Nummer 630 Seite 8
Abendblatt der Frankfurter Zeitung
der
Station
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Wasserstand, 24. August IrUh
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NNO 4
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Schleuse Mainz Rh. Bingen
222— 0 cm
99— 2 cm 202+ 2 cm
bedeckt bedeckt
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52+ 7 cm
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82— 1 cm
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252+ 1 cm
Regen Regen klar heiter bedeckt klar klar klar
bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt wolkig wolkig klar heiter bedeckt heiter Nebel bedeckt bedeckt
SSW 2 wd. still WNW3 SW 4 wd. still NNW 3 SW 3 SO 4
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Kessere Milchwirtschaft.
Erfreuliche Fortschritte i« Auostcht.
tDrabtmeldung unsere» Korrespondenten.)
Caub Koblenz Köln
Der Umbau der ehemaligen „Goeben".
Konstantinopel, 23. Aug. (Europapreß.) Die äußeren Wieder« Herstellungsarbeiten an dem Panzerkreuzer „B a v 0 u z", der ehemaligen „Go eben", sind beendet. Das Schiff wird am 28. August in Jsmid seine erste Probefahrt antreten. Die inneren Arbeiten, namentlich di« Einrichtung der elektrischen Schießvor- richtuno. werden noch bis in den Monat Dezember hinein andauern. Die Kosten belaufen fich aus etwa 4% Mill. türk. Pfund. Di« französische Firma St. Nozaire, die di« Arbeiten ausführr, bat sich verpflichtet, das Dock, das sie für die Reparatur oes Navrmz" errichtet«, nach Beendigung der Arbeiten der türkischen Regierung zu übcrlaffen. Die türkisch« Regierung scheint sehr stark an dem Bau eines Schiffsarsenals interessiert zu fein.
Schweinfurt- Würzburg Lohr Main
Stockholm, Bergen .. Barcelona < Madrid Zürich ... Genf.... Lugano ... Genua ... Venedig... Florenz... Rom ..... Messina .
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Frankfurt a. M. Feldberg i. T. . Wasserkuppe .
222+ 5 cm 000—00 cm 172+20 cm
60.3
56.9
Nachklang non St. Lorenzen.
(Drahtmeldung unseres Korrespondenten.) Ij Wien, 23. Aug. Die Regierung hat anscheinend auS den Ergebnissen der Untersuchung über bcn Blutigen Sonntag von St. Lorenzen nunmehr die notwendigen Konseguenzen gezogen und den für die ungenügenden Vorbereitungen der Gendarmerie verantwortlichen Vezirkshauptmann von Bruck an der Mur, Rotteck, seines Postens enthoben. Rotteck wurde zur Berichterstattung nach Graz berufen. Sein Nachfolger soll schon bestimmt sein.
Die Führung der Meralen tu Rumänien
(Drahtmeldung unseres Korrespondenten.)
Li Wien, 23. Aug. Die unglückliche Führung der sogenannten Liberalen Partei Rumäniens durch Vintila Bratianu hat nunmehr innerhalb der Partei selbst so starke Gegenkräfte wachgerufen, dah man in Bukarest mit der Möglichkeit des Rücktritts Vintila Bratianus von der Leitung rechnet. Der „Currentul" bringt eine ärztliche Mitteilung, wonach Bratianu leidend sei und sich infolgedessen längere Zeit von der politischen Betätigung fernhalten müsse. Dieses Leiden soll vermutlich den Abgang Bratianus verdecken. Sein Nachsolger ist noch unbestimmt. Schon vor einiger Zeit hat sich die Familie Bratianus bemüht, den Sohn Bratianus, Ionel, der bisher fern der Politik als Professor in Jassy wirkte, als Nachfolger zu präsentieren und hat zu diesem Zwecke seine Versetzung an die Bukarester Universität betrieben. Sein Hauptkonkurrent ist der frühere Innenminister® u c a, der zweifellos einer der gescheitesten Männer der Partei ist.
Interparlamentarische Woche in Genf. (Privattelegramm d er „Frankfurter Zeitung".) tg Genf, 23. Aug. Die Beratungen der Interparlamentarischen Union, welche die ganze nächste Woche andauern, sind heute von ihrem Unterausschuß für die Sicherheitsfragen eröffnet worden. Morgen beginnen zwei weitere Ausschüsse, diejenigen für die Haftung der Staaten und für die internationalen Trusts, mit ihren Beratungen. Die Hauptausschusse für die Rechtsfragen, Wirtschafts- und Finanzfragen und für dm ethnographischen und Kolonialfragen (Minderheitsfragen) tagen am Dienstag und Mittwoch Der gesamte Rat der Interparlamentarischen Union tritt zum Schluß am Freitag zusammen. Die Sitzungen der Ausschüsse und Unterausschüsse sind geheim. Eine große öffentliche Sitzung ist für Donnerstag vorgesehen zur Behandlung von drei Sonderfragen zum Kelloggpakt: 1. Ausbau der Rechtsordnung der Völkergemeinschaft, 2. Herabsetzung der Rüstungen, 3. Folaen des Paktbruches und diesbezügliche Verantwortlichkeit der Staaten. Zu Punkt 1 werden Graf Apponyi und ein Franzose sprechen, zu Punkt 2 Dr. David, der Belgier de Brouckäre und der dänische Außenminister Munch und zu Punkt 3 der Engländer Norman Angell, der Franzose Henri de Jou- venel und ein Amerikaner, wahrscheinlich Montagne. Reichsminister Dr. Wirth, der auch als Redner in der öffentlichen Sitzung in Aussicht genommen war, mußte wegen des langen Hinziehens der Haager Konferenz absagen. Auch Professor Dr. «chucking kann wegen Krankheit leider nicht nach Genf kommen. Im ganzen werden etwa 120 Parlamentarier an den Tagungen teunelimcn.
