien - Luxemburg, st eigerungen konnten nur nach Italien und werden.
Tie Zeche Adolf von Hansemann war lange von Unglück verschont geblieben. Tas letzte Unglück ereignete sich acht Tage vor Kriegsausbruch 1914 und forderte damals ebenfalls
rend die Einfuhr aus Italien (Kartoffeln), Rumänien (Mais), und Ungarn (Federn, Borsten) eine leichte Steigerung erfuhr.
An dem Rückgang der Ausfuhr war die große Mehrzahl der Absatzländer beteiligt. Hervorzuheben ist insbesondere die 'Verminderung der Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten von
Reiner Warenverkehr (in Mill. 5U€)
13 Tote auf der Zeche „Adolf vou Harrfama««".
fl* Essen, 16. Juli. Tie Zahl der bei der Explosion auf der Zeche Hansemann tödlich verunglückten Bergleute hat stch auf 13 erhöht. Von den im Krankenhaus befindlichen Schwerverletzten sind in der letzten Nacht drei ihren Verletzungen erlegen.
internationaler Nolkstam-Kimgretz in London.
London, 16. Juli. (Europaprcß.) Ter internationale Volkstanz-Kongreß, auf dem 17 Nationen vertreten sind, wurde am Montag im Hydepark mit einem internationalen Tanzfest eröffnet. Besonderes Interesse erregte dabei die deutsche Abordnung — 48 Tänzer und Tänzerinnen aus Rothenburg a. d. Tauber in ihren Nationalkostümen, deren Darbietungen allgemeinen Beifall fanden.
„Tas heißt,
der Journalismus wird wieder einer übergeordneten Autorität unterworfen,
die ihrerseits entscheidet, was der Nation nützt und was
Nation schadet."
Tie Ausgabe, der deutschen Presse im Kampf der Geister
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ff Essen, 16. Juli. In Opladen wurde eine Protest- kundgeliung der Hitler-Jugend veranstaltet, die sich gegen das Verhalten des Direktors des Aloysianums, des erzbischöflichen Gymnasiums in Opladen, richtete, der den Hitler- jungen seiner Anstalt bekanntlich den Besuch einer Parteiversammlung mit Pfarrer a. M. Münchmeyer verboten hatte. In der Protestkundgebung hielt Gauinspektor Straß weg eine Ansprache, in der er sagte, die katholischen Jugendorganisationen hätten heute keine Existenzberechtigung mehr. Wenn sie den Namen „Sturmscharen" trügen, so bedeutete das, daß diese Scharen stürmen wollten. Wenn die Sturmscharen-dazu noch mit Stammrollen arbeiteten, die man nur beim Militär kenne, so klinge das für eine Jugendorganisation sehr bedenklich und gefährlich. Dieses Treiben lasse sich nur mit den Methoden der schwärzesten Reaktion in Oesterreich vergleichen.
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fuhr bei allen Gruppen abgenommen. Mengenmäßig ist jedoch lediglich die Ausfuhr von Lebensrnitteln und von Rohstoffen zurückgegangen. Die Ausfuhr von Fertigwaren hat gegenüber dem Vorjahr der Menge nach nm rund 5 Prozent zugenommen.
MonaIsLurchichn.1913
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Aardstrand mit dem Festland verbanden.
* Husum, Mitte Juli. Nach zweijähriger Arbeit wurde der Nord- strander Damm, der eine Verbindung zwischen dem Festland bei Husum und der Insel Nordstrand bildet, nunmehr fertiggestellt und seiner Bestimmung übergeben. Für den Bau des Dammes, der eine Sohlenbreite von 65 Meter und eine Länge von 2800 Meter auf- 10 ei ft, mußten 650 000 Kubikmeter Boden herangeschafft werden, wofür insgesamt 160 000 Tagewerke sowie rund 650 Arbeitskräfte erforderlich waren.
In der Stadt Husum, die für diesen Festtag der Einweihung des Dammes reichen Flaggenschmuck angelegt hatte, fand am Sonntag vormittag eine Morgenfeier statt, an der Regierungspräsident Wallrath, Vertreter der Kriegsmarine, der Wehrmacht, der Bewegung und ihrer Untergliederungen sowie die Arbeiter, die bei den Dammbauarbeiten beschäftigt waren, teilnahmen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurde die Fahrt nach dem Nordstranddamm angetreten, wo die feierliche Einweihung erfolgte.
