L. Aalfett.
(§in schmutzig weißes Fett von der Consistenz des halb geronnenen Raumöls ist unter der Haut des Aales (iVliiraona uuxuilla 1^.) befindlich, welcher cs ihre bekannte Glätte mit- thcilt. Iin frischen Zustande hat cs keine andere Wirkung als gewöhnliches Schweinefett, durch lange Aufbewahrung wird cs aber wie jedes andere Fett ranzig und bekommt dadurch eine reizende Schärfe. In dieser Gestalt wird cs hie und da als Hausmittel gegen Taubheit und schweres Gehör gebraucht, indem man täglich einige Tropfen davon in die Ohren tröpfelt. Rührt die Taubheit von verhärtetem Ohrenschmalz oder sonstigen Unreinigkeiten her, die zu erweichen sind, so wird cs gute Dienste leisten, jedes andere nicht aus- trockncndc Ocl aber ganz dieselben thun. Es ist hierbei wohl zu beachten, daß der verstopfte Gehörgang mit einem Ohr- löffclchcn sorgfältig und vorsichtig zu reinigen ist; doch darf auch das Ohrenschmalz nicht zu oft entfernt werden, weil auch dies nachthcilig werden kann.
2. Abführmittel, Laxirmittel, Purganzen.
Unter diesen verschiedenen Namen versteht man gewöhnlich alle diejenigen Arzneimittel, welche vermehrte Lcibcsöffnung bewirken, ohne dieselben nach dem Grade und der Art ihrer Wirkung weiter zu unterscheiden. Zuweilen aber nennt man
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