>s. wat«~'kjTil8^.
MM Sonntagsruhe überall! M M
MU Ruhe ohne Maßen! WM
^ Rur der Schelm, der Sonnenstrahl, mg
WF Tänzelt auf den Straßen; ^ ^
And die Lerche jublticrf, d
ss. And die Kinder singen: s=3
ZU Lerchen, ach! und Kinder wirb ZA
U -i 7lie zur Ruh' man bringen. Z U
Ti« «tIrs. ^ M
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Die russisch-französische «Silberhochzeit-. -
Das Jubiläum des russisch-französischen Bündnisses gibt Herde in der „Victoire" Anlaß» wegen seiner früheren Gegnerschaft demütig Abbitte zu leisten. Nach Worten der Zustimmung zu dem Bündnis schließt er, ohne daß pie Zensur den Passus beanstandete: Diese Silberhoch« zeit, trotz der Schmerzen der gegenwärtigen Stunde, wie würde sie schön und freudvoll sein, wenn Viviani und ^homas von Rußland mit einem Hochzeitsgeschenk zurück« kämen, welches in dem Versprechen einer allgemeinen Am ne. Me für alle unsere Freunde bestehen würde, die in den Gefängnissen Sibiriens schmachten, und außerdem da8 Verfpre- , ichen einer weitgehenden Autonomie für das wiedererstandene zur Nation gewordene Polen enthielte, sowie das Versprechen, daß die Juden in ganz Rußland die bürgerliche und politische Gleichberechtigung erlangen würden, und endlich, daß der Zar, gestützt auf die Duma, selbst das neue Rußland regieren werde auf Wegen doss Demokratie und des Liberalismus.
Churchills neuer Ehrgeiz.
I Der parlamentarische Mitarbeiter deS „Daily Graphic" fragt am 10. Mai mit Bezug auf Churchill: Was beabsichtigt dieser glänzende, aber unbeständige Politiker? Daß er seine militärische Tätigkeit als beendigt ansieht, erscheint sicher. Eine eigentliche Partei hat er nicht. Wenn das Unterhaus ihm noch bei jedem Auftreten Interesse entgege»bringt, so steht es ihm ^doch höchst kritisch gegenüber, und Ausrufe wre : „Wie steht es mit den DardanellenAnspielungen auf Antwerpen und die Ausräucherung der deutschen Flottenratte wirkten wie ein kalter Wasserstrahl. Dennoch kann man nicht sagen, wie der „p o litt s ch e Dynamit". der er ist, wirken wird.
Bisher hatte ja die Regierung keinen Angriff einer erstklassigen Parlamentskraft auszuhalten, abgesehen von der so nützlich wirkenden Kritik Carsons, der aber infolge seiner Kränk« tichkeit kaum zur Leitung einer wirksamen Opposition fähig ist.
} Wenn die Kriegsleitung der Regierung zu Ausstellungen An« laß geben sollte, so wird Churchill nicht der Monn sein, der die Regierung schont. So wenig Churchill auch im Gleichgewicht sein mag, er besitzt jedenfalls das Ohr des Landes, Mo- wenn er mit ausgebildeten Ideen zurückgekehrt ist, dann kann man sich auf interessante Ereignisse gefaßt machen.
■ Seine letzte Rede (Zur irischen Frage. D. Red.) war wenig !gut abgefaßt, man wußte nicht, wo er hrnauswollte. Er machte den Eindruck einer alten Frau, die das Feuer schürt. Tatsächlich sind ja in Irland die Nationalisten und Ulsterleute durch den Krieg einander gar nicht näher gebracht. Durch eine parlamentarische Debatte dürste das Verhältnis der beiden irischen Parteien kaum gebessert werden, es sollen aber, wie aus nichtpar« ilamentarischen Kreisen verlautet, Unterhandlungen im Gange sein.
Churchills Rede klang ganz so, als ob er danach strebt, Staatssekretär für Irland zu werden, und wahrscheinlich würde ihm -solch dornenvolles Amt gerade passen, aber viel Aussicht daraus dürfte er nicht haben.
Wehrpfüchkgegner.
j Acht Mitglieder des Bundes gegen die Wehrpflicht rourden, wie aus London gemeldet wird, zu je si00 Pfund Sterling Strafe verurteilt, weil sie durch ein sFlugblatt der Werbung entgegenarbeiteten. „
: Die Hilfe Kanadas.
