Pffte 4 — Nr. 88*.
räume einpelaffeu werden, bamit fie nicht im dreien bleiben. Entsprechend dieser Bestimmung werden auch di« Frankfurter Schule« den Kindern geheizte Raume nach Bedarf »ur Bersugung stellen.
Der Physikalische Verein und die Kvh!e>knopp. hrrt. W.aen ManZel an Heizmaterial mutz bis aut weiteres das Gebäude um 4 Uhr nachmittags geschlossen werden, Infolgedessen muffen die Abend- vorl.sung.n und dre wisseuichastliche Sitzuna bis aus nxitereS auafallrn.
Die Srank.nrler S,jia!dem»kratre fegen die Spaltung, ^er Frdtijtirter So«taLem(»ratiiche Bcrein desah'e sich am Dienstag abenü in e»aer au.ideiuchteo Mitakederverjamm ung in der Stadt- hall« um de» belonnten Vorgängen innerhoU» der Partei. Der Parteia-usschus und der Portewor- stand hatten an die einzelnen Wahikreisorgani- Nationen des gesamten Reiches die Aussorderunig ergehen lassen, zu dev Eondrrbestrebungeu der Opposi.iov endsüttia Stellung zu nehmen. Als Grundlage hierfür diente eine Entschü-eßung, Re vom Barteiausschud au die Mitgliedschaften ergangen ist. Darin wird u. a. zum Ausdruck ge- bracht: „Die Scha->fung dieser Somderorßani at-ion und die Zuaohörig'leil zu ihr ist unoereinbor mit der M^glicvschaft ln der Gchamtoariei. Daher ist es nun Aufgabe aller treu zur Partei stehenden Organiialinnen, dem unehr ich-en Doppelspiel aller Parteizeritörer ein Ende zu machen und die durch die Aojprmerung der So»derprgair!jauonen er» faichcr!ichen organisatorffchen Maßnahmen zu er- greisen. (£8 taufe jetzt «Zarche bckanm werden. Di« Genossen und Orgauisalioncn. die sich mit den Beichlüssen der ReichS-Sondertonferenz der op'posilnonellen Gruppen solidarijch erklären, könne» nicht fllcichtzeitig Mktzlieder dr sozio^mokrot4sch«n Partei kein und blöden. Dar eine 'schlicht datz a»l«rv aus." Ja der Versammlung kamen di? Vertreter der Mehrheit und Minderheit -um D'O'te. Dr. Oua rck wirs aus die Uneinigkeit der Opposition unter sich hin und betonte die Gefahr der Zerspl.ri.runa für die Arb.lterjchait: die Folgen deS gegenwärtige» Treibens rr«vdcn sich erst nach dem Kries zeigen. Leute, welche di« Fraktion trenn- teu. zu Beitragssperre. Boykott und Geaenman- datcn aussorderten, hätten nicht di« Absicht, für die Einheit und Gejchcoffenbeit der Partei einzu- treten. Weidner und Möller erklärten, die Parteisireitigleiden muhten aus den'Berui'sorgani, salionen entiernt bleiben. Für die Opposition sprachen L> L t t w a n n und D i fe m a n n. die sich mit besinixrer Schär fr auch gegen Dr. Ouarck wandten. Gros mahnte zur Einigkeit, dann wurde in dieser Parteistreitsrage folgende Resviir» t>cu angenommen:
Beriammlung er! ärt, bah die Gründung und ErpaUunH von SvnderorgaMi.alionen in der Partei, wie sie die Beschlüsse der Minder- bcitsuonscrenz am 7. 1. in Berlin vorgesehen hat, jctvie die Mrtzachtung von ordnungsgemäs gesüßten Mehrhei>.soetchtlli,en unvereinbar sind n.-it den organijatortjchen Grundjätzen der Partei, ohne die eine einheitliche Partciaklion unmöglich ist. Sie tritt deckhatb den letzten B>- iä/>üi>cn Rs ParteiauSschusscs und des Partei- Vorstandes bei und gelobt für deren Durch- führung im Interesse der Einheit der Partei mit allen Kra.'.en tätig zu sein."
Vom ArbeitSpserdewartt. Unter dem herrschen- den Fivst litt der heute auf dem Gelände vor dem Ostbohnhoi abgehallene Pserdemarlt des Landwirt- jchastlichen Vereins sehr wesentlich. Das Geschäft in schweren, mittleren unD leichteren Arbrits»- und Wagenps.rden war bei sehr hohen Preisen in den Vormitlaa-stunden schleppend. Erst um Mittag, als die Preise etwas noch liehen, ward die K-auilnsi reger. Das zum B.rtaus gestellte Pserdematerial war unter Berücksichtigung der Kriegszeit recht gut. Das Angebot von Echiachttieren war «ckwächer. die dafür gezahlten Preise aber gleichsallS hoch.
