Sonntag, 17, September 1039
Zweites Morgenblatt der Frankfurter Zeitung
Zwischengeschäftsjahr und RM-
3
Geld- end Devisenmarkt
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„Südost-Economist.“ zu dem Schluß gekommen, für die ungarische Volkswirtschaft nützlich ist.
Regierung prüft gegenwärtig sogar einen An- Errichtung einer zweiten Fabrik in Un-
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New York, 16. Sept Baumwolle Zufuhren im Westen 1,000 Golt 35 000 Bal, New York, 16. Sept Baumwolle. Neuer Kontrakt Faserlänge Zoll
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Genußmittel und Gewürze.
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Am Wochenschluß war der Grundton schwächer. Das Geschäft war jedoch verhältnismäßig lebhaft. Im Verlauf erwiesen sich die Anteile von Versorgungsbetrieben als widerstandsfähig, während
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116. 9. II5. 9. | Sept......
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Kautschuk.
16. 9. Kautschuk, loko 24Vs 23V, imok 22% (22—)
Metalle.
• Rumänien stellt Erdöl-Preisnotierungen auf Dollar um. Die rumänischen Erdölgesellschaften haben nunmehr endgültig beschlossen, in Zukunft bei der Ausfuhr von Erdöl nach devisenstarken Ländern Dollar — wie bisher — statt Pfund zu verlangen. Als Folge davon sollen auch die bisher auf Pfund lautenden Preisnotierungen fob Konstanza auf Dollar umgestellt werden.
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Warenmeldungen.
Getreide, Futtermittel, Saaten.
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165- 376— 811(6
* Barzahlungsschwierigkeiten in Belgien, (f Brüssel.) In Belgien haben eich Schwierigkeiten aus der Forderung vieler Großhändler nach Barzahlung ergeben. Der Verband der Lebensmittelhändler und -industriellen teilt dazu mit, die Großhändler seien gezwungen, gegen sofortige Barzahlung zu verkaufen oder ihre Geschäfte zu schließen, denn wenigstens zwei Drittel der Lebensmittel würden eingeführt, und alle ausländischen Firmen hätten beschlossen, seit Ausbruch des Krieges die Waren nur gegen Vorauszahlung zu verschiffen. Im übrigen erfolge die Verschiffung gegenwärtig auf Gefahr des Käufers. Die belgischen Industriellen hätten ihrerseits beschlossen, daß alle Lieferungen in Zukunft gegen Barzahlung zu erfolgen hätten. Es seien schon viele Ende August ausgestellte Wechsel und Quittungen in Umlauf gesetzt worden, aber unbezahlt zurückgegangen. Die Großhändler seien mithin gezwungen, Barzahlung zu verlangen, um genügend Umlaufskapital für ihre Wiederversorgung mit Ware zu erhalten. Gegen diese Forderung macht sich in den Abnehmerkreisen nun starker Widerstand geltend.
* Regelung des dänischen Exports. (□ Berlin.) Das Präsidium des Landwirtschaftsrats hat die Produktions- und Exportfragen der dänischen Landwirtschaft unter den gegenwärtigen Verhältnissen eingehend erörtert. Der Umfang des Geeamtexports sowie seine Verteilung auf die verschiedenen Abnehmerländer soll planmäßig geregelt werden, um das günstigste Verhältnis zwischen Erzeugung und Absatz sicherzustellen. Die bisherige Regulierung der Schweineproduktion und das Schweinekartensystem werden beibehalten. Zur Sicherung der Getreidebestände für die menschliche Ernährung wurde die Verfütterung von Roggen und Weizen verboten. Weitere Bestimmungen stehen in Aussicht.
* Staatsgarantie des Kriegsrisikos der estländischen Schiffahrt. (□Berlin.) Der estländiscbeWirtschaftsminister hat von der Regierung das Recht erhalten, aus dem Fonds zur Belebung der Volkswirtschaft Kr. 5 Mill, zwecks Gewährung von Garantien des Kriegsrisikos in der Schiffahrt bereitzustellen. Gleichzeitig ist er bevollmächtigt worden, mit den Versicherungsgesellschaften die entsprechenden Verträge abzuschließen und das übernommene Risiko weiterzuversichern.
