Donnerstag, 1. August 1929
Erstes MorgenSlait der Frankfurter Zeitung
Nummer 565 Seite 3
AUS WEIT UND LEBEN
Frankfurter Handelsblatt
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Oberhof..... Oberstdorf... Schierke ... Schreiberhau. Westerland .
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Regen wolkig trüb wolkig
trüb Regen wolkig
veränder
Baden-Baden .. Bad Dürkheim. • Bad Ems.......
Freiburg i. Br. .. Garmisch-Partenk.
ML
Die seit Sonntag eingetretene Westwetterlage nimmt infolge des zunehmenden Temperaturgefälles von Süd nach Nord allmählich sehr lebhafte und beinahe winterliche Form an. Nach dem gestrigen Druckanstieg rückt von West ein neues sehr intensives Fallgebiet heran, das unter verbreiteten Niederschlägen zur Ausbildung eines kräftigen Sturmwirbels über England führt. Die Niederschläge werden uns schon heute nacht erreichen, später ist dann durch die Zufuhr nördlicher Luft an der Rückseite des Wirbels eine starke Abkühlung und vielfach noch Schauer zu erwarten. Die Wetterlage nimmt in ihrer Entwicklung damit ein sehr rasches Tempo an, nach der starken Abkühlung ist dann aber zunächst eine stärkere Besserung des Wetters, wenn auch noch keine Beständigkeit, zu erhoffen.
Vorhersage bis Donnerstag abend: Nach verbreiteten und ergiebigen Niederschlägen in der Nacht wechselnd bewölkt und vielfach schwere Schauer, bei lebhaften bis stürmischen Winden aus Südwest und später West fortschreitende Abkühlung. — Witterungsaussichten bis Freitag abend: Kühler, wechselnd bewölkt, Nachlassen der Niederschlagstätigkeit.
Reisewetterdienst.
Wetterberichte vom 31. Juli
(Von der Oeffentiichen Wetterdienststelle Frankfurt a. M.)
Der Sport
Das Dmrtfche MsiDIrschastseKdeVU in Kerlirr
UorzÄgliches Msldsevgelmis. — Fimf
(Eigener Bericht der „Frankfurter Zeitung".)
Joseph Herden ist der Polizeichef und zugleich auch die polizeiliche Streitmacht der kleinen Stadt Fairhaven in den Vereinigten Staaten, ein braver Mann, der sich der Achtung aller seiner Mitbürger erfreut und an dessen Mut noch niemand gezweifelt hat. Dieses Haupt der Sicherheitsbehörde wurde von einer Miß Pearl Mackay, einem früheren Revue-Girl, da§ jetzt in Fairhaven lebt, telephonisch angerufen und ausgefordert, sofort nach ihrem Hause zu kommen, da sie in diesem von einer anderen Frau bedroht werde. Herden sprang sofort in sein Auto und sauste der Bedrohten zu Hilfe. AIS er vor dem Hause des früheren New Uorker Brvadway-Girls, anlangte, erblickte er eine Frau, die mit beiden Fäusten gegen die Tür hämmerte und der aus einem Fenster des Oberstockes blickenden Miß Pearl Mackay Beleidigungen zuschrie, die Von dieser kräftig erwidert wurden. Mr. Herden sprang aus dem Auto, legte der tobenden Frau seine Hand kräftig aus die Schulter und forderte sie aus, mit ihm zur Wache zu kommen. Er war aber nicht wenig erstaunt, als er in der Arrestantin seine eigene Frau erkannte. Ohne ein Wort zu verlieren, packte er seine bessere Ehehälfte in sein Auto und fuhr sie nach der Wache, wo er sie in das Arrestlokal einsperrte- Dann machte er seinen Bericht und führte dann die Gattin dem Schnellrichter vor, bei dem Miß Pearl Mackay inzwischen schon Klage erhoben hatte. Der brave Polizeichef war aber nicht wenig überrascht, als er vernahm, daß er selbst die Ursache der Auseinandersetzung zwischen den beiden Damen gewesen war. Seine Gattin beschuldigte die frühere Tänzerin, daß sie ihrem Gatten nachlaufe und ihm bei jeder Gelegenheit schöne Augen mache. Sie wolle ihr die Liebe ihres Gatten abspenstig machen. Angesichts dieses Grundes war der Richter zur Milde geneigt. Er ermahnte Miß Herden, in Zukunft ihre Auseinandersetzungen mit Miß Pearl Mackay in etwas geräuschloserer und sanfterer Weise vorzunehmen und entließ sie dann mit einer Verwarnung. . Oe. '
Mrme Herren der Schöpfung!
Seitdem die Gluthitze in New Jork eingesetzt hat, sieht man dort Herren in Pyjamas und Sandälen auf der Straße promenie- ren. _ Darob entrüstete Blicke der weiblichen Welt, die aber selbst in leichtestem Kostüm mit bis über die Knie nackten Beinen Abkühlung sucht. Die Polizei hält sich zum allgemeinen Erstaunen bis jetzt neutral. Anders in St. Petersburg (Florida). Hier führten die Damen wegen der Hitze den tiefen Rückenausschnitt ein. We männlichen Wesen schauten tief und lauge und sagten: „Wie vernünftig". Als aber die Herren der Schöpfung, dem guten Beispiel folgend, mit auf dem Rücken tief ausgeschnittenen Hemden sich auf den Straßen zeigten, da schritt die Polizei ein. Wegen Aergernis erregender Bekleidung wurden die Reformer in Geldstrafe genommen. x.