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die Zukunft der "Nation den ihr angemessenen Platz zuzuweisen, könnten nur Menschen erfüllen, die selbst im Besitz dieses neuen Weltbildes seien. „Ter oft bekundete Wille loyal im neuen Staat mitzuarbeiten und sich sozusagen zur Verfügung zu stellen, kann dann nichtmehrgenügen, wenn es sich darum handelt, mit der Sicherheit eines weltanschaulich gefestigten Instinkts das ösfentliche Leben mit zu beeinflussen." Insbesondere seien Konstruktionen -abzulehnen, welche die Gedankenwelt der NSDAP uoch nachträglich mit dem Parteiprogramm des Zentrums oder der Sozialdemokratie in Verbindung bringen wollten.
Tie Presse müsse sich innerlich freimachen von dein Gedanken eines gewissermaßen gottgewollten Gegensatzes der Presse gegenüber dem Staat. Man könne die Presse nicht Menschen anvertrauen, bei denen keine Garantie vorhanden sei, daß sie nicht bei der ersten seelischen oder moralischen Belastungsprobe jämmerlich versagten. Man wolle aber auf der anderen Seite auch keine Verewigung der äußeren Kontrolle der Presse durch den Polizeiapparat. „Wir wollen, daß sich die deutsche Presse auch bann bewährt, wenn sie nicht unter Polizeiaufsicht steht. Kurz, wir wollen einen deutschen Schriftleiterstab, der die ihm anvertraute öffentliche Aufgabe int Geiste unserer Zeit erfüllt, nicht weil er sie erfüllen muß, sondern, weil er sie selbst erfüllen w i l I." e
Hauptmann Weiß beschäftigte sich weiter mit der Anordnung des Präsidenten der ReichSpressekammer, A m a n n, welche die endgültige Beseitigung der Anonymität im Zeitungsbesitz bedeute. Nunmehr könne auch das
Problem der konfessionellen Presse
Der Prozeß Uapierfkr.
6 Jahre Zuchthaus wegen versuchten Totschlags.
ff Essen, 16. Juli. Vor dem Essener Schwurgericht wurde erneut gegen den 32jährigen früheren Kommunisten August N a p i e r s k i verhandelt, der schon im vorigen Jahre wegen Beteiligung an einen Ueberfall auf einen SA-Mann wegen versuchten Totschlags zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilt worden war. Bei dem im Juni 1932 veranstalteten Ueberfall wurden etwa 5 bis 6 Schüsse auf den SA-Mann abgegeben, wobei ihm eine Kugel durch den Oberschenkel schlug. Tas erste Urteil wurde aus die Revision des Staatsanwaltes hin vom Reichsgericht aufgehoben, ba zu prüfen sei, ob nicht versuchter Mord vorliege. In der gestrigen Verhandlung gab der psvchiatrische Gutachter Prof. Dr. Többen-Münster auf Grund einer längeren Beobachtung des Angeklagten in seiner Anstalt sein Gutachten dahin ab, daß man . es mit einem geistig unter dem Durchschnitt stehenden Menschen zu tun habe. Man müsse in der Wertung der geistigen Qualitäten noch weitergehen und sagen, daß der Angeklagte m i t angeborenem Schwachsinn behaftet sei. Dieser gehe aber nicht so weit, daß er als Geistesschwäche bezeichnet werden
Uerlängerrrrrg der Meldefrist für die Korporationen.
Berlin, 16. Juli. Der NSD-Studenteu blind gibt, wie die „Nationalsozialistische Parteikorrespondeiiz" meldet, bekannt, daß die in den Richtlinien für die weltanschaulich-poli- ttzsche Erziehung der Korporationsstudenten zur Meldung angelegte Frist b i s zum 2 5. Juli verlängert worden sei.
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3 Verhaftungen wegen Angriffe« auf die HI.
ff Essen, 16. Juli. Die Staatspolizei st elle Dortmund teilt mit: „Auf einer Firmungsreise besuchte der Paderborner Weihbischof auch Menden. Einige Angehörige katholischer Verbände nahmen daran Anstoß, daß sich auch einzelne Hitlerjungen den Empfang ansahen. Sie provozierten die HI, beschimpften sie und griffen die Hitlerjungen auch tätlich an, obwohl sich die Hitlerjungen völlig einwandfrei verhielten, Im Läufe der Ermittlungen wurden drei Personen festgeuommen, die sich durch besonders üble Hetze gegen die HI hervorgetan hatten; gegen sie ist gerichtlicher Haftbefehl ergangen. Es befindet sich unter ihnen der Führer des katholischen Jung- männcrverbaudes aus Menden. Diese Ausschreitungen sind die Folge einer maßlosen Hetze, die in Menden von konfessioneller Seite betrieben wird. Weitere Maßnahmen werden zurzeit erwogen."