Steigende Jagbpachtea. Die Verpachtung der Kletn-G.rauer Geiru-indeiagd brachte dem Ge- ineindemckr! ei heb!ich höhere Einnahmen als seit» her. Die Feldjagd wurde für U»78 Mk. -egen t>-d 2)u. in ».r letzten Pachlzeit und di« Waldjagd für 800 M!., sonst 300 M!.. verpachtet. 2m all-
S emeinen erzielen die Jagdverpachturigen erheblich öher« Preise. — eine Folge der Lebensmittelrnapp- .it und d<s KrieaswohlstundeS, der manchen zum Äimrod werden lätzl. der srühcr nie daran dachte, aus die Jagd zu gehen oder gar «ine Jagd zu pachten.
Ehrlose Frauenzimmer. Degen unerlaubten Derkchis mit Franzoi.n hatten sich drei Frauen von Würzdurg. Ke 28 Jahre alte Witwe Margarete S ch r e i n e r. die 2Üiährigc der betratet« ALargarete Unvrr und die 19 Jahre a>lte ledig: Anna R e i - chert, vor dem Würzburger Schöffengericht zu verantworten. Sie hatten Franzosen kennen und — „lieben" gelernt, regen Briefwechsel mit diesen oesührt und einem der Franzosen s§gar mehr- tägigen Aufenthalt i-n der Wohnnng gewährt. Das Urteil lautete aus 10, 8 und 3% Monate Geian-gnis. D.r Gerichtshof führte bei Verkündigung des Ur- teils u. a. aus. dafe hier die ichärssien Strafen ein» sehen müßten: die deutsche Sprache habe keine Worte, um dieses schmachvolle Benehmen zu kenn- zcichnrn. Der Ruf der deutschen Frau werde durch lolches Geboren im Auslande gefährdet, das Gericht Hobe allen Anlaß, ihn zu wahren.
Der Revdver in KiudcShänden. Gestern nach- mittag spielte der lO Jahre vite Svh« eines Schuh- warenhändlers in dem Geschäft seines Vaters ln der Hanauer Lcmdslratze mit einem Revolver. Die Waf.e aing los und traf ein im Laden anwesendes löjadrifes Mädün.« aus der Sonnemannstrabe. cerursochte zum Glück crber nur einen Streifschuß Die Rcitungswache Münzgasse teate einen Notv'r- band an und brachte das Mädchen nach dem Hcilig- geisthospital.
KartosselkchLltzerbot. Der Magistrat von Kassel bat anaeordnct: T-ie Kartoffeln dürfen in den Haushaltungen vor dem Kochen nicht geschalt werden. 5m Wirtschaften und Lpeis.detrieben aller Art dürfen Kartoffeln alS Zugabe zu andern Speisen nur in der Schale gekocht IPellkartofselnI unaeschölr verabreicht werden. Die Abgabe von Kartoffelsalat. Nöstkartoffeln. Pfannkuchen lKar- toffelpusfer) und dergleichen in Wirtschaften ist oer- boten. Zuwiderbondlungen werden mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldslratx bis zu 1500 Mark bestraft. Außerdem behält sich die Stadt vor. bei nochgewiesenen wiederholten Verstößen pcgen diese Verordnung den Haushastungen. Wirt- schasts- und Speise,betrieben aller Art die gesamten Kartvflelvorräte wceder zu entziehen.
Brstandsausnahme d»n Kohlrüben. Zufolge demnächst im Amtsblatt erscheinender Bekanntmachung haben die landwirti-chostlichen und gewerblichen Unternehmer, in deren De-
frankfurter Nachrichten und InteNgenz-Dlatt
trieben Kohlrüben geerntet oder verarbeitet tverden. sowie all«, die Kohlrüben zu Handels- und Erwerbszwecben in Gewahrsam haben, sausen oder v.rkausen, bis längstens zum 12. Februar dem Polizei - Präsidium schriftstch anzuzeigcn. welche Mengen von Kohlrüben iSteckrüben. Wrucken. Erd- kohlrabenl sich am lO. d. Mts. in ihrem Besitz be- fanden. Unterlassung der Meldung zieht Bestrafung nach sich.