• Die jugoslawische Bankenkrise, (c Belgrad.) Nach Inkrafttreten der Verordnung über die kontingentierte Auszahlung der Spareinlagen bei den jugoslawischen Banken haben sich die Spareinleger beruhigt. Die Auszahlungen und die Kündigungen auf längere Sicht haben nahezu vollkommen aufgehört, und bei den staatlichen Hypothekenbanken beginnen die Spargelder wieder zuzufließen. Dasselbe ist auch bei der Postsparkasse zu bemerken. Die Vereinigung der Belgrader Banken ist nun beim Finanzministerium und dem Ministerium für Handel und Industrie vorstellig geworden, um die Verordnung über die kontingentierte Auszahlung von Spareinlagen einer Revision zu unterziehen Wie hierzu von maßgebender Seite mitgeteilt wird, wird eine derartige Revison auch erfolgen, und zwar dürfte eine wesentliche Milderung der Bestimmung eintreten, so daß jeder Sparer und Unternehmer in der Lage sein wird, über den von ihm jeweils nachgewiesenen Bedarf frei über Beträge zu verfügen
* Bata in Ungarn, (nb Budapest.) Durch die Angliederung des ungarischen Oberlandes an Ungarn ist auch eine Schuhfabrik Batas (in Ersekujvä) mit einer Kapazität von täglich 7000 Paar an Ungarn gekommen; außerdem befinden sich jetzt etwa 125 Bata-Filialen in Ungarn. Das ungarische Schuhmachergewerbe forderte, daß die Fabrik stillgelegt werde, damit sie nicht durch ihre Konkurrenz dem Gewerbe schade. Eine Untersuchung dieser Frage durch das Industrieministerium
I 16. 9. 15.1
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Deutsche Sachversicherung
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(b Prag.) üeber die Firma A. Herzog, Handel mit zahn&rztB^® und zahntechnischen Bedarfsartikeln, in Prag, wurde das Ausfl6^ verfahren eröffnet. Termine 9. und 23. 10.
Amer. Bemberg Kon. Ned. Petr. Amsterd. Rubb. Holl.-Amer-Lin. Ned. Schepp. U. Hand.Ver.Amst Deli Batav. Mij. Dell Mij cert. BillitonII .... S^DtR. Young
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Alle genannten englischen Gesellschaften haben so _ ausschließlich gegen Feuer und Diebstahl versichert. Nur bei der Eagle Star (mit Bruttoprämie JIM 375 000) und beider Liverpool & London & Globe (mit Bruttoprämie Reichsmark 866 000) lag das Schwergewicht auf der Kraftfahrzeugversicherung (Unfall, Haftpflicht, Kasko). Die große Liverpooler hat auch die Maschinenversicherung (mit Bruttoprämie JIM 411 000) betrieben. »
Prudential Ass. Comp. 160 •/« < Nordstern
Northern Ass. Comp. /40 •/« X National
1937 brutto (in Mill. JIM) 0.56 0.10 0.36
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♦ Fuhrmann & Co„ Amsterdam. — Verlust des gesamten Kapitals, (ch Amsterdam.) Das gesamte Kapital des Unternehmens, das infolge der Unterbrechung des internationalen Wollhandels zusammenbrach, ist, wie verlautet, verloren Pessimietischere Erwartungen, als man sie anfangs hegte.
Die Nederlandsche Wol-
Chicago
Leichte Schweine höchster Preis Schwere niedrige* dahöchster
Eröffnungsbilanz, (hn Wien.) Die „Solo“ Zündwaren- und chemische Fabriken AG, Wien, der führende Zündholzproduzent der Ostmark, hatte nach der von ihr selbst durchgeführten Repatriierung ihrer bishin von der Solo Prag gehaltenen Aktienmehrheit seit Sommer 1938 rd. nom. S 7.67 Mill, ihres seitherigen AK von S 8.70 im Eigenbesitz. Davon wurden Anfang 1939 S 2.50 Mill, an die Gruppe Hornberg veräußert, die damit zum neuen Großaktionär der Solo wurde. Nom. S 5.10 Mill, hat nun, wie angekündigt, die HV einzuziehen beschlossen, so daß der Solo selbst nur ein noch ganz unbedeutender Rest an eigenen Aktien verbleibt. Das AK reduziert sich damit auf 8 3.60 Mill., die auf Grund der ^^-Eröffnungsbilanz durch Umtausch von je S 100 in je J?.M 100 auf JIM 3.60 Mill, umgestellt wurden. Dieses neue Kapital, dem JIM 1.30 Mill, gesetzliche Reserven und fast 1 Mill, andere freie Rücklagen zur Seite stehen, trage, wo wird im Bericht gesagt, der zu erwartenden Ertragslage der Gesellschaft Rechnung.
Der Abrechnung jener neuen Placierungstransaktion diente im wesentlichen das nur das erste Vierteljahr 1939 umfassende Zwischengeschäftsjahr, dessen Abschluß nun zusammen mit der JiM-YMIt- nungsbilanz vorgelegt wurde. Aus dem Aktienverkauf ergab sich, wie nun mitgeteilt wird, für die Gesellschaft ein Buchgewinn von JtM 802 000, dem jedoch die Zahlung einer von der Vermögensverkehrsstelle festgesetzten Auflage von JIM 1 Mill, gegenübertrat, so daß die Transaktion mit einem in der Ertragsrechnung als außerordentlicher Aufwand verbuchten Verlust von rd. JtM 198 000 schloß. Außerdem brachten fremde Währungsobligationen und Anleihen einen Kursverlust von JIM 86 000. Auf Grund dieser Belastungen schloß das Rumpfgeschäftsjahr bei einem Fabrikationsrohertrag von rd. JiM loO 000 und nach J?M 18 000 laufenden Abschreibungen mit JtM 259 000 Verlust, der sich um den Gewinnvortrag auf JIM 33 000 reduziert und durch die Bilanzumstellung beseitigt wurde. Ein Vergleich mit dem vorausgegangenen vollen Geschäftsjahr 1938 wird daher naturgemäß nicht vorgenommen werden; 1938 hatte mit einem Jahresgewinn von rd. JIM 330 000 geschlossen, aus dem wieder 5 •/« Dividende verteilt worden waren.
