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Ire strategischen VechNNsse Albaniens.
Der holländische Leutnant der Feldartillerie I. Door-- m ö ii, früher Offizier der Gendarmerie in Albanien, schreibt im „Nieuwe Courant" vom 31. Dezember mit Hinweis auf die militärischen Pläne der Italiener in Albanien: Eine Offensive in. Albanien von der Küste her ist keine Kleinigkeit, einmal, weil die Bergketten der Küste parallel laufen und andererseits ein Marschieren auf den wenigen, mit Schnee bedeckten, engen Bergpfaden eine große Kolonnenlänge ergibt (1400 Meter für das Bataillon). Feldartillerie kann natürlich nicht mitgeführt werden. Die Serben mußten ihre vierrädrigen Fahrzeuge bei P r i z r e n d und Djakowa zurücklassen, weil hier die Bergpfade beginnen. Mit Gebirgskanonen und Maschinengewehren allein läßt sich nicht allzuviel leisten, zumal da für ein Gebirgsgeschütz mit ausreichender Munition zwanzig Pferde nötig sind und vier Geschütze eine Marschkolonne von 300 Meter beanspruchen. Zur Beschaffung der Fourage auf zehn Tage für eine Gebirgs- batterie gehören hier etwa sechzig Pferde. Um die Trainkolonnen zu verkürzen, legt man setzt allenthalben Verprovian- ticrungslager an, doch braucht mau ein sehr ausgedehntes Trainwesm, da aus dem Land selbst rein gar nichts zu entnehmen ist. Besonders Nord- und Mittelalbanien eignet sich nicht fiir Operationen im großen Stil. -Für die Italiener kommen als Operationsbasen im Norden in Betracht: San Giovanni di Medua und A l e s s i o, beides mangelhafte Häfen, doch kann von da aus S k u t a r i versorgt und dieses als Verpflegungsplatz für Ostalbanien und Montenegro benutzt werden. In Mittelalbanien ist D u r a z z o kein guter Hafen, doch ist der Bergweg nach Tirana gut, geht aber weiterhin in einen Bergpfad über. Valona ist der beste Hafen und von den Italienern noch verbessert worden, die Wege nach dem Jnnenland sind jedoch ungeeignet für Truppentransporte. Nach F i e r y , das von den Italienern anscheinend besetzt ist, führt ein schlammiger Weg, auf dem die Pferde tief einsinken. Von diesen vier Häfen können also keine bedeutenden Truppenmassen nach dem Osten geschafft werden. Anders in Südalbanien. Von Santi Quaranta geht jeine ausgezeichnete, auch für Lastautos fahrbare Straße über Delvino, Episcopi nach Leskovik, Korytsa und M o n a st i r. Auf dieser Straße kann man eine große «Truppenmacht durch Epirus nach Korytsa schaffen und die 'Operationen gegen O ch r i d a und Monastir beginnen, will man Südserbien erobern. Von Santi Quaranta bis Korytsa sind es sechs Tage, von da bis Monastir weitere 17 Stunden. Nachrichten aus London zufolge ist diese Straße schon vor einigen Wochen von französischen und italienischen Offizieren erkundet worden. Allerdings kann sie mit einer verhältnismäßig kleinen Truppenmacht gesperrt werden, wie die Kämpfe des Frühjahrs 1914 beweisen. Aus militärischen Gründen (leichte Zufuhr, kein Schnee, bequeme Verproviantiemng, verkürzte Marschkolonne auf der breiten Straße) ntufcte jedoch ,diese Straße für eine Mion gegen Serbien von Albanien her gewählt werden.
Die Italiener in Albanien.
kr Budapest, 6. .Fan. (Priv.-Tel., zens. Frkft.) Nach einer Bukarester Meldung aus Ententequellen wurden die italienischen Truppen, welche in Valona ausgeschifst wurden, angeblich an die e p i r o t i s ch e Grenze gebracht.
Aus Salonik«
o Lugano, 6. Jan. (Priv.-Tel., zens. Frkft.) Nach einem Telegramm des „Secolo" aus Salonik bleibt König Peter noch wenige Tage in Salonik und sucht dann einen klimatischen Erholungsort auf. Me Reste des Serbenheeres sollen erst später nach durchgeführter Neuordnung nach Salonik gebracht werden.
Der Saloniker „Eorriere"-Korrespondent dementiert seine eigenen bisherigen detaillierten Angaben über Zusammensetzung und Absichten der Deutschen und Bulgaren an der griechischen Grenze und hält eine Offensive ihrerseits füt nicht bevor st ehend.
Der „Temps" gegen Griechenland.
