L. stttt. Ur. 328. ___________

* Vom Warenmärkte«

Der Lebhaftigkeit, die auf einer Reihe von Marktgebieten in den Kursbewegungen zum Ausdruck kommt, ent­sprechen nicht immer die Umsätze auch des regulären Handels. Er übt in Zeiten offenbar künstlicher Erregung des Marktes oft weise Zurückhaltung und greift erst wieder zu, wenn die Wogen sich geglättet haben. Das war auch diesmal so, und gerade auf den Gebieten, die die ungeregeltesten Bewegungen zeigten, waren die Um­sätze häufig am kleinsten.

Getreide zeigte unregelmäßige Haltung, soweit es um den Gegensatz der Bewegung an den amerikanischen und europäischen Märkten sich handelt In New York und Chicago war anfangs die Haltung schwächer auf Liquidationen und einem flaueren Bericht des »Cinc. Price Gurr., schlug aber später steigende Richtung ein. die besonders für Dezembersicht die Preise stark in die Höhe setzte. Als Grund wurden angeführt: Naßkalte Witterung, scheinbare Abnahme der Ankünfte im Innern, starker Mehlabsatz in Minneapolis und geringe Vorräte. In Wirk­lichkeit scheint es sich aber um spekulative Erwerbungen größeren Stils gebandelt zu haben, mit denen Herr Ar- mour in Verbindung gebracht wurde. Die Hausse über­trug sich zwar auch auf spätere Sichten, aber nicht in entfernt so starkem Maße. Bemerkenswert ist, daß die europäischen Märkte auf die von Amerika ausgegangene Bewegung fast nicht reagierten und teilweise sogar mit einer Ermäßigung der Preise antworteten. Das heißt, daß man die rein spekulative Ursache der Hausse erkannte und ihr keine lauge Dauer zuerkennt. Die Zurückhaltung stützte sich in erster Linie auf die fortgesetzt sehr guten Ernte-Aussichten Argentiniens und Australiens. Dazu kam, daß auch Rußland sich entgegenkommender zeigte; immerhin waren die von dort herausgekommenen Offerten auch nicht rentabel. England zeigte sich weniger kauf­lustig als in der vorigen Woche, und auch das drückte auf den Markt und binderte, daß die amerikanischen Preissteigerungen die europäischen Märkte ergriffen. Ver­stimmend wirkte weiter das starke Anwachsen der Welt- verschiffungen. Der Eintritt kalter Witterung wurde eher als günstiges Moment für die Saaten autgefaßt, da sie das zu rasche Wachstum, das in so früher Zeit häufig als gefahrdrohend sich erwiesen hat, hindert.

Spiritus entwickelte unter dem Einfluß noch immer ungenügender Zufuhren nur mäßiges Geschäft. In Erwartung einer stärkeren Zunahme im Verbrauch von denaturiertem Branntwein bat die Zentrale die Er­höhung der für 1903/04 den landwirtschaftlichen Kartoffel­brennereien zugestandenen Produktionsquote um 10 pCt. beschlossen. R ü b ö 1 war wenig verändert, für Dezember­sicht aber schließlich ein wenig nacbgehend, während spätere Termine behauptet blieben. Leinöl konnte sich ein wenig befestigen. Terpentinöl lag fest bei regelmäßigen Umsätzen. Für Rotterdam wird ein­schließlich 1050 (im Vorjahr 5954) Fässern schwimmender Ware der Gesamtvorrat mit 24,175 (32,558) Fässern be­ziffert, die Gesamtablieferung seit Jahresbeginn bis 13. No­vember mit 74,675 (77,596) Fässern; für Amerika wird der Vorrat mit 32,600 (31,027) Fässern angegeben. GOt­to n ö 1 war still, aber behauptet, Kokosnußöl stetig, Talg fest. Margarine ruhig und unverändert. Den Anfuhren von 2473 (in der Vorwoche 4929) Tierces in Rotterdam standen in der letztvorausgegangenen Woche 2684 (3981) Terces an Verkäufen gegenüber, sodaß, ab­gesehen von 11,200 (7220) Tierces schwimmender Ware, die Vorräte von 2849 auf 2638 T. sanken. Schmalz war anfangs steigend, mußte aber gegen Wochenschluß den ganzen Kursgewinn wieder aufgeben. Die Scbweine- zufuhren an den Hauptmärkten des Westens der Verein. Staaten waren recht beträchtlich (354,000 Stück), und mancherseits wird mit Rücksicht auf die gute Maisernte weitere Zunahme erwartet. Zu beachten bleibt aber, daß die Schweinepreise gegenwärtig sehr niedrig sind und ein gewisses Mißverhältnis zwischen ihm und den Preisen für Mais besteht, somit ein eigentlicher Anreiz für die Züchter nicht vorhanden ist. Petroleum war in fester Haltung; die Notierungen blieben unver­ändert