Die ^„«-Eröffnungsbilanz zum t. April 1939 zeigt die Anlagen (ohne Beteiligungen), die in der Abschlußbilanz zum 31. März 1939 nach Abrechnung des vordem, wie in der Ostmark vielfach üblichen, ■ getrennten passivierten Wertminderungskonten von JIM 3.65 Mill' gegenüber Ende 1938 wenig verändert 1.80 Mill, ausgewiesen waren, leicht auf JIM 1.94 Mill, aufgewertet. Man habe sich dabei mit Rücksicht auf die wirtschaftlichen Gesichtspunkte unter den von Sachverständigen ermittelten Zeitwerten gehalten. Die Beteiligungen wurden in der ^^(-Eröffnungsbilanz' auf rd. JIM 6700 (Ende März 89 000) ermäßigt, indem das Kapital der „Ignia“ Zündhölzchen Verkaufs GmbH (nom. S 10 000) zu Pari eingesetzt, die neu aus dem Schwedentrust für JIM 83 000 erworbenen Anteile an die „Bibi" Zünder GmbH, Jarolden, einem ganz kleinen unrentablen und wohl demnächst stillzulegenden Betrieb, auf einen Werkposten abgeschrieben wurde. Schon zeigt die ^^(-Eröffnungsbilanz in völliger Ueber. einstimmung mit dem Abschluß zum 31. 3. 1939 die Vorräte mit 1.04 (Ende 1938: 1.03) Mill., Wertpapiere ohne eigene Aktien mit 0.51 Mill., Warenforderungen mit 0.24 Mill., Konzernforderungen mit 0.40 Mill, und Bankguthaben und Kasse mit JIM 4.44 Mill. Andererseits erscheinen Verbindlichkeiten von Insgesamt 1.54 Mill., darunter als Hauptposten jene JIM 1 Mill, noch zu zahlende Auflage sowie JIM 500 000 Arbeiter- und Beamtenstiftungsfonds. Die Rückstellungen wurden in der ^^(-Eröffnungsbilanz um 0.66 (Ende März 1939: 0.30) Mül. festgesetzt. Danach ergab sich nach Einzug jener Aktien ein Eigen vermögen von JIM 5.87 Mill., das In das schon erwähnte neue AK von JtM 3.6 Mill., JIM 1.3 Mill, gesetzliche Rücklage und JIM 0.97 Mill, andere freie Rücklagen aufgeteilt ist.
Im übrigen wurden von der HV noch Zuwahlen in den AR vorgenommen, und zwar wurden neu gewählt Wirtschaftsprüfer Dr. Ulrich Ostrowski und Dr. Goes, Betriebsdirektor des Werkes Weißenegg der Perlmooser Zementwerke.
* Aktlen-Ziickerfabrik ITelzen. — Kleiner Rein- gewinn. Die mit ^ 571 000 AK ausgestattete Gesellschaft weist für 1938/39 (30. 6.) aus einem Rohertrag von 1.29 (1.42) Mill, und nach 238 000 (400 000) Anlageabschreibungen einen kleinen Reingewinn von 13 000 (41 000) aus, dazu 36 000 (41 000) Vortrag Aus der Bilanz: Verbindlichkeiten 2.45 (0 79) darunter Anzahlungen auf Werklohnzucker 2.24 Mill. (i. V Anzahlungen auf Konzernzucker 0.27 Mill).
* Llmmritz-Steina AG. (k Leip-
■ Geschäftsbericht war der Auftragseingang 1938/39 (30. 6 ) ab Juni 1938 stark rückläufig. Dieser Zustand hielt bis Oktober 1938 an, dann stiegen die Aufträge ständig, allerdings bei un- auskommhehen Preisen. Die ungenügende Beschäftigung während der ersten vier Monate wirkte sich nachteilig auf das Ergebnis aus. Auf dem Exportmarkt sei ein Ausgleich, trotz stärksten Bemühens, nicht zu erreichen gewesen. Der Jahresertrag erscheint nur mit JIM 0.90 (1.07) Mill. Anlageabschreibungen erforderten 0.13 (0.19). Aus JIM 49 000 (70 000) Reingewinn werden, wie bereits gemeldet, wieder 4Ve% Dividende auf JtM 1.08 Mill. StA ausgeschüttet. In der Bilanz steht wenig veränderten Verbindlichkeiten von 0.44 ein Umlaufsvermögen von 0.72 (0.71) gegenüber, darunter sind u. a. Vorräte von wieder 0.44 und Warenforderungen mit 0.23 (0.24). Zur Zeit liegen Aufträge für einige Monate vor. Eine Preisangleichung an die Gestehungskosten wurde ab 1. Juli 1939 bewilligt, wodurch ein teilweiser Ausgleich der Rohstoffverteuerungen und sonstigen Belastungen herbeigeführt wurde.. (HV 25. 9. in Leipzig.)
