Dormerstaa, 8. Februar M7. ftremffnrfev nnd

Nr. 3Fb - Sekte \

Aus der Stadt.

Anrechnung des Kriegsdienstes für Studierende.

Für Anrechnung des Kr-iegsdienstes auf , die Ausbildungszeit der Studierenden der Medizin, der AahnheiUunde. der Tierheilkunde gilt ein hal­bes Jahr, wenn nicht schon eine Anrechnung von Militärdienst gemäß § 7 der Prüfungsordnung stattgefunden hat. Außerdem kann den Studieren­den der Kriegsdienst bis zur Dauer eines halben Jahres auch auf die für die Zulassung zur ärzt­lichen Prüfung nach vollständig bestandener Vor­prüfung nachzuweisende Studienzeit angerechnet werden. Soweit der Kriegsdienst nicht auf die vor- geschriebene Studienzeit angerechnet, worden ist, kann er aus das vorg>eschriebene praktische Jahr an­gerechnet werden. Den Kandidaten der Pharmazie kann der Kriegsdienst bis zur Dauer eines Jahres auf die gemäß § 35 der Prüfungsordnung für Apo- cheker nach vollständig bestandener Pharmazeutischer Prüfung nachzuweisende zw.isährige praktische Ge­hilfenzeit in Apotheken angerechnet werden.

Das Ergebnis der Obstkern'ammlung

Die im vorigen Jahre eingel-citete Obstkern­sammlung hat trotz mancher Unvollkommenheiten Er­gebnisse gezeigt, die der Beachtung wert erscheinen. Daß sie unserem Oelmangel in entscheidend'r<W..ise abhelfen würde, hat von vornherein wohl niemand angenommen. Doch auch geringere Mengen, die unsere knappen O^lvorräte ausbesserten, müssen als hochwillkommen angesehen weiden. Der Ertrag der Sonnenblumenkerne war sehr mäßig. Auf 77 Ton­nen Aussaat kamen 100 Tonnen Ernte zurück, so daß es fraglich erscheine kann, ob die Mühe der Aussaat sich lohnte. Auch das Ergebnis der Buch­eckernsammlung war dürftig. Der Grund lag wohl darin, daß die Bundesstaaten, die die größten Buchenwälder haben, die Erträge an sich h.rauge- zogen und weiter darin, daß viel? Sammler ihre Vorräte selbst behielten und zu Oel verarbeiteten. Dagegen hatte die Obstkernsammlung sehr gute Er­folge. Sie ergab 120 000 Tonnen O-bstkerne, die

4 - 500 000 Kilogramm Oel lieferten. Der Verbleib Reses Oels, nachdem auch einige Fragen laut ge- worden sind, erklärt sich durch den starken Ver­brauch der Margarinefubriken, an die monatlich ^000 Tonnen abgegeben werden. Die Oelmengcn, die wegen ihres hohen Preises Aufsehen erregten, stammten aus der türkischen Haselnußernte und sind wohl unterdessen automatisch aus dem Verkehr ver­schwunden.

Geh. Stndrenrat Dr. P. Bode 1°. Einen über- aus schmerzlichen Verlust hat. die höhere Lehrerschaft Frankfurts durch den gestern erfolgten Tod, des Geheimen Studienrats Dr. Paul Bode erlitten. Er war einer der tüchtigsten Schulmänner unserer Stadt und stand lange Jahre als Direktor an der Spitze der Adlerflychtschule, seit 1902 war er Direk­tor der Klinger-Oberrealschule. Er gehörte der staatlichen Prüfungskommission an und der Stadt. Schuldeputation, auch leitete er das pädagogische

5- eminar für Lehrer. Der Verstorbene war ein hervorragender Mathematiker und ein Mann von, außergewöhnlicher pädagogischer Bedeutung, ein wahrer Freund der Jugend, die mit großer Liebe an ihm hing und ein Charakter von seltener Lauter­keit und Pflichttreue. Der seelische Kummer über den Verlust zweier Sohne, die den Heldentod fürs Vaterland starben, mag die Widerstandsfähigkeit des Dreiundsechzigsährigen, der längere Zeit leidend war, untergraben haben.. Ms einer der er­folgreichsten Lehrer nutz Schulleiter lebt der Dahin­gegangene in der dankbaren Erinnerung Zeines weiten Schülerkreises fort, die den Tod des gütigen und gerechten ManneS anfs schmerzlichste bedauern.