61.9 64.9
67.5 68.9 63.7
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4- 700 — Luftdruck in Meereshohe, Niederschlagsmenge in mm, seit gestern 19.00 Uhr.
wind Witt« ja I
Viereth — 142— 5 cm
Elgin (Schottland), 23. Aug. (Europapreß.) Anläßlich Ernennung res englischen Premierministers zum Ehrenbürger von Elgin, der Hauptstadt der Grafschaft, in der MacDonald geboren wurde, hielt General Dawes eine Rede über seine Verhandlungen mit MacDonald in der Flottenabrüstungsfrage. Nach einleitenden Worten, in denen er den aufrichtigen Charakter und die überzeugte Gesinnung MacDonalds anerkennend hervorhob, erklärte Dawes, daß bei einem befriedigend en Verlauf der Besprechungen bisher noch nicht das Stadium erreicht worden wäre, in dem die Ergebnisse ohne Bedenken und in ihren Einzelheiten in der Presse diskutiert werden könnten. Der Richter über das endgültige Schicksal ihrer Bemühungen sei letzten Endes die öffentliche Meinung der einzelnen Länder. Es müsse daher Zeit gewonnen werden, um die Probleme, um die es sich hierbei handele, auf ihre einfachste Formel zurückzuführen, damit der Durchschnittsbürger besser erkennen könne, worum es tm letzten Grunde gehe. Wenn dies nicht der Fall sein würde, wäre selbst der Abschluß eines vorläufigen Abkommens zwischen den Regierungen nicht der Ratifizierung der Parlamente und Kongresse sicher. Je kleiner der Umfang, auf den die rein technischen Differenzen gebracht werden müßten, sei, um so klarer werde die Oeffentlichkeit die verhältnismäßig geringe Bedeutung der bisherigen Unterredungen erkennen, besonders bezüglich der Flottenstärke. Den unverzeihlichsten Fehler würde z. Zt. eine unvollkommene Vorbereitung der geplanten Marinekonferenz bedeuten.
Internationale protestantische Firranzgenostenschaft.
Basel, 23. Aug. (Wolff.) Die hier tagende internationale Konferenz für kirchliche Hilfswerke beschäftigte sich mit der Gründung einer internationalen protestantischen Finanzgenossenschaft. Die Beratungen wurden eingeleitet durch den schweizerischen Bank- direktor Walch, der die Grundlinien des Planes entwickelte. Die Ausgabe der Genossenschaft soll in der Gewährung von Darlehen an protestantische Kirchengemeinden sowie an bedürftige kirchliche Anstalten und in der Förderung von Liebeswerken in _ Europa bestehen. Die Genossenschaft soll ihre Tätigkeit in enger Zusammenarbeit mit der europäischen Zentralstelle für kirchliche Hilfsaktionen ausüben. Die Not zahlreicher kirchlicher Hilfswerke ergibt sich aus dem hohen Zinsfuß von 12 Prozent und mehr, zu dem sie Gelder zu entleihen gezwungen sind. Die Neugründung soll diesem Notstand dadurch abhelfen, daß sie bedürftigen kirchlichen Anstalten und Kirchengemeinden Darlehen zu einem niedrigeren Zinsfuß abgibt. Die notwendigen Mittel fallen durch die Ausgabe einer unbeschränkten Zahl von Genossenschaftsanteilen sowie durch die Ausgabe von Obligationen oder die Eingehung ähnlicher Verbindlichkeiten beschafft werden. Die Konferenz Beauftragte einen Vollzugsausschuß mit der weiteren Prüfung des Planes und gab ihm die Vollmacht zu seiner Durchführung.
General Dames «Ker die Flottenabrnstnngsverhandlnrrgen.
57.2;
52.51
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68.6.
