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Montag, 1. November 1938

Nummer 569 Seite 5

Montag-Morgenblatt der Frankfurter Zeitung

mit MM 23.81 (24.0) Mill.

und die 4 °/o Hollandgulden-Bonds

* Umschau

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mit 6.0 (6.03) Mill. Zu den Fundierungs-Schuldverschreibungen kommen dann noch 359.71 (353.97) Mill, „sonstige Verpflich-

aufgaben widmen könnten, eine Periode von längerer Dauer bringen können.

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dingbonds. (□ Berlin.) Die Gesamtverpflichtungen der Konversionskasse für deutsche Auslandsschulden sind im Oktober auf 750.23 (im Vormonat 736.75) Mill, weiter gestiegen. Darin nahmen nicht die 11.24 (11.49) Mill. Schuldscheine (Scrips) teil. Hauptsächlich nahm der Umlauf an Fifttdierungs-Schuldver- schreibungen zu und zwar insgesamt auf 379.28 (371.29) Mill. Mit höheren Beträgen erscheinen dabei vor allem die 3 °/o Reichsmark-Fundingbonds von 66.50 (62.49) Mill., ferner die 3 •/• Dollarschuldverschreibungen mit MM 98.07 (95.51) Mill.,

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n er, die den Frankfurter Betrieb im seitherigen Rahmen fort­führen wollen. Das Wiesbadener Geschäft bleibt daneben un­verändert bestehen.

Entstehung seiner Schuld zu machen. Sollte Zahlung leisten, die dem vorgesehenen Kurse von — MM 12 nicht entspricht, so kann der Fehlbetrag weise beigetrieben werden.

Zahlungen dürfen dem Kursausgleichsverfahren nicht

Bilanzsumme ....

Indoss.-Verbindl. . Bürgschaften aus

Kredit abk.......

Termindev.-Verpfi.

auch die 4°/e Sterling-Abschnitte mit MM 109.61 ((108.57) Mill., die 3"/» Hollandgulden-Bonds mit MM 5.96 (5.11) Mill, und die 3 °/o Schweizerfranken-Abschnitte mit MM. 1.95 (1.91) Mill. Ge­ringeren Umlauf hatten dagegen die 4 °/e Schweizerfranken-Stücke mit MM 66.65 (66.94) Mill., die 4 •/• Schwedenkronen-Bonds

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factur AG werden für 1937/38 (31. 5.) 6 (i. auf die 4.50 Mill. StA und wieder 5e/e auf

entzogen werden, daß die ihm unterliegenden Schuld Verhältnisse nach dem 10. Oktober 1938 rechtlich verändert werden. Das Kursausgleichsverfahren findet deshalb auch dann Anwendung, wenn nach dem 10. Oktober 1938 der Gläubiger oder Schuldner nicht mehr in den sudetendeutschen Gebieten, sondern im übrigen Reich oder nicht mehr in der Tschecho-Slowakei, son­dern im sonstigen Ausland ansäs.ig ist, oder wenn die Parteien das Schuldverhältnis nachträglich auf eine andere Währung als Kc umstellen oder durch ein neues Schuldverhältnis ersetzen. Schließlich sind, um dem Publikum und den Behörden unver­hältnismäßige Belastungen zu ersparen, diejenigen Zahlungen vom Kursaus gleichs verfahren ausgenommen worden, die entweder nach der Tschecho-Slowakei im Rahmen der Freigrenze (MM 10) genehmigungsfrei zulässig sind, oder die auf Schuldverhältnisse mit Gesamtverpflichtungen von höch­stens Kc 100 geleistet werden.

am Mittwoch in einer seltsamen Verwechslung von Ursache und Wirkung dem System der Autarkie

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* Das neue Bilanzbild der Staatlichen Kreditanstalt Oldenburg-Bremen. — Börsenzulassung von Pfand­briefen und Kommunalobligationen. (□ Berlin.) Zum amtlichen Börsenhandel in Berlin und Hannover wurden unter Befreiung vom Prospektzwang MM. 20 Mill. 4’/i °/o Pfandbriefe und MM 20 Mill. 4Vi e/o Kommunalobligationen der „Staatlichen Kreditanstalt Oldenburg-Bremen ", die seit der zum Jahresende 1937 erfolgten Neuordnung des öffentlichen Bankwesens im Niederweser-Gebiet ihren Sitz in Bremen hat und in Oldenburg eine Zweigniederlassung unterhält, zugelassen. Die Rückzahlung der beiden reichsmündelsicheren Emissionen, von denen wohl erst ein Teilbetrag zum Verkauf freigegeben ist, erfolgt nach Kündigung oder Auslosung zum Nennwert. Bei den Pfand­briefen bis 1. Juli 1945 und bei den Kommunalobligationen bis 1. Oktober 1943 beschränkt sich die Auslosung jeweils auf die Höhe der von dei\ Darlehensschuldnern gezahlten Tilgupgsbeträge oder etwaige außerordentliche Rückzahlungen. Spätester Tilgungstermin ist für beide Emissionen das Jahr 2(125. Der Verwendungszweck wird in der vom Emissionsinstitut veröffentlichten prospektartigen Kundmachung nicht genannt; aus früheren Verlautbarungen weiß man, daß diese Kredit­anstalt neben anderen sich auch an der Finanzierung der in den neuen niedersächsischen Industriegebieten notwendig geworde­nen Wohnungsneubauten beteiligt. Die Oldenburg- Bremer Kreditanstalt tritt damit unseres Wissens erstmals seit ihrer Neuorganisation mit Neuemissionen hervor. Dieser Banken- Umbau vollzog sich, wie erinnerlich, in der Form einer Ueber- tragung der alten „Bremer Landesbank-Staats­bank“ auf die vormalige „Staatliche Kreditanstalt Oldenburg (Staatsban k)“, unter anschließender Abspal­tung des kurzfristigen Kreditgeschäfts der beiden verschmol­zenen Institute auf eine neu errichtete „Bremer Landesbank“, die vor allem den Sparkassen in Oldenburg, Bremen und dem benachbarten Teil der Provinz Hannover als Girozentrale zur Verwaltung der Liquiditätsmittel zur Verfügung steht. Die jetzige „Staatliche Kreditanstalt Oldenburg-Bremen“ ist also jetzt auf das langfristige Real-, Kommunal- und Melio­rationskreditgeschäft in den Ländern Oldenburg und Bremen, die an dem 6 Mill. Kapital je zur Hälfte beteiligt sind und zusammen als Gesamtschuldner für die Verbindlichkeiten der Anstalt haften, beschränkt. Die Trennung des kurzfristigen vom langfristigen Geschäft und die Verteilung der entsprechenden Konten auf die beiden Banken wurde bis Ende September 1938 im wesentlichen durchgeführt Dadurch hat sich das Bilanzhild der Staatlichen Kreditanstalt Oldenburg-Bremen natürlich merk­lich verändert. Zum 30. September ds. Js. werden neben dem 6 Mill. Kapital, der 2.65 Mill. Rücklage und 846 000 Rückstel­lungen insgesamt 60.33 Mill. Anleihen, darunter 41.75 Pfand­briefe und 11.09 Kommunal-Obligationen, ferner 53.32 Mill, auf­genommene Darlehen, darunter 9.86 bei der Rentenbank-Kredit­anstalt aufgenommen, dazu 11.03 Mill, beiderseits durchlaufende Kredite und 7.14 Mill, sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Dem stehen vor allem 69.37 Mill. Hypotheken und 39.71 Mill. Kommunaldarlehen gegenüber. Dazu kommen u. a. 9.90 Mill, sonstige Forderungen, 6.50 Mill. Wertpapiere, 561 000 Buch­wert eigener Emissionen, 1.67 Mill. Bankguthaben, 542 000 Wechsel- und Kassenbestand, 792 000 Beteiligungen sowie 1.37 Mill. Immobilien.