Paris, 5. Jan. (W. T. B. Nichtamtlich.) Der „Temps" schreibt zur Verhaftung der Konsuln in Salonik: „Ihre Persönlichkeiten interessieren die Alliierten wenig. Von dem Augenblick an, wo ihnen ihr Spionagebetrieb unmöglich geinacht war, scheint es kein großer Nachteil zu sein, wenn man die unwillkommenen Gäste ihrem Vaterlande wiedergibt. Wir werden in aller Ruhe die Folgen des Vorkommnisse- abwarten und mit Genugtuung sehen, wie die Alliierten mit dem notwendigen Nachdmck den festen Entschluß bekräftigen, Salonik zu halten und dort alle Maßnahmen zu treffen, die ihre Sicherheit erfordert. Griechenland kann gegen die Anwesenheit der alliierten Truppen, die es selbst rief und die seine besten Wachttmppen bilden, nichts mehr machen. Die Aufgabe Saloniks würde direkt die Folge haben, daß Griechenland in Abhängigkeit von den Mittelmächten und von seinem furchtbaren Machbar» geriete. Griechwland würde sich so endgültig die Mächte entfremden, ohne die es nicht glücklich sein, ja überhaupt nicht leben kann. Die unheilvolle Politik, die es befolgt, würde zu seinem unvermeidlichen Ruin und zu seiner sicheren Zerstückelung führen. Die einzige Aussicht, die für siie Zukunst Griechenlands bleibt, ist die Anwesenheit der
Won der Ostküste der Vereinigten Staaten in das Innere wahrnehmen läßt. Im Jahre 1800, als die erste derartige Statrftik gemacht wurde, lag der Mittelpunkt der Union in Baltimore, jund erst als die Einwanderung sich nach der Beendigung des , Bürgerkrieges im Jahre 1865 und dem Ausbau der Pacificbahn nachhaltiger bemerkbar machte, verlegte sich der Schwerpunkt wer Bevölkerung in der Union immer mehr von der Ostküste ins Innere des Landes. Von Baltimore, wo er 1800 war, hatte er sich im Fahre 1900 bis nahe an Indianapolis im Staate «Indiana fortbewegt und lag im Jahre 1910 in Illinois, .nicht weit vom Mississippi. Damit hat sich aber auch der vo- litische Schwerpunkt der Union von den ursprünglichen puritanischen Altenglandsstaaten am Atlandischen Ozean dank der bedeutenden, hauptsächlich deutschen und irischen Einwanderung 'nach den am Mississippi und seinen Nebenflüssen gelegenen Staaten verlegt, und angesichts dieser Tatsache ist es begreiflich und völlig gerechtfertigt, wenn die Deutschen in den Vereinigten :Staaten ihre Stellung zu wahren entschlossen sind. v. H.
c sDas vergiftete Frankreich.^ Der „Figaro" vom ;29. Dezember bringt eine Z eichnung von Forain. Sie 1 ist nicht besonders originell, dagegen sind aber Ueberschrift ■ und Erläuterung um so interessanter. Das Bild stellt eine kleine Abteilung französischer Soldaten dar, die in einer west- 1 Worts ziehenden Gaswolke stehen Die Ueberschrift lautet: '„Ihre Gifte" und unter dem Bild liest man: „Erst 'Wagner, und dann das Gas". Seit längerer Zeit gilt .die Anerkennung Nietzsches und Wagners in Frankreich als 'Landesverrat. Diese beschränkte Ansicht zum vollen Wahnsinn .auszubauen, blieb dem „Figaro" Vorbehalten!
--- fDer hoffähige „Weibsteufel".)! Aus Braun- .schweig wird uns geschrieben: Der Streit um Schönherrs ' „Weiosteufel", der au verschiedenen Orten zu Aufführungsver- , boten führte, hat auch in unserer Residenz ausgiebig getobt. 'Gleich nach der ersten Aufführung des Dramas auf unserer i Hofbühne wurden Protestkundgebungen erlassen, in denen viel von der angeblichen „Unmoralität" des Werkes die Rede 'war und in denen der Theaterleitung eine scharfe Rüge erteilt wurde. Die erhoffte Wirkung der sittlichen Entrüstung blieb jedoch aus. Der „Weibsteufel" wurde auf dem Spielplan gelassen. Die „Moralisten" gaben jedoch ihre Bemühungen Glicht auf — bis jetzt der Herzog dem Streit der Meinungen in derselben Weise ein Ende machte, wie jüngst dem Kampf um die „Salome". Er erschien nämlich bei der letzten „Wcibsteusel"-Ausführung im Theater und beteiligte sich lebhaft an dem Beifall. E. v. F.
— gelehrten Frauen.^ Im Vorzimmer des Direktors eines tom Staate subventionierten Theaters, so lieft die „Vossische Zeitung" im „L'Oeuvre", sitzen zwei elegante Damen. Sie plaudern und warten, daß die Reihe der Audienzen an sie kommt. Damen, die man als große Sängerinnen f ;i bezeichnen pflegt, d. h. Personen, die auch ihrerseits reichlich '..-.bventioniert sind, und die infolge von einflußreichen Pro- auf Fuße von 100 000 Francs iabrlick leben.