Dev KmZMmmschs DsmerMg.
St. Louis, 31. Juli. (United Preß.) Die Flieger Jackson und O' Brien hätten ihren Dauerflug, bei dem sie den früheren Rekord bereits um mehr als eine Woche geschlagen haben, noch länger sortsehen können. Sie erklärten, daß der Motor des Flugzeuges wahrscheinlich noch 80 bis 100 Stunden ausgehalten hätte. Sie haben sich nur auf Drängen ihrer Freunde zur Landung ent- ftylosien, da diese befürchteten, daß ein heraufziehendes Unwetter den Fliegern Unheil bringen könnte. Die Unternehmer, die den Flug finanziert hatten, sandten den Fliegern durch das Flugzeug, durch das der „Rubin" Brennstoff zugesührt wurde, einen Bries, der Jackson und O'Brien zur Landung aufforderte und in dem ihnen das gleiche Honorar zugesichert wurde, das für den beabsichtigten 500-Stunden-Flug ausgesetzt worden war. Die beiden Flieger erhalten an Honorar und Sonderprämien zusammen die runde Summe von 100 000 Mark. Die Flieger versuchten zuerst kurz vor 6 Uhr Ortszeit (l Uhr M. E. Z.) niederzugehen, sie mußten fedoch wieder hinaufgehen, weil ein Wolkenbruch die Landung überaus schwierig und gefährlich gemacht hätte. Schließlich landeten sie auf völlig durchweichtem Boden und wurden von den Zuschauern mit tosendem Jubel begrüßt. Die Zuschauer rissen die beiden kühnen Flieger, die durch Schmutz und den zehntägigen Bartwuchs fast unkenntlich waren, mit Gewalt aus dem Flugzeug und trugen sie, während von allen Seiten die Blitzlichter der Photographen aufflammten, auf den Schultern heim. Jackson und O'Brien taumelten mit ihren Kleidern fast bewußtlos ins Bett, wo sie sogleich in einen Bleiernen Schlaf verfielen.
’üeberg'amgsseSiwierigkeiten im iSaeMiefeFuiigsverkehr.
Die Rumänische Gesandtschaft in Berlin schreibt uns: „Der neue Y oung-Plan hat für die Uebergangszeit vorn 1. September 1929 bis 1. April 1930 für Rumänien keine Reparationszahlungen vorgesehen. Die „Frankfurter Zeitung“ (27. Juli, Nr. 552) glaubt die Erklärung dieses Umstandes darin zu finden, daß „Rumänien im laufenden Dawes-Jahr etwas überdurchschnittliche Reparationszahlungen erhalten habe . . . und infolgedessen für die sieben Uebergangsmonate zunächst nichts weiter erhalten soll“. Diese Erklärung beruht auf einem Irrtum.
Rumänien hat aus den von Deutschland geleisteten Reparationszahlungen keinen Pfennig mehr als die im Dawes-Plan auf Grund des Verteilungsschlüssels von Spa (1.1) vorgesehenen Jahreszahlungen erhalten. Folglich waren die von Rumänien erhaltenen Reparationszahlungen nie überdurchschnittlich. Rumänien hat nur — wie auch andere Gläubigerstaaten — mit Zustimmung der deutschen Regierung und der Reparationskommission auf Grund von mit deutschen Firmen abgeschlossenen Verträgen gewisse Waren-Vorlieferun- gen erhalten. Diese Vorlieferungen sollten s. Z. aus den Rumänien auf Grund des Dawes-Planes zufließenden Jahreszahlungen bezahlt werden. Da nun der Young-Plan für die sieben Ucbergangsmonate Rumänien keine Reparationszahlungen gewährt, ist für diese Vorlieferungen, die auf Grund des Dawes-Planes erfolgten, keine Deckung vorhanden und Rumänien müßte sie aus eigenen Staatsmitteln bezahlen. So erklärt sich die Unzufriedenheit Rumäniens mit der unbegründeten Unterbrechung der Jahreszahlungen an Rumänien für die sieben Uebergangsmonate.
Was die laufenden Sachlieferungen anbetrifft, muß ausdrücklich betont werden, daß die betr. Verträge für Sachlieferungen unter besonderen Bedingungen abgeschlossen wurden, und zwar unter der Bedingung, daß die Sachlieferungen aus den Rumänien auf Grund des Dawes-Planes zufließenden Jahreszahlungen zu zahlen sind. Hätte die rumänische Regierung nicht gewußt, daß diese Sachlieferungen aus den auf Grund des Dawes-Planes zu erfolgenden Reparationszahlungen bezahlt werden, hätte sie die betr. Verträge ganz und gar nicht, oder auf jeden Fall unter anderen Bedingungen abgeschlossen. Die Durchführung des Dawes-Planes ist mithin. die wesentlichste Grundlage dieser Sachlieferungsverträge, und die Verträge stehen und fallen mit dem Dawes-Plan.
