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hat sich auch der Jenaer Parteitag von 1913 ausgesprochen uni) hat „die umfassendste Anwendung der Mas s en- arbeitseinstellung gegebenenfalls (!) als eines der wirksamsten Mittel" empfohlen.
Da die Entschließung ziemlich allgemein und unklar gehalteü war, verlangten verschiedene Genossen vom Parteivorstand nähere Auskunft. Die Art, wie Scheide- mann die Entschließung „auslegte", ist bezeichnend nicht nur für die sozialdemokratische Taktik. im allgemeinen, sondern hauptsächlich für den politischen Massenstreik Ende Januar 1918. Scheidemann sagte 1913 in Jena:
„Die Massen müssen aus innerer Empörung heraus selbst zu der Einsicht kommen, daß eine solche Aktion einsetzen muß. Sie müssen sich sagen: Jawohl, jetzt müssen wir dem Signal folgen. Jetzt ists Zeit. Merkwürdige Vorschläge sind gemacht worden. Kurz bevor ich in den Saal kam, wurde mir eine „Bremer Bürgerzeilung" in die Hand gedrückt. Da wird unter anderem empfohlen, daß wir dadurch besser auf die Massen wirken sollen, daß wir'im Reichstag aufreizende Reden halten und stärkere Worte anschlagen. Diese Meinung kann, um nur einige zu nennen, an Ledebour, Lieb, kn echt und mich nicht gerichtet sein. (Heiterkeit.) Wir haben unser möglichstes getan, um den Massen vom Reichstag aus klar und deutlich zu sägen, was auf dem Spiele steht, worauf es ankommt. Ich habe den „Volksvertretern" ja einmal ganz offen gesagt: „Ich rede zum Fenster hinaus, über Ihre Köpfe hinweg!" (Sehr gut!) Wir werden auch i n Zukunft kein Blatt vor den Mund nehmen.-
Wir wollen alles tun, was wir zu tun vermögen, um die Massen in Bewegung zu bringen. — Kein Mensch denkt daran zu bremsen. Tatkräftig wollen wir arbeiten, aber wir wollen uns dabei den klaren Blick nicht trüben lassen für das, was notwendig und was möglich ist. Wir wollen kein unüberlegtes Handeln, keine Politik der Nervosität. Wir sind uns unserer eigenen Kraft bewußt, aber wir kennen auch die Kraft unserer Gegner. Wir wollen kein Spiel mit dem Feuer, wir wollen unser Pulvew trocken halten, damit wir in dem Au g enblick, wo es ernst wird, tun können, was wir für richtig und notwendig halten. In diesem Sinne bitte ich Sie, unsere Resolution zu beurteilen."
Wenn man sich diese Deutungen und Drohungen vor Augen hält, wird das Verhalten des sozialdemokratischen Parteivorstandes und der Generalkommission in der letzten Januarwoche 1918 sofort klar: „Zum Fenster hinaus geredet" hatten Scheidemann und Ebert in Verbindung mit Ströbel, Hofsmann, Dittmann im Reichstag wie im Landtag gerade genügend, „um die Massen in Bewegung zu bringen." Wie verabredet „taten" z. B. in Berlin die freigewerkschaftlichen oberen Führer „neutral"; „dafür entfalteten aber", schreibt „Der Arbeiters vom 10. Februar (Organ des Verbandes katholischer Arbeitervereine,
öliiclt auf!
Roman von E. Werner.
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(Fortsetzung.)
Noch einmal preßte er die Tochter an sich, es lag fast etwas wie Abbitte in der Zärtlichkeit dieser Bewegung- dann ließ er sie frei und gab sie der unvermeidlichen Umarmung des andern Herrn preis, der bisher mit sichtlicher Ungeduld gewartet hatte, und es sich nun nicht nehmen ließ, seine „teure Schwiegertochter" zu begrüßen.
