Zweites Morgenblatt der Frankfurter Zeitung

Nummer 566 Seite 2

Z«r Reform der Arbeitslosenverfichernug

(Privattelegramm derFrankfurter Zeitung*.)

Valuta- UBd Geldmarkt.

. Lombard 26.

6.

6.29

6.26 5 (talien

14

3.29

2.25

Berlin

168.80 | Zürich

London ..

Tech. Not. 20.92'/a

£1 irleb, 3t doli. (WTBi 16.00 ühr. Devisen und Geld

London 25.22

Paris..

20.36%

Madrid

75.63-

NYork 5teil pan'"!i |§ofla*' 3-76-1Belgrad 9.13-(Diskont.."56h, Brüssel 75 SB 8 ~ nftf uP6 V 15:38»/J Athen . 6.72Vä Tägl. Geld 2% otsfehl.. 12385 IWarsch. 58.30-1 Konst. 248.-1 Monatsg 3>/a

Italien 27.17- Wien 73.24- |Sudan. 90.67>/s| Bukar. SOS-'/iP Monate 4%

- 31. Juli. (WTB.) Devisen. (Schluß.<

Imtfteahl I OO kl... u.u.imm m. ___ ..

Deutschl. I 6 08-1 New York]' London..1123.831,21 Belgien..!

London. 31. Juli. (WTB.)

Buenos Aires auf London 47.25

4.85 32

Spanien.

276.-

4.86 7/.fl Dänemark

12.1 Ossig Schweden.

123 82

3' 7- Hongkong p. Doll. I 2.0 |

Schanghai p. Tael 2.4151,.

I 1.5S7|sg I Singaporep. Doll. 2.3%16

Bukarest.; H.35

IBudanest I

olland..

Amsterdam

Berlin

Stockholm.

Brüssel..

Amsterd.

25. 3.29

9.10.27

123.84-

12.43/,

4 Vs 3Vs 5Vs

7

9.39-

52.70

Frankfurter Handelsblatt

Wiedergabe und drahtliche Verbreitung der Artikel mit und der Pnvatdepeschen nur mit genauer Quellenangabe ,.Frkf. Ztg. gestattet

I Devisen 33 20- 18 211/3 18.10^8 18.201/2 10817 193 05- 164 l/gz 27.831/2

Mark..,, Lire .... Jug. Not.

168.50

37.22- 12 40

333. Va

767

7.26

5. 29

4.27

8.28

Norwegen. Portugal . Helslngfors Prag...., Budapest

Schinn I Belgrad.... Sofia......

Bukarest Griechenland Konstantin. Oesterreich Waischau.. Argentinien

Heisings.

Wien ..

Polen-N. Budapest Belgrad.«

(Privattelegramm derFrankfurter Zeitung".)

London, 31. Juli. Der Arbeitskampf in der englischen Baumwollindustrie dauert unverändert fort, da einzelne Fabriken, die zunächst unter Beibehaltung der alten Löhne weiterarbeiteten, nunmehr auch stillgelegt sind. Wellenwirkungen, die von einem solchen Produktionsausfall naturgemäß ausgehen, haben nun einen anderen Zweig der Textilindustrie berührt. Courtaulds, die größte englische Kunstsei d en fab ri k, kündigt an, daß sie gezwungen sei, drei Werke stillzulegen, die ihr Garn zur Her­stellung von Mischgeweben nach Lancashire liefern. Die einzige Hoffnung auf Wiederaufnahme der Verhandlungen knüpfte sich auch heute an eine Zusammenkunft der Vertreter der Spinner­organisation in Manchester. Was ihr Ergebnis ist, ist zur Stunde noch nicht bekannt.

Ire englilch-ruEschen Nerhmrdümgerr.

London, 31. Juli. (Wolff.) Die Verhandlungen zwischen H e n d e r s o n und Sowjetbotschafter D o w g a l e w s k i sind noch nicht wiederaufgenommen worden, da der Botschafter noch keine Antwort seiner Regierung auf die Mitteilung erhalten hat, die er ihr nach seiner ersten Zusammenkunft mit Henderson gemacht hatte-

s'° 6 Vs 5.48 5 7 6 7

New York Kanada.

670. 818,14 375.1/4 1022.

34,43 43.28 47 21

Brasilien Alexandria Hongkong Schanghai Japan .. Mexiko ..

Uruguay Chile....

Holland.... Frankreich.. Belgien .... Italien .... Deutschland Schweiz ..

w London Bombay p. Rup.,. Calcutta .

80.

7.

% 8 &

34.893', 92.83 -

20.36«',

25.21/,

Der Kmrfirlrt m der englischen DauMmsllirrdrrstrie.

Manila per Doll.

Kobe . Yen

Dle Sozialistische Irrterrmtwrralr fin* RhsittlarrdrSmurtttg.

(Drahtmeldung unseres Korrespondenten.)

' 279.1/4 56.1/4-

Die kommrmrstische Attsschrertmrg irr SernzsMs.

(Drahtmekdung unseres Korrespondenten.)

586.

97.50

2/0

V_'

10.10

49 39.65

2-06/w

1.11

* Biümndi A.-G., Hamburg. Eine zweite Oelmiiiile. Geldbedarf. Die G.-V. wählte Dir. Kurt Pfitzner und Oberstleutnant a. D. von Ramsav neu in den A.-R. Auf Anfrage wurde erklärt, daß auch weiterhin die Aussichten auf eine günstige Entwicklung recht gut seien. So reiche z. B. schon jetzt die Oelfabrik nicht mehr aus. um die Ernte zu be­wältigen. so daß nächstens eine zweite Oelfabrik errich­tet werden müsse. Im Zusammenhang mit der fortschreitenden Aufwärtsentwicklung sei die Aufnahme neuer Gelder zum Aus- bau bereits in Aussicht genommen.

