Areiksg, 5» GKLsBer 1933

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Rekordziffern. -ch- Berlin, 4. Oktbr.(Priv.-Tel.) Das Anwachsen der schwebenden Schuld des Reiches in der letzten Septemberdekads stellt einen Rekord dar. Von 7343 Billionen stieg die schwe­bende auf 4 6 717 Billionen; sie hat sich also nahezu v e r s i e b e n f a ch t. Die Einnahmen aus Steuern, Ge­bühren und Zöllen erreichten m der Bcrichtsdekade die Höhe von 81.8 Billionen Mark. Auf das Kontofundierte Schuld", also die Gold an leihe, gingen 609.6 Billionen Mark ein, sodaß das gesamte Papiermarkergebnis dieser An­leihe bis zum 30. September 110 7.9 Billionen Mark betrug. Die Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen in aus­ländischer Währung in Ausführung des Friedensvertrags nahm 187.6' Billionen in Anspruch. Zinsen für die schwebende Schuld erforderten 5271.9 Billionen. Die allgemeine Reichs- Verwaltung beanspruchte 23.994.3 Billionen Mark. Das starke Anwachsen dieses Betrages wird mit der Zahlung der Teuerungsbezüge für die letzte Septemberwoche und der Bereit­stellung von Mitteln für die Auszahlung der Oltobergehälter begründet. Daneben fielen, so heißt es in der Begründung ireiter, die außeroÄentlich hohen Ausgaben ins Gewicht, W noch für das Rhein- und Ruhrgebiet geleistet werden mußten. Das Defizit der Betriebsverwaltungen in der BerichtsdeSade betrug 10 612 Billionen Mark, von denen auf die Reichsbahn allein 9847.5 Billionen entfielen. Bon dem Gesamtbetrag der schwebenden Schuld entfielen auf die Schahwechsel mit einer längeren Laufzeit als drei Monate 134.7 Milliarden.

9\2 VektrustMg M englischen Messe. (Draht Meldung unseres Korrespondenten.) K R London, 4. Oktbr. Lange hingezogene Verhandlungen scheinen zu ergeben, daß sich Lord R o t h e r m e r e, der Bruder des verstorbenen Lord Northclisfe, und Beaver­brook in den vierzig Publikati onen umfassenden und zum Verkauf stehenden Konzern der H u l t o n p r e s s e teilen werden. Wie verlautet, wird das einzige Politisch zählende Blatt Hultons, derE v e n i n g S t a n d a r d", der koalitionistisch und stark kritisch gegen die ftanzöstsche Politik geleitet war, von Beaverbrook erworben, dessen Leitmotiv die Abkehr von Europa und der Ausbau des britischen Imperiums ist.

Am Reich. Bayrische Aundgcbungen gegen die Skeuerlasten. « München, 4. Oktbr.(Priv.-Tel.) Die Bayrische Lan- desba ue r nka m mer und der Bayrische Gewerbe­kammertag haben in einer Resolution die Organisationen der Landwirtschaft und des Gewerbes aufgefordert, daß ste für den Teil der Steuer, den ste nicht leisten können, Steuer­nachlaß ge suche an die Finanzämter zugleich mit dem Ersuchen um Stundung einreichcn. Sie erklären, daß außer­ordentliche Steueropfer nutzlos seien ohne Mehrarbeit nach Zeit und Leistung und ohne Entlohnung nach Vorbildung unö Leistung unter Beseitigung des schematischen Achtstundentages. An den Reichskanzler und an den Reichsfinanzminister wurde ein Telegramm gesandt, das auf die in Bayern herrschende außerordentliche Erregung bei Landwirtschaft, Handel und Gewerbe über die ruinöse Reichs­steuergesetzgebung hinweist und unverzüglich die Sistierung der Steuergesetze und ihre Ersetzung durch solche Steuern, die nicht zur Vernichtung von Existenzen und zur Sozialisierung des Besitzes führten. Sozialdemokraten und Kommunisten in Sachsen. O Dresden, 4. Oktbr.(Priv.-Tel.) In Chemnitz haben das Gcwerkschaftswrtell, der Afabund, der Allgemeine Deutsche Be- amtenbund. die Sozialdemokratische Partei und die Kommunistische Partei einen gemeinsamen Ausschuß gebildet, der in einem von den genannten Organi­sationen Unterzeichneten Aufruf als Vorbereitung zur ge­meinsamen Abwehr eines etwaigen gegenrevolutionären Um­sturzes bezeichnet wird. Die Organisationen erklären, daß sie entschlossen seien, alle Angriffe der Gegenrevolution nieder- zuschlagen und besonders die verfassungsmäßige sächsische Re­gierung mit allen Mitteln zu schützen. Die Verhandlungen zwischen Kommunisten und Sozial­demokraten wegen des Eintritts der Kommunisten in die sächsische Regierung sind noch immer in der Schwebe. Die Sozialdemokraten fordern Anerkennung der Verfassung, ein Verlangen, das die Kommunisten keineswegs unzweideutig erfüllen werden. Aus der Deutschen Volksparlei. gg Stuttgart, 3. Oktbr.(Priv.