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J P in Frankf.-MerkenSiedenunicht, daß das Alles über Homburg Gesagte nichts weiter als Reclamepfiffe- und Sprünge sind. — JL. in Fr. Vic­tor Emanuel ist Italien wie eine reife Pomeranze in den Schoß gefallen, oder wie eine gebratene Taube in den Mund geflogen. — Ihr Vergleich mit Harun Al Raschid, welcher die Künste und Wissenschaften beschützte und die Dichter fütterte, die ihn angerstelten und anelisepolkoten, ist nur insofern statthaft, als sich auch der Re „galantuomo nächtlicherweile verkleidet in den Straßen herumtrieb, aber weniger um sich persönlich von dem Zustand seiner Unter, thanen als vielmehr von demjenigen seiner Unterthaninen zu überzeugen. Es war ein großer Nimrod, der mit gleicher Jagdlust wilde Sauen abfing und zahme. — I. B. i n Fr. DaS treffliche Merkchen von Eduard Sack: „Gegen die Prügel-Pädazogen* sei hiermit allen Schulbehörden und Lehrern zum Lesen und zur Beherzigung em­pfohlen! — Die Erziehung mit dem Stecken, ist ein souderbarer Wahn — Wenn man Gutes will bezwecken — greift man's nicht von Hinten an. —

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Es ist eine alte Erfahrung, daß Alles neu Auftauchende mit einem gewiffen Mißtrauen betrachtet wird; aber auch selbst lang in der Wisseuschaft bekannte und angewandte Mittel unterliegen diesem Schicksal, sobald sie in allgemeinen Kreisen be­kannt werden sollen. So erging es auch vor einigen Jahren dem Ehloral, welches Jedermann mit einer gewissen Scheu ansah und heute — es ist eines der verbrei- testen Mittel geworden!

Bei Einführung der Guyot'schen Theerkapseln bei uns, obgleich Theer der Wissenschaft schon seit Langem dienstbar ist (Siehe Prof. Lebert, Handbuch der prakt. Medicin Bd. I S. 1045 u. 1074, Prof. Seitz, Bearbeitung des Niemeyer Bd. I S 85, Prof. Waldenburg und Dr. Simon, Handbuch der Arzneiverordnungslehre S. 555) - konnte man die gleiche Beobachtung machen, und haben sich manche Befürch­tungen über deren Gebrauch geltend gemacht.

In Frankreich, Belgien und Holland, wo dieselben seit langer Zeit eingeführt sind, sind sie in Jedermann's Hand; bei geeignetem Gebrauch war der Erfolg stets zufriedenstellend, und nie hatte Jemand Anlaß zu klagen.

Es dürfte daher interessant sein, eine fremde Autorität zu hören, aus einem Lande, woselbst die Theerkapseln populär sind. Herr Bouchrdat, Profess or der Hy- gienie an der Medicinischen Facultät in Paris, früher Präsident der Medicinischen Academie und einer der competentesten der franz. Aerzte schreibt uns;

„Sie fragen mich, ob ich es für unklug halte, Theerkapseln aus Norweg­ischem Theer in den Händen des Kranken zu laffen, sowie ob deren An- „wendung, ohne Verordnung und Beaufsichtigung von ärztlicher Seite ge- „fahrbringend zu erachten sei!

„Ich habe die Guyot'schen Theerkapseln häufig erfolgreich angewandt „u. kann daher behaupten, daß ich sie, obgleich entschieden heilkräftige „Eigenschaften besitzend, dennoch für eines der unschädlichsten Medikameute „halte.

Genehmigen Sie die Versicherung meiner vollkommensten Hochachtung. Paris, 26. Januar 1878.

gez. Bouchardat Profeffor der Hygienie."

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