♦ Patentpapierfabrik zu Penig. — Opposition fordert Dividende. Die Gesellschaft berichtet für 1937/38 (30. 6.) über eine 7 °/o Erzeugungssteigerung. Der Rohertrag nach dem neuen Schema betrug MM 3.52 Mill, (i. V. 3.63 bei 0.52 sonstigen Aufwendungen). Nach 420 000

ranzproblem wie das Problem des wirtschaftlichen Wieder­aufbaues stehen in enger Wechselwirkung miteinander. Diese aufeinander abzustimmen, war bisher keiner französischen Regierung gelungen, aber Daladier hat immerhin den Vorteil, üch auf ein Vertrauen stützen zu können wie seit langem kaum ein französischer Ministerpräsident. Welchen Gebrauch ,r bzw. Herr Reynaud von den Ermächtigungsgesetzen machen werden, wird sich vielleicht schon in den Notver- oednungsdekreten zeigen, die bis 15. November erlassen »erden sollen.

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| ZV Höherer Solaweehselumlauf trotz Reichsanleihe­zeichnung. — Goldabbuchung bei der Golddiskont­bank. (U Berlin.) Wie verschiedentlich von uns schon dargestellt, führte die bemerkenswerte Wiederverflüssigung, die im Oktober am Geldmarkt zu verzeichnen war, auch dazu, daß von der deutschen Golddiskontbank in nicht unbeträchtlichem Umfange neue Solawechsel ausgefertigt und im Markt abgesetzt werden konnten. Das Wiederanwachsen des Sola­wechselumlaufs innerhalb eines Monats um immerhin 251.65 Mill, (nach einer vormonatigen Abnahme um 193.90 Mill.) ist schon deswegen recht beachtenswert, weil es neben und ge­wissermaßen trotz der Reichsanleih e-Zeichnung erfolgte. In der Regel war bekanntlich früher mit der Auflegung von Reichsemissionen und der zumeist ziemlich schnellen Einzahlung des Anleihebetrages' durch die Konsortialbanken eine Rück­bildung des Solawechselstandes verbunden. Wenn diese frühere Regel nun durchbrochen wurde, so liegt auch darin eine Be­stätigung für die von uns des öfteren dargelegte These eines Funktionswandels der Degowechsel. Mit dem vollen Abfluß der ja rediskontfähig gewesenen Sonderwechsel mit Sechsmonats» laufzeit an die Reichsbank und deren Tochterinstitute haben die Kreditbanken verstärkt auf die Degowechsel zurückgreifen müssen, um in ihrem Portefeuille jederzeit ausreichendes Redis­kontmaterial zu besitzen; daneben haben sie natürlich auch andere Ersatzanlagen wie beispielsweise Lieferschatz­anweisungen erworben. Ferner sind auch die Kreditoren der Golddiskontbank im Oktober weiter gestiegen und zwar um rd. 30 auf bereits 1143 Mill., ein Stand, der bisher zum Monats­ende noch nicht erreicht worden ist. Auch die „Sonstigen Passiven“ werden etwas höher ausgewiesen; in diesem Sammel­posten wird vermutlich auch der Gewinn des Geschäfts­jahres 1937, für das bisher ja doch keine Bilanz und keine Ertragsrechnungen veröffentlicht wurden, verbucht sein. Die Bilanzsumme stieg um 88 Mill. Andererseits wurde in erster Linie die Wechsel-Anlage (ohne Schatzwechsel und unverzins­lichen Schatzanweisungen) verstärkt und zwar um 309 Mill. Dieser recht stattliche Wechselblock, der im Laufe der Zeit von der Reichsbank aus ihrem Bestand abgezweigt worden ist, wird bekanntlich über das Instrument der Solawechsel teil­weise mobilisiert. Die Anlage in Schatzwechseln und Schatz­anweisungen wurden dagegen um 29 Mill, zurückgeführt, ebenso der Wertpapierbesitz um 6 Mill., während die Debitoren um 9% Mill, und die Bankguthaben um 5% Mill, höher erscheinen. Ziemlich unverändert, weist unsere Tabelle den Barbestand aus, innerhalb dessen sich jedoch eine gewisse Verlagerung ergeben hat. Die Guthaben auf Reichsbank- und Postscheckkonto ^nah­men auf 9.92 (im Vormonat 3.90) Mill, zu, während der längere Zeit unverändert gebliebene Goldbestand, der seinerzeit schon den früheren Privatnotenbanken zur treuhänderischen Verwaltung übernommen worden ist, auf 40.62 (i. Vm. 47.62) Mill, zurückging. Das Stillhalte-Engagement nahm auf 76.98 (78.43) Mill, etwas ab, wobei die effektiv gewordenen Garan­tien mit 5.18 (5.05) Mill, etwas höher sind, während die Bürg­schaftsverpflichtungen sich auf 71.80 ( 73.38) Mill, ermäßigten.