-Tel.) In derSüddeutschen Zeitung" fordert ein Professor Dr. Ziegler nach dem Vorgang in Bayern zum Austritt aus der Deutschen Volks­partei und zur Gründung einer besonderen Nationalliberalen Partei in Württemberg auf. Die Leitung der Deutschen Volks­partei stellt nunmehr fest, daß Dr. Ziegler schon bisher gar nicht Mitglied der Deutschen Vollspartei gewesen sei, vielmehr bald nach ihrer Gründung aus der Partei ausgeschlossen wurde» weil er gleichzeitig eingeschriebenes Mitglied einer anderen Par­tei war. Freispruch im Kaehne-Prozeß. Berlin, 4. Oktbr.(Priv.-Tel.) Im weiteren Verlauf der Beckhandlung im Kaehne-Prozeh bezeichnet es der Schietzsach- verständige, Major Bachelin, als wahrscheinlich, daß die gefun­dene Kugel aus dem Revolver stammt. Vom waffentechmschen Standpunkt aus hält der Sachverständige einen Selbstmord nicht für unmöglich. Diesem Gutachten schloß sich auch der Waffen­händler Leim an. Ein chemischer Sachverständiger bekundete, daß weder an der Kleidung deS Laase noch an den Stiefeln Blut gefunden worden sei. Dann wurde die Beweisaufnahme ge­schlossen und der Vorsitzende formulierte die Schukdfragen. Als der Vertreter der Anklage beantragte, die Frage nach mildern­den Umständen zu stellen, sprang der Angeklagte v. Kaehne er­regt auf und schrie:Ich verzichte auf mildernde Um­stände, ich will nach dem Recht beurteilt werden. Gnaden­brocken weise ich zurück!" Die Schuldfragen wurden dann nach vorsätzlicher Tötung(Totschlag) und nach Körperverletzung mit Todeserfolg sowie nach mildernden Umständen in beiden Fällen gestellt. Der Vertreter der Anklage, Erster Staatsanwalt G e r l a ch, betonte, daß er trotz mancher scheinbar unlöslichen Widersprüche und unerklärlicher Tatsachen auf Grund des Beweisergebnisses ein klares Bild liefern zu können glaube von dem Verbrechen an dem jungen Laase, als dessen Urheber er den Angeklagten v. Kaehne bezeichnete. Nichts spreche für einen Selbstmord. Im Gegenteil alles spreche dagegen, der Fundort im Dickicht, die eigenartige Stellung der Leiche, das Fehlen jeglicher Gründe für rin freiwilliges aus dem Leben scheiden, die Tatsache, daß der Revolver gesichert war, und daß die Sicherung hinter dem Ver­sager eingeschnappt war. Erschossen habe ihn einer, der orts­ansässig war, der Grund hatte, diesen Zusammenhang zu ver­heimlichen. Das Renommee der Herren v. Kaehne sei aus den zahlreichen Schießaffären bekannt. Der Vertreter der Anklage kam zu dem Schluß, daß der junge Laase am vormittag de? 8. Mai von Kaehne angeschossen und an diesem Schutz gestorben sei. Er wolle nicht annehmen, daß Kaehne den Fungen direkt habe töten wollen. Der Staatsanwalt bat, die Frage nach Totschlag zu bejahen und die mildernden Umstände zu verneinen. Der Verteidiger, Justizrat Josephson, beschäftigte sich zu­nächst mit der politischen Seite des Falles. Es müsse alles von der Verhandlung ferngehalten werden, was auf die Straße Hin­weise. Er verneinte jeglichen positiven Schuldbeweis. Im Schlußwort betonte dann der Angeklagte, daß er keineswegs auf einen fremden Meinschen in Petzow geschossen hätte. Rach kurzer Beratung verneinten die Geschwo- »renen sämtliche Schuldfragen. Daraufhin sprach das Gericht den Angeklagten v. Kaehne frei und legte die Kosten für das Verfahren der Staatskasse auf. Zum Gesetz über den Volksentscheid. ch. Berlin, 4. Oktbr.(Priv.-Tel.) Das einzige bisher ange­regte Volksbegehren, das des Reichsfledlungsbund-s, ist in seinen Anfängen stecken geblieben, hat aber nach Meinung der Regierung gezeigt, daß das Gesetz über den Volksentscheid einiger Abände­rungen bedarf. Die Reichsregierung muß imstande sein, ein nicht weiterbetriebenes Verjähren auch formell einzustullen. Anderer­seits muß dafür gesorgt werden, daß ein einmal eingeleitetes Volks­begehren auch durchgesührt wird- Eine Novelle zu dem Gesetz über den Volksentscheid, die diese beiden Möglichkeiten schafft, ist jetzt vom Reichsrat genehmigt worden. Der Reichsminister muß danach das Verfahren einstellen, wenn seit Ablauf der Ein­tragungspflicht sechs Monate verflossen sind, ohne daß das Ein- tragun.gsverfahren abgeschlossen ist. Der Vorschlag, daß die Re­gierung von den Antragstellern einen Kostenvorschnß einziehen darf und daß an die Stelle der Beschaffung der Eintragslisten durch dir Antragsstelle eine amtliche Beschaffung treten soll, wurde abge­lehnt. L KaAsnihe, A. Mbr.(Priv.-Tel.) Der Kommandant oeZ o. Wehrkreises, zu dem auch Baden gehört, hat alle