. Was die Honorierung oder Nichthonorierung der laufenden Sach- heferungsverpflichtungen anbetrifft, so muß wiederum festgestellt werden, daß Rumänien das Recht hat, die Annahme noch nicht gelieferter Waren zu verweigern, und daß die für diese noch nicht gelieferten Waren ausgestellten Wechsel der rumänischen Regierung zurückgestellt werden müssen. Ucbrigens handelt es sich nur um zwei an deutsche Lieferer ausgestellte Wechsel, die jedoch von der zuständigen Reparationsstelle nicht genehmigt wurden, da sie nach dem 31. August fällig sind.
rumänische Regierung ist bestrebt, eine Verbesserung ihres Zahlungsanteils am Young-Plan zu erreichen, oder besser gesagt,, ist bestrebt, auch für die sieben Ucbergangsmonate die Rumänien auf Grund des Dawes-Planes und des Verteilungsschlüssels von Spa gebührenden Reparationszahlungen zu erhalten^ und die Berücksichtigung dieses Verteilungsschlüssels auch lür die weiteren Jahreszahlungen gemäß dem Young-Plane zu erreichen, um seinen in Deutschland, auf Grund des Dawes- Planes eingegangenen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können.“
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Soweit die Darstellung von rumänischer Seite. Bei den beteiligten deutschen Industriefirmen wird, soweit wir feststellen konnten, diese, rumänische Auffassung über die laufenden Sach- lieierungsverträge nicht geteilt. Die Verträge scheinen ciurchweg unter der für Sachlieferungsverträge üb- liehen Klausel abgeschlossen worden zu sein, daß sie über Reparationskonto abgewickelt werden sollten. Diese Klausel will nach deutscher Auffassung nur besagen, daß es sich um Sachliefe- rungsverträge handelt, für die die dafür vorgesehenen Verfahrensvorschriften wirksam sind; sie könne nicht bedeuten, und dies würde in der Tat auch völlig dem Sinn der Sachlieferungsverträge TT r *v a v 6 r r ä g e widersprechen, daß Rumänien seinen \ erpflichtungen ledig wird durch eine Kürzung des ihm zukommenden Reparationsanteils. Uebrigens ist man nach unserer Kenntnis bemüht-, die bestehenden Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen und eine Ueber- gangsr egelung zu finden. Möglicherweise wird Rumänien auf der bevorstehenden Konferenz noch eine Besserung seiner Reparationsquote von den anderen Gläubigerstaaten erreichen können. Als deutsche Lieferfirmen kommen bei den zur F'-age stehenden Geschäften vornehmlich Otto Wolff, als Führer eines Konsortiums, ferner die Maschinenfabrik Voegele in Mannheim und der Inag-Konzern in Berlin in Betracht.
GefmrdhoiL-sschsdrgrrttgE wetzhsvett.
In der „Deutschen medizinischen Wochenschrift" äußert sich Medrzma-rr.t Dr. Schrader (Köslin) über gesundheits- ■ schädliche Folgen von Haarfarben u. a.:
A Mode des „Bubikopfes" ist das Färben des weib- Z? ffDPf>aieS wieder häufiger geworden. Denn das kurzge- TKisr "ns vstimmt nicht selten eine bestimmte Farbe, um
kleidsam zu wirken. Besondere Bubilopfschnitte eignen sich vor- nehmend für blondes Haar. Dieses ist von Natur selten. Außer- bem nahmen die Färbungen auf blond noch in letzter Zeit zu, da blond bis vor kurzem die große Mode war. Alle gangbaren Farbe-
L- aii enthalten Wasserstoffsuperoxyd. Man hat ebenso ? 1 wie vergeblich versucht, diesen Zusatz zum Färbemittel zu er- setzen. Mit einer Färbung ist meist kein voller Erfolg zu erzielen. Wiederholung der Färbung ist dem Haare nicht zuträglich. So Syb *,.yft£:.nyyiL wenn der Erfolg in einer Sitzung erstrebt wird. Dies ist möglich, wenn das Haar nach der Behandlung mitWasser- si?usss^rokhdkoiungen nicht erst gewaschen, sondern sofort an« schließend getrocknet wird. Hierzu werden die sogenannten Fön- apparate benutzt. Sie zeigen zuweilen Betriebsstörungen. Ein Draht im innern des Gehäuses schmilzt und der Apparat liefert dann keinen warmen Luststrom mehr. Diese Störung wird von einem tnaUarhgcn Geräusche und dem Austreten eines Funkens aus den Seitenlöchern der Mechanik angezeigt. Ist dies zufällig ,,et*n 7-rvcknen des, mit Wasserstoffsuperoxydlösung angefeuchteten und nicht vorher mit Wasser nachgewaschenem Haares der Fall, so rann es durch die sehr bald erfolgende Ze r s e tz u n g des Wa s s e r- ?? -Superoxyds zu schwersten, lebensgefährdenden und lebenslänglich entstellenden Verbrennungen der Kopfhaut kommen.
. rtw vie rMrbekraft des Wafserstoffsuperortids noch zu erhöhen, wsw der Lösung Aether oder Benzin zugesetzt. Auch in diesen
-wird sofort anschließend an die Färbung getrocknet. Die Ge- sahr, Verbrennungen zu verursachen, ist hier natürlich noch viel großer. Sie wird nicht gemindert, wenn die Haare nicht mit dem ^•onabtiarate, sondern mit einer Maske getrocknet werden. Diese bffteht aus Holz und findet bei Herstellung der sogenannten „Dauerwellen" Verwendung. Ihre Wand Birgt einen Hohlraum, in dem durch elektrische Glühbirnen einen Strom warmer Luft erzeugt wird. Dieser zieht nach der Kopfhaut zu. Obwohl die Masken seitlich in Nähe der Ohren kleine Löcher in den Holz- toanoungen enthalten, die eine zu starke Erwärmung der Lust verhindern sollen, besitzt die Luft doch stets eine Temperatur, w-lche die dem Wasserstoffsuperoxyd zugesetzten Benzin- und Aetherniengen entzünden sann. Auch so sind schwerste Verbrennungen verursacht worden.