Auf der Tagung des Landesverbandes der badischen Presse hielt der Leiter des Reichsverbandes der Deutschen Presse, Wil - h e l m Weiß, ein Referat von grundsätzlicher Bedeutung über die 'Aufgaben und die Zukunft der Presse. Dem ausführlichen Bericht des „Völkischen Beobachters" ist zu entnehme, daß der Redner sich zunächst gegen diejenigen wandte, welche glaubten, mit der äußeren Gleichschaltung sei auch die Revolution sür die deutsche Presse beendet. Nach scharfen Worten über das frühere Zeitungswesen erklärte Hauptmann a. D. Weiß weiter,- daß im Augenblick der totalen Umwälzung unverkennbar eine Periode der journalistischen Stagnation die nächstliegende Folge gewesen sei. Das solle nicht beschönigt werden. Aber dafür sei nicht der nationalfozialistische Staat und seine Pressepolitik ver- antwortlicki. Schuld seien die Träger der deutschen Presse selbst, die entweder zu dumm oder zu feige gewesen seien, die Zeichen der Zeit rechtzeitig zu erkennen.
Als Beispiel für die neue Haltung der Zeitung führte Hauptmann a. D. Weiß bann bie gesetzliche Einführung ber allgemeinen Wehrpflicht an. Diese Tat wäre „im Zeichen einer sogenannten Pressefreiheit" unmöglich gewesen, „in bereit Namen wahrscheinlich ein wüstes Kesseltreiben gegen beit angeblichen Wahnsinn militaristischer Kriegshetze angegangen wäre". Die nationalsozialistische Auffassung vom Wesen und Sinn ber Presse verlange, so sagte ber Redner u. a., daß bie Presse nicht mehr Selbstzweck sei.
Nummer 359 Seite 2
lBrittich-Südafrika (Wolle), Argentinien (Wolle unb Leinsaat), I einen Rückgang beS Ausfuhrdurchschnittswerts 'Ehina (Oelsrüchte) und Aegypten (Baumwolle) hat angenommen, j um annähernd 8 Prozent zurückzuführen. Das Ausfuhrvolumen ist Innerhalb Europas ging die Einfuhr aus Dänemark! gegenüber dein Vorjahr leicht gestiegen. Wertmäßig hat bie Aus- (yrrhffrtmirn siirürF vvtnh- • tnfir aTIzi» 4"^^,l, ..........• < r
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Mm im Morden.
Zur Zeit macht die dänische und schwedische Filmindustrie verzweifelte Anstrengungen, einen Platz in der ersten Klasse ber Welt-Film-Produktiou zurückzuerobern. Noch existiert der Name unb die Gesellschaft „Nordisk Film", die einst mit Waldemar Psylanber und Viggo Larsen einen an Lorbeeren und dänischen Kronen gleich reichen Tiogeszug um bie Erbe vollführt hat. Jedoch vom einstigen Weltruhm ist nichts Greifbares zurückgeblieben, es sei denn die große Tradition, auf die man sich gern bei den Premieren der läppischen Kopenhagener Lustspiele Beruft.
Jetzt hat der dänische Film-Geschäftsmann Bauder, dessen große kommerzielle Fähigkeiten mit seinen künstlerischen Ambitionen einen schweren Strauß fechten — ohne daß bisher das Geschäft darunter gelitten hätte — einen afrikanischen Feldzug zur Wiederherstellung skandinavischer Filmehre eingeleitet. Zusammen mit der schwedischen -Filmindustrie hat die Nordisk Film eine Afrika-Expedition ausgerüstet, bie unter ber Leitung des ungarischen Regisseurs Tr.'Paul Fejos steht. Fejos hat sich nach seinen europäischen Erfolgen, die er mit den Annabella-Filmen errang, nicht mehr recht durchsetzen können. Ein Kopenhagener Engagement, dessen Ziel die Produktion eines dänischen Weltschlagers fein sollte, verlief unbefriedigend: der Lustspielfilm „Flucht vor den Millionen" wurde ein glatter Mißerfolg. Zwei weitere Filme mit der bedeutenden Tragödin des Königlichen Theaters Bodil Jpsen und mit dem Kopenhagener Zeichner- Original Storm-Petersen sind fertiggestellt und sollen die Oesscut- lichkeit demnächst überraschen.
Fejos aber zieht inzwischen mit einem dänischen und einem französischen Filmphotographen, einem Botaniker und einem Großwildjäger an die afrikanische Küste, um dort dreißig Kulturfilme von den verschiedenen Teilen Afrikas und den Inseln des Indischen Ozeans aufzunehmen.