Kaffee zeigte in den ersten Tagen der abgelaufenen Woche befestigte Tendenz, die auf Käufe kapitalkräftiger Spekulanten in den Verein. Staaten zurückgefübrt wurde.

Merks Morsrnblatt der frankfurter Jettims.

Dazu kam die weitere Abnahme der brasilianischen Wochenzufuhren. Später schlag aber die Stimmung wieder um, wobei die Notierungen nachgaben. Alles in Allem zeigt sich, daß trotz der anregenden Berichte, die von den verschiedensten Seiten gekommen sind, wenig Neigung besteht, größere Engagements einzugehen. Man rechnet dabei auf die für den Konsum noch immer mehr als genügenden Ankünfte und erwartet daß auch dies­mal zum mindesten keine Beanspruchung der übergroßen Vorräte nötig sein werde. Wie die wachsende Ernte sich gestaltet, darüber läßt Authentisches sich gewiß noch nicht sagen; man denkt aber nicht allzu pessimistisch, zumal frühere Erfahrungen auf dem Gebiet des Nach­richtendienstes gelehrt haben, vorsichtig zu Werke zu gehen. In der am 14. d. M. beendeten Woche betrugen die Ankünfte in Rio 88,000 (in der Vorwoche 104,000) Sack und in Sanlos 162,000 (170,000) Sack, die Ankünfte im Innern 160,000 (151,000) Sack. Der Vorrat in Sanios sank von 1,379,000 auf 1,350,000, in Rio stieg er von 700,000 auf 707,000 Sack. Kakao war auf der in dieser Woche in London abgehaltenen Auktion träge. Nament­lich Trinidad wurden gekauft Grenada feiner Qualität erzielten vollen Preis; gewöhnliche Jamaica lagen schwächer. Ceylon unverändert. Tee war wenig ver­ändert, die Preise für einige Sorten zeigten sich williger. Reis entwickelte geringes Geschäft Die Notierungen waren wenig verändert. Die Aussichten der neuen Bur- mah-Ernte werden als günstig angesehen. Gewürze hatten regelmäßiges Bedarfsgeschäft: Pfeffer lag ruhig. Indiarubbe r neigte bei der in London abgehaltenen Auktion, in Uebereinstimmung mit der schwächeren Hal­tung von fine Para, zum Nachgeben, konnte sich aber später wieder befestigen. Schellack war fest und steigend, später ruhiger.

