AlMdMW-er Jahrgang.

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Ssurskss, TL Hxxtremfree 1908

r. 383 Niertes Morgrnvlstt.

FranKfwter Zettvim

und Handelsblatt.

'Naus Frankfurter ZeitungA

Erzählungen eines Insurgenten

würde dann weniger vo

denen sich die Herrschaster.. .

ganzen Tag leer stehen. Die Palmengarten-Geicllschast soll die Platzfrage hier wie an anderen stark besuchte«, Tagen dem Publikum überlasten. L

Mainz i SohiUerolatz 3. Berlin! Leipzigerstr. 13La Stuttgart: Langestr. L Münohen: Maffeistr. 18.

:te den Gegen- präches vorwiegend der A uf- Acht Monate hat Christo Jo-

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L 7-20 —neeiani’ü'.BbLWS ^Weltpostverein Jt 18; Sn Jon Siegle, SOLimeSL; Paris Agence Hayas;__

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unsere übr. Agenturen u- die Annonoen-Bureaux.

(Verlag n. Druck <L Frank«, tturtei Societate Drucket ei < (iesaiischaft m. b. HJ

zu publizieren.

n v Frankfurt, 17. Nov. E t r a f k a m m e r. Der Schlosser Bertold Kühn, der ein Fahrrad gestohlen hat, erhält ein Jahr Zuchthaus. — Der Händler Martin Fisch er, der aus Eifer­sucht einem Weißbinder zwei Mesterstiche versetzt hat, wird zu P/g Jahren Gefängnis verurteilt. — Der Schremergeselle Karl Friedrich Fuchs, der seinem Prinzipal ein Sparkassenbuch ent- wendete, von dem er Jt 150 abhob, und der fich ferner auf be­trügerische Weise ein Darlehen von 50 verschaffte, erhält 2*/a Jahre Zuchthaus.

sß Göttingen, 16. Nov. Ernnervoser Schutzmann, Andreas Noll aus Kastel, stand heute vor den Geschworenen, weil er am 20. Juni zu Escherode seine Ehefrau durch Revolverschüfse zu ermorden versuchthatte. Noll, der in Berlin 8 Jahre Schutzmann gewesen, aber wegen Nervosität vom Dienst suspendiert wurde, ist nach dem Gutachten des Herrn Prof. C r a m e r so hoch­gradig nervös, daß er mit einem ander» Maß gemessen zu werden verdiene, wie ein gesunder Mensch. Das Urteil lautete auf ein

In Ihrem Abendblatt vom 11. Nov. finde ich eine Mitteilung der Palmengarten - Gesellschaft über Gesellschaftskonzerte und. Bestellung von Eintritts-, karten. Ich selbst bin viel auf Reisen und habe infolge besten wenig Gelegenheit, mein Abonnement zu benützen.' Bin ich nun z. B. zufällig Samstag, den 21. November, hier und beabsichtige, abends in den Palmengarten zu gehen, so kann es mir nach der neuen Verfügung sehr leicht Vorkommen, daß ich, wenn ich hinkomme, nicht einge­lassen werde, weil ich mir nicht rechtzeitig eine besondere Einlatzkarte besorgt habe. (Ist der Fall, weil die Plätze ver­geben sind. D. Red.) Dasselbe kann jedem Fremdew passieren. Meines Erachtens wäre es viel eher ange­bracht, das lästige Belegen der Plätze im Vorau« damit zu beseitigen, datz für jeden solchen Platz eine Ge­bühr von mindestens einer Mark erhoben wird. Es würde dann weniger Vorkommen, datz belegte Tische, an denen-sich die Herrschaften nicht eingesunden haben, fast den

