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In Russland hat der Sozialismus sogar auf der gan­zen Linie gesiegt und dem russischen Volke die langersehnte Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" gebracht. Aber» wir Zeitgenos- fen sehtzn schsudernö, wie eine kleine Anzahl macht- und selbstsüch­tiger Ideologen mit Hilfe einer Schaar hochbezahlter mord- und raubgieriger Söldner das russische Volk in die schlimmste Knecht­schaft gezwungen und unter die härteste Tyrannei, die je dem rus­sischen Volke beschieöen gewesen ist, gebracht hat. Der Anders­denkende und der politische Gegner wird heute von der Partei der Gleichheit, Freihei, und Brüderlichkeit^ in einer sie zufriedenstell­enden Weise durch Auslöschen aus dem Leben beseitigt, und statt Wohlfahrt, Glück und Ordnung herrschen heute im sozialistischen russischen Reiche Anarchie, Verbrechen und eine schwere wirtschaft­liche Krisis. Für die deutsche Arbeiterschaft ergibt sich daraus die Lehre, daß ein gewaltsamer Umsturz des Bestehenden nicht eine neue und bessere Zeit, sondern die Herrschaft gewissenloser Dämagogen und Tyrannen oder hirnverbrannter Ideologen mit sich bringt.

In mancherlei Hinsicht also hat der Krieg offenbart, daß der Sozialismus auf grossen Irrtümern aufgebaut ist. Der Krieg hat der deutschen Arbeiterschaft die Lehre gegeben, dass sie national denken und dass sie mit ihrem Arbeitgeber und der deutschen In­dustrie auf Gedeih und Verderben verbunden ist; denn ihre gemein­samen Interessen sind weitaus schwerwiegender als etwaige Streit­punkte. Eine Schädigung der deutschen Industrie ist eine Schädi­gung der deutschen Arbeiterschaft, das Wohl der deutschen Industrie und des deutschen Volkes ist auch das Wohl der deutschen Arbeiter­schaft. Die Erkenntnis ist naheliegend, dass die deutsche Arbeiter­schaft ihre Standes- und Berufsinteressen nicht international, son- dern national und durch eine friedliche Verständigung mit dem Ar- beitgebertum vertreten muss. Das ist die Grundanschauung der deutschen Werkvereine, sie hat der Krieg in vollem Umfange als richtig erwiesen, soöass wir also nicht umlernen brauchten.

Wohl ist auch in unserem deutschen Vaterlands nicht Alles vollkommen, auch die kapitalistische Wirtschaftsordnung hat Härten und Mängel, die aber zu beseitigen die Aufgabe der Arbeiterorga­nisationen sein soll. Am besten ist dazu die Werkvereinsbewegung in der Lage; sie arbeitet auf dem Boden^er Wirklichkeit und jagt

nicht einem weltfremden und für das deutsche Volk gefährlichen Ziele zu.

Der Redner führte im Anschluss daran noch eingehend aus, dass ein weiterer Ausbau der Werkvereine in gewerkschaftlicher Be­ziehung und ein Ausbau ihrer sozialen Uuterftüyungseinrichtungen notwenöigsei worüber in deram24. ös. Mts.stattfinöenöenVersamm­lung der Vorstände und Vertrauensmänner aller Werkvereine in Frankfurt a. M. und Umgebung referiert werden soll damit die deutsche Merkvereinsbewegung ihrer Aufgabe, zum Wohle der deut­schen Arbeiterschaft zu wirken, voll und ganz genügen könne. Mit der Aufforderung, dass alle Mitglieder unseres Vereins nach Kräf­ten für den weiteren Ausbau der Werkvereinsbewegung und für ihre .weitere Ausbreitung tätig sein mögen, schloss der Redner seine mit stürmischem Beifall aufgenommenen klaren und überzeugenden Ausführungen.

