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Neuestes Bücher-Verzeichniß.
„Der römische Schafspelz in -er Trockenwäsche." Von Stiftsprobst Döllinger. (Von dem nämlichen Verfasser befindet sich unter der Presse: „Keine Krähe hackt der andern das Auge aus.")
Der Protestantenfresser. Zeitschrift unter Mitwirkung des Bischofs von Brixen und anderer Priester redigirt vom Tiroler Wastel. Inn- spruck. Klostergasse Nr. 0.
Magnatenspieget, nebst einem Exercir-Reglement für junge Grafen, von Benediktus W achtmeist er, Oberinstruktor assentirter Honveds. Croatien und Slovakien. Gedruckt in diesem Jahr.
Ich spiele nicht mehr mit. Lustspiel von Stephanus Herzog, z. Z. Forstmeister im Schaumburger Wald.
Neueste Lieferung des ornithologischen Cabiuets: Die Neichsraths- Amschel. (Dieser Vogel zeichnet sich durch seinen tiefgelben Schnabel und goldfarbiges Gefieder aus.)
Aeber die Anfittlichkeit des Zweikampfs. Akademische Abhandlung von Prinz Plonplon. Dem Ritter O'Maul gewidmet.
Motto: Wenn an der Spitz' das Stichblatt war', Dann kam' auch ich wie And're her.
„Muß ist harte Suß". Von Obigem. Staatsrathsdruckerei.
Der unausbleibliche Ministerwechsel, oder: Cavour's Pyrrhussieg, angestauut von einigen journalistischen Waschfrauen in Deutschland. Druckerei von Garibaldi, Ricasoli, Ratazzi u. Comp.
Die Kunst zu heulen, von Comes Montalembcrtus, früher Kreuzfahrer, z. Z- Schlüsselsoldat. Ploermel und Maria C'insideln. Verlag des Borromäusvereins.
Die überkatholischen Gebirgs-Chinesen Deutschlands, im gewöhnlichen Leben „gemüthliche Tyroler" genannt, haben, dem neuen öster
reichischen Protestantengesetze ganz entgegen, den fast einstimmigen Beschluß gefaßt, keinem Protestanten die Niederlassung und den Grundbesitz in ihrem Laude zu gestatten. Nur Hr. vr. Putzer sprach dagegen und putzte sie gehörig herunter. Dieser Putzer wird aber nicht der einzige Putzer sein, den sie noch abkriegeu. Einstweilen schicken wir ihnen hier ein paar Verszeilen zu:
Prot'stanten, G'vatter, sein grausig ;' schaun,
Han Hörner, wie'n Deisel, un a Schweiferl un Klaun.
Tyroler sein lustig, sein herziga Bu
Un wann's nit g'scheit sinn, so können's nix d'zu.
Aus einer neapolitanischen Schule.
Schulmeister: Knaben! Wir conjugiren heute das Verbum Sein.
Wie heißt das Perfektum, Franz?
Franz: Ich biu gewesen.
Schulmeister: Wohl gesprochen. Und das Präsens, Viktorl? Viktor: Ich bin.
Schulmeister: Auch gut! Aber das Futurum? Wer weiß das? Joseph: Ich und die ganze Bank da!
Schulmeister: Nun, so sagt's!
Die oberste Bank: Wir werden sein.
Schulmeister: Brav gemacht; und nun Schul' aus!
Den Polen ist verboten worden, in ihren Kirchen für ihr Vaterland zu beten. Wahrscheinlich har man befürchtet, unser Hergotb verstände polnisch. Wir wollen das von ganzer Seele hoffen; er hat ja auch-italienisch .verstanden, und wenn , er uns. Deutsche nicht versteht, ist sicherlich unsere verwirrte Grammatik nicht allein daran schuld.
Bilder aus der Walpurgis-Nacht.
(Frei nach Gö
Erster Hexen - Chor.
Wir ziehen zum Brocken durch Nacht und Thau,
Der Himmel ist wieder berlinerblau.
Es sprosset und keimet und blühet schon Im freien Felde die Kaiserkron'.
Hui! Hui! Hlti!' • ■ • • ■ i" 1 -
Wir ritten die halbe Nacht hindurch, -
Wir kommen vom glücklichen Mecklenburg; ~ j
Der Herr Minister hat keine Zeit, . ^
Er hat sich dem Wohle des Volkes geweiht.
Hui!'Hui ! Hui! f
An Dresden sind wir vorbeigereist, ' ' ' ;
Auch viele herzliche Grüße vom Beust! - -
Von Kassel auch den besten Gruß l.
Dem Herren mit dem Pferdefuß! ;•
Hui! Hui! Hui!
Zweiter Hexen- Chor.
Wir kommen von Darmstadt in Saus und Braus,
Der Herr von D. ist schon voraus;
Wir ließen ihn vor, er schrie uns zu sehr Aus deutschem Herzen: vivo llemporeur!
Hui! Hui! Hui!
Wir zogen vorbei am Bundestag,
Sie riefen uns zu: wir kommen nach!
Mit Lichtenstein ist was passirt,
Der Herr ist noch nicht instruirt.
Hui! Hui! Hui! .
Dritter Hexen - Chor.
Wir kommen vom fernen Oestreich her,
Der Herr v. Schmerling bedauert recht sehr Und lässet sich empfehlen blos.
Es wäre dort selber der Teufel los.
Hui! Hui! Hui!
Wir haben gemacht einen scharfen Ritt
Und bringen auch einen Tyroler mit, . .
's ist gar ein gemüthlicher, treuer Gesell,
Glaubt fest an den Teufel und an die Höll.
Hui! Hui! Hui!
t h e.)
Wir haben auch bei uns einen Magyar,
Der brauchte den' Schullrrbärt als Flügelpaar; >
's ist gar ein wilder und stolzer Mann,
Dem's allein der Teufel recht machen kann.
Hui! Hui! Hui!
Vierter Hexen- Chor:
Wir kommen recta von Berlin,
Das Heer wird nach — Westfalen zieh'n,
Ein Königsmanöver wird hergericht't,
Das ist das erste Manöver nicht.
Hui! Hui! Hui!
M e p h i st o:
Ich bitt' euch, laßt mir diesen Staat in Ruh,
Ich höre gern sonst schlechten Witzen zu,
Doch möcht ich's mit diesem nicht verderben,
Ich Hab' dort viele Junker zu beerben Und Hab' in Pommern meine besten Kunden Und bin ihm drum zu vielem Dank verbunden.
Frankfurter Journal:
Es blühen wieder Wald und Flur Und grünen Berg und Thal,
Und ich Hab' keine Farbe nur.
Ich, Frankfurter Journal!
Und rings ertönt ein Lied-Erguß
Und pfeifl's aus jedem Ton, >
Nur ich Hab' keinen Pfiffikus Bei meiner Redaktion.
Mephisto:
Was wagst du dich herein in's Reich der Geister?
Hinweg, du Nichts, vor meinem Angesicht!
Du warst noch niemals nicht ein Hexenmeister,
Ein Teufelskerl noch niemals nicht!
Prinz Plonplon: viroetemont komm von Paris,
'ab was, is sehr fatal,
Es will xurtout sick mit mir schieß Bös 'erzog von Aumale.