> Reuter meldet aus Ottawa: Das Parla- m ent ist vertagt worden. In der Thronrede -wird auf die große Wichtigkeit der Gesetze verwiegen, die während der beendeten Sitzung angenommen 'wurden, da sie wesentlich zum Siege beitragen würden. Ferner wird die Aufmerksamkeit auf die heftigen K ä m p f e a n jder Westfront gelenkt, wo man den Kanadiern die Verteidigung wichtiger Stellungen anvertraut habe. Im ganzen Kunde sei der °'-fruf, dem Reiche in seiner Not beizustehen, stnannhaft beantwortet worden. Fast 170000 Mann seien lüber See geschickt worden, weitere 140000 würden in Ka- [jiaba ausgebildet, um die nötigen Verstärkungen zu liefern. Während der erf^n vier Monate im Jahre 1916 hätten sich 'mehr Rekruten gemeldet als in irgend einer früheren KriegS- !periode.
Me bestürzten Whiskybrenner.
r Dir .Moming Post* meldet: Ein« Brrordmrng bestimmt, !daß die Whiskybrenner künftig den Munitionsminister !um die Erlaubnis bitten müssen, wenn sie Whisky Herstellen 'wollen. Unter den Whiskybrennern herrscht große Bestürzung 'darüber, da Irland durch diese Verordnung besonders ge- ! troffen werden dürste und Redmond einen neuen Streit mit !der Regierung bekommen würde. r.
1
Die irische Sotgei
Asquith.
r: Untenn 19. Mai meldet Reuter:. Asquith ist nach London zurückgekehrt.
t *
\ Die „Times" melden, daß Asquith zu der Ueberzea« inung gelangt sei, daß das alte irische Reyrerungs» .system reformbedürftig sei. Einzelheiten seren aber jnoch nicht festgelegt. Man erwartet, daß Asqurth zu Begum ider nächsten Woche eine Erklärung abgeben wird.
: Die Antersuchungskommisston.
I Reuter berichtet: In der königlichenUntersuchungS- lk o in m i s s i o n über den Aus st and in Irland las Un» iierstaatssekretär Matthew Nathan eine Erklärung vor, 'n der die Arbeit der Leute geschildert wird, die Re-dmond und der irischen Parlamentspartei feindlich gegenüberstanden und die sogenannten irischen Freiwilligen organisierten. Von 180 600 nationalistischen Freiwilligen, die ursprünglich exr- (stierten, hätten sich nur 11000 an die unloyalen irischen Frer« !willigen angeschloffen. Die Anzahl der letzteren sei beim >Bcginn des Krieges auf 13 200 geschätzt worden, wovon wem- iger als 3900 sich in Dublin befanden. .
! Die sogenannte Vürgerarmee,
!die in Dublin ungefähr 3000 Mann stark gewesen sei, muffe »man noch hinzurechnen. Die Führer der Bürgerarmee seren 'für ein gewaltsames Auftreten gewesen. Sie wurden dabei ivon den irischen republikanischen Führern und einer kleinen 'Gruppe Männer, von denen einiae bereits wegen Dynamit« Anschläge rm Jahre 1883 zu Zuchthausstrafen^ verurteilt «waren, unterstützt. Diese Männer seien mit größter Herrn« flichkeit vorgegangen und batten mit einer Organisation in sA m e r i k a, die sie mit Geld versorgte, in enger Verbindung § gestanden. Es sei nach dem September 1914 unmöglich ge« jwesen, herauszusinden, wie das Geld nach Irland gekommen sei. Das Geld wurde für die Veröffentlichung aufrührischer 'Blätter und zur Verbreitung solcher Schriften kowie zur Bezahlung von heimlich herumreisenden Organisatoren der arischen Freiwilligen verwendet. Matthew Nathan teilte ferner [(mit, auf welche Weise die Freiwilligen in den | Besitz von Waffen ***
kein» Entwaffnung der unloyalen Freiwilligen versuchen, da das ihrer Ansicht nach zu Blutvergießen und sofortigem Ausbruch des Aufstandes führen würde.
Die irische Untersuchungskonrmission wurde, nachdem Brrrell eine Erklärung abgegeben, die sich mit Nathans g-. strrger Erklärung deckte, auf Montag vertagt.
Ein Feldmarschalls-Sohn verhaftet.
Reuter meldet: Leutnant White, ein Sohn des aus dem Burenkriege bekannten Feldmarschalls Sir George White, wurde in Wales unter der Anklage verhaftet, daß er die Waliser Bergleute habe zum Streik aufreizen wollen, weil die irischen Ausständischen Connoly erschossen hätt«r.
Lasement.
Der Londoner Korrespondent des „Manchester Guardian- betont, daß sich die Anklage gegen Casement nur auf Handlungen beziehe, die er im A u 8 l a n de begangen habe.