* Der RKB-Güterfernverkelir im August. Infolge der zahlreichen Einberufungen von Lastkraftwagen zur Wehrmacht trat im gewerblichen Güterfernverkehr in der zweiten Augusthälfte eine empfindliche Verknappung an Laderaum ein. Ueber die Laderaumverteilungsstellen des Reichs-Kraftwagen-Betriebsverbandes wurden im August 282 336 t gegen 337 634 t im Juli vermittelt. Der Rückgang betrug also 15.2 ’/o.
* Krefelder Teppichfabrik AG. (ff Essen.) Für das abgelaufene Geschäftsjahr ergibt sich nach Anlageabschreibungen von JIM 9116 (11190) ein Reingewinn von 1303 (952). um den sich der Verlustvortrag auf 240 510 bei JIM 405 000 AK verringert. Die HV (5. Oktober) soll auch über die Sanierung der Gesellschaft Beschluß fassen. Es ist in Aussicht genommen, das AK herabzusetzen.
* Neue Hamburger Reederei. Mit dem Sitz in Hamburg wurde unter der Firma .".Deutsche Reederei GmbH, Hamburg“, eine neue Gesellschaft mit einem Stammkapital von JIM 100 000 gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb einer Reederei sowie die Vornahme aller Geschäfte, die unmittelbar oder mittelbar mit der Seeschiffahrt Zusammenhängen. Geschäftsführer der neuen Reederei sind die Kaufleute Hermann Max Walther Schulz und Ernst Carl Paul Adolf Eich- ner. beide Hamburg.
♦ Vereinigte Wirtschaftsbetriebe AG, Frankfurt a. M. Die ao HV (21. 9.) findet nicht statt.
scheinen also gerechtfertigt zu sein.
Mij. soll nicht an den Schwierigkeiten der Firma beteiligt sein.
Oele und Oelfruchte.
Rosario. 16. 9. Leinsaat 10 17.85 (16.65, 11 17.55 (16.551
5. 245/—
7. 2491-
Royal Ins. Comp.
Liverpool & London & Globe Ins. Comp.
Sun
Alliance Ass. Comp.
Atlas Ass. Comp.
Guardian Ass. Comp.
Eagle Star Ins. Comp.
Palatine Ins. Comp.
Londoner Phönix F. Ass. Comp.
Pearl Assur. Comp.
Legal & General Assur. Soc.
Paris..—— Brüssel. . .. Rom......
Madrid -.. Bern......
Amsterdam Stockholm.. Oslo......
Frankfurter Handelsblatt.
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Manila p, i
KobepprYw]^ hp Zürich, 16. September. Nachdem vormittags offejv: auf vorsorgliche Eindeckungen der kontinentalen und amei%? nischen Spekulation der Pfundkurs vorübergehend auf jg.5;: (Freitag abend 16.40) angezogen hatte, wirkte sich die ül? wiegend negative Einstellung gegenüber dem Pfunde wieder ;’ einem neuen Nachgeben des Kurses aus. Man hörte Auszahlung London mit 16.65. Auszahlung Paris schloß dem«?* sprechend zwischen 9.40 und 9.60. Auch bei Paris handelt « sich um zwei verschiedene Kursbildungen, wenn man auch nicht so offiziell wie in England von einem Inlands- einem Auslandskurs sprechen kann. Jedenfalls erseht die Währungslage im Augenblick so, daß für amtfcT anerkannte Transfertransaktionen kommerziellen Charakters J: Kursdreieck zwischen London, New York und Paris besteht, wgc| die Dollar-Sterling-Relation mit 4.02Vz. die Franc-Sterling.^^ tion mit 176.50 und die Franc-Dollar-Relation mit 43.75 stens im Augenblick Geltung hat, aber jeden Tag geändert wer(j* kann. Alle übrigen Transaktionen, also etwa die Verlagerung ausländischen Bankguthaben aus England nach USA oder 8a[?i der Schweiz und Holland, oder auch die Glattstellung nicht kommerzieller sonstiger Devisenguthaben aus dem genannt*! Währungsdreieck, insbesondere auch der Transfer von Effekt- erlösen, erfolgte zu einem Pfundkurs, der nach der gebots- und Nachfragelage bestimmt wird und der zum minj,. sten bei der Erschwerung der internationalen Arbitrage gewöhnlich große Geld- und Briefmargen haben muß. Da dieew Markt vorläufig durch das Uebergewicht des Realisationsbej^ nisses im Pfundbereich belastet erscheint, sind weitere Schläge im freien Auslandskurs durchaus möglich.