Diese machte allerdings keinen Versuch, sich ihm zu entziehen, denn die Augen der ganzen Kirche waren auf sie gerichtet. Sie stand unbeweglich, kein Zug des schönen Gesichtes veränderte sich, nur das Auge hatte sie emporgehoben, aber es lag in diesem Blicke ein so unnahbarer Stolz, eine so eisige Zurückweisung dessen, was sie nicht verweigern durfte, daß sie selbst hier verstauben wurde. Etwas aus der Fassung gebracht, änderte der Schwiegervater seine stürmische Zärtlichkeit sofort in respektvolle Artigkeit um, und als in der nächsten Minute die Umarmung nun, wirklich erfolgte, da war sie in der Tat nicht viel mehr als eine Form, bei der seine Arme eben nur die duftige^ Wogen des Brautschleiers streiften. Das ganze wahrlich nicht geringe Selbstbewußtsein des neuen Verwandten hatte doch vor diesem Blicke nicht standgehalten.
Der junge Berkow machte seinem (Schwiegervater die Sache nicht so schwer. Etwas, das wie ein Händedruck aussah und bei dem in Wirklichkeit kaum seine weißen Handschuhe mit denen des Barons in Berührung kamen, wurde zwischen ihnen gewechselt; er schien beiden vollkommen zu genügen- dann reichte er seiner jungen Gattin den Arm, um sie hinauszuführen. Die Atlasschleppe der Braut rauschte über die Marmorstufen,, hinter den Voranschreitenden schloß sich die schimmernde Woge der Gäste, die dem Paare folgten, und bald darauf hörte man auch die Equipagen draußen eine nach der andern fortrollen. ,
Auch die Kirche entleerte sich rasch- teils drängte man nach den Türen, um die Einsteigenden noch einmal zu sehen- teils eilte man, draußen all den unendlich wichtigen Bemerkungen und Beobachtungen über Toilette, Haltung und Aussehen des Brautpaares und der zunächst Beteiligten Luft zu machen. In weniger als zehn Minuten war der weite Raum vollkommen leer und öde - nur das Abendrot blickte durch ( die hohen Fenster und überstutete den Altar und das' Altargemälde 1 mit seinem roten Lichte, so daß die Gestalten auf dem Goldgründe zu leben schienen. , Von einem Luftzuge bewegt, wehten die Flammen der Kerzen hin und her, und am
Sitz Berlin) „noch am Sonntag (dem 27. Januar) vor dem Streik die freien Gewerkschaften in ihren Versammlungen eine lebhafte Agitation, und Vertrauensmänner dieser Organisationen forderten am Montag und den folgenden Tagen die Arbeiter zum Verlassen der Fabriken auf. Das sagt genug." — Gewiß, es sagt genug- der Vectrauensmännerapparat spielte gut, weil er vorher ordentlich eingespielt war. Arbeiterabordnungen zogen von allen Seiten in das Büro des sozialdemokratischen Parteivorstandes und forderten ihn auf, die Streikleitung zu übernehmen. Der Parteivorstand fiel natürlich (!) aus allen Wolken- er „wußte", da die „Zeitungen", aus denen er seine Kenntnisse über Streikvorgänge, Straßenunruhen, Wahlrechtsdemonstrationen, Stockholmer Abmachungen, Trotzkiflug blätter usw. zu schöpfen pflegt, noch nicht erschienen waren, überhaupt nicht, daß 1905, 1906 und 1913 die Maßnahmen „für den politischen Massenstreik gegebenenfalls" schon getroffen waren. Um aber seine „Pflicht" gegen das Volk zu tun und sich den „Dank" der Regierung (nach bayrischem Muster) zu erwerben, stellte er sich an die Spitze des Streiks und erfüllte, ohne die geringste blasse Ahnung zu haben, die Bedingungen und Verabredungen der von ihm selbst verfaßten M asserrstreiksen ts chli eßu ngen. Er hatte nachträglich noch di" unglaubliche Unverfrorenheit, gewissen politischen Kindsköpfen einzureden, er, der harmlose, mit allen Hunden gehetzte Parteivorstand, habe das Vaterland — retten wollen aus den Klauen der eigenen sozialdemokratisch-sreigewerkschaftlichen Anhänger.