England vud die Vereinigten Siaaleu.
Energische Stimmen.
London, 19. Mai. (W. B.) Die „Moming Post" mel- bet aus Washington: Die Eingriffe Englands in den Postdienst und die Zensur der Postsachen, namentlich in die Handelskorrespondenz, haben außerordentliche Erregung und Unwillen hervorgerufen. Die letzte britische Note hat nichts zu ihrer Verminderung beigetragen. Eine Antwort auf die Note ist in Vorbereitung und wird ohne Verzug abgesandt werden. Die Note wird im Ton schärfer sein und auf eine Aenderung der jetzigen Praxis bestehen.
London, 19. Mai. (W. B.) Die „Morning Postmeldet aus Washington vom 17. Mai: Lansing wird von den Deutsch-Amerikanern und ihren Freunden heftig angegriffen. Sie erklären es für einen politischen Selbstmord, wenn die amerikanische Regierung nicht gegen die englische Blockadepolitik Vorgehen wolle. Wenn der Präsident das geringste Interesse an seiner Wieder- wahl habe, solle er Lansing entlasten. Der Korrespondent sagt werter: „Im Kabinett hat es stets ein deutschfreundliches Element gegeben, das aber schwach an Zahl war und aus den wenig einflußreichen Mitgliedern bestand. Diese wissen ganz genau, daß in fast allen Wahlkreisen die demokratischen Kandidaten bei Kongreßwahlen von den Deutschen und Iren bekämpft werden."
New Dork, 19. Mai. (W. B.) Funkspruch vom Vertreter des W. T. B. Wie eine Depesche der „Evening Post" aus Washington meldet, ist das Verlangen nach einem Eingreifen gegen die ungesetzliche Blockade der Alliierten täglich im Wachsen. Es sei klar, daß der Zeitpunkt herannahe, in dem das britische Eingreifen gegenüber dem neutralen Handel zu einer Krise treiben muffe. Die heute vom „Springfield Republican" ausgesprochene Ansicht, daß nur ein Friedensschluß den diplomatischen Konflikt mit England vermeiden könne, wird hier von einer großen Zahl einflußreicher Personen geteilt. Im Kongreß sei die Erregung über die Untätigkeit der Regierung in der Blockadefrage im Wachsen begriffen. Das Entgegenkommen Deutschlands in dem Unterseebootstreit habe die Aufmerksamkeit über eine Auseinandersetzung mit England mehr als früher in den Brennpunkt gerückt.
New York, 17. Mai. (W. B.) Funkspruch vom Vertreter des W. T. B. Die den Alliierten freundlich gesinnte „New Aork Tribüne" bespricht die bevorstehende amerikanisch e Note an England und sagt:
Es besteht eine seltsame Verwirrung in der britischen Auffassung über die hiesige Lage. England fühlt, daß Amerika mit ihm als den Verteidger Belgiens sympathisieren sollte. Mer die Wahrheit ist, daß kein großer Teil des amerikanischen Volkes diese Anschauung angenommen hat. Drei völlig verschiedene Teile des amerikanischen Volkes haben die Vorstellung, England kämpfe in selbstloser Weise für Belgien und die Menschlichkeit, abgelehnt, nämlich die Irisch- und die Deutsch-Amerikaner sowie eingeborene Amerikaner revolutionärer Anschauung. Obwohl die Politik, das britische Volk zu reizen, stets populär war, lehnten sie eS doch ab, einen Angriff auf England zu unterstützen, solange der Streit mit Deutschland nicht beigelegt war. Aber jetzt betrachtet ein großer Teil dieser Elemente die deutsche Angelegenheit für geregelt, und sie bestehen darauf, daß jetzt England an der Reihe ist. Englands Freunde sehen voraus, daß, wenn Deutschland jetzt auch nur einen Schimmer von Vernunft zeigt, die Gefcchr einer Verwicklung mit England entstehen würde, weil nicht genug Sympathie für Großbritannien vorhanden ist, um Amerikas Rechte aufzugeben. Was jetzt geschieht, würde schon im Frühjahr 1915 eingetreten sein, wenn Deutschland auf seiner Unterseebootpolitik bestanden hätte. Es würde nur durch den „Lusitania"-Fall hinausgeschoben. Jetzt ist die Frage infolge der deutschen Beilegung oder scheinbaren Beilegung nicht nur wieder aufgetaucht, sondern hat sich infolge der Hinrichtung der irischen Aufständischen noch verschärft, die eine Strömung im Volke erzeugte, Wilson bei dem Angriff auf britische Methoden zu unterstützen. „Tribüne" zollt Deutschland Anerkennung dafür, daß es die wirklich sehr beträchtliche englandferndlrche Stimmung in Amerika zu seinem Vorteil ausnutzt und mißbilligt die britische Wider« Willigkeit und Unfähigkeit, den Amerikanern die Tatsachen zu erllären.