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Abendblatt der IrankfnrLer Jeitrrng
alliierten Truppen in Salonik. Glücklicherweise sind wir imstande, dort den Angriffen Trotz zu bieten, das ist das Weserst- liche. Jede d i p l o m«ti-s ch t A ktion, für welche diese provisorische Besetzung Ursache oder Gelegenheit werden kann, ist ohne Tragweite und ohne Wert im Zusammenspiel der Ereignisse."
„Die Kanaille Europas".
Wien, 5. Jan. (W. T. B. Nichtamtlich.) Obzwar die bereits erfolgten Publikationen einiger Stellen auf den von einem unserer Unterseeboots aufgefangenen Korrespondenzen von Mitgliedern der englischen Gesandtschaft und der britischen Militärmission in Athen genügen dürften, um die Gefühle zu kennzeichnen, die in diesen Kreisen für Griechenland gehegt werden, so soll,doch noch ein Passus nachgetragen werden, det sich in elnetn Briefe eines englischen Offiziers befindet. Derselbe schreibt am 2. Dezember aus Athen an den Oberstleutnant Sir F. im Londoner Kriegsministerium:
„Ich bin wegen eines Angriffes unserer heutigen Feinde nicht besorgt. Was ich befürchte, ist die griechische Verrät e r e i. Wir dürfen nicht vergessen, daß dieses Volk die KanailleEuropasist, daß es nie etwas selbst erworben hat, sondern daß es entweder von den heutigen^. Esitente- mächten beschenkt wurde,, z. B. mit den Jonischen Inseln und mit Kreta, oder daß andere ihm zu Erwerbungen ver- holfen haben, z. B. verdanken die Griechen salonik den Bulgaren und Serben. Es scheint mir, daß auch eine oberflächliche Kenntnis des griechischen Charakters genügt, üm erkennen zu lassen, daß wir Gefahr laufen, von ihnen überfallen zu werden, sobald die Bulgaren und Deutschen an ihrer Grenze stehen."
Aus der Sobranje.
Budapest, 5. Jan. (W. T. B. Nichtamtlich.) „Az Est" meldet aus Sofia: In der Sobranje, wo die Kriegs- krsdite mit allen gegen die Stimmen der Sozialisten bewilligt wurden, erklärte die sozialtstische Partei, daß sie anerkenne, daß die Regierung mit Recht einen außerordentlichen Kredit verlange und die sozialistische Partei sich nur aus prinzipiellen Gründen der Abstimmung enthalte. In derselben Sitzung wurde auch der Bericht über die Grenzberichtigung gegenüber der Türkei genehmigt. Ministerpräsident R a d o s l a w o w hob in warmen Worten die Bedeutung der Vereinbarung mit der Türkei hervor, die nicht bloß die Bedeutung eines vorübergehenden guten Einvernehmens habe, sondern dauernden Charakter trage und auf der rückhaltlosen Loyalität, die die beiden Staaten dauernd miteinander verbinde, beruhe.
Dle russische Flotte im Schwarzen Meer.
h Budapest, 5. Jan. (Priv.-Tel., zens. Frkft.) Nach einer im Dienste der Entente stehenden Bukarester, Depeschenagentur haben russische Schiff? dieser Tage neuerdings das königliche Palais Enxinorgrad bei Warna bombardiert. Ueber das Resultat der Beschießung und die Bewegung der russischen Flotte liegen keine Einzelheiten vor. (Sofioter Meldungen haben gezeigt, worin das letzte „Bombardement von Warna" bestand. Nach den gemachten Erfahrungen ist anzunehmen, daß es sich auch dieses Mal lediglich um einen plumpen Reklameversuch für Rußland handelt. D. Red.)
Die Teuerung in Rußland.
London, 6. Jan. (Priv.-Tel. Jndir», zens. Frkft.) In der „Daily Mail" veröffentlicht Hamilton Fyfe einen interessanten Artikel aus Petersburg, ist dem es heißt: „Die Ziffern, die vor kurzem veröffetttlicht worden sind, zeigen, daß die L e b e n s m i t t e l p r e i s e in Deutschland sich verdoppelt haben, itt Ftallk reich nahezu verdreifacht, in Rußland clbet mehr üss verdreifacht. England ist das meistbegünstigte LaNd, denn dvrt haben sich die Lebensmittelpreise nur in äußerst bescheidenen Grenzen erhöht. Während eines Jahres, vom November 1914 bis November 1915 wuchsen die Lebensmittelpreise dort nur um etwas mehr als ein Drittel. Die Ursachen der außerordentlichen Zunahme der Lebensmittelpreise werden dem Mangel an geeigneten Transportmitteln in Rußland zugeschrieben, die die Lebensmittel von einem Teile des Landes nach dem anderen verbringen könnten. In Rußland werde jetzt für ein Pfund Butter 3 Schilling bezahlt, für eine kleine Birne 7 und 8 Pence und für einen kleinen Apfel nicht weniger als 4 Pence."
(Die von dem englischen Berichterstatter angegebenen Preise gelten natürlich für die russischen Großstädte und wohl auch ftir das flache Land im Norden, denen die Lebensmittelzufuhr aus den sonst ihren Ueberschuß ausführenden Gebieten Mittelrußlands und des Südens infolge der Verkehrsstockung fehlt. D. Red.)