Zucker entwickelte auch diesmal nur mäßiges Ge­schäft. Die Tendenz blieb aber recht gut behauptet, und die Notierungen zeigen bei Wochenschluß kaum nennens­werte Veränderung, England zeigt sich noch immer zurückhaltend, da man eine baldige Aufhebung des Kriegszolls erwartet. Die Verarbeitung der Rüben nimmt regelmäßigen Fortgang. Der Ausfall der Rüben­ernte hat die Erwartungen gerechtfertigt; Licht nimmt an, daß eine mäßige Erhöhung der anfänglichen Produk­tionsschätzung nötig sein werde. Nach den zuletzt ver­öffentlichten Angaben betrugen die Vorräte in den Haupt­ländern Europas 1,758,000 (1902: 1,724,000,1901:1,290,000) Tons, in Nordamerika 295,000 (320,000, 236,000) Tons, zusammen also 2,054,000 (2,044,000, 1,526,000) Tons. Hopfen zeigte wenig Veränderung. Bei schwachen Zufuhren war der Umsatz mäßig. Nur grüntarbige Hopfen blieben stärker gefragt und wurden höher be­zahlt. Leder hat seine Marktlage gegen die Vorwoche nicht verändert. Gangbare Sorten hatten weiter ganz gute Nachfrage, wenn auch sehr bedeutende Umsätze nicht gemacht wurden. Die Stimmung blieb fest und man war weiter bemüht, die von den verschiedenen Gerbereivereinigungen beschlossenen Preiserhöhungen durchzuführen. Wenn es damit auch nur schrittweise vorangeht, so dürfte der Aufschlag für die meisten Ar­tikel doch schließlich durchgeführt werden, wenn die Gerber es verstehen, das Angebot in mäßigen Grenzen zu halten. Das wird namentlich für den Monat Dezember wichtig sein, zumal man vor Jahresschluß vielfach mehr noch als zu anderen Zeiten bemüht ist, die vorhandenen Bestände zu räumen.

Baumwolle erfuhr wiederholt so heftige Preis­schwankungen, daß unverkennbar die Tätigkeit spekula­tiver Elemente darin sich erkennen ließ. Günstige Witte­rungsberichte wechselten mit ungünstigen, niedrige Ernte­schätzungen mit hohen, je nachdem die eine oder andere Richtung die Oberhand hatte. Schließlich zeigen die No­tierungen kaum nennenswerte Veränderung. Die Ankünfte haben sich erheblich vermehrt Angebracht wurden in der am 18. d. M. beendeten Woche 461,003 (in der Vor­woche 421,000, im Vorjahre 329,000) Ballen. In Sicht ge­kommen waren nach den zuletzt bekanntgewordenen Angaben insgesamt 3,723,000 Ballen, d. i. 347,000, 59,000 und 184.000 Ballen weniger als gleichzeitig in den drei letzt vorausgegangenen Jahren. Die sichtbaren Weltvor­räte, die Stocks in Alexandrien inbegriffen, betragen 2,701,000 Ballen (davon 2,364,000 amerikanische) gegen

2.852,000 (2.522,000), 3,007,000 (2,683,000) und 2,858,000 (2.548,000) Ballen gleichzeitig in den drei Vorjahren. Wolle war bei etwas belebterem Geschäft gut behauptet. Seide begegnet, nachdem die Eigner von Rohseide sich bereitwilliger zeigen, größerem Interesse; die Fabriken erhalten wieder belangreichere Aufträge, sodaß einer Be­lebung der Umsätze nichts jm Wege steht. Jute war williger im Preise, Hant nach anfangs still« Haltung später befestigt.

Kohlen und Koks erfreuen sich guter Nachfrage. Der Eintritt kälteren Wetters kommt auch den Haus- brand-Sorten zu statten. Die in dieser Woche heraus­gekommenen Richtpreise für Saarkohlen sind im großen und ganzen unverändert geblieben. Eisen und Stahl sind wenig verändert Die Nachfrage ist zwar, wie das um diese Zeit gewöhnlich der Fall zu sein pflegt, ruhiger, aber die Werke sind noch gut beschäftigt, und für ein­zelne Zweige nehmen die Abschlüsse per I und teilweise sogar II. Quartal 1904 flotten Verlauf. Vom amerika­nischen Eisenmarkt ist wesentlich Neues nicht zu be­richten; die Haltung ist schwach; durch Verkäufe nach dem Ausland sucht man Entlastung des heimischen Marktes herbeizuführen und durch Lohnkürzungen etc. Ersparnisse im Betrieb zu erzielen. Von den übrigen Metallen war Kupfer weiter nachgebend. Die Mel­dung, daß die Montana-Minen wieder in Betrieb seien, verstimmte, zumal man längeren Stillstand erwartet hatte. Zinn war fest und höher, Zink behauptet, Blei fest, Quecksilber unverändert.

