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Kietzehipp er: Mei, sag emol, Worschtnas, war dann der Harr Scheff vun Schweizer selig Mistiker un nicht stodirter Jorist?
Worschtnas: Mistiker? Wie su?
Kietzehipper: Ei weil em unser Feuer- un Fuhramt draus an der Schweizerstroß des schiene Monement vun Misthaufe erricht hat. —
Worschtnas: Ja, die dortig Gegend stieht alleweil nicht im beste Geruch; dort Hot die Stadt e grüß Aazahl Baublätz leihe, die se garn behalte megt. — Kietzehipper: Die Schneckehofgässer in der Nachber- schaft solle jo gewiß schun bei Amt vun wege dere neue Roseausstellung in dere Schweizerstrooß vorstellig worn sei un behaapt hawe, die ehrscht Ausstellung uff der Eschemergass hält besser geroche. — Worschtnas: Un do soll merrn gewiß gefacht hawe, des lag norzt an dere kihlere Witterung, da dhets uoch net su rieche; nor stark dreivertel; speter odder met Widder zunemmender Hitz könnts besser kumme. — Kietzehipper: Es soll jo gewiß hibb an der neue Unnermaabrick sor Spekelante die in der Schweizerstrooß Gaartepaläst -baue -wolle, e Wegweiser in de Stadtfarwe uffgestellt wern met der Inschrift: „Norzt der Nas nach!" —
Worschtnas: Nach de Misterien vun Sachsehause, wu die Frankfurter Kehrschelhanues Wunner verrichte. —
Jen 3uMac (latf Heist in ©icrstMifde.
rvMMichm Trotzkiüxkn.
So tteö ist euch der alle Zopf,
Daß kein Befehlen hilft und Bitten, Wohl hat so mancher arme Hropf,
Uuf ihn sich setzend, kühn gestritten Ilnd stellet ihr euch auf den Kopf cSt wird euch dennoch aögeschnitten-
Die Arbeiten des Unternehmers Leutner nehmen, nach einem Berichte desselben an die „Times" einen günstigen Verlauf. Die Officiösen sind leider mit den schwierigen Versuchen so umgesprungen, daß es ganz den Anschein erhielt, als wenn sie scheitern würden.
Ceutrumsschmtzer. d
Vöhl hassen die durch Euch vertret'uen Leute,
So viel auch ihrer smd, das geistige Licht Noch unzufrieden find mit Recht fte heute,
Wcnu's ihnen an Petroleum gebricht.
Gar lüstern waren str nach reicher Leute,
Doch gut bezahlen wollten ste sie nicht Und weil der Fang sie gratis nicht erfreute,
Steigt ihnen nun der Anmnth in's Gesicht-
Ob nicht doch die schwarz- roth- goldene Fahne dem Wetter besser widerstanden hätte, als die schwarz- weiß- rothe ? Man sollte doch einmal in derUeberrumPel- Kammer nach der alten Fahne suchen!
irilkksLlen.
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Wenn die Wähler zum preußischen Abgeordnetenhause Männern ihre Stimmen geben, die einen Stein nach dem andern aus dem Fundamente des Verfassungsgebäudes heraus ziehen lassen, ist nichts natürlicher, als daß sie schließlich wieder bestürzt dastehen.
Aleko Pascha scheint doch auf Rosen zu wandeln, wenigstens lassen die immer zahlreicher werdenden Dornen darauf schließen. Uebrigens scheint die Vertreibung der Juden und Muhamedaner weniger nationalen und religiösen, sondern lediglich literarischen Zwecken zu dienen, denn was dort zur Ausführung gelangt, sind ganz gemeine Räubergeschichten.
Du, der die Drechsler-ank gewechselt Mit Gott Apollos Instrument,
Wie mancher, der sich Dichter nennt Und Verse, statt Figuren drechselt War stolz, besaß' er dein Talent.