Man verspricht sich von ber Reise einen europäischen Filmerfolg größten Stils, das zeigt schon die relative Großzügigkeit, mit bet bie Filmexpedition auf sieben Monate bemessen ist. Tatsächlich hat ja der lebhafte Ungar Fejos, Routinier, Künstlet, Afrikakenner, der er ist, eine beträchtliche Chance, mit seinem Vorstoß das 5um Teil seht hohe Niveau deutscher und amerikani- schet Kulturfilme zu erreichen.
An den Mitteln scheint er diesmal nicht scheitern zu brauchen, von einer ewig naseweisen Kritik wird et auch nicht im voraus belästigt werden, und so sollte es ihm möglich sein, gerade an der afrikanischen Küste seine speziellen Fähigkeiten entfalten zu können: feine Natiirbeobachtung, einen scharfen „Kamerablick" und geschickten Einsatz der freiwilligen oder unfreiwilligen Komparserie. Vielleicht gelingt es dem früher so berühmten Eisbären — Fabrikmarke bet Nordisk Film — in Gesellschaft von Löwen und
„Jugend singt über die Grenzen."
H- Berlin, 15. Juli. Wie ber „Reichs-Jugend-Presfedienst" mitteilt, würbe durch einen Vorschlag des Rundfunkamtes ber Reichsjugendsührung auf bet Warschauer Tagung des Wclt-Rnnb- funkveteins eine große Welt-RingsenbungberJugend beschlossen. Tie Sendung trägt beit Titel „Jugend singt über die Grenzen" unb wirb von fast allen Senbern ber Welt am 27. Oktober von 6 Uhr bis 8 Uhr abenbs öorgetragen werben.
Diese Sendung beweist, daß die Jugend, die sich besonders der Zukunft gegenüber verantwortlich wisse, neue Wege geht, die wesentlich zur Befriedung der Welt beitragen könnten.
müsse. Der Angeklagte sei vielmehr nur vermindert zurechn u n g § fä h i g, der K 51 scheide aber aus.
Auf Grund des Gutachtens hatte das Schwurgericht Bedenken, den Tatbestand des versuchten Mordes als einwanbfrci nachgewiesen anzusehen, wenn auch starker Verdacht in dieser Richtung bestehe. In Uebereinstimmung mit dem Antrag des Verteidigers nahm daher das Schwurgericht nur versuchten Totschlag a;: unb verurteilte den Angeklagten zu sechs Jahren Zucht- Ha u s unb zehn Jahren Ehrverlust. Ter Staatsanwalt halte wegen versuchten Morbes zwölf Jahre Zuchthaus unb zehn Jahre Ehrverlust beantragt.
Erregung «rege« Aichtbeitritte« ;«r MSP.
Zwei Fälle von Schutzhaft.
ff Essen, 16. Juli. Nach dem „Rheinisch-Westfälischen Dienst des DNB." lehnte der in dem Dorfe Buettgen bei Düsseldorf wohnende R e g t e r 11 n g § r a t a. D. Dr. B., der früher im Finanzministerium beschäftigt war und in guten wirtschaftlichen Verhältnissen lebt, es trotz wiederholterAuffordernng ab, der N S - V 0 l ks w 0 hl f a h r t beizutreten. Unter immer neuen Vorwänden habe er die Werber ber NSV abgewiesen unb schließlich die Klingelleitung seiner Wohnung entfernen lassen, um von ben Helfern ber NSV nicht gestört zu werben. Dagegen habe nunmehr bie Einwohnerschaft be§ Ortes -protestiert, so baß ber Genannte z u feinem eigenen « ch u tz in P 0 liz ei g.e w ahr sam habe genommen werden müssen.
Auch der Eisenbahninspektor W., dec seinen Leuten mit Ent- I a s f u n g gedroht habe, wenn sie eine Aufklärungsversammlung, welche die Partei wegen des Verhaltens des Dr. B. einberufen hatte,besuchten, habe zu seiner eigenen Sicherheit in Polizeigewahrsam genommen werden müssen.
„ Kultusminister Macker «ber das Erziehurrgsideal.