Washington 19. Mai. (W. B.) Funkspruch des Vertreters vom W. T. B. Senator Kern brachte eine Resolution ein, in der Staatssekretär Lansing aufgefordert wird, eine Untersuchung anzustellen über die Sicherheit und das Wohlbefinden der amerikanischen Bürger in Irl and, die in den von der Revolution betroffenen Gebieten wohnen und Schritte zu um, um ihr Leben und ihr Eigentum sicherzustellen. Auf Antrag des Senators S t o n e wurde die Resolutton dem Ausschuß für Auswärtige Angelegenheiten überwiesen. *
Tafts Schiedsgerichkspropaganda.
t Haag, 19. Mai. „Daily News" berichtet auS New York: Gestern hielt Taft auf der jährlichen Friedenskonferenz eine Rede über ein internationales Schiedsgericht. Grey und Briand, sagte er, hätten ihre Zustimmung zu einem Plan gegeben, wonach ein Bund gebildet werden solle, der den Frieden auftecht erhalten müsse. Ein zufriedenstellender Friede könne nur auf der Grundlage geschaffen werden, die durch den Friedensverband vorgeschlagen werde, nämlich durch die Schaffung einer in- temattonalen Polizei, durch Abrüstung und Zustandekommen einer Uebereinstimmung hinsichtlich des Völkerrechts. Taft behauptete, der deutsche Staatssekretär Jagow habe den durch England und Frankreich angenommenen Vorschlag als lediglich theoretisch bezeichnet und ihn daher nicht iff Erwägung ziehen wollen. .■/):.,,
Englische Spionage.
New Gork, 20. Mai. (Funkspruch von dem Vertreter des SB. B.) Der „New Aork Amercan" erzählt eine Geschichte über die verwerfliche Art des Vorgehens des britischen Geheimdien st eS. Danach steht fest, daß der britische Marineattache Kapitän Gaunt, einen Laufjungen verleitet hat, seinem Arbeitgeber, Dr. Fuehr einem ehemaligen deutschen Beamten, der jetzt hier ein IlebersetzungSbursau leitet, Briese zu stehlen. , .
Holland in 7lot
Rotterdanr, 19. Mai. (W. 95.) Der „Rotterdcmrsche Courant" veröffentlicht einen Bericht des Kapitäns des Dampfers „B a n d e o n g" über die Begegnung des Dampfers mit einem deutschen Tauchboot im Mittelin e e r. Der Kapitän erllärt, daß er deswegen auf daS Boot zugefahren sei, weil dieses nach Abgabe mehrerer scharfer Schüsse das Signal zum sofortigen Verlassen des Schiffes gehißt habe, sodaß anzunehmen war, daß der Kommandant des Tauchbootes den „Bandeong" irrtümlicherweise für ein feindliches Schiff gehalten habe. Der Kapitän des „Bandeong" erklärt, er habe das Schiff nur deshalb näher an das Tauchboot heranbringen wollen, um diesem zu ermöglichen, dm neutralen Charakter des Dampfers festzustellen. Er habe das Manöver in langsamer Fahrt ausgeführt, um den Anschein zu vermeidm, daß er das Tauchboot angveifen wolle.
Haag, 19. ^-i. (W. 93.) Die Marinebehörde leitet eine Untersuchung ein über den Unfall des Dampfers „Balavier 5", sobald der Teil der Besatzung, der sich jetzt noch in England befindet nach Holland zurückkehrt.
Amsterdam, 19. Mai. (W. B.) Die Post der Dampfer „Grachterland" und „GrotiuS" für Ostindien mußte in England zurückgelassen werden.
Englisch-russischer Ankerseebsolkrieg.
Stockholm, 19. Diai. (W. B.) Die ententeftmndliche Zeitung „Sizialdemokraten" schreibt über die Torpedierung der drei deutschen Kohlendampfer:
„Die rircksichtslose Torpedierung ohne vorhergehende Warnung und infolgedessen mit Opfern an Menschenleben hat nahe bei unserm Küsten stattgefunden. Diesmal waren es russische Unterseeboote, welche die von der ganzen zivilisierten Menschheit verurteilten Methoden angewandt Habers. Die gewaltige Entrüstung, die derartige Ereignisse immer in dm Ländern der Entente hervorgerufen haben und die lebhafte Zustimmung zu den Forderungen Wilsons nach einer mmschlichm Kriegführung, die zwischen Kämpfem und Richtkämpfern unterscheidet, legen eine bestimmte Verpflichtung auf."