Prag, 16. Sept Bert io —-ondon 115.50 Pani 65.65 New York 29.23% 1
Der Beschluß der Nationalbank auf Erhöhung der Diskontkreditgrenze für die Bundeskasse hat entgegen den Erwartungen den Obligationenmarkt nicht gestützt, weü der Markt doch damit rechnet, daß in absehbarer Zeit die kurzfristigen Kriegsschulden des Bundes in langfristige umgewandelt werden müssen. Die führenden Titel verloren V* bis l*/i •/«. Am Aktienmarkt haben die in den letzten Tagen immer wieder erhobenen Warnungen vor übertriebenen Hoffnungen auf große Kriegsgewinne der Industrie Glattstellungsneigungen ausgelöst. Infolgedessen lagen die meisten Kurse 1 bis 2 ’/e unter den gestrigen, ohne daß von einem dringenden Angebot hätte gesprochen werden können. 3*/i °/e Eidgenossen 1932 90 (—Vi). 4 °/o Eidgenossen 1936 98Vi (— ’/x), 3 ’/o Wehranleihe 1936 94V« (— l*/i), SVs’/o Schweizerische Bundesbahnen 1932 88V« (—l1/«), 3’/o Bundesbahnen 1938 79'/« (—0.90), Schweizerische Kreditanstalt 458 (— 7), Schweizerischer Bankverein 450 (—12), Motor Columbus 170 (+2), Elektrobank 248 (—2). Chade 1115 (—15), Aluminium 2675 (—25). Nestle 1205 (—25). Ciba 5850 (— 75), Brown Boveri 198 (— 2), Schappe 405 (4- 5), Schweizerische Rückversicherung 3070 (— 55), International Nickel 202 (—6), General Electric 198 (unv.), Italo Argentina 161 (—2).
ch Amsterdam, 16. September: flau.
Die Börse eröffnete in flauer Haltung, wovon jedoch amerikanische Aktien weniger betroffen wurden als europäische. Von diesen erlitten Koninklijke einen Kursfall von 15%. Industrieaktien ebenfalls niedriger. Auch Kautschuk. Zucker und Tabak allgemein schwächer. Kursverluste bis zu 10 und mehr Prozent kamen vor. Holländische Anlagewerte gedrückt. — Prolongationsgeld 31/« °/o.
Von Reichsanleihen waren Young-Anleihe höher, Dawes- Anleihe nur mit Kettenerklärung notiert, und zwar zu 6 (letzter Kurs 5*/«) %. Fundingbonds mit einer Ausnahme unnotiert. 6Vr % Bayerische und 6V« % Preußische Anleihe sowie 6% Preußisch' Anleihe alle 5 (vorher 4*/s, 11 und 5*/»)%. 8%
Die Birsen.
Berichtigungen zum Frankfurter Kursblatt vom 16. September 1939. 5V« % Frank!. Pfdbr.-Bk. Liquid.-Goldpfdbr. Em. 11 100.25 bz. G., 5 •/, Eisenbahn-Bank Frankfurt a. M. 85.50 bz. G. Fortlaufende Notierungen: Deutsche Gold- und Silberscheideanstalt 221 bz. G., Ges. für elektr. Unternehmungen Lud. Loewe & Co. 130—131 bz. G.
Oft 23.35- 23j|,
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* Versicherungs-Fachgruppen geeint
Die öffentliche und die private Versicherung unter einem Dach.
Eigentlich waren sie es bisher schon. Die „Reichsgruppe Versicherung“ umfaßte ja beides, die private Versicherung und ihre öffentlich-rechtliche Konkurrenz. Aber unter diesem obersten Dach standen zwei getrennte Gebäude, und jedes von ihnen hatte seine eigenen Flure für die einzelnen Zweige. Beide Bauhälften sind nun durch den Erlaß des Wirtschaftsministers vom 8. September Stockwerk für Stockwerk zusammengefügt worden, so daß man jetzt gültig sagen kann: jeder Assekuranzzweig als Ganzes ist in seinen öffentlich-rechtlichen und seinen privaten Unternehmungen unter einem Dache vereinigt
Das Bestreben dazu ist alt. Schon im März d. J. wurde der Leiter der Wirtschaftsgruppe Versicherung, Hilgard, damit beauftragt, eine neue Ordnung herzustellen, welche nach ausschließlich sachlichen Gesichtspunkten und nicht nach solchen der Vorgeschichte oder der Patronanz oder gar der Rechtsnatur einfach Betrieb zu Betrieb gesellen würde, somit alle Feuerversicherer, alle Lebensversicherer usw. zusammenzubinden hätte zu neuen überparteilichen Fachgruppen. Der Erfolg würde sein, daß die letzten Ausläufer des alten, nicht rein sachlich zu rechtfertigenden Gegeneinanderarbeitens verschwänden, daß sämtliche Versicherer ohne Unterschied mit ein- und demselben moralischen Grundanspruch an das Publikum herantreten könnten.
