Nummer 540 Seite 8

Adeudvlatt und Erstes Morgenblatt der Frankfurter Zeitung

Samstag, 23. Oktober 1937

WIRTSCHAFT

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Oktober 1937

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Monate des laufenden Jahres vorliegenden Ziffern der tschechoslo­wakischen Außenhandelsbilanz bestätigen im allgemeinen die auf­steigende Entwicklung, die schon nach der Bilanz des ersten halben Jahres festzustellen war. Der Gesamtumsatz (in Tschechenkronen) hat sich gegenüber dem Vorjahr von 10,7 Milliarden um 54 Prozent auf 16,6 Milliarden erhöht. Er liegt damit etwa doppelt fo hoch wie der Umsatz im Jahre 1933, allerdings noch um mehr als 40 Prozent unter dem Umsatz im Jahre 1929. Die Einfuhr

RM. Nr. 2993, 3102.

5. Verlosung per 2. 1. 1931:

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München, den 20. Oktober 1937.

Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank.

Der Reichsbauernführer hat mit Wirkung vom 16. Oktober 1937 den bisherigen kommissarischen Hauptabteilungsleiter 3 Wilhelm Küper in feinem Amt bestätigt. Der bisherige stell­vertretende Hauptabtcilungsleiter 2, Graf Grote, wurde mit der Führung der Geschäfte des Landesobmannes der Landes­bauernschaft Mecklenburg beauftragt.

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Hauptschriftleiter: Dr. Rudolf Kircher, -Berlin; Stellvertreter dea Hauptschriftleiters: Dr. Erich Welter, Frankfurt a. M.; Politik: Dr. Rudolf Kircher, Berlin; Feuilleton: Dr. Max von Brück, Frankfurt a. M.; Handel: Albert Oeser, Frankfurt a. M.; Sport: Herbert Sitterding, Frankfurt a. M.; Lokales und Allgemeines: Wilhelm Hollbach, Frank­furt a. M. Verantwortlicher Anzeigenleiter: Dr. Erich Stötzner, Frankfurt a. M. Druck und Verlag: Frankfurter Societäts-Druckerei G. m. b. H., Frankfurt a. M. Anzeigen erscheinen in Reicbsaus- gabe / I. Morgenblatt bzw. Reichsausgabe I II. Morgenblatt. Durch- Schnittsauflage Reichsausgabe und Abendblatt 11. Morgenblatt ins September 1937 über 70 000. Sonntags allein über 95 000. Durchschnitts­auflage Reichsausgabe und II. Morgenblatt im Sept. 1937 über 70 000, Sonntags allein über 95 000. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 10 gültig.

ist in den ersten neun Monaten gegenüber dem Borjahr von 5,2 Milliarden um 52 Prozent auf 7,9 Milliarden, die Ausfuhr noch stärker von 5,5 Milliarden um 57 Prozent aus 8,6 Milliarden gestiegen. Der Ausfuhrüberschuß hat sich von 247 auf 651 Millionen erhöht. Den stärksten Anteil an der Einsuhrsteige- rung hatte die Rohstofseinfuhr, die von 2,8 Milliarden um 67 Prozent auf 4,7 Milliarden anstieg. Die Aussuhrsteigerung entfällt zum größten Teil aus die Fertigwarenausfuhr, die sich um 52 Prozent von 4,1 Milliarden auf 6,2 Milliarden erhöhte.

Die Ziffern für den Außenhandel im September liegen zwar auch um etwa 50 Prozent über den Septemberziffern 1936, zeigen aber gegenüber dem Vormonat einen Rückgang bei der Einfuhr um 5,5 Prozent auf 879 (931) Millionen, bei der Aus­fuhr um 3,8 Prozent auf 1100 (1145) Millionen. Der Ausfuhr­überschuß ist auf 221 (213) Millionen gestiegen. Bei der Ausfuhr ist saisonmäßig die für die Bilanz der letzten Monate nicht un­erhebliche Getreideausfuhr wcggesallen. Bei der Einfuhr läßt die starke Verminderung der Rohftofsimporte, die auf 468 . (526) Millionen zurückgegangen sind, darauf schließen, daß die Importeure sich mit Rücksicht aus die Schwäche der Wel t - marktpreise zurückgehalten haben. Außerdem haben die niedri­geren Rohstofspreise natürlich auch die Wertziffern der einzelnen Posten beeinflußt. Eine für den weiteren Austrieb der Rüstungs­konjunktur charakteristische Gegenbewegung läßt sich aus der Ent­wicklung der Erzeinfuhr ablesen: Sie ist auf 225 000 (186000) Tonnen angestiegen und hat die bisher höchste Monatsziffer erreicht.