Die Mehlpreise in Oesterreich.
Sä Wien, 6. Jan. (Priv -Tel., zens. Frkft.) Eine sozialdemokratische Abordnung erschien heute beim Minister des Jnnem, Prinzen Hohenlohe, um gegen die Erhöh u n g der Mehlpreise zu protestieren und die Aufhebung dieser Maßregel zü fordern. Der Minister sagte eine genaue Prüfung der vorgebrachten Daten und die Erledigung in einigen Tagen zu. Morgen wird die Abordnung in derselben Angelegenheit beim Ministerpräsidenten vorsprechen. Auch die Obmännerkonferenz des Gemeinderates beschloß die Aufhebung der Mehlpreiserhöhung zu fordern.
Frankreich. _ „
Briand und die Presse.
.V Basel, G. Jan. (Priv.-Tel., zens. Frist.) Dem französischen Ministerpräsidenten Briand ist seit Uebernahme der Regierung wenigstens das eine gelungen, die Pariser Presse zu zähmen; Briand ist selbst ein alter Journalist. Er kennt die Welt der Presse und insbesondere die Situation der Pariser Zeitungen und ihrer Direktoren. Er hat die Zensur, die zur Zeit Biviani in allzuschroffer Weise ihre Macht ausübte, zwar nicht beseitigt, wie er versprochen hatte, aber er Hai ihre Methode geändert, indem er die strenge militärische Handhdbung durch eine sanftere und intimere praktisch, ersetzte. Die Ueberwachung der Presse war früher der politischen Polizei überlassen, die vom Ministerium des Innern abhing, während die zahlreichen unterstützungsbedürftigen Zeitungen der Hauptstadt an den geheimen Fonds aller Ministerien zehrten, sowohl dem des Ministeriums des In-* nerü, wie dem der Ministerien des Aeußern, des Krieges und der Marine. Die Zerstreuung der Mittel erschwerte die Beeinflussung der Presse und Briand hat offenbar den ganzen Dienst dieser Organisation der öffentlichen Meinung zentralisiert, indem er zugleich einige ihm persönlich ergebene Beamte zur Leitung der ganzen Zensur berufen hat. Er hat jedenfalls erreicht, daß die unbotmäßigen Seitensprünge seit rmhreren Wochen selbst in denjenigen Zeitungen unterbleiben, die dem Publikum gegenüber selbst während des Krieges Gewicht darauf legten, durch periodisch wiederkehrende Oppo- sitionsanwändlungen den Glauben an ihre Unabhängigkeit zu erhalteu. Die Zensur hat unter der Hand Briands die prophylaktische Behandlung eingeführt. Sie bringt die Zeitungen zum Schweigen durch freundschaftliche Ratschläge, durch Ueberredung, sogar durch Bitten. Sie greift im Notfall auch zu Verwarnungen und selbst zu Strafen; aber sie wendet diese Zwangsmittel nur als nachträgliche Züchtigung an, wenn ein? Zeitung sich nicht freiwillig den Wünsche»: der Regierung in einer bestimmten Frage unterworfen hatte, tvie vorige Woche das „Oeuvre" des »nit.Briand befreundeten Pawphletisten Gustave T6ry selbst erfahren mußte. Zu den größten Erfolgen des neuen Zähmungsverfahrens gehört jedenfalls auch die Sanftmut C l si m e n c e a u s, der persönlich darauf verzichtet hat, seine Beklemmungen wegen der Saloniker Expedition aus der Senatskommission der auswärtige^ Angelegenheiten in die Oeffentlichkeit seiner Zeitung zu übertragen.
, In der, Behandlung, des sozialistischen Partei- tages hat sich die Zensur aber bereits selbst übertroffen. Sie ist der Versuchung ihrer Erfolge unterlegen und hat sich durchs ihre eigenen Uebertreibuug selbst verraten. Was auf diesem Parteitag hervorgegangen ist, hat niemand aus der Presse erfahre»:. Die Zeitungen durfte»: nur die vorn Parteitage angettöminene lange Tagesordnung veröffentlichen Ünd da diese. Tagesordnung den Sieg der Regierungssozialistei: bedeutete, so hätte im Interesse der Regierung und der voll ihr gepredigten heilige»» Einigkeit überhaupt jede weitete Auseinandersetzung vermieden werden sollen. Nur: legt aber plötzlich gerade die regierungsfreundliche Presse eine überraschende Gesprächigkeit an den Tag. Diese Zeitungen, von: ,-,Te>nps" bis zur„Humanitsi", haben ihrem Publikum seit.Beginn des Krieges erzählt, daß die öffentliche Meinung in Deutschkaud durchaus zerrissen und reif für eine Revolution sei; die persönlichen Kundgebungen des Abgeordneten 2 i e b k n.e ch t erfreuten sich bis vor vierzehn Tagen einer wahrest Vkrhekrlichung, so hoch schätzte man ihre Bedeutung ein. Und jetzt plötzlich bekehren die nämlichen Zeitungen ihr Wiblikuw, haß die Kundgebungen der Minderheit in der deutschen Sozialdemokratie nur erhe»»chelte, von der Regierung anbefohlene Friedenskundgebungen darstellen, auf die Frankreich Nicht hineinfallen dürfe.