Das Treiben der freigewerkschaftftchen Vertrauensmänner wiederholte sich auch an anderen Orten. Ost waren diese Helden freilich so vorsichtig, zwar die Arbeiter auf die - traßen zu schicken, um für einen Trotzki- srieden zu demonstrieren, selbst aber schleunigst wieder an die Arbeit zu gehen, um sich so zu räuspern, wie der Parteivorstand, der eigentliche Leiter politischer Aktionen, sich schnäuzte. So mancher Vertrauensmann „traute" der Porzellankiste vom Massenstreik nicht und chickte die Arbeiter, „die Massen" zum Abladen. Es ft uns aber zu Ohren gekommen, daß es bisweilen zwischen diesen Kleinagitatoren und ihren angeführten Genossen hinterher „was" gegeben hat, und daß es sehr „sengerich" gewesen sein soll.
Wir können den Zorn der verführten Arbeiter vollkommen verstehen. Diejenigen, die den Massenstreik verschuldeten und sich dann die Hände in Unschuld wachen wollten, als die Niederlage gewiß war, verdienen den heißen Zorn der ganzen deutschen Arbeiterschaft..
So müssen wir das Märchen von der Unschuld der Sozialdemokratie und ihrer Gewerkschaften bei den russenfreundlichen Umtrieben zu Grabe tragen. Bedauerlich bleibt es nur, daß es nicht gelungen ist, außer Dittmann (den übrigens wir Frankfurter Arbeiter aus seiner Arbeiterzeit her noch gut im Gedächtnis haben) noch mehr der Dunkelmänner „in flagranti" zu ertappen und der wohlverdienten Strafe zuzuführen.
öelernle uns ungelernte Arbeiter.
Die Nachfrage nach Händen, die zur Arbeit geschickt sind, ist jetzt so gross, dass anscheinend die Frage »gelernter oder unge- lernter Arbeiter" in den Hintergrund tritt. Das ist aber nur an. scheinend der Fall. Das Bild aqf dem Arbeitsmarkt hat für den. der die Vorgänge genau verfolgt, immer noch das gleiche Gesicht. Angebot und Nachfrage stehen sich freilich schwankend gegenüber, gleich aber bleibt die Wertung gelernter Arbeiter. So meldet das Neichs-Arbeitsblatt vom Dezember des vergangenen Wahres von sämtlichen Stellen, die über die Lage des Arbeitsmarktes berichten, fast einstimmig- Die Nachfrage nach gelernten Arbeitern war gross! da es an vorgebildeten Arbeitern fehlt.
Diese Meldung ist nicht auf gewisse Berufe beschränkt, son- dem findet sich gleichmäßig bei fast allen Arbeitsberufen. Das ist um so gefährlicher, als die Folgen nicht ausbleiben können. Ungelernte Arbeit kann niemals Konkurrenz aushalten. Die Teuerung in der Lebenshaltung führt allerdings leicht zu einer wahllosen Arbeitsannahme der Zugenölichen. Der ungelernte Arbeiter ist in Vergleichung mit dem gelernten häufiger stellungslos und hat geringere Aufstiegsmöglichkeiten. Immer muss er hinter dem gelern- ten Arbeiter zurückstehen. Der Schade wird selten und nur da, wo grosse Geschicklichkeit und ein starker,Wille vorhanden ist, ausgeglichen werden. Gin ungelernter Arbeiter, eine ungelernte Arbeiterin ist wie ein Baum, dem man keine kräftigen Wurzeln zur Entwicklung gönnt. Er wird zwar wachsen und eine gewisse Höhe erreichen, niemals aber andern Bäumen, die gesunde und starke Wurzeln haben, gleichen. Es' stehen jetzt wieder so viele junge Leute vor der Berufswahl. Ihnen zu raten und sie auf die ungeheure Wichtigkeit einer gründlichen Arbeitsausbil- d ung hinzuweisen, ist Pfiicht, die wir uns alsArbeirerorganisativn nicht entziehen dürfen. Es gibt keinen Beruf und keine Arbeit die nicht gute Vorbildung verlangt, und was Hänschen nicht lernte lernt Hans nimmermehr.