Zncker kür Imker ««d Houistteserune. Dt« Nclchs- Auckerftele ln Berlin stellte auch für da- laufende Jadr wiederum .den Imkern Zucker zur Not- be»w. Herbst» slltterung zur Berkügun« und zwar kür iedeS an-gewin- terte Bolk 18 Pfund. «US Gegenlelstuna müssen dle vlenenzüchter tbre Hontgernte an eine von der Regte- r»»a zu bestimmende Stelle, zu einem noch sestznleoen- de» Preis liefern. Durch diese Matznabme wird der Honig für Kranke »nd Genesend«. Kinder und Grelle stckergeftellt und gleichzeitig jeder nnaebörtaen Preis- treiberel von vornherein wirksam voraebengt. Da kedoch der Zucker nur dnrch den .örtlich zuständigen" Imkcrvcrein bezogen werden kann, so bade« blessge vienenzsichteroereine einen Jmker»AuSkchust »ur Regelung det ZnckcrbezngS gebildet, der auch Bestellungen von Nichtvereinsmitgliedern annebmen mnh. Der?luS- schuf, tag« im Hoxl .S t o d t S r i e d b e r g". Grobe Sriedberaerstmhe 8«. '
KüchenadkäSe weiter kämmet»! Der Nationale Üraueiidienst. Abteilung .Berwertuna der Küchen- absälle' bittet die Hausfrauen, in der Lamminna der KticbenabiäNe nicht nachznlasscn und dieselben nach wie vnr strrna gesondert vom Kebrtcht in eigenen Behältern Nr den ftädrtfchen Kllnaeswagen bereit,»stellen. ES fta» fem porrretzmitch die Abfälle der Kohlrüben, welche ein sebr »rrtnolleS Suttcr für die Echweinemast geben.
9H*c «nd Die bentiae Gemüleznkuhr be-
tckränkie sich auf die vom städtischen ?ebenSmttteiamt anaekicserte« Gelten und Wetkien Rüben. Im Nbriaen n-ar Ser Psprkt infolge der Kälte ohne Kukubr. Die viombarber nnd GrieSSetmer Gemüsegärtner waren nicht erkchtenen. Obst ebenfalls ohne Anaebot. An den städtischen BerkaufSstellen werden verkauft: inländisch« Gelbe Rüben »S 4. Weifte Rüben R'/S- »J. Rote Rüben r» 4. Tafcläusel SaS Pfund 60 4, Apselstnen daS Stück 13. 15. 18 und 24 4. •
rriährlgeS DienAindikän«. Am 8. Februar kcieri der städtische Stencr-Insvektvr Adolf SannS die 25jäbrio« Wiederkehr seines Eintritts in die Dienste der Stadt str'anssurt a. M.
Die veziehnnge» adaedrocke«. Nie die Politik aus alle Aeufterunacn unseres Lebens ihren zwingenden Sinlintz übt. so natürlich auch aus den Rennsport. Abbruch der deutich-amerikanischen Beziehungen. daS be» tentet auch: Abbruch der Beiiedunoen der Ställe Oovenbelni zu Reiter A r ch i b a ! b und Hantel »u Reiter Korb. Beide »etter ssnd Amerikaner, und Archsbald bat teils durch seine Reitkunst, teils durch leine Berbtndung mit einem der führenden deutschen Rennställe seit Jahren im Borderarunde der ln Deutsch» fand tätigen BerufSreiter der Flachbahn gestanden, denn er gewann seit 1912 in den einzelnen Jahren 47. 87. 82. 40 nnd 54. znsamlnen also 258 Rennen. Korb, zn Zelten O'ConnorS und der groben Fcsdrkinder Lehrling im Stalle Weinberg, bat eS auf Grund oerkSnitcher Schwäche nicht vermocht, ein« ähnliche Rolle zu kvielen. auch ritt er zumeist in Oesterreick-Nnaarn. doch gebürt auch er zu den besseren Reitern. AIS über die mllttä. rische Altersgrenze hinaus dürfen die Stallmeister T a r a l lWeinl'ergl. MaeCreern iOovenheiml und I. ikrampbell tLindenstaebtl weiter tätta kein. Wie man n'eiter erfährt, ssnd wieder einige englische BerufSreiter aus dem Lager Rn hieben entlassen worben, darunter der edemalS lehr erfolgreiche. ober auch wenig einwandfreie W. Warne, der nach England zurückletren durfte. Die anderen sollen alS Ersatz kür etngezogene Dentsche in Deutsch» land tätig lein, und zwar S a u n d e r » alS Stallmeister des Gestütes Mndlingbovc». S b a t w e k k im Stalle K. Arübkicb. Martin k«i Stallmeister Palmer und D a - vleS im Stalle Balduin als ArbcUSrciter. Ob die drei schließlich 'auch alS Rennreiter auf den Bahnen er» scheinen, steht noch dabin. sedenfallS aber werden wci'e Kretle des BolleS diele Freilassung nicht von Herzen billigen, da daS B«wuftt!ein herrscht, datz AehnltcbeS i« Feindesland nickt gelcheben wird.
