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Senatmt wird, und stch zwischen Catfand und Walchern ins Meer ergießt; und der andere, die östliche Schelde genannt, so zwischen denen feelaadtfchen Inseln Wal, chern und Schowen ebenfalls tnS Meer fällt.
Haag, vom 21. Oct.
Die Gerüchte, daß die Generalstaaten deutsche Truppen in Sold nehmen werden, dauern noch immer fort; auch spricht man von einer bevorstehenden Reise des Erb, statthalters nach den Brabantischen und Zlandernfchen Gränzen. — Die berühmten Schanzen bey Terheyden und Gertrui, denberg werden wieder hergestellt.
Man spricht von einer Coalit ion, die man unter den Regenten dieses Staats zu Stande zubringen suche; daß alsdann die Sache von Brest liegen bleiben werde, auch die Evmmißion von Rotterdam zu, rück berufen werden dürste; auch vermu, thet man, daß die eine Parthey alles anwenden werde, eine Allianz zwischen Eng, land, Preussen und dieser Republik zu Stande zu bringen.
Nach einem zuverlässigen Bericht, ist Mastrtcht unter allenHolländischen Vestun, gen, mit Artillerie und Munitionen am besten versehn, und wird, bey einer ge, hörigen Besatzung, eine gute Dertheidi- gung machen können. Ehe man das nämliche Gute aber von Benlo sagen kann, -werden erst noch 8 metallene 24pfünder, 12 metaßene r2pfünder, 7 metallene 6 f Pfänder, und Z metallene i6pfündige Mörser, mit dazu gehörigen Munitionen, da, hin abgeschickt werden müssen.
Nach dem Rapport des General Mart, seid, würde ein Corps von i6soo Mann hinreichend seyn, mit Hülfe der Unter, waffersetzung, unsere Provinz nach der Kunst zu vertheidigen, und ein zahlret, ^es feindliches Corps abzuhalten; es müssen aber erst die in Verfall gerathenen Forts Lillö und Liefkenshoek, woselbst die Transcheen , welche die Franzofen im Jahr 1747. aufgeworfen, noch nicht einmal geschleift sind, wieder in Stand gesetzt werden. Mit Eindeichung derKieldregtschen rmd CavisvltetfcheyScheeren, welche der
General angerathen hat, ist wirklich schon der Anfang gemacht. — Nach einer authentischen Schätzung des Chefs der Artillerie und General,Ingenieurs der Gene- ralfiaaten, werden die Kosten zur Repas rtrung sämtlicher Holländischen Gränz- plätze, mit 2 Millionen Gulden bestritten werden können. Zu dem Ankauf der in den Plätzen Mn Staatsfiandern fehlenden Kanonen Und Mörser, wird die Summe von 329117Gulden nöthig seyn. Den Anfang des Verfalls des Holländischen Artillerie-Wesens, fetzt der General Mark» feld ins Jahr 1751. Im Jahr 1755. gieng der erste Stückgiesser Crantz, aus Europa nach Ostindien. Im Jahr 1770. verlohr die Stückgiesserey wieder ihren geschickten Meister Verbrüggen, der vsm Ritter Aorkengagirt wurde, und in Englische Dienste gieng. Bis 1772. stand die Geschützgiesserey ganz stille, und von 177z. bis 1783 », folglich in einem Zeitraum von io Jahren, sind für Rechnung der Generalstaaten nicht mehr als 57 Kanonen gegossen worden.
Rolln, vom 25. Oct.
Se. Durch!, der Herr Landgraf von Hes- sen-Darmstadt find am 2gsten hier ange,
1 kommen, und haben Dero Reife nach Cob- lenz diesen Morgen wieder angetreten.
Paris, vom »5. Ocr.
Morgen werden des Prinzen Heinrichs von Preussen Königk» Hoheit bey dem <H/ tern Hofbanguier Herrn de la Borde zu Mittag speisen, und herttach auf 2 oder ) Tage nach Chantilly gehen. Sie haben zu Dero Abreise den 6ten Nov. bestimmt, an welchem Sie nach St. Aßise zum Herrn. Herzog von Orleans gehen, z bis 4 Tage da bleiben, und von da Dero Rückreise nachBerlt« geradenWegs fortsetzen werden.
London, vom 19. Oct.
Der anscheinende Bruch zwifchen Sr. Majestät, dem Kayser, und der Republik Holland, erwecket bey den Handelsleuten Großbrittanniens eine nicht geringe Unruhe, um so mehr, da ein solcher Fall unangenehm? Folgen für dieselben haben könnte. Indessen ist nicht zu vermuthen, daß unser Hof mtox Mittel, noch unmittelbar an die-