Die Niederbarnimer Eisenbahn A.-G. bean­tragt lt. Berliner Drahtmeldung Kanitalerhöhung um JUL 1.64 auf 7 Mill, zwecks Durchführung der bereits 1925 beschlossenen Verlängerung der Stammstrecke von Liebenwalde nach Zehdenik-Neuhof. (G.-V. 30. August.)

* Spinnstoff werke Glauchau A.-G., Glauchau. Die in Chemnitz abgehaltene G.-V., in der zehn Aktionäre ein Kapital von JUL 5 827 600 vertraten, beschloß, den Verlust von JUt 1.20 Mill, vorzutragen. Das Unternehmen sei in eine Periode sinkender Preise geraten. Da man es nicht verantworten könne, an jedem Kilogramm Seide Geld zuzulegen, sei der größte Teil des Betriebes Ende Juni stillgelegt worden. Nur eine kleine Abteilung arbeite noch, um die vorhandenen Vorräte verkaufs­fertig zu machen. Obwohl die Preise für Kunstseide in der letzten Zeit etwas angezogen hätten, lohne sich jetzt die Wiederinbetrieb­setzung des Werkes noch nicht.

125.52 (Spaniens 372 % | Schweiz! 491.. | 354.J/2 (Italien | 133.30 | Holland |'

Frankfurt a. M., 31. Juli. Im Abendverkehr war das und Sterling gegen Dollar mit 4.8530 etwas abge- schwächt. Die Frage einer morgigen englischen Diskonterhöhung wurde weiter. diskutiert; doch wird trotz der Diskontsteigerung in Brüssel eine Diskontmaßnahme in London noch nicht als unbedingt ausgemacht gehalten. Pfunde gegen Paris waren etwas fester, 123.85. Devise B r ü s s e 1 war auf die Diskonterhöhung mit 34.89/5 offeriert. Der Kurs dürfte nur nominell sein, da der Markt in Devise Brüssel hier sehr eng ist. Befestigt war erneut 33.18, London gegen: Mailand 92.82, 10 0ich r,2n21^' Amsterdam 12.10, Oslo 18.20%, Kopenhagen 18.21, Dollar gegen Mark 4.1957. Pfunde 20.36%

Der VrastdeutdesKayrifchertAKnLtttgs gestorben

Präsident des Bayrischen ,,L» i&. SL Sy*

gie Umgememdnngsvorzoge in Kraft getreten.

Berlin, 31. Juli. (Pnv.-Tel.) Das Gesetz über die Umoe. meinünng im rheinisch-westfälischen Industriegebiet und das batir gehörige Einsuhrungsgesetz sind in Nr. 21 der Preußischen Geleit iammlun8 vom 29. Juli veröffentlicht worden DK A setze sind daher am 30. Juli in Kraft getreten.

Erhöhter Keöenshaltirrrgsmder.

Berlin, 31. Juli. (Wolff.) Die Reichsindexziffer für die Lebens­haltungskosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung Be- rAlbUA9pnir?Onf«S^S9ebarf") b-lüuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamts für den Durchschnitt des Monats g.u1 * °uf 154.4 gegenüber 153.4 im Vormonat. SU ist sonach um 0.7 v. H. gestiegen. Diese Steigerung ist im wesentlichen auf eine Erhöhung der Ernährungsaus- gaben.zurückzuführen, und zwar sind hier im Reichsdurchschnitt die Preise für Eier Fleisch, Milch und Brot gestiegen, während die G-musepreise erheblich nachgelassen haben. Die Ausgaben für Kartoffeln haben sich erhöht, da in die Berechnung teilweise auch Kartoffeln neuer Ernte eingestellt werden mußten.

r fcie einzelnen Gruppen betragen (1913/14

eleid) 100): für Ernährung 155.7, für Wohnung 1261 für Hebung und Beleuchtung 149.4, für Bekleidung 172.1, für den »sonstigen Bedarf* einschließlich Verkehr 191.9.

der Knsenfürsorge reduziert werden. Der Ausschuß hat der Re- iimUrxst cmptDiIen1' diese Vorschläge in dem Gesetzentwurf so auä= ???. dabei eine Einsparung von 80 Mill, .sahrlich erzielt werde. Der Regierung bleibt also ein ...uner.hln beträchtlicher Spielraum für ihre Entscheidung übrig bte ®^ö^un9 der Beiträge, welche die iS?1 M Abschusses gegen die Stimmen der Arbeitgeber unpfohlen hat, grundsätzlich hat der Ausschuß nur beschlossen, daß i'WJ befristet werden soll, er hat aber selbst keine be­stimmte Dauer dafür vorgeschlagen. Auch hier wird es Sache der Regierung sein wenn sie den Anregungen des Ausschusses folgt d/e Mtlfchen Grenzen zu bestimmen, innerhalb deren eine Bei- h.a,3ßSUt13 verantwortet werden kann, wenn damit tatsächlich k-» Zweck erreicht wird, die Versicherung finanziell wieder auf feste Grundlagen zu stellen. Einschließlich der 80 Millionen RMk