Die Jnnungsmeister kennen die leichtfertge Handhabng der Farbemethoden durch manche Friseure und die so entstehenden Gefahren und warnen deshalb, ohne vorherige Waschung sofort nach dem Färben zu trocknen. Wenn trotzdem die Friseure immer wieder dagegen verstoßen, so nicht zuletzt deshalb, weil sie sich sicher fühlen.
Um Haar rot oder rotbraun zu färben, finden Färbemittel Verwendung, denen Kupferverbindungen zugesetzt sind. Solche Kupferverbindungen können Exzeme oder Geschwüre mit nachfolgenden entstellenden Narben hervorrufen. Besonders entstellend sind diese Narben in der Nähe der Augenlider, wenn die Brauen oder Wimpern rotbraun gefärbt werden. Prophylaktisches Bestreichen vor der Färbung mit fetthaltigen Kosmetika schützt nicht immer. Beim Färben der Kopfhaare ist besonders die Haar- grenze gefährdet. Hier zeigen die Ekzeme eine unangenehm schlechte Heilungstendenz."
* Die deutschen Emissionen im Juli. — Im Zeichen {.‘®s irarziriSUgen Kredits. Nach der Emissionsstatistik cor „frankfurter Zeitung“ beschränkte sich die Anleiheaufnahme im Juli gezwungenermaßen lediglich auf kurzfristige In- und Auslandskredite, nie fast ausschließlich von öffentlichen Unternehmungen hereingenommen wurden. Langfristiges Kapital war, wenn überhaupt, so anscheinend nur zu drückendsten Bedingungen erhältlich. Dio im Juli untergebrachten Inlandsanleihen erreichten einen Gesamtbetrag von 31M. 43 (i. V. 0) Mill, die Ausländsanleihen von 31M 93.8 (292.5) Mill. Die Beanspruchung des Marktes durch Aktienemissionen verminderte sich gegenüber dem Vormonat ebenfalls wesentlich; der effektive Gesamtbetrag ging auf 31M 31.55 (63.17)) Mill, zurück. Erhöhungsanträge stellten 20 (36) Gesellschaften um nominell 5L3L 25.89 (64.29) Mill. und um 3'L 3L 23.23 (59.41) Millionen bar. In das Handelsregister wurden 27 (23) neue Aktiengesellschaften eingetragen, die einen Nominalbetrag von 31JL 13.74 (10.96) Mill, und einen Barbetrag von &,</!(> 8.32 (3.76) Mill, ans orderten; die Sacheinlagen beliefen sich auf JIjIL 5.42 (7.20) Mill.
.* 1®er Vertriebsvertrag der Tebis mit dem Lieht- SpielsyBdlkat. Unsere Berliner Redaktion drahtet: Zu den neuen Abmachungen zwischen der Tonbildsyndikat A.-G. und der Deutschen Lichtspielsnydikat A.-G., über die bereits im I. Mgbl. vom 30. Juli berichtet wurde, werden nunmehr die folgenden bestätigenden ■ Angaben von der Tobis verbreitet:
. "Die Tobis hat dem Deutschen Lichtspielsyndikat einen Kredit eingeräumt, um dem D. L. 8. die Produktion mehrerer (iioßfilme zu ermöglichen. Die Filme sollen in enger Zus am- menarbeit zwischen den beiden Gesellschaften hergestellt werden, die ihren Ausdruck darin findet, daß die Tobis im A.-R. der D. L d. vertreten sein wird. Es ist in Aussicht genommen, den SÄ“’ m eine Aktienbeteiligung umzuwandeln (dabei handelt es sich, wie berichtet um OUl 500 001 D. L. S.-Aktien). Der Verleih der Filme in den deutschsprachigen Ländern soll durch das D. L. 8. erfolgen, im Ausland durch die Tobis. Die gleichzeitig herzustellenden stummen Fassungen werden durch das D. L. 8. ausgewertet. Die bisher von der Tobis hergestellten Bei- programmfihne werden weiterhin vorn D. L. S. in den deutschsprachigen Ländern vertrieben. Das D. L. 8. behält ferner den Verkauf der Tobis-Wiedergabeapparate für den Kreis seiner Mitglieder. Diese Abmachungen bedürfen aber noch der Bestätigung durch die beiderseitigen Aufsichtsräte.“ ’
* Di© GeneralMIamz der Hessischen Staatsbank, zum 1. Juli d. J. (gegen 1. Juni) zeigt in MW. Rbl. bei unverändertem Grundkapital von 250, Reservefonds von 99.9 und sonstigen Reserven von 33 eins Erhöhung der umlaufenden Banknoten auf 1216.8 (1129). Dia Rechnung des Finanzkommie- sariats aus Staatskassienscheinen beträgt 797.1 (733.8); die Mittel des Finanzkommissariats für Spezialdarlehen 161.4 (149) • Depositen und laufende Rechnungen 1403.1 (1522.9) ■ die Rech- Verkehrskommissariats 53.5 (46.3); andere Passiva 14U.8 (646.7). Bei unv. Kassenbeständen von 50.9 sind Edel- ^uÄandsvaluta mit 331.7 (340.3); Wertpapiere mit 330 (291.6); Wechseldiskont mit 934.5 (1053.4) ausgewiesen. Se,l e laufende Rechnungen gegen Wechsel betragen 836.6 (802.5); Darlehen gegen Waren 734.5 (652.8); spezielle kurz- instige Kredite 949 (199.3) darunter 278.3 (275.6) zur Finanzierung der Getreideoperationen; Darlehen und laufende Rechnungen gegen Wertpapiere 43.7 (43.2); andere kurzfristige Darlehensoperationen 19.1 (18.5); Darlehen für Rechnung des Finanzkommissariats 158.1 (145.5); andere Aktiva 317.6 (312 5) Die Bilanzsumme beträgt 4755.7 (4610.7). --- Zu bemerken 'ist daß die m der neuen, am 12. Juni d. J. von der Sowjetregierung bestätigten Satzung der Russischen Staatsbank vorgesehene Kapitalerhöhung von 250 auf 400 Mill. Rbl. noch ment an Erscheinung tritt.