Mogelei bei« Kablenwlegen. Der Sohkenrentner dat bestmntltch eine starke Neigung nach unten, eine Eigenschaft, die er mit dem Kartoffekzentncr teilt. Auch der Zentner deS Architekten und Kodlenbändlet» Georg Füibert ln der KüntaSwarterstrafte zeichne»« Nck dnrch eine gewisse AnspruchSlossgkeU auß. Dah daS nicht von ungefähr kam. zeigte sich eines TaaeS. als FSldert sogar im Beisein einer Kundin daS Gewicht zn drücken luchte, indem er beim langsamen Nachfüllen »nr Reauliernna deS Gewichts fchetnbar ohne Absscht die linke Hand auf den §^,ck legte und dabei offenbar reckt kräftig drückte. Fülbert muftte Nachwiegen, nnd die Kundin sagte auS. er babe noch dretmak mit der Schivve nachschvofen müssen, bis der Zentner voll war. DaS Echöffengerlcht hielt versuchten Betrug kür erwiesen und erkannte auf 80 Mark Geldstrafe.
Gewässerte Milch «nd Verteuertes Ob». Die Milch. Händlerin E. Mörschel bat stark gewässerte Voll» mikck von Dörnigheim hierher gebracht. Daft ste selbst die Milch gewässert bat!e. konnte ifir nickt nachgewicken werden, aber ste mnftte der Mikck ankeben. daft sse gewässert n^r. DoS Schössennerickt erkannte aus 100 Mk. Geldstrafe. — Die Obsthändkertn Christine Wilde und der Obstdöndler Emil Obert haben stck mehr Prorente gerechnet. akS ihnen »»kamen. Sie wurden zu ie 50 Mark Geldstrafe vernrteiit
Gl» Bortrag kür Frauen. Heute. Mittwoch, abend 8 Uhr veranstaltet der Äteretn für GelundbeitSoslege in der Römerhalle einen Bortrag de- Herrn R. D i e f • mann-Berlin über den natürlichen vernt der Frau. Erhaltung und Mehrung der BoikSkraft
Kleine Nackrick-ien. Die Sckwlmmkernabende deS Ortsausschusses für Jugendpflege für die männlichen und weibltckien Jugendlichen müssen bis auf weitere- wegen Scklieftung deS Ech,"jmw''«,deS au-sallcn. — Der N ä dl. K n oche n ve r ka u l für Schwerarbeiter iindet mocaen vormittag bei I. De de, rer. Nasscrueg 6. von 6—11 Uhr iNr. 8400 bii 4000) statt. — Wegen KoblenmanaelS kan» die heutige Probe deS L u i b e r k t r a, e n ch o r S nickt itattsinde». Auch nächste Woche wird Ne noch auSkalleu müssen.
Aus der Amgegend.
DaS erst« SriegSmaisenh««» in H,«d«rg. Dle
Stadt Homburg v. d. H. erhielt von Herrn Johann Emil Leonbardt und Frau, dem Mitinhaber der Rerkvnservcngli.,»»Gesellichasl. ein Hau- im Werte von 100 Mi Mark geschenkt «ur Errichtung eine- KricaSwaiieubauser. AiS einzige Bedingung fordern dle Spender, daft da- Waisenhaus interlonfekssonelen Charakter haben muft. Die Stadt nahm da- Geschenk an und fevte Nck wezen Inbetriebnahme mit dem pricgSmiiiisterium ins Benehmen. Bis jetzt bestecht in Deutschland noch kein Kriea-waifentzan-. die Hom» bnrger Stiftung dürste daher für viele Städte vorbildlich sein.
Ridtza. 6. Fetzr. Kommerzienrat C l o o - stiftete für die GrotztzerzogS-JubiläumSspend« 20 000 Mark.
Kriktel. 7. yebr. Bürgermeister Johann Vittig feiert am Donnerstag. 8. Iebruar. kein stlberncS Inbt» läum als OrtSbürgermelster. Bon einer Icier deS Jubiläums nimmt die Gemeinde wegen der Zeit- umstände und auf Wunsch beS verdienten, schon seit längerer Zelt erkrankten ManneS Abstand.