Englischer Flaggemttißbrauch.
HelsingLorg, 19. Mai. (W. B.) Der deutsche Dampfer „T r a v e" wurde gestern abend neuneinhalb Uhr auf der Hohe von Kullen von einem englischen Tauchboot beschossen, torpediert und versenkt. Die Besatzung von 17 Mann wurde gerettet. Das englische Tauchboot machte sich eines Flaggenmißbrauchs schuldig, indem es die deutsche Kriegsflayge hißte, um den Dampfer aus den chwedischen Hoheitsgewässern herauszulocken.
Versenkte Schiffe.
London, 19. Mai. (SB. 93.) Nach einer Meldung von Lloyds Agentur aus Grimsb y ist das Motorfischerboot „Hüll" von einem Unterseeboot versenkt worden. Die Besatzung ist gerettet.
London 18. Mar. (W. B.) Meldung des Reuterfchen Du« reauS. Der britische Dampfer^ „Mac Research" wurde in der Nordsee versenkt. Ein Mann ist tot, drei verwundet, die übrigen gelandet.
a Kopenhagen, 16. Mai. Nach einer Meldung der „Ber- lingske Tidende" soll im Minenfeld außerhalb von F a l st e r * boe am Südeingang des Oeresunds ein Schiff untergegangen sein. Die Masten ragen noch empor. — In den letzten Tagen trieben am nördlichen Teil der jütlärrdischen Westküste v i e l t Minen an; mehrere davon waren englischen Ursprungs und außergewöhnlich groß.
Grey hat bekannüich erst dieser Tage wieder behauptet, es sei unwahr, daß England auf die Einkreisung Deutschlands und einen Krieg hingearbeitet habe. Wir sind nun in der glücklichen Lage keinen geringeren als den tapferen Verteidiger von Kut-el-Amara, General Townshend, als Zeugen für die Unwahrhastigkeit Greys anMrm zu können. Wie die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt, war im „Tag" vom 16. Mai in einem Artikel „I n- dtskretionen des Generals Townshend" ern Gespräch wiedergegeben, das dieser Gmeral vor mehreren Jahren auf der Fahrt nach Süd-Afrika mit einem deutschen Mitreisenden hatte, den «r für einen Buren hielt. Der Vorfall sei damals auch an die deutschen Konsularbehörden berichtet worden. .Diese sollen er ober, heißt es in dem Artikel des „Tag", abgelehnt haben, der Sache irgend welche Bedeutung beizumessen. Diese Be- hauptung ist unrichtig. DaS Kaiserliche Konsulat in Johannisburg in Süd-Aftika berichtete im Jahre 1911 über den Vorfall an den Reichskanzler u. a.:
„Auf dem englischen Postdampfer, der von Southampton in Kapstadt ankam, ereignete sich folgende ergötzliche Geschichte. Mit dem Dampfer fuhren unter anderen der B r i - gadegeneral Towshend. Infolge eines Versehens hielt er Herrn v. H. für einen Dr. V. und er erkundigte sich zunächst vorsichtig, ob England jetzt auf die politische Treue der Buren rechnen könne. Nachdem H. ihn über diesen Punkt beruhigt und dadurch sein Vertrauen gewonnen hatte, erzählte der General, er sei w^ige Tage vor seiner Abreise bei Lord Roberts gewc u. Dieser habe versichert, es werde bestimmt dieses oder spätestens nächstes Jahr Krieg zwischen Frankreich und Deutschland geben, in dem England sich auf die Seite Frankreichs stellen werde. Der ganze Kriegsplan sei zwischen England und Frankreich bis ins Einzelne abgekartet.
Nach der ganzen Persönlichkeit des mir gut bekannten Herm v. H. und meines Gewährsmannes kann an der Wahrheit der Geschichte kein Zweifel obwaltew umso weniger, als ein anderer deutscher Passagier desselben Dampfers mir erzählte, der General, offenbar ein rrou plus ultrn von Naivität habe ihm klagenden Tones den ganzen Vorfall mitgeteilt, nachdem er seinen Irrtum erkannt hatte. Dieser Bericht ist entsprechend der Bedeutung des Vorfalles und den Aeußerungen des Generals Townshend gewürdigt und verwertet worden."
französische Zeppelinstudren.
Amsterdam, 19. Mai. (W. B.) Einem hiesigen Blatt zufolge meldet der Salonrker Korrespondent der „Times", daß französische Militärtechniker damit beschäftigt sind, den niedergeschossenenZePpelin, der mit vieler Mühe aus den Sümpfen geborgen, zu rekonstnneren.
von den türkischen KriegsschaWlStzen.