Mstzr 5ltiub gen Arbeiterinnen.
Der Reichskanzler hat wieder ein Rundschreiben erlassen, das sich mit der Nachtarbeit der Arbeiterinnen beschäftigt. Die im August 1917 gegebene Anregung aus Einschränkung der Nachtarbeit und Ueberarbeit der Arbeiterinnen habe sich in den meisten Bezirken, wenn auch nach Ueberwindung anfänglicher Schwierigkeiten, durchführen lassen. Da inzwischen die Nachfrage nach weiblicherr Arbeitskräften nachgelassen habe, dürfe erwartet werden, daß in Zukunft nicht wieder Ausnahmen über das zugelassene Maß hinaus bewilligt würden. In einigen sehr industriereichen Bezirken besonders im Westen, sei es aber trotz der Bemühungen der Gewerbeaufsichtsbeamten noch nicht gelungen, die Nacht- und Ueber- arbeit in dem gewünschten Maße einzuschränken. Bei den darüber gepflogenen Verhandlungen habe sich ergeben, daß es sich um Betriebe handelte, deren ungestörter Fortgang unbedingt erforderlich ist. Da demgegenüber alle zurzeit alle anderen Rücksichten zurückgeftelltt werden müßten, so habe man sich damit abzufindeir, daß einzelnen Betrieben vorübergehend gestattet wird, Arbeiterinnen und jugendliche Arbeiter in weiterem Umfange heranzuziehen, als dies in dem Rundschreiben vom 11. August 1917 vorgesehen ist. Dabei seien jedoch folgende Grundsätze zu beachten: Schwache und kränkliche, schwangere und stillende Arbeiterinnen dürfen zur Nacht- oder Uebwarbeit nicht herangezogen werden. Werden Arbeiterinnen über 18 Jahre an der Nachtarbeit beteiligt,so sollen sie in achtstündigen
Boden dusteren die Blumen, die man in verschwenderischer Fülle dorthin gestreut hattie. Die Schleppen der Damen waren, darüber hin gerauscht, der Fuß der Herren hatte sie zertreten. Zu was sollten die armen Blumen auch weiter dienen inmitten all der so reich entfalteten Diamantenpracht bei jenem Feste, mit dem die Verbindung zwischen der Tochter eines alten reichsfreiherrlichen Adelsgeschlechtes und dem Sohne eines der Millionäre der Residenz gefeiert wurde! , Vor dem Windegschen Hause fuhren berens die Wagen an, und drinnen in den festlich erleuchteten Räumen begann es lebendig zu werden. Im Empfangssaale, vom hellsten Kerzenglanze umflossen/ stand die junge Frau am Arme ihres Gatten, so schön, so stolz und so eisig, wie sie eine Stunde zuvor am Altar gestanden hatte, und nahm die. Glückwünsche der sie umdrängenden Gesellschaft entgegen. Ob es wirklich ein Glück war, was sie soeben mit ihrem Ja besiegelt — der düstere Schatten, der noch immer auf der stolzen Stirn ihres Vaters ruhte, gab vielleicht die Antwort^ darauf.
„Nun, Gott sei Dank, jetzt endlich wären wir in Ordnung! Es war aber auch die höchste Zeit, in einer Viertelstunde können sie hier sein. Ich habe die Leute oben auf dem Hügel gen'au instruiert- sobald der Wagen auf der Höh'e sichtbar wird, kracht der erste Böllerschuß "
„Aber, Herr Direktor, Sie sind ja heute ganz Eifer und Aufgeregtheit!"
„Sparen Sie doch Ihre Kräfte für den wichtigen Moment des Empfanges!"
„In Ihrer heutigen Stellung freilich, als Zeremonienmeister und Hofmarschall-!"
„Sparen Sie Ihre Witzeleien, meine Herren!" unterbrach der Direktor ärgerlich die Spöttelnden. „Ich wollte, man hätte einen von Ihnen mit diesem verwünschten Posten beehrt. Ich habe genug daran!"