Die Diktatur in Spanien. Madrid, 4. Oktbr.(Expreß-Korrespondenz.) Das Amtsblatt veröffentlicht ein Dekret, wonach eine Kommission von Richtern eingesetzt wird, die die Aufgabe hat, alle seit 5 Jahren und länger schwebenden Prozesse einer Revision zu unter­ziehen und alle Richter und Beamte zu bestrafen, die sich irgendwelche Verfehlungen bei den schivebenden Prozessen haben zu schulden kommen lassen. Der Mord an der russischen Grenzkomrmssion. Nkr Stockholm, 4. Oktbr. lPriv.-Tel.) Wegen der kürzlich gemeldeten Ermordung des Vorsitzenden und eines Mitgliedes der russischen Kommission für die Feststellung der finländisch- russischen Grenze in Karelien hat jetzt der Vertreter der Sowjetregiernng in Helsingfors eine Reihe von Forderun­gen an die finländische Regierung gerichtet. Rußland verlangt die Einsetzung einer gemischten Kommission zur Bestrafung der Schuldigen, ferner die Auszahlung von 50 000 Goldrubel an die Verwandten der Ermordeten uno energische Maßnahmen zur Aufflärung der Tat. Die Russen sollen außerdem die diplomatischen Verhandlungen, welche zwischen Finland und Rußland in verschiedenen Fragen schweben, abgebrochen laben. Nach der ersten russischen Darstellung sollen die beiden Ermordeten einem Attentat finnischer Nationalisten zum Opfer gefallen sein. Später hatteRosta" mitgeteilt, daß Karelier den Mord begangen hätten. Die Mörder sollen nach der Tat auf finnisches Gebiet geflohen sein. Verhaftung eines führenden Ainanzmannes in Sowzekrußland. Moskau, 3. Oktbr. Der leitende Direktor der Moskauer Industrie- und Handelsbank K r a ß n o s ch t s ch e k o w ist vor kurzem verhaftet worden. Wie der Ost-Expreß meldet, wird dazu jetzt amtlich mitgeteilt, daß Kraßnoschtschekow sich einer verbrecherischen Ausnutzung der Bankmittel zu persönlichen Zwecken schuldig gemacht habe. Die Untersuchung stehe bereits vor ihrem Abschluß, und der Angeklagte habe schwere Strafe zu gewärtigen. Diese Mitteilung ist geeignet, großes Auf­sehen zu erregen; denn Kraßnotschtschekow, der frühere Chef der Regierung der Republik des Fernen Ostens, galt als vortrefflicher wirtschaftlicher Organisator. Er war Zugleich Leiter des Vorstan­des der freiwilligen LuftflotteDobroljet" und unter den.roten Kauflcuten" der führende Kopf und der Mann der einflußreichen Beziehungen. In kommunistischen Kreisen wurde ihm indessen schon seit einiger Zeit mißtrcnrt. Man erwartet jetzt in Bank­kreisen noch weitere Verhaftungen. Von sowjetamtlicker Seite wird bekanntgegeben, daß die Verfehlungen Kraßnoschtschekows die norinale Arbeit der Industrie- und Handelsbank in keiner Weise in Mitleidenschaft ziehen. Anfangs war von sowjetrussischer Seite mitgetcilt worden, der verhaftete Kraßnoschtschekow sei nicht der Vankdirektor, sondern ein enifernter Verwandter desselben. Der akademische AnlisemMsmus in Sesterreich. r Wien, 3. Oktbr.(Priv.-Tel.) Der Kampf um die Be­schränkung der Zahl von Hörern und Lehrern jüdi­schen Glaubens an den österreichischen Hochschulen scheint auch in dem neuen Schuljahr fortgesetzt werden zu sollen. Der Lehrkörper der Hochschule für Bodenkultur stellt in einer öffentlichen Kundgebung an die Studentenschaft mit einem ge- wissen Bedauern fest,daß die bestehenden gesetzlichen Bestim­mungen, vor allem aber der Mangel der Möglichkeit der Fest­stellung der rassenmäßigen Herkunft der Aufnahmebewerber den numerus clausus für Juden derzeit nicht als ein durch­führbares Mittel zu der nach Ansicht des Vrofessorenkollegiums notwendigen Bekämpfung der sittlich und wirtschaftlich unver­kennbaren schädigenden Auswüchse des Judentums auf die mlturelle Entwicklung der Menschheit erscheinen lassen Das Professorenkollegium werde aber die Gefahr der Schädigung des deutschen Charakters der Hochschule für Bodenkultur unentwegt im Auge behalten und auch bei der Bestellung von Professoren und Dozenten auf die Wertung der wissenschaft- lcchLn Verdienste und die sittliche Eignung der Anwärter zu ü-dacht^se^H"^ deutschen Studentenschaft strengstens Die Hochschule für Bodenkultur ist einer der Hauptherde ° wall°ZioMffchen Bewegung in Oesterreich. Damit enmrt sich wohl, daß dieser Kotau des Professorenkollegiums vor den Anschauungen eines Teils der Hörerschaft gerade im jetzigen Augenblick vollführt wird, wo die nationalsozialistische Bewegung wieder starker denn je ihr Haupt erhebt. Die Finanzen Chinas. (Europapreß.) DieMorning Post" er- fahrt aus Peking, daß die chinesische Regierung eine inter- Komm:i,ion zur Reorganisation der chine- llr^ eru i e. n In dieser Kommission seien der chilUEsisihe Außenminister, der Finanz- und der Verkebrs- mlnister, sowie Delegierte Englands, Frankreichs Sp?,!