Konstautiuopel, 20. Mai. (W. B.) Hauptquartiersbericht: An der Jraksront nichts Neu«eS.
An der Kaukasusfront nahm unsere Artillerie «mf dem rechten Flügel das feindliche Lager unter ein wirksames Feuer. Oertliche Feuerkärnpfe und Scharmützel von Patrouillen in der Mitte und auf dem linken Flügel. Zwei feindliche Flugzeuge, die von T e n e d o 8 kommend di« Meerenge überflogen, wurden durch unser Feuer vertriebm. In den Gewässern Smyrnas schossen zwei feinolich« Kriegsschiffe einige Granaten auf gewisse Oerttichkeitm und zogen sich dann zurück. Im übrigen nichts von Bedeutung.
gelangt seien. Viele seien aus den militärischen Einrichtungen gestohlen worden, andere wurden von beurlaubten Sol- Laten gekauft. Eine Menge Revolver sei von NeisenLen im iGepäck verborgen mitgebracht worden. Munition vrr« tschaffte man sich auf ähnliche Weise, aber die MunrtionSvor« «rate waren nicht groß. Gegen Ende des Jahres 1914 war aus idem Widerstand der irischen Freiwilligen gegen die Be« jv>ühungerr Redmonds und seiner Partei, Irland mit dem Mecht deS. Reiches in eine Linie 311 bringen, bereits hervor« gangen, daß die Organisation unloyal sei. Von da an wurde «sie scharf beobachtet. Die Waffeneinfuhr wurde streng geregelt und es wurde viel getan, um die Verbreitung «aufhetzender Literatur zu verhindern. Dennoch schrieb Na« tthan an den Generaladjutanten in einem Brief, daß er trotz ^der Lebhaftigkeit der irischen Frerwilligenbewegung nicht glaube» daß die Führer einen Aufstand Hervorrufen wollten» wder daß die Freiwilligen genug Waffen, hätten, um einem solchen Aufstand einen ernstlichen Charakter zu geben. Er
Urgte hinzu. da?Hsche Volk sei nicht unloyal. ^Di-e Regie» --- - ---~
Die Torpedierung der „Tubantia".
Haag, 19. Mai. (W. B.) Amtlich teilt daS Marine- Ministerium mit: Die Besprechungen des KapitänleutnantS CanterS in Berlin über die Ursache deS Untergangs der „Tubantia" haben zu keinem endgültigen Ergebnis geführt. Nach der Untersuchung einiger Metall« stücke, die in den Booten der „Tubanüa" gefunden worden waren, gab die deutsche Admiralität zu, daß die Metallstiicke Teile eines deutschen Torpedo, seien, der der Bewaffnung eines deutschen Unterseebootes angeh orte, ver Kommandant dieses Unterseebootes erklärte, daß dieses Torpedo nicht am 16. März auf die „Tubantia", sondern am 6. März auf ein britisches Kriegsschiff abgefeuert worden sei, aber sein Ziel verfehlte. Die holländische Regierung wird auf eine eingehende Untersuchung dringen, um in di« „Tu-
^^. banffa^Angsle genhe it volle Klarheit zr r br ingen ^ -—-
Bombardement von el Arisch.
London, 19. Mai. Eine amtliche englische Meldung besagt:- Am Morgen des 18. Mai bombardierten britische Kriegsschiffe, Flugzeuge und Wasserflugzeuge el Arisch, den wichtigsten Posten der Verbindungslinie zwischen Syrien und Aegypten. Die Kriegsschiffe beschossen das Fort südwestlich der Stadt. Man glaubt, daß es in einen Trümmerhaufen verwandelt worden ist. Der Luftangriff zerfiel in zwei Abschnitte. Wasserflugzeuge eröffneten das Bombardement, später folgten Flugzeuge, die den Auf- ttag hatten, die feindlichen Flugzeuge in Gefechte zu verwickeln und dem Lagerplatz der feindlichen Truppen besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Eine 1000 Mann starke Truppen- kelonne wurde südlich der Stadt auf den Marsch gesandt. Drei Bomben explodierten zwischen den Truppen. Auch die Lagerplätze wurden erfolgreich mit Bomben belegt. Alle, Schiff« und Flugz euge sind wohlbehalten zu rückgek ehrt.
_SK MÄ1S16.
Austausch der englischen Oberbefehlshaber in westägypten und Salonik.