Jetzt ist dieses Ziel erreicht, im Organisatorischen und damit gewiß auch sonst. Es gibt künftig, für Altreich und Ostmark gültig,
die Wirtschaftsgruppe Sachversicherung mit drei Fachgruppen, die sich in noch nicht näher bekannter Weise in die Feuer-, Einbruch-, Wasser-, Aufruhr-, Hagel-, Glas- und Viehversicherung teilen werden, unterstellt dem Mitvorsitzer der Vereinigung öffentlicher Feuerversicherungsanstalten und Mitleiter der Landschaftlichen Brandkasse Hannover, Herrn Bothe,
die Wirtschaftsgruppe Lebens- und Krankenversicherung mit den Fachgruppen „Lebensversicherung, Pensionskassen, Sterbekassen" und „Krankenversicherung“, unterstellt dem bisherigen Beiratsmitglied der Fachgruppe 5 und Generaldirektor der Deutscher Ring Aktiengesellschaft in Hamburg Rudolf Kratochwill (DAF-Gruppe),
die Wirtschaftsgruppe Kraftfahrtversicherung, unterstellt dem Beiratsmitglied der bisherigen Gruppe 8 und Direktor der Agrippina Transportversicherungsgesellschaft in Köln Max Odenbreit,
die Wirtschaftsgruppe Unfall- und Haftpflichtversicherung mit zwei Fachgruppen für Unfall und Haftpflicht bei der aber die zur Sozialversicherung gehörenden öffentlich-rechtlichen Anstalten ausgeschlossen sind, unterstellt dem Direktor der Oeffentlichen Versicherungsanstalt der Sparkasse in Dresden Bruno Reuther,
die Wirtschaftsgruppe Rück- und Transportversicherung mit den Fachgruppen „Transportversicherung“, „LuftfahrtVersicherung", „Maschinenversicherung**, „Rückversicherung**, „Garantie- und Kreditversicherung“, unterstellt dem Direktor der Münchener Rückversiche- rungs AG Dr. Alois Alzheimer, bisher Leiter der Fachgruppe 7.
Hierbei zeigt eich, daß durch Vereinigung der bisherigen für die P r i v a tvers. bestandenen Fachgruppe 2 (Transport) mit Grupps 7 (Rückvers.), von Gruppe 4 (Landwirtsch.) mit Gruppe 1 (Feuer) sowie von Gruppe 6 (Krankenvers.) mit Fachgruppe 5 (Leben), schließlich durch eine ähnliche Zusammenpressung der bisherigen 7 Fachgruppen der öffentlich-rechtlichen Säule zugleich eine Vereinfachung erzielt ist Beibehalten ist daneben eine Besonderheit, die innerhalb der Gesamtorganisation der gewerblichen Wirtschaft der Assekuranz allein eigen war insofern, als neben den eigentlichen Unternehmungen noch ein ihnen atta- chierter und verpflichteter Stand, die Generalagenten, als eine zusätzlicheGruppe zusammengefaßt waren. Diese Einrichtung wird, aber wiederum für beide Disziplinen vereinigt, auch innerhalb der veränderten Reichsgruppe Versicherungen weitergeführt Tausende von Generalagenten, und zwar sowohl die auf Provision gestellten wie die sog. Verwaltungsgeneralagenten mit ihrem meist noch tiefergehenden und festeren Dienstverhältnis, erfahren damit eine andere Einreihung als die mit ihnen gewöhnlich arbeitenden einfachen Agenten. Diese, deren Kopfzahl wohl noch bedeutend höher ist, sind oft Gemischt- betriebe und seinerzeit von der Reichsgruppe Handel als Vermittler beansprucht und ihr zugeordnet worden, soweit ihre Assekuranzprovisionen mehr als JIM 1200 p a. betrugen. So bleibt es auch. Die Agenten bilden eine „Fach“-Gruppe, während die einzelnen Versicherungszweige „Wirtschafts“-Gruppen darstellen, aber die Fachgruppe der Agenten ist nicht einer Wirtschaftsgruppe untergeordnet, sondern überspringt den Mittelbau und untersteht direkt der Reichsgruppe.
Eine weitere Abweichung von den Grundlinien des gewerblichen Wirtschaftsaufbaues liegt noch im folgenden. Die Wirtschaftsgruppen üben in der Regel keine preisregelnden Funktionen aus; diese sind meist den Kartellen usw. überlassen, und natürlich durchweg dem Preiskommissar. Für das Versicherungsfach aber sind jetzt marktregelnde Funktionen wenigstens bedingt vorgesehen worden, nämlich dann, wenn der Reichswirtschaftsminister seine Einwilligung gibt Im allgemeinen liegt indessen die Markt-, also Prämienregelung wohl doch den vorhandenen Verbänden ob. Behördlich verfügt war eine Marktregelung schon einmal auf einem Spezialgebiet, nämlich im April 1939 für die Kraftfahrzeug-Versicherung. Die wesentliche Aufgabe der geeinten Fachgruppen soll eben in anderem bestehen: in der Herstellung einer grundlegenden Uebereinstimmung in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen, dann in der jetzt in Kürze gewiß besonders häufigen und wichtigen Vertretung der verschiedenen Zweige gegenüber den Behörden und vor allem in der Hütung eines ausgeprägten Gemeinschaftsgeistes. Die ganze Zielsetzung der rangmäßigen Parität von öffentlichen und privaten Unternehmungen auf zahlreichen Gebieten der Versicherungsarbeit kann zweifellos zur weiteren Veredelung des Wettbewerbs erheblich beitragen.
