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nachmittags waren die WirknnMr des Bombattiementtz

-ereiks derart, daß auch nicht mehr ein Unterstand unverseihrt flieh. Ein Driant beigegebener Offiziere wurde verwundet, fiele Jäger wurden getroffen. Die feindliche Artillerie ver­größerte die Tragweite ihres Feuers. Deutsche Soldaten, be- sersuchten nach Haumont vorzudringen. Trotz unserem Wider­versuchten nach Haumont vorzugringen. Trotz unserem Wider­stande schlängelten sie sich in unsere Schützengräben der ersten Linie ein, wo der Handgranatenkampf die ganze Nacht über fortdauerte. Am 22. Februar setzte das Bombardement neuerdings ein, das die Gräben einebnete, die-Verbindungs­gräben zerstörte und große Strecken Waldes nieder-

legte. Unsere kaltblütig verharrenden Jäger bemerkten gegen Mittag große feindliche Abteilungen, die sich gegen

das Gehölz voen Haumont wandten. Sie bogen gegen den B.ois des Caures ein und suchten die Gräben zweiter Linie zu passieren. Der Angriff wurde immer heftiger. Ein Leutnant sprang an die Spitze seiner Kompanie, um jenen zu parieren. Er fiel tödlich verwundet mit dem RufeVor­wärts!" Gin anderer Offizier sprang vor, er wurde von einer Kugel durchbohrt. Indessen hielten wir mit allen Kräf­ten stand, obwohl wir numerisch im Nachteil waren. (Wir dersügten bloß über zwei Bataillone gegen eine frische Brr- gade:) Gegen 3 Uhr nachmittags wurde die Lage äußerst !n* tisch. Die Deutschen hatten Kanonen herangechrhrt, die un­sere Stellungen unter Sperrfeuer nahmen. Dre Ein­kreisung schloß sich immer enger. Dann wurde ich zu Oberst Driant befohlen, der feit Beginn des Angriffs den Wider­stand leitete Ich sah ihn auf sein Gewehr gelehnt, zwer Hauptleute Wohl den Gedanken aller aussprach, als er sagte: :u Ernst, der aus seinen energischen Zügen sprach. Er er-- dvic:Einige Minuten noch und wir werden entweder ster- '.ii oder uns gefangen geben müssen. Wir wollen wenigstens rsuchen einige dieser wackeren Leute zu retten/

Nach einer eindrucksvollen Beratung, wobei einer der uipücute wohl den Gedailken aller aussprach, als er sagte: i's hält schwer, hier fortzukommen, ich ziehe vor zu sterben!" nrde alles vernichtet, was in den Unterständen hätte in die ' ände des Feindes fallen können. Plärre, Archive usw. Dann r-arde den Kompanien der Befehl zum Rückzug erteilt.

Die Bewegung begann auf der Flanke, gedeckt durch eine Ivteilung Jäger. Die Spitze der Kolonnen wurde beim Ber- lassen des Waldes unter das Kreuzfeuer der feindlichen Maschinengewehre genommen. Unsere Abteilungen, die diese gone passieren konnten, vereinigten sich in Beaumont mit unserer ersten Lirrie der zweiten Stellung. Oberst Driant, her erst unter den Letzten abmarschieren wollte, wurde zum letzten Male von einem Jäger gesehen, der neben ihm in einer von einer Granate aufgewühlten Höhlung Schutz gegen listen Hagel von Geschossen suchte. Driant ließ den Jäger zunächst Weggehen unb rief ihm zu:Auf Wiedersehen, viel Glück!" Er bemerkte noch, daß der Rest seiner Leute den Wchld hatte verlassen können. Seither wurde er nicht mehr gesehen."

Mit Bezug auf die Pariser Meldung! rm Zweiten Mor- öenblatt vom 3. März, wonach Oberstleutnant Driant, der Schwiegersohn des Generals Boulanger, in den Kämpfen im Walde von Caures gefallen oder verwundet gefangen ge­kommen worden sei, erhalten wir aus dem Felde vor Verdun swei Feldpostkarten mit der bestimmten Angabe, daß Oberst­leutnant Driant gefallen ist. Die eine Karte lautet: :Jch kann Ihnen Mitteilen, daß Oberstleutnant Driant vor ^eaumönt seinen Tod gesunden hat. Mit andern Kameraden »einer Batterie habe ich ihn am Ausgange des Waldes von saures tot gefunden. Allem Anschein nach fiel er an der Spitze seines Bataillons, das stürmte, denn in seiner Hand .sielt er noch eine Handgranate; auch in der Tasche hatte er ^och Granaten." Die andere Karte ist vom. 8. März und lau­tet':Der französische Oberstleutnant Driant ist gestern etwas Mich des Waldes von Caures beerdigt worden."

Ns feiMcheu Kriegsberichte.