Stuttgart. Auf einer Tagung des Nationalsozialistischen Deutschen Lchrerbundes, Gau Baden, in Bad Frcyers- b a ch, hielt der badische Kultusminister Wacker eine längere Ansprache über die Aufgaben des deutschen Lehrers. Er sagte, was den Deutschen in der Vergangenheit gefehlt habe, fei ein arteigenes Erziehungsziel gewesen. Aus diesem Fehlen habe sich jener falsche Begriff von Bildung gebildet, ber zu einer Ileberschätzung des rein Unterrichtlichen unb zu einer Unterschätzung bet Erziehung geführt habe. Diese Fehlbeurteilung habe sich auf bie Ileberschätzung bes akabemischen Lehrers gegenüber bem Volksschullehrer ausgewirkt. Ter Nationalsozialismus, bei ben Kampf um ben Platz an bei Sonne aufgegriffen habe, tinge um bie beste unb schönste alteigene Lebensfoim des deutschen Menschen. Ei suche das Land bet Bätet von bet Seite bet Seele het zu erfaffen, nachdem mit 2000 Iahte im politischen Sumpf Eutopas heiumgewatet seien. Der Ministet gab einen Uebetblick über die Erziehungsideale bet mittelalterlichen Zeit, bie wesentlich von Klöstern beherrscht worben sei, unb fügte hinzu: in feiner Frühzeit habe bas Germanentum sozusagen bumpförütenb einet spät unb raffiniert geworbenen Mittelmeerzivilisation gegenübergeftanben. Würde man aus der europäischen Geschichte das Germanentum wegdenken, so bliebe Zivilisations- aber kein Kulturboden übrig. Eine bemalte Großstädterin könne Zivilisation haben, aber sie habe vielleicht weniger Kultur als ber Bauet, bet hinter seinem Pflug schreite. Tie Deutschen besäßen bis jetzt zu wenig Selbstbewußt- s e i n. Völker mit weniger Tiefgang und mehr Selbstbewußtscin könnten sich schnellet als wir finden, aber vielleicht sei der deutsche Tiefgang doch die Ursache, daß aus unserem Volk Maßstäbe für die arische Menschheit gewonnen werden würden.
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Die Bedingungen für de» Urrterfaebootsdieust.
Berlin, 16. Juli. (NTZ.) Von zuständiger Stelle werden jetzt auch die „besonderen körperlichen Anforderungen" ßctanntgcgcbcii, bic für die Verwendungsfähigkeit im Untcrsee- b 00 ts dienst gestellt werden. Sie lauten u. a.: Einwandfreie Vorgeschichte bezüglich Tuberkulose und Nervenkrankheiten, völlig" gesunde Lungen bei gutem Brustkorb mit großer Erweiterungsfähigkeit, kräftiges gesundes Herz, keine Blutarmut; gesunde Ohren; gute Luftdurchgängigkeit bei Nase unb bei Tuben, keine Rachenmanbelwucherung; butchaus gefunbe Verbauungsorgane, gefunbe Haut; Seefestigkeit; gefunbe Augen, Gewicht 60 Kilogramm; kein Mindestmaß.
Ei« «euer französischer Kreuzer.
Paris, 16. Juli. (DNB.) Am Mittwoch wird in Gegenwart des Kriegsmarineministers in St. Nazaire der neue französische Kreuzer „Marseillaise" vom Stapel laufen. Er ist das sechste unb letzte Schiff einer Serie vom Typ beS Kreuzers „La Galisioniere". Der Kreuzer hat eine Wasserverdrängung von 7600 Tonnen, Maschinen von 84 000 PS, die ihm eine Geschwindigkeit von 31 Seemeilen verleihen. Bestückt wird der Kreuzer mit 9 Geschützen von 15.5'Ztrn., je drei in einem Turm, unb mit acht Flugzeugabwehrgeschützen von 9 Ztm. sowie vier Torpedorohren. Ter Kreuzer wird zwei Flugzeuge an Bord mitsühren. Die Besatzung wird aus 28 Offizieren und 580 Mann bestehen.
Englische lütter ntm Frontkiimpferbcsnch.
London, 16. Juli. (DNB.) Tie englische Äbendpreffe . veröffentlicht ausführliche Meldungen Über den Empfang der britischen Frontkämpferabordnung in Berlin und über bic Ereignisse des elften Tages. Besonbers hervorgehoben wird ber Bericht, daß Hitler bie britischen Delegierten persönlich empfangen hat.
Ter Empfang durch Hitler, schreibt „Star", sei selbst für die Mitglieder der British Legion eine Ueberraschung gewesen. Tas Blatt überschreibt bie Titelseite mit ber fettgedruckten Schlagzeile „Britische Frontkämpfer treffen mit Hitler zusammen".
In einer Unterrcbung mit bem Reuter-Vertreter erklärte ber Führer ber englischen Aborbnung, Major Gobley, bie Unter? rebung mit bem Kanzler sei außerorbentlich frcunbschaftlich gewesen.
Nur dem „Manchester Guarbian" blieb es Vorbehalten, im Zusammenhang mit bem Frontkämpferbesuch einen sehr unfreundlichen unb hetzerischen Leitaufsatz zu veröffentlichen.
Poofauelt fall tit bett italienisch-abesiinischen Streit ein greifen.
