Erzählungen. L

Die Verführung.

SA iIhelm saß an einem Sonnabend vorder Thür, und wartete auf die Ankunft seines Vaters. Da kam Philipp, ein böser Knabe, und überredete ihn, mit an den Fluß zu gehen, und sich in einen Kahn zu setzen, den sie daselbst angebunden fanden.

Philipp war so unbesonnen, den Kahn los- zubtnden. Da er aber weder Kräfte noch Geschick­lichkeit genug hatte, denselben zu regieren: so trieb ihn das Wasser weit vom Ufer weg, und die Kna­ben geriethen in Lebensgefahr.

Au ihrem Glücke sah ein Müller die Gefahr, und eilte ihnen mit einem andern Kahne zu Hülfe. Sie wurden gerettet, und Wilhelm, welcher die Todesangst ausgestanden hatte, erhielt noch dazu ^ von seinem Vater eine verdiente Züchtigung, weil er sich harte verführen lassen.

Wenn dich die bösen Buben locken, so folge ihnen nicht!

Das unvorsichtige Kind.

Männchen einmal allein zu Mittag, weil ihre Eltern verreiset waren. Während sie, hörte sie auf der Straße einen Lärmen, sie eiire zum Fen^ stcr hin, um zu sehen, was vorging und stieg des­wegen auf einen Stuhl. Unvorstchtigerweise behielt sie die Gabel in der Hand- Sie that einen Fehl­tritt, stürzte vom Stuhle herab, und fieloIam-

A mer!