Konkurs-Eröffnung-eiL

E EröffnuDMtermin; A Anmeldefrist Ablaufs G Erste Glaubigerversammlung: P - Prüfungstermin.

Namen. | Wohnort.

Hans Maegerlein, Kaufmann

Fr. Ang. Niether, Baugeschäftsinh.

Eduard Krüger. Färbereipächter f

H.-E.- u. Verk.-G. f. Getreide n. 1. B. Dr. med. A. G. H. von Villers

Neuhaus

Bremen

Doberan Dortmund

Dresden

Nie. Hnr. Berndsen (N. Berndsen)

J. Hnr. Frdr. Oloff, früher Krämer

Akt. - Ges. Braun- kohlenw. Theodor H. H. Otto Jänich, Handelsgärtner t

E. M. Großke (Max Großke). Herreng.

Ferd. Riebe. KL Jobs. Gust. Schulz, Kaufmann

Job. Reeb, Wirt Rich. Beck & Comp. Egid Schindler. Schneidermstr.

Karl Wilh. Scheid.

Kaufmann f

Flensburg Hamburg do.

L.-Lindenau

Dohna Begenwalde

Saalfeld Straßburg Walterthaus.

Werdau Wiesbaden

Amtegericht. E. | A | ü. | P.

14dl

23.12

10d2

41

14.11

15.12

11.12

15.1

Doberan

13.11

14.12

22.12

1412

Dortmund

16.11 1.1

121

1212

Anerbach,Obpf Bremen

Dresden 1611 7.12181218.12

14.1120.12

121

112

1611; 512

1612

1612

29.1

912

141

10.12

16.11

512

1612

1612

11. Wiesbaden

1311

1.1

1212,161

161130.12

16112412

14.12 1812

14.1

18.12

1411 6.12 13111512

1012 1712 1112

251 17.12 2912

Schl Tennebrg. Werdau

HAI Leipzig

Pirna Begenwalde

3. Flensburg

Hamburg

16111012 14-111212

Saalfeld, Ostpr. 12.11 5.1

Straßburg - - -

Waren- und Produktenberichte.

Getreide und Futtermittel.

t Wiesbaden, 19i Nov. Auf dem heutigen Fouragemarkt wur­den folgende Preise erzielt: Hafer M 6.557.00, Heu Jl 3.00360, Stroh M 2.102.20. Alles per 50 Kilo. Augefahren waren 22 Wagen mit Frucht und 22 Wagen mit Heu und Stroh.

: Kassel. 19. Novbr, Zu hohe Forderungen bezw. ungünstige abihtätsverhältnisse waren dem Abzug von Körnerfrüchten ungünstig und wurde hierin nur wenig gehandelt. Auch in Futter- und Düngemitteln war keine Besserung in den Absatzverhältnissen zu konstatieren. Es notieren: Weizen Jl 15.3015.60. Roggen 13210 -13.60. Hafer M 12-25-1260. Gerste Jl 14-15. Alles per 100 Kilo ab oder Parität hier für Ladungen von 10.000 Kilo,

Hamburg, 19. Nov. (H. H.-Z.I Oelkuchen ruhig. Rapskuchen Jl 90105, Leinkuchen 118130, Palmkuchen; deutsche 100103, Cocos 103125, do. deutsche 120130, Erdnußkuchen 125140. Baumwollsaatmehl 130140, Palmkernscnrot Jl 9500. Alles per 1000 Kilo.

