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H amprlmann: Hoch unser Volger! dreimal hoch!

Des hääß ich doch en Geolog!

Der hat doch gleich gemißt gewiß,

Wo hie in Frankfort Wasser is!

Der hat des net gesucht im Mää,

Dann der is ewe ebbes klää,

Un 's hat's ääch net dorch Frösch un Störch Erfahrn der zweite Senkenberg;

Un hat ääch net, un des war schee,

De Leut in's Regefaß geseh,

Un in die Züwer un die Krug,

Drum desto größer is sei Sieg!

Der wußt schon wo merr Wasser krag!

Un hat gebohrt beim Bundesdag.

E Hochstiftswasser,, ganz famos!

Der Sege un die Füll' is groß:

Wird's Goethehaus net abgedämmt So wird's vonMeister" iwwerschwemmt;

Sie lääfe schon dorch's Kellerloch,

Wie lang kann derr des dauern noch,

So is des Owwerstübbche gar .

Net richdig mehr un in Gefahr, , > ,

' Un geht's so fort, gebt acht, am End ^

Da weicht des ganze Fundament.

No, daß der Herr Dokter Volger sämmtliche Mitglieder un Gesandte vom freie deutsche Bundesdag, zu Määster vom freie deutsche Hochstift ernannt hat, des is net mehr wie billig. Dann 'hör allem kostt's nix, un dann hat sich der Bundesdag sowohl um's deutsche Trauerspiel als ääch um die deutsche Posse ganz unbestreitbare klassische Verdienste erworwe. Ääch in .der ältere Lyrik, odder um als deutscher Mann mich reindeutsch auszudricke, in der alt Leher hat er Großes und Klassisches geleist, deßgleiche ääch in der deutsch Geschicht; ; ganz besonnersch in der neuste, die vorzüglich dorch den preißische un österreichische Gesandte is bearbeitet warn. Im Völkerrecht un in de Rechte iwwerhääpt hat der Bundesdag ganz neue Aastchte entwickelt un , in der Medezin hawe se, außer de preußische Pille, dem eisehaltige Weg- kraut, dem pommerische Gallappel un de Berliner große Rosine^ ääch noch , iwer des Wiener Tränkche un den Carmelitergeist große Unner- suchunge aageftellt. In der Theologie awwer hat der Bundesdag Gotten gute Mann sei lasse, was er ääch merklich is. Daderrgege hat er in de mathematische Wissenschafte, un besonnerscht in der Geo­metrie weniger geleist. So is er z. B. nie aus seim stumpfe- Winkel er auskomme, un von Größe war em kää rechter Begriff beizebrenge. Ääch hat er nie die Zeit zu berechne verstanne-un hat sich sehr häufig in de Jahreszahle geerrt. Die Physik is ääch sei schwach Seit net, besonnerscht hat er die Lehre vom Licht niemals bedappelt, daderrgege hat er's in der Experimental-Physik weiter-gebracht un -'s. hat im Jahr 1848 sogar emal bei em eingeschlage. In der Chemie odder Scheidekunst hawe's awwer viele seiner Mitglieder sehr weit gebracht. Ääch was den Nidderschlag aabelangt, dann ganz Deutschland war schon sehr häufig niddergeschlage. Die meiste Mit­glieder wisse ääch, wie merr aus Gold Babbier mecht, besonnerscht der Oestreicher! un der Preuß kann aus beinah pure Küpper die scheenste Silwerjroschen mache. Des berihmste Werk awwer, des der Bundesdag erausgewwe hat, des is e Naturgeschicht in dere Adler mit zwää Köpp un Lowe mit zwää Schwänz un zwää Zunge drin vorkomme un sogar e Meckleborjer Ochs, der wie die Kaffern und Hottendotte en Ring in der Nas hat. Ob des von Wege der Abstam­mung is, nämlich der Meckleborjer Ochse, des wääß ich net, so viel awwer is gewiß, daß es jetzt noch in Meckleborg sehr viel adelige

Kaffern gibt, dann, Gott verdamm mich naä, des duht der liewe- Gott net, des duht nor die Ercyklica. Awwer was mach ich merr draus! Des is ääch gar nix Neues. Schon vor dreißig Jahr hawwe die Leut gefacht: Der Hampelmann, der ife ganz verdammter Kerl! Ich hoff' sogar e Geschäft mit dere Encyklica ze mache un Hab' derr eigens e groß Barthie geflammte bääwollene Encyklica-Strimb aafertige lasse, for diejenige, welche dem Deiwel nicht baarsuß zulääfe wolle. Awwer von diejenige welche zu redde!Er" is jetzt aus- der Mode, dann der Babst hat bei seiner Neujahr-Aasprach an die französche Offezier in Rom gefacht:Ich rufe die Segnungen des Himmels an für die Kaiserin, für ihren erhabenen Sohn un für denjenigen welcher . . . . Un des is des wahrste Wort, des seit dausend Iahrn in Rom is gesproche warn un der richdigst Titel,, den merr dem Naboljon beilege kann, dann der is merklich derjenige welcher.

Ist derjenige, welcher diejenige,

Nicht immer ganz heilige Kenige,

Un sonst'ge Casper, Balser un Melcher,

Am Bennel hat als derjenige welcher!

Da kürzlich der Alderman Appes in Hüll mit großer Mühe und für vieles Geld die h i st 0 r i s ch e Kuh" an sich brachte, von. deren Milch der kleine Prinz von Wales in Dänemark getrunken hat,, so finde ich mich zur Verhütung von Mißverständnissen, zu der Er­klärung veranlaßt, daß ich die nachfolgende Strophe schon vor vielem Jahren gedichtet habe:

O König Wischwamitra,

Was für ein Ochs bist du,

Daß du so viel bezahlest, ,

Und Alles um eine Kuh H. Heine-

Des deutschen Michels Mitesser.

Melodie: Prinz Eugen der edle Ritter rc.

Michel, du bist gut berathen.

Denn ein Heer von Advocaten Sorget für dein theures Recht. Drum, weil sie für dich Processen, Laß am Tisch sie mit dir essen»

Füg' dich stets als treuer Knecht.

Und, ein besseres Jenseits schaffen Dir die Legionen Pfaffen,

Sie erst sorgen für dich recht.

Bilden dich und lesen Messen,

Drum, auch sie laß mit dir essen. Füg' dich stets als treuer Knechtr

Drohen Feinde unfern Staaten, Zieh'n gleich Million Soldaten,

Dich zu schützen in's Gefecht.

Alle, standesangemessen.

Laß an deinem Tisch mitessen.

Füg' dich stets als treuer Knecht.

Keiner dieser unterläßt es Stets zu sorgen für dein^ Bestes, Sonst ging dir's gewiß recht schlecht. Drum laß Alle mit dir essen.

Und verbleibe still indessen Michel der getreue Knecht.