Langendiebach bei Hana«. 6. ftcbr. Gestern nach, mittag wurde der am 14. November v. I». in den »ämvkcn an der Lomme aekallene Dr. vüil. Gustav Edel. Lentnant d. R.. zur letzten Nutze bestattet. — Aus der stiestgen Gemeinde baden bereit- 82 Krieger den Heldentod fürs Baterland erlitten. 10 werdeu ver
min, und t! best «den stck In Geiuugeuichas». — Die hiesige BolkSschule ist wegen Lohleumanget» dt» aus weitere- geschlossen worden.
Bad tu». 5. ftebr. Der Wetftbinder Hermann Eckart au- Marborn bo> dem Gastwirt Auerbach, liier, die Lieferung von Hammelsleilch an. da sein Baier nnd lein Onlei Beützcr von Schafherden leien. Hieraus ging der Gastwirt ein. Eckart setzte stck nun mit den Arbeitern Job. Buch old an- Jossa und Job. Schäker au- S o I m (1 ii ft t r in Verbindung und alle drei holten zur Nachtzeit nach »nd nach vier Schake ans den Herden bei Salmünster und Wächter-bach ücrans. Die Tiere mnrden geschlachtet, das Fleisch wan, derte in die Küche de- Gastwirt-. Die Strafkammer Hanau verurteilte Eckart zu 1 Jabr 8 Monaten. Bnchold zu I Jahr 8 Monaten und Schäker zu 8 Monaten Ge kängnis.
Wiesbaden. 8. Aebr. -In GermerSbeim im Nrkn. iinerintienkloster ist. 75 Jahre alt. die S^rronin «.Dannenberg. eine Schwester de- Grafen v. Wälder» dork gestorben. Dle Beisetzung erfolgt hier.
Bvm Wekterwakd. 5. Fcbr. Eine ganz aemaltiae Kalle herrscht zurzeit aus dem Western-ald. In den letzten stkächien sank da- Thermometer ans 20 Grad nnd in tiefer gelegenen Gegenden sogar aus 27 Grad SelssuS unter Null.
Mannheim. 8. tdebr. ttnerworket begann beute mittag gegen 4 Uhr daS Ei- ans dem Neckar sich in Bewe» gung zu setzen. Durch den ersten Anprull wurde die BooiSverleibonstalt Klein ans dar Ufer gewvrsen und «»m gröftten Tel» zerstört. Ein Teil der BootSballe mit einem wertvollen Motorboot trieb mit dem EiS davon. DaS Wohnschlss konnte mit knavoer Not gerettet werben.
Kassel. 5. Kebr. Die k ä l t c st e 2k a ch t s e i« 18 4 4 war die vergangene mit 24 Grad Kälte, im stznid»,gebiet 25 Grad, in den kälteren Strichen der Umgegend und aut den Hochebenen der ikmnegend. ank dem Habicht», nmlde und anderen Bergcdtvttzen sogar 2fl Mrad. Leider gebt a»ch viel Wild zugrunde. — Jür die Erweiterung de» S l e k t r i z i t ä , S m e r k - bat die Stadt» vervrdnetenverlamminng zwet Millionen Mark bewtl» ligt. NenerdlngS ssnd an daS erst vor einigen Jabren ncuerbante EsektrtzitätSwerk einsge vierzig Orttchak» ten der Umgebung Kassel- angelchlossen worden.
ürmävls -Zeitung.
Fraikfurter Börse.
Frankfurt a. M.. den 7, Februar 1917.
Dia Beobachtung, daß die Neutralen Wilson die Gofolaschaft versagen, führte an einer Refeetiffunir d«, heutigen Freiverkchrs. Auf Rükküufe stelltest sich besonders Montan* paniere höher, z. B. Bochumer, Deutsch* Luxetabursrer. GeUeffi’kJrchcuer. Harpener und viele andere Galtunjreu, Unter den Röstunurs* papieren konnten Deutsche Waffen. Daimler und Benz anzleben. Auch in den Kursen der Schiffahrtsaktien kam die bessere Strömung Zinn Anodruck. Erholt waren ferner Erdöl, Aluminium, Gummi Peter uew. Von chemischen Werten wurden Höchster nnd Griesheim etwas höher genannt. Bankaktien und EUktrowerte blieben an Preis. Die heim lochen Staatsfonds sowie österr.-unpnrische Renten behaupteten reichlich den letzten Stand. Fest Inpren Japaner, Portugiesen und Aoprypter. während Rumünier. Mexikaner und Anatolier nachgaben. Devisen waren unverändort. Privatr diekont 4% pCt
«Teffen Störwn* der Telophonleftrma fst uns der Bericht Ober die heutige Berliner Börse dis Schlufl der Ucdaktlou nicht zuereganeen.
Amtliche Berliner Devisenkurse.
New York.
Holland ...........