*'kas und Japans vertreten(also Delegierte der Machte des alten Finanzinirnsterimns. Red.) Die Behandlung der Ausländer. Berlin, 4. Oktbr.(Wolff.) Der Amtliche Preußische Presse­dienst teilt: In mner Verfügung des Jnnen- minlste rs wird angeführt. Laß die Ortspolizeibehörden zu- »n,- bffr s^ 2s" o rd n u n g einer Ausweisung von 2^ u s s u n d e r n in allen Fallen die Zustimmung der «^ständigen Regierungspräsidenten einzuhol-en Verlängerung des deuksch-porkugiesischerr Handelsabkommens. Dis Vereinigung ber Exportfirmen Frankfurt a. M. und Umgebung teilt was mit, daß das jetzt ablaufend-e deutsch- portuMesische Handelsabkommen bis zum Mai nächsten Jahres verlängert worden ist. ZMZ§ pMische Itadjtigfea. o(Guropapreß.) Der Sohn von Ferdinand Meps. dem Erbauer des Sucs-Kanals. Charles Lessevs ist rm Ulisr von 82 Jahren gestorben. Er hatte den Bau des Panama-Kanals unternommen, der aber aus technischen und fi­nanziellen Schwierigkeiten von ihm wieder aufgegeben werden mußte Der Bau dieses Kanals ist dann bekanntlich von Amerika N Ende geführt worden. Charles Lesseps war seinerzeit von den Gerichten wegen angeblicher Mitschuld an dem finanziellen Zu­sammenbruch des Panama-Unternehmens verurteilt worden. ^London, 3. Oktbr(Europapreß.) Man melvet aus O saka, daß die Stadt~ a i t o an der OsWste von Formosa Samstag von einem Erdbeben heimgesucht wurde, das eine Stunde andauerte. Zahlreiche Gebäude sind eingestürzt und auch len= sch/"s/b°n^ beklagen. Der Umfang des Schadens ist noch nicht bekannt. 1 London. 4 Oktbr.(Emopapreß.) Der ftanzösische Botschafter Graf Saint-Aula i re hatte Mittwoch Nachmittaq eine Un- krvedung mit Lord Eur^on im Foreign Office. Obwohl keine Misteilung über me Unterredung veröffentlicht wurde, nimmt man m unterrichteten Kreisen an, daß die Zusammenkunft auf die E r- klarun^gen Bezug hatte, die Lord Curzon am Freitag in der ^ is l I ch e n Reichskonferenz obgeben wird. 4 0!tBr'(Wolfs.) Die..New York Times" meldet aus Washington: Der amerikanische Botschafter in Lon- w H r 0 c B*?i rB im November nach Amerika zurückkehren und 'Vs? 1!®^6imar seine Entlassung nehmen. Ferner wird ge- meldet, der Botschafter in Rom Child beabsichtige, auz persön- UN'U Gründen ebenfalls seine Entlassung zu nehmen \-Oktbr.(Enropapreß.) Das amerikanische Handslsdepartement teilt mit, daß sich die amerikanische Aus- s uyr nach Deutschland- in den ersten acht Mona-en 19^3 cur mi 095000 Dollar bestes. Im August bester sich L kU'-.r«n. c-,-...0 0C0 Dollar gegenüber 213010C0 Dollar im gceichc.i jj'.hiiat des Jahres 1913,

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Die Zuckeroersocgung rm neuen Srnlejahr. ch- Berlin, 4. Oktbr.(Priv.-Tel.) Eine Verordnung, die heute im Reichsrot Annahme gefunden hat, hebt für das neue^rnte- jahr die Zuckerwirtschaft grundsätzlich a', freist aber die Bildung einer Rücklage vor, die für die e,:e Fao.ü auf 25 Prozent ihrer Erzeugung festZes.tzt ist.. L Rücklage darf nur mit Genehmigung des Ernührungsminist,.. freien Vorkehr aügesührt werden, wobei vorccesehen ist, da^ bis zum 1. Juli, 1. August und 1. September 1924 je er. der Rücklage frcigegcben wird. Ist diese zu den maßgebend... Z.u- punkten nicht vorhanden, so ist eine Buße in Höhe des dreriachcn Wertes des Zuckers zu zahlen. Ferner wird für Betriebe d-c den Großhandel mit Zuckcr neu beginnen wollen, die K o n z e s s l o n s- Pflicht eingeführt und schließlich wird die gewerbliche Zuckerocr- arbeitung eingeschränkt, indem die Verwendung von Zucrer zue Herstellung von Marmeladen und Obstkonserven, Kunsthonig. Schoro- laden und Süßigkeiten sowie Branntwein und branntweinhaltige Eetränbe von einer besonderen Erlaubnis abhängig gemacht wird. Die Erwerbslosensürsorge. ch Berlin. 4. Oktbr.(Priv.-Tel.) Der ReichSrat, lehnte die Anträge Sachsens auf Erweiterung der Erwerbslosenfürsorge ab, wobei die Rücksicht auf die verAweifelte Finanzlage besonders maßgebend war. Dagegen wurde abermals der Wunsch in einer Resolution betont, die produktive Arbeitslosenfür- sorge schleunigst in einer Weise a u s z u g e st a l t e n, die den durch den bedrohlichen Umfang der Erwerbslosigkeit hervorge-

gaben von 40 Billionen täglich erwachsen.