General Bryan-Mahon (bisher in Salonik) übernahm, das Kommando der Truppen <m der ägyptischen West, grenze. General M i l n e r erhielt daS Kommando ia S a l 0
Abberufung des französischen Gesandten in Bukarest.
Der französisch« Gesandt« Dlondel und W Militärattache Pichon sind abberufen worden.
Blondel wurde, Bukarester Blättermeldungen zufÄl» auf eigenes Ansuchen abberufen. '
Sesterreichisch-uugarischer Tagesberichk.
Wien» 19. Mai. (W. B.) Amtlich wird verlautbart:
Russischer und südöstlicher Kriegsschauplatz: Kein,
besonderen Ereignisse. ^
Italienischer Kriegsschauplatz r Die an der küste«. ländischen und Kärnter Front eingetretene Feuer, pause hielt im allgemeinen auch gestern an. Heute früh wurden zwei feindliche Angriffe auf die von unseren Truppen unläna,'! gewonnenen Stellungen östlichMonfalcone abgeschlagen — Eines unserer Seeflugzeug-Geschwader belegte die Bahnhofz. anlage von San Giorgio di Nogaro und die feindliLe Seeflugstatton nächst G r a d 0 erfolgreich mit Bomben. — K. der Südtiroler Front gewann unser Angriff unaufhalj. sam Raum., Auf dem Armenterra«Rücken wurden seckz italienische Angriffe abgewiesen. Unsere zwischen dem Astach- und Laintale vorgerückten Kräfte unter Füb. rung Seiner K. K. Hoheit des Feldmarschalleutnants Erzherzog Karl Franz Josef trieben den Feind an der ganzen Front Wetter zurück und bemächtigten sich heute früh der ttalienrschen Panzer« werke Campomolon und Toraro. Zwischen La in. und B r a n d t a l (auf Vallorso) erreichten unsere Truppen de» Nordrand des C 0 l Santo. Im E1 s ch t a l e mußten die Italiener die Orte Marco und M 0 r i räumen. Die Zahl der seit Beginn unseres Angriffs gemachten Gefangenen hat sich aus über 10,000 und 196 Offiziere, die Beute aus 51 Maschinenae. wehre und 61 Geschütze erhöht. B
v. Höfer. Feldmarschalleutnant.
Die Bemühungen -es Vapstes
um Sen Arledeu.
Ein neuer Schwindel Greys.
Berlin, 19. Mai. (83. B.) Die „Norddeutsche Alls«, meine Zeitung" schreibt:
Nach einer Meldung des Reuterfchen Bureaus hat Grey im Unterhause mitgeteilt, der Vatikan Hecke in Deutsch, land Vorstellungen erhoben, um Deutschland zum Aufgeben des Unterseebootskrieges zu bewegen. Diese Mit» teilung entspricht nicht den Tatsachen. Vielmehr hat der Papst, wie wir von zuständiger Seite Kören, Deutschland und den Vereinigten Staaten seine Bereitwilligkeit zu erkennen gegeben, in der Streitfrage Zwischen beiden Regierungen zu vermitteln. Der K a r- ser hat dem Papst unter Hinweis c f die inzwischen bereits erteilte Antwort für di« gujen Absichten gedankt.
Wilsons Antwort an den Papst.
New Jork, 19. Mai. (W. B.) Durch Funkspruch des Vertreters vom W. T. B. Wie Associated Preß aus Washington meldet, hat Wilson auf das ihm kürzlich vom Papst zugegangene Schreiben geantwortet Die offiziellen Stellen im Weißen Hause lehnten es ab, sich auch in Erötte» rungen über das Schreiben des Papstes oder Wilsons Antwort einzulassen, jedoch wird in anderen Kreisen bestimmt angenommen, daß der Schristemmstausch nur entf*mt etwas mit der Frage des Friedens in Europa zu tun hat. Wie verlautet, habe Wilson den Papst davon in Kenntnis gesetzt, daß er eifrig darauf bedacht sei, die Veveinigten Staaten nicht in den §krreg hineinziehen zu lassen und daß er sein Möglichstes tun würde, soweit es mit der Ehre und dem Recht« der Vereinigen Staaten vereinbar s ei. _
Die AlandS'Znseln.
Das „Echo de Paris" erfährt, Schwede« habe von den Alliierten Garantien erhalten, daß die Alandsinseln nach dem Kriege nicht länger befestigt bleiben dürfen.