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65.5 ।
62.6
der Freude am Kleinkram, die wachsende Sehnsucht nach kahlen, konstruktiven Linien, nach kunstvoller Geometrie im großen. Nicht als ob diese moderne Linien- und Flächenfreude der Inbegriff aller denkbaren Kunst überhaupt sei! Bei weitem nicht! Aber sie ist unser Sehnfuchtsproblem, das Problem des beginnenden Eff'en- zeitalterS. „ „
Man gehe abends, wenn die Dämmerung alle Gestaltungen vereinfacht, am Rande der Großstadt! Straßen, Villen, Kirchen, Schulen uni' dazwischen ein formloser Koloß, die Gasanstalt! Dieses ungefüge moderne Riesentier läßt mich nicht los. Tie einen nennen es häßlich, die anderen sagen, es fei jenseits von Schön und Unschön; auch ich kann nicht behaupten, daß es in seinem heutigen Bestände schön sei, aber es hat einige Linien, die nur wertvoller sind als alle Wiederholungen alter Renaissancemotive und als alle schön entworfene Neugotik. Das, was ich sehe, ist noch kein Stil, aber es sind Linien, die keiner der bisherigen Stile hat.
e* Wind Witter e| ft
Hanau 256+13 cm
— sDaS Nackte t» der Shtiift] ist wieder einmal in München einem unsittlichen Angriff ausgesetzt worden. Das Vestibül des neuen dermatologischen Krankenhauses, einer Anstalt, für deren Erbauung durch die Stadt der Münchener Oberbürgermeister und Abgeordnete der Bayerischen Volkspartei, Scharnagl, den medizinischen Ehrendoktor der Universität München erhalten hat, hatte ein Künstler auftragsgemäß mit einem Bilde gefchrnückt, einem F arnilienb ild«: eine Frau, hinter ihr der Mann, ihr Kind streichelt ein Pferd und dazu bellt, ein Hund. Kann man sich etwas Beruhigenderes denken als dieses Familienidyll? Aber der Maler hatte die Mutter mit entblößten Brüsten dargestellt und daran hatte offenbar eine einflußreiche Persönlichkeit Anstoß genommen und jetzt schwebt über der gefährlichen Stelle eine sorgfältig geschnitten« Papierbluse, wohl, um wenigstens provisorisch da? drohende Verderben von den Besuchern der Anstalt fernzuhalten, bis der Künstler die Frau mit anständigen Farben bekleidet hat. Die „Münchener Post", die diese Geschichte erzählt, hat weder bei dem Verwalter der Anstalt, noch bei der vorgesetzten städtischen Behörde erfahren können, in wessen Auftrag das Schneiderstückchen geliefert wurde. O. G.
= [9(u6 den Kunstzcitschriften.1 Eine hohe Vorstellung vom Wert amerikanischer Sammlungen zur neueren Malerei gibt in „Kun st und Künstler" (Verlag Bruno Cassirer, Berlin) der Aufsatz von Edith von Tärey über die New Yorker Kollektion Adolph Levisohn, das beigegebene Bildmaterial (nach Gauguin, Degos, Cszanne, Lautrec, Manet, Daumier) verdient besondere Beachtung. In dem gleichen Heft spricht der Münchner Maler Hugo Troendle in einer schönen Einfachheit über Poussin, und der Maler Rudolf Großmann reizend verständig über zeichnende Dilettanten.
Die Leistung Mies van der Rohes mit seinem Bau in Barce-
Erneuter Kabelbrand in Breslau. In dem hiesigen Hauptkraft- werk brach heute vormittag erneut ein Kabelbrand aus. Die Feuerwehr konnte mit den Löscharbeiten erst Beginnen, nachdem der ge- (amte Betrieb ausgeschaltet war. Der Brand hatte sich sowohl.in bet Transformatorenhalle als auch an mehreren Abzweigstellen auf den verschiedenen Straßen durch Herausschlagen von meterhohen Stichflammen bemerkbar gemacht. Als man noch mit den Löscharbeiten beschäftigt war, ertönte Plötzlich ein lauter Knall in der Zwingerstraße. Vor der Kommunalbank schoß eine neue Stichflamme heraus, die bis zum zweiten Stock reichte. Sämtliche Fensterscheiben des Erdgeschosses wurden zertrümmert. Mehrere Passanten wurden durch herumfliegende Glas- splitter verletzt. Eine Fran wurde durch den starken Lustdruck zur Erde geschleudert und am Kopf verletzt. Aus dem Hause, in dem die Stichflammen an mehreren Stellen ausbrachen, fluchteten die Bewohner in heller Panik. Die Löscharbeiten sind noch un Gange. Die Ursache ist bisher noch ungeklärt.
Flugzeugunfall. Auf dem Militärflugplatz in T o u r 8 stieß ein Flugzeug, das gerade im Begriff war, aufzusteigen, mit einem anderen, an dem mehrere Mechaniker arbeiteten, Mammen. Em Arbeiter wurde auf der«Stelle getötet, ein zweiter starb nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus, ein dritter wurde schwer verletzt. Das Flugzeug wurde vollkommen zerstört.
Mannheim348—13 cm
Maxau 463— 7 cm
Kehl 291— 9 cm
Höningen 176— 7 cm
Iona wird im neuesten Heft der Zeitschrift „Die Form (Verlag H Reckendorf, Berlin) durch Jurtus Bier angezeigt. Die Schriitleitung fordert im übrigen zu AcuyerunMN auf die positive Vorschläge für die Werkbundausstellung 1932 m Köln Bringen könnten. Wir felBft werden Über die programmatische Rede von Ernst Jäckh, Ausgangspunkt dieser kommenden Diskussion, noch ^E^Zeitfchrift „Die Kunst" (Verlag F. Bruckmann A.-G München! stellt einen Bilderbericht über die Münchener Kunst- SSung 1929 (Glaspalast) der Frühjahrsausstellung der Akademie in Berlin gegenüber. Eine interessante Betrachtung von Hans Tietze über William Blake, den geheimnisreichen, vor hundert Safiren gestorbenen englischen Maler.