Das Wochengehalt im Bankgewerbe. ch Berlin, 4. Oktbr.(Priv.-Tel.) Wie uns der Deutsch- Bank- beamtenvcrein mitteilt, ist in der heutigen Tagung der Gehalts- kommiffion der Multiplikator für die laufende Woche auf 16.9 festgesetzt worden. Der Durchschnirksiadex der Lebsnshü?kungs?ssien im September. Berlin, 4. Oktbr.(Wolff.) Für den Durchschnitt des Monats Septeuiber berechnet sich die Reichsindexziffer für die Oebens- haltungskasten(Ernährung, Wohnung Heizung, Beleuchtung und Bekleidung) auf das lömillione.nfache gegenüber dem 586 0iX)fachen im Durchschnitt des Monats August. Die Steigerung beträgt 2460 Prozent. Dem Monatsindex liegen Erhebungen in 71 Gemeinden an vier Stichtagen des Septembers zu Grunde. Außerdem haben noch die Indexziffern vom 27. August und 1. Oktober zur Ermittlung der Teuerung in den beiden evsten und den sechs letzten Septembertagen eine entsprechende Berücksichtigung gefunden. Die LebenshaltungZ- kosten ohne Bekleidung sind im Durchschnitt des Monats Sep­tember auf das 18.2millionenfache und die Bekleidungskosten auf das 26.smillionenfache der Vorkriegszeit gestiegen. Schlüsselzahlen. Berlin, 4. Oktbr.(Wolff.) Der Deutsche Buchdruckerverein teilt mit: Die Tarifkommission der Deutschen Buchdrucker setzte den S p i tz e n l o h n für die Woche vom 6. bis 12. Oktober auf 21- Milliarden fest. Die Schlüsselzahl für das Deutsche Buchdruck- gewcrbe beträgt ab 6. Oktober 5 000 000. Berlin, 4. Oktbr.(Wolfs.) Die S ch l ü s s e l z ah le n für die A r z n e i t a x e betragen ab 6. Oktober für Waren und Gefäße 1 310 000, dieselbe für das besetzte Gebiet 1 770 000 und für die Arbeitsvergütung 400 000. Berlin, 4. Oktbr.(Wolff.) Der Verein Deutscher Zeitungsverleger hat die Schlüsselzahl für An­zeigen für die Woche vom 6. bis 12. Oktober aus 100 000 fest­gesetzt. Leipzig, 4. Oktbr.(Wolff.) Die B u ch sch 1 ü s s e lz a h l des Börsenvereins deutscher Brrchhändler beträgt ab 5. Oktober 60 Millionen. Die Verschiedenheit der Devisennoüernngen. Von einem großen industriellen Werk wird uns geschrieben: Zu den im Zweiten Morgenblatt vom 2. Okt. 1923 unterBe­merkungen" veröffentlichten Zeilen über Dollarknrs und Warenpreis möchten wir Sie noch aus folgendes Hinweisen: Die künstliche Drosselung des Dollarkurses an der Berliner Börse hat noch wettere einschneidende Folgen für diejenigen, welche auf Grund der Verordnung des Reichsprä­sidenten vom 25. August 1923 über die Ablieferung ausländischer Vermögensgegenstände Goldwerke oblicferten und sich dagegen, wie dies in der Mehrzahl der Fälle geschehen ist, ein wertbestän­diges Steuerkonto oder ein wertbeständiges Konto bei der Reichskreditgesellschaft errichten ließen. Die Papiermarkverfügun- gen von diesen Konten werden nach den Durchführungsbestimmun­gen unter Zugrundelegung des Berliner amtlichen Mttelkurses für den Dollar in Goldmack umgerechnet, sodaß für diese Ablieferer eine effektive Enteignung eines Teils ihres Devisenbesitzes stattfindet, die vom Gesetzgeber nicht gewollt ist und zu erheblichen Nachteilen gegenüber den Ablieferern führt, die sich den Gegen­wert in Golvanleihe erstatten ließen und nun den höheren Frankfurter Kurs ausnützen können. Der abgelieferte De­visenbesitz hat wohl bei allen Jnduftriefirmen zur Deckung d«s reellen Bedarfs d. h. dem Warcneinkauf gedient und muß nun wie­der beschafft werden, was nur an der Frankfurter Börse möglich ist, da die Rationierungen am Berliner Marft jede Dispo­sitionsmöglichkeit in Frage stellen. Wenn die Negierung aus politischen Gründen zu starke Aus­schläge des Dollarkurses vermeiden will, so muß sie wenigstens ihren Goldgläubigern zugesiehen. daß der Umrechnung in Gold­mark ein Kurs zu Grunde gelegt wird, der auf der notwendigen Basis eines Ausgleichs zwischen Angebot und Nachfrage gebildet ist, oder aber wenigstens dafür Sorge tragen, daß die K u r s b i l- dung an den deutschen Börsen nach einheitlichen Gesichtspunkten erfolgt. Die Landabgabe. ch. Berlin, 4. Oktbr.(Prw.