Dänemark
S*hw*dea.
Norwsfwj.
Sehwws.
Oeaterrei ch- Ungarn Bulgarien.. ..
8 Februar 552.- 0 55 B
235.75 G 239.25 B 162 50 0 163.- »
171.75 G 172.25 B 1(6.25 G l r 5.75 B 117.", G 118. 1 '« B
64.45 G 64.'5 B 79SOG 80.50 B
7. Februar 552.- 0 584.- B 236 75 « 230 25 B 1(2.50 G 1(3. B 171. SG 172.25 B 165. SG 1(675 B 117.", G US.". B 64.45 G (4.58 B 79.50 G 8080 B
Buken nnd Geldmarkt
* Frankfurter Bankverein, e. G. m. b. H„ Frankfurt a. M. Im verOoescucn .Jahr bat die liauk, die bisher Spar- und Bankverein, e. G. in. b. II.. ßnnierto, eine abermalUe ansehnliche Ausdehn unn za verzeichnen-. Der Umsatz, der schon im Vorjahre um 22,88 Millionen M. gestichen war. hat im verflossenen Jahre eine weitere Erhöhung um 25.6 Mill. M. auf 83.2 Mill. M. erfahren. Dis Mitsrli-edorzahl Ist um 35 auf 542 prestiofren. und die Geechüftepruthaben sind von 377 000 M. anf 497 008 M. angcwachsen. An Zinsen wurden 210 674 (L V, 185 197) M, eiriflrenomraen und an Provisionen 55 093 ( l. V. 39 364) M. verdient. Die Effekten- gewinne sind von 6190 M. auf 21 676 M. neptieeec. Andererseits waren an Zinsen 158 880 (im Vorj. |3I 680) M. zn zahlen. Die Unkosten erforderten 55 2-0 (84 408) M. Der Reiwrewinm stellt sich auf 75 88t (66 781) M„ woraus wieder eine Dividende von 7 pCt. mit 29 43] (25 234) M- verteilt werden soll. Die Rücklagen eriiaUen 36 732 (21 547) M., und zu Tantiemen nnd Gratisskationen werden 9200 (8000) M. verwendet» Nach der Bilanz haben sich die Snnroinlntron und Depositen von 2.10 Mill. M. auf 2.51 Mill. M. erhöht Die Konto korrentk red Horen sind von 1,55 Mill. M. auf 2.16 Mill. M. ß’estioB'cn. Dasrejren waren ip har, Wechseln nnd Wertpapieren 1.34 (0.61) Mill. M. vorhanden nnd in Eomba-’ds 1.64 (0.76) Mill. M.: bei Debitoren standen 1.85 (2.01) Mill. M. aue, Die Reserven erhöhen sieh durch die dissmaHsen Ueberweiennircn)* auf 216 529 M. Die BanljrsbSude erscheinen mit 170 000 ü. V. 147 000) M. in der Bilanz. Wie der Jahresbericht bemerkt entwickeln sich die Geschäfte der Im Ananst er- öffnoten Geschäftsstelle am hiesigen Börsenplatz zufriedenstellend. Die nöchatznbl der Geschäftsanteile eines Mitgliedes wurde auf 10 festgesetzt.
* Berner Handclsbörse. Nach dem ..Bund" hot in Bern eine Anzahl angesehener Kaufleute und Vertreter der Bankwelt die Gründung einer Berner Handslsbfirse br-rhlossen. Diese Haedelsbörse •oll womöglich die bisherigen Berner Börsen (WertT>anier-, Käse-. Getreidebörsen usw.) zu einer Genossenschaft vereinigen, deren Knpilal vorläufig auf mindestens 100 000 Fr. ln Anteilscheinen von 500 Fr. festgesetzt ist.
* Eine mexikanische St amtshark. Anf Grund der Verordnung bezüglich Volldsckung des Notenumlaufs odir wegen ungenügender Sicherheit ließ die mexikanische Regierung die Ostmexikanische Bank, die Bönk von Queretaro und den Banoo Mercantil in Veraeruz in Linu'idetion treten. Ein in Querre Tarn tagender nationaler Kongreß beschloß die Errichtung einer einzigen Staatsbank, mit deren Hilfe die mexikanische FLnanzroorgaui- satlon anzustreben ist.
Eisenbahnen nnd Vorkehrs* Anstalten.