Cicerone" (Verlag Klinkhardt und Biermann, Leipzig Berlin) findet sich eine wichtige Aeußerung von Max I Friedländer über ein umstrittenes Werk des Jan van Eyck, die „Madonna von Ypern", das z. Zt. in Berlin zu ehernst V-n Wernec Richard Deufch einen Be trag zur mittelalterlich - italieni jen P chtik sehr eindrucksvolle Stücke der Brüsseler Sammlung AdHhe Stocle't betreffend. Die Photographien aus Karnak einer deutschen Malerin Johanna Schütz-Wolff beanspruchen einen besonderen Hinweis: sie sind exemplarisch gut.
Die Kasseler Ausstellung in der Orangene wird in der Zett- lckrfft Kunst und Dekoration" (Verlag Alexander Koch, Da mst'adt) angezeigt. Wichtig derAufsatzübet: ben Bildhauer Desviau mit mehreren eindrucksvollen Abbildungen. Figuren aus Veitshöchheim stellt Wilhelm Michel vor; welche Träumerei, welcher Lyrismus in diesen Plastiken eineß Gartens aus dem 181 Auf^den^Katalog, ben des Graphische Robinett in München jetzt herausgibt und der eine Auswahl, eine sehr
Spielplan der Frankfurter Theater
Opernhaus. Geschlossen bis einschl. 31. August. WiedererSsstmng
' spielzeit Sonntag, 1. Sept., 20 Mr. Zum ersten Male „Whmba, der Dudetsackpseiser". Nutz. Monn. Gewöhn!. Preise.
Ä'aalich 20 UBt Gastspiel Heidi, Eitler, Kurt b. ÖZoHenborff, ^Martw Kettner und Enftmble - Mitglieder der Berliner Residenz- Theaters in „Die lustige Sünderin".
Neue, Theater: Sonntag, 15Vi Uhr „Der Geist°r,us. ^ntag Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag, 20 Uhr, ,,Unter Ge NhältSauMÄt" SamStag, 20 Uhr, zum ersten Male „Die Braut. Sonntag/1. Sept., 1514 Uhr, „Unter GeschüstSaussicht: 20 Uhr „Die Braut".
Wetterberichte vom 24. August.
(Von der Oelfentlichen Wetterdienststelle Frankfurt a. M.)
Der bei Island liegende Tiefdrackwirbel ist
füllung begriffen, doch werden seine südlichen Ausläufer zunächst immer noch in Deutschland unbeständige Witterung
Die Niederschlagstätigkeit wird sich jedoch in der Hauptsache auf die Küstengebiete beschränken, wahrend nach Suden zu nur geringe Niederschlagstätigkeit herrschen wird. Bei meist südlicher Luftzufuhr bleiben die Temperaturen wenig verändert wir ken jedoch infolge der großen Luftfeuchtigkeit Zeitweise schwÄ.
VArbprcmn-A für Nord- und Mitteldeutßcnian u . Wolkig bis bedeckt, zeitweise Regenfälle, mäßig warm, südliche bis westliche Winde; für Frankfurt a. M. und bü d- deutschland: Meist bewölkt..doch zeitweise auch aufteiternd, nur vereinzelte RegensäUe, ziemlich schwül, meist südliche
Wetterbeobachtungen von 8 Uhr vormittag».
sich im Zeitalter des Verkehrs der Geschmack für Natursckonheittn bildet. Auch diejenigen, die nicht selber Orient und Okzident durch- pilgern, werden indirekt durch die Erfahrungen derer bestimmt, die mehr gesehen haben als sie- Wir sind anspruchsvoll geworden und verlangen große Zusammenhänge. Alle kleinen Idylle, nette Burgen, pittoreske Ssiassermühlen, reizend« Haine und Rosengärten sind nicht mehr schon tm eigentlichen Sinne des Wortes. Man freut sich noch an ihnen, aber sie sind doch nur Erquickungen zweiten Grades. Die Eisenbahn hat uns zur Anschauung größerer Ob- jette erzogen und hat den Bestand vergleichbarer Dinge unendlich erweitert.