Sa-s°narb-iterfürsorge erspart werden sollen, hat der Ausschuß die G e s a m t e r s p a r n l s, die aus seinen Vorschlägen Äu?°rt °uf rund 170 Mill. RMk. im Jahre geschätzt. Hierzu wurde dann noch der Ertrag der befristeten Beitrags­erhöhung treten. Ob damit die Rcichsanstalt wirklich auf die Dauer finanziell saniert werden kann, wird noch genau nachgeprüft spcils1,,l ,en <®'e ^uld der Reichsanstalt gegenüber der Relch^regicrung, bte aus der Ueberbeanspruchung in den ersten Monaten dieses Jahres herrührt, beträgt rund 350 Mill. RMk. sozialdemokratischer Antrag dieses betrieben IcMan&eB6?Sa8e,h- to*be- im Ausschuß abgelehnt. Es wurde lediglich befchlofsen, die Regierung um Stundung des Dar­lehens bis zum 1. April 1935 zu bitten. Bisher hat das Reichs- ^L^?/lteriUm daran festgehalten, daß die Reichsanstalt zur tei Ä be§ .®arrIe^n® verpflichtet sei, und, soweit in den ^°fnatcik Landcsarbeitsämter Ueberschüsse auf- wiesen diese auch für sich beanfprucht. Auf der Seite der Reichs- friTU<VVn die Reichsanstalt gewährten Beträge durch kurz- tr hge Operationen finanziert worden, offenbar in der Erwartung, .entweder eine Rückzahlung oder eine dauernde Deckung in ?svhaltmsmaßig naher Zeit erwartet werden könne. Auch über den inrnmÄ!?'5 ,*KJcr §M-»n wird die Reichsregierung im Zu- mmmp^an3rsm bcr i zum. Arbeitslosenversicherungsgesetz nunmehr bald eine endgültige Entscheidung treffen müssen.

ch- Berlin, 31. Juli. Der Sozialpolitische Ausschuß des Reichstages ist in der vorigen Woche auf den 15. August ern- berufen »Dorben, um, noch bevor das Plenum damit befaßt wird die Vorberatung der von der Regierung angekündigten Novelle zur Arbeitslosenversicherung beqin- ncn zu können. Dem Re ich sa rbe i tsmi n i sieriu m liegt fetzt das Gutachten der Sachverständigen- lV^öt>r'.,bie Freitag letzter Woche ihre Arbeiten abgeschlosstn hat; ihm obliegt nunmehr die Aufgabe, auf Grund dieses Gutachtens, das, wie man weiß, in seinen ein- zelnen Teilen mit verschiedenen Mehrheiten zustande aekom- S.s,fV\n6rt Gesetzentwurf auszuarbeiten. Zur Vorbereitung dieses Entwurfes wird in der nächsten Woche im Arbeits- numftenum eine Konferenz der b eteiligten Wohl- fahrts- und Sozialminister der Länder statt- smoen. 1

Der Lustmord In Unterfronfen. Die im Walde bei Ebern in Unterfranken verübte Mordtat an der Waldbeeren sammelnden 40- ohrlgen unverheirateten Therese Löffler aus Brünn in Unter- ^aL ^I°wett Klärung gefunden, als jetzt als feststehend angesehen werden kann, daß als Mörder der 48 Jahre alte Georg nJ*tfmei.Vu8 Königsberg in Unterfranken in Frage kommt

Schwerer Autobus-Unfall in Rhodesien. In Rhodes (Rba- 6eInnmfrt8n»e fi$ 7? schwerer Omnibusunfall, bei dem sie­be n P e r s o n e n g e t o t e t und acht schwer verletzt wurden Ein Bnbif O rt U$r> tn ane ^^kagens der Steuerung mit großer Schnel- ugteit gegen eine Mauer und wurde vollständig zertrümmert. '

Dke rtalienrschs Dekegattorr.

Rom, 31 Juli. (Europapreß.) Die italienische Delegation für me Haager Konferenz wird aus dem Finanzmintster Mosconi Unterstaatsfekretär G r a n d i, dem Senator, Pirelli dem ita- Äd)en Sachverständigen bei der Pariser Uoungplan-Konferenz ff" tiaju fontmen noch zwei Stellvertreter und außerdem -öeamte des Finanzministeriums und des Ministeriums des *tciipCtn.

* Die Diskonterhöhung in Belgien. Die Belgische Nationalbank hat gestern mit Wirkung vom 1. August ihren Diskont um 1 auf 5 pCt. erhöht, nachdem er seit dem 15. Juni 1928 4 pCt. betragen hatte. Die Gründe, welche die Notenbank zur Aenderung ihrer Diskontpolitik veranlaßt haben, sind nicht ohne weiteres zu erkennen. Der Ausweis der Nationalbank zeigte, wenigstens in der letzten Zeit, keinerlei Anzeichen, die auf die Notwendigkeit einer Diskontveränderung hingewiesen hätten. Die Positionen des Bankausweises sind so gut wie unverändert. Der Goldbestand betrug (in Mill. Beigas) am 18. Juli 1008.78 gegen 1003.27 am 29. Juni und 803.04 am 18. Juli v. J. Der Bestand an ausländischen Wechseln stellte sich auf 450.05 (460.19 bzw. 464.56). Der Notenumlauf hat sich in den letzten Wochen bis zum 18. Juli geringfügig vermindert, soll aber seitdem im Ansteigen begriffen sein; er weist mit 2540.89 am 18. Juli eine leichte Steigerung gegenüber 2481.86 Ende Juni auf; die Aus­weitung um rd. 410 Mill., die seit dem vorigen Jahr eingetreten ist, deckt sich etwa mit dem Anwachsen des Goldbestandes und war also nicht von einem Rückgang des Deckungsverhältnisses begleitet. Möglicherweise steht die Erhöhung der Bankrate im Zusammenhang mit konjunkturpolitischen Erwägungen. Jedoch dürfte in noch stärkerem Maße dieinternationaleGeld- Marktlage und nicht zuletzt die Lage in den Nachbarländern die Veranlassung gegeben haben. In Frankreich haben sich in den letzten Wochen zum ersten Male seit langem Anzeichen einer Anspannung gezeigt; Holland ist seit geraumer Zeit schon ver­hältnismäßig knapp und Deutschland nach wie vor angespannt. I Gleichzeitig erschwerte die Entwicklung in Amerika und zuletzt besonders in England die Kapitaleinfuhr gerade aus Frank- remh, da der Kapitalstrom sich dem Lande mit dem höheren Zinsgefälle zuwendet. Möglicherweise soll auch die Diskont- erhöhung die Gefahr von Kapitalabwanderungen nach London oder New York bannen. Ueber die gegenwärtig gültigen Dis­kontsätze an den Hauptplätzen unterrichtet die folgende Tabelle:

über Londoner DisEKonferhSfenns-

London, 31. Juli. Die Goldabgänge überwogen auch heute noch die unerwarteten Zugänge bei der Bank von England. Aber der Pfundkurs war der Reichsmark und auch dem franzö­sischen Franken gegenüber, gegen den es sich gestern etwas be­festigt hatte, wieder schwächer, so daß die Spannung, wie mor­gen über den Diskontsatz entschieden werden wird, nicht nach­gelassen hat Keine Verlautbarungen irgend welcher Art gaben der City Anhaltspunkte dafür, welche Entscheidung die Bank von England treffen wird. Auf Grund der sichtbaren Situation stehen Argumente gegen Argumente : einerseits Geldverluste von über 8 Mill., Pfundschwäche, Anziehen des Privatdiskonts auf die Höhe des Banksatzes, andererseits die Er­klärung Snowdens vor einer Woche, die Meinung, daß eine Dis­konterhöhung ohnedies nicht der geeignete Weg wäre, die Ueber­zeugung, daß es sich um besondere Umstände handelt, die die gegenwärtige Devisenlage herbeiführen und nicht um in der eng­lischen Wirtschaft liegende Gründe, so daß man vermeiden werde, der englischen Wirtschaft diese Kreditverteuerung zuzu­muten.

Es ist angesichts der Lage vielleicht nicht überflüssig, her­vorzuheben, daß die Bank von England durch keine gesetzlichen Bestimmungen gezwungen ist, ein bestimmtes Verhältnis

JnCr ^achberständigenausschuß Hat wie die für die Re^chsarbeitsblatt^ero^h^ ,^^öffentlichung seiner Beschlüsse im er «cki r0e*cn4 nics?Un aUcn Punkten, mit denen

dern fick konkrete fest umrissene Vorschläge gemacht, son- b stimmter beschrankt der Regierung innerhalb

veuimmter Grenzen allgemeine Direktiven au neben Me @nt)d}eteung über den konkreten Umfang der vorzuschlagenden Erlasse? D Punkten ihrer eigenen V^ntworLg

atbeitp'rten o s ble Neuregelung der Saison-

intt 10 ft°ft und für die IN der zweiten Ausschußberatunq

v I11 Stimmen be chlofsene befristete E r h ö Huna zl , r-B°.trag e um Proz e n t. Die Empfchlungen des 9 M?ln darin buk ^uregelung der Saisonarbeiter-Unterstützung

L-xT/L bl.? normale Unterstützung, die bisher nach f,er ^nwartschaftszeit von 26 Wochen gewährt wurde künftig füLeredWeiltron82n-fart?^t 6011 52 2$°$en gewährt werden soll; m Jotfcn nur einen Anspruch auf einen be­stimmten Prozentsatz der Vollunterstützung gewähren Bei den dem° M^die'^bu s°.ll keine Kürzung vorgenommen werden, außcr- nuf1 e Aurtezelt bei der Salwnarbeiterfürsorge von sieben auf vierzehn -rage verlängert werden, schließlich soll die Unter­stützung der berufsüblichen Arbeitslosen allgemein auf die Sätze

WeLtfest der Dsy-ScorrLs.

(Pri^va ttelegramm derFrankfurter Zeitung".) hftS5w\£ttb0m Juli. Das, groß« Scout-Fest zur Feier 21iahrigen Bestehens oer Bewegung hat begonnen. Seit in das große Feldlager im Arrow-Park ^h°Pet! «in und schlugen ihre Zelte m Außenflächen auf, die m der für die englische Land-

W rtTk ®äume und Baumgruppen male-

riich unterbrochen sind. Dle 50000Bop-Scouts die sich -teftlr! T der offiziellen Eröffnung der Festwoche

eürohHtoCn ie^ä!lntkren 42 N«tion«n. Nicht nur Ne uud von Weißen bewohnten überseeischen Länder

Vertreter entsandt, auch Farbige nehmen teil. So «us Liberia, der afrikanischen Negerrepublik, ^obftiuh'terJr ^eI&o eine Rothaut mit dem bekannten Kopsputz fehL nicht Eine Lucke wird freilich bemerkt: Jta° wurde v d^d.under zu entsenden, die Organisation

11t Mussolini aufgelost, und die an ihre Stelle getrete- %.Uteft1räar^<:m«.tI>! Trb<n nitf^ E in den Rahmen des Z^kenhead gepaßt haben. Aus Deutsch- Lager b 130 AMbhorlge des deutschen Scoutverbandes im »^^bendiges^ und frohes Treiben herrscht überall. So