New Dork, 16. Juli. (DNB.) Der hier vor kurzem ins Leben gerufene „Ausschuß für Abessinien" hat mit ber Verteilung von 5 0 0 0 0 0 „F r i e b e n s b i 11 s ch r i f t e n" begonnen, in denen Roosevelt gebeten wird, auf Grund des K e l l 0 g g-P a k t e s in den italienisch-abessinischen Streitfall einzugreifen. Ter Aus- schuß hofft, zehn Millionen Unterschriften zusammenzubekommen.
Lynch-Justiz an zwei Neger».
Washington, 16. Juli. (Europapreß.) Zwei Neger wurden am Montag in Columbus (Mississippi) von einer großen Menschenmenge gelyncht. Die Neger waren am Sonntag unter ber Anklage, zwei weiße Mäbchen angegriffen zu haben, verhaftet worden. Etwa 40 Personen drangen, als sie von der Verhaftung der beiden flieget erfuhren, in das Gefängnis ein, überwältigten die Wärter, holten die Neger aus ihren Zellen heraus unb schleiften sie von bic Stabt, wo sie an zwei Bäumin aufgehängt würben.
Im ersten Halbjahr 1935
betrug bie Einfuhr 2127 Mill. RM., die Ausfuhr 1962 Mill. MM. Tie Handelsbilanz schließt hiernach mit einem Einsiuht- ü b e i s ch n ß von 165 Mill. RM. ab.
Gegenüber dem ersten Halbjahr 1934 ist die Einfuhr dem Wert nach um 7,6 Prozent zurückgegangen. Dem Volumen nach wat der Einfuhrrückgang nicht ganz so stark, da in der Verminderung d e s Einfuhrwerts zum Teil eine Senkung des Einsuhrdurchschnittswertes zum Ausdruck kommt. An dein Rückgang der Gesamteinfuhr waren in der Hauptsache Rohstoffe und Fertigwaren beteiligt, und zwar hat die Einfuhr in beiden Fällen sowohl wert- als auch mengenmäßig abgenommen. Die 'Lebensmitteleinfuhr entsprach dagegen ungefähr dem Vorjahresstand.
Tic Ausfuhr war im ersten Halbjahr 1935 um rund 6 Prozent geringer als im Vorjahr. Diese Abnahme ist ausschließlich auf
1934
(»«Hl. Jahr 1933 Avril
Presse mrd Nationalsozialismus
Erne Rede des Reichsverdandsleiters Mertz.
Straußen, bic internationalen Lichtspieltheater zum Ccffncn ihrer Pforten und ihrer Kassen zu bewegen.
Zur Zeit steht der skandinavische Filmmarkt völlig im Zeichen der Amerikaner, und die Tatsache, daß gerade die zweit- und drittklassige Produktion die Kasseiierfolgc bringt, ist geeignet, die Aussichten für eine Renaissance des nordischen Films — im Sinne eines künstlerischen Aufstiegs — gering erscheinen zu lassen. Tenn ganz zweifellos besteht eine intime Wechselwirkung zwischen den Ansprüchen des Publikums und der Produktionsgüte ber Filmindustrie, es ist einfach nicht wahr, daß der „Schlager" minderwertig sein muß. Tie Teutschen unb bie Amerikaner haben oft genug den Gegenbeweis geführt.
Im Augenblick läuft in Schweden unb Dänemark ein Paramount-Film, von dem noch nicht sicher ist, ob ihm das große Publikum hier seine hohen künstlerischen Qualitäten verzeihen wird. Charles Lauhgton, ber unvergeßliche „Heinrich VIII.", hat sich seiner königlichen Eigenschaften völlig begeben, um in die Bezirke eines englischen Kammerdieners hinabzusteigen. Tie verblüffenden Abenteuer, die er, in den „Wilden Westen" des Jahres 1908 verschlagen, erlebt, meistert er mit einem ewigen Lächeln „durch bie Wand hindurch". Er scheitert schließlich — als Kammerdiener — an den Bekenntnissen Lincolns, bie ihn aus die tolle Idee bringen, daß er selbst vielleicht auch eine Art lebenben Wesens sei. lind er enbet als freier amerikanischer Bürger, der unter ber freubigen Zustimmung anderer freier amerikanischer Bürger ein englisch-amerikanisches Eß-Etablissement betreibt; „es begann in Paris" heißt der Film.
Tic Grobheit isicser neuen U.S.A.-Spitze gegen englischen Kastengeist wird durch die Feinheit der Regie gemildert, Charles Laughton, der englische Schauspieler, und Leo Mac Carey, der amerikanische Regisseur, haben mit allen Mitteln ber Schauspiel- und Regiekunst eine Prachtvolle Satire geschaffen, bic bas ganze Hollywood-Sündenregister aufwicgt.
