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der Wolfgangerl hat mir eben den Antrag gemacht, daß er mich heirathen will!"
Vater Mozart war so erschrocken über diese unerhörte Verwegenheit seines Sohnes, daß er in den Boden sinken zu müssen glaubte; das lebhafte Auge Marie Theresia's dagegen ruhte mit sichtlichem Wohlgefallen auf dem kecken Buben.
„Schau, schau," sprach sie lächelnd, „das ist ja eine große Ehre, die du uns da anthun willst, Wolfgangerl! Darf man denn auch fragen, was dich zu diesem für meine Tochter so schmeichelhaften Antrage bewogen hat?"
„Ei, ja, Jhro Majestät," erwiderte Wolfgang herzlich und mit bescheidenem Wesen, — „es ist halt Dankbarkeit von mir, weil die kleine Kaiserliche Hoheit sosehr gut gegen mich war, als ich ausglitt und hinfiel. Erzherzogin Elisabeth lachte mich aus, aber s i e hob mich auf, und da sprach ich eben, wie's mir um's Herz war."
„Nun sieh', das ist schön von dir, Wolfgangerl," sprach die Kaiserin freundlich; — „ein dankbares Herz ist Goldes werth, und darum soll der Mensch immer dankbar sein. Was aber die Hochzeit betrifft, so wollen wir uns die Sache halt noch einmal überlegen, da Ihr Beide noch so gar jung seid."
Vater Mozart war glücklich, daß Alles noch so gut abgelaufen war, und der kleine Wolfgang plauderte ganz vergnügt mit den Erzherzoginnen weiter, bis endlich die Familie Mozart in Gnaden entlassen wurde. Ganz entzückt über die Gnade der gütigen Kaiserin kehrten sie nach dem Gasthause zurück, und priesen die mächtige Herrscherin, die ihnen so viel Gutes und Liebes erwiesen hatte.