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Wirtschaftsprogramms. Zeit gegeben, wo

ff Duisburg, 5. November.

Opposition bei Humboldt-Deutz.

In der HV der Humboldt-Deutzmotoren AG, Köln, in der 71 Aktionäre MM 29.47 Mill. AK vertraten, wurden der Abschluß (6 % Dividende) und die vorgeschlagene Interessengemeinschaft .mit der Klöckner-Werke AG gegen die Stimmen von vier Aktionären, die nominal MM 771600 AK vertraten, ge­nehmigt. Der Opponent Kreutzer (Bankfirma Schliep, Düssel­dorf) gab zur Beschlußfassung über die Verwendung des Rein­gewinns und über den Abschluß des Int.-Gem.-Vertrages Widerspruch zu Protokoll. Die Firma wurde ab ge­ändert in Klöckner-Humboldt-Deutz AG. Den AR bilden nunmehr Geh. Rat Peter Klöckner als Vorsitzer, Dr. Florian Klöckner und Dr. Arnold Lasigen-Köln als stellvertre­tende Vorsitzer, Richard Manger-Hamburg, Dir. Julius Grauen­horst und Dr. Günther Henle (letztere beide Klöckner-Werke).

Geh. Rat Peter Klöckner erklärte die vorgeschla­gene Int.-Gem. mit der Klöckner-Werke AG und führte u. a. folgendes aus: Es habe sich aus vielerlei Gründen, teils verwal­tungsmäßiger, teils technisch-fabrikatorischer Natur, immer mehr die Notwendigkeit ergeben, beide Verwaltungen enger zusam­menzuschließen. Der Int.-Gem.-Vertrag bedeute nichts anderes als den Abschluß einer langjährigen Entwicklung. Von einer Fusion sei Abstand genommen worden, weil es richtiger er­schienen sei, Humboldt-Deutz als besondere juristische Person mit eigener Rechnungslegung zu erhalten und sie mit eigener Mitgliedschaft in den verschiedenen Organisationen der gewerb­lichen Wirtschaft auftreten zu lassen. Daneben wolle man aber der Stadt Köln die größte Verwaltung auch in Zukunft erhalten. Die Vorteile einer Fusion Würden auch durch den vorliegenden Int.-Gem.-Vertrag erreicht. Der Vorschlag, den außenstehenden Aktionären der Humboldt-Deutzmotoren AG künftig die Klöckner-Dividende zu garantieren, sei nach jeder Richtung sorgfältig erwogen worden. Dabei sei berücksichtigt, daß Unternehmungen wie die Klöckner-Werke mit den Hoch­öfen, Stahl- und Walzwerken und Jahrhunderte reichenden Koh­lenvorkommen und Schachtanlagen, mit über dem Durch­schnitt des Reviers liegenden Arbeitseffekten, ver­bunden mit Stickstoff- und Benzinfabriken in Zeiten ge­ringerer Beschäftigung bei weitem nicht so betroffen werden, wie das für Maschinenfabriken nach den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte zutreffe. Vergleicht man die Gewinn­ausschüttungen der Klöckner-Werke mit denen von Humboldt-Deutz in den letzten 14 Jahren, so ergebe sich eine Durchschnittsdividende Xfür die Klöckner-Werke von rd. 4"/»,

bei einem ernstlichen Vergleich der beiden höre, nämlich unter dem Stand der Klöekner-Äktie.

*Der Kursausgleich im Sudetengebiet

Eine ministerielle Mitteilung über den

Zahlungsverkehr mit der Tschecho-Slowakei.

Berlin.

Das Reichswirtschaftsministerium teilt mit: In der Durch­führungsverordnung zur zweiten Verordnung über die Einfüh­rung der Reichsmarkwährung in den sudetendeutschen Gebieten vom 2. November 1938 (Reichsgesetzblatt I S. 1535) und im Runderlaß des Reichswirtschaftsministers 132/38 D. St. 62/38 ist das Verfahren im einzelnen geregelt worden, in dem die zwischen Personen in den sudetendeutschen Gebieten und in der Tschecho-Slowakei am 10. Oktober 1938 bestehenden und auf Kc lautenden Schuldverhältnisse über die Kursausgleichsstelle abgewickelt werden. Durch diesen innerdeutschen Kursausgleich wird erreicht, daß Sudetendeutsche — ebenso wie bei Schuld­verhältnissen untereinander — auch bei den bezeichneten Schuld­verhältnissen mit der Tschecho-Slowakei Zahlungen zum Kurse von Kc 100 = 12 MM erhalten oder leisten müssen. Da es sich nur um eine innerdeutsche Maßnahme handelt, ändert sich nichts daran, daß der tschecho-slowakische Gläubiger oder Schuldner Zahlungen nur zum amtlichen Devisenkurs erhält oder leistet