Das ganze sehr zahlreiche Beamtenpersonal der großen Berkowschen Gruben und Bergwerke war in vollster Gala am Fuße der Terrasse des Wohngebäudes versammelt. Das schloßartige, im modernsten und elegantesten Villenstile erbaute Landhaus mit seiner reichen Fassade, seinen hohen Spiegelfenstern und dem prachtvollen Eingangsportale machte schon an sich einen großartigen Eindruck, der -durch die weiten geschmackvollen Gartenanlagen, welche es von allen Seiten umgaben, noch mehr gehoben wurde, zumal heute, wo alles im Feftgewande erschien. Man hatte augenscheinlich die sämt- liäfen. Treibhäuser entleert, um Treppenflure, Balkons und Terrassen mit dem reichsten Blumenschmucke zu zieren. Die kostbarsten und seltensten Gewächse, die, sonst schwerlich mit der freien Luft in Berührung kamen, entfalteten hier ihre Farbenpracht und ihren Blütenduft. Auf den weiten Rasenplätzen warfen die Fontänen ihren
schimmernden Strahl hoch in die Lüfte, umgeben von dem ganzen sorgfältig gepflegten Schmucke des heimischen Frühlings in seinem ersten Erwachen, und vorn am Eingänge öffnete eine riesige Ehrenpforte, mit Guirlan- den und Fahnen verschwenderisch dekoriert, ihr blumengeschmücktes Tor.
„Ich habe genug daran!" wiederholte der Direktor, indem er in den Kreis der übrigen Herren trat. „Da verlangt Herr Berkow einen möglichst glänzenden Empfang und glaubt alles getan zu haben, wenn er uns einen unbeschränkten Kredit auf die Kasse anweift, mit dem guten Willen der Leute rechnet er nie. Ja, wenn wir noch die Arbeiter von vor zwanzig Jahren hätten! Wenn es da einmal einen freien Tag gab, eine Festlichkeit und abends Tanz, da brauchte man wegen des Bivatrufens nicht in Sorge zu sein, aber jetzt — passive Gleichgültigkeit auf der einen, offene Widersetzlichkeit auf der andern Seite- es fehlte nicht viel, so hätte man der jungen Herrschaft jeden Empfang überhaupt verweigert. Wenn Sie morgen nach der Residenz zurückkehren, Herr Schäffer, so könnte es nicht schaden, wenn Sie bei dem Bericht über unsre Feftlichkett gelegentlich einen Wink fallen ließen über das, was man dort nicht weiß oder nicht wissen will."
,,Jch werde mich hüten!" entgegnete der Ange- redeie trocken. „Haben Sie ßetwa Luft, die Höflichkeit unsres verehrten Chefs auszuhalten, wenn er etwas ihm Mißliebiges erfährt? Ich ziehe in solchem Falle eine möglichst weite Entfernung von seiner Person vor."
Die übrigen Herren lachten- es schien gerade nicht, als erfreute sich dsr abwesende Chef einer besonderen Ehrerbietung in ihrem Kreise.
„Also hat er die vornehme Heirat doch wirklich durchgesetzl!" nahm der Oberingenieur das Wort. „Mühe genug hat er sich darum gegeben, und es ist doch wenigstens ein Ersatz für das Ädelsdiplom, das man ihm bisher immer noch hartnäckig verweigerte, und worauf doch sein ganzes Pichten und Trachten gerichtet ist. Zum mindesten hat er den Triumph, zu sehen, daß der alte Adel keinen Anstoß mehr an seinem Bürgertum nimmt - die Wiudegs verschwägern sich ja mit ihm."
' Herr Schäfftr zuckte die Achseln. „Denen blieb wohl überhaupt keine Wahl mehr! Die derangierten Verhältnisse der Familie sind kein Geheimnis in der Residenz. Ob es dem stolzen Baron derade leicht geworden ist, seine Tochter zu einer solchen Spekulation herzugeben, bezweifle ich- die Windegs gehörten von jeher nicht bloß zur ältesten, sondern auch zur hochmütigsten Aristokratie. Nun, schließlich beugt sich auch das einmal der bitteren Notwendigkeit."
! (Fortsetzung folgt!)