des Oberamtsrichters Starke und des Rechtsanwalts Dittrich in Weida und des Landgerichtspräfideuten Dr. Hagen in Gera zu verantworten. Der Angeklagte, der apostolisch und sein und seiner eigene» Familie Pfarrer ist, war bis zum Jahre 1888, etwa 20 Iah« lang, Piouier-Offizier. In seiner langen militärische» Laufbahn hat er fortgesetzt Konflikte mit soinenDorgesetzten gehabt, die schließlich zur Bestrafung des Angeklagten wegen Beleidigung eines Vorgesetzten mit 3 Monaten 25 Tagen Gefängnis und mit seiner Entlastung endeten. Der Angeklagte erklärt, stets der An­gegriffene und Beleidigte gewesen zu sein, der niemals Recht, wohl aber immer Strafen bekommen habe. Sein erklärter Feind sei der General v. A l b e d h l l, der ihn von jeher verfolgt habe und be­zwecke, ihn ins Irrenhaus zu stecken. Clauß ist auch wiederholt schriftstellerisch tätig gewesen. Er hat in Stuttgart »Schwarze Bücher" erscheinen lasten und Broschüren militärischen und reli- giösen Inhalts geschrieben. Er meint, wer in bet Armee etwas für tue Oeffentlichkeit schreibe, dem gehe es wie dem Leutnant Bilse. Ms die Sache vertagt wurde zum Zwecke der Einhol­ung eines Gutachtens über den Gesundheitszustand des Angeklagten, bemerkte er: „Bravo! das beweist, daß in demselben Sinne, wie Mbedyll angefangen hat, fortgefahren wird." Ein An- ttag. den Angeklagten zu entmündigen, wurde im Jahre 1892 abgelehnt. Im Jahre 1895 wurde er wegen Beleidigung des Generals Albedhll zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. — Ein 13H Jahre alter Junge hatte sich wegen Straßen» räubereizu verantworten. Der zu Ostern b. Js. aus ber Schule entlassene Knecht Otto Franz Grieß mann hat am 17. September bett Oebster Reichard, hei dem er in Arbeit stanb, mit einer Zange an die Schläfe geschlagen. Er wollte zugestande­nermaßen den Reichard im Schlafe betäuben, um ihn dann besteh­len zu können. R. erwachte aber nach dem Schlage, woraus bet Täter bie Flucht ergriff. Er erhielt 1 Jahr Gefängnis.

1 Darmstadt, 20. Nov. (Tel.) Der schon bejahrte Schuh­macher Rupp el aus Oberramstabt, ber sich in einer ganzen Reihe von Fällen an Kinber» unsittlich vergangen hatte, würbe heute von bet Strafkammer zu zwei Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt.

Monastir, unter den Waffen. Jetzt sind die meisten Kämpfer beurlaubt bis zum Frühling, wo sie an einem schon im Vorhinein bestimmten Tage wieder alle zu den Fahnen ein­rücken müssen. Bis zu diesem Tage können sie sich in Bul­garien, Serbien oder im Lande selbst erholen. Für den Winterfeldzug sind nm 4000 Mann unter Waffen geblieben, deren Gros sich zur Zeit in der Gegend Morihowo nächst Prilep befindet. Die Aktion dieser Truppen soll sich außer der Verteidigung nur aus den Schutz der christlichen Dörfer vor den türkischen Ueberfällen beschränken., „Los von den Türken!" ist die Losung, und die Mazedonier wer­den sich keinesfalls mit türkischen Reformen begnügen, wenn sich auch alle europäischen Mächte für solche.erklären. „Unser Land darf der Türke nicht mehr verwalten!" sagte mir Frbund Christo ganz entschieden. Ueber die türkischen Truppen äußerte er sich sehr geringschätzig und erklärte, daß bei jedem Zusammenstöße zwischen den Insurgenten und Türken die Verluste der letzteren drei bis vier Mal grö­ßer waren und daß dieselben immer dir Flucht ergriffen. Schließlich erklärte mir noch Christo, es sei eine irrige Auf­fassung, den mazedonischen Aufstand von heute als ein bulgarisches Werk zu betrachten. An demselben be­teiligen sich nun alle ssawischen Christen, Serben ebenso wie Bulgaren. Im Laufe des Sommers habe sich der Insurrektion auch eine bedeutende Anzahl der Kutzo - Walachen (Zinzaren) angeschlossen, und fürs Frühjahr haben auch die christlichen Albanesen ihren Beitritt zugesagt. „Wir müssen und werden unsere Frei- heit erlangen. Mazedonien den Mazedoniern!" schloß Christo siegesgewiß unsere Unterredung und verabschiedete sich von mir, um seine Kriegskameraden, deren sich gegen 200 in Belgrad aufhalten, aufzusuchen.