Die Kohlen frage wird die heute Donnerstag abend stattsindende Stadtverordneten-Versammlung im Anschluß an den Ausschußbericht über die Er­höhung der Gaspreise, sowie die Versorgung der Bevölkerung mit Kohlen und Koks auf Grund der Anfrage der Stadtverordneten Lion und Genossen, die Z-nterlung von Koks brtr^ beschäftigen. Außer- dem steht auf der Tagesordnung eine Eingabe des Vereins der BerufSfe-uerwehrmäuwer. die Erhöhung der Vergütung für außerordentliche Dienstleistun­gen an dienstfreien Tagen betr.

Kaiser- »ad Bürgersaal geschloffen. Zur Er­sparung von Brennstoffen bleiben Kaiser- mid Bürgersaal vom Donnerstag & Februar ab bis «lf wchtereS geschloffen.

2»«er »och vreanftoff-Ver z en dn a». Denn »an bei einem Gange durch die Straßen einen Blick i» die KehrichtgefLße wirft, so kann man sich überzeugen, daß immer noch große Mengen Kols in de» Kehricht geworfen werden. Wer sich der kleine» Mühe unterzieht, den Koks von den Schlacken zu beseitige», gewinnt biS 50 Prozent deS Brennstoffes wieder. ES konnten viele Hundert

Zentner Brennstoff für Frankfuri^arspart werden und dies will bei der jetzigen Kohkenknappheit schon etwas heißen.

Weinrckordpreise für ganz Deutschland. Bei der W.inversteigerung des Rmchsrats Franz Buhl in Deidesheim ging bei überaus großem Andrang von Interessenten zum Teil aus weiter Ferne — Ber­liner Hotels und Kasinos — unter noch nie dage­wesener Kauflust vonstatten. Es gelangten 73 Num. mern 1915er zum Ausgebot, die. wie bne „V. R." berichtet, einen Gesamtertrag von 913902 Mark erbrachten. Im ganzen gelangten 69 Fuder zur Versteigerung. Für Förster Kirchenstück Auslese Riesling wurde der noch nie dagewesene Preis von 48000 Mark für ein Fuder Wein erZ'ielt. Der niedrigste Preis betrug 6000 Mark. — Es ist merk­würdig. wie sich die Verhältnisse geändert haben. Bei Kriegsausbruch und im ersten Kriegsjahr be­fürchtete man das Schlimmste für den deutschen Weinbau und Weinhendel, inzwischen hat sich das Blättchen aber so gründlich gewendet, daß selbst der Kretzer, von dem meist ganz respektablen Kut cher g^nz zu schweigen, Preise erzielt, die dem deutschen Mittelstand d-en Weingenuß unmög­lich zu machen drohen. Der solide Weinsandel klagt über skindcilösen Kriegswucher, die neuen Zuckerungsbestimmungen gewähren den Produ­zenten unangemessene Kriegsgewänne. Wenn es so weiter geht,, kann ein behördliches Eingreifen gar nicht ausbleiben.

Vrvtschem-V rkäufer. Gestern abend konnte man,an der Friedberger Anlage—Z.il einen jungen Burschen beobachten, der den Passanten, besonders jungen Lauten. Brotscheine das Stück zu 8,0 Pfennig anbot. Bekanntlich sind Brotscheine für die g.^enwärtige Periode bei Einbrüchen in größeren Mengen gestohlen worden. Die Käufer machen sich unter allen Umständen strafbar.