In Schweben beherrscht nach wie vor bie Persönlichkeit Gösta Ekmans ben Film. Dieser unruhige Nordlänber penbelt zwischen bet Bühne, bem Regiestuhl und der Kamera hin unb her. Aber wo er auch auftaucht, zwingt er bas Publikum in feinen Bann — selbst bann, wenn er versagt. Und das tut er häufig. An sich haben bie Schweben burchans eine Chance, einmal mit einem Großwerk hervorzukommen. Tic bezaubernbcn Farben ihres Landes, bic zarten Töne der Lanbschaft und bic matte Melancholie ber Siäbte, sind von den Filmtcchnikem in Schwarz-Weißfilmen meisterhaft eingefangen, bie schwedische Photographie ist unüber- treftlich. Aber es fehlt — alles anbcrc. Daher sieht man auch begierig auf die Urlaubsreise, die Greta Garbo jetzt in ihre Heimat angetreten hat. Wit ihren Amerika-Filmen ist sie unzufrieden, und die wirklichen Freunde ihrer Kunst wagen nicht, zu widersprccheii. Unzufrieben ist sie auch mit ihren Regisseuren. Vielleicht erhält bic Schauspielerin während ihrer Schweden-Reise
U«r «och Litauer im Memeldirektorium.
Memel, 16. Juli. (DNB.) Ter Landesbirektor Heinrich B u t t k e r e i t s hat am Samstag bem Präsidenten bes Dirck-" torinms Bruwelaitis fein Amt zur Verfügung g e st e l-l t. Zur Begründung führte er neben Gesundheitsrücksichten an, daß die Landwirtschaft des Memclgebictes vor dem vollständigen Zu- s a m m c 11 bruch stehe, da sic feinen Absatz fjabe. Er könne deshalb sein Mitwirken in ber mcmcllänbischen Regierung nicht mehr verantworten. Runineht setzt sich das Diemelland-Direktorium nur noch aus Anhängern ber großlitauifchen Richtung Bruwelaitis zusammen.
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Augenblick warteten, in bem sie mit ihren konfessionellen Verlagsorganisationen unb Pressevereinen wieber an bas Licht ber politischen Ocffentlichkeit treten könnten. Ter beutsche Katholik müsse cs sich verbitten, bnrch bas Sonberbasein katholischer Tageszeitungen immer wieder daran erinnert zu werden, „daß er eigentlich im Grunde genommen immer noch nicht als vollwertiger Teutscher anerkannt werden könne". Schon aus diesem Grunde tue man den deutschen Katholiken selbst gar keinen Gefallen, wenn man heute noch bic Notwenbigkcit für eine besonbere katholische Presse behaupte.
Tic Prcsscpolitik im nationalsozialistischen Staat müsse cn- h e i t l ich geregelt werben. Je zentraler bie Führung, desto mehr mache sie bic Einflußnahme nachgeorbnetcr Behörben unb Instanzen entbehrlich. „Ich fürchte, wir haben auch heute noch zu p i c l e Pressechefs im ganzen Lanbe. Eine Vereinheitlichung ber für bie Presse geschaffenen Dienststellen, Be- hörben, Pressewarte usw. ist bringenb zu wünschen. Wir müssen verhindern, baß aus den deutschen Journalisten am Ende reine Zeitungsbeamte werden, bie lebiglich barauf warten, was ihnen von ber bekannten maßgebenben Seite zur Veröffentlichung überwiesen ober freigegeben wird."
Zum Schluffe beschäftigte sich ber Leiter bcs Rcichsverbanbes mit ber
Erziehung des journalistischen Nachwuchses.
„Wir wollen, daß die Deutsche Presse von morgen von nationalsozialistischen Schriftleitern gemacht wird. Das heißt, wir legen Wert darauf, daß bie Auswahl ber Volontäre nicht nur bei ber nationalsozialistischen, sondern auch bei der n ich t na t i0n also z i a l ist i s ch e n Preffe unter diesem Gesichtspunkt erfolgt Praktisch gesprochen, cs muß darauf geachtet werben, baß bet’ mafcgebcnbe Teil bes jungen Nachwuchses wenigstens Bei bei politischen Presse bnrch die Hitlerjugend hinburch- gegangen ist."
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Die Aufgabe« der SA.
Eine Rede des Gruppenführers Kob.