G Belgrad, 17. Nov. Gestern begegnete ich auf der Straße einer jener wettergebräunten, bärtigen Gestalten in mazedonischer Tracht, die man hier immer mehr trifft, da ein Teil der mazedonischen Insurgenten nun auch in Serbien Zuflucht sucht. Der Mazedonier trat fteundlich lächelnd auf mich zu und erst dann erkannte ich in ihm einen alten Bekannten, der vor acht Jahren.in Wien Philosophie studierte und sich dann in den Dienst der mazedonischen Propaganda stellte. Ich brauchte nicht zu fragen: alles zeigte an dem einst zarten und immer elegant gekleideten C h r i st o Jowantschow, daß er die heimatlichen Gebirge erst vor ftrrzem verlassen hatte. Selbstverständlich bildete den Gegen­stand unseres eingehenden Gespräches vorwiegend der Auf­stand in Mazedonien. Acht Monate hat Christo Jo- wantschow in der Umgebung der Stadt M o n a st i r zuge­bracht und während dieser Zeit an mehr als dreißig blutigen Gefechten teilgenommen. Die Organisation des Ausstandes, sagte er, habe anfangs viele Mängel gehabt, jetzt sei sie aber vorzüglich. Zu "Beginn ging es auch schwer mit der Bevölkerung, welche fich nur unter dem Dmcke der aus Bulgarien einbrechenden Banden und, höchst ungern dem Ausstande anfchließen wollte, jetzt aber sei alles begeistert und kampflustig, obgleich in dem Wilajet Monastir gegen 15,000 Christen gehörende Häuser durch türkische Truppen niedergebrannt sind. Die Zahl der von den Türken ermorde­ten Greise, Frauen und Kinder konnte mit Christo nicht genau angeben, seiner beiläufigen Schätzung nach übersteigt diese Zahl aber 4000. Früher war der oberste Befehlshaber Deltschew, seit dessen Tode hat sich Sarafow als unermüdlicher und unerschrockener, aber auch als sehr um­sichtiger Anführer rühmlichst hervorgetan. Die Insurgenten sind mit Waffen ausreichend versehen; Mangel an Munition leiden sie ost für einige Tage, bis dieselbe aus einem der im ganzen Jnsurrektionsgebiete zerstreuten zahlreichen Depots wieder beschafft wird. Die von den Türken am meisten ge­fürchtete Masst in den Händen der Insurgenten ist die Wurf- bombe. In jeder Tscheta (Bande) befinden sich mehrere ausgewählte Männer, die im Bombe ' F

tigkeit besitzen. Die Bomben werden in Mazedonien selbst verfertigt, ebenso auch die Kleidung für die Insurgenten, ____________ ---------

Fahnen und übrigen Embleme. Im Laust des Sommers fich bet Hauptmann a. D. Clauß, aus Greiz gebürtig, z.Zt. standen mchr als 10,000 Mann, vowiegend im Wilaset in”-----a ------m. rk,«« h-asifwinta e^ambacb.

Iaht Gefängnis. . , . . ,

E Hamburg, 17.Nov. Zwei tntetnattonaleDiebe stauben heute vor bet Strafkammer III des hiesigen Landgerichts. Dieselben, zwei Griechen, kamen im August b. I. von Budapest hierher und ließen sich in den verschiedensten Geschäften alle mög- lichen Waren zur Ansicht zeigen, bei welcher Gelegenheit sie eine ganze Anzahl der vorgezeigten Gegenstände verschwinden ließen. So stahlen sie an demselben Tage Brillanten, goldine Gestelle für Augengläser, Brieftaschen, Taschenuhren u. s w. Bemerkenswert ist. daß in keinem ber zahlreichen Geschäfte, bte sie bestahlen, der Diebstahl fofort bemerkt würbe. In einem Geldwechselgefchaft, wo sie den Kassierer durch beständige Aenderung ihrer Wünsche - erst verlangten sie französisches, dann russisches, dann österreichisches Geld - längere Zeit beschäftigt hatte», bemerkte man am Abend das Fehlen von mehreren hundert Mark und wurde dadurch auf die beide« Ausländer aufmerksam. Sie hatten aber Hamburg bereits verlas,en, doch gelang es, ihrer in Wien, habhaft zu werden, von wo sie hierher ausgeliesert wurden. In ihren Koffern fand man eine Sammlung der gestohlenen Sachen, von denen viele auch noch aus anderen Städten herrührten. D,e Gauner hatten sich während der Untersuchung auch ein sehr günstiges Leumunds­zeugnis von bett griechischen Behörden zu erschwindeln vermocht, doch erklärte die Polizeipräfektur in Athen dann, daß beide An- m - ■ , , i geklagte sehr qesährliche internationale Diebe find. Sie erhielten

Bombenwerfen besondere Fer- toCg6Tt bandenmäßigen Diebstahls jeder eine Zuchthausstrafe «m 511, rrt ÖA Aw,n-n 1 aI ktt — _

Bayerischer Landtag.

(Privattelegr. der „Franks. Ztc;.*)

> K München, 20. November.

(Abgeordnetenkammer.)

Angenommen wurde mit großer Mehrheit folgender auf agrarische gegen die Städte gerichtete Zentrumsvorschläge erfolgter A u s s ch u ß a n t r a g: Es sei die Staatsregierung z» ersuchen, den Gemeinden die Bewilligung zur Einführung von Pflaster» •flJS II en sowie zur Verlängerung der Frist für die bereits einge- führtcn Pflasterzölle nur insoweit zu erteilen, als der Austausch landwirtschaftlicher und gewerblicher Erzeugnisse durch bie Höhe ber beantragten ober eingeführten Zollsätze nicht gehemmt ober wesentlich erschwert wirb unb bie Forterhebung bes Pflasterzolles zur Deckung ber Ausgaben des gemeindlichen Haushaltes für die Pflasterung nicht entbehrt werden kann. Ein wettergehender An­trag B e ck h und der konservativ-bauernbündlerifch freien Ber­einigung aus Befestigung der Pflasterzölle ist damit gefallen. Der Minister des Innern hatte sich für den Aus- fchußantrag und gegen den Antrag Beckh ausgesprochen.