Die in ein einziges Gespann zusammengezogenen Organisationen waren nach Herkunft und Arbeitsziel und Rechtegestalt übrigens sehr verschieden. Die Oeffentlich-Rechtlichen gingen einst hauptsächlich vom Feuerfach aus, je nach der Einstellung der früheren Bundesstaaten zum Assekuranzerfordernis. Manche Länder behielten frühzeitig ihren staatlichen Brandkassen das gesamte Immobilar vor (z. B. Sachsen); die Folge ist noch jetzt, daß die Oeffentlichen im Feuerfach (1937) eine Summe von nicht weniger als JIM 202 Mdn. (wovon nur 30 Mdn. für Mobiliar, der ganze Rest für Gebäude usw.) laufen hatten mit einer Jahresprämie von JIM 130 Millionen bei 51 Mill. Schäden, während die Privaten zwar 186 Mill. Prämien und 58 Mill. Schäden verzeichneten, aber dies wahrscheinlich auf eine beträchtlich kleinere Versicherungssumme, was sich aus der besonderen Bevorzugung des Haushalte- und Industriegeschäfte erklärt Umgekehrt liegt es z. B. im L e b e n s f a c h. Hier sind die Privaten die älteren und stärkeren. Ihre Statistik ergab schon 1937 Policen über 20% Mdn. bei Prämien von 1.09 Mdn., wogegen die Oeffentlichen erst mit 2.34 Mdn. Lebenspolicen und 101 Millionen Prämien einnahmen auf geführt waren. Für die hochgekommene Krankenvers. wurde 1937 ein das Bild bestätigendes Zahlenverhältnis von 2:7 bekannt, wobei 2 sich auf öffentliche, 7 auf Aktien- und vor allem Gegenseitigkeitsbetriebe bezieht, d. h. auf die erzielte Prämiensumme. Die Lebensversicherung und damit die Personalversicherung ist von der Oeffentlichen erst sehr spät, Anfang des Jahrhunderte aufgenommen worden, bekanntlich unter Vorantritt der Ostpreußischen Landschaft (Dr. Kapp). Die Anstalten haben aber schon bedeutende Erfolge erzielt, besonders auch in der Gruppenversicherung. In einem weiteren Zweig, der recht bedeutungsvoll anschwoll und augenblicklich durch die Kriegsmaßnahmen einen scharfen Einschnitt erfahren dürfte, nämlich in der Kraftfahrzeugversicherung, wird die private Gruppe gleichfalls dominieren, ebenso in der Transportversicherung.
Die Führung der gesamten Reichsgruppe Versicherungen liegt weiter beim bisherigen Leiter, Generaldirektor Hilgard; die Wirtschaftsgruppen-Leitungen hat er, wie die obigen Namen zeigen, mehrfach an Personen aus dem öffentlich-rechtlichen Kreise’ zu vergeben Gelegenheit gehabt. Auch darin wird eine Bürgschaft für das richtige gegenseitige Verstehen zu erblicken sein. An die Betriebsformen der deutschen Assekuranz braucht dazu nicht gerührt zu werden. Denn in erster Linie auf den gemeindienlichen, von Ueberspannungen des Eigennutzes geläuterten Geist, in dem das allgemeine Deckungsbedürfnis erfüllt und geweckt wird, kommt es an, nicht auf die Rechtsgestalt, in der die Unternehmungen der Arbeit nach gehen, und primär also auch nicht darauf, für wessen Rechnung es geschieht Wettbewerb soll ja nicht unterdrückt, sondern nur von Auswüchsen befreit werden, dies noch über die regelnde Hand des Aufsichtsamtes hinaus. r«
New Orleans, 16 Sept. Baumwolle loko 9.12, gestern 9.30
♦ Erhöhter amerikanischer Baumwollverbrauch (k New York.) Der Baumwollverbrauch der USA wird 1 August mit 628 448 Ballen angegeben gegenüber 559 409 Ballen N entsprechenden Monat des Vorjahres. In dem mit dem Monat Au?’, abgelaufenen Jahr belief sich der USA-Verbrauch auf 6 8602*
Amsterdam
3 Nederland 37 Ned. Handel Mij AKU........
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N.Am.Ray.Com
19.00—
2.27- ™
30190 Tage 11.47(8 11.4711
Cast. Rat. loco 10.62(3 10.62p
garn, die in Szentes oder in Szeged errichtet werden soll. Bestimmend für die Entscheidung, die sich über den Widerstand des Gewerbes hinwegsetzte, war offenbar die Einsicht, daß der wenig kaufkräftigen Landbevölkerung durch die billige Erzeugung Batas überhaupt erst die Möglichkeit gegeben wird, eine qualitativ brauchbare Ware zu beziehen.
* Otto Stumpf AG, Leipzig, (k Leipzig.) Die HV dieser Fabrik für pharmazeutische und kosmetische Erzeugnisse (wieder 6% für die alten Stammaktien und 3% (auf % Jahr) für die jungen Stammaktien) wählte dem AR Kom.-Rat Wal- denfels, Plauen i. V., zu. Das Geschäft habe sich in den ersten Monaten des laufenden Jahres gut entwickelt.
• Die Devisenkontrolle in Frankreich. — Die Richtlinien. Die im französischen Gesetzblatt vom 10. September 1939 erschienene Notverordnung über die Kontrolle des Kapitalverkehrs erstreckt sich auf die Ausfuhr von Kapitalien, die Regelung des Goldhandels und die Ueberwachung aller Devisengeschäfte. Die Ausfuhr von* Kapital jeder Art ist danach verboten, falls der Finanzminister nicht eine besondere Genehmigung erteilt. Die Devisenkontrolle selbst ist bei der Bank von Frankreich zentralisiert, die durch ein besonderes D e Visen a m t im Namen des Finanzministeriums die Devisen zu teilt und auch gewissen Banken die generelle Genehmigung zum Abschluß von Devisengeschäften erteilen kann.