* Zusammenschluß der Leipziger Verkehrs- nnternehinungen. Die Große Leipziger Straßenbahn nnd die Leipziger Elektrische Straßenbahn berufen auf den 24. Februar außsrprdsntlichp Ganeralvsraammlungen ein. um die Versekmelziwv dar beiden Verkehrs- Institute zn einem Unternehmen zn b.e»chließen. Dem Fuaions vor trage xuiolge gebt dos Vermögen
der Leipziger Elektrischen Straßen bahn ohne Liquidation auf die Große Leipziger Straßenbahn über. Als Abfindung erhalten die Aktionäre de« 1 .einziger Elektrischen Straßenbahn für fünf ihrer Aktien ie zwei Aktion der Großen Leipzigs? Straßenbahn und 50 M. h> bar auf jode eingeile-' ferte Aktie sowie die Hälfte der Dividende de« Großen I-einziger Straßenbahn für 1916 anf jede Bczugsaktie. Die Große Leipziger Stra* ß e ni) a h n beantragt Ihrerseits die Erhöhung des Aktienkapitals um 11 auf 23 Mill. M^ ferner den Abschluß eines Vertrages mit der -Stadtgcmcinde I-einzia wegen Ueherlaasnng von von auszugebenden Aktien der GeeellsehsfL sowie Erwerb von Aktien der Leipziger Allgemeinen Kraftomnibns-AkL-Oes.
* Madrider Untergrundbahn. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat dos Projekt einer Unt»r- irrundbsltn genehmigt. Die Bahn soll Madrid mit seinen Vororten verbinden nnd zwei Linien — Nord—Süd und Ost-West — erhalten. Die Kon- Zession wurde anf 90 Jahre ohne Garantien und 'Subventionen erteilt.
* Die Einnahmen der Baltimore and Ohio Company haheq sifeb auch im Geschäftsjahr 1916 17 bisher befriedigend entwickelt Einen Höhepunkt holten die Oktober-Elrwwhmen mit 10.66 Mill. Doll, brutto gebracht solidem haben sie sich In den einzelnen Monaten etwas ermäßigt und zwar werden die Bruttoeinnahmen für Dezember 1916 mit 9.Ü1 Mill. Doll, gegen 9.16 Mill. Doli, im Dezember 1915 8Nagewiesen. Betrachtet man die Bruttoeinnahmen in den ersten beiden Onnrtnlen des Inu- fenden Geschilftsjahrs. so sicht man. daß rlb^e die der vo^nngegangenen Jrhre übertreffen, ln der Zeit vom .lull bis ßeptemher 1916 «t^lten h nämlich die Bruttoeinnahmen anf 31.22 Mi'l. P<«h. gegen 27.64 Mill. Doll, im .Tahre vorher und 2557 Mill. Doll. In der entsprechenden Zeit dos .Inh-es 1914. km zweiten Ouartal des laufenden ncac^ärt«- jabres waren die B-uftoeinpabmcn auf 29,54 Mi’i. Doli, gegenüber 2839 Mill. Doll, im zweiten Oimr- tal des Gesehüftojabrs 191.V16 und 2151 1'-''
irr» zweiten QiMirfa) dos Geschüftsjehres 1914vl5 ga» stiegen. Ancb die Nettminnnbmen weisen ilu‘,e Entwicklung anf. doch sind die im zweiten Quartal dos Geschäftsjahres 1916 / 17 vorzoi ebne ten mit 8,41 Mill. Doll, gegen die im voranresran«■('•n<'« Geschäftsjahre von 8.54 Mill. Doll, etwas znrfiekge- büeben. Alle« ln allem kann onn den mach annehmen, daß die EisenbahngeseMscimft im laufenden Geschäftsjahre unter ähnlich günstigen Bedingungen arbeitet wie Im Oeechürtajahre i-15'16. das eine Erhöhung des RcinertrfiguiMes von 10.7 auf 13.6 Mill. Do]L gebracht hatte.
Industrie and HandeL
* Dresdner Gasmotoren-Fabrlk vorm. Bforftz Hille lu Dresden. Die Gesellschaft ist, wie uns aus Dresden geschrieben wird. Ln dem Rechnungsjahr 1916 zufriedenstellend beschäftigt gewesen. Ueber das Erträguis lassen eich im Augenblick genaue Angaben noch nicht machen. Soweit ei» (leberblick möglich ist. läßt sich jedoch schon mit» teilen, daß die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung, die in den beiden loteten Jahren mit Rücksicht auf die Aualandsforda- rnngeo unterbrochen werden mußte, nicht ausge- KchJoseon erscheint. Die letzte Dividende wurd« für 1913 in Flöhe von 8 pCt ausgeschültet. nachdem sie von 1905 bis 1912 je 11 i>Ct. betragen hatte.
