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Was fegst de? Die Beziehungen des deutschen Reichs zu den fremden Mächten sind heute noch dieselben, wie zur Zeit der Eröffnung der vorigen Reichstags­session.

Wer bezahlt merr jetz mei Aengste vor de Franzose? Wer gibbt merr mei 10 Pennig Widder for dem Kgl. Württembergische Major a. D. sei roth Truppe- un Festungskaart? Sie hawe se entworfe, Herr von Tröltsch, un der Herr Carl Grüninger hat se gedruckt un in Commission genomme. Euch muß Gott Verblitze! Viermilljone Franzose habt err gege uns wehrlos gemachte Deutsche in's Feld gestellt: 2,423,164 lg e übte Mann, un 3,753,164 Nicht geübte, ohne die Annern.

Sechs Woche lang haw ich mit meiner Frää, meiner Settche, Kuhflääsch esse misse, dann alle Bauern in der Umgegend hawe ihr letzt Kuh nach Frankfort verkääft, seit se des Bild geseh hawe, wo von de Franzose die letzt Kuh fortgefihrt werrd. Ich habb mein Balwierer abgeschafft, seit ich gehört habb, daß er morjens schont in aller Frih, es war noch net recht Dag, zu ere Bäckermahdbon jour!" gefacht hat. Ehrscht noch vor verrzeh Dag haww ich zu meiner Frää, meiner Settche, gefacht: Settche, haw ich gefacht, wann de merr als eme deutsche Mann noch emal e franzeesch Supp kochst, da laß ich mich von derr scheide! So en Roch es haw ich uff die Franzose gehatt. Kann ich Armeen aus der Erde stampfen? Wachsen mir Wechsel aus der flachen Hand? Nää! Awer e annerer Wechsel is gewachst: Der Krieg hat gewechselt mit dem Friede, mit dem ungetrübe Friede seit der Eröffnung vom vorige Reichsdag. Uff alle deutsche Dächer sitzt jetz e Friedensdaub un mecht: Ruckediguck! mei Schuck war voll Blut! Was mag der Pindter gegrinzt hawe, wie er gelese hat:Die Beziehungen des deutschen Reichs zu den fremden Mächten sind heute noch dieselben, wie zur Zeit der Eröffnung der vorigen Reichstagssession". Un diePost", sie werrd uns als Samariterin die Wunde verbinne, die st uns mit der Schneide ihres Messers geschlage hat. Un die Köllisch Zeitung un die Natzjonalzeidung lüge sich enanner an de treue deutsche Seele un wahrhaftige Herze un flenne Threne wie Kummernkern, dann se hawe's ja gleich gefacht: Alles is Schwinnel!

Awer ääch die Aengste hawe ihr Gutes. Dann hätte merr so en neue Reichsdag krieht ohne Aengste? Des deutsche Volk is kää Volk mehr, des Müller hecßt, sonnern Angstmeier, odder Grusel­pe t e r. Aäch Aengste könne en Mensch in die best Stimmung versetze, wann's an's Wähle geht. Friede seiner Asche! haw ich gefacht, wie ich an die Urn getrete bin un habb mein Zettel enei geworfe. Der Deiwel hölt dich doch, so wie so. Name is e Schall! un mit uns is es all! Un uns bleibt nor deß:Sterb Vogel odder freß!" Awer, je mehr merr fresse, desto magerer Wern merr. .Ganz von selwer. Un dessentwege is ääch der Dokter Schwenninger dorchgefalle. Den bräuche merr net mehr. Merr wern so schmal Wern, daß merr den Bock, den merr gemacht hawe, zwische de Hörner kiffe könne. J Wann unser Herr Ower- borjemääster Widder kimmt, werrd sei Herz sehr betriebt sei. Er werrd