Borsohaoh, 19. Nov. (N. Z. Z.) Weizen, Ungar, neuer ab Ror­schach frs. 20.7521.50, russischer franco ostschweiz. Stationen 20.50 21.50, rumänischer do. do. 197521.25, Hard Manitoba I do. do. frs. OO-ÜO00.00, Bahia blanca 00.000060, Hafer, deutscher ab Ror­schach 14.5017.00, böhmischer 006000.00, ungarischer 16.0017., russischer franco ostschweiz. Stationen 1619.00- Alles per 100 Kilo netto. Lagerbestand 21334 Mctr. Weizen sehr fest, Hafer ruhiger.

21. November 1908»

4,465,000 2306,'NIC 1,081600 1343,000

1902

2.006600

646,000

5576,000

3398,000 1395600

1,468600

1901 2345600 740,000 1301500 547500

Ankünfte .........-

Verschiffungen nach Europa .........

do. do. den Vor. Staaten

Verrath ...............

San tos: Ankünfte.................

1908 1 2.289600'" 753,300 1 1,2-2SOOO« 7075001 -

4,330,OOst.' 2317500 5

946,300 1 1,357500

Rio-Janeiro, 17. Novbr. Kaffee - Statistik von Brasilien 1. Juli bis 14. Nov. 1903 in Ballen:

Rio:

Butter und Käa

Kopenhagen, 19. Nov. (H. RrH.) ~ " ungen: L Klasse 9496. Ruhig.

Oele, Oclsaaten und Fettwaren.

Hamburg, 19. Nov. (H. B.-H.) Schmal«. Amenk. titeam 37. da raff) in Tierces Chamberlain, Roe & Co. Jt 39%. do. da Choi

Verschiffungen nach Europa do. Ma den Vor. Staaten Verrath ..............

Jl 1% teurer als Tierces. Hamburger in Dritteltonnen: Badbruch 47, Schaub 46 per 50 Kilo Netto verzollt

Antwerpen, 19. Nov. Terpentinöl, amenk. dlsp. 112% Not*«

Dez. 113% 4 erste 116, spanisches 109. franz. 109 per 100 Kila

London, 19. Nov. Leinöl Dez. 18s Od, Jaa-Apnl 17s 7%d. -H

Terpentinöl amerikan. vorr. 44s 6d.

HuU, 19. Nov. Baumwollöl o. F. raff. 19s Od, rohes du F. Be i 9d. Leinöl aF. 16s 9d. Dez. 16s 6d, Jan.-Apnl 16s 3d.

Wilmington, 18 Not. Terpentinöl 55%o - Harz D..

Kolonialwaren und Landesprodukte.

Hamburg. 19. Novbr. (H. L-H.) Kaffee. Looomarkt ümsate ' oa. 2003 Sack Diversa

Gb st.

RH Stuttgart, 19. Nov. Mostobstmarkt am NordbahnhoL fm Ganzen waren gestern 26 Waggonladungen Mostäpfel zum Ver- S kauf gestellt Erzielte Preise per 10600 Kilo bahnamtlic.hes Ge- 3 wicht für Aepfel Jl 11601330. Detailpreise für Aeptel M 6.10690 per 50 Kila Nach auswärts wurden 3 Waggonladungen versandt Heute standen zum Verkauf 13 Waggonladungen Mostäpfel. 5 20. Nov. Gestern standen am Nordbannhof im Ganzen zum Ver-

kauf 16 Waggonladungen MostäpfeL Erzielte Preise Jl 1140135(4 / per 10,000 Kilo, Detailpreise Jl 6.106.60 per 50 Kilo. Heute stehen zum Verkauf 15 Waggons.

Wein.

