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weiter schleppen, und seine innere Entrüstung mit äußerster Selbstbeherrschung im Herzen verborgen halten.
Als er so, in trübes Sinnen verloren, in der langen, schattigen Allee auf Salzburg zuschritt, und vergebens seine verletzten Gefühle zu beschwichtigen suchte, begegnete ihm unverhofft ein Freund und Gönner, der ihm schon längst, weil er die Verdienste des fleißigen und braven Mannes kannte und zu schützen wußte, mit aufrichtigem Wohlwollen zugethan war.
„Guten Tag, mein lieber Mozart!" redete er ihn freundlich an. „Woher des Wegs? Und warum so betrübt? Ich sollte meinen, ein rechter Musikus, ein Herrscher im Reiche der Töne, wie Sie sind, dürfte sich nie von einer schlechten Laune verstimmen lassen."
„Ja, wenn Sie nur wüßten, gräfliche Gnaden von Herbenstein!" versetzte Mozart, durch die Anrede seines Gönners angenehm überrascht. „Uns arme Musikanten drückt der Schuh öfter an mehr als einer Stelle, und die beste Laune kann manchmal dagegen nicht Stand halten. Erst heute noch, Sie waren ja selbst zugegen, Herr Graf, wie unwürdig hat sich der Fürst-Bischof gegen uns Alle in der Kapelle benommen! Hat er uns nicht vor allen versammelten Gästen liederliches Gesindel, leichtsinniges Volk, nichtsnutziges Pack geschimpft, so daß ich vor Scham gleich in die Erde hätte versinken mögen? Was sollen die fremden, vornehmen Herrschaften von uns denken, wenn wir auf solche Weise von unserm Herrn traktirt werden? Wahrhaftig, man möchte zuweilen lieber Holzhacker und Stiefelputzer, als Fürst-Bischöflicher Vice-Kapellmeister sein!"
„Ruhig, lieber Mozart, ruhig!" sagte Graf Herbenstein, und legte beschwichtigend seine Hand auf des Kapellmeisters Schulter. „Wir kennen Alle den Herrn Fürst- Bischof, und wissen sehr wohl, was wir von seinem Benehmen zu halten haben. Glauben Sie mir, daß Sie in

