3Ut unsere geehrten Abonnenten!
Nachdem dieses Werk nun vollendet, können wir nicht umhin, unseren werthen Abonnenten nachfolgende in unserem Verlage erscheinende historische Romane zu empfehlen, welche, obgleich dieselben erst im Erscheinen begriffen, sich eines Absatzes von zusammen 26,300 Exemplaren zu erfreuen haben.
im
preußischen Hauptquartier
oder
Die Wache der Wienerin.
Jllustrirter historischer Roinan
aus der
Geschichte des preiitzisch-österreichischen Zfriege« im Jahre 1866
von
Dr. H. Liklilnich.
Zwei Monate haben genügt, einen Krieg zu Ende zu führen, welcher in so gewaltigen Dimensionen begann, daß der Zeitraum, welcher zwischen seinem Anfang und seinem Ende liegt, in'keinem Verhältniß zu demselben zu stehen scheint