Estern die Pfadfinder mit dem Ausbau und der Ausschmückung ihrer Lagerstellen beschäftigt sehen. Das leb- h^rscpt auf dem improvisiertenMarkt". Vor den Ladcnzelten, in die die Lebensmittel gebracht werden, d-e d-mn auf den verschiedenen Biwakfeuern zubereitet werden, u Lne regelrechte Jagd auf Unterschriften entwickelt, und beionders die jüngeren Buben werden hier ihrer möglichst we t hergekommenen Brüder, besonders der Farbigen, hab- $ I^en. das gewünschte Autogramm dann geben. dfti.^»°r/^n °k^^^rogramm, das vierzehn Tage dauert, nahm heute nachimttag seinen Anfang. Die Feiern wurden durch den Duke of Connaught eröffnet. Die näch- Wock>7 b^i»n7 v"Är g.eicrn- und in der kommenden ?e ^'sthafte internationale Konferenz. Wohl duraufeingestellt, durch irgendeine Vor­führung etwas beizutragen. Die Ungarn zeigen Wasser-Ski

®ee- ®njränber spielen auf demselben See ein teS sS b°ur Wa,ier das sich betiteltDie unerhörten Er- Curdle" oderDas Garn, das sich von L /ue'terspinnt 4000 junge Wölfe" führen ein Dsch-

lsche und andere Volksspiele, Gladiatoren- aramm u- « «ehören zu dem Pro-

bCr!en Abwicklung eine eigene, während der aItUn-S bMausgebrachte Zeitung berichtet.

Aufmerksamkeit bei der bie "nt freundlichen, ja enthusiastischen Tönen der Bewegung und ihrem Führer Baden-Powell spricht.

r. ,A ^°lgrad, 31. 5ult. Berichten aus Serajewo zufolge beziffert sich der durch die kommunistische Brandlegung in den staat- lichen Eisinbahnwerkstätten angerichtete Schaden auf mehr als vier Millionen Dinar. Die Löscharbeiten waren da- durch arg behindert, daß die Kommunisten die vorrätiaen Feuer- toschmittel vor dem Brande zerstört hatten. Die eisischreitende rU?IÄ3etw5U.r?e &ott tbncn mt Steinen beworfen. Der kommuni­stische Arbeiter B a r u n wurde von der Polizei erschossen

Sie Agramer Polizei gibt jetzt die Verhaftung des Kommunisten Brezovlisch zu. Man habe seine Identität nicht sogleich fest­stellen können, da er mehrere Ausweise bei sich trug. Er soll im Flugzeug nach Südslawien gekommen sein und größere Geld- ^rh?9c mitgebracht haben. Brczovitsch wird als Chef der kommu- mstuchen Propaganda Südslawiens und Vertreter des Zentral­komitees bezeichnet.

Portugal.. 26. ttumänien 14. Rutil and .. 5.

* Eiineburger Eisenwerk A.-G. Erhöhter Gewinn bei Lohnsteigerungen. Die Gesellschaft, die i. V. ihren Verlustvortrag durch Kapitalzusammenlegung besei­tigt hat. schließt lt. Berliner Drahtbericht wieder mit einem etwas erhöhten Beingewinn von fllM. 95 000 f 75 000) ab. Aus dem Sanierungsgewinn von SlJL 1.14 Mill, werden diesmal noch 0.1 als Eingang verbucht. Der Fabrikationsgewinn ist auf 0.64 (0.59) gestiegen; Unkosten blieben unverändert. Der Werks­erneuerungefonds erhält <72 0,10 (0.15) Mill. Abschreibungen

betragen <JlM. 0.13 (0.29) Milk Infolge erhöhten Wettbewerbes seien dio Verkaufspreise im Berichtsjahre gesunken, während die Löhne eine neue 14nroz. Steigerung erfahren haben. Aus der Bilanz (in Mill. iRM.'}-. Immobilien 1.40 fl.62). Waren 0.42 (0.38), Warenschuldner 0.23 (0.24) und sonstige Debitoren 0.14 (0.09). andererseits neben 0.77 A.-K. und 0.15 Reserven 0.35 (0.23) Bankschulden. 0.12 (0.22) Anzahlungen. 0.07 (0.17) Warenschulden und 0.16 (0.15) sonstige Kreditoren. Akzepte (0.18) werden diesmal nicht ausgewiesen. In der ersten Hälfte des laufenden Jahres seien die Umsätze wieder etwas gestiegen, obwohl die Winterkälte Produktion und Absatz be­nachteiligt habe. Der Auftragsbestand reiche für 56 Monate. Ein günstiger Einfluß wird von der Gründung des Guß Emaille - Syndikats erwartet. (Berliner Frei­verkehrskurs 25 pCt.)

_ * Bayerische Siedlung»» und Landbank G. in. b. EL, München. Das finanzielle Ergebnis von 1928 ist mit einem Reingewinn von ZW 74 120 (i. V. 72 977) ziem­lich unverändert geblieben. Es werden lt. Münchener Drahtbe­richt wieder 5 pCt, Dividende beantragt. 10 pCt. vom Ge­winn soll in die Reserve fließen. JMl 10000 in den Pensiöns- fonds, der Rest an den Ausgleichsfonds.

* Personalien. Der Mitinhaber der Getreide- und Bankfirma Louis Dreyfus in Paris Herr Charles Louis D r ey f us, ist im Alter von 79 Jahren gestorben.

Dänemark 24. Danzig.

England Estland

Letzt® Nachrichten.

ff Ess'YU, 31. Juli. Unter der Firma Germania Farben­fabrik A.-G. in Essen ist mit einem, vorläufigen A.-K. von 51JL 8Ö0 000 eine neue Gesellschaft gegründet worden, an der, wie es heißt, auch ausländisches Kapital beteiligt sein Soll. Vor­aussichtlich werden Betriebsanlagen zur Herstellung, industriel­ler und drucktechnischer Farben in Essen errichtet.

Die Rheinländbank A.-G. hat ihren Sitz von Biebrich nach Berlin verlegt. , .