Klassischer ^andmasehineBibedarf. Nach dem nntu .Hauptverwaltung. des Maschinenbaues soll sich lt. t ’ j ’ , . s . j °, .uk. tionsDrogramm der russischen i S,?’^nenmdustne im kommenden Wirtschaftsjahr 19 2 9/30 au insgesamt Rbl. 343 Mill, stellen. Besonderes Augenmerk soll auf die Herstellung von Ersatzteilen von Landmaschinen-gelenkt werden, an denen gegenwärtig starker Mangel herrscht Für grundlegende Erneuerungsarbeiten und Neubauten sind Rbl 40.4 Mill, vorgesehen, davon 35.9 Mill, auf die grundlegende Erneuerung alter, Fabriken und 4.5 Mill, für den Bau ."I^hinenfabriken. Das Produktionsprogramm für 1929/30 weist somit eine Steigerung um 61.7 pCt. gegenüber diesem Jahre auf. Die Abteilung für Landmaschinenbau der Hauptverwaltung ist beauftragt worden, einen Plan für die B e - rufung ausländischer Fachleute und die Heranziehung ausländischer technischer Hilfeleistung auszuarbeiten
R.-C., Frankfurter R.-G. Germania, Mainzer R.-V. , Mainz- Kasteler R.-G., R.-K. Germania-Köln. — Jungmann- Achter. Akadem. R.-C. Berlin, R.-K. Germania-Köln, Berliner R.-C., der Hamburger R.-C. — Junior-Vierer. N.-C Nordstern-Berlin, Spindlersfelder R.-V. Sturmvogel-Berlin, R.- V. Friesen-Berlin, Hallescher R.-C. — Jungmann-Vierer. N.-K. Germania-Köln, R.-G. Wiking-Berlin, der Hamburger R- C., Spindlersfelder R.-V. Sturmvogel-Berlin, R.-V. Sport Germania-Stettin. — Junior-Achter. Madem. R.-C. Berlin, Berliner R.-C., R.-K. Germania-Köln.
Tie Löwen werden billiger.
Die englischen Tierhandlungen melden einen sensationellen Preissturz für Löwen. Es handelt sich dabei hauptsächlich um afrikanische Zucht, die in den Tierfangstaiionen selbst aufgezogen worden ist. Während' bisher für ostafrikanische Löwen etwa 3000 Mark gefordert wurden, sind solche eigener Zucht jetzt Mit 1000 bis 1200 Mark angeboten. Die Tieryanvlungen sind dazu übergegangen, um die Preise zu halten, den in. her Wildnis gefangenen Löwen Bescheinigungen von Zeugen mit beizugeben, in welcher Gegend und wie lange Zeit vor dem Verkauf der Löwe gefangen worden ist. df.
kühl warm kühl
normal
Das Meldeergebnis für das große Schlußspiel des Jahres, das 18. M e ist e rschaft s rud e rn des D. R. V. verbunden mit vier Rennen des Berliner Regattavereins, das am Sonntag, den 11. August, gemäß Rudertagbeschluß auf dem Langen See bei Grünau zur Durchführung gelangt, entspricht den Erwartungen, die man auf Grund der seitherigen Ruderrämpfe des Sommers voraussehen konnte. Es sind in allen Bootsgattungen die besten Kräfte erfaßt, daneben sind für den Vierer „mit" und den Achter weitere Meldungen eingegangen, so auch von der einen oder anderen jüngeren Mannschaft, die offenbar Gelegenheit nehmen will, für ihr Können in Berlin einen Maßstab zu gewinnen. Insgesamt haben zu den 6 Meisterschaftsrennen 23 Vereine und eine Renngemeinschaft, zu den eingelegten Vierer- und Achterwettbewerben, die die besten Mannschaften der Jungmaun- unt1 Juniorklasse an den Start bringen, 10 Vereine gemeldet. Außer den Klubs von der Reichsmitte und dem Norden ist der Osten durch Königsberg und Breslau, der Westen durch Köln, Essen und Mainz und der Süden verhältnismäßig stark durch Frankfurt a. M., Mannheim, Ludwigshafen, Heiidelberg und Würzburg vertreten. Die Beteiligung an den Meisterschaftswettbewerben durch 37 Boote mit 167 Mann ist gegenüber der Meldeziffer des Vorjahres (27:117) eine wesentlich stärkere. Unter den fünf Titelverteidigern haben Walter F l i n s ch vom Frankfurter Ruderverein im Einer und das Olympiasieger-Paar M ü l - l.er-Möfchter vom Berliner Hellas im Zweier „ohne" das diesjährige Training erst spät begonnen und noch auf keiner Regatta im Kampfe gelegen. Daß Mannheimer Amicitia trotz ihrer seither bewiesenen Ucberlegenheit im Achter und Vierer „ohne" auch noch das gemeldete Rennen im Vierer „mit" bestreiten wird, erscheint wohl fraglich, zumal in dieser seit vorigem Jahre wieder in das Programm aufgenommenen Bootsgattung nicht zu unterschätzende Konkurrenz sich herangebildet hat. Zum ersten Male in diesem Jahre tritt eine Berliner Renngemeinschaft in Erscheinung, die von dem bekannten Skuller-Boetzelen und dem Gubener Clubmitglied Seeling (früher Wratislavia-Breslau) gebildet wird.