-Tel.) Der U m r e ch n u n gs- s a tz für die Abgabe der landwirtschaftlichen, forstwivtschaftlichen und gärtnerischen Betriebe(Landabgabe) beträgt für die Zeit vom 6. bis 9. Oktober 1923 einschließlich 66 900 000 für je eine Gold- mark. Das Ende einer«siSdkischen VaugefeNschafl". ch Berlin, 8. Oktober. Der Bezirk Neukölln hatte vor drei Jahren eine städtische Ballgesellschaft mit einer gan­zen Anzahl von Gewerbefachabteilungen gegründet, die etwa 1000 Angestellte und Arbeiter beschäftigte und ein kommunaler Musterbetrieb werden sollte. Das Unternehmen ist aber zusammengebrochen, man hat seine ganzen Einrichtungen für etwa Milliarde veräußern müssen. Die Gründung hatte ein Nach­spiel in der gestrigen Stadtverordnetenversammlung, wo von rechtsstehender Seite dem Unternehmen die schwersten Mißstände nachgesagt wurden. Danach fehlte für die Baugescll- S t überhaupt jede Eröffnungsbilanz; di« Maschinen und die en Materialbfftände, die vor drei Jahren einen Wert von min- destens 10 Millionen hatten, sind geradezu verschleudert worden, weil man befürchtete, daß bei einem länger dauernden Einzel­verkauf die ganzen Werkstättenbestände qcstohlen werden würden. Schon vor längerer Zeit war wegen der schlechten Konjunktur die Zahl der B-schoft-gten bei der Gesellschaft auf 55 herabgesetzt worden, bezahlt wurden aber immer noch etwa 100 Leute Selbst im Konkursfall hätten ans dem Verkauf Milliarden einoehen muffen. Die Verteidigung der aufgelösten Gesellschaft, di.- der Stadtkämmerer Dr. K a r d i n g vortrug, fand stürmischen Wider- sprnch bei den bürgerlichen Fraktionen. Er erklärte, daß die Ge­sellschaft nur deshalb aufgegeben worden sei, weil er ihr Kre­dite in dem nötigen Umfang nichtmehr habe zur Vcr- fu gung stellen können. Beim Verkauf habe man das günstigste Angebot berücksichtigt. Die Stadtverordnetenversammlung mußte den Verkauf als unabänderliche Tatsache hinnehmeu

nicht mehr. Ihre Ehre liegt in der Ecrullm>g r»-ier ö-u.w--. Für uns Rachbleibende erhebt, sich die tysxo.: t d sie umsonst gestorben? Geht in vieler uzu.. was sterbend ihre Leiber deckten, das Rew.)- T-eun f...;,{ cs eine bittere Ironie, daß wir heute G-dNi.a nn c n- auf denen die Namen von Männern aller, d-utic-xn umme verzeichnet sind, fcte ihr Leben einem gemeulßini n>4sii>.pf ge­weiht haben, und die der Tod auf ewig ein-e.^.eg, aOo Deutschlands Kraft, ihre Ehre und En.heit nur in r-.- aanaenhoit? Und wir, w>r Uebcrlcbenden, I"!I>cn rraftlos, ehrlos und uneins das Reich in Stucke gehen.- Äu^die;en Tafeln sprechen die Toten zu uns und fordern, vutz w diesem Haus, dessen Eingang sie weihen, nocq eme S.a.te bleibt, wo mit heißem Herzen und kühlem Kopf grarEct und, wenn es nötig ist, gestorben wird für das Rcnch.- Nachdem der Chef der Marineleitung der. Toten der Ma­rine gedacht hatte, übernahm der Reichswehrmimster me näseln in den Schutz des Hauses. Bsrichtiguug. Der Jndustrievereiu Ulm E. V. bittet uns um Auf­nahme folgender Berichtigung: Gegenüber dem ArtikelSäbvlforderung an den Ulmer Ober­bürgermeister" iin I. Morgenblatt vom CO, Septemoer,hatten wir folgendes richtigzustellen: Herr Dr. Schmrd ist mcyt nur Syndikus des Ulmer Jndustrievercins, sondern übt auch, als beim hiesigen Landgericht zugelassener Rechtsanwalt oie PrlvÄpraxiz aus. Der persönliche Zusammenstoß zwischen Herrn Schmrd und Herrn Oberbürgermeister Dr. Schwammberger erfolgte bei einer Angelegenheit, in welcher Herr Dr. Schmid nicht als«vynduus des Ulmer Jndustrievereins E. 83. tätig, sondern als dt e cy tsa n- w alt priva'trechtlicher Beistand einer hiesigen Firnra war. Trotz­dem richtete Oberbürgermeister Schwammbergerein Schreiben an den Jndustrievereiu, worin er es nicht nur persönlich, sondern na­mens des Stadtschultheißenamtcs ablehnte, künftig mir dem Jn- dustrieverein und seinem Syndikus zu verhandeln. Da bei dem rein persönlichen Zusammenstoß die beleidigende Initiative von Oberbürgermeister Dr. Schwammberger ausgegangen war, kam für den Jndustrieverein ein Eingreifen nicht in Betracht, vielmcbr sah sich letzterer genötigt, gegen seine Ausschaltung wegen jener ihn gar nicht berührenden Privat fache zu prvtepleren uiub strikte Trennung zwischen Person und Amt zu verlangen, wie ous bei allen Behörden der Fall sein muß. Eine Einmischung in dar privaten Ehrenhandel liegt seitens des Jndustrievereins E. V. absolut nicht vor."