Roch aufMltzer ereifert.sich die Pariser Presse über die sogenanntn Frage nach dem endgültigen Schicksal Elsaß- Lothringens. Der sozialistische Parteitag hatte erklärt, daß der Krieg selbstverständlich bis zur Wiedereroberung von Elsaß-Lothringen fortgesetzt werden müsse und darüber hinaus sogar bis zur Vernichtung des „preußischen Militarismus". Der Parteitag hat dazu den rücksichtsvollen Zusatz hinzugefügt, daß in jedem Falle, die Bevölkerung von Elsaß-Lothringen über die künftig? Gestaltung ihres Schicksals befragt werden solle. Dieser Nebensatz, in dem das unschuldige Publikum Nichts anderes erblicken sollte als ein platonisches Prinzipienbekenntnis, hat in der französischen Presse eine un- gemein heftige Polemik vusgelöst. Auf die feierlichen Proteste der nationalistischen Presse einzugehen, verlohnt sich nicht der Mühe. Aber selbst die sozialistischen Zeitungen polemisieren gegen eine bedingungsweise Rückkehr Elsaß-Lothringens. Das Blatt Herväs (vormals „Guerre Sociale", jetzt „La Pictoire") und die „Humanitsi" erinnern daran, daß die Republikaner und die Sozialisten im Jahr 1870 nach dem Sturze des Kaiserreiches es mit Entrüstung ablehnten, auf FriedenSberhalldlungen einzugehen, solange der Feind noch französisches Gebiet besetzt hielt. Diese nachträgliche Polemik in der Presse beweist nur, daß die Zensur des Herrn Briand zwar die Presse, aber noch lange nicht die öffentliche Meinung beherrscht. Man bekämpft eine widrige Strömung nur, wenn sie wirklich besteht und unbequem geworden ist. Wenn die regierungsfreundliche Presse im Anschluß an den sozialistischen Parteitag es für nytig hält, auf die elsaß-lothringische Frage zurückzukominen, so bestätigt sie damit nur das, was man seit Monaten weiß, daß nämlich in Frankreich sich eine von Tag zu Tag, von Mißerfolg zu Mißerfolg stärker werdende Strömung gebildet hat für eine Beendigung des
„Jch^muß noch zur Rue de Fürstenberg," sagt die eine.
„Noch ein Boche-Name," sagt die andere.
„Ja, man hat nur die Straßen umgetauft, wo es allzu auffällig war: die Rue Le Berlin, die Rue d'Nllemagne. Aber den Namen Rue Goethe hat inan beibehalten . .
„Und die Rue Greuze!" erklärt die eine Dame voll patriotischer Entrüstung.
„Und die Rue Berlioz!" ergänzt die andere. —
Man mag diesen Damen noch verzeihen, erklärt „L'Oeuvre", daß sie Greuze für einen Berliner Pedicure halten. Aber Berlioz Len Deutschen zuzurechnen, wenn man selbst einer großen, vom Staate subventionierten Musikbühne angehört ...!
— IMmst iu Darmstadt.f Man schreibt uns: Das K u n st g e w e r L e m u f c u m hat die Wanderausstellung von Plakaten, deren Schöpfer, zu einer Gruppe zusammen« geschloffen, sich „Die Sechs^ nennen, in seinen Räumen nntergebracht. Der Zusammenschluß zur Gruppe hat zunächst den Zweck der Vereinfachung des Geschäftlichen, indem jeder Auftrags von allen Künstlern skizziert, dem Besteller die Wahl läßt. Sodann liegt ihnp natürlich auch innerer tünstlerischL-r Smn zu Grunde. Tatsächlich machte aus der großen europäischen Plakatausstellung in Mannheim vor dem Krieg die Koje der „Sechs" unter den Deutschen den geschlossensten Eindruck. ^Vielleicht ist zu sagen, daß ihr Signum mehr süddeutsch ist,. also in Gehalt. Kultur, Erfindung mehr die allgemeine breite Oualitätsleistung erstrebt als die Arbeiten der auf den Moment stärker eingestellten Berliner Plakatgruppen. In Kleinarbeit und großem Entwurf zeigt die Ausstellung das vielseitige Arbeitsfeld des Münchener Kreises. Die zwei Zwecke des Plakats, aufzufallen und künstlerisch zu sein, linden sich oft beinahe restlos gelöst. Solide Farbkultur, Einfälle, übovraschende Flächenverarbeitung sind nur allgemeine Grundlagen, zu denen die besondere Form der einzelnen erst eigene Stellung nimmt. Eigenartig besonders »virken neben den vielen anderen Feldern der Betätigung die von den „Sechs" für fthr eigenes Unternehmen geschaffenen Reklame- blättor, »vo jeder von ihnen (Preetorius, Ztetara, Moos, Schwarzer, H e u b n e r. G l a ß) in entzückender Parallel-Arbeit den Begriff der „Sechs" teils visionär, teils als Idee, als flächige Aufteilung oder als Groteske zu lösen ' sucht. E.
