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Vierter Brief.
zweifle sehr M. H. an der dogmati- scheu und historischeil Zuv.er!äßigkeit von jenem poetischen Goldalter der ersten Muttcrkirche, welche Ihr Hierophant zum Mittelbegriffc seiner Vergleichung mit ich weiß eben so wenig was für einem ihm gegenwärtigen Zustands des Christentums annimmt. Vielleicht liegt in der ganzen Voraussetzung so viel Aberglauben und Misverstandnis zum Grunde als bey der Verehrung der Mutter.Maria.
wenn, wie lange, wie viel Jahre oder Jahrhunderte nach Ausgießung des heiligen Geistes hat jener Stand der Unschuld gewahrt? HegestppuS, ein Zeitverwandter des Jrenai *), soll die Jungfer- schuft der Kirche bis auf den Kayser Tra- jan, andere diesen apokryphischen Perioden vom Isapostel Constantin bis zu den Pabsten Leo und Gregorius ausgedehnt haben. In dem vor mir liegenden Semi- übello ist diese chronologische Frage fast
so
*) ©■ Henr. Valefii Annotatianes in Lib. IV.
Cap. 8- Hift, Ecclef. Eufcbii Pamphili.