* Zollgrenze zwischen Ober-Ost und Warschau aaffeboben. Laut amtlicher Bekanntgabe ist die Zollgrenze zwischen dem Gebiete Ober-Ost nnd dem Generalgouvernement Warschau aufgehoben.
* Flensburger Dampfsclilffsbrts-GesoUschart von (881. Die Dividende für Mi( wird mit 10 i>Ut. gegen $ L V. vorgetschhigen.
Fach-Literatur.
* Die rnmlnUcbe Volkswirtschaft. Sin Handbneh« herauagegeben im Auf trüge der Militärverwaltung in ltumäuieu. UU bei tan in Ualbleineubaud. Preis 1-10 Mark. (Verlag der Germania, Akt-Ges. für Verlag und Drueküici, Berlin C 3. In rascheiu Slegoalaufa haben die Heere der Zentralmächte die relcbsteu und frucbtbarsteu l^mdstricbe Uuuiäuiens erobert; tüuC ßiebcntel des Landes sind in unserer Hatul. Oer lieichtuiu des Landes soll unsereu Bedürfniseeu dienstbar gemacht «veden. Zu diesem ?.wecUb u.ud man sieb vorerst über die wirtschaftlich« Leistungsfähigkeit alnr werden. Ille Militärverwaltung io Uuiuäniea läßt zurzeit fesstellen, was wir aut Rumänien erwarten können. l)lo vorliegende Schrift ist vornehmlich da/,» bestimmt, alle diejenigen, die im Lande arbeiten sollen, kurz iu die Volkswirtschaft einzuführeu. Sie behandelt in kuanpsr, alter Übersicht lieber Weise die eiuschläffi- gen voikavrirtscbaftHpheu Fragen. Der erste Teil der Ausgabe ist der Landeskunde gewidmet, gibt Auf- ach hi U über Verfassung. Verwaltung, Finanzen, Eisenbahnen. geht kurz auf (loiiau Schiffahrt und Wege- verbkltnisse ein. Im zweiten Teil wird eine Erläuterung Uber Landwirtschaft. Fischerei und Viehzucht
f egeben, l)i» erster« bildet bekanntlich eine der lauptonellen des rumänischen Reichtums. Der dritte Abschnitt behandelt die ruui&nieche Industrie; dem vorwiegend landwirtschaftlichen Charakter der rumä- nisrhen Volkswirtschaft entsprechend, tritt die Grupp« der landwirtschaftlichen Industrien besonders her rer, da sie für uns ja auch nur hauntsiiehlich in Betracht kommen werden. Das viertel Kapitel bilden Forstwirtschaft und Bergbau: beide sind iu Uumftnien verhftii- niamißig wenig entwickelt, es ist daher darüber nicht viel zu sagen gewesen. I>aa gr&Bte Intei-tMsi» wird ohne Zweifel der fünfte Abschnitt iu Anspruch nehmet», da er über Ausfuhrgüter handelt. Alle Artikel, di« für unsere Kriegswirtschaft In Betracht kommen i*n4 deren Ausfuhr aus Ruinfiuicn wahrscheinlich ist, wer» den darin aufgefiihrt. Hie Gliederung in Nahrung* und P'tillennillei. Petroleum und Mineralftle, Kob. Stoffe, Bolz und Nebenerzeugnisse macht die Ertfiut»- rnngon sehr übersichtlich. Einen besonderen Wert verleiht der Arbeit das bcigogcbctie statistische Material. Für die (Jebersieh! der Eisenbahnlinien ist dem lUirlilvI» «ine vorzüglich« Elsenbahnkarts belgegcbea.
Cbcfrcbftf<cur: Dt. E. MSyold. Verantwortlich: ktir Politik und den ailgemkinen ieilr Mtlli. I r ö l t ck: für Lokale- ». Provinz: H. Tb. W kt st; kür Äeutklelon: t. P. H. Tb. Wüst: für den Handels«
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W. Faller, Zlg.-iiandlg., Sand weg 8
F.Hana de GiorjH, Papierwaren- u. Bucuhandlg^ Grdneburgweg 3
JaL Kahn, Paplerwaren- ban»llg„ Römer bery 36
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Leonh.RIeronrums.2lff.- Handljr.Bergeralr. 199 K. Basscrmaan, Zig^ Handlg^Gulleultlr.l 19 Th. MOraehardt. Zif^ HaodJg.. Adalberistr.fi Qeorg Freyeiaen, Zifw Hdlg., ßlisabethenstr.l Karl Groß. Zig.-Bändige Wallslraße 19 Kart Klrsefc, Zlgarren- Handlung, Niederrad, Schwarzwaldsüaße 31
In Offenbacb a. M- Jakob Rihl, Gr. Marktslraße 42.
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