Bei der in Zahlungsschwierigkeiten befindlichen Bankfirma Prvm u. Co. soll voraussichtlich mit 70 vOt. Aus­schüttung zu rechnen sein, falls eine ruhige Abwicklung gelingt.

dt Zürich, 31. Juli. Der Bundesrat hat die Bewilligung für die Ausfuhr elektrischer Energie aus den geplanten Kraft­werken Klingnau und Wildegg-Brugg erteilt. Die Be­dingungen für diese bekanntlich nach Deutschland (Rheinisch- Westfälisches Elektrizitätswerk) gerichtete Energieausiuhr Sollen erst später der Oeffentlichkeit bekanntgegeben werden.

___Donnerstag, 1. August 1929

U^,^-F°ch^rständigen des Finanzministeriums und der War-

*r, bsMenx Diese Nachricht wird indessen in . nh A' ^Mwr politischen Kreisen sehr skeptisch aufgenommen, «/!, b ,e Pressemeldung über Polens Beteiligung an den politi chen Beratungen durchden Wunsch als Vater des Gedankens" erklärt.

Kelgrerrs Hstt/errntdrierzkertr.

1 iDrahtmeldung unseres Korrespondenten.)

Brüssel, 3.1. Juli. Belgiens Delegation für die Haager Konferenz wird ^bestehen aus dem Ministerpräsidenten Jaspar, dem Außenminister Hymans und dem Finanzminister Baron H o u t a r t. Vom^ Außenministerium werden noch die Herren van Lingenhove, Helbig de Balzac und van Zuylen nach dcm Haag fahren, ebenso die Herren, die Belgien auf der Reparations- kouferenz in Paris vertraten.

* Frankfurter Gasgesellschaft. Der Deutsche Aktio- narverein E. V. in Berlin, der sich vor kurzem zur Sammlung und Vertretung von Kleinaktionärinteressen gebildet hat, hat lt. Anzeige die Frankfurter Rechtsanwälte Dr. Otto Eisner und Dr .belmar Spier beauftragt, die Interessen der freien Aktionäre der Frankfurter Gasgesellschaft zu sammeln und zu vertreten. Die Zähl der freien Aktionäre ist bekannt­lich sehr gering; von den M 25 Mill. Aktien befinden sich nur noch Teile von zue. wohl weniger als 1 pCt im freien Verkehr.

* Fürstenhof-Carltonhotel A.-G., Frankfurt a. M (Esplanade, Palasthotel). Die ehemals zum Stinneskon- zern jetzt einem echweizerischen Syndikat gehörende GeseU- schaft schließt nach Abzug der Unkosten von JUL 136 056 und der Annuitätentilgung von JlM 15 600 mit einem Reinoe- winn von 5UL 1078 (2170) ab, der vorgetragen wird. 6Die in Hamburg abgehaltene G.-V. genehmigte den Abschluß.

Kein deutscher Markt für Margarine Unie-1 Aktien. Wie unsere Berliner Redaktion erfährt, ist der von einem Konsortium unter Führung der Deutschen Bank 'betriebene und schon ziemlich weit geförderte Plan, die Aktien der Mar garine Urne an der Berliner Börse einzuführen, aufgegeben wor- den Verschiedene Grunde waren dafür maßgebend Es dürfte ,sch^8r gew,esen eein- die Ansichten der Zulassungsstelle und der Konzernleitung darüber, wie weit im Prospekt8 V e r hrin h V nuS ®-n j USrzukgen 6ind- in Uebereinstimmung zu bringen Auch sind die Anteilsberechtigten der Unie wohl starker im Stimmrecht beschränkt, als selbst den so milde urteilenden deutschen Behörden tragbar erschien. Schließlich sind auch während der Dauer der Verhandlungen die Aktien im Ausland so stark gestiegen, daß ein Eimuhrungskurt

Ohancen ließ, nicht mehr bestimmt werden konnte Naturhch ist denkbar, daß das Projekt später einmal wieder aufgegnffen wird, aber daß es z. Z. nicht mehr aktuMl ist geht auch daraus hervor, daß die Konzernleitung die hfl 4 Mill de^ Lnd'1 ^irADe?itSchljnd ,reseyviert waren, inzwischen unter der Hand im Ausland placiert haben soll.

i Dachsteingebiet. _ Anf-

Handel und Verkehrt f/w16' Bundesministerium für Pftdif wnd XerkehF h®t Wiener Drahtmeldung den Firmen Rudolf Kürschner in Dresden und Adolf Bleichers & Co Per- sonen-Drahtsei bahnbau G. m. b. H. in Leipzig die Bewilligung Hallstett teclin.16che". Vorarbeiten einer Seilschwebebahn von Hallstatt auf den Hirlatz im Dachsteingebiet erteilt. '

Die Mordaffäre Fellrrer.

(Privattelegramm der »Frankfurter Zeitung".)

3^-. ÖuH. Zu der Wiener Meldung über das Gestandn is des wegen Mordverdachts an Katharina ten»ner -^Meten Wiener Kaufmanns Gustav Bauer kann nach den Ermittelungen der Berliner Stellen noch das folgende hinzugefügt werden:

-ix^°EA°uptung Bauers, daß er am Mordtage, dem 17. Juli, Hilt111/. Zellner nicht zusammengekommen sei, hat sich in der ^at ihr^BePsa»en °tn Ko" ^Bet ^ch die Angabe, daß er von ihr Pelysachen in Kommission übernommen und ihr lediglich dafür flutet tion..1500 Schilling ausgehändtgt habe, er­

scheint zetzt in ganz neuartigem Lichte. Hinter den ganzen Vor­gängen kommt nämlich jetzt ein Erpressungsversuch der 3Um Morschem. Bauer behauptet, Frau Fellner habe gewußt, daß er zu einer verheirateten Frau in freundschaftlichen ^ätfcSeVtefe S-e habe schon Anfang Juli gedroht, sie werde unterihta, Bcl?^r.l^ti^en'. wenn er sie nicht mit Geld

i.nteritutze. Am Wiorgen des 1<. Juli soll Frau Fellner dem Ver- hafteten in seiner Wohnung eingehend ihre Notlage geschildert haben worauf er ihr die erwähnten 1500 Schilling gegeben haben luitt. Um 1 Nhr habe dann Frau Fellner Die Wohnung wieder berlafien und als Pfand für das Geld allerdings ihre Velne surück- gelassen. Für die Zeit von 16 bis 17 Uhr nachmitta s,1n i>°^Fraü stellner ermordet worden ist, ver richte Bauer ein Alibi unb be hauptete, zu dieser Zeit seinen kranken Bruder besucht zu haben' Diejes Alibi hat sia) jedoch nicht einwandfrei nachweisen lassen Bauer gibt weiter an, daß die Drohungen der Frau Fellner ihn fast zum Selbstmord veranlaßt hätten und daß seine Nerven so angegriffen gewesen seien, daß er in der ersten Hälfte des Juli mehrere Aerzte aufgesucht habe. 'J

. [Warschau!

- . ------ , ----------------,10.23»/, [Wien

fest Tnfni^11^ ) ?6T Geldmarkt war wiederum

l8 5er Anforderungen für die bevorstehenden Bank- Iflhftn H der Geldbedarf ziemlich groß. Für kurzfristige Dar- kamen K,rPa «ergehend bis 5% pCt. gezahlt. Im Verlauf Grund ta reichlicher an den Markt, was vor allem seinen hatte «A i TThBn ^Bezahlungen auf britische Anleihen hatte, so daß laufende Posten zu 4% bis 5 pCt. erneuert wurden ?eMteneiwurdEArh?hndn-S Di®kntrayte ,für wenig wahrscheinlich geaalten wurde, tendierte auch der Privatdiskontmarkt untCT- ^eimonatswechsel 5%, ausnahmsweise auch etwas dar­gefragt Augustwechsel 20 5^> Septemberwechsel zu 55/i« pCt.

Schweden 23.

Schweiz .. 22. IN. 25

Spanien .. 19.12.28

Südslawien 23. 6.22

TSch.-Slow. 8. 8.27 5 üngarn .. 24. 4.29 8

Ver.Staat.t) 12 7.28 5

, .. 136.271/8

... .. 34.381/s | New-York 7.08.15

Kopenhag. 168.75- | Ung. Noten 123 60-

I 18.75- I Oelo I____

.|;sr8,si*-| 943

dt Zürich, 31. Juli. Die Exekutive der Sozialistischen Arbeiter- internationale, die, wie gemeldet, hier tagte, hat sich besonders auch mit den Problemen der b e v o r st e h e n d e n Regie- rungskonlerenz beschäftigt. In einer einstimmig ange- nommenen Resolution heißt es: Die Annahme des Aouna- P la n e s muß n o t w e n d i g e r w e i se d i e R ä u m u n g d e s 7".1,'11118 °hne weiteren Aufschub zur Folge haben und ohne Bedingungen, die Deutschland einer einseitigen und dauern, den Kontrolle unterstellen würden, die mit den Rechten einer freien .tahoit unverträglich wäre und übrigens weder in den Verträgen von Versailles noch von Loearno vorgesehen ist. Die Exekutive er- rnnert daran, daß die Sozialisten der daran interessierten Länder hei vergangenen Kongressen der Internationale einig darüber

b£& Zur Liquidierung des Krieges notwendig ist, durch gutlicne Verständigung das Ausnahmeregime im Soar- g e b 1 e t z u b e e n d e n, ein Ausnahmeregime, dessen Beseitigung I in der kürzesten Frist erforderlich ist.

I I Kopenhag.I 99.50- I

. telBsJa v-mTKr,S°Ä«ASU A«.> 104.80,. Berlin 4. Montevi dVo' New^^v" 3 'A York Janeiro: London 5'sts-, New York 8 TlnllC 1 0 d e

16160 i L°ndon 39.65, New York 8 Dolche 285. 6° ValDa"

. Wien, 31. Juli. (WTB) Geldkurie. Amsterd. 284.10 I Paris.... 27.75

zwischen ihrem Goldbestand und ihren Verpflichtun­gen aufrecht zu erhalten. Maßgebend sind rein banktech­nische Gesichtspunkte, die allerdings durch die Sonderstellung . einer Notenbank eine besondere Bedeutung erhalten. Auch die ' sogenannte Cunliffe-Grenze hat lediglich den Charakter einer