Wenn auf zehn Menschen immer neun Ochsen kommen, wieviel Hörner werden sich dann die Wähler noch ablaufen müssen ehe sie ein freisinniges Parlament zu Stande bekommen? *
.t. in Franks.: Wir haben in keiner Weise behauptet, daß die von Ihnen uns mitgetheilte Anekdote auf einerE rfin d un g beruhe, sondern nur bemerkt, daß sie auch noch einmal durch ihr Alter ehrwürdig sei. Wenn wir dabei scherzweise unsere Groß- und Urgroßmutter citir- ten, so wird dergl. einem humoristischen Blatt wohl erlaubt sein. Zudem schrieben Sie uns ja selbst, die Anekdote datire in die 50er Jahre zurück, kann also während dieser langen Zeit ganz bequem schon viermal die Reise am die Welt gemacht haben; sie ist jedoch bedeutend älter als «in Vierteljahr- Hundert, nur mit dem Unterschied, daß sie DauxmeSnil nicht von einem Frankfurter namens E, sondern von einem in die ebenso schöne als geistreiche und verführerische Ni non v. Lenclo ö verliebten Höfling erzählt und zwar bereits schon 1751. — Nach einer andern Lesart trug sich die Geschichte mit einem sächsischen Edelmann und dessen Gattin zu, und zwar direkt und ohne Ber- Mittelung eines Dritten. — Nach dieser letzteren Lesart war der Hergang folgender: Ein sächsischer Edelmann war seiner tugendhaften Gattin überdrüssig geworden und wollte sich von ihr scheiden lassen. Um ihr die Scheidung plausibeler zu machen, erbot er sich, seiner Gattin alles, was sie ihm an Hab' und Gut in die Ehe gebracht, zurückzuerstatten. Auf dieses Anerbieten entgegnete ihm seine Frau: Nun wohl, ich bin es zufrieden, wenn Sie mir auch meine Jugend und meine Unschuld und die Hoffnung meines Lebens, die ich auf Sie gesetzt habe, zurückerstatten. — Bon dieser edelen und herzlich einfachen Antwort wurde der sächsische Edelmann so ergriffen, daß er seiner Gattin zu Füßen stürzte, ihr reumüthig und mit Thränen in den Augen die Hände küßte und sie um Verzeihung bat. — Hat sich nun diese sehr bekannte und alte Anekdote vor erst einem Vierteljahrhundert in Frankfurt verjüngt und wiederholt, und zwar mit derselben guten Wirkung auf Herrn E. wie hundert Jahre früher auf den sächsischen Edelmann, so kann uns, .das nur freuen. — N. N. in Stuttgart: Stuttg. *„Neues Tagblatt", Juli 1879. — „Ein Herr wird in ein Zimmer gesiWht. Lindenstr. 14, HtrhS. 1 Tr." — Hoffentlich nicht als altes Stück Möbel. — A. in Alsfeld: „Unsere regierenden Gemeinderäthe haben beschlossen, das alte Alsfelder Rathhaus, einen architektonisch sehr werthvollen Bau, niederzureißen." — Die Herren Gemeinderäthe von Alsfeld hoffen vielleicht in einem neuen Rathhaus noch weiser zu werden als sie im alten sind. —
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Iole» und Studenten.
Eine Erzählung aus der Demagogenzeit von
Friedrich Stoltze.
(Fortsetzung.)
In dieser Hinsicht wird angegeben, daß der schon aus früheren Umtrieben bekannte ehemalige Lieutenant Dr. Wilhelm Schulz in der Versammlung, an der er Theil nahm, aufgefordert worden seh, eineI Schrift zur Belehrung des Volks über seine Rechte zu schreiben, und daß man den Inhalt einer solchen im Allgemeinen besprochen habe. Als diese Schrift wird eine bald darauf erschienene, auf allen Wegen unter das Volk gebrachte Brochüre der gefährlichsten Gattung bezeichnet. Sie heißt: „das Recht des deutschen Volks, und die Beschlüsse des Franfurter Bundestags". Es wird darin offen zur Steuerverweigerung, zur Gewalt gegen die Steuerbeamten, gegen die Soldaten, und zum Hülferuf an die Franzosen gegen eine Ueber- macht der letzteren, also zu Aufruhr und Landesverrath aufgefordert. Das Volk wird endlich ermahnt zu Protestationen gegen die Bundesbeschlüsse, wie sie bereits in Kurhessen, Württemberg. Baden und Bayern ergangen sehen, zur Wahl entschlossener Männer in die Ständeversammlungen und zur allgemeinen Bewaffnung. Bei einem Gaflmahle, das nach dem Schluffe der Versammlung die Mitglieder hielten, war
auch Venedey gegenwärtig, welcher mit dem dieß zugestehenden Theilnehmer nach Frankfurt gereist war, und sich gegen ihn ausdrücklich als ein aus dem Norden kommender Emissär kund gegeben hatte.
Darüber, daß das nach Frankfurt verlegte Centralcomiteches Preßvereins seine Thätigkeit alsbald begann, ist eine sichere Spur vorhanden. Fünf Wochen nach jener Versammlung schrieb ein thätiges Mitglied des Vereins, der Advocat Dr. Körner in Frankfurt — jetzt flüchtig wegen seiner Theilnahme an der Meuterei vom 3. April 1833 — an den Advocaten Rüder in Eutin: „Du wirst dieser Tage von Seiten des Baterlandsvereins dahier (provisorisches Centralcomite) Listen zur Unterschrift für den Preßverein erhalten". „Täglich", so heißt es in dem Briefe weiter, „nimmt die klare Einsicht in die drückenden Verhältnisse unsers Vaterlands auch bei den Bewohnern des platten Landes mehr Oberhand. . . . Ein herrlich verfaßter Aufruf an die Nassauer, die Steuern zu verweigern, hat Erfolg gehabt, und sie werden verweigert. . . . Die Protestation der Rheinbayern.- die Hambacher
Festbeschreibung . - - - Wirth's neueste Abhandlung: „,Demschlauds Reform"", die bald in allen Ländern zu haben sein wird, bleiben nicht ohne Früchte".
Ob den oben genannten Oppositionsmitgliedern Anträge geschehen sind, darüber findet sich nichts. Der zum Behuf der Aufklärung vernommeue Professor Welcker versichert aber, gegen jedes ungesetzliche Mittel bei einer bestimmten Veranlassung sich ausdrücklich erklärt zu haben. Etwa acht Wochen nach der Versammlung bei Hinkel, und zwar in der Herbstmesse (1832), waren die Professoren v. Rotteck und Welcker in Frankfurt bei einem Gastmahle, welches, nach Aussage eines Thcil- nehmers, ihnen zu Ehren gegeben wurde. (Fortsetzung folgt.)