M Rem, 10. Mürz. (Priv.-Tel., zf.) Amtliches Kriegs- alletin vom 9. März 6.30 Uhr abends:

Im Hochgebirge dauert das schlechte Wetter an. Der Feind versuchte dieses zu unserem Nachteil auszunützen. So verur- >sachte er gestern in der Gegend von Lagazuoi (Hochtal von Travenanzes) vermittelst Handgranaten mit großer Explosiv- ge Walt den Niedergang von La w inen gegen unsere Stellungen, ohne dort indessen irgendwelchen Schaden anzu- rjchten. Trotz der Ungunst der Jahreszeit und trotz der Fallen des Feindes verharren unsere Truppen weiter in ihrem ruhi­gen und kühnen Eifer. Dieser Tage gelang es ihnen, unsere Besetzungslinie in der rauhen Zone zwischen der ersten und zweiten Tosana etwas weiter vorzustoßen. Einige Fortschritte churden verwirklicht im Tale des mittleren Jsonzo im Ab- jschnitte von Z a g o r a. Gestern beschoß unsere Artillerie auf der ganzen Front eifrig die gegnerische Artillerie. Sie zer­streute einige Truppen, die mit Befestigungsarbeiten beschäs- ügt waren, und bombardierte erfolgreich Reserven und Ba­rackenbauten hinter der Front. Cadorna.

*

Belgischer Bericht. Beiderseitige Artillerieaktionen, besönErs in der Gegend von Dixmniden und weiter nördlich.

1" Pcrris, 9. März. (Priv.-Tel., indir., zf.) Havas imchtzt: Eine Depesche desPetit Puristen" aus Salonik ^besagt, man bemerke eine große Tätigkeit an der maze­donisch-bulgarischen Grenze und ungewöhnliche Truppen- b e w e g u n g e u zwischen D o i r a n und G e w g e l i + Athen, 9. März. (Priv.-Tel., zf.) Die Agence Havas nM'et: Ein deutsches Flugzeug warf mehrere Bom­ben, die in der Nähe eines griechischen Lagers niedersielen, vhye Schaden anzprichten.

sEinepfahlbauende" Ameise.I Alle bisher be­amten Ameiseil verabscheuen nichts so sehr wie ständige Nässe, nt) Bedingung für ihre Behausung ist nur Trockenheit. Wie an A. M i l e w s k i in derNatur" mitteilt, hat der esuitenpater uild Ameisenforscher B ö n n e r eine Ameisenart itdeckt, welche die. Trockenheit flieht und Moore und Sümpfe sporzugt, auf denen sie ihr Leben ausbaut,^ ähnlich dem säWa um en scheu in vorgeschichtlicher Zeit. Diese Ameisenart, £ Bonner aus dänischem Boden in der Nähe von Kopen- taen aus einem Moor am. Lyngby-See entdeckte, baut sich aus tattern des Torsmoses kleine weiße Hügel und mit diesem astischen Unterbau aus toten Torfmooszweigen ruhen die Mer aus den geringen Neberhöhungen von abgestorbenen Zürzelballen, die aus dem Grundwasserspiegel aufragen; der nterbau'bildet gleichsam das Pfahlgerüst, das dm Hütte über je stehende Nässe emporhebt, gegen die es jene isoliert, ntzse Ameise ist ein lleberbleibsel der Eiszeit. Auch in iooren Nord- und Westdeutschlands, besonders in den mmpseil der hohen Venn und ferner in Holland kommt die pfahlbauen.de" Ameise, wenn auch nur vereinzelt, vor. ch- sCiu blutstillender Verbandstoffs In Nr. 6 der Deutschen Ntedizini scheu Wochenschrift" veröfsenMcht Dr. . F a n i o, Chefarzt am Bezirkskrankenhaus Langnau Peru), einige Ausführungen über den neuen Koagulen- i e rst and st o s s, denen wir folgendes entnehmen: Seit isier Einführung in die Therapie hat Dr. Foni-odasKoa- silen"' sowubl im Operationssaal als am Krankenbette bei ner großen Anzahl von Fällen durchgeprüst, um Anwendung nd Indikation sestzu legen. Seit geraumer Zeit wendet er ieses Blutstillungs-Mittel grundsätzlich bei jeder cheration an. da die Erfahrung gelehrt hat, daß durch diese si'che und sichere Stillung der Blutmrg sowohl die Operation cleichtert als die Wundheilung günstig beeinflußt wird. Bei er Behandlung vor: Wunden dagegen, die ans irgerrd einem (runde nicht geschlossen werden konnten, und wo es galt, eine lauertvirkun-g zu erzielen, um Nachblutungen zu vermeiden, srmißte man oft den Koagulen-Tampon. Diesem Mangel bßsthelsen, ließ der geirannte Arzt in neuester Zeit einen im stom enden Wasserdampf fterilisierbaren Koagulen-Verbcrud- oss Herstellen, der dem oben erwähnten Bedürfnis entgegen- stnrnt. Dr. Fonio zählt eine Reihe von Fällen aus, in denen ch der Verbandstoff bewährt hat, und saßt schließlich :ine Meirrung dahin zusammen, daß der Koagulen-Verband­os s als zweckmäßige Ergänzung der Koagulen-Lösung ange- >hen werden kann, zur Dauer-Tamponade bei solchen Wun­en, die aus irgend einem Grunde offen gelassen werden Rissen, so bei breitklafsenden, infizierten, durch Verletzung, ixplosion usw. entstandenen. Die Prüfung des Koagulen- ftrbandstosses ist zwar noch nicht abgeschlossen, doch läßt sich cht schon rricht bestreiten, daß der neue blutstillende Berband- ^fs einen Fortschritt in der Wundbehandlung und Opera- wirstechnik bedeutet, und wohl auch der Kriegschirurgie ügute kommen wird. 0. 8.