AuS dem Süden werden neben d'en favorisierten Mannschaften der Mannheimer Amicitia die bestens erprobten Achtermannschaften der Frankfurter Germania, der Mainz-Kasteler R.-G. und des Mainzer Rudervereins in die Kämpfe mit eingreifen, auch Würzburger Verein und Universität Frankfurt stellt Mannschaften ins Feld, die sich gegen die Elite bereits bestens bewährt haben. Heidelberger Klub im Zweier „ohne" ist bis jetzt ungeschlagen, auf dessen Abschneiden gegen seinen vorjährigen Bezwinger „Hellas"-Berlin darf man gespannt sein. Die letzten großen Erfolge der Kölner Germanen im Achter und Vierer rechtfertigen unbedingt die zu den Meisterkämpfen abgegebenen Meldungen, auch R. R. Essen im Vierer ist hier mit einzubeziehen. Nach der goldenen Meisterschaftskette werden neben Flinsch als Verteidiger und von Düsterlho und Boetzelen als ernsthafteste Anwärter, auch der zweite Magdeburger Skuller Buhts, der beste Norddeutsche Gerdt-Hamburg, ferner Voigt (seither Hellas Berlin, jetzt Dresdener Club) der Sieger von Berlin und' von Hoven greifen. Wirklich eine Auslese besten deutschen Skuller-Materials.
Die Nennungen lauten in der ausgelosten Startfolge: Vierer ohne Steuermann. (5 Boote.) Mannheimer R.-V. Amieitia, Berliner R.-K. Hellas (1. Boot), Berliner R.-K. Hellas (2. Boot), Berliner R.-V. Alemannia, Universität Frankfurt a. M. — Einer. (7. Boote.) Frankfurter R.-V. v. 1865 (Flinsch), R.-Vgg. Alt Werder-Magdeburg (v. Düsterlho), Berliner R.-C. (Boetzelen), Dresdener R.-C. (Voigt), R.-Vgg. Alt Werder-Magdeburg (Buhts), R.-C. Favorite Hamminia-Hamburg (Gerdt), Ludwigshafener R.-V. (v. Hoven). Vierer mit Steuermann. (9 Boote.) Universität Frankfurt a., M., R.-K. Germania-Köln, Mannheimer R.-V. Amieitia, R.-K. am Wannsee-Berlin, R.-G. Hansa-Hamburg, Ruderriege Essen, Würzburger R.-V. v. 1875, R.-V. Kassel, Berliner R.-K. Bran- denburgia. — Zweier ohne Steuermann. (3 Boote.) R.-V. Prussia-Kömgsberg (H. Schroeter-P. Schroeter), Heidelberger R.-K. 1872 (Frisch-Bender), Berliner R.-K. Hellas (Müller-Möschter). — Doppelzweier ohne Steuer- . mann. (4 Boote.) Renngemeinschaft Berliner R.-C.—Gubener R.-C. (Boetzelen-Seeling), Bremer R.-V. 1882. (Kraus-Brieger), R.-Vgg. Alt Werder-Magdeburg (v. Düsterlho-Buths), Frankfurter R.-G. Germania (Jenisch-Hügel). — Achter. (9 Boote.) Berliner R.-K. Brandenburgia, R.-C. Allemannia v. 1866-Ham- Burg, Mannheimer R.-V. Amieitia, R.-G. Breslau, Berliner
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* Ffeid Frag.
AmliaJileade Steigerung dies Ffnndliarses in Paris.
sv/ Pari®, 31. Juli. Die Befestigung des Pfundkurses in Paris, die gestern abend einsetzte, dauerte heute vormittag fort. Dor Pariser Pfundkurs stellte sich in den Morgenstunden auf 123.83 und stieg zu Beginn der Börse auf 123.85 bis 123.86 B. Man nimmt an, daß bei diesen Kursen die privaten Goldarbitragen zwischen London und Paris angesichts der in den letzten Tagen erfolgten Steigerung der verschiedenen Spesen und namentlich der Transportkosten nicht mehr lohnend ist, und daß, falls diese Kursbesserung des Pfundes anhält, die französischen Goldkäufe in London aulhören werden. Die Kursentwicklung ist vor allem auf die Pfundnachfrage der französischen Banken zurückzuführen. Die französischen Banken haben nämlich in den letzten Tagen zwischen dem 20. und dem 30. Juli zur Befriedigung ihres Francs-Bedarfes zum Monatswechsel einen Teil ihrer Pfundguthaben abgestoßen. Nachdem der Monateultimo seit gestern praktisch als abgewickelt gelten kann, sind die Banken nunmehr dabei, die abgestoßenen Pfunddevisen wieder zu erwerben. Es mag dabei auch die Spekulation auf die Möglichkeit einer Diskonterhöhung in London mitsprechen. Dies alles sowie die erheblichen Pfundkäufe für Rechnung der Goldarbitrageure, die zu Beginn dieser Woche erfolgt sind, haben zur Abschwächung des Franc gegenüber dem Pfund geführt. Die im Zusammenhang hiermit aufgetauchten Versionen über einen Kredit der Bank von Frankreich an das englische Noteninstitut entbehren jeder Grundlage. Nach unseren Informationen ist eine derartige Kreditgewährung nicht erfolgt. Auch sind darüber keinerlei Verhandlungen im Gange.