^ Für die Oeffmtlichkeit ist nicht von Interesse, von wem der Zwischenfall mit Dr. Schmid ausgegangen ist, und ob der Industrie- Verein damit zu tun hatte. Aber daß der Ulmer Oberbürgermeister es abgelchnt hat, gerade mit diesem Vertreter des Jndustrieverbrndes zu vefifandeln, das wird>»an allgemein verstehen. VLL'MschlZ Mchrzchlel?. Das Abenteuer derOstmark". Jr. Berlin, 2. Oktbr. Ein romantisch klingendes Abe:> teuer brachte die Brüder K r a m i l tz k i vor die Straf­kammer des Elbing er Landgerichts. Die noch im jugendlichen Alter stehenden Angeklagten hatten, einem Bericht desBerliner Tageblattes" zufolge, Anfang Oktober 1922 das Motorboot Ostmark" zum Preise von 1 Million Mark gekauft. Dieses Motorboot wollten sie in Schweden gegen Valuten verkaufen. Nachdem sie ihren Schulfreund, Kandidat der Medizin Fi st er, zum Führer des Motorboots gemacht hatten, fuhren ste am 12. Oktober von Elbing zur Ostsee hinunter. Bei der Zollrevision wußten die beiden Bootsbesitzer und ihrKapi­tän" die zollpflichtigen Gegenstände den Beamten zu verheim­lichen. Der glücklichen Abfahrt folgte eine weniger glückliche Ueüersahrt Fast zwei Tage lang kämpfte das Boot mit den Wellen und wurde dann an der Südspitze Gotlands an Land gewor­fen. Nachdem man vergeblich versucht hatte, das Boot zu, ver­kaufen, wurde der Versuch unternommen, das Boot von einem Dampfer nach Stockholm ins Schlepptau nehmen zu lassen. Hierbei erlitt das Boot infolge Unwetters schweren Schaden. Auch die Barmittel gingen den Seefahrern aus. Die mißliche Lage brachte das ganze Abenteuer ans Tageslicht; es gab eine Klage wegen unerlaubter Ausfuhr und schließlich den i- /ge» Prozeß. In der Verhandlung beantragte der Staatsanwalts die Verurteilung der Angeklagten zu zwei bezw. einer Woche Gefäng­nis und außerdem eine Geldstrafe von 150 Milliarden für jeden der Angeklagten. Die Verteidiger beantragten die völlige Frei­sprechung, indem ste sich auf das Gutachten der Außenhandels­stelle für Schiffe beriefen, nach dem die Aussuhrerlaubnis rm Falle des Verkaufs des Bootes jederzeit hätte nachgeholt werden können. Die Strafkammer folgie den Darlegungen der Ver­teidiger und erkannte auf kostenlose Freisprechung. c Berlin, 4. Oktober. Zu der Verhaftung des See­manns Richard Kruse, der am Dienstag abend im Garten der Villa Mctzimilian H a r d e n s nach Abweisung des Empfangs durch Harden von der Polizei fesigenommen wurde, wird imAcht­uhrabendblatt" mitgetcilt, der des Anschlags Verdächtigte, hatie keinen anderen Wunsch, als Harden zu sprechen und ihn persönlich kennen zu lernen. Er war schon in einer Nervenheilanstalt und soll dem Kreisarzt zugeführt werden. Mrnberg, 4. Oktbr.(Wolff.) Vor dem Volks gerich! wur­den in diesen Tagen die Ausschreitungen verhandelt, die sich am 2. Juni in F e uch r ereigneten. Dort war es bei einer von den Sozialdemokraten einberufenen Volksversammlung zu einer heftigen Auseinandersetzung mit Angehörigen derReichs­flagge" gekommen. Als sich die herbeigeeilte Landespolizei arr- schickte, das Versamnrlungslokal zu räuincn, kam es zu den er­wähnten Ausschreitungen. Das Volksgericht verurteilte den angcklagten Arbeiter Gömmel zu einem Monat Gefängnis. Der Mitangeklagte Löhnert wurde freigesprochen. r Wien, 4. Oktbr.(Priv.-Tel.) Der Oesterreichifche Haupt­verb a n d für K ö r p e r s p o r t, auf den die Rechte des frühe­ren Olympischen Komitees übergeganaen sind und der 23 stimm­berechtigte Mitglieder zählt, hat mit 10 gegen 3 Stimmen bei 4 Stimmenthaltungen beschlossen, die Einladung zurnächst- jährigen Olympiade in Paris anzunehmen, über die Beschickung aber erst dann Beschluß zu fassen, bis die Frage gelöst sein wird, ob allen Staaten die Teilnahme in gleichem Maße ermöglicht ist. Mit dieser gewundenen Erklärung soll den Bedenken der ziemlich beträchtlichen Opposition gegen die Teilnahme Oesterreichs an einer Veranstaltung Rechnung getragen werden, von der Deutschland zurzeit wenigfiens ausgeschlossen ist.