zum Herr Stadtrath Metzler sage:Danken Sie Gott, daß Sie die neuen Steuern nicht mit auf dem Gewissen haben! Dann da kann merr als nix mache. Die Hauptsache ist, daß der Friede zwischen Frankreich und Deutschland nie gefährdet war. Ich habe das ja bei meiner apostolischen Rundreise durch die Pfalz und die Wetterau immer gesagt. Und jetzt nun gar, wo der Papst den Vermittler zwischen Frankreich und Deutschland macht, wird eine Friedensaera kommen, die durch nichts unterbrochen werden kann, wenn's nicht extra gewünscht wird. Wir können uns da fest auf den deutschen Michel verlassen. Der läßt sich nicht wieder in Angst und Schrecken jagen. Erfahrung macht klug, und mit jeder neuen Erfahrung ist der deutsche Michel nur immer klüger geworden. Und jetzt nun gar, wo Roma's Segen auf ihm ruht. Verlassen Sie sich darauf, die Verbrüderung der Franzosen und Deutschen stehet nahe bevor. Ehe drei Wochen vergehen, singen die Franzosen die Wacht am Rhein in ihrer Landessprache und am Geburtstag des Kanzlers bringen ihm unsere Conservativen ein Ständchen mit der Marsaillaise in deutscher Uebersetzung. Der General Boulangersoll bereits versprochen haben, die Göttin La France in andere Umstände zu versetzen, damit ihm gegen Weihnachten der Feldmarschall Moltke Gevatter stehen kann. Frankreich verzichtet für ewige Zeiten auf Elsaß-Lothringen und Deutschland tritt ihm dafür den entsprechenden Quadratmeilenbetrag in Kamerun ab."

Ich frää mich jetz schont druff. Wer D u schwarz mit unsere Mohrn! Mir Deutsche hawe kää Talent zum Schwarz. Höchstens lääfe merr blau aa. Un doch sin merr immer noch so gri! Awer es is die Farwe der Hoffnung, oder des Jägers freundliches Kleid.

Der Babst is mei Mann! Der bekimmcrt sich doch um Ääm, un wann merr ääch net katholisch is. Er.kennt uns ja sage: Was licht mir an euch! Was geht euch Rom aa, ihr habt kää Haus drin! Awer des dhut er net. Er meent's gut mit uns un denkt: Es gibt kää größer Heil for die allgemää Völkerfreiheit, als wann Kerch un Staat äänig sin un Hand in Hand gehn. Des hat sei Richdigkeit.

Der Babst löst ääch noch emal die oriendalisch Frag. Rußland un Jtalje, Oesterreich un England wechsele alle Jahr in der Regierung zu Konstantinowel, un der Sultan krieht en Wechsel uff die Stern. Dann is der Weltfriede gesichert.

No ich bin schont zufridde, wann vorderhand die Verbrüderung zwische de Deutsche un Franzose zu Stand kimmt. Un warum ääch net? Mir Deutsche hawe de Herr Michel, und die Franzose die Frää Michel. Die söllte sich heurathe un vom Babst kopelirn lasse. Dann wär alles gut. Wann nor die oosige Monopöler net wern! Aus ere Biersteuer dhet ich merr weniger mache, dann die hätte die Brauer un die Zäpper ze trage, un ääch nix aus dem Branntewei, dann ich trink kään, un die Sämapsbrenner wolle doch ääch lewe. Awer des Tuwaksmonopol dhet mich ärjern. Wann merr sich net emal selwer mehr en blaue Dunst kann gratis vormache, wann jed Ringelche deß ich in die Luft enuff blas, besteuert is, dann hört die Weltgeschicht uff. Dann, Hampelmann, ver­wildere zum Tiger un rääch Runkelriweblätter mit Hawannadeckblatt von Kadoffelkraut! Regietuwack! Soll ich mit eme Ratteschwanz im Maul erum lääfe als wie e Katz? Wann's noch e Worscht wär! dann Hunde sind wir doch", hat der Bamberjer gefacht. Da könnt ich doch wenigstens iwer en EckstäL springe. Awer bei so eme Ratteschwanz dhet ich schont bei'm ehrschte Zug umfalle.

Denk sich ääns so e Kistche Monepolsigaarn zum Geburtsdag, von liewender Hand. Mißt merr da net uff die betriewend Vcrmuthung komme, merr dhet seiner Frää odder seine Kinner ze lang lewe un se wollte ääm ehnder heut als morst aus der Welt schaffe? Wann merr im Verdacht wär, e Reichsseind ze sei, könnt merr an eme scheene Dag e Kistche Sigaarn von em Sclave von Dafür zum Rääche iwerbracht kriehe.

Und der Sclave von Dafür

Reicht grinsend ihm e Kistel nur.

Da dhet ich merr meiner Frää, meiner Settche, ihrn Zopp um mein Hals binne mit eme Schlupp un dhet dann sie un mich mit eme Ratteschwanz ersteche.

An unserer berjerliche Freiheit licht merr schont weniger, dann an dere kann merr net halb so viel mehr draa verderwe, -wie se jetz schont is, als wie an ere echte Hawanna-Sigaar.