Auf Bewerbungen und andere Unter­lagen ist zweck­mäßig mit Blei­stift die Ziffer zu schreiben, damit bei Rücksendung derRewerber weiß, von wo seine Un-

Solitiibe

Von Hans W. Hegemann

Elektricitäts - Lieferungs Gesellschaft

Ausgabe von neuen Dividendenscheinbogen.

Die Ausgabe der neuen Dividendenscheinbogen zu den Aktien unserer Gesellschaft

Em. 1926 und 1927

mit den Nummern:

6000168100, 7000171Ö00, 7970180000, 8200185000.

8600187000, 102001103000, 107001110000

erfolgt gegen Einreichung der nach Nummernfolge ge­ordneten Erneuerungsscheins mit doppeltem Nummern­verzeichnis ab 1. November 1937 bei folgenden Stellen-

Frankfurt a. M.:

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Frankfurter Bank,

Köln:

Bankhaus Sal. Oppenheim jr. & Cie.,

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Allgemeine Deutsche Credit-Anstalt,

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Schweizerische Kreditanstalt.

Berlin, Oktober 1937.

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Mfung ron MtfunoMNen der AWungsanleibe der SM Frankfurt n. M. 12. Ziehung: 14. Oktober 1937.

Auszahlung: 2. Januar 1938.

Wetterberichte vom 22. Oktober

.Wetterbericht des Reichswetterdienstes Ausgabeort Frankfurt a. M.

Ueber Großbritannien liegt heute ein Tiefdruckwirbel. der eich unter Verstärkung nordostwärts verlagern wird. Dabei wird sich auch für unser Gebiet etwas größere Lebhaftigkeit ent­stellen, wobei die heute früh wieder in großer Ausdehnung vor­handenen Nebelfelder verschwinden werden. Der Vv itterungs- charakter wird dadurch im ganzen wieder freundlicher, wenn auch leicht unbeständig.

Vorhersage für Samstag: Nur stellenweise neblig, sonst veränderliche Bewölkung mit zeitweiliger Aufheiterung und nur vereinzelt auftretenden Regenfällen, im ganzen freundlicher, leb­hafte Winde um Süd.

Aussichten für Sonntag: Leicht unbeständiges, doch im wesentlichen freundliches Wetter.

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Auf Grund der I. Durchführungsverordnung zum Aktiengesetz vom 29. September 1937 Art. I §§ 1 u. ff. fordern wir. hiermit die Inhaber von Stammaktien unserer Gesellschaft über nom. JlJt 20. auf, ihre Aktien mit einem arithmetisch geordneten Nummern­verzeichnis in doppelter Ausfertigung bis zum 1. Fe­bruar 1938 einschließlich zum Umtausch während der üblichen Geschäftsstunden einzureiehen:

bei der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank, München, Nürnberg oder Augsburg oder bei einer ihrer Filialen oder Zweigstellen oder bei der Deut­schen Bank oder bei Hardy & Co., G. m. b. H., Berlin, oder bei der Deutschen Bank Filiale Frank­furt a. M. oder Frankfurter Bank. Frankfurt a. M.. oder bei der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt oder Deutschen Bank Filiale Leipzig, Leipzig.

Gegen Einlieferung von je 5 Aktien über je nom. Jldl 20. nebst den zugehörigen Gewinnanteilscheinen bezw. Erneuerungsscheinen wird 1 Aktie über nom. JlJt 100. mit Gewinnanteilschein Nr. 45 u. ff. sowie Erneuerungsschein ausgegeben.

Die Umtauschstellen sind bereit, den An- und Ver­kauf von Spitzenbeträgen zu vermitteln.

Sofern die Aktien bei den Umtauschstellen am zu­ständigen Schalter eingereicht werden und ein Schrift­wechsel hiermit nicht verbunden ist, erfolgt der Um­tausch kostenfrei. In anderen Fällen wird die übliche Provision berechnet.