--- z.Arnnkfltrter rivuzerte. 1 Man ist ez diesen Winter ewöhnt, in deneii, die das Konzertpodium betreten, gute Be- nurle zu begrüßen, mitunter Bekannte vom letzten Monat er. Das verhielt sich einmal nicht so mit dem Sänger, mit em rnan es gestern zu tun hatte, und wenn der Hörer 'diese Lkccnntfchäst mit eurem,sehr MSenehm" beschloß (denrr so.

N«W«d.

Vichchafks- md verketzrsfsrgeu.

I* Stockholm, 3. März. Die in diesem Frühjahr erwartete Verringerung der Saatfläche in Rußland über­steigt alle Vorausberechnungen. Die Saatfläche ist erheblich geringer als im vorigen Jahr. Im Gouvernement Wolhynien, wo die Enteignung der Deutschen und Letten jetzt durchgc- führt ist, war fast nirgends mehr das für die Bestellung der Felder nötige Saatgetreide vorhanden. Die von der Re­gierung gestellten Liquidatorm fordern daher Mittel zum Ankauf von nicht weniger als 41/2 Millionen Pud Saai- getreide allein für das Gouvernement Wolhynien.

Nach einem Bericht aus dem Gouvernement Tomsk fehlen der dortigen Landwirtschaft wenigstens 240 000 Arbeiter. Die in diesem Gouvernement vorhandenen Kriegsgefangenen reichen für die notwendigen landwirtschaftlichen Arbeiten nicht im entferntesten aus. Im Altai- und Steppengebiet will man jetzt die nomadisierenden Kirgisen zwangs­weise zur Landwirtschaft heranziehen. Man wird dann aller­dings für jeden Kirgisen einen Ruffen zur Aufficht brauchen.

Der Ministerrat beschäftigt sich infolge zahlreicher Gesuche mit der Frage der Einfühmng von großen Mengen chine­sischer Kulis nach Rußland. Man will vorläufig 15 000 Kulis monatlich als landwirtschaft­liche Arbeiter ins europäische Rußland ein­führen. Mehrere Semstwoverwaltungen ersuchten das Kriegsindustrielle Hauptkomitee um Kostenanschläge über die Kosten für Beförderung und Unterhalt chinesischer Land­arbeiter.

Der empfindliche Zuckermangel im Gouvernement Kiew führte zur Aufdeckung von Spekulationen im größten Maßstab. Einzelne Firmen, die angeblich wegen Kohlen­mangels nicht produzierten, oder die von der Regierung fest­gesetzten Höchstpreise als verlustbringend bezeichneten, ver­dienten lautUtco Rassist" bis zu 48 Prozent. Die in Baku gegründete Konsumgesellschaft ist njcht in der Lage, mehr nl§ zwei Pfund Zucker an die Person abzugeben. Große Zucker- firmen haben aber kürzlich über Baku angeblich 74 Waggons Zucker ausgeführt.

DieBörsenzeitung" beklagt sich darüber, daß 136 Güter­wagen von der Eisenbahn, die man umgebaut hatte, um sie nachts zum Gütertransport auf den Strahenbahngeleisen Petersburgs zu verwenden, bis heute noch unbenutzt geblieben sind. Die Stadt bezahlte für den Umbau der Wagen 34 000 Rubel sowie eine Miete von 1,50 Rubel für Wagen und Tag. Der Verkehrsminister hat nun die Wagen von der Stadt zurückverlangt.

Die russische Aokenverwässerung.

Zürich. DieAgence äconomique et fin-aneiäre" in Paris, die von russischen Finanz-agerlten beeinflußt wird, meldet, daß der russische Gesetzentwurf über die Erhöhung des Papiergeldumlaufs, der (wie schon berichtet. D. Red.) den Finanzminister zur Ausgabe von vier Milliarden Rubel neuer Noten ermächtigt, die Bestimmung enthält, daß die v 0 n d e r Staatsbank diskontierten kurzfristigen Schatzwechsel gleichwertig mit dem Goldbe­stand als gesetzliche Noiendeckung zu betrachten sind.

Grsechenland und Frankreich.

US Athen, 10. März. (Priv.-Tel., zf.) Die Agence Havas meldet: Zwischen Skuludis und dem ftanzösi- schen Gesandten G u i l l e m i n fand gestern ein freundschaft­licher Meinungsaustausch statt über die aktuellen Fragen, namentlich über die Fragen der Verproviantierung der Truppen von Salonik.