Die Aufgaben der Kursausgleichsstelle werden von der Reichs-Kredit-Gesellschaft AG unter der Bezeichnung „Sudeten­deutsche Kursausgleichsstelle“, Berlin W 8, wahrgenommen. Sie besorgt lediglich die bankgeschäftliche Durchführung. Ob ein sudetendeutecher Gläubiger oder Schuldner an dem Kurs­ausgleichsverfahren teilnimmt, entscheidet nach Prüfung der Unterlagen die zuständige Devisenstelle oder Ueberwachungs- stelle. Der sudetendeutsche Gläubiger wird die von seinem tschecho-slowakischen Schuldner eingehenden Zahlungen zu­nächst in der üblichen Weise (z. B. von der Deutschen Verrech­nungskasse oder von der Reichsbankanstalt, an die er auslän­dische Zahlungsmittel abzuliefern hat) zum amtlichen Devisenkurs abgerechnet erhalten. Fällt die Zahlung unter das Kursausgleichsverfahren, so muß er sich an die für ihn zuständige Devisenstelle wenden, gleichgültig, ob es sich um eine Forderung aus dem Waren-, Dienstleistungs- oder Kapital­verkehr handelt Die Devisenstelle wird die Kursausgleichs­stelle dann zur Auszahlung des Ausgleichsbetrags anweisen. Der Gläubiger muß selbst dafür sorgen, daß er das Bestehen eines Kursausgleichs-Anspruchs nachweisen kann; wenn ihm die Beweismittel (z, B. Sparbuch) nach Durchführung der Zahlung nicht mehr zur Verfügung stehen würden, muß er sich recht­zeitig beglaubigte Abschriften anfertigen lassen.

Da Leistungen sudetendeutscher Schuldner an die in der Tschecho-Slowakei ansässigen Gläubiger der Genehmigung der zuständigen Devisenstelle oder — soweit es sieh um Waren­geschäfte einschließlich Nebenkosten handelt — der zuständigen Ueberwachungsstelle bedürfen, werden diese in dem Genehmi­gungsbescheid anordnen, daß der Sohuldner zum Kurse von Kc 100 — MM 12 Einzahlung bei der sudetendeutschen Kurs­ausgleichsstelle zu leisten hat. Diese wird für die Weiterleitung des erforderlichen Betrages sorgen. Der Schuldner ist ver­pflichtet, der Devisenstelle oder der Ueberwachungsstelle gegen­über vollständige und wahrheitsgemäße Angaben über die

(570 000) Anlagenabschreibungen und nach Absetzung einer Wertberichtigung auf die Vorräte von 30 000 (0) sowie einer Zuweisung von 80 000 (0) an die ges. Rücklage verbleiben einschl. Vortrag MM 73 228 (40 700) Reingewinn: er soll voll in den Vortrag gestellt werden (i. V. noch 5000 an die ges. Rücklage). In der Bilanz ist bei 3.60 Mill. AK das Wachsen der Rücklagen auf 110 000 (15 000) und der Rückstellungen auf 450 000 (170 000) bemerkenswert. — Unter Führung von RA Notar Dr. Alfred Richter in Leipzig hat sich eine Opposition gebildet, die nach dem langjährigen Ausfall (letzte Dividende 1928'29 mit 6 "/«) die Wiederaufnahme der Ausschüttung mit mindestens 3°/« an­strebt, da die Abschlußziffern nach ihrer Auffassung ohne wei­teres eine Gewinnverteilung zuließen. Wir kommen auf den Ge­genstand nach Eintreffen des Geschäftsberichts noch zurück.

♦ SÄehsische Maschinenfabrik worin. Kielt. Hartmann AG i. L., Chemnitz. — Dritte Liqui- (lationsrate. (□Berlin.) Die Gesellschaft verteilt ab 12. 11. einy dritte Liquidationsrate von 4’/» auf die Aktien und 8 o,o auf die Genußrechte. Bei der ersten Liquidationsausschüttung waren an die Aktionäre 10 */• in bar und 2 6/o durch Zuteilung von Aktien der sächsischen Textilmaschinenfabrik vorm. Rich. Hartmann ausgeschüttet worden. Auf die Genußrechte wurden damals 30’/« in bar verteilt und im Januar 1936 folgte für sie eine Nachvergütung von 30°/«. Eine zweite Liquidationsrate wurde am 1. 7. 1937 mit 5 */e auf die Aktien und 10 °/e auf die Genußrechte ausgezahlt.

Im übrigen sei das Unternehmen mit allen Anlagen voll beschäftigt.. Es tue sein Bestes nach allen Richtungen, um1 den Abnehmern zu helfen. Zum Int.-Gern.-Vertrag mit Humboldt- Deutz wiederholte Geh. Rat Klöckner Teile dessen, was er in der HV von Humboldt-Deutz ausgeführt hatte: Verwaltungs­mäßige und technisch-fabrikatorische Gesichtspunkte hätten einen engeren Zusammenschluß notwendig gemacht. Das Anerbie­ten, das den noch freien Aktionären der Humboldt-Deutzmotoren AG gemacht wurde, sei von der Verwaltung sorgfältig erwogen worden. Es übertreffe für die Humboldt-Aktionäre das, was sie fordern könnten, wenn man die Ergebnisse der letzten 14 Jahre, und noch mehr, wenn man die der letzten 40 Jahre ver­gleicht. Die Verwaltung sei überzeugt, daß die neuen Verträge sich im Laufe der nächsten 10 oder 20 Jahre so günstig aus­wirken werden, daß auch der Humboldt-Aktionär, der heute noch zögere oder gegen die Verträge sei, sich nachträglich über­zeugen werde, wie weitschauend die Verwaltung nach dieser Richtung gehandelt habe.

