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heitersten Aussichten beschäftigt, auf keinen irdischen Gegenstand richtete sie ihre Aufmerksamkeit mehr, sie ge­noß nur wenige Speisen, und ihr Geist machte sich nach und nach von den Banden des Körpers los. Auch fand man sie zuletzt unvermuthet erblaßt und ohne Empfin­dung, sie ofnete die Augen nicht wieder, sie war, was wir tvdt nennen.

Der Ruf ihrer Vision hatte sich bald unter das Volk verbreitet, und das ehrwürdige Ansehn, das sie in ih­rem Leben genoß, verwandelte sich nach ihrem Tode schnell in den Gedanken, daß man sie sogleich für selig, ja für heilig halten müsse.

Als man sie zu Grabe bestatten wollte, drängten sich viele Menschen mit unglaublicher Heftigkeit hinzu, man wollte ihre Hand, man wollte wenigstens ihr Kleid be­rühren. In dieser leidenschaftlichen Erhöhung fühlten verschiedene Kranke die Uebel nicht, von denen sie sonst gequält wurden, sie hielten sich für geheilt, sic bckann- ten's, sie priesen Gott und seine neue Heilige. Die Geistlichkeit war gcnöthigt, den Körper in eine Capelle zu stellen, das Volk verlangte Gelegenheit seine Andacht zu verrichten, der Zudrang war unglaublich; die Berg­bewohner, die ohnedies zu lebhaften, religiösen Gefüh­len gestimmt sind, drangen aus ihren Thalcrn herbe»; die Andacht, die Wunder, die Anbetung vermehrten sich mit jedem Tage. Die bischöfflichcn Verordnungen, die einen solchen neuen Dienst einschränken und nach und