Heute ist wieder Abendfitzung. Auf eine Remonstration des Abg. Adolf Müller (Soz.), der namentlich hervorhob, daß jetzt Abend- sitzungen abgehalten werden und dann kein Material zu Sitzungen vorhanden fei und daß die Journalisten die Arbeit für doppelte Sitzungen nur sehr schwer leisten könnte», erklärte der Präsident Dr. Von Öderer, es sei nicht seine Absicht, Abendsitzungen zu einer ständigen Einrichtung zu machen. Er wolle sie nur ausnahms­weise bei hefo»deren Umständen Vorschlägen.

Morgen ist keine Sitzung.

mit sozialem Gewissen und vomrieilslosem Geist, wie der Her­zog von Ursel einer war, nicht häufiger find. Der Verstorbene ist nur 53 Jahre alt geworden.

Amerika.

Die Inszenierung der Panama-Revolution.

B New V"vk, 10. Nov. Das muß man ihnen lassen: Diejenigen, welche die Revolution auf dem Isthmus von Panama ins Werk fetzten, haben fich als Meister in ihrem Fache erwiesen. Da gabs keine langen Zwischenpausen und kein Zögern, es ging alles Schlag auf Schlag, und jetzt, kaun» acht Tage nach dem Beginne des Dramas, siebt sich die Welt einem neuen Staate gegenüber, der von den Ver­einigten Staaten anerkannt worden und anscheinend allen Fährnissen, die ihn bedrohen könnten, entrüdt ist. Das erste Donnerrollen des kommenden Gewitters wurde vernommen, als im September die Delegierten Panamas im Kon­gresse der Vereinigten Staaten von Kolumbien sich zu- rückzogen, weil der Kanalvertrag abgelehnt worden war. Vorher war dem Kongresse eine Petition aus Pa­nama vorgelegt worden, in welcher es wörtlich hieß:, „Wir Kolumbier, die auf dem Isthmus geboren oder dorthin zu­gezogen sind, betrachten ohne Unterschied der politischen Parteizugehörigkeit die Annahme des H"y-Herron- s ch e n Vertrages als von der größten Wichtigkeit für uns. Die Ablehnung des Verttages würde Anlaß zu un- patriotischen Gefühlen geben." Sobald nun die Delegierten Panamas in die Heimat zurückkehrten, begannen jene „unpatriotischen Gefühle" fich bemerkbar zu machen. Einige der hervorragenderen Persönlichkeiten von Panama reiften nach den Vereinigten Staaten. Unter ihnen waren der Finanzminister der provisorischen Regierung, Dr. Manuel A m a d o r und Jos6 Gabriel D u q u e, und hier in New Jork war schon ein Mitglied der französischen Panama-Gesellschaft, Philipp Bünau-Varilla. Fünf Herren, unter denen diese drei, hatten nun, häufig Besprech­ungen im Waldorf-Astoria-Hotel. Einige reiften ge­legentlich nach Washington. Vor drei Wochen reiften alle diese Herren außer Bunau-Varilla nach Panama zurück. Am Sonntag vor dem Wahltage in den Vereinigten Staaten kamen dann überraschende Nachrichten aus Panama. Es sei eine Bewegung zur Losreißung von Kolumbien ent­standen, hieß es. Zwei Tage später, als hier in den Ver­einigten Staaten die Wahlen stattfanden und man allen anderen Ereignissen keine Aufmerksamkeit schenkte, kam dann plötzlich die Kunde, Panama habe sich für unabhängig er­klärt. Aus Washington hörte man Andeutungen, die Bun­desregierung werde sich, wenn das amerikanische Volk endlich den mittelamerikanischen Kanal haben wolle, wohl dazu ent­schließen müssen, die neue Republik anzuerkennen, es fei dies der einfachste Ausweg aus dem immerwährenden Kanal­jammer. Die Zeitungen, die einige Tage lang durch die Wahlnachrichten sehr in Anspruch genommen waren, machten sich zum größten Teile dieses Argument zu eigen. Nachdem Washington halbamtlich gesprochen hatte, war natürlich die ganze republikanische Presse für die Anerkennung der neuen Republik. Auch der guten Hälfte der demo­kratischen Blätter schien dieser Ausweg aus den nun schon 50 Fahre währenden Kanalwirren der einfachste und beste. Nur die hiesige „Evening Post" lief wieder Sturm gegen den imperialistischen Drachen, und einige andere Blätter, denen Groß-Amerika ein Greuel ist, mit ihr. Der hiesige „American", der sich früher „Journal" nannte, suchte den „kategorischen Imperativ" hervor, ein von diesem Blatte selten benutztes Stück Möbel. In rührende^ Weise beschrieb bet „American", ein wie großes Unrecht man Kolumbien zufüge, und zornig fiel er über den Präsidenten her, den, er in Wort und Bild mit einem Räuberhauptmann verglich. Da William R. Hearst, der Herausgeber des erwähnten Blattes, sich starke Hoffnungen auf die Präsidenffchafts- nontination im nächsten Jahre macht, so ist sein Versuch, Herrn Roosevelt etwas in den Weg zu legen, wohl ver­ständlich.