lieber die Geschäftsaussichten teilte Geh. Rat Klöckner noch mit, daß der seit über einem Jahr an den Aus­fuhrmärkten eingetretene Tiefstand im Absatz, der zu einer wesentlichen Senkung der internationalen Verkaufspreise nötigte, in den letzten 2 Monaten eine gewisse Belebung erfahren habe. Der echte Bedarf sei wieder herausgekommen und habe große Aufträge gebracht, so daß auch Belgien, Luxemburg und Frank­reich wieder wesentlich besser beschäftigt werden könnten. In­folgedessen seien in den genannten Ländern auch die Liefer­zeiten wieder erhöht worden. Auch der Schrottmarkt habe sich international in den Preisen versteift, liefere aber immer noch die Mengen, die von den Produktionsländern benötigt werden. Wenn der Frieden von München, der in allen Wirt­schaftsländern segensreich gewirkt habe, sieh noch vertiefe, dann sehe der Redner für die nächsten Jahre eine Bele­bung des gesamten internationalen Geschäfts. Der Weltbedarf sei durch die langen Kriegsunterbrechungen ge­stiegen und werde, sobald die Völker sich wieder den Friedens-

zu den festgesetzten, dem Vorjahr entsprechende® Preisen gedeckt. * Dresdner Gardinen erhöht Dividende auf 6 (5) •/». Der HV (30. 11.) der Dresdner Gardinen- und Spitzen- Manu- ----------------" " v. 5) '/» Dividende

sionskasse im Oktober ihren „Anlagen“, unter denen sich haupt­sächlich Wechsel befinden dürften, nur wenig auf 647.38 (646.51) Mill, verstärkt; dazu 81.77 (71.78) Mill. Forderungen gegen die Reichsbank und 21.08 (18.46) Mill, sonstige Forderungen.

ZV Berliner Börsenzulassung für Brauerei zum Felsenkeller, Dresden. — Mindestens Vorjahresergeb­nis erwartet. (□ Berlin.) Auf Grund eines von der Dresdner Bank gezeichneten Prospektes sind die gesamten MM 1.5 Mill. Aktien der Brauerei zum Felsenkeller bei Dresden, nunmehr auch ziün Handel und zur Notiz an dar Berliner Börse zugelassen worden, während dies bisher nur für die Mitteldeutsche Börse in Leipzig der Fall war. Der Prospekt stützt sich auf die Bilanz vom 30. 9. 1937. Beigegeben ist ein Zwischenstatus vorn 31. 8. 1938, der ohne Berücksichtigung der Anlagenabschreibungen sowie der Rückstellungen (einschließlich Sonderrückstellung) auf­gestellt ist. Die Veränderungen gegenüber der vorhergehenden Bilanz sind unerheblich, Anlagen betragen 3.87 (3.65) Mill., Be­teiligungen unv. 1.5 Mill., Vorräte 1.24 (1.28) Mill, und For­derungen aus Lieferungen, Hypotheken und Darlehen insgesamt unv. 1.51 Mill:, darin jedoch erhöht (176 (0.66) Mül. aus Lieferungen. Bankguthaben sind mit 764 000. (841000) etwas niedriger. Die Kreditoren haben sich gegenüber den zuletzt aus- gewiese.nen 1.44 Mill, auf 1.26 Mill, ermäßigt, darunter 412 000 (486 000) Bankschulden. Bei diesen handelt es sich um einen zur alten Parität umgerechneten Stillhaltekredit von sfr 200 000 sowie um einen im Inland auf genommenen Kredit von Lst 15 900, wovon Lst 10 000 auf Grund eines Kuresicherungsabkommens mit der RWA mit M.M 12.27 eingesetzt sind; für den evtl, abzuführenden Abwertungsgewinn ist eine Rückstellung erfolgt. Die in der letzten Bilanz neben den 191 000 Rückstellungen ausgewiesene Son­derrückstellung von 530 000 betrifft mit 60 000 Pensionsver­pflichtungen; MM 470 000 stehen für Ausfälle in Hypotheken-, Darlehens- und Lieferungsforderungen zur Verfügung, neben den in diesen Posten selbst vorsorglich bereits vorgenommenen Wert­berichtigungen ; das ist also fast ein Drittel des ausgewiesenen Betrages; Der Umsatz betrug 1937/38 (30. 9.) MM 6.77 Mill, gegen 5.52 bzw. 6.55 Mill, in den beiden Vorjahren, der Bieraus­stoß stellte sich auf 171 300 gegen 164 100 bzw. 166 700 hl. Die Kapazität wurde früher einmal mit rd. 500 000 hl genannt, wurde also nur zu etwa einem Drittel ausgenutzt. Die Malzfabrik Pirna mit jährlich 90 000 Zentner Leistungsfähigkeit ist verpachtet. In den Beteiligungen sind enthalten 1.18 von 2.20 MilL der Aktien-Lagerbier-Brauerei zu Schloß-Chemnitz (Divi­dende für 1936/37 5 •/«), MM 436 800 von 840 000 AK der Sächsische Union Brauerei AG, Zwickau (zuletzt ohne Dividende) sowie 312 000 von 600 000 AK der Feldschlößchen Brauerei AG, Chemnitz-Kappel (Dividende 7 «/*), schließlich Aktien von drei weiteren sächsischen Brauereien, die in den letzten Jahren ohne Dividende geblieben waren. Bei diesen wie bei der Sächsischen Union-Brauerei hätten sich Geschäfte und Finanzverhältnisse in­zwischen fast durchweg gebessert, wenn auch für die nächste Zeit Gewinnausschüttungen noch nicht erwartet werden. Zum letzten Geschäftsjahr der Dresdner Gesellschaft selbst bemerkt der Pro- -pekt. daß das Ergebnis dank des erstmal« wieder angestiegenen Bierabatzes voraussichtlich mindestens dem vorjährigen gleich­kommen werden; seit 1932/33 waren regelmäßig 4 ”/• Divi­dende verteilt worden, nachdem 1932 eine Kapitalherabsetzung von 9 auf 5.1 Mill, erfolgt war. Die auf Grund des Gerstekon­tingents ihr zustehenden Bezugscheine habe die Gesellschaft erhal­ten und bereits den größten Teil des Gerstenbedarfs für 1938/39

