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■wurde, konnte sich der älteste Mann unter ihnen keines Beispiels einer Seelenstörung erinnern und Tu* tusch’s Krankheit erregte ihrer Neuheit wegen unter dem Volke eine allgemeine Bestürzung.
Drittes Kapitel.
Diagnostik des Verlaufes, der Dauer und des Ausgangs der Se elenkrankheiten.
Die psychischen Krankheiten haben, sowie die somatischen in ihrem Verlaufe zwei Hauptperioden, nämlich eine Evolutions - oder Entwicklungs - und Re- volutions- oder Rückbildungsperiode.
I. Evolutionsperiode.
Die Evolutionsperiode ist die erste Hälfte, ■welche die psychische Krankheit in ihrem Kreise durchläuft : sie beginnt mit den ersten Aeusserungen oder Spuren des psychischen Erkrankens, und schliesst sich da, wo die Krankheit in ihrer grössten Entfaltung, in ihrer höchsten Blüthe steht. Man kann, wenn man die allmähligen Entfaltungen der Krankheit in dieser Evolutionsperiode genau verfolgt, dieselbe in drei einzelne Zeiträume, und zwar in den Zeitraum der Vorboten, der wesentlichen Ausbildung und der Höhe der Krankheit abtheilen.
I. Zeitraum der Vorboten. Vor der wesentlichen Ausbildung einer psychischen Krankheit gehen mehrere abnorme Erscheinungen als Vorboten, Verkünder derselben, (prodromi) voraus. In der zwischen Reib und Seele in Rezug auf das Grundprinzip beider begründeten Einheit 1 ) liegt es nun, dass diese Vorboten eben sowohl psychische als somatische Anomalien
>) Man vergl., was ich hierüber im ^ten Kapitel anführen werde.
