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Monkaff, 15. Jutti 1914

.liegen. Wenn man bedenkt, wie ungeheuer groß die Anzahl der zu Patent oder Gebrauchsmuster angeiuekdetenErfiudun- l«en" ist, die man nur als reinen Unsinn bezeichnen krann, bann kann man sich ein Bild machen, wie ungeheuerlich die Zahl derErfindungen" sein wird, die bei der vorgeschlage­nen Kommission einginge. Trotz alledem halte rch ein segens- .-reiches Wirken einerErfindungsprüskommission" für möglich, deren Organisation freilich den genannten Umständen beson­ders Rechnung tragen müßte. Es kann auf diesem Wege gegen 'alle jenen zahllosenVerwertungsinstitutionen", die eben an der Grenze der gerichtlichen Belangbarkeit stehen, erfolgreich vorgegangen werden durch einfache dringende, begründete Ver­warnung und durch kostenlose Prüfung eventuell an den Er­finder gelangender diesbezüglicher Angebote. Auch empfiehlt sich die Herausgabe von Flugblättern aufklärenden Inhaltes." i Recht beachtenswert scheint uns auch das zu sein, was eine .Paten t-G e s e l l s ch a s t" über die Prüfung der wirtschast- ; lichen Güte von Erfindungen sagt:Es ist vielfach an sich Aschwer, eine Erfindung, zumal eine solche, der erst die nötige swi rts ch aftli ch e Reif e gegeben werden muß, von vorn- ! herein abzuschätzen, um überhaupt die Tragweite richtig be- ' urteilen zu können. Die Geschichte der Erfindungen beweist ' nur zur Genüge, daß gute Ideen anfänglich oft völlig verkannt 1 wurden. Dann ist eine qeosfenbarte Erfindung nur zu sehr ; geeignet, dem ureigenen Schaffensgebiet des Erfinders entrückt zu werden; es entstehen leicht Zweigerfindungen und Anrechte Dritter, besonders dann, wenn eitle Art Konsortium gemein- 'sam arbeitet. Das dürfte ein Grund sein, weshalb mancher > Erfinder selbst ganz objektiv und uneigennützig arbeitenden 'Instituten, wozu die Anregung gegeben wurde, Mißtrauen entgegenbringt. Indessen hat so manche Einrichtung, welcher 'anfänglich gewisse Schwierigkeiten im Wege standen, sich nach­her desto besser Bahn gebrochen. Jedenfalls könnte die Unter- stützungsftelle sich zunächst dadurch außerordentlich nützlich 'machen, daß sie Erfindungen, welche vorläufig einen gewissen Schutz erlangt haben, auf ihre wirtschaftliche Güte hin prüft und dem Erfinder den wirklich u rl e i g e n - rrützigen Rat hinsichtlich der wirtschaftlichell Tragweite und Verwertung seiner Sache gibt, die ihm heute im allge- meinen noch mangelt. ES lassen sich hier leicht durch Nachfor- schungen, Zusammenarbeiten und Verbindungen gewisse Er-

Mittelungen anstellen,'die ein Urteil zeitigen können. Ferner kann auch gleichzeitig den E r s i n d u n g s v e r w e r t e r n durch gewisse Rentabilitätsnachweise und Gutachten ein Dienst erwiesen und das Zustandekommet: eines Geschäfts mit dem Erfinder erleichtert werden."

Ueber die Wirksamkeit der vorgeschlagenen Kommission äußert sich Herr Rechtspraktikant M. Pereles, München: Die Komulission würde für Erfindungen, deren Güte sie anerkennt, wohl meistens eine Barunterstützung bewilligen und teilweise private Unternehmer zur Finanzierung zu ver­anlassen suchen. Zur Ausführung auf eigene Rechnung oder zur Mitbeteiligung würde sie wegen der Beschränktheit ihrer Mittel und auch deshalb nur selten sich entschließen, weil mit Geldern der Gesamtheit nur ganz geringe Risiken eingegangen werden können. Eine Unterstützung aber wird natürlich nur gewährt, wenn die Erfindung technische und kaufinännische^lus- sichten weckt. Das Patentamt prüft ohnehin schon, ob eine Sache für ein Gewerbe ül-crhaupt zu brauchen sei und bejaht die Frage durch die Verleihung des E>chutzrechtes, so daß die vor­geschlagene Kommission darüber hinaus beurtesten muß, ob eine besondershobeAnwendbarke.it vorliegt. Leuch­tet die Güte einer Erfindung jedermann ein, so ist eine offi­zielle technische Prüfung von geringerer Bedeutung, in der

Masse der Fälle aber schwanken die Urteile, und auch die Aeutzerungen der Kommission sind dann selbstredend höchst subjektiv. Es gibt keinen allgemeinen Grundsatz, der die Gleichheit der Entscheidungen verbürgt oder auch nur wahr­scheinlich macht. Aber auch dem Techniker wirb oft die Sach­kunde fehlen. Je feiner der technische Zweck einer Erfindung ist, um so komplizierter wird sie regelmäßig konstruiert sein, und dann ist bte Beurteilung für den mit den allgemeinen technischen Kenntnissen Ausgerüsteten zu schwierig, es beginnt das Amt der Spezialisten, die mau leider nicht in einer Be­hörde sammeln kann, sondern von Fach zu Fach draußen im Lande sich suchen mutz. Die Kommission aus Lotteric- erträgen und Kollekten zu speisen ist weder ihrem bedeutenden Zweck angemessen, noch auf die Dauer durchzuführeu. Hier dürften die öffentlichen Körperschaften ruhig einmal in die Lasche greifen, es gilt die Volkswirtschaft durch die Verwer­tung guter Neuheiten zu fördern und vor den Schäden der

Beschwindelung der Erfinder minder brauchbarer Dinge end- lich zu retten."

