zwischen diesen beyde» Städten gar nicht eröfnet wird.

Gehäufter Geschäfte wegen ist dem Kö­nig!. Preußischen Gesandten, ausser dem ge­wöhnlichen Legations Secretair, auch noch ein zweyter Secretair von seinem Hofe zu­gegeben worden.

Der Verfasserder neulich in einem um­ständlichen Auszuge angeführten Schrift unsers Hofes: Expofition fuccinfte, soll der Conferenzminister, Baron von Wurmb, seyn.

Der gefangene Kaiser!. Oberste von Boßi ist vorgestern aufseine Parole, nicht mehr in diesem Feldzuge zu dienen, wieder mit einerBegleitung von Dresden zur Kaiser!. Armee abgegangen, so wie auch unser Ober­ste, Graf von Bellegarde, unter eben derBe- dingung vorgestern wieder hieher zurückge­kommen ist.

Aus Schlesien, vom 12. Aug.

Bor ein paar Tagen ist der Generalma- jorvon Prittwitz, als er mit 500 Mann aber­mals fouragiren geritten, von 2oooOester. reichern überfallen und umringet worden, um ihn und seine Mannschaft gefangen zu nehmen; gedachter Herr General aber hat statt dessen sich mit seinen Gens d'Armes glücklich durchgehauen, und vom Feinde al­les, was nicht hie Flucht ergriffen, zu Ge­fangenen gemacht, welches tapfere Gefech­te dann im Lager des Königs ausserordent­liche Freude verursachet hat.. Sonst ist bey der Armee Sr. Majestät seitdem nichts Er- heblicheres vorgefallen.

Man vernimmt, daß die Heyden Cabinets- minister sich von Frankenstein nach dem ohn- weit davon gelegenen Städtchen Reichen- dach begeben haben; daß allerdings wohl Friedensunterhandlungen auf dem Tapete gewesen, und vielleicht noch nicht ganz ge­endigt sind; daß aber von den Unterhand­lungen selbst nür so viel zu vernehmen ist, daß wenig davon für den so sehr erwünsch­ten Frieden zu erwarten steht.

Dresden, vom 12. Aug.

Vorgestern um 12 Uhr kamen unter star­ker Bedeckung von König!. Preußischen- rasiiers 1128 Mann bey Gabel gemachte Gefangene und 25 Officiers Hieselbst an.

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1 ! worunter eine Croatenfahne, die zrvey am dern Fahnen trugen noch den Flor wegen ihresferstvrbenen Generals, Z Canoncn,die ziemlich neu waren und Vierpfünder sind und 638 Flinten. JmChurförstlichen, gerhofe hatte man zwey besondere Gebäude, die sehr schön und geräumig waren, ihnen zubereitet. Die Officiers giengen ohneBe- ; deckung auf ihr Ehrenwort frey in derStadt i nach ihrem Gefallen herum.

> Warschau, vom 8. Aug.

Das Conseil permanent arbeitet jetzt sehr fleißig.

Der Römisch-Kaiserl Gesandte hat sich be­schwert, daß es den preußischen Werbern erlaubt wäre, hier öffentlich Leute anzu- werben.

Es gehen viele pohlnische Herren in rus­sische Dienste, als: der Starost von Samo- grtien, Golktewitz, der Graf Solotzub, der Fürst Joseph Lubvmirsri, rc. Diele andere werden preußische Dienste nehmen.

Der rußische General-Lieutenant Igel- ' ström wird unter Dem Fürsten Rcpnin com-. . mandiren Man sagr, das Corps desselben mache zwischen 30 bis 40^60Mann aus. HapDhauftn nächst München, vom IZ- Aug.

Diese Tage hindurch sind neuerdings fri- - fche Transports von rooo Stück Kaiser!. König!, im Algouischer. Schwaben erkauftes Remonte-Pferden neben der StadtMünchen vorbey und hierdurch nach Böhmen paßirt. Fast täglich kommen bald Oesterreicbische bald Preußische Deserteurs hier zum Vor­schein, die jedoch ihren Marsch gleich wei­ters nach dem Reich fortsetzen, weil unter dieChurbayrischcn Truppen kein Unterkom­men ist.

i In der Churfürstl. Residenz wird zur bal- I dig glücklichen Zurückkunft des gnädigste» j Landesregenten aus Mannheim, an denen |! bestimmtenApartements mit unausgesetztem j Eifer gearbeitet und muß die Churfürstl. Re- ? sitze nz von allem übcrhäuftenPersonaleweiß- ' lichen Geschlechts geräumet werden, wel­ches ziemlich zahlreich, da von denen tbeils noch von Ihro Majestät der Bayerischen Kaiserin, theiks von derMarggräfin von Baden-Baden, und von der Kaiser!. Ho­heit, der Römischen Königin Iosessha, hin-