Warnung vor einem Schwindler. In letzter Zeit tritt hier ein Schwindler auf, der sich als Kassierer der hiesigen städtischen Gas- und Wasser­werke ansgibt und Gas- und Wassergeld gegen Onittung abholt. Die gefälschte Quittung lautet auf die städt. Gas- und Wasserwerke bier und trägt eine Wechselstempelmarke sowie einen Stempel aus Buchstaben Lt. W. u. E. W. Der Schwindler ist etwa 30 Jahre alt, mittelgroß, schlank, volles Ge­sicht. Geschädigte wollen sich bei der Kriminal­polizei. Zimmer 403. melden.

Mißbrauchte Wohltätigkeit. Der Postkartenver­kauf zugunsten der Sanitätshunde-Bewegung und ein nicht minder rege betriebener Verschleiß von Postkarten der Kriegs-Wohlfahrtspflege beschäftigte am Freitag das Straßburger Schöffengericht. Zwei unternehmende Lljähräge Freiburgerinnen waren im November 1915 im Auftrag eines Heidelberger Kaufmanns nach Straßburg gereist, wie wir in der „Straßb. Post" lesen, um im Vertrauen auf die Gutmütigkeit und den Opfersinn dortliger Bürger und Militärs einen Kartenverkauf ins Werk zu setzen. Zu diesem Zweck bezogen sie von Heidelberg nach und nach 120 000 Stück Postkarten für 8163 Mark, die für 12 000 .Mark avgesetzt wurden und einen Reingewinn von 3840 Mark abwarsen — däe Angeklagten, die viele deutsche Städte in gleicher Weise heimgesucht haben, behaupten allerdings, daß der Umsatz nicht ganz so hoch gewesen sei. Es gelang den bcädcn Fräuleins mühelos, Damen der besten Gesellschaft zu finden, die aufopferungsvoll die Postkarten, im besten Glauben natürlich, an öffent­lichen Orten und im Bekanntenkreise abhusetzen wußten. Als später die Helferinnen «ihre Mitarbeit einstellten, suchten die Angeklagten durch Zeitungs» anzeigen andere Hilfstätige, die gegen 10 Prozent der erlösten Summe den Verkauf besorgten. Vier dieser zum Teil mlit falschen Ausweiskarten von den Angeklagten ausgestatteten Verkäuferinnen sind wegen Unterschlagung bereits verurteilt worden, weil sie freiwillige Spenden in die eigene Tasche gesteckt hatten. lDiie Verurteilung erfolgte kürzlich in Wiesbaden und in den «Jrkft. Nachr." wurde darüber,berichtet.) ' Ein gleicher Vorwurf wird auch gegen die beiden Hauptunternehmerinnen erhoben, da die ihnen übergebenen und än Listen einge­tragenen freiwilligen Gaben nicht dem beabsichtigten Zweck zugeführt worden sind. Sie reden sich nun dahin heraus, daß sie die Gelder zwar erhalten, dafür aber gewissen Lazaretten uwberechnet Karten überlassen hätten. Wie groß däe Summe ist. läßt sich nicht mehr feststellen, und so kam das Gericht zu einer Freisprechung bezüglich der Unterschla­gungen. verurteilte sie aber wegen Verstoßes gegen die Bekanntmachung über die Regelung der Kriegs- Wohlfahrtspflege vom 22. Juli 1915, da sie ohne die erforderliche Erlaubnis eine öffentliche Samm­lung veranstaltet hatten, du je 200 Mark Geldstrafe bezw. Gefängnis.

Eine weibliche Ausgabe des Hauptmanns von

Köpenick. Von der Kriminalpolizei wurde die Kaufmannsehefrau Emma Spindler aus Hallneukirchen festgenommen, die unter dem Namen »Frau E. Arz von Strausenberg, k. und k. Ober­arzt" hier und in anderen Städten Betrügereien verübte. Sie trug die Uniform eines Oberarztes

der österreichischen Armee mit 3 Ordensbändern und sührte gefälschte, von ihr selbst angefertigte Legitimationspapiere bei sich. Sachdienliche Mit­teilungen. insbesondere von Geschädigten, erbittet die Kriminalpolizei. Daß man die Schwindlerin in Uniform erst eine zeitlang hörumlaufen und aller­hand Betrügereien verüben ließ, ist , eigentlich kaum zu glauben. Noch verwunderlicher ist es. daß die zahlreichen Militärpersonen, die ihr täalich be­gegneten. nicht mißtrauisch wurden. Dabei wird uns von Leuten, die sie öfters sahen, berichtet, daß die Person einen Eindruck machte, der im schärfsten Widerspruch znm Ernst der Zeit stand.