Auf Weisung des Justizministers wurde gegen einen griechischen Staatsangehörigen, der in Paris wohnt, eine Untersuchung eingeleitet, wegen Veröffenüschung von anti­patriotischen Artikeln in Frankreich.

Anruhen auf Chios.

dt Bern, 10. März. (Priv.-Tel., zf.) DieTelegraphen- Jnformation meldet aus Athen: Das _ Regierungsblatt Embros" meldet, auf der Insel Chios seien schwere Un­ruhen ausgebrochen. Die Bauern seien scharenweise in die Hauptstadt von Chios gezogen und hätten Getreide ver­langt. Die Stadtbewohner hätten sich den Heranziehenden angeschlossen. Die Lage sei ernst. Es fehlten Details, Kriegsschiffe der Entente seien nach Chios abgegangen.

Mexiko.

t Amsterdam, 10. Liarz. (Priv.-Tel., zf.) Reuter meldet aus New Bork: DerAssociated Preß" wird^ aus Columbus in Neu-Mexiko gemeldet: 500 Banditen der Partei V i l l a s haben heute früh die Stadl ange­griffen und eine Anzahl Bürger getötet. IV 2 Stun­den lang blieben sie im Besitze der Siadt nnd wurden dann durch amerikanische Kavallerie daraus vertrieben. Sie zogen sich darauf zurück, nachdem sie einen Teil der Stadt in Brand gesteckt hatten. Eine große Anzahl Mexikaner wurde getötet, ebenso verschiedene amerikanische Militärs^_

durste man den dargebrachten Applaus übersetzen), so war das keine bloße Höflichkeitsphrase, sondern ehrliche Wahr­heit. Der Baritonist Adrian van der Stap ist im Besitze ausgiebiger, sympathisch gefärbter Stimmittel, mit denen er einnehmend und weise umgeht, weise, toie es ihm eine gründ­liche Schulung vorschreibt und so eimrehnrend, wie es nur ein ernstes warmes Kunstempfinden ermöglicht. Von der ersteren Eigenschäft legten rwmentlich die eröffnenden Vorträge von Kompositionen altitalienischer Tonsetzer Zeugnis ab, so die Behandluug der Gesangszieraten in einer Nummer von Bonoucini; reges Fühlen, immerhin von geschmackvollem Maßhalten temperiert, kam später bei Brahms, bei Hugo Wolf, Richard Strauß und anderen zur vorwiegenden Geltung und ward n. a. nach Brahm'sSo willst du des Armen" sehr dankbar begrüßt. Außer dem von Henri Pusch tüchtig am Klavier begleiteten Sänger ließ sich Adele Ries v. Trzaska pianistifch vernehm-en; sie bekundete in mehreren Chopinnum- mern und in Liszts 12. ungarischen Rhapsodie viel Finger­fertigkeit und auch nicht uninteressante Eigenheit der Anf- fassung, der man zustimmen konnte, soweit sie sich nicht in kn grellen dynamischen Kontrasten äußerte. Zuweilen stan­den im Verlaufe einer nnd derselben Phrase fast versäuselte Tonlverte dicht neben solchen, wie sie aus derbstem Zugreifen entstehen; das war nicht gutzuhe?ßen. Wohl vorwiegend das Temperament in der Rhapsodie erbrachte der Spielerin soviel Applaus, daß sie -eine Zugabe gewährte; auch der Säuger antwortete schließlich mit einer solchen auf das anhaltende Applaudieren, und zlrar spendete er noch eine Arie aus VerdisMaskenball". H. Pf.

sAkademische Nachrichten.^ Die philosophische Fakul­tät der Universität Königsberg hat, wie uns von dort geschrieben wird, dem jetzt in Gießen im Ruhestande lebenden Geheimen Medizinalrat 0 . Pros. Ludwig Stieda anläßlich seines 50jährigen Professorenjnbiläums die Würde eines Ehrendoktors verliehen. Geheirnrat Stieda, 1837 in Riga geboren, gehörte pom Jahre 1883 bis 1912 der Uni­versität als Anatom an. Der Assistent an der Königs­berger medizinischen Universitätsklinik Dr. G. Rosenow hat sich an der Universität als Privatdozent für das Fach der inneren Medizin habilitiert. Für das Fach der Chirurgie habilitierte sich in Breslau Dr. E. Melchior, Assistenzarzt der chirurgischen Klinik. Man schreibt uns aus Heidel­berg: Der Mathematiker Dr. W. Vogt, etatsmäßiger a. 0 . Prof, an der natuvwisseufchastlich-mathematischen Fakultät der Universität, ist bei einem Sturmangriff als Leutnant der Landwehr auf dem Felde der Ehre gefallen.

Mus den Frankfurter Theatern.^ Die Intendanz der Oper teilt mit: Die Gasffpiele von Frl. Schott vom Hoftheater in Schtverin und von Herrn R e s n i vom Operet­tentheater in Köln haben zur Anstellung geführt. In der am 12. ds. stattfindenden Ausführung von GoldnrarksK ö - urgin von Saba" singt Frl. Holl -um ersten Male die Trtelpartre.