Was in vielen Zuschriften noch an Einzelheiten über die Ausgestaltung der vorgeschlagenen Kommission ausgeführt ist, kann hier nicht weiter interessieren. Es wäre aber wohl Sache der Fachpresse, nun ihrerseits die Anregungen aufzu- nehmen und zu einem greifbaren Resultat zu fördern.

Hlolizen.

= ^Unmittelbar wirkende Stereoskopbitder. j Die Vor­züge des räumlich und plastisch wirkenden Bildes konnten bisher nur in beschränktem Maße ausgenützt werden, da zu ihrer Ver­mittlung ein besonderer Beschauapparafi das Stereo­skop, nötig war. Man hegte daher schon immer den Wunsch nach unmittelbar räumlich wirkenden Bildern und ver­suchte die optischen Bedingungen dafür auf allen möglichen Wegen zu schaffen. Das körperliche Leben kommt so zustande, daß die beiden Augen die Außenwelt von zwei getrennten Punkten aus sehen. Dank dem sogenannten Fusionsvermögen verschmelzen wir in unserem Geiste die zwei verschiedenen An­sichten zu einer Einheit. Der Erfolg dieser Verschmel­zung ist es. der in uns die Empfindung von Räumlichkeit n u S l ö st. Ein Bild, das räumlich wirken soll, muß also auch zwei verschiedene Ansichten desselben Objek­tes in sich vereinigt haben. Der Dozent am physiologischen In­stitut der Universität Zürich, Dr. W. R. He ß hot nun diese prinzipielle Forderung bei den von ihm erfundenenStereo- Photos" dadurch erfüllt, daß der lichtempfindlichen Schicht ein System, m i k r o s k o p i s dj feiner Linsen vorgeschaltet ist, in einer Distanz, die genau der Brennweite der Linsen entspricht. Wenn auf eine solche Platte Lichtstrahlen einfallen, werden diese von jedem Einzellinschen zu einem Punkte gesammelt, der. wegen des gewählten Abstandes, in die lichtempfindliche Schicht zu liegen kommt und dort als solcher zeichnet. Er wird dadurch sicht­bar, aber nicht nach allen Richtungen: denn das Licht macht nun genau den umgekehrten Weg wie bei der Erzeugung des Punktes durch Belichtung; eS tritt nach der Richtung aus den

Linschen, aus welcher es eingefallen war. Was sich bei einem Linschen, als optischem Element, abspiclt, wiederholt sich bei allen andern, mit denen es zu einer zusammenhängenden Fläch« vereinigt ist. Wird das kopierende Licht von dem Austreffen auf die Fläche durch ein photographisches Negativ gesandt, so kopiert dieses infolge der Linsenwirkung in Form von lauter kleinen Punkten (bei Zylinderlinsen, die aus technischen Gründen ge- wählt werden können, in Form von feinen Linien). Jeder der- selbe:: zeigt sich, wie erwähnt, nur in der Richtung des einge­fallenen Lichtes; in dieser aber schließen sie sich in ihrer Gesamt­heit genau so zu einem kontinuierlichen Positivbild zusammen, wie sie durch Zerlegung eines kontinuierlichen Negativbildes ent­standen sind. War es das linke stereoflopische Teilbild und wurde es mit Licht kopiert, das von links einfiel, so bleibt e§ nur für das linke Auge sichtbar. Kopieren wir auf dieselbe Fläche nun auch das rechte Teilbild, so wird eS vom rechten Auge und nur von diesem gesehen. Der Anblick eines solchen Bildes muß des- bald,-wie man sich durch Betrachten solcher Bilder ohne weitere« überzeuaen kann, den Eindruck der Räumlichkeit ge­nau so Hervorrufen, wie wir ihn sonst nur im Stereoflop zu sin- den gewohnt sind. Man hat also stereoflopische Bilder, welche ohne Beschauapparat in vollkommener Welse Raum und Kör­perlichkeit zum Ausdruck bringen.

sDeutsches Platin".j! Im Zweiten Morgenblätt vom 8. Juni 1914 war in der Notiz eures gelegentlichen Mit- arbeiters erwähnt, daß Herr Dr. Hammel in der Gewerken- Versammlung der GewerkschaftSchlägelsberg" dieersten 800 Gramm deutsches Platin vorzeigen konnte". Von unter­richteter Seite wird uns nun mitgeteilt, daß diese Meldung nicht zutrifst. Herr Dr. Hommel hat in der erwähnten Ge- werkenversammlung nicht 600 Gramm Plast in, son­dern nur 0.06 Gramm vorgezeigt; außerdem noch 500 Gramm sogenanntesKonzentrat", in welchem nach der An­gabe von Herrn Dr. Hommel 0.25 Gramm Platin enthalten sein sollen. Jin übrigen möchten wir noch ganz besonders auf die Ausführungen des Handelsteils im Abendblatt vom 10. Juni Hinweisen.

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