Kriegöanözeichnnngen Das Eiserne Kren» zweite, Klnste erhielten: Mnsk. E m i l V i o l e t. Ins -Ncgt. 14V Gefreit. :li i dt fl r 5 Auerbach. Feldct. - Neat. 111, Lolin -cS InstizratS Dr. Th. Aiterbach: MnSk. H. F ö!» l e r. Inst - 2>'egt. 8i: (?rf.*5Rcf. Clio M n n n e ck e.

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SLerbefäkle.

flnSzna anS den bieffgen Standesblicker«.

1. Febr. Simon. Karl Angnft Traiwott. Kanfm..

aelchleden. 48 Jahre. Gr. Friedl'eroe''strahe 18 8 . D r e n . Plilinoine Esssabelh. aeb. Nrschard. ohne Berick. Witive. 68 Jahre. Bralimsstrabc 3 5. Forschner. ael'. Waaner. ohne Berus. Witwe.

78 Fahre. Landl'öier 4

8 . H 0 s s m a n n . Johann -llerander. Göterboben- arbeiter. oerli.. 82 Jahre. Haienstrafte 41

6. M i ck' e l. Emil Frih. Kriwinalkchutzmann. vcrh..

48 Jahre. KöniasmarterNrabe 26 v. Kämmerer, Falah. städt. Ban,sc>bnnasbeamter a. D.. Witwer. 88 I.. Ni'pnrechtst«'as'e 8 6. Wolf. Hern-lann Grnst. 14 Tage. Hösderssnstr. 4 6. Momheroer. Konrad. Priv., Witwer. 82 I..

Fcldstrahe 78 ^ _ _

6. Frank. Heinrich. Kaufm.. verh.. 61 I.. Vkirger- strafte 20

6. B l n m e n t h a l, Hannchen. aeb. Hirichfcld. Priv..

Witwe. 75 Igöre. Wölilerstrafte 14 6. G 0 n b e r. Nichard. Prinatdozent, Dr. vdil.. vcrh.. 88 Ianre, Nnteriindan 58

6. Sck, walbach. Servaz. Ausläufer, verh.. 54 3- Eschenbachstrake 14

6. B a e r. Heinrich. 6 Fahre, Glchenbachsti-afte 14 6. Enler, Wilhelm. Heiner, verh.. 49 Jahre. Mvr- selber kandstrafte 124/126

8. KleinhanS. Gustav Christian. Priv., Witwer. 66 Jahre. Eschenbachstrafte 14

6. S ch l u n d . Geora. Invalide, verb^ 40 Jahre.

Clchenl^ichstraste 14

7. Kiiffner. Friedrich Wilhelm Michael. 8 Jahre,

stioilintstrafte 64

7. O r t e l l i, Franziska, aeb. Kröber. ohne Beruf.

Witwe. 72 Jabre, Gabelsberaerstrafte 11 7. W i l b e k m . Anna Katharina, aeb. Paar, verh.. 77 Jabre. Saalaaste 8

7. Schweizer. Karl Christof. Pfründner. Witwer.

79 Jahre. Richard Waanerstrafte 1>

7. P h i l i v v i. Tberesta. Verkäuferin, ledig. 23 Jabre. BrabmSftrafte 3

7. A l b e r t. Franz Josef Kaspar. 1 I.. Eschenbuch, strafte 14

7. G n ft m a n n . Peter. Glasermeister, verh^ 84 I» bschenbachstrafte 14

7. F l a ch . Franz. Bleichgärtner. 74 I.. Gerbermühl» straft« 73

I» Kampfe für Vas Vaterland gefallen:

18. Aug. 1916. Koch. Wilhelm Sebastian. Obsthänd­ler. Gefreiter, ledig, 20 I.. letzte Wohnung Vörne- stratze 23

23. S ch i e l e r . Georg Anton. Gefreiter, Mechaniker.

ledig. 22 I.. lebte Wobnnng Wiesenstraße 8 28. K e l s ch e n b a ch . Wilhelm Georg. Landst.-Nekr., . Metzaer, ledig. 20 I., le 'te Wolmuna Oederwcg 84 17. Okt. Rn dies. Karl August. Ldstm.. Schmied.

ledig. 86 I.. letzte Wobnnng Berocrstrafte 67 20. Sevt. Schäfer. Wilbclm Philino. Musketier. Kaufm». 18 I.. lebte Woünuno Nöderberawea 17

7. Dez.,, Neu te r, Johann Angust. Musketier.

Bäcker, verb.. 26 I.. left'e Wobnnng Banmweg 64

8. J>an. 1917. G öbel. Georg Emil. Landst.-Rekr..

Kanfm.. verh.. 85 I.. letzte Wohnung Lnikenstr. 88

VMeimngs-Usdsrsiobl vom 7 ksbrnsr.

Stationen

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Kopenhagen

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0

Breslau ...

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0

Stockholm..

klar

-15

0

Dresden...

bedeckt

- 16

0

Budapest...

Frankfur M.

klar

-9

0

Krakau....

baitor

-14

0

Hamburg..

Hebel

-6

0

Umberg...

Karisroitt..

klar

-«

0

Prag.

•olkig

-17

0

Metz.

-5; o

Triest.

b. deckt

4

4

Hindun...

bedeckt

—6

0

Wien.

heiler

-9

2

Ifeufabrw..

wolkig

- 3

2

Ostende ...

—

-

Vursussaxs kür Voonerstap: No ist trooksn, beiter, k'rost.

Telegramme.

• Berlin, 7. Febr. (Priv. Tel.) An der Börse er« hente das Gesamtbild völlig verändert, wenn man noch den Wochen beginn im Gedächtnis hat. Die man­gelnde Neigung der europäischen Neutralen sich in ge­fährliche Abenteuer, zu stürzen, hat begreiflicherweise sehr befriedigt. Wer Veranlassung genommen hat, die verschiedenen Noten des amerikanischen Präsidenten und ihre Erfolge miteinander zu vergleichen, könnte ein nicht sehr schmeichelhaftes Urteil über seine Di­plomatie fallen. Die Stimmuug war im ganzen recht zuversichtlich und die Rückkäufe der Spekulation setz­ten sich mit Nachdruck fort. Bei, der Eröffnung ka­men hier und da leichte Abscbwächungen, aber dann konnte eine Befestigung für die ganze Dauer einsetzen. Die Kursbesserungen in den meist gehandelten Papie­ren waren recht merklich und von den letzten Ein­bußen wurde der größte Teil wieder eingeholt.

• Berlin, 7. Febr. Der scharfe Frost bat etwas nachgelassen; trotzdem machten sich im heutigen Prodnktenverkehr noch keinerlei Anzeichen einer Belebung des Geschäfts bemerkbar. Man hofft aber, daß hei weiterem Fortsehreiten der Erwärmung die Rübenmieten bald geöffnet werden können, so daß dann etwas mehr Ware dem Handel zur Verfügung steht. Am Saatenniarkt war Seradella wieder reich­lich angehoten. Das Dreschen in Kleesaaten macht Fortschritte, namentlich von Weißklee und das Ange­bot dürfte wohl bald größer werden. — Am Früh­en arkt im Warenhandei ermittelte Preise: Runkelrüben 2.05 M. loeo. Pferdemöhren 4.50 M„ ITaidekraut 1.50 bis 2.10 M.. Rnnkelrühensnmen 00 M.. Seradella 44—40 M., alles per 50 Kilo. Wiesenhen 0-10 M„ Kleeheii 10.50 bis 12 M., Timoteeheu 10.50—11.75 M.. auch für 50 Kilo frei Hans.