— fDas goldene Vlies? Cadornas.) Man schreibt uns. Wahrscheinlich von Mitleid übermannt durch die ständigen Klagen des italienischen Generalftabschefs Cadorna über die Unbilden der Witterung in den Kampfgebieten der rhütischen und julischen Alpen, schickte ein lvitziger alter Garibaldiner dem General zu Weihnachten ein warmes Schafsfell. Cadorna, der, wie seine Tagesberichte zeigen, ein mit der Feder getvandter und literarisch gebildeter Mann ist, gewann dem zweideutigen Geschenk seine beste Seite ab, indem er es in seinem Dankbrief, den das „Giornale d'Jtalia", offenbar ohne die leise Ironie des Vorgangs zu verspüren, veröffent- mit dem ^goldeneL Metz" Aafüttö vergleichtz beste»
Gewinnung der Alte durch sein Geschenk gewiß symbolisch habe wünschen »vollen. „Aber zu Zeiten Jasons," so fügt der General hinzu, „gab es noch keine Drahtverhaue, noch andere höllische Vorrichtungen, sodaß man damals schneller vorwärts kam, als heute". — Da es auch dem Helden der Sage nur durch die Zauberkünste Medeens gelang, den goldenen Widder zu gewinnen, so wird rngn sicher gehen, wenn man annimmt, daß auch Cadorna die geheimen Mittel kennt, um die Oesterreicher zu schlagen. So gewiß Jason das goldene Vließ in Kolchis holte, so gewiß »vird Cadorna Triest und Trient erobern! M.
— fHochschttl-Frequenzerr.! An der Technischen Hochschulein S tu t t g a r t sind in diesem Winter 705 Studierende eingeschrieben gegen 682 im Sommer 1916. Davon liehen 503 im Felde gegen 663. Es studieren Architektur 142, Bauingenieurwesen 155, Maschineningenieurwesen 162, Elektrotechnik 64, Chemie 74, Bergbau- und Hüttenwesen 21, Schiffsund Schisssmaschinenbau und sonstige Fächer 87. Als Gäste sind 101 männtiche und 343 »veibliche Hörer zugelassen. Die Vorlesuugei: »verden demnach von insgesamt 546 Personen besucht. — Der Besuch der Technischen Hochschule in Münche n beläuft sich auf 1275 gegegn 1266 im letzten Sommer. Davon stehen 975 im Heeresdienst gegen 857. Frauen sind es 6 gegen 7, Gäste 88 (Frauen 24), so daß insgesamt 1363 Personen teilnahmeberechtigt sind. Die anwesenden Studierenden verteilen sich auf die einzelnen Fächer wie folgt: Architektur studieren 58, Bauingenieurwesen 51, Maschinenbau 87, Elektrotechnik 40. Chemie 41, sonstige Fächer 29. — An der Technischen Hochschule in Dresden sind in diesem Winterhalbjahr 1139 Studierende eingeschrieben gegen 1152 im Sommer 1915. Davon stehen 840 imFeld gegen 755. Frauen sind es 27 gegen 20. Cs studieren Architektur 269, Bauingenieurwesen 186, Maschineningenieurwesen 356, Chemie 206, sonstige Fächer 123. Als Gäste sind 50 männliche und 170 weibliche zugelassen. ^ Die Vorlesungen »verden demnach insgesamt von 1359 Personen besucht. — An der Universität Greifslvald sind irn Winterhalbjahr 1021 Studierende gegen 1065 im Sommer 1916 eingeschrieben. Als im Heeresdienst stehend sind 844 beurlaubt gegen 814. Weibliche Studierende sind es 55. Im einzelnen studieren. Evangelische Theologie 134, Rechtswissenschaft 108, Äiedizin 289, Zahnheilkunde 31, Philosophie, Philologie und Geschichte 318, Kameralwissenschaft 15, Mathematik und Naturwissenschaften 119, Pharmazie 7. Hierzu kommen 57 Hörer (darunter 38 weibliche), so daß die Gesamtbesucherzahl 1059 beträgst — Der Besuch der Universität Breslau beläuft sich in diesem Winter aus 2713 Studierende (darunter 223 Frauen) rind 318 Hörer, insgesamt 3031, gegen 2707 Studierende im Sommer 1915. Von den Studierenden stehen 1873 gegen 1760 im Heeresdienst. Eingeschrieben sind für evangelische Theologie 176, katholische Theologie 297, Rechtswissen, schast 460, Medizin 714, Zahnheilkunde 86, Philosophie und Philologie 510, Äaatswiss enschaften 122, Mathematik ur»d Na« twwisiärschcrsten 895 rmtz Pharmazie 08» «« zm, S&
PornrersLag, 6. Januar 1916
Krieges ohne Rücksicht auf Elsaß-Lothringen und. auf Allianz mit Rußland und England, für einen Frieden; der eiJ künftiges ernsthaftes Nebeneinanderleben mit Deutschland) möglich machen würde.