Inzwischen wird hier geltend gemacht, daß Panama sei­nen Verpflichtungen gegen die Zentralregierung stets pünkt­lich nachgekommen sei, ja letztere schuldete dem Isthmus- Staate noch 2 Millionen Dollars, die dieser als Darlehen gegeben hatte. Der Kanal ist eine Lebensfrage für den Isthmus; die Weigerung Kolumbiens, trotz günstiger Be­dingungen feine Anlegung zu erlauben, wird hier als aus­reichender Grund für die Losreißung Panamas angesehen. Hat die amerikanische Regierung auch die Revolution in­direkt unterstützt und hält sie auch ihre schützende Hand über ber „Republica bei Jstmo", so entspricht sie in diesem Vor­gehen nur den Wünschen der weitaus größten Mehrheit des amerikanischen Volkes, das dringend auf endliche Fertigstell-' ung eines der größten Kulturwecke der Gegemvack besteht.

Vermischtes»

sefi Breslau, 18. Nov. Unser Korrespondent schreibt uns: Die Berichtigung des Direktor Dr. Löwe vonr 14. November klammert sich an Nebensächliches oder an Behauptungen, die nicht aufgestellt worden sind. Die Zahlen des betr. Stadtverordneten habe ich als irrelevant nicht genannt, sondern nur die Tatsache Betont, daß Dr. Löwe die Tantiemen des Lobe- und Thalia-Theaters auf das Konto des Stadttheaters buchte. Das bestreitet er nicht, kann er nicht bestreiten, ebensowenig die Tatsache, daß ledig­lich wegen dieser Enthüllung, die nicht erschüttert werden konnte, die Stadtverordneten-Versammlung in nament­licher Abstimmung mit überraschend großer Mehrheit die Subvention ablehnte. Daß das Defizit nicht allein durch merkwürdige Buchungen zustande komme, mag fein. Da sieht niemand klar, und keiner außer Dr. Löwe weiß ziffernmäßig, ob das Stadüheater mit Defizit arbeitet oder nicht. Dr. Löwe hat Jahr für Jahr behauptet, daß der Defizitjammer groß fei; ein Teil der Presse hat Jahr für Jahr darauf hingewiesen, daß Dr. Löwe als Monopolherr von drei Theatern unter den günstigsten Bedingungen arbeite, daß es bei dem Defizit des durch die Stadt ohnehin reichlich unterstützten Stadtcheaters (durch einen Druck­fehler ist daraus ein „Theaterorchester" geworden) nicht mit rechten Dingen zugehe. So gab es jedes Jahr die nner- quicklichsten Debatten, die auch in unangenehmer Weise das persönliche Gebiet streiften. Darin waren alle einig, datz die Stadt ihrem Theater eine weitere Unterstützung geben müsse, wenn sie notwendig und nützlich sei. Nur zu den Behauptungen und der Zqhlengruppierung des Dr. Löwe hatte man kein rechtes Vertrauen, und die Enthüllungen jenes Stadtverordneten haben endlich auch Anhängern der Direktion Löwe einmal in einem konkreten Fall beweiskräftig gezeigt, in welcher Weise auf das Defizit, das feinen Mann ncchrt, hingearbeitet wird. Herr Direktor Löwe behauptet ferner, er habe nicht mit seinem Rücktritt gedroht, falls die Subvention abgelehnt werde. Offiziell hat er's natürlich nicht getan. Aber am 20. September d. I. hat die „Bres­lauer Zeitung" in einem scharfen Artikel über die Stadt- theater-Subvention auf Grund von Mitteilungen, die ihr gemacht wurden, geschrieben: „Unser Direktor hat angeblich damit gedroht, daß, wenn er die Subvention nicht erhält, er sofort die Direktion niederlegen würde." Das Blatt hat daran Folgerungen geknüpft, die für Herrn Dr. Löwe keineswegs schmeichelhaft waren: Die Stadt werde dann endlich ba§. bedrückende Gefühl los werden, daß ihr der Pächter des Stadttheaters (nach feinen Berechnungen)! jährlich etwa 100,000 Mk. schenke, und das Publikum werde durch oen, Rücktritt nur gewinnen; denn in dem Moment, wo das Theatermonopol gebrochen fei, würde die Kon­kurrenz dafür sorgen, daß zum mindesten eine unserer Bühnen gut wäre. Herr Direktor Löwe, der so schnell! dabei ist, Berichtigungen zu senden, hat auf diese Aus- Sungen nicht reagiert und seine Rücktrittsabsichten un- rsprochen gelassen. Allerdings konnte er damals noch hoffen, mit dieser Drohung auf einige schwankende Stadt­väter Eindruck zu machen.

