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Das falsche Fahrzeug

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Diesem Schiffe wage ich mich nicht anzuvertrauen; wo ist denn der DampferHerrenhaus

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der nach dem alten Kurs fährt?

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Ich kennt vor wehmuth flenne.

Lyrisch elegisch.

Ich kennt vor Wehmuth flenne, Es saust um mich erum,

Die Brust dhut merr verbrenne, Herrsch! wie dumm, wie dumm!

Es sticht merr in de Seite,

Es bumbt merr in meim Herz, Ich mecht die Mensche meide,

So oosig is mei Schmerz.

Ich stolwer in die Wälder Ich such die Einsamkeit,

Ich lääf uff Stoppelfelder Bei Nacht un Tageszeit.

Die Frösch dhun net mehr plärre Melodischquak quak quak."

Ganz einsam muß ich erre,

Die Hänn im Hosesack.

Ich wääß net, w o des Jwwel Merr in der Knoche leiht,

Ob's unne in meim Stiwwel,

Ob's uff der Mageseit,

Wer is es, der dadriwer En rechte Uffschluß giebt?

Die Ääge geh'n merr iwer-

Ich glääb, ich bin verliebt!

H. Berg.

E Räthsel. <§©

Es war einmal ein Ehemann In irgend einem Ort,

Der liebte das ... der liebte... was ? Je nun, mein Räthselwort.

Der miserable Tropf, er ging Durchaus nicht gerne fort Vonjenemhm!von welchem denn? Nun, von dem Räthselwort.

Oft sagte seine brave Frau:

Das ist der reine Mord.

Du trennst dich nie von . . . .

trennst dich nie ... . Nun, von dem Räthselwort."

Sie flehte ihn, sie warnte ihn. Doch ließ er es nicht sein,

Und da befiel den argen Wicht Ein böses Zipperlein.

Da dachte unser Ehemann:

Wo find' ich Heilung nur?

Bei Allo Homöopathie,

Bei Aerzten der Natur?"

Und endlich fiel ihm ein:Es

sei . . .

Es sei das Räthselwort,

(Von dem der letzte Buchstab sich Verändert) jetzt mein Hort."

Iritftosttn.

Langjähriger Leser Hier: Ueber die Jesuiten dachte man in Frankfurt vor 330 Jahren nicht anders, als Sie zu denken scheinen. Im Jahre 1561 befanden sich zwei jesuitische Patres im Domstist und die lutherischen Prediger stellten dem Rath vor: Unter dem Vorwand die Jugend zu unterweisen, pflanzten sie nur ihre Grundsätze fort. Würde der Rath sie jetzo dulden, so möchte er sie nie wieder los werden können." Nach einer ernstlichen Warnuug des Raths zögerten sie nicht, ihren Stab weiter zu setzen." Und was die Klöster betrifft, so wird der Klosterfrau Katharine Meerfelderin, als sie um eine Be­stätigung ihres Testaments zu Gunsten des Weißfrauenklosters nachsuchte, vom hohen Rath dieselbe versagt und hinzugefügt:Weil in dem Kloster täglich gefr und gef wird, doch endlich einmal ein Einsehen zu haben u. s. w. M. R., Hier: Weßhalb sollte nicht auch ein corpulenter Turiddu Liebeskummer haben? Jedenfalls ist das recht realistisch, also zeitgemäß. M., Bornheim: Sie fragen:Könnte die polizeiliche Beaufsichtigung der Bühne nicht am besten in der Weise vor sich gehen, daß ein Schutzmann als Souffleur fungirt und alle polizeiwidrigen Stellen einfach fortläßt?" Probiren könnte man es ja. Mann­heim, N.: Bei der jetzigen Hochfluth von Concerten beneiden wir keinen Kritiker, zumal bei der herrschenden Temperatur. Einem Musik­kritiker muß es unbegreiflich sein, wie sich Jemand darüber freuen kann, wenn ihm der Himmel voller Geigen hängt. Stud. in G.: Wir bedauern Ihren armen Vater, wenn Sieeinsam nachtwandelnd" phi- losophiren:Die Hausschlüssel, die man doch immer in der Tasche trägt, wären so groß, und die Schreibtischschlüssel, die man (!) doch so wenig benutzt, so klein." W. B., Sand weg. Sie können uns für solche Zeitungsträgersünden doch nicht verantwortlich machen.

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Auflösung des Räthsels aus No. 6: Einkommensteuer.