Diejenigen Stammaktien über nom. JUl 20., die nicht bis zum 1. Februar 1938 einschließlich eingereicht worden sind, werden nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen für kraftlos erklärt werden. Das gleiche gilt von den eingereichten Aktien, welche die zum Um­tausch erforderliche Zahl nicht erreichen und uns nicht für Rechnung der Beteiligten zur Verfügung gestellt werden. Die auf die für kraftlos erklärten Aktien über

Sterbefälle:

Bromberger, Leo, 69 3., ®neifenauftt.l35 Gemündt, Hch., 38 3-, Kaulbachslr. 36 Geißler, finnig., 39 3 , Ginnh. Str. 12 Hammerschmitt, Hch., 40 3-, Lenauskr. 32 Höhn, Hans, 24 3 Emser Slr. 31 Jaenis», Marie, 72 3 Burnitzstr. 5 Kilian, Ludw., 28 3-, Gr. Seestr. 23 Koniecki, Anna, 60 3-, Bredowstr. 13 Meller, Rich., 74 3 Strnbbergstr. 14 Sander, Magd., 78 3-, Heimarting 29

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Frankfurt a. M., den 14. Oktober 1937.

Ter Oberbürgermeister.

Rechneiamt Finanzverwaltung.

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Postscheckkonten von ArrslLnderrr.

Die Behandlung genehmigungspflichtiger Einzahlungen.

Im Amtsblatt des Reichspostministeriums vom 15. Oktober wird eine Verfügung veröffentlicht, die unter anderem folgende Behandlung von genehmigungspflichtigen Einzahlungen auf Post­scheckkonten von Ausländern enthält: Bei der Annahme ist nur zu prüfen, ob zur Zeit der Vorlage eines Genehmigungs­bescheides die Devisengenehmigung oder b-escheinigung noch gültig ist, ob sie zur Zahlung in Reichsmark auf «in Postscheckkonto be­rechtigt urtb ob der einzuzahlende Betrag durch die Genehmigung gedeckt ist. Treffen diese Voraussetzungen zu, so ist die Zahlkarte anzunehmen. Der Einzahler ist jedoch darauf hinzuweifen, daß die Entscheidung über die Ausführung des Auftrags beim Postscheck­amt liegt. Zahlt eine Devisenbank den Betrag mit der schriftlichen Erklärung ein, daß sie die Genehmigung besitzt, so hat der Beamte auf der Rückseite des Kopfstreifens der Zahlkarte diese Tatsache zu vermerken. Legt der Einzahler keinen Genehmi­gungsbescheid vor, erklärt er aber, daß der Empfänger eine G u t - fchriftgenehmigung besitzt, fo ist die Zählkarte ebenfalls anzunehmen, der Absender aber auch darauf hinzuweisen, daß das Postscheckamt die Zahlkarte zurückZsendet, falls die Gutschrift nicht zulässig sein sollte.

Gi« Stvßtrrrpp gegen vergangene Theorien."

Ziele nationalsozialistischer Wirtschaftswiffenschast.

* Bad Dürrenberg, 22. Oktober. Die von dem Reichsdozenten­bundsführer Professor Dr. Schultze angckündigte Zusamenfaffung nationalsozialistischer Wissenschafter in besonderen Fachtagungen findet ihren ersten Ausdruck in einem Lager der Wirtschaftswissen­schafter im NSD-Dozentenbund in Bad Dürrenberg. Das Lager wurde durch eine Ansprache von Professor Dr. SchürmanN (Göttingen) eröffnet. Auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaft fei in die liberalen Lehrmeinungen und dogmatischen Theorien der Vergangenheit ein Einbruch erfolgt. Um diese Auflockerung zu beschleunigen, formiere der NSD-Dozentenbund einen Stoßtrupp entschlossener Wissenschafter. Dabei komme es auf den perfönlichen Einsatz jedes einzelnen an, die organisatorische Form sei nur Mittel zum Zweck. Die Bildung dieser Kameradschaft und kom­promißlose Stellungnahme zu den überkommenen Theorien stehe am Anfang; die geistige Grundlegung einer nationalsozialistischen Volkswirtschaftslehre sei Ziel dieser Arbeit. Der Leiter der Kom­mission für Wirtschaftspolitik der NSDAP, Reichsamtsleiter Bernhard Köhler, sprach über die Zusammenarbeit zwischen

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nom. 50 RM. Nr. 1240, 1283, 1354, 1378, 1461, 1494, 1500, 1518, 1527, 1528, 1590, 1605, 1731, 1746, 1751, 1764, 1770, 1°

_________ Pegel ut zur Zelt versuchsweise eingestaut, daher Ablesung um 15 cm zu hoch.

Wirtschaftspolitik und Wirtschaftswissenschaft. Die Wissen­schaft müsse voraussetzungslos fein in dem Sinne, daß sie an keinem Tatbestand infolge einer vorgefaßten Meinung vorübergehe. Der entscheidende Vorwurf, der der Wirtschaftslehre der vergangenen Zeit zu machen sei, sei der, daß sie den T a t - bestand Volk übersehen habe.