* Die Vahitaschulden der Gewerkschaft Graf Schwerin. — Verständigungsverhandlangea mit der Schweiz. In der Gewerkenversammlung der zum Lothringen- Konzern gehörenden Gev/erksehaft nahm lt. Drahtmeldung unseres ff-Korrespondenten aus Essen Gen.-Dir. Gehres das Wort zu der schwebenden Angelegenheit der schweizerischen Ausländsanleihe der Gewerkschaft.
Infolge der reichsdeutschen Entscheidung in dem Valutaprozeß Wintershall seien auch für die Gew. Schwerin die Aussichten für den günstigen Ausgang des Prozesses geringer geworden. Es sei aber für die Gewerkschaft vollkommen unmöglich, den Anleihebetrag in voller Höhe z u rü c k z u z a h 1 e n. Die anderweitig verbreitete Ansicht, daß die Bergbau A.-G. Lothringen für Schwerin einspringen müsse, bezeichnete er als durchaus abwegig, da dies gegen die Interessen der Lothringenaktionäre verstoßen würde. Die Verwaltung sei schon vor längerer Zeit wegen einer Verständigung an die Schweizer Gläubiger herangetreten. Diese V erständigungsverhandlungen sollen jetzt erneut ausgenommen werden. Verständigung mit einzelnen Gläubigern, die anscheinend von einzelnen von ihnen vorgeschlagen ist, lehne die Verwaltung ab, da sie nur eine Gesamtregelung wünsche. Falls die Einigung nicht zustande komme, würde das für das Schicksal von Schwerin bestimmend sein, wobei für die Schweizer Gläubiger gegenüber einer Verständigung ein schlechteres Ergebnis heraus- kommen würde. (Damit ist wohl die schon früher von uns mitgeteilte Auffassung der Verwaltung erneut betont, daß sie im Falle eines von ihr nicht als genügend angesehenen Nachlasses der schweizerischen Forderungen die Gewerkschaft wohl in Konkurs gehen lassen will. D. Bei.)
Zur Geschäftslage wurde noch mitgeteilt, daß die im Geschäftsbericht erwähnten Rückstellungen für Zinsen der Schweizer Anlagen etwa 313L 1.1 Mill, betrugen. Die Verlusterhöhung im abgelaufenen Jahr sei nicht nur auf Zinsenverrechnung für den fällig gewordenen Anleihebetrag zu- rückzuffihren, sondern auch auf die schlechte Lage des Ruhrbergbaues. Die Gewerkschaft sei durch den Streik in der Rheinschiffahrt stark bedroht worden, weil zwei Drittel ihrer Förderung auf dem Wasserweg abtransportiert werden. Auch sei der eFinkohlenanfall sehr hoch. Von den i. V. entfallenen 496 000 t eFinkohle hätten nur 326 000 verkokst werden können der Rest hätte zu ungünstigen Preisen durch das Syndikat abgesetzt werden müssen. Im laufenden Jahr sei zwar eine Besserung im Rahmen der allgemeinen Entwicklung einge- treten, aber noch keine befriedigende Situation erreicht. (Der Situationsbericht weicht immerhin von den in der letzten Zeit am Bezirk vernehmbaren Stimmen ziemlich stark ab. D. Red.)
* Neuer Terraiuenverb der Stadt Berlin. Die Stadt Berlin hat, wie unsere Berliner Redaktion drahtet, aus der Zwangsversteigerung von der Neu-Rahnsdorfer Terrain A.-G. ein Gelände von etwa 100 ha für 313L 1 496 000 erworben. Die Versteigerung geschah auf Antrag der Seehandlung, die eine Sicherheitshypothek auf den Grundstücken aus den Geschäften in den Jahren 1924/25 hatte. Die Staatsbank wird nunmehr durch den Verkauf ihrer Forderung voll befriedigt. Der Kaufpreis wird jedoch nur z. T. sofort bezahlt. Ungefähr 313C. 900 000 sollen in drei Raten am 1. April der Jahre 1930 bis 1932 entrichtet werden
* Harburger Gummiwaren-Fabrik Phönix A.-G. Der dividendelose Abschluß wurde in der G.-V. lt. Drahtmeldung unseres hp-Korrespondenten aus Hamburg genehmigt. Auf die Frage wegen der Höhe der Unkoste n wurde von der Verwaltung erklärt, daß diese auf die Steigerung des Umsatzes von 30 auf 35 Mill, zurückzuführen sei. Dieser bedinge eine größere Werbetätigkeit und einen größeren Personalbestand. Die Umsatzquote sei von 12.3 auf 12.5 pCt. im letzten Jahr gestiegen. Das erste Halbjahr 1929 sei gut gewesen, doch lasse sich über das finanzielle Ergebnis erst ein. Urteil gewinnen, wenn die Inventur durchgeführt sei. Maa rechne aber mit einem befriedigenden Ergebnis. Die Verwaltung hoffe, daß die Dividendezahlung in diesem Jahre wie- crer ausgenommen werden könne. Zu der Fusionsbe« w^egung in der deutschen Gummiindustrie er-t klärte die Verwaltung, daß sie bei den Verhandlungen mit der Continental Gummi, Hannover, nicht nur den Umtausch mit 1 hömx- in Contiaktien, sondern auch den Umfang der Aufrechterhaltung des Harburger Werkes festzustellen hatte, und daß in dieser Beziehung keine Klärung möglich war. Bezüglich der Umtauschquote hätten die Verhandlungen nicht zu einem bindenden Angebot der Continental geführt. Ferner erklärte die Verwaltung auf Anfrage, daß eine Wiederaufnahme der Fusionsverhandlungen nicht geplant sei, sie wolle auch in Zukunft ihre Selbständigkeit wahren. Die dazu erforderlichen Maßnahmen seien in Durchführung begriffen. Auf eine Aktionäranfrage bezüglich der Aufrechterhaltung der R e i f en f a b r ik a t i o n wurde erklärt, daß die Herstellung aller bisher erzeugten Rew lensorten aufrechterhalten bleiben soll. Eine Aufgabe der
Personenwagenreifen sei nicht geplant.