Wertung gestellt war, weil die Preise im Verhältnis zu den Auslandspreisen zu hoch gewesen seien. Heute bestehe rin solches Mißverhältnis nicht mehr, und darum sei das Problem des Wiederaufbaus kein monetäres, sondern ein "irtschaftliches und finanzielles Problem. Das bedeutet, daß •ler für 1939 mit einem Defizit von ffr 58 Mdn. abschließende Etat ins Gleichgewicht gebracht und die Wirtschaft von den Hemmungen befreit werden soll, die ihre Umsätze bisher beträchtlich unter dem Normalstand hielten. Beides, das Fi-

für die Humboldt-Deutzmotoren AG aber nur von rd. 2.5 ’/o. Die Gewinnausschüttung bei Humboldt-Deutz vermindere sich sogar auf nur 1 %, wenn man den Kapitalverlust aus der damaligen Zusammenlegung aufrechne. Geh. Rat Glöckner gab einen Rückblick auf die „verlustreiche Entwicklung von Hum­boldt-Deutz in der Vergangenheit" und wies darauf hin, daß die Klöckner-Werke bei den verschiedenen Kapitalerhöhungen rund MM. 11 Mill, in das Humboldt-Deutz-Unternehmen „zu­sätzlich hineingesteckt“ hätten. Diesen „Opfer n“ allein sei es zu danken, daß die Humboldt-Deutzmotoren AG seit 1934 wieder aktiv geworden sei. Sie habe zum 30. 6. 1938 der Mutter­gesellschaft noch rd. MM 5 Mill, geschuldet. Diese Schuld habe im Laufe des vergangenen Geschäftsjahres neben den er­höhten Bankschulden zeitweise 8 Mill, überschritten. Durch das starke Anwachsen der Vorräte, dessen Auswirkungen von der Verwaltung nicht rechtzeitig richtig eingeschätzt worden seien. Die Gesellschaft müsse noch viele Jahre die Mittel stark Zusam­menhalten um die großen Aufgaben durchzuführen, die ihr ge­stellt sind. Im neuen Geschäftsjahr betrage das Neubaupro­gramm schon heute MM 10—12 Mill. Sie sei deshalb auch geradezu gezwungen, die Finanzen dadurch zu stärken, daß die Dividende mit eiserner Gewalt in bescheide­nen Grenzen gehalten wird. Die Durchführung des Vierjahresplanes gehe allem anderen voraus, sie dürfe auch an den Wünschen der fremden’ Aktionäre nicht halt­machen. Wenn demnach Humboldt-Deutz auch weiter wie bisher selbständig bliebe, würden die freien Aktionäre mit einer Er­höhung der bisherigen, nach Ansicht der Verwaltung durch­aus angemessenen Dividende nicht rechnen können. Die Verwaltung der Klöckner-Werke lehne es ab, ein ande­res Angebot für die freien Aktionäre zu machen. Sie lehne es ferner ab, den Humboldt-Aktionären die angebotene Um­tauschprämie von MM 100 für eine Aktie von MM 1000 länger zu bieten als bis Ende dieses Jahres. Geh. Rat Klöckner er­klärte, daß er als Vorsitzer des AR von Humboldt-Deutz sich ohne Ueberheblichkeit und in aller Bescheidenheit das Verdienst zuspreche, daß er seit seinem ungefähr 40 Jahre zurückliegen­den Eintritt in die Aufsichtsräte der beiden Unternehmungen nicht nur mit allen Mitteln an der Erhaltung und Verbesserung dieser wichtigen Betriebe mit ganzer Kraft tätig gewesen sei, sondern auch die allmähliche Erneuerung und Wiederaufrichtung der Gesellschaften persönlich durchgesetzt habe. Er bat, bei der Entscheidung über das Angebot der Klöckner-Werke die Ent­wicklung des Kurses der Humboldt-Deutz-Aktie von Mitte 1937 bis heute nicht als Unterlage der Wünsche zu be­trachten. weil die Kursentwicklune gefördert worden sei durch eine Aufnahme von Seiten der Klöckner-Gesellschaften. Wenn diese nicht stattgefunden hätte, dann würde, so sagte der Red­ner, der Kurs von Humboldt-Deutz heute da stehen, wohin er

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Die Opposition begründete ihre Ablehnung des vorge­schlagenen Int.-Gem.-Vertrages damit, daß nach ihrer Auffas­sung den i nnere Wert der Humboldt-Deutz-Aktie gegenüber der Klöckner-Aktie wesentlich höher sei als im vorgesehlagenen Umtauschverhältnis zum Ausdruck komme. Es wurde in diesem Zusammenhang auf die Ausführungen der „Frankfurter Zeitung“ vom 1. d. M. hingewiesen und die Errechnung der unterschied­lichen Werte bei beiden Gesellschaften als Beweis für die Rich­tigkeit der Auffassung der Opposition angesehen. Als unbe­friedigend wurde auch der in der HV vorgelesene Text des Int.- Gem.-Vertrages bezeichnet, weil aus ihm nicht die Durchführung der Zusammenarbeit im einzelnen erkennbar sei. Ein Antrag der Verwaltung, die Einzelheiten der neben dem allgemeinen Int.- Gem.-Vertrag zwischen Humboldt-Deutz und Klöckner abge­schlossenen Vereinbarung bekanntzugeben, wurde von Seiten der Verwaltung abgelehnt, weil diese Verträge nicht der Geneh­migung durch die HV unterlägen.

Klöckner-Werke vor weiterem Ausbau,

Tn der HV der Klöckner-Werke AG, in der 177 Aktionäre MM 85.73 Mill. AK vertraten, wurde der Abschluß (6 ’/o Divi­dende) ohne Aussprache genehmigt. An Stelle des aus Altersgründen zurücktretenden Bankdir. Carl Harter-Berlin wurden neu in den AR gewählt: Bankdir. Dr. Paul Marx und Dr. Heinrich Giesbert (Humboldt„Deutz).