Im weiteren Verlaus der Tagung, sprach Professor E g n e r (Frankfurt) über die gegenwärtige Lage der außenwirtschaftlichen Theorie. Hauptaufgabe alles Bemühens um die außenwirtschaftliche Theorie müsse es fein, die Vorrangstellung, welche die Außenwirt­schaft im liberalen Denken gehabt habe, aufzuheben. Die Theorie müsse auf die weltpolitischen Spannungen Rücksicht nehmen und zeigen, wie die Außenwirtschaft im Machtkampf der Weltmärkte als ein Mittel der völkischen Selbstbehauptung eingesetzt werden könne. Anschließend sprach Professor Dr. Geldmacher (Köln) über den Einfluß der Wirtschaftspolitik auf die Gestaltung der Preise. Die nationalsozialistische Preispolitik kenne keinerlei Dogmatik der Mit­tel. Ob der freie Preis oder ob der gebundene Preis angewandt werde, sei lediglich eine taktische Frage.

Dozent Dr. Rath (Göttingen) sprach überrein e Theorie und Volkswirtschaftslehre. Die überlieferte Theorie versuche die Kritik an ihren Grundlagen auftheoretische Irr­tümer" abzufchieben. Falls sie im ganzen angegriffen werde, stelle sie diesen Angriff als einen solchen auf die Logik überhaupt dar. Der Weg von dieser Theorie gehe aber nicht über irgendeine so­genanntewissenschaftliche Entwicklung", sondern die Wissenschaft müsse die geschichtliche Entscheidung des Führers ergreifen und damit rückhaltlos die politische Idee des deutschen Volkes und sei­ner Aufgabe. Der Kampf gegen die überlieferte Theorie bedeute Freilegung einer wirklichen Grundlagenforschung. Professor Thoms (Heidelberg) sprach über den Zusammenhang von Volk, Wirtschaft und Betrieb.

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0.1

Paris......

55.7

still

heiter

10

Warschau ..

65.0

SSO 2 heiter

4

Kopenhagen.

Haparanda..

59.6

S 1 Nebel - I -

9

H CD E

Wind

Wetter

(Nieder-1 1 schlag!

58.5

S 1

wolkig

7

52.8

OSO 3

Regen1

7

2.0

_

NW 8

jvnlkig

16

0.5

6L7

SO 1

Nebel

6

61.2

0 1

Nebel

5

0.0

64.5

N 1

bedeckt

9

9.0

_

_

_

- -

_

61.0

SO 5

Regen

15

6.0

Ab Frankfurt

Ab Toulouse Postschluß Frankfurt

An Rio de Janeiro | An Santiago de Chile

Mit Air France: 23.0kt 13.50 Uhr

Mit Lufthansa: 28. Okt 5 Uhr

N a c h K 1 e

24. OkL 6.30 Uhr

n a s 1 e n, A

Bahnpostamt 19 23. Okt 11 Uhr

27. Okt 24 Uhr s 1 e n, Aust

26. Oktober

30. Oktober ral 1 e n: Pos

27. Oktober

31. Oktober n. Passagiere

Ab Amsterdam

Ab Leipzig

Postschluß Frankfurt

An Singapore

An Batavia

mit KLM: 23. OkL 6 Uhr

23.10. 8.15 Uhr

Bahnpostamt 19 22 10L 15 Uhr

27. Oktober

28. Oktober

Über

1000 RM.

Nennwert 8000.

RM

Über

500 RM

Nennwert 4000.

RM.

über

200 RM.

Nennwert 1600.

RM.

Über

100 RMk

Nennwert 800.

RM.

Über

50 RM.

Nennwert 400.

RM.

Über

25 RM.

Nennwert 200.

RM.

Über

12.50 RM -Nennwert 100.

RM