# Magdeburg, 16. Juli. SA-Gruppenführer Kob hielt vor der SA des Stanbortes Magbeburg eine programmatische Rebe, in ber er sich gegen die Gegner ber SA roanbte. Er ging babei von dem Wort bes Rcichsstatthalters Gauleiter Loeper ans: »Ohne bic Bewegung nicht bas Tritte Reich und bie Bewegung nicht ohne die SA." Nach einem Bericht der „Magdeburgischcn Zeitung" führte er weiter aus: Wer SA-Mann fei, wisse aus eigener Erfahrung, wie jetzt bie Dunkelmänner sich an bie SA-Männer heranmachten unb ihnen ins Ohr flüsterten: Warum seid Ihr denn noch in der SA, wir haben doch bie allgemeine Wehrpflicht, in der jeber bem deutschen Volke bient, was braucht Ihr noch spät am Abenb Euren Dienst zu tun? Alle, bie bas sagten, seien entweber lächerliche Schwätzer, bie man auslachen müsse, die vom Nationalsozialismus nichts verstänben, ober es seien Böswillige, die hinter Schloß unb Riegel gehörten. SA- Mann sein heiße opfern, nicht nur an Geld, nein, opfern an Zeit unb verzichten auf Vergnügungen. Aus ben Opfern der Männer von 1933 sei bas Tritte Reich 'erftanben. Erst wenn bie Opfer auf- hören würben, werbe ber Bestaub des Dritten Reiches aufhören.
Gruppenführer Kob sprach weiter von ben ungeheuren Aufgaben, bic auch heute noch ben Kämpfern Abolf Hitlers gestellt seien. Diese Ausgaben ruhten auf allen, gleichviel in welcher Organisation ber Bewegung sie stünben, unb alle Organisationen hätten eine Ausgabe, bie ihnen ber Führer gestellt habe. D i e Zieledcr S A se.icn bie gleichen wie in der Kampfzeit. Diese Ziele seien aber vergessen worden, und auf sie müsse man sich wieder zurückfinden. Kurz gesagt, der SA-Mann habe den Nationalsozialismus vorzu leben. Man dürfe, wenn es notwendig sei, nicht davor zurückschrecken, bie SA noch mehr zu verkleinern. Tie bann übrig blieben, würben bie Kämpfer fein; mit ihnen werbe man bas Ziel erreichen. Wie bescheiben seien bie alten Kämpfer gewesen; sie hätten nicht gekämpft, um eine Stellung ober einen Posten zu bekommen, sie hätten gekämpft, bamit ihren Kinbern ein besseres Los beschieben sein möge, sie hätten für andere, für Deutschland gekämpft.
Tas «chriftleitergesetz verlange eine einjährige Berussaus- btlbung. Aber nach den bisherigen Erfahrungen könne man nicht bejührworten, daß jeder junge Volontär nach einjähriger Ausbildungszeit ohne weiteres in die Schriftleiterlifte ausgenommen werde. Tom Gedanken der Volontärausbildung diene zunächst die Reich sp resse sch nle. Der Besuch bet journalistischen Lehr- gänge bürfe aber nicht bem freien Willen bes einzelnen überlassen bleiben. „Ich habe baher beim Reichsminister für Volksaufklärung unb Propaganda bereits ben Antrag gestellt, baß ber Besuch ber Reichsprefseschule in Berlin alsbalb als obligatorisch erklärt werden mutz. Denn nur so sind wir in der Lage in die Erziehung unseres journalistischen Nachwuchses ein System zu bringen, das den gesamten Nachwuchs in der deutschen Presse umfatzt. Es ist daher damit zu rechnen, datz im Laufe der nächsten Zeit bie Bestimmungen bekanntgegeben werben, bie ben Zugang zur Reichs- presseschule regeln." Der Besuch ber Reichspresieschule sei zunächst als Abschluß bes Ausbilbungsjahres gebadjt. Aber schon bei ber Auswahl bei als Volontär einzustellcnbcn jungen Leute müsse planmäßig vorgegangen werben. Die verantwortungslose Volontärzüchterei sei ein für allemal zu unterbinben.
Aus ber' gleichen Tagung hielt ferner auch Reichsstatthalter fnobert Wagn e r eine Rebe über „Politik unb Presse", wobei er, wie uns aus Karlsruhe berichtet wirb, unter anberem erklärte: „2?a§ eine ist natürlich sicher, baß nicht alle Zeitungen parteiamt- liche Zeitungen sein können, aber alle können sie nationalsoziali- r..., < ~ , I stisch fein. Hierin miinbet eine ber Grunbforberungen unserer
gelost werben, ^ebenfalls müffe es unmöglich ;em, baB immer noch Partei, baß in Teutschlanb bic gesamte Presse nationalsozialistisch unsichtbare Prälaten unb Domherren un Hmtergrunb auf ben | werben muß."