Damit ging eine zweite Entwicklung parallel; wir gewannen tm Vergleichen den Sinn für das Konstruktive in der Landschaft. Es ist nicht mehr das Beiwerk, das uns fesselt, Baum, Wässerchen, sondern wir suchen die Form in ihrer Kahlheit und Größe; die Horizontlinie des Meeres, die Himmelskante der Hochalpen, die Fläche. Daß ein so vegetationsloses Bild wie der Anblick des Süd- abhanges des Atlasgebirges und der meerartig weiten Wüste uns unbeschreiblich befriedigt, ist nichts Selbstverständliches. Etwas derartiges war der vorigen Generation noch nicht so sicher wie uns. Langsam, aber unaufhaltsam hat sich eine Umwandlung des Land- schaftsgeschmacks vollzogen: Parkidylle, Ruine, Mittelgebirge, Voralpen, Hochalpen, Meer und Wüste. Viele unserer Zeitgenossen sind noch in der Mitte dieses Entwicklungsganges, an allem aber arbeitet der Einfluß der neuen Art, zu wandern und zu reisen. Unsere jungen Leute, die mit zwanzig Jahren über den Pasterzengletscher steigen und sich die Welt vom Großvenediger aus ansehen, haben von vornherein andere Maßstäbe ihres landschaftlichen Geschmackes in der Seele als ihre Väter, die nur bis zu den Sennhütten pilgerten. Unbewußt haben sie Linien in sich ausgenommen, die sie nicht mehr vergessen können und nach denen sie Sehnsucht empfinden wenn fie ihrer lange Jahre ermangeln. Wer von uns kennt nicht die innere nagende Unruhe, endlich einmal wieder Weitblicke ,u haben? Diese Unruhe ist an sich modern. Wir sind über das Rokoko in der Landschaft hinausgewachsen und zum Genuß des Elementaren und Konstruktiven gelangt. Wir wollen keine landschaftlichen Amoretten, Girlanden und lauschigen Nischen, sondern landschaftliche Massenwirkungen mit geometrischen Grundeindrücken Ein große?formenreicher Bergkegel ist uns mehr wert als zwölf c.ilaer mit Weinbergen, und ein Nachmittag auf baumloser Steppe N höher als ein« Woche voll Apfelblüte . . .
Und nun nochmals: was war das Schönste, was ich sah? Ich M neucn Gebäude am Ring in Wien, den neuen Dom m Ber- 8 d e Marmorkirche in Kopenhagen, das Schloß in Schwerin die'Kathedrale auf dem Montmartre, die neuen Warenhäuser und Galerien in Deutschland und Italien, und alles da» und vieles
mit den Hauptstädten der in Aussicht genommenen Einzugsgebiete Verhandlungen gepflogen, die bereits sehr erfreuliche Ergebnisse gehabt haben. Mannheim, dessen Milchzentrale bisher allein in Händen der Stadt ist, hat sich bereit erklärt, Landwirtschaft und Handel zu je 20 Prozent zu beteiligen; eine engere Zusammenarbeit des Mannheimer und H e i d e l- b « r g e r Mlchhofes kann nur eine Frage der Zeit sein. Dem Mannheimer Milchhof sollen zur Durchführung notwendiger Erweiterungsbauten Zinsverbilligungen für ein Kapital von 268000 Mark gewährt werden. In Karlsruhe, das bisher zwei Milchhöfe hat, einen städtischen und einen genossenschaftlichen, arbeitet der Minister auf die Ersetzung dieser beiden durch einen neuen Milchhof hin, an dem Stadt, Landwirtschaft und Handel gleichmäßig beteiligt sein sollen; er will hierfür einen Zuschuß bis zu 200 000 Mark und Zinsverbilligung für ein Kapital von 500 000 Mark zur Verfügung stellen. In Offenburg steht die Ersetzung dos bisherigen städtischen Betriebes durch einen gemischtwirtschaftlichen Milchhof in Aussicht, für den eine Zinsverbilligung für ein Kapital von 70 000 Mark zugesagt worden ist. Für die Zusammenlegung der beiden Milchhöfe in Freiburghat der Minister einen Kostenzuschuß von 50 000 Mark sowie eine Zinsverbilligung in Aussicht gestellt. Dem Badischen Molkereiverband beabsichtigt der Minister durch einen Zuschuß von 10 000 Mark und durch Darlehen von insgesamt 268 000 Mark die Beteiligung an ben Milchhöfen und die genossenschaftliche Zusammenfassung der als Milchlieferanten in Frage kommenden Einzugsgebiete zu erleichtern. Schließlich sind für den südlichen Schwarzwald, insbesondere den Hotzenwald, der sich in besonders schwieriger wirtschaftlicher Lage befindet, spezielle Hilfsmaßnahmen zur Entwicklung der Milchwirtschaft in Aussicht genommen.
Miltenberg
Aschafl'enbg ____ ____
Gr.Steinheim 226+13 cm
Der Sport K,istl,» bleibt d-»Isch-- W-lt-'S-wicht-m-Ul-r Wiebttcrösfnung beb Berliner to^SmipboKer.
des Olympiazweiten Mulla. Erster Kamps sur » (Drahtmeldung unseres Sonderberichterstatters) sch Berlin, 23. August In dem na^bm fWÖen Schwierigkeiten des unterzogenen Sportpalast
Schapirogruppe, °l"°^^^°"wÄuter!aifon ber® Berufsboxer mit wurde am Freitag abend die Wintc f 1 o icI.aitetn eröffnet. Im einem großen Programm vor etwa.706> Z A^mpf um die Mittelpunkt des Programms ftanb dabei ? "r » bl von dem d e u t s ch e W e l t e r g e w i gegen den Heraus-
Bochumer S e> fried 66.1 Kg.) erfoigre cy » » _ , nahm
forderer Sauer (Saarbrücken) verteidigt wuÄt.