Dle Rekrutierung in den Kolonien.
Paris, 5. Jan. (W. T. B. Nichtamtlich.) Zu den $8^ Handlungen der Kommission über die O t f v u t i e r u^ J aus den Kolonien nimmt im „Echo de Paris" frühere Gouverneur ..von Cochinchina, Abgeordneter Outhrey, abernvals das Wort. In einer Polemik gegeh die Generäle Pennequin und Archmard Miederholt er fein« Behauptungen, daß die Eingeborenentruppett ungeeigneh und nicht in genügender Zahl aüfzubringen seien. Die (£*, eignisfe würden zeigen, ob dir' indochinesische Ar, m e e, die, wie angekündigt, mehrere 100 000 Mcmn stark stih soll, zukünftig etwas anderes sein könne, als eine Trupp, von ein paar tausend Mann ohne all die physischen (§%n,' schäften, die zur Verwendung auf einem europäischen Kriegs,^ schauplatz nötig seren. ^
Paris, 5. Jan. (W. T. B. Nichtamtlich.) Die derung der Heereskommission des Senats, den Soldaten an’ der Front täglich »vieder einen halben Liter Wein zu be- tvilligen, ist von der Regierung angenommen worden.
Vaudervelde über Iriedenssrageu.
<• Amsterdam, 6. Jan. (Priv.-Tel., zens. Frkft.) Deri Vorsitzende des Ausführenden Ausschusses des Interna-' t i o n a l e n s o z i a l i st i s ch e n Bureaus, Staatsinini-^ ster Ernile Van der velde, ist im Haag angekominen^ wo eine Versainmlung zur Beratung der internationalen Lage stattfinden soll. Der ausführende Ausschuß besteht aus den belgischen Mitgliedern Vandervelde, Anseele und Bertrand, dein Generalsekretär Huysman und den Mitgliedern der niederländischen Delegation, van Kol, A l b a r d a und W i b a u t. Vandervelde ist von einem Redakteur der sozialistischen Zeitung „Het Volk" intervievt worden. Er sagte, daß er umso lieber diesen Beratungen bei- »vohne, da er in England bei seinem langen Aufenthalt die Auffassung der englischen Sozialisten kennen gelernt habe,! ebenso die der französischen Partei, da er dem Kongreß während der Weihnachtsfeiertage in Frankreich beigewohnt habe. Die Stimmung der fra nz ö s i sch en Part ei sei in ihrer großen Mehrheit folgende:
Frankreich und Belgien haben vor allen Dingen die Pflicht, ihr Land zu verteidigen. Die deutschen Heere stehen »loch immer in Noyon, in 60 K^m. Abstand von Paris. Unter diesen Verhältnissen sind es die Franzosen und »sicht die Belgier, die Propaganda für einen guten Frieden beginnen »nüssen. Nehmen sie einmal an, daß wir die Deutschen über den Rhein zurückgeworfen hätten, dann wäre es unsere Aufgabe, uns der Partei in unserem Lande, die eine Angriffs- oder Annexionspolitik durchführen wollte, zu wider- setzen. Vandervelde sagte, er begreife nicht, warum sich Deutschland der Erklärung widersetze, daß es die Msicht des Vierverband sei, den preußischen Militarismus zu vemich- ten. „Niemals ist der Gedanke bei mir ensitcmden, den Deutschen verbieten zu »vollen, ihr Land zu verteidigen. Gebräche»: soll nur das Uebergewicht einer Kaste werden, die von unseren deutschen Parteigenossen selbst bis zum letzten Augen-, blicke vor dem Kriege mit aller Energie bekämpft »vostden ist." (Herr Vandervelde weiß entweder nicht oder gibt vor, nicht zu »vissen, daß die „Vernichtung des preußischen Militarismus" nichts als die demagogische For- »nel »st, hinter der sich der Wunsch der Vernichtung Deutschlands verbirgt. D. Red.) Die Zugehörigkeit sozialistischer Minister zur Regierung in Frankreich und in Belgien fei eine genügende Garantie dafür, daß eine Annexionspolitik der Regiemng nicht gutgeheißen würde. Die elsaß-lothringische Frage werde wohl die größten Schwierigkeiten beim Abschluß des Friedens machen, meinte Vanderfelde. Die ftanzöstsche Partei beabsichtigt die Wiedereroberung des Elsaß, um dann den wiederoberten Provinzen Gelegenheit zu gebe»:, zu erklären, daß es ihr Wunsch sei, zu Frankreich zu gehören.