Empfehlung. Jedoch war man hier der Meinung, daß die Bank sich streng an diese Faustregel halten Wolle, daß der Goldbe­stand nicht unter Lst. 150 Mill, sinken dürfe, denn die letzte Dis­konterhöhung erfolgte sozusagen in dem Moment, als diese Grenze erreicht war. Möglicherweise aber war das ein mehr zu­fälliges Zusammentreffen. Im übrigen ist als Barometer für die Situation der Bank das Verhältnis der Reserve zur Bankabteilung (d. h. im wesentlichen umlaufende Noten) anzusehen. Diese Verhältniszahl stand im letzten Ausweis auf 39 pCt.; auch für sie besteht keine starre Vorschrift. Seit dem Rückgang der Currencynoten und dem Rückfluß der in Irland umlaufenden Noten hat sich noch keine feste Praxis herausgebildet, welchen Betrag man für diese Verhältniszahl als allzu niedrig anzusehen hat. Vor dem Kriege bewegte sie sich zwischen 40 und 50, nach der Stabilisierung zwischen 25 und 35 pCt. Verglichen mit dem vor einem Jahr üblichen Niveau ist ihr gegenwärtiger Stand nicht besonders ungünstig, aber seit dem letzten Bankausweis sind die bekannten großen j Goldabzüge erfolgt, und der Notenumlauf dürfte mit dem Be- j ginn der Ferienzeit sich noch ausdehnen. Es ist also gewiß, daß die Reserve sehr viel niedriger sein wird. Für die innere Situation der Bank macht es nicht den geringsten Unterschied, ob sie das Verhältnis der Reserve zu den Verbindlichkeiten weiter sinken läßt oder ob sie, um dies zu vermeiden, der Em­pfehlung desEconomist folgend um Erhöhung des deckungsfreien Notenkontingents gemäß dem neuen Bankgesetz einkommt. Eine andere Frage ist freilich, ob nicht das letzte Verfahren gewisse psychologische Vorzüge hat und sich auch deswegen rechtfertigt, weil es einer besonderen Anpassung an den zu erwartenden saisonmäßigen Bedarf an um­laufenden Noten gleichkommt. Fortschrittlich gesinnte Kreise der City würden es jedenfalls begrüßen, wenn von dem beschei­denen Maße der Elastizität, die das jüngste Bankgesetz brachte, wenigstens in einem Bedarfsfälle wie diesem unbekümmert Ge­brauch gemacht würde.

*

* Noch immer englische Goldabgaben. Die Bank von England kaufte Lst. 339094 Barrengold und verkaufte Lst. 742 345 Goldmünzen. Lst. 350 000 Goldmünzen wurden frei- gegeben. Der Londoner Goldpreis war 32.7777 Pence für ein Gramm.

6/ >

Reichstag .. 26. 4.29 7V« Grieohenl. z. l.xg .Lombard 26. 4.29 8% Hollands; ' ' Belgien .. 1. 8.29 5 Japan ...

Bulgarien . 2. 7.29 10 llndien ...

* Wieder normaler Spareinlagenzuwachs. Der größte seit Februar. Im Juni war lt. Berliner Drahte bericht im Reich wieder ein Spareinlagenzuwachs von Reichs­mark 191,17 Mill, zu verzeichnen gegen nur JIM 40.4 Mill, im Mai, so daß sich damit der Gesamtbestand der Einlagen auf JIM 8190,08 Mill, erhöht. Die Beunruhigungsfakto­ren, auf die im Mai vermutlich die Verminderung des Zu­wachses zurückzuführen war, sind ja in der Tat wieder ge­schwunden. Der Einlagenzuwachs ist der größte seit Februar dieses Jahres, in dem er JUL 238,5 Mill, betrug, wobei aller­dings noch Zinsgutschriften mitgespielt haben mögen, im Juni v. J. erreichte er nur JIM 144 Mill. Die Giroguthaben sanken um 34 Mill, auf JUL 1384,4 Mill.

* Neues Verkaufskontor in der Preßglasindustrie. Innerhalb der sächsischen Preßglasindustrie ist lt. Leipziger Drahtmeldung die Errichtung eines Verkaufskontors in. Vorbe­reitung. 80 pCt. dar Produktionskapazität haben ihre Beteiligung zugesagt. Mit der Verkaufsregelung soll eine feste Preisbildung Hand in Hand gehen.

* Wieder Ansteigen der Insolvenzen. Nach der Statistik derFrankfurter Zeitung hat sich im Juli die Zahl der Konkurse nach dem leichten Nachlassen im Juni, wieder erhöht. Die Zahl der eröffneten Vergleichsver­fahren erreichte mit 551 den höchsten Stand in 1929, an­dererseits ist auch eine Erhöhung der aufgehobenen Vergleichs­verfahren eingetreten. Die nachstehende Tabelle gibt die Ent­wicklung der Insolvenzen seit 1927 an.

4.29 7 (Lettland ij 4. 4.28 . 2.29 6/sLitauen .. 8. £.25

.. .. 2. 1.28 n Norwegen 26. 3.28 514 Finland .. 16.11.28 7 Oesterreich 24. 4.29 71/2 Frankr.1)..19. 1.28 SVMPolen 3) .. i& 9 T ') Lombard 5Vä 2) Rediskont 3) Lombard 10 pCt. ' ) 1.-11 R nf New York. °j Lombard für int. Eff. 6, für anst. 67» pCt 1

|i«lin4!n=6*j«fdßi*n ?' Jul1- 'WTB.) Davison -Schluß)

sri BSE El »hISBEI

Mailami, 31. Juli. Devisen.

Paris.... 74.95 | New- York I 19.10 > Bukaresi Schweiz . 367.921/2 I Berlin .. 455.78- | Snanlen

London .. | 82.79- | Wien..,. | 269.60- | P,Pag , 31 Jul1 (WTB). Devisen

Amerika" 375 87 l»T...... <4 80 I Rom.....

«nwiKa .. 375.37 I Antwerpen., 52 25 I ?

' ZOriCh ' 72-30 I S?.'

L=ntoO.Ol|,i8*il ftÄ (WTBJ Devisen. Sh.:: us? I

Insolvenzen

1927

1928

1. Helbj. 1928

2.Halb]

1928

1. Hatbj. 1929

April 1929

Mal 1929

Juni 1929

Juli 1929

Konkurse........

5518

8948

4263

3785

4812

906

871

825

864

Vergleichsverfahren

1H55

.8032

1343

1689

11184

488

477

479

551

Aufgeh. Vergleichsv.

1384

2572

1081

1491

1252

382

376

407

475