Geh. Rat Peter Klöckner führte zur Lage u. a. aus: Der Vierjahresplan fordere auch noch weiterhin große Leistungen auf technischem und finanziellem Gebiete von dem Unternehmen. Das vorliegende Neubauprogramm — die größte Aus­gabe der Gesellschaft seit ihrem Bestehen —- belaufe sich heute auf über die doppelte Höhe der letzten Abschreibungen und steige noch weiter an. Die Gesellschaft stehe nach dieser Rich­tung hundertprozentig zu der ihr überantworteten Pflicht Wenn sich die Verwaltung trotzdem nach reiflichster Prüfung ent­schlossen habe, eine Erhöhung der Dividende um 1 °/e vor­zuschlagen, so sei dies geschehen, um den treuen Aktionären zu zeigen, daß die Verwaltung, sobald sich die Möglichkeit biete, ihre Interessen berücksichtige. Im vergangenen Monat habe das Unternehmen einen Rekord in der Rohstahlerzeugung erreicht und die Zahl von 101 000 t überschritten. Man müsse jetzt an einer weiteren Erhöhung der Kapazität arbeiten, um den nach und nach stärker steigenden Verbrauch von eisenarmen deutschen Erzen, der die Erzeugung beeinflusse, auszu­gleichen. Die Verwaltung habe die Hoffnung, nachdem der Aus­bau der Hochöfen und der Stahlwerke fortgeschritten sei, die erhöhte Erzeugung nicht nur halten, sondern noch verstärken zu können. Große Sorge mache das Zurückgehen der Leistungen pro Mann und Schicht auf den 3 Kohlenzechen. Die Ge­sellschaft tue alles, um nach dieser Richtung wieder eine Besse­rung zu erzielen und die heutige Förderung von monatlich über 400 000 t nicht nur zu hatten, sondern wenigstens ab Mitte 1939 weiter zu erhöhen. Mit den entsprechenden Arbeiten unter Tage sei man inzwischen so weit fortgeschritten, daß dio Er­höhung nur von der Vergrößerung der Belegschaft abhängig sei. In der Zwischenzeit bereite man auch noch eine Erhöhung der Kokserzeugung vor.

die Voraussetzung für den Bestand des Währungspaktes ist. Fs scheint, als habe die Absicht, in den Vereinigten Staaten eine -größere Anleihe zur endgültigen Stabilisierung des Franc aufzunehmen, die französische Haltung zum mindesten in den letzten Wochen wesentlich in diesem Sinne beeinflußt. Ob darüber bereits Verhandlungen statt gefunden haben oder ob man sich mit diesen Absichten noch im Vorfeld der Fühlung­nahme bewegte, ist nicht klar geworden, aber man weiß, daß die Vereinigten Staaten ihren alten Standpunkt neu her­ausgestellt haben, wonach ohne Lösung der Kriegs- sehulderifrage an eine neue Kreditgewährung nicht zu denken ist. Die Frage könnte also akut werden, ob Reynaud, der eine Art Gesamtlösung in Aussicht stellt, versuchen wird, auch dieses Schuldenkapitel zum Abschluß zu bringen. Voraussagen hinsichtlich der Schulderrfrage und der Möglich­keiten, die sich aus ihrer Lösung für die endgültige Ordnung der Währungsverhältnisse in dem großen Dreieck USA-Groß- hrita.nnien-Frankreich eröffnen könnten, sind bisher stets fern der Wirklichkeit geblieben, immerhin könnte der neue fran­zösische Anleihewunsch neue Aussichten eröffnen. Schulden­regelung und Verständigung über die Währungsparitäten flehen zum mindesten in einem verhandlungstaktischen Zu­sammenhang, und es scheint nicht ausgeschlossen, daß Frank­reich eine Beseitigung des Schuldenhindernisses erstrebt, um damit die Bereitschaft der Vereinigten Staaten zu einer kräf­tigeren Unterstützung im Rahmen des Währungspaktes zu

Die Anschauungen über die Grundlagen, auf denen das Zusammenleben der Völker seine sinnvollste Form zu finden vermag, sind nach dem Münchener Abkommen in den „großen Demokratien“ nicht unumstritten gewesen. Das war nicht anders zu erwarten, aber entscheidender ist, daß die Erkenntnis der Revisionsbedürftigkeit des früheren Zustands sich bei diesen Auseinandersetzungen als Grundkraft der Ent­wicklung erweist. Das Münchener Abkommen war bereits Ausdruck der Bereitschaft, die Beziehungen zwischen den be­teiligten Staaten zu überprüfen, es war darüber hinaus Anlaß zu einer Ueberprüfung des inneren Verhältnisses zwischen den sogenannten demokratischen und den autoritären Regi­men. einer Ueberprüfung, die in der letzten Woche zu wei­teren wirtschaftlichen Folgerungen führte.