allerdings insofern keinen ««**«*" kmMn Punkt-
sich in einem wilden Fight gegen Sei rieb elnen i-i pp
Vorsprung erobert Ijatte, in b« a<$t«»Wg ^gestellt beabsichtigten Tiesschlags, der vom A o . ffampf rein wurde/ disguattsiziert wer en mußte. L-eß«dieser^Kamps borerisch manches zu wünschen übrig, An*
so war es eine Freude, das Zusammentressen °
Mi leben der n leb er Zeit viel in Frankreich gekämpft hat und Reche von k. -.-Erfolgen
fand hier seinen Meister, der „englssche
tm misben Malis dem immer wieder ansturmenoen Aieusscyen ettie ^Boxlektttn. Katt blockte er deni Deutschen„um^ sofort mi Gegenschlägen wirksam zu antworten, bis er in 1et fünften 5Ru feinen Gegner so weit W, daß bietet nach bwi «»«« chlägen da? Aus des Ringrichters über sich -Mher^lassen muß
@amhf he5 Belgiers Pelemans Mit dem oeulimen Mffter im Jergewichtz Paul Noack, der übrigens nach den Kämpfen den Engländer zu einer Revanche ^Esforderte, stan funrtsiA auf einer hohen Stils«. Allerdings war es ui"die,em Kampf der Deutsche, der trotz aller Wendigkeit Eder^ri-rten wirksame hart« Stovpschläge beibriNMN könn e, ^n der Merten Runde konnte er nach einer Doublette den Rmg alS k. o.-Sieg t verlassen. Dann standen sich zum EinleitungskaE 6er Myrre Europameister der Amateure im Halbschwergewicht und jwtt.r Sieger im Olympischen Boxturnier, P ist ul la undderBremer Hülsebus gegenüber. Pistulla zeigt auch un Profilager sehr gute Anlagen, wenn er auch mit seinem Luftmangel zu kämpfen K«. Sein 'Gegner hatte jedenfalls gegen ihn niemals eine Chance und lam nur durch eine große Harte uberdie Runden. Eine starke Enttäuschung Bereitete der fnchere dentiche Schwer gowichismeister Rudi Wagner, der gegen ben ®*rier ®uj. ring kämpfte, und nach einem sehr verkmmpsten, unschönen Ring.», eine klare Punktniederlage hinnchmen mußte. l, ।... :
Frankfurt 245+12 cm
Kostheim 58— 6 cm
Kostheim Schleusen-
Unterpegel 252— 4 cm
Fahrtiefe alte
Station
Wiiholmshav Hamburg .. Frankfurt .. München ... Stettin .... Berlin .... Dresden .. Königsberg . Breslau.... Wien .... London .... Paris .... Warschau .. Kopenhagen. Haparanda .
-f- Karlsruhe, 24. Aug. Reichsernährungsminister Dietrich hat jüngst in einer Besprechung mit Vertretern der Landwirtschaft und der Städte nähere Mitteilungen über, seine Plane zur besseren Organisation der Milchwirtschaft speziell in Baden gemacht.
Der von dem jetzigen Kabinett auf Anregung des Ministers geschaffene 100 Millionen-Fonds, der in fünf Jahren aufgebraucht werden wird, ermöglicht es, weit größere Mittel als früher zur Förderung der Milchwirtschaft zur -Verfügung zu stellen. Der Minister will davon in der Weise Gebrauch machen, daß er in jedem Jahre in einzelnen größeren Erzeugungs- gebietcn den Versuch macht, durch Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Städten und Handel eine vernünftigere Abgrenzung der Frischmilchlieferungs- und der Verarbeitungsgebiete durchzusetzen, ^n diesem ^ahr soll mtt Baden, O st Preußen und Rheinland-Westfalen der Anfang gemacht werden.
In Baden liegen infolge der bisherigen Desorganisation die Verhältnisse so, daß die Mlchbezugsgebiete der venchie- dencn Bedarfsgemeinden ineinander ubergreifen, so daß die Milch unnötige Frachtkosten tragen muß, daß in manchen Landesteilen die den großen Dedarfsgebieten unmittelbar benachbarten Gebiete keine Milch liefern können wahrend andererseits Gebiete, die ihrer Lage nach eigentlich Verarbeitungsgebiete sein müßten, sich trotz weiter Entfernungen an der Frischmilchlieferung beteiligen, daß Sperrtage bestehen, an denen die Landwirtschaft keine Milch Miefern kann und daß trotz ausreichender einheimischer Erzeugung Milch aus dem Auslande eingeführt werden muß. Um angesichts dieser Mißstände die organisatorische Unterlage für eine gesunde Entwicklung der badischen Milchwirtschast zu schaffen, hat der Minister
glänzende Auswahl, von französischer Graphik anzeigt, möchten wir mit Achtung hingewiesen haben; auch auf das genaue und in seiner Kürze merkwürdig erschöpfende Vorwort Wilhelm Hausen- steins. b. r.