----- Zkose«, 20. Novbr. Das Polizeipräsidium teilt mit: Sn Sachen des Güteragenten Biedermann und des Redakteurs der „Praea', Rakowski, wegen Bestechung handelt es fich allein darum, daß diese beiden den Gefängniswärter in Wronke be­stochen haben. Andere Beamte find weder bestochen worden noch überhaupt in die Angelegenheit verwickelt. Das Polizeiprästdimn stellte gegen die .Posener Zeitung', die dies in einem Artikel be­hauptete, sowie gegen den „Kurier Poznanski' und gegen „Goniec Wielkopolski', bie den Artikel zum Abdruck brachten, bereit» Strafantrag. Ebenso soll gegen alle Zeitungen Sttafanttag ge­stellt werden, welche den Artikel abdruckten.

R Konllanz, 18. Nov. Am Montag toinbe der hier allge­mein bekannte Kaufmann Raabe vor dem Müller'« schen Brandplatz vo» dem Schutzmann Troll verhaftet und gefesselt auf bie Polizeiwache geführt, jedoch nach kurzem Verhör entlqssen. Raabe behauptet, er habe fich wegen Unwohlsein von den Löscharbeiten dispensieren lassen wollen und sich nach fei­ner Meldung den Namen des Schutzmannes und eines Zeugen notiert. Selbst weimman dem Schutzmann glauben will, daß sich Raabe „ungebührlich" benommen habe, so ist das Verhalten deS Schutzmannes doch ungehörig. Er kannte de» Herrn sehr gut, eine Verhaftung und gar Fesselung war deshalb ganz unnötig.

S Vom Niederrhein, 17. Nov. In der Umgegend von Kleve Wurde der Viehhändler Faßbender aus Remscheid, der fich in der Dunkelheit auf freiem Felde verirrt hatte, von einerLokomotive überfahren und so schwer verletzt, daß er den Folgen der Verletzungen erlegen ist.

Mitteilung aus dem Publikum.

An die Redattion der „Frankfurter Zeitung".

— Frankfurt, 16. November.

oder deren Bamn *5 Pfg; LSLLWM Anzeigen nehmen an:

von3Jahren. . „ ,,

Gera, 17. Nov. Dor der hiesigen Strafkammer hatte der H au p tmann a.D. Clauß, aus Greiz gebürtig, z.Zt. Berga«. E., wegen B e l e i d i g u N ü des Assessors Schornbach,

Gerichtszeituug.

Prozeß Stiegert-Hautz.

S Straßburg, 20. Nov. (Telegr.)Der am letzten Diens­tag vertagte Beleidigungsprozeß Riegert- Hautz, dessen Ausgang bereits gemeldet ist, wurde heute Vormittag fortgesetzt. Zunächst gab der Ver- ircter des Angekl. R. - A. Steinhardt die Er- Härung ab, daß nachdem das Gericht die Vereidigung des Zeugen Notar Schindele abgelehnt habe, man auf die An­tretung des Wahrheitsbeweises verzichten solle. Der Vorsitzende, Landgerichtsdirettor Vogt, macht hierauf den Vorschlag, den Prozeß auf dem Wege des Vergleiches zu beendigen. Nachdem der Wahlkampf beendet sei, solle man sich die Frage vorlegen, ob nicht auch der persönliche Krieg eingestellt werden solle. Es liege im öffentlichen Interesse, datz die persönlichen Fehden ein Ende nähmen und die vielen Prozesse, die im Hintergrund schweben, erledigt werden. Bürgermeister Riegert er­klärt, er könne im Interesse der Sache sich nicht vergleichen. Er habe sich in die Oeffentlichkeit geflüchtet, um feststellen zu lassen, datz man mit seiner Ehre ein frevelhaftes Spiel getrieben. In Kolmar erwarte man ein Urteil. Auch R.-A. Blumenthal zeigt sich abgeneigt, auf einen Ver­gleich einzugehen.