• Petersburg, 6. Febr. Die Petersburger Fonds­börse, die seit dem der Kriegserklärung vorangehen­den Tage geschlossen war, ist heute in Gegenwart de, Finanzministers Bark wieder eröffnet worden. Morgen beginnt die amtliche Kursnotierung.

New Yorker Fondsbörse.

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92 75 1 7.37 117 37 134 75 49 5 415.— 6 .— 67. -

4.7250 4.7225 5.8450 5.8475 4.7650 4.7645

Industrie and Handel

• Frankfurter Hypotheken-Kredit-Vereln. Frank­furt a. M. Im Anzeigetei] werden die Nummern der am 25. Januar gezogenen Pfandbriefe ver­öffentlicht. Die Rückzahlung erfolgt vom 1. April 1917 bezw. 1. Juli 1917 znm Nennwert. Die Bank ist bereit, die gezogenen Stücke gegen ihre 4proz. Hypothekcn-Pfaudbriefe zum jeweilig festgesetz­ten Kura uinzutauschen.

• Bank für Handel und Industrie (Darmstädtcr Bank) in Berlin. Die Abschlnßsitziing des Insti­tutes ist, wie uns berichtet wird, für den 17. Mä-a in Aussicht genommen. Die Dividende, di« im Vorjahr von 4 auf 5 nCt. erhöht werden konnte, wird möglicherweise eine weitere Steigerung er­fahren. Für das letzte volle Frieden.sjahr 1913 schüttete das Untenmehmen ebenso wie in den vier vorangegangenen Jahren 6VJ oCt. Dividende aus.

• Aussig-Teplltzer Eisenbahn. Wiener Meldun­gen zufolge, wird die Gesellschaft für 1916 eine Dividende von etwas über 40 Kr. verteilen gegen 55 Kr. i. V.

• Phönix, Aktiengesellschaft fflr Bergbau und 11 Nt» tenhetrleb. Im ersten Halbjahr de« laufenden Geschäftsjahres erzielte die Gesellschaft bedeutend« Gewinne, so daß die Aktionäre, wenn nicht unvorher- gesehene Ereignisse ira zweiten Halbjahr eintreteo, wieder auf ein sehr günstiges Jahresergehnis rechnen können. Die Verwaltung hält sich für verpflichtet, in diesem Jahre angesichts der potilischen nnd wirt­schaftlichen Verhältnisse von der üblichen Veröffent­lichung der Gewinnziffern des ersten Halbjahres ab- znsehen.

Cliefredaftettr: Dr. E. M ä tz 0 l d. Verantwortlich: für Politik nnd den ailgeineinen Teil: Willi. Frölich: kür Lokales n. Provinz: H. Th. W ii ft: für Feuilleton: i. V. S. Th. W ii st : kür den Handels- teil: Chr. H e 0 e: kür die Inlerate: i. V. Carl C l a n e r. Druck und Verlag: I. G. Holtzwaris Nacks. (8. m. h. H. Sämtlich in Franfsnri a M

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mach« wtr hierdurch/di« traurige Mitteilung, dass na» lieber Kamerad

Herr Wilhelm Wagner

6. Februar lftT raarsto rbeM Ist,

Dte fteueibeBtathmg findet in der Stille statt

Der Ausschuss.

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Freunden, Verwsvdien und Bekannten bisr- m!t dis trsuri^s Mitteilung, daß unsere geliebte gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

nach langem schweren Leiden sanft entschlafen ist

Sie ileftranrnden Hlnteritllebenen.

Frankfurt a. M., den 7. Februar 1917.

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Die Beerdigung findet Freitag, den 9. Februar, 10V ? ühr vom neuen Portale des Haupifriedhotes aus statt.

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