„Ist das nicht etwas naiv," stagte der Redakteur, „und' wäre es nicht klüger, rund hewus anzuerkennen, daß die Elsässer bei der Verfügung über ihr Schicksal auch ein Wort mitzureden haben." Vandervelde gab zu, daß die Frage von größter Wichtigkeit für die gesamte Internationale sei. Die deutschen Sozialisten hätten sich über diese Frage ausgesprochen und die ftanzösischen hätten sie in ihrer Resolution beantwortet. „Das Einzige, tvas ich noch hinzuzufüger: habe," sagte Vai:dervelde ist, „daß man von den Franzose»: nicht ein halsstarriges Festhalten an Formeln erwartet."
Schiffsversicherungen.
t Arusierdam, 6. Jan. (Priv.-Tel., Ms. Frkft.) Das „Handelsblad" berichtet, daß zahlreiche Reedereien jetzt ihre Schiffe zu dem gegenwärtigm Werte versicher»». Hierdurch werde eine höhere Prämie nötig genmcht; bei den jetzigen Gefahrrn der Schiffahrt aber sei dies unumgänglich nötig. Durch die erhöhte Minengefahr sei die Versicherungsprämie gegen Kriegsschäden augenblicklich im Atlantischen Ozean 1% Prozent. Der Rotterdamsche Lloyd, der bis jetzt seine Schiffe auf eigenes Risiko fahren ließ, ist jetzt ebenfalls dazu übergegangen, seine Schiffe zu versichem,
Dezbr. waren bei der Warschauer Universität 1148 Stu-. deuten immatrikuliert und z)oar 634 bet der medizinischen, 226 bei der naturwissenschaftlichen, 215 bei der juristischen und staatswrssenschaftlichen und 81 bei der philosophischen Fa- kultät. Außerdem wurden für die pharmazeutischen Kurse 92 Studierende eingeschrieben.
— fChrvnik der Künste. 1 Die gestrige „Aida" - Auf
führung in der Frankfurter Oper stand^ unter der Lertung Felix v. Weingartners, dessen Gattin Frau v. Weingartner» Marcel l, die Titelrolle übernommen hatte. Die Künstlerin, deren Begabung wohl nicht in erster Linie dem dramatischen Gesänge zugewandt ist durfte sich ebenso wre der Dirigent lebhafter Anerkennung des Publikums erfreuen. Von den ihrer Aufgabe durchweg recht gut entsprechenden heimtscheii Mitwirkenden erwarben sich Frau Droll - Pfass (Amneris), die Herren Hutt (Radames), Breiten selb lAmonasro) und Schneider (Ober- Priester) be^onoere Verdienste um pcrs Gelingen der Aufsüh^ run^, die jer feit Ittu^uu ZU den besten Repertoirelerstungen uns sever Bühne zählt. — Wie inan uns berichtet, erlebten Friedrich Ne u b a uw r s Schauspiele „H e r r g o ti s b a u e r" und „Siua Lenz" im Stadttbeater zu St. Gallen ihr« -schveizer Nraufsührung dnrck, die Innsbrucker E xl-Bühn«. Beide Stücke fanden vielen Beifall. — Die Leitung des Stadttheaters in Bremen hat den türkischen Schcmspieler Bur» h a »r e d d r n B e y mit seiner Truppe für ein Gastspiel verpflichtet. Einig« andere deutsche Bühnen stehen mit diese« türkischen Schauspiel-Gesellschair wegen Gastspielen in Unterhandlung. — In K o n st a n t i n o p e I fand dieser Tage, dem „Osmnnsichen Llovd" unolge, int Klub Teutonia ein beut» scher Liederabend statt, bei dem der Hamburger Sängee Oscar Seelig (der aus dem Artillerie-Ilnterstgnd von Ana-^ sorta gekommen war), Frl. Mizzi Wehrle und Frl. Anna' Marie Reiser mitwirkten ->
— fAus den Frankfurter Tüeatern.^ Die Intendanz des Schauspielhauses gibt b«k-annt: In Frank W e d e« kinds Schwank „D er Liebestrank", der am 8. ds. seine hiesige Erstatissührung erlebt, gastiert als Fürst Rogoschin Herr Walter L a n tz s ch von den Münchener Kammerspielen, dessen Engagement zur ErgänAuug des gegenwärtigen Ensembles in Aussicht genommen ist. Die übrigen Hauptrollen sind besetzt mit den Dcmien Korn, Aschenbach, Jacob: und den Herren Janssen und Pröckl. Leiter der Aufführung ist Herr Intendant B e b r e n d.
Die Direktion des Neuen Theaters teilt mit: In der cm: 0. ds. stattfindenden Erst-cmfsührung des Frankfurter Dialektstückes „Gelegenheit macht — Liebe" von Adolf S1 o I tz e sind die Harrptrollen beseht mit den Damen Friese, Tillnlann, Korb, Bronsgeest, Sieger, Kallmarc und den Herren Grüning, Schwaxtze, Lobe, LaSkotvski, Rainer,, Hille und Guter. Die Spielleitung hat Direkt« Max Neimamn
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