Es wird sodann in die Verhandlung eingetreten. Der Rest des Zeugenverhörs bietet im allgemeinen wenig Erheb­liches. Staatsanwalt Kanzler beantragt, Hauß zu einem Monat Gefängnis zu verurteilen. Eine schwerere politische Ehrabschneidung, ms sie in dem inlriminierten Artikel des „Volksboten" gegen Bürgermeister Riegert enthalten sei, gäbe es überhaupt nicht. R.-A. R u l a n d - Kolmar als Vertreter des Nebenklägers Bürgermeister Riegert bean­tragt, das Urteil in einer größeren Anzahl von Blättern

Deutsches Reich.

hk Koblenz, 19. Nov. Die Handelskammer richtete fol- qendes Schreiben an den Deutschen Handelstag zu Berlin: „Nachrichten zufolge, die uns heute zugegangen sind, unter­beut es keinem Zweifel mehr, daß im preußischen Ministerium der öffentlichen Arbeiten die schon zu festen ' Plänen verdichtete Absicht besteht, auf den Strömen und Flüssen Preußens Schiffahrtsabgaben einzufüh- I ten. Wir halten es für ein Gebot dringendster Notwendig- feit, dieser vom preußischen Fiskus gegen unsere Binnen- schiffahrt und die mit ihr eng verbundenen kommerziellen und : ' industriellen Interessen Deutschlands gerichtete Bedrohung bei Zeiten und mit aller Energie durch eine einmütige Kund­gebung der sämtlichen amtlichen Handelsvertretungen f Deutschlands zu begegnen und empfehlen daher, den Deut- - schön Handelstag schleunigst zu einer außerordentlichen Tag- ung einzuberufen." Einen ähnlichen Anttag haben bekannt­lich die Berliner Aeltesten gestellt.

X Bom Rhein, 18. Nov. Arn Bußtag, an einem sogenannten staatlichen Feiertage, mußte man wieder die Erfahrung machen, daß Sonntags- und Feiertagsfahrkarten zu er- mäßigten Preisen von der Eisenbahn nicht auSgegeben wurden. Diese B Inkonsequenz ist nicht zu verstehen, es müßte denn die Absicht vor- liegen, die zum Reisen und z» Ausflügen geneigte Menschheit zum Büßen und Beten zu Hause zu halten. Daun sollte man aber die Eisenbahn,üae an diesemTage gan, ausfallen lassen.

0 Dresden, 16. Nov. In dem Leipziger Aerztestreik i find die ärztlichen Bezirksvereine und deren Ehrenräte, wie man sich erinnern wird, gegen solche Aerzte ehrengerichtlich einge­schritten, die sich bereit fandm, bet der Ortskrankenkasse die Stellen zu übernehmen, die von bett streikenden Aerzten nieber- gelegt worden waren. Ebenso verlangte ber Leipziger Bezirks- verein, baß bie Uebernahme ber Stelle eines vom Leipziger ■ Schulausschuß gekündigten Schularztes burch einen anberen Arzt gleichfalls als ein Verstoß gegen bie Stanbesordnung an­gesehen werbe. Dieser unb ähnliche Vorgänge geben ber sächsischen Regierung Anlaß, in einer ben Ständen zugegangenen Ü Novelle zu bem Gesetz über bie Or ganisation bet r Aerzte nochmals zu erklären, baß burch bie zur Wahrung ber I ärztlichen Stanbesiuteressm zu treffenden Bestimmungen bie Be- k bürfnisse unb Anforderungen anderer Stände, Berufskreise, unb i Organisationen nicht in einem bem öffentlichen Interesse wider­streitenden Grade hintangesetzt und gefährdet werden dürfen. Die Regierung hat davon abgesehen, diese Anschauung in der Novelle selbst zum Ausdruck zu bringen, weist aber darauf hin, daß ein Verstoß gegen jenen Grundsatz eine Rechtsverletzung set, gegen die Anfechtungsklage erhoben werden könne.

Q Aus Sachse«, 18. Nov. Alle sächsischen Kachelofen- fabrifanten, bte bem Unternehmerveibanb angehören, haben den organisierten Töpfern in den letzten Tagen bie Stellung gekündigt, mit ber Bemerkung, daß bie Kündigung zurück- genommen wirb, wenn die Arbeiter aus der Organisation aus­treten ober ber seit einiger Zeit in Velten und Fürstenwalde aus­gebrochene Töpferstreik beendet wird. Derattige Kündigungen haben stattgefunden in Meißen, Pirna, Kamenz, Deuben und Stuben. Die Kündigung lautet auf ben 1. Dezember.