Eine Gefallenenehrung. D-rlin, 4. Oktbr.(Wolff.) Heute wuocheu im Gebäude des R e i ch,s w e h r m i n i st e r i u m s zwei Gedenktafeln enthüllt, die die Namen aller derer enthaltem. die als An­gehörige der militärischen Zentralbehörden im Kriege geblieben sind. Die Tafeln verzeichnen die Namen von 118 Offizieren und 78 Beamten, die ihre Treue zum Vaterland mit dem Tode besiegelt haben. Zur Feier Werren außer Angehörigen des Reichswehrministeriums Vertreter von Bayern, Sachsen und Württemberg, die Vorstände des Vereins der Offiziere und Be­amten des ehemaligen Kriegsministeriums und des General­stabes geladen. Der Chef der Heeresleitung hielt folgende Ansprache:* 1 $n unendlich ernster Stunde treten wir zusammen, um unser- Toten zu ehren. Nicht schlicht und nicht innerlich genug kann diese Ehrung sein. Wir feiern kein Fest. Wir feiern riast mit rau'chender Musik, mit webenden Fahnen und tönen-1 .a JUicn unsere Niederlage. Die Toten bedürfen der Ehrung j

Pferderennen im Grunewa>. Preis von Hamburg. 11 000 Mk. 2000 Mir. 1. Gestüt Wo ls Tausend-Mark- note(Kasper), 2. Taffo, 3. Revolutionär. 31:10; 1-3, 84:10. Ferner: Rastelbinder, Ferrara. Kindev-Hürüenrennen. 5000 Mk. 2800 Mtr. 1. Oswalds Fuchsmajor(Oertel), 2. Nymphe, 3. Walküre. 22:10; 13, 13:10. Ferner: Vergangen­heit, Adolphus. Unvechofft-Rennen. 5809 DA. 1000 Mtr. 1. v. Oppenheims Waffe(TarraS), 2. Roskva, 3. Schirmherr. 17:10; 10, 10:10. Ferner: Fescher Teufel, Ratzel. Lorvas- Jagdrennen. 12 000 Mk. 4000 Mtr. 1. Stahls Ritter Blaubart(Dyhr), 2. Minor. 12:10. Müggel-Rennen. 30 000 Mk. 1800 Mir. 1. v. Wallen/,ergs Hohe Pforte (Jentzsch), 2. Merglaube, 3. Rotdorn. 67:10; 16, 12:10. Ferner: Eitelkeit, Sicher'A L., Kopf. Wald-Jagdrennen. 6000 Mk. 3500 Mtr. 1. Gestüt Pünstorfs Reichsgräfin(Oertel), 2. Sun Fein, 3. Lallo. 116:10; 26, 17:10. Ferner: Jnclan, avoyard(gef.). Preis der Fischerhütte. 6800 Mr. 1209 Mtr. 1. Gestüt Weits Rheintochter(Kasper), 2. Trajan, 3. Sy- dcw. 19:10; 13, 18:10. Ferner: Mandarin. ks Der Trainer vom Gestüt Altefeld. Die viel erörterte Frage, wer an Stelle von W. Spademann den Trainerposten am fiska­lischen Rennstall übernimmt, scheint jetzt ihrer Lösung entgegenzu­gehen. ES schweben ernsthafte Derhairdlungen mit H a u p t m a u n E. Bauer, der seit etwa dreißig Jahren in Hoppegarten ansässig ist und Leiter verschiedener großer Rennställe war wie v. Laiig- Puchhof, v. Schmieder, Friedheim, Captain Joe, C. Hanau usw. Eine Trainerltzenz besitzt Hauptmann Bauer erst seit diesem Jahre. = Rennsport. Als Starter tm Glodtatoren-Renne ns der über 2800 Meter führenden, mit 105 000 Mk. ausgestatteie» Konkurrenz, die am Sonntag in Grunewald zur Enffcheidunz kommt, gelten: Pelide, Kardinal, Träumer, Bajuva.e, Staffelstab, Perikles, Hampelmann, Famulus, Ganelon und Auslese.' Der ^avorit Ganelon trägt 59 Ko. und gibt u. a. dem ale-chaUrigLN -ajuvare 6 Ko. Den Prager Modepreis gewann Herrn Ehrenfrieds Lorenzo, ein ehemaliger Graditzer, Zweiter wurde Dardanos, glrtchfalls ein deutsch gezogenes Pferd. Außerdem ge­wann Herr Ehrenfried an den zwei ersten Praoer Renntagen zwei Rennen mit Hexenmeister II und eines mit Flaggensee/ Der englische Derby-Sieger Papyrus ist unterwegs nach Amerika, um dort am 20. Oktober in Belmont Park das internationale Ren­nen von 100 000 Dollars zu bestreiten, das eiaens für ihn pro- poniert worden ist. Der französischK Dreijährige Epinard, der gleichfalls eingeladen worden war, ist zu Hause geblieben. Gegen Papyrus soll ein einzelner amerikanischer Altersgcfährte gestellt werden, die Wahl ist aber noch nicht getroffen. otf Amerikanischer Schachkongreß. Der neunte amerKanische ächachkongrcß ist jetzt zu Ende gegangen. In dem von vierzehn Spielern bestrittenen MeMefturnicr teilten Marshall und Kutschk mit je 1014 Punkten den ersten und zweiten Preis, Dritter wurde Janowsk: mit 10 vor Eduard Las!er Mt 9 uns Schapiro. mit 81- Punkten,