Der An- und Verkauf und die Transferierung fremder Valuten und Auslandsforderungen aller Art fallen unter den Begriff Devisengeschäfte. Die Abgabe von Devisen durch das Devisenamt ist beschränkt auf die Bezahlung der Einfuhr, soweit sie vom Amt für Außenhandel zugelassen wird, auf die Erfüllung von Verbindlichkeiten, die vor dem 10. September 1939 eingegangen wurden und auf Auslandsreisen, für die der Höchstbetrag aüf ffr. 5000 je Person und Reise und bei längerem Auslandsaufenthalt auf ffr 10 000 je Monat festgesetzt wurde. Bel der Ausreise aus Frankreich hat der Reisende den Nachweis zu führen, daß er keine Banknoten oder sonstigen Werte bei sich trägt, deren Ausfuhr nicht erlaubt ist. Devisenausländern wird nur die Wiederausfuhr von Devisen erlaubt, die sie eingeführt haben. Grundsätzlich müssen dem Devisenamt sämtliche anfallenden Fremdwährungsbeträge angeboten werden. Der Umfang der französischen Auslandsguthaben ist sehr beträchtlich, da in den letzten Jahren und selbst noch in den letzten Tagen vor der Einführung der Devisenkontrolle die Kapitalflucht überwog. Darüber, ob und wie diese Reserve für die französische Kriegsfinanzierung eingesetzt werden wird, ob also bereits auch vor dem 10. September im Auslande existierende Guthaben anzubieten sind, ist noch nichts bekannt. Eine Anmeldepflicht bei der Steuererklärung bestand bereits; mit der zwangsmäßigen Erfassung dieser Reserve durch den Staat ist bestimmt zu rechnen. Bisher können französische Banknoten ungehindert nach Frankreich eingeführt werden. Auf unerlaubte Devisengeschäfte stehen Geldstrafen von ffr 100 bis 100 000, Beschlagnahme, Gefängnis von ein bis sechs Monaten und in Wiederholungsfällen bis zu fünf Jahren. Das Kapitalausfuhrverbot bezieht sich auf alle Kapitalien, die zu™ Erwerb von Mobilien, Grundstücken oder anderen Auslandswerten bestimmt sind, ferner auf das Stehenlassen von Ausfuhrerlösen oder von Erträgen aus Dienstleistungen. Verboten ist ferner die Ausfuhr irgendwie gearteter Werte, Rechte oder Ansprüche, natürlich auch die Ausfuhr von Devisen und Geldmünzen aller Art. Das Verbot der Kapitalausfuhr gilt nur für solche Personen und Firmen, die ihren Wohnsitz und Sitz in Frankreich haben. Daraus scheint sich einstweilen zu ergeben, daß Devisenausländer (Franzosen und Ausländer mit Wohnsitz Im Ausland) Guthaben, die vor dem 10. September bestanden haben, aus Frankreich übertragen können. Der Goldhandel ist ebenfalls verboten und betrifft Gold aller Art in Form von Münzen, Barren und auch Gold, das für industrielle Zwecke bestimmt ist. Genehmigungen kann allein die Hauptgeschäftsstelle Paris der Bank von Frankreich erteilen.
Erhebliche Schwierigkeiten werden sich voraussichtlich bei der Ueberwachung der Grenzen des französischen Kolonialreiches ergeben. Bis jetzt gilt diese Ueberwachung nur für das europäische Mutterland und für Algerien. Auf Tunis sollen die gleichen Bestimmungen alsbald Anwendung finden und Durch" führungsverordnungen die Einzelheiten für die übrigen Kolonien, Protektorate und Mandatsgebiete festlegen.
♦ Weitere Uebernahmen englischer Sachversicherungs- Bestände. Im Anschluß an unsere Meldung von der Ueber- tragung der Policen der Commercial Union auf die Aachen- Leipziger und derjenigen der North British auf die Allgemeine Feuer-Assekuranz erfahren wir weiter, daß noch eine große Zahl solcher Bestandsübergaben stattgefunden hat. Wir erwähnen die wichtigeren von ungefähr JIM 100 000 Jahres-Brutto- prämie, meist für Feuer- und Einbruchs-Versicherung, aufwärts:
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♦ Fusion in der Krankenversicherung. Die Deutsche Krankenkasse von 1869 und die DeutSehe Versorgungskasse aG von 1869. beide Hamburg, haben einen Fusionsvertrag mit dem Leipziger Verein —• Bannenia Krankenversicherung für Beamte, freie Berufe und Mittelstand aG in Leipzig abgeschlossen. Die beiden Kassen lassen demzufolge von ihrer Abgeordneten- bzw. oHV ihre Auflösung beschließen.
die anerkannt führenden Papiere rückgängig waren. Die schloß abgeschwächt
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