Wie uns die Direktion des Neuen Theaters mit- terlt, sind für den in der Zeit vom 20. dS. bis 10. April statt- ftndenden Schnitzler-Zyklus folgende Stücke vorgesehen: Erster Abend (20. ds.)Liebelei". Zweiter Mend (27 ds.) Paracelsus",Die Gefährtin" und «Der grüne Kakadu". Dritter Abend (3. April)Profesior Bernhardi". Vierter Wen d. (40. April) ^Komödie bgx Wortes '

England.

Ein englischer Rechlfertigungsversuch.

* Haag, 10. März. (Priv.-Tel., zf.) Das britische Mini­sterium des Aeußern veröffentlicht eine längere Widerlegung einer ^ durch Vermittelung neutraler Diplomaten erhaltenen Mitteilung der deutschen Regiemng, in der 26 Zeugenerklä­rungen über die Behandlung deutscher Frauen und K i n d e r in England mit angegeben werden. In der Antwort des britischen Auswärtigen Amtes wird entschieden bestritten, daß vor demLusitania"-Vorfall Mißhandlungen in England vorgekommen seien. Damals hätten 28 906 er­wachsene deutsche Männer und Frauen ungestört im Londoner Distrikt gelebt. Bei den Unruhen, die infolge desLusi- tania"-Vorsalles eingetreten seien, sei kein Deutscher, weder Frau oder Kind, ernsthaft verwundet worden. Bei der Unter­drückung der Auftuhrszenen seien jedoch 107 im Dienste der Polizei stehende Beamte verwundet, 886 Personen verhaftet und vor die Gerichte gestellt worden. (Die Strafen, die diese Leute erhielten, waren außergewöhnlich gering; D. B.) Es werden nun die einzelnen Fälle der Zeugenaussagen als un­wahr hingestellt und erklärt, daß, obwohl 70 000 Männer, Frauen und Kinder nach Deutschland und Oesterreich zurück­kehrten, die Anzahl der Fälle angeblich schlechter Behandlung nicht mehr als 26 betrage, daß mehr als 18 400 Deutsche und Oesterreicher, die über dein dienstpflichtigen Alter standen, und Frauen ein Ersuchen an das Ministerium des Aeußeren im Mai, Juni und Juli richteten, um die Erlaubnis zu erhalten, im Vereinigten Königreich zu bleiben. In mehr als 15 200 Fällen wurde dies Gesuch bewilligt und diejenigen, deren Gesuch abgeschlagen wurde, reisten mit größtem Bedauern und nach wiederholter Bitte, sie doch in England zu belassen, nach Deutschland zurück. In anderen Fällen z. B. bei Spio- nägeverdacht wurde kein Deutscher im Vereinigten Königreich gegen seinen Willen festgehcLten (!). (Und die 30 000 Leute in den Konzentrationslagem?)

Ztustralischer Größenwahn.

t Haag, 10. März. (Priv.-Tel., zf.) Im englischen Unter- Hause fand gestern eine Konferenz von Vertretem des britischen Reiches statt. Auf dem Festmahl sprach der Premierminister von Australien Hughes, der zuvor vom König empfangen worden war und auch einem Kabinettsrat betgewohnt hatte. Hughes erklärte, daß das Verhältnis der verschiedenen Teile des britischen Reiches rmch dem Kriege ein anderes und viel innigeres werden müsse. Dann verstieg sich Hughes zu fol­gender Aeußerung:Deutschlands Herrschaft über den Metallmarkt kann nicht geduldet werden und es wäre eine Selbstmordpoloitik, sich diesem deutschen Oktopus zu verschreiben. Die Australier haben etwas getan ,um den deutschen Krebsschaden auszurotten. Wir haben alle deut­schen 51ontrakte nnd Handelszeichen als nichttg erklärt und alle deutschen Aktionäre verjagt. Wir wären noch schlimmer wie verrückt, wenn wir nicht unsere Schlüsse aus der Art ge­zogen hätten, in der uns Deutschland betrogen hat. Deutsch­lands Rechte sind verfallen. Um jeden Preis müssen wir danach stteben, den deutschen Handel zu vernichten und Deutschland einen Schlag beizubringen, der einem Stege gleichzuachten ist." (Es wiederholt sich dasselbe Schau­spiels das wir aus dem Anfang des Kriegs schon kennen. Nur ist es jetzt vom politischen auf das wirtschaftliche Gebjet übertragen. Well man eingesehen hat, daß es mit der ange­drohten militärischen und politischen Niederwerfung nichts ist. droht man uns jetzt mit der wirtschaftlichen. Man ver­gißt aber dabei, daß auch dieser schöne Plan gegen ein sieg­reiches Deutschlmld nicht durchznführen ist. D. Red.)

t Hagg, 10. März. (Priv.-Tel., zf.) Im Unterhause gab Minister R u n c i m a n auf eine Frage zur Antwort, daß der Nettotonneninhalt der englischen Han­delsflotte gegen Ende des Jahres 1915 12 416 406 T, betragen habe gegen 12119 891 T. im Jahre 1913. (Viel­leicht beweist Runciman nun auch noch, daß die vielbellagte Frachtraumnot gar nicht besteht oder tvenigstens, daß sie theoretisch gar kein Recht hat zu bestehen. D. Red.)