In der nachfolgenden Aussprache, an der sich insbesondere die Kollegen Keppler, Raab, der über seine Erfahrungen als Kom- missivnsmitglied des Ausschuffes für die Verteilung der Zulagen von Lebensmitteln im Kreise Höchst eingehend berichtete, Gernshei- mer, Graap, Litzinger, Geisler und Knöll beteiligten, wurde aus der praktischen Tätigkeit der als Gemeinde-Vertreter und Ausschuss­mitglieder tätigen Kollegen noch vieles und reichliches Material be­züglich der Ernährungsfrage zur Erörterung gebracht. Allseitig wurde betont, dass die- Mitglieder des Werkvereins es wohl voll­auf zu würdigen wissen, dass die Behörden eine Riesen, und fastnicht zu überwältigende Aufgabe zu lösen haben, und dass bei ihnen sicherlich der beste Wille vorhanden ist, die Ernährungsfrage zur Zufriedenheit Aller zu regeln. Aber der beste Wille wird aus dem System, dessen Eltern Sozialismus und Bürokratismus sind, nichts Besseres herausholen können, und voraussichtlich werden die be­kannten Schwierigkeiten solange bestehen, solange nach diesem System das deutsche Volk ernährt wird. Die in den Werkvereinen organisierte Arbeiterschaft ist gewillt, weiter wie bisher treu und pflichtbewusst ihre Pflichten gegen das deutsche Volk und das Vater­land zu erfüllen, aber sie hat die richtige Sehre aus den Erfahrun­gen mit der staatssozialistischen Ernährungswirtschaft gezogen und bedankt sich heute schon im voraus für weitere Kostproben vom Sozialismus.

Zu der Ernährung und der Verteilung der Zulagen inner­halb des Werkes und der Gemeind« wurden verschiedene Wünsche geäußert, di« zu vertreten die massgebenden Kollegen Versprachen. Allseitig anerkannt wurde das Entgegenkommen der Sandwitte in unserem Kreise Höchst, deren Mittschaftsausschuss im Interesse der Rüstungsarbeiter auf die ihnen zustehenden Zusaykatten in den Sommermonaten verzichtet haben.

Besonders eingehend zum Referat des BezirKleiters Geisler sprach Kollege Mahler, der unter lebhaftem Beifall der Versamm- u. a. denSegen" des Sozialismus in Russland kritisch beleuchtete. Kollege Knöll, der aus ötzr Kriegsgefangenschaft aus Frankreich zurückgekehrt ist, hob die dringende Notwendigkeit hervor, bis zum Ende deS Krieges und bis zum endgültigen Siege öurchhalten zu müssen. Erst in der Gefangenschaft, in der namentlich die Franzo­sen unseren Gefangenen eine oft skandalöse Behandlung zu Teil werden lassen, haben viele Deutsche den Wert der Heimat und des Vaterlandes empfunden.

Vom Kollegen Gernsheimer wurde festgestellt, dass die Volksstimme" mit ihrem Angriff auf die Firma, die auf dem Wege der Selbsthilfe Lebensmittel für ihre Arbeiterschaft besorgte, nicht die Interessen der Arbeiterschaft vertreten hat, sondern, wie seinerzeit bei der Merck'schen Fabrik, nur aus blindem Hass gegen die Unternehmer zum Schaden der Arbeiter denunziette. Kollege Litzinger bemerkte dazu noch, dass Manches wohl verdorben sei. Doch erkläre sich dies dadurch, dass bei der mit dem System zusam­menhängenden unvermeidlichen Vvrratspolitik immer Dies oder Jenes unbrauchbar werde. <Uer in der ^Volksstimme" erwähnte Käse sei schon verdorben angeliefett worden.

Vor Schluss der Versammlung wurde noch der lebhafte Wunsch gesichert, in Zukunft recht oft solche Versammlungen mit so anre­genden und lehrreichen Vorträgen zu veranstalten und ferner eine Gesangsabteilung innerhalb des Werkvereins zu gründen. Rach einem begeisternden und zum mannhaften und entschiedenen Eintreten für die moderne deutsche Arbeiterbewegung, die Werkvereinsbewegung anfeuernöen Schlusswort des Bezirksleiters G. schloss der^Vorsiyende die vorzüglich verlaufene Versammlung um 10 Uhr.

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