B Ane der Pfalz, 19, Nov. (Originalbericht der Franks. Ztg.) Die neuen Weine neigen stark zum Hotwerden hin, weshalb schon letzt eine Auffüllung der Fässer als unbedingt notwendig erscheint. : Eine frühzeitige Entnahme der Weine von ihrer Hefe dürfte als geboten erscheinen, wenn sonst man nicht eine Verschleppung : des Abbaues hervorrufen will. Die starke Heilung läßt eine ein­gehende Probe der neuen Weine jetzt schon zu und kann man, deren Eigenschaften ziemlich genau feststellen. Da diese bei den meisten Weinen gut ausfallen. steht der Handel denn auch nicht zurück, zuzugreifen, wo preiswürdig anzukommen ist. Größere Umsätze wurden in Weisenheim, Freinsheim. Karlbach, Laumers­heim u. a. zu Jt 270310 per Fuder gemacht. Dfirkheimer und Ung- Steiner erbrachten Jl 350-450, Kallstadter und Herxheimer Jl 890 4^. Gesucht sind zur Zeit auch 1900r Weine, die jedoch nur noch sporadisch vorhanden sind und daher steigende Preistendenz zei­gen ; solche wurden in Neustadt, Haardt, Gimmeldingen und Dei­desheim zu Jl 700-1600 bezw. Jl 2800 abgegeben. An der oberen Haardt hält das Weingeschäft gleichen Schritt mit dem an der Unterhaardt, mit dem Unterschied, daß die Preise um Jl 25-50 per Fuder niedriger sind.

Holz.

R Ans SüdwestdeutscMand, 49. Nov. (Orig.-Ber. d- Fr. Ztg.) Während der letzten Zeit machte sich nach Rundholz bei den Hundholzversteigerangen Unterfrankens recht gute Nach­frage geltend. Bei einem kürzlich in Rohrbrunn stattgehabten Verstriche stellte sich der Erlös für Buchenstammholz auf Jl 10% bis 38% pro Festmeter. Beger Nachfrage begegnete auch Eichen« Stammholz, das in marktfähiger Ware hoch bewertet wurde. Der Verkauf von Bundholz nach dem Bheine war in letzter Zeit mittelmäßig. Bretter haben im allgemeinen schwaches Geschäft bei gedrückter Preislage. Frei Waggon Köln wurden etwa 830" angeboten: 10 8* 10 12 20 mm starke Brennborde zu Jl 32%, Feuerholzborde zu Jl 38. Während der jüngsten Zeit nahm das Bundholzgesohäft in der Bheingegend normalen Verlauf. Das Angebot blieb klein, was für die Festigkeit eine gute Stütze ab­gab. Auch wurde die Preistendenz günstig beeinflußt von dem hohen Verlauf der eben statfflndenden Randbolzverkäufe im Walde. Mattes Gepräge zeigte der Markt in rauhen süddeutschen Bretter, worin das Angebot ziemlich umfassend ist, der Absatz aber viel zu wünschen übrig läßt. Arg geklagt wird namentlich über den fast stockenden Verkauf breiter Bretter, worin der Markt große Bestände aufweist. Offeriert wurden in den letzten Tagen die 100 Stück frei Schiff Mittelrhein: 16' 5 1 gute Bretter zu Jl 58%-59, Ausschuß zu 46%47,16* 6" 1* zu 69% bezw. 56, 16* 7 1 zu 80% 81 bezw. 66%-67 und 16* 8 1 zu Jl 91 bezw. Jl 76%'77. (Nach­druck verboten.) 1

Vlehmftrkte.

Frankfurt, 20. Novbr. Am heutigen Markte im städtischen Viehhof standen 321 fette Schweine zum Verkauf.

B Ans dem Odenwald, 19. Nov. (Orig.-Bericht der Fr. Ztg.) Der Handel mit fetten Schweinen verlief in letzter Zeit bei be­langreichem Angebot schleppend und die Preise gingen zurück^ Bezahlt wurde zuletzt Jl 5154 per 50 Kilo Schlachtgewicht Fer­kel erzielten Jl 612, Springer Jl 1218, Emlegschweine Jl 2835 das Stück.

Paris (La Vilette), 19. Nov. Auftrieb 1546 Ochsen (Preise per % Kilo Fleischgewicht): frs. 0.430.77. 1384 Kälber 055155, 14571 Hämmel 0.70158. 5642 Schweine 0590.67. Verkauf für Großvieh, und Schweine mittelmäßig, für Kälber langsam, für Schafe ruhig.

Baden-Baden

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