Sie ßgpenhogener 8s«fere«z.

Die russische Auffassung.

1- Petersburg, 10. Mürz. (Priv.-Tel., zf.) Ueber die Kopenhagener Ministerkonferenz ergeht sich derDjen" in folgenden Vermuttlngen: Da man die als Gmndlage der Besprechungen verkündetengemeinsamen Interessen der Nordreiche" sehr weit oder eng aufsassen könne, sei schwer zu sagen, was in Kopenhagen herauskomme. Die Hauptsache sei sicherlich die Frage der Beziehungen zu Eng­land, das den neutralen Handel in jeder Weise einschränke. Die Handelskonttolle, die je nach Ländern verschiedenartig zur Durchführung gelange, setze in Schweden das Transtt- nionopol als Vorbedingung voraus. Die schwedische Regie­rung scheine aber nicht geneigt, das englische System des Jm- porttrustes anzunehmen. Es sei jedoch fraglich, ob Däne­mark von seiner nachgiebigen Polittk gegen England dem schwedischen Radikalismus zuliebe abweichen werde, daher sei auch ftaglich, ob man in Kopenhagen zu einer Einigung gelange. Die Möglichkeit sei allerdings nicht ausgeschlossen, daß die flandinavischen Minister beabsichtigen, mit einem ge­meinsamen Protest gegen die Einschränkung des neutralen Handels hervorzutteten. Ein solcher Protest werde aber nur platonische Bedeutung und erst dann einen bedrohlichen Charakter haben, falls sich ihm die Ver­einigten Staaten anschlössen. Die schwedischen Politiker, die aktive Neutralität predigen, setzen alle Kräfte ein, um ein gemeinsames Hervortreten der neuttalen Statten mit Anierika an der Spitze zu organisieren. Die Entschei­dung hänge hier aber nicht von der Kopenhagener Konferenz, sondem von Washington ab.

Kopenhagen, 10. März. (W. B.) Anläßlich der skan­dinavischen Ministerkonferenz fand eine Tafel statt. Der König brachte auf den König von Norwegen und den König von Schweden, der den Anstoß zu der Kon­ferenz gegeben hat und auf das schwedische und norwegische Volk ein Hoch aus. Gleichzeitig drückte er seine besten Wünsche für den Verlauf der Verhandlungen zur Fördemng guten Einvernehmens zwischen den Ländem aus.

Frankreich.

Die Zensur. Eine Vergnügungssteuer.

c: Paris, 10. März. (Priv.-Tel., zf.) Der Abgeordmte Meunier brachte in der Kammer einen Gesetzentwurf ein, der der administrativen Behörde das Recht entziehen will, Zcitungenzuverbieten und Jorlmalisten oder Druk- ker in Untersuchungshaft zu setzen.

Ein weiterer Gesetzentwurf sieht eine Steuer auf Eintrittskarten zu allen öffentlichen Vergnügungen, Theatern, Kinos usw. vor. Der Ertrag der Steuer soll ohne Abzug in die Staatskasse fließen.

Die Ford-Konferenz m Stockholm.

P Stockholm, 10. März. (Priv.-Tel., zf.) Der ameri­kanische Bankier Holt, der persönliche Vertrauensmann Forts, übernahm die finanzielle und administrative Leitung 5er Stockholmer Fordkonferenz. Frau Schwimmer legte die Mitgliedschast nieder. Nach Eintreffen der fünf holländischen Abgesandten dürfte die Konferenz nächste Woche vollzählig werden.

London, 10. März. (W. B.) Der Bor ans Mag für die Armee sieht einen Personalbestand von,v ier Milli 0 - n e rr Wann^tzor. " .. ^

Freitag fo KaU Nng

Der neue NeichsM.

Mar-

marz. ^rio. -L.ee. - Lie^corwruyche sw gemeine Zeitung" veröffentlicht heute eine Ueberficht den neuen Reichsetat, dessen Gestaltung sich aus fJ* Vorbemerkungen ergibt, die der Veröffentlichung voranveß^ werden. Da heißt es:

Der Reichshaushaltsetat für 1616 soll die verfassunasw, ßige und finanzwirtschaftliche Grundlage für die Fvrtfüyr,,^' der Reichsverwaltung im Rechnungsjahr 1916 schassen. «W* für die Durchführung des Krieges benötigten Mittel werdp^ nach Bedarf durch bes-ndere Kriegskredite fordert. _ Der im Dezember 1915 bewilligte Kricgskredit ijt! 10 Milliarden Mark wird noch für einige Monate ausreich°,, sodaß mit dem vorliegenden Etat ein neuer Kriegskredit j 1Cr t nicht verbunden zu werden braucht. Die fortdauernden Au? gaben der Verwaltung des Neichsheeres, des Reichsuiißj^ gerichts und der Verwaltung der Kaiserlichen Marine werden ivährend^ des Krieges, dessen Dauer sich nicht voraussehe» läßt, gleichfalls aus den Kriegskrediten l>estritten, sie sind de«, halb in den vorliegenden Etat nicht eingestellt worden. Die Kriegsverhältnisse machen, wie im Vorjahre, eine zuverlZß sige Veranschlagung der Einnahmen und Ausgaben des AeL nüngsjahres 1916 unmöglich. Es sind deshalb wie im Etat für 1915 im allgemeinen die A n s ü tz e d e s letzten F r i e , d ensetat s übernommen worden, wobei diejenigen 8lendc- rnngen und Ergänzungen berücksichtigt sind, welche durch Zait- aiblauf und durch andere in ihrer Wirkung feststehende Tat-' suchen bedingt werden. Die wesentlichste dieser Aenderungeu betrifft die ordentliche Ausgabe für Verzinsung uu^ Tilgung der Reichs schuld, die entsprechwd idem Ver­fahren im Etat für 1915 mit dem tatsächlich ersorderlichru Betrag in Höhe von rund 2303 Millionen Mark erscheint.

Die Herstellung des Gleichgewichts im ordentlichen Etat für 1916 ist ohne die Erschließung neuer Eirmahmen nickt möglich. Die vorgeschlagenen Kriegs steuern Tabak-' abgaben, Quittungsstempel, Reichsabgabe vom Post- Telegraphenverkehr, Frachturkundenstempel deren voller, Jahresertrag auf 620 bis 640 Millonen Mark veranschlaot'> wird, sind angesichts der Taffache, daß sie nicht alsbald mst Beginn des neuen -Rechnungsjahres in Kraft treten, tttit« 480 Millionen Mark in Einnahme gestellt. Um jedoch nicht nur formell das Gleichgewicht zwischen Einnahmen und Aus-' gaben herzustellen, sondern auch materiell in dieser Richtung zu wirken, ist daneben ein Kapitel für Einnahmen aus der Kriegsgewiunsteuer vorgesehen. Bei diesem Kapitel sollen die­jenigen Einnahmen aus der Kriegsgewinnsteuer, welche auf das Rechnungsjahr 1916 entfallen, verrechnet werden, um den Ausfall bei den anderen Einnahmekapiteln auszugleichen.

Im einzelnen ist über die Gestaltung des Etats noch fol­gendes hervorzuheben: Der Ueberschutz des Rechnungsjahres 1914 von rund 219 704 721 Mark wird gemäß § 5 Absatz st des Gesetzes vom 22. März 1915 betr. die Feststellung des Neichshauöhaltsetats für das Rechnungsjahr 1915 (Neichs- gesetzblatt Seite 157) zur Deckung der Ausgaben des ordent­lichen Etats bereitgestellt.

Bei den fortdauernden Ausgaben des ordeni- lrchen Etats sind soweit gls möglich die Regelung der Ge­hälter nach Dienstaltersstufen und die Veränderungen an den AuKgabeansätzen berücksichtigt» die sich aus wechselnden Preis- Verhältnissen oder aus tatsächlichen Betriebsbedürfnissen er­geben. Dagegen ist davon abgesehen worden, die nach den Durchschnitten der Vorjahre bemessenen Ansätze sortzuschreiben, weil hierfür die Ergebnisse des mehr als zur Hälfte unter Kriegsverhältnisseu verlaufenen Rechnungsjahres 1914 keines ausreichende Grundlage bot.

Die einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats beschränken sich auf die Fortführung bereits begönne- npr Maßnahmen. Neue sind nur ausnahmsweise bei dringen­dem Bedarf vorgesehen. Dieser ist bei ?>er P 0 st in etwas größerem Umfange als bei den übrigen Verwaltungen her­vorgetreten. In dem Etat der allgemeinen Finanzverwal-; tung sind Geldmittel eingestellt zur Gewährung von Unter- st ü tz u n g e n an Beamte im Iiuhestande und solche Per­sonen, die ohne die Eigenschaft von Beamten zu haben, im Reichsdienst beschäftigt gewesen sind, spwie an die Hinter­bliebenen dieser Persynen. Ausgeschieden sind im ordentlichen Etat alle Ausgaben, die lvährend des Krieges aus den beson­ders bewilligten Ltriegskrcditen bestritten werden und deren Gestaltung nach dem Friedensschluß sich vorerst nicht über­sehen läßt. Das^ gilt insbesondere

bei dem Reichs Heer: von den Ausgaben für Waffen, Munition. Feldgerät und Festungen;

bei der M a r i u e : von den Ausgaben für den Bau, die Grundreparätnr und die Armierung von Schiffen sowie für die Beschaffungen airf vexkehrstecharischem Gebiete;

beim R e i ch s k 0 l 0 n ia l a m t: von den Zuschüssen zu den Ausgaben der Mslitärverwaltung in den Schutzgebieten sowie von dem Zuschuß zur Bestreitung der Verwalbun-gs- ausgaben im Schutzgebiet Kiauffchou rmd des ostcrsiatischen Marinedetachemsuts.