— fKleine Mitteilungen.sf
Der dem Verband Deutscher Erzähler Berlin von der Deutschen Buch-Gemeinschaft jährlich gestiftete Jugendpreis Deutscher Erzähler in Höhe von 10 000 Rmk., den der Verband unter Mitwirkung des Preußischen Kultusministeriums nach freiem Ermessen eines besonderen Preisgerichts unter allen Umständen und ungeteilt für den jeweilig besten bisher unveröffentlichten Roman junger Erzähler zu vergeben hat, wird für das Jahr 1929 ausgeschrieben. Die Teilnehmer am Wettbewerb dürfen zur Zeit der Einreichung des Manuskriptes das 40. Lebensjahr nicht vollendet haben. Das durch den Preis ausgezeichnete Werk wird von der Deutschen Buch-Gemeinschaft in einer Erstauflage von 10 000 Exemplaren verlegt, wovon das Honorar zugleich mit dem Preise zur Auszahlung gelangt. Das Preisrichterkollegium besteht aus den Herren: Georg Engel, Professor Wilhelm Waetzoldt für das Preußische Kultusministerium, Dr. Hanns Martin Elster, Oskar Loerke, Universitätsprofessor Julius Petersen, Jakob Schaffner, Hermann Stehr. Die Manuskripte sind anonym, mit einem Kennwort versehen, bis zum 1. November 1929 an das Büro des Verbandes Deutscher Erzähler, Berlin W 62, Lutherstr. 10, einzusenden. Das Kennwort sowie Name, Anschrift und Alter des Verfassers sind in einem geschlossenen Umschlag dem Notar des Preisausschreibens, Dr. Wenzel Goldbaum, Berlin W 66, Wilhelmstr. 52, mitzuteilen. Die Erteilung des Preises erfolgt am 15. April 1930.
— fFilmnachrichicn.fi
7piMnUfA^S-?e?r a#,einT.uS X01kes“ betitelt sich ein zur i n“ 1^ befindlicher Film. Der Film schildert den Anschluß der Deutschen im ehemaligen Deutsch-Westungam (heute Burgen- n“ °rte,rTh ™d zeigt in historischen Episoden die aus Fran, ^"land heiworgegangenen Kulturgrößen: Josef Haydn, rranz Liszt und Nikolaus Lenau. J
In Kanada verbietet die Zensur bei Tonfilmen manchmal nur den Bildstreifen, ein andermal den Dialog. Eine Firma £t nun auf den Ausweg verfallen, daß sie im ersteren Fall den Dialog ruhig .weiter laufen läßt, während an der Leinwand die Sehnst erschemt: „Bild von der Zensur verboten“. Ist aber das h t Dialog verboten, so erscheint mitten im Bild
in Druckschrift. „Dialog von der Zensur verboten“, und zwar werden * ■*
= lThcaier-Nnndschau.I
Der aTus. Ge,nt gebürtige Schriftsteller August Hanswvck p“k”nt Jons’ der.Erfasser zweier Theaterstücke „Les Desaxös de Pans und „Passions“, deren Aufführung zu Zwischenfällen in einem Boulevardtheater geführt hatte und deshalb vom Sp c?plan abgesetzt worden war, ist heute aus Frankreichaus gewiesen worden. * • «ureun am-
SamStag, 24. August 1929
zu vermeiden, hätten die vier Delegationen Snowden vovgcschlagen, zwar nicht eine Pauschalsumme zu bezahlen, aber die englische Annuität z u erhöhen, rot« dies der englische Schatzkanzler selbst geordert habe. Obwohl man in dieser Hinsicht fciito bestimmten Angaben machen wolle, würde die Erhöhung der englischen »Inteile 36 Millionen Mark erreichen. Die D« u t sch« n willigten ein. an der allgemeinen Anstrengung ttiluniehmen. B«- kannt.'ich beziffere sich die englische Forderung aus 48 Millionen Mark.
Polens firmnzrelles Intereffe.
Marschau, 23. Aug. (Osterpreß.) Ueber die finanziellen Interessen Polens, die im Zusammenhang mit der Haager Konferenz eine Regelung finden sollen, bringt die amtliche Polnische Telegraphenagentur ein Kommunique, in dem es heißt:
Polen habe als früherer Landesteil des russischen Reiches einen A n s p r u ch aus Reparationen wegen der erlittenen Kriegsschäden. Dieser Anspruch werde aber ausgewogen durch die von Polen in den Friedensverträgen übernommenen Verpflichtungen, als da wären: Vergütung für staatliches Eigentum in den von Deutschland und Oesterreich abgetrelencn Gebieten, der auf Polen entfallende Teil der deutschen Staatsschulden, die sogenannte „Befreiungsschuld" usw. Sodann habe Polen ein Recht auf Rückerstattung der von deutschen Behörden aus Polen ausgeführten Objekte. Diese sog. Restitutionen, die ursprünglich in natura zu erfolgen hatten, waren durch Pauschal. Beträge aBgcgoIten, die Polen nach dem Young-Plan in Hohe von 500 000 Goldmark jährlich im Lauf« von 37 Jahren zu erhalten habe. Endlich habe Polen teils auf Grund der Friedensverträge, teils auf Grund besonderer Abmachungen eine Reihe von Ansprüchen besonderer Art an Deutschland, z. B. Uebertragung der oberschlcstfchen Sozialversicherungsfonds, Militär- und Zivilpensionen usw. Zur Abgeltung dieser polnischen Forderungen werde von den Sachverständigen der Gläubiger- staaten vorgeschlagen, daß Deutschland seinerseits auf sämtliche Ansprüche verzichte, die es auf Grund irgendwelcher der Vergangenheit angehörenden Rechtstitel gogeti Polen geltend machen könnte. ______________
General Kim an von Sanders f.