K München, 18. Nov. Die dem Landtage zugegangene Hypothekengesetzvorlage hat den Zweck, eine Reihe rY von Bestimmungen des Hypothekengesetzcs, soweit es ohne Ein­griff in dessen Grundlagen möglich ist, den Bestimmungen des neuen Rechtes im Bürgerlichen Gesetzbuch für die noch be­stehende Uebergangszett anzupassen und dadurch die Ein­arbeitung in den künftig allgemein in Wirkung tretenden Rechts­zustand zu erleichtern. Die Uebergangszett wird eine ziemlich lange »erben, da die Grundbuchanlegungsarbeiten noch mindestens zehn Jahre in Anspruch nehmen. Namenllich »er- zögern sie fich wegen der Zersplitterung des Grundbefitzes in Franken. Das ist auch die Ursache für die Vorlegung des interimistischen Gesetzes. Der besondere Ausschuß der Abge­ordnetenkammer hat die Vorlage unverändett angenommen. —- Der Petitionsausschuß der Abgeordnetenkammer hat an bte Alterung bas Ersuchen gerichtet, eine wirksamere Wein­kellerkontrolle burchzusühren, besonbere Beamte hierzu an ben kgl. Untersuchungsanstalten für Nahrung?» unb Genuß­mittel aufzustellen, die Kosten auf die Staatskasse zu übernehmen unb im Bundesrate auf einheitliche reichsgesctzliche Regelung der Nahrungsmittel- unb Weinkellerkontrolle hinzuwirken.

Schweiz.

* Wir erwähnten kürzlich an dieser Stelle einige schweizerische Veröffentlichungen, deren Lektüre bei Gelegenheit ber Verhand­lungen über bie Erneuerung des Handelsvertrags zwischen Deutschland und der Schweiz von Nutzen sei. Ihnen fügen wir nachträglich eine weitere Schrift bei, welche (bei I. Guttmtag in Berlin erschienen) ,D ^Handelspolitik der Schweiz am Ausgang des 19. Jahrhun­derts" betitelt ist und den Sekretär der BaslerHanbelskammer Dr. Traugott G e e r i n g zum Verfasser hat. Die Schrift schil­dert die Gestaltung ber Handelsbeziehungen der Schweiz zum Dislande im Laufe der letzten 10 bis 12 Jahre, welche diejenigen „eines an Umfang unb Volkszahl zwar klemm, aber burch seine Arbeit?- unb Handelsenergie am Weltverkehr im Geben und Empfangen außerordmtlich stark beteiligten Landes sind." Zu­nächst »erben bie Tarifverträge von 1891, 92 unb -94 charak­terisiert, bann ber Zollkrieg ber Schweiz mit Frankreich (1893—95) beschrieben und hierauf bie seitherige Entwickelung ber Beziehungen zu ben Staaten des Auslands bargelegt, wobei Deutschlanb ein längerer Abschnitt gewidmet ist. Man liest mit Interesse bie Ausführungen des Herrn Geering über das Wachstum und die volkswirt- schaftliche Qualität des Warenverkehrs ber beiden Länder und zieht auch vielleicht bei den gegenwärtigen Unterhandlungen eine Nutzanwendung aus den tabelnben Bemerkungen des Ver­fassers gegen die Praxis deutscher Zollbehördm, wenn der Tadel berechtigt ist. Der neue Zolltarif der Schweiz wurde in der Volksabstimmung bekanntlich angenommen; doch läßt sich aus ihren Ziffern nicht folgern, daß eine Schutzzollpartei gesiegt fmbe: die Mehrheit der Stimmenden faßt offenbar die Positio- nm des Tarifs als Kampfzölle auf. Auch Geering redet nicht der Schutzzollpolitik das Wort, sondern ist mißtrauisch gegen die Tendenzen ihrer Wortführer; gerade auch wegen dieser Be- fonnmheit verdienen seine Bettachtungen hüben unb drüben ge- würdigt zu werden.

Belgien.

Der Herzog von Ursel.

81 Brüssel, 18. Nov. Der am Sonntag gestorbene sechste Herzog von U r s e l war einer ber nicht häufigen Männer, die, obgleich sie im öffentlichen Leben standen, keine Feinde besaßen. Der bisherige Präsident des Senats saß in dieser Versammlung als klerikaler Vertreter für Mecheln. Seine Familie gehört zum höchsten und kirchentreuesten Adel des Landes; seine Witwe ist eine Schwester des französischen royalistischen Grafen de Mun. Dennoch schreibt das sozialdemokratische „Peuple" in einem Leitartikel: „Ohne seine aristokratischen Ideen zu verleugnen wußte er sie mit dem Geiste der Demokratie und mit dem Streben nach sozialen Reformen zu Bereinigen." Der Herzog von Ursel wurde nach Ausbruch bet sozialen Aufruhrbewegung im Henne- £an bie Spitze dieser Provinz gestellt, wobei er durch seine schtichkett und Gerechtigkeit sehr viel zur Beschwichtigung der Gegensätze beittug. Später hat er sich als Präsident des Obersten Arbettsrates um ben sozialen Fortschritt in Belgien dauernbe Verbimste erworben. Die sozialdemokratischen Depu» tierten und Senatoren werden dem Leichenbegängnisse beiwohnen. Es ist beklagenswert, daß in der belgischen Aristokratie Männer

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