■&Mim-T,Mi$ecker Eisenfoaiin-Gesellselia-ft. Wäh- rT<*die Einnahmen auf <Kv4L 1.85 (1.87) Mill, zurückgingen,x b/1 E äie Ausgaben lt. Berliner Drahtmeldung auf 1.81 (1.66) Mill. Aus einem Ueberschuß von 5UL 68 000 (100 OOOY werden auf 5UL 2.2 Mill. Kapital bekanntlich 3 (4) pCt Divi-
de verteilt Die Rücklagen erhalten 0.16 (0.11) Mill., während 0.20 Mill, dem Erneuerungsfonds für Ergänzungen entnommen wurden. Der Güterverkehr ging zurück, während der Personenverkehr eine Steigerung aufwies. Die Bilanz verzeichnet Anlagen mit unver. 2.82 Mill., Vorräte mit 0.13 (0.11) Mill, Wertpapiere und Hypotheken mit 0.20 (0.15) Mill, und Bankgutl ffe <6 ) Mill., während andererseits Anleihen 0.25
(0.26) Mill, und Gläubiger 0.16 (0.22) Mill, betragen. Der Erneuerungsfonds steht mit 0.61 (0.51) Mill. ein.
* Kerlimer Paketsahrt-, Speditions- nmd Da- swh S"nV<> f’K1‘ P?’r& ®°‘ Ä.-G. — Veriustab- 8 l a k i .? Gesellschaft schließt lt. Berliner Drahtmeldung
^^Mikingen vonßM. 0.16 (0.15) Mill, mit einem Ver-
-(L 7" ”ach 0.12 Mill. Rückstellung a„^A3K°3 Die Ersparnisse durch die Fusion
Tbe hwLoihnerhoh,?lgi.en fast völlig wettgemacht worden, ^siukurrenz habe eine Einnahmesteigcrung durch Er-, hohunff der Rollgelder verhindert. Auch die llproz. Fracht- de^Mfibelf-an^^M^i1 habw «estörti dagegen habe der Ausbau der Mobelfransportabteilung Fortschritte gemacht. Die Brutto, lunesu^^8™9 S1uh auf 5{84 lS.63) Mill., aber die Hand- lungsunkosten wuchsen noch starker auf 5.97 (5.34) Mill Lang- Ä^ScI?Uld6n^ ellten sich (in MM- -K-M bei 3 (2.44 Katf- 140 f2h48Te^Allan^USnl-?uf ^7 (1.99) und Kreditoren auf arfon Debitoren auf 1.32 (2.57), Barguthaben
nIckten und Beteiligungen auf 0.15 (0.01). Der Rückgang der Debitoren und Kreditoren erkläre sich vorwiegend
Ghalis der Beteiligung an der L e i pX e rTp e i- hingen für dniv ® 10 n S-A-- G. Ausreichende Rückstel-
noch nicht ÄXF°rd-erUnKen und tor Verbindlichkeiten, die hoch nicht teststehen, seien vorgenommen worden.
* Erweiterungsbauten Karst« «rät-TT™™-
Munstel Der KarstadtKonte”hati wfe un”? tt-Benchterstatter aus Köln meldet, in Münster i W mehrere ?etaes6rdnXr?enw™ verheblidle Ntu" Erweiterungsbauten Aiu dortigen Warenhauses vornehmen zu können. Mit den Abbruchsarbeiten sei bereits begonnen worden.
ialOiik -A.-6L — I^apitaEeriäoEiUHig; zur Erv/eite- rung der ProduMlonsbasis. Die Gesellschaft hat lt tinnsha1q-ld jnK ^-Berichterstatters aus Köln ihre Produk- S» durch Aufnahme der Fabrikation von Erzeugnissen der
?-b laßInÄrl? erTÄ Das Kapital ist zu diesem Zv eck von 3Z.Ä 1 auf 2 Mill, erhöht worden. Aus dem Vorstand ist Georg Ehrlich ausgeschieden.
iP**1"8®* Unter Prospektbefreiung wurden lt. PkIÄn - ?^ioslckung z uge 1 asson: GJs. 10 Mill. Sproz. Pfandbriefe Reihe III der Württembergischen Wohnung sk re d 11 an st al t, 3131 5 Mill. Sproz. Kommunalobli- X W// s eM-n 1 at’ "W« Goldpfandbriefe Reite X’j tv** ? Mt1U- dt?- B,eihe VII, 3131 10 Mill. dto. Reihe VIII und IX der Landeskreditkasse Kassel.