Einen beachtlichen Beitrag zur Klärung bedeutete die Rede. Chamberlains im Unterhaus. Er sagte, es könne Deutschland nicht verwehrt werden, in Südosteuropa die Stellung einzunehmen, die ihm gemäß seiner „geogra­phisch beherrschenden Stellung“ zukomme, und man wolle sich „nicht von der Annahme leiten lassen, daß es einen Wirtschaftskrieg zwischen Deutschland und England geben muß“. Im Hintergrund dieser Feststellung steht natürlich die Tatsache, daß England zwischen den eigenen wirtschaft­lichen Lebenskreisen und denen der anderen weniger sta­tischen Länder eine korrekte Trennung zu ziehen wünscht. Der Südosten Europas wird nicht mehr als wirtschafts­politisch umstrittenes Gebiet betrachtet, weil er eindeutig der wirtschaftlichen Interessensphäre des Reiches zugehört, aber in den übrigen Wirtschaftsgebieten, wo die Schwer­gewichte des Handelsverkehrs weniger einseitig festliegen, scheinen die englischen Bemühungen um den Absatz eher neue Impulse zu empfangen. Auch in diesen Bemühungen zeigt sich, in welchem Grad revisionistische Gedanken die wirtschaftliche Führung bedrängen. Lord Stanley, der Prä­sident des Board of Trade, hat das vor einigen Tagen in einer Rede kundgetan, indem er sagte, man müsse die Frage klären, wie sich das Zusammenleben an der Seite der ge­schlossenen Volkswirtschaften der autoritären Staaten ge­stalten soll. Es sei nicht möglich, so meinte er, dem Wett­bewerb der Diktaturen entgegenzutreten, ohne „in einem ge­wissen Grad“ die Methoden der alten Wirtschaft zu ändern. Notwendig sei ein Ausbau der Exportorganisa­tion, notwendig sei, die Industrie instandzusetzen, gegebe­nenfalls um ihren Bestand und um ihren Anteil an den Aus­fuhrmärkten zu kämpfen. Aber er hat hinzugefügt, die ideale Lösung sei eine Verständigung zwischen den Industrien der verschiedenen Länder, die eine ausgeglichene Verteilung der Märkte sichere. Diese Forderung bewegt sich also auf der gleichen Linie wie die- englische Gesamtpolitik: erst Kräfti­gung und Sicherung der Exportanteile, dann Verständigung. Pie Mittel dazu würden freilich den Arsenalen des Hoch­protektionismus entnommen werden müssen, und es ist nicht sicher, wieweit sich England zu ihrem Gebrauch zu entschlie­ßen vermag. Die verstärkt vorwärts getriebene Aufrüstung muß zwar zu einer Leistungsförderung breiter Industrieaus­schnitte durch den Staat führen, wobei offenbar auch an die Vorbereitung einer späteren Beteiligung oder Wiederbeteili­gung dieser Industrien an der Ausfuhr gedacht wird; aber England hat im Grunde bei seiner kriegswirtschaftlichen Organisation den staatlichen Einfluß nur in wohlabgewogenen Dosierungen eingesetzt und weniger in Autarkie als in der Pflege, der Produktionskräfte innerhalb des weiten Empire das Hauptziel gesehen. Es bleibt dem Welthandel zu- zewandt, dessen Vorteile der amerikanische Staatssekretär null auf dem Kongreß des amerikanischen Außenhandels

Luftfahrtkontor GmbH, Berlin, erhöht Kapital >uf 70 Mill. (□ Berlin.) Durch Beschluß der Gesellschafter- 'trsammlung ist das Stammkapital von MM 20 000 auf MM 70 ®ll. erhöht worden. Gegenstand des Unternehmens ist die Durch­führung finanz wirtschaftlicher Geschäfte im gesamten "'reich der Luftfahrt, die Verwaltung, Finanzierung und Uebcr- : **rhung von Unternehmungen in der Luftfahrt sowie die treu­händerische Durchführung solcher Geschäfte. Die Gesellschaft ist "*rechtigt, sich an anderen Unternehmungen zu beteiligen, In­dessen- und Betriebsgemeinschaften einzugehen sowie Zweig­niederlassungen zu errichten. Zum weiteren Geschäftsführer *Urde Wirtschaftsprüfer Fritz Rudorf, Berlin, bestellt.

* Auch Feiwt-Nekt durch die l'nisatzsteigerung .Zweiges begünstigt. Der Meldung von der Wieder- bfnahme der Dividende mit 3 •/» durch die Feist-Sektkellerei fG. Frankfurt a. M.. deren Aktien im Freiverkehr der Frauk- ‘ürter Börse gehandelt werden, tragen wir aus dem Bericht daß die Gesellschaft 1937/38 (30. 6.) auch in den Haupt­marken den i. V. um etwa ein Drittel erweiterten Umsatz noch- m*ls beachtlich erhöhen konnte. Der Jahresertrag wird mit MM 236 000 ausgewiesen (i. V. mit 452 000 bei anderer- }*>ta 275 000 sonstigem Aufwand). Ao Erträge steuerten 1880 (0) :/'■ Andererseits erforderten Löhne usw. 145 000 (130 000), ii*?Sen 20 500 (18 700) und ausweispflichtige Steuern 32 000 600). Auf die Anlagen wurden 27 200 (10 800) abgeschrieben.

inach bleibt einschl. 9404 (6669) Vortrag ein Reingewinn "n M.M 19 507 (10 604), aus dem die obengenannte Dividende die umlaufenden MM. 277 060 StA ausgeschüttet werden , wonach 11195 zum Vortrag kommen. In der Bilanz ist JJfiJdem i. V. erfolgten Einzug der 1200 VA das AK auf i?J*000 ermäßigt, wogegen die oReserve um den gleichen Be- ’s auf 29 320 erhöht erscheint neben wieder 10 000 Sonder- (rklage. Die Verbindlichkeiten nahmen auf 593 000 (500 000) Wb- zu im wesentlichen durch größere Weineinkäufe: di» ^f'hselverpflichtungen betragen 146 000 (73 000) und die Bank- milden 147 000 (117 000). Andererseits stieg das Umlaufsver- ’n durch den größeren Lagerbestand und die infolge des ge- :,,,!'"Senen I msatZes erhöhten Außenstände etwas mehr auf > ' 000 (493 000). Vorräte machen darin 404 000 (330 000) und fMderungen 179 000 (147 000) aus. Die Anlagen sind nach SU00 (4800) Zugang mit 349 500 (348 000) bewertet. Die HV

- 11.) hat auch Neuwahlen zum AR vorzunehmen.

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J^®,**??*®®*18®*" Die langjährige Firma A. M. Joseph Modeschuhhaus in Frankfurt a. M„ ist, wie wir hören, sr die seit mehreren Jahren in Wiesbaden tätige gleichartige Firma Fink & Co. (Nordwest-Schuhhaus) übergegangen. In­haber sind die Fachleute Albi ■ ~ ■ - - -

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