Bei dem außerordentlichen Etat werden 16 266 000 Akark cmgefordert. Sie betreffen Ausgaben beim Reichsamt des Innern und bei der ReichseisenbahnvevwÄ- tung, die nach den bestehenden Grundsätzen mrf die Anleihe zu übernehmen sind. '

Zur Schuldentilgung werden bereitgestellt: 1

a) von der Postverwaltung. M 5 919 421 !

b) von der Eisenbahnverwaltung . . . . 796 975

c) von Togo.. 57 020

d) von Südwestasrika.. . . 270 688

e) aus allgemeinen Reichsmitjeln . . . . 69 463 526

i) der Ueberschuß aus dem Münzwesen mit .. 6 480 000

zusammen: JC 82 947 530

. die gemäß § 5 der Reichsschuldenordnung zum Ankauf eurer entsprechenden Anzahl von Schuldverschreibungen der-' wendet werden sollen. ,

Durch das Eiatgesetz wird wie int Vorjahre angeordnet, daß eine Tilgung der Anleihe nicht stattsindetst werl hierüber erst nach dem Friedensschluß bestimmt Werder, 1 kann.

. Sollte das Rechnungsjahr 1916 Ueberschüsse ergeben, ft wurden ste darauf beruhen, daß eine genaue Veranschlagung! der Einnahmen und Arrsgaben nicht möglich war und wich» trge Ausgaben namentlich bei Heer und Marine vorerst aus- gei ch reden iverden mußten. Es ist deshalb ebenso wie im Vor; ah re durch das Etatsgesetz vorgesehen, daß etwaige Ueber- schusse nach näherer Bestiinmmig der Etats künftiger Jahre) zu verwenden sind, vorläufig also in der Reichskasse verbleiben. ^

Der Schatzanweisungskredit ist ans 2 Mrlliar-; den Mark bemessen.

Die ungedeckten Diatrikularbeiträge sind' nach dem Satze von 80 Pfg. für derr Kopf der Bevölkerung! von 1910 aus 61940 794 Mark berechnet.

Der Hint^rchliebenenv exjf icherungSso nds j belref sich am 1. Februar 1916 nach dem Nemrioert der Wett-1 paprere auf 49 083 000 Mark - - J

Zur Tabaksteuer.

Der Verbaird der deutschen Zrgarettei^^ Industrie teilt mit:

Zur geplanten Besteuerung dssr Zigwrettcrr hatte der Vorstand des Verbandes inr Jcrrruar den Standpunkt eiugen-ourrnen, daß die Zigaretten unter gewissen Voraus­setzungen eine Miere Belastung überrwhmen müssen und daß "t* ^^O^äuschtag zur bestehenden Bamderolcnsteuer gegen-! über anderen Formen den Vorzug verdiene. Dabei wuvdt; aber als Boraussetzmcg gefordert, und von den Vertreter« - des Reichsschatzamtes auch zugesagt, daß die Abwälzung des! Krregszuschlages auf den Verbraucher gesetzlich sichergestellt wird, daß keine Erhöhung des lllohtabaks erfolgt und daß, die Belastung besonders für die billigen Zigaretten nicht lfther ! -

als 20 Prozent der Kleinverkausspccise, berechnet von der uer- ' teren Steuergrenze, betragen soll/ In der jetzt veröffentlichten ' 3 Vorlage des Bundesrates ist nun keiner dieser Wüische be-- ! rücksichtigt worden. Zu dieser veränderten Sachlage hat der. Vorstand des Verbandes erneut Stellung genommen und ist! , zu einer einhelligen und völligen Ablehnung des vor-) ; liegenden Entwurfs gelangt. Tie im Entwürfe vor- ! t\ gesehene Belastung durch den Kriegszuschlag außer der Zoll- i d erhöhung ist so hoch, daß sie zwischen 150 bis annähernd 290 j * Prozent der heutigen Steuerbelastmrg beträgt. Sie würde! ^ einen Finanzbedarf erfordern, der von mancher großen Fabrik ! | schwierig, von den meisten mittleren und kleinen Fabriken gar j I nicht aufzubringeil wäre. Ter Verband warnt vor einer der- > 1 artig hohen Besirstung während der Kriegszeit und fordert, j 8 falls der Reichstag dennoch auf eine Belastung der Zigaretten ! £ nicht verzichten sollte, daß auch für die Zigarelten-Jnduswst, \ ebenso wir es der Zigarren-, Rauch-, Kau-- und Schnupft '! 1 tabak-Industrie zugesagt worden ist, eine endgültige«. | Form der Belastung gewählt wird, intimt sie nicht nach r

Kriege, wie.es ^scheinbar beabsich tigt ist,^ nochmals *

wird. ~ ' t