(Drahtmeldung unseres Korrespondenten.)
O München, 24. Aug. General Dr.h.c. Liman von San- d e r s, der Verteidiger von Gallipoli, ist, 74 Jahre alt, nach längerer Krankheit in München gestorben. Liman wurde kurz vor Ausbruch des Weltkrieges an die Spitze der deutschen Militärmission in der Türkei berufen, um di« türkische Armee zu reorganisieren, übernahm Bei Beginn des Krieges als osmanischer^Mar^chall zuerst das Kommando der ersten türkischen, später der fünften türkischen Armee mit der er über acht Monate auf Gallipo.i Konstantinopel gegen die Landungsversuche der Engländer und Franzosen verteidigte. Anfang 1916 zogen fick, die Gegner zurück, und Konstantinopel blieb von feindlicher Bedrohung verschont.^ Liman leitete dann die Verteidigung Kleinasiens und erhielt im März 1918 den Befehl über die türkischen Streitkräfte in Palästina, die trotz einiger Erfolge im Oktober vor der englischen Uebermacht nach Syrien zuruckweichen mußten. Nach dem türkischen Waffenstillstand wurde Liman, wie alle deutschen Offiziere, zurückberusen.
Vermischte Nachrichten
Furchtbare Unwetterkatastrophe.
Budapest, 23. Aug. (Wolff.) Wie der „Pester Lloyd" erfährt, ist über UeStüB gestern abend 22 Uhr ein furchtbares Unwetter niedergegangen, das in etwa einer halben Stunde eine riesige Ueber- schwemmung anrichtete. Die W a r d a r und auch andere Flüsse stiegen um etwa 6% Meter und traten über die Ufer. Ein ganzer Stadtteil, in dem Mohammedaner wohnen, wurde zerstört. Mehr als fünfzig Kinder und Greise kamen in den Fluten u m. Der gewaltig« Umfang der Katastrophe konnte erst heute früh erkannt werden. Die Vorstadt T s ch a r r a, die besonders stark Betroffen wurde, weist 800 oBdachlose Familien auf. Seit Menfchengedenken ist dies die größte Hochwafferkataftrophe, die Uesküb je heimgesucht hat. Der Schaden wird auf mehr als hundert Millionen Dinar geschützt.
Die Kchmeixer Ozeanfittser »erschoUeir.
New Dork, 23. Aug. (Europapreß.) Die Nachforschungen nach den verschollenen Schweizer Ozeanfliegern werden längs der nord- amerikanischen Mste fortgesetzt, doch ist alle Hoffnung, die Flieger lebend zu finden, geschwunden. Selbst wenn es ihnen gelang, in dem mitgenommenen Gummiboot sich auf das Wasser zu retten, glaubt man nicht, daß dieses kleine Boot mchr als einige Stunden den Wellen des Ozeans hat widerstehen können.
I, Wen, 23. Aug. (Priv.-Tel.) Der Mufelmanenkon- g r e ß in Tirana wurde mit einer Reihe wichtiger Beschlüsse beendet. Die Muselmanen nahmen eine Resolution an, der zufolge in Zukunft die arabische und die türkische Sprache Benn Gottesdienst aBgeschafft werden. Der Koran soll ins Albanische übertragen werden. Es wurde auch Beschlossen, aus Ersparnisgründen eine Reihe von Moscheen zu schließen.
mehr gebe ich für einen Aufenthalt im Frankfurter Bahnhof, für einen Augenblick der Düsseldorfer Rheinbrücke und vor allem für einen Tag im Schatten des Eiffelturmes. Dieser Geschmack erscheint vorläufig den meisten künstlerisch interessierten Zeitgenossen als unbegreiflich und rein subjektiv. Das schadet ja meiner persönlichen Freude gar nichts, nur würde ich diese Freude still und bescheiden für mich behalten, wenn ich selbst sie für rein subjektiv hielte. Darum aber gerade stell« ich eine Betrachtung Über die Ausweitung des LandschastSgeschmackeS voran, um di« entsprechende Ausweitung des Architekturgefchmackes von vornherein in die rechte Beleuchtung zu setzen. Es handelt sich durchaus um zwei parallel« Entwicklungen, nur ist im zweiten Falle der Sprung vom alten zum neuen Schönheitsempfinden noch größer und un- vermittelter, weil eS zwischen der Steinarchitektur und Eisenarchi- tettur nicht ebensoviel Zwischenstufen gibt wie zwischen der romantischen Landschaft und der ^Sand-, Schnee- und Wasserwüste. Das, was in beiden Fällen gleich ist, ist die allmähliche Abgewöhnung
Maximum
Minimum
Tagesmittel
Normalmitt.
Niederschi. 8 Uhr
gestern
letzte Nacht
gestern
gestern
(letzte 24 Stndn.)
21.0
15.4
17.0
17.8
2.9
13.6
11.8
11.7
12.8
7.7
14.0
10.9
11.1
—
4.4