Stockhrlm, 19 Mar. (W. B.) Der Minister de» Aeußern Wallenberg antwortete irr der Ersten Kammer auf die am 3. Mar von Professor Steffens wegen der Alandsfrage gestellten Frager^ unter Hinweis aus seine inzwischen abqccrebenen Erklärungen, daß er die Regierung für ihre Pflicht halte, mit unaufhörlicher Aufmerksamkeit diese Frage zu verfolgen und daß nichts unterlassen werde, um auf diesem wie auf den anderen Gebieten die Rechte und Interessen Schwedens wahrzunehmen. Was die Maßnahme Schwedens in dieser Frage anlange, so könne auS leicht begreiflichen Gründen jetzt auf Einzelheiten nicht eingegangen werden.
In der Ersten Kammer drückte nach Antwort des Ministers des Aeußern Professor Steffen seinen Dank und gleichzeitig seine Zufriedenheit mit der einstimmigen und kräftigen Zustimmung sämtlicher Parteiführer aus. Die Aist, merksamkeit sei, so fuhr er fort, auf die Frage gelenkt und^ diese ernsthaft erörtert worden, was die Interpellation Haupt« sächlich bezweckte. Er hob ferner hervor, daß die Alandsbefesti« gmrgen nicht auf irgendeine Absicht Rußlands oder Englands hindeuten, Schweden anzugreiftn, sondern die Drohung läge darin, daß die Mächte durch die Kriegslage gezwungen werden könnten, einen für Schweden gefährlichen Gebrauch davon zu machen. Mit der Frage von Krieg oder Frieden für Schweden habe die Interpellation keinen unmittelbaren Zusammenhang, sondern nur mit den Bedingungen, unter denen eS den Frieden bewahren könne. Steffen erklärte sich weiter bereit, die Erklärung des Ministers des Aeußern als den Ausdruck des festen Entschlusses der Regierung aufzufassen, hier wie auf anderen Gebieten das Interesse Schwedens wahrzunehmen.
Kaiser Wilhelm als Gründunasmitglied der Angarifchen Historischen Gesellschaft.
Budapest, 19. Mar. (W. B.) Zn der heutigen Sitzung der Ungarischen Historisch! x Gesellschaft erfolgte mit großer Feierlichkeit di« Aufnahme Kaiser Wilhelms in die Reihe der gründenden Mitglieder, Vizepräsident Ministerialdirektor Doktor Desider C s a n k y, der in der Abwesenheit des Präsidenten, Geheimval Ludwig Thallczy, den Vorsitz führte, verlas zuerst ein Schreiben des Botschafters v. Tschrrschky mit der Mitteilung, daß Kaiser Wilhelm der Gesellschaft als gründendes Mitglied beigetreten sei. Csanky hielt hierauf eine Rede, in der er den Dank und die hohe Genugtuung der Gesellschaft über die Auszeichnung ausdrückte, die sowohl ihr als auch der ungarischen Gesellschaft und den: öffentlichen Leberr Ungarns durch den Beitritt Kaiser Wilhelms, der der würdige Sohn der großen Zeit genannt zu werden verdiene, widerfahvm sei. Hierauf stellte der Vorsitzende den Antrag, die Historische Gesellschaft möge Seiner Majestät anläßlich des BeittitteS in die Gesellschaft ihre begeisterte Huldigung auSdrücken und möge ihm zugleich ihren ergebensten Dank aussprechen für die durch den Beitritt zur Ungarischen Historischen Gesellschaft erwiesene Ausreichnung. Der Antrag wurde hierauf etnstinnnlg unter Eljenmfen auf Kaiser Wilhelm «mgsi nommen. !
ZNassenspeisungen in Berlin.
Die Stadt Berlin bereitet für -den Winter, uni eine rationelle Bewirtschaftung für vorhanden« Nahrangsl mittel zu erreichen, grossere Massenspeisungen vor, ES sollen große Z e n t r a lk ü ch e n geschaffen werden, von denen aus durch eine besondere Organisation ganze zvrke gespeist werden können. AuS den Abgabestellen, dre eins gerichtet iverden, sollen die Mahlzeiten in der Hauptfach« a b yt § 011 werden. I
Ziehung der Klaffen-Lotterie.
Lerkin, 80. Mai. (W. B.) In der heutigen Vormittags zrehung der Preußisch.Süddeutschen Klassen- lotterte fielen 10 000 Mark auf die Nr. 217072 ; 5000 Md auf die Nr. 65978 und 419026 ; 8000 Mark auf die Nr. 71lv 12740 21294 21497 22768 35298 89092 49719 49791 S608l 63980 66976 67480 68241 70249 71826 73674 74999 87331 67851 100995 104295 106260 111735 118426 120625 134599 137536 162719 177900 I80286 180254 182111 183600 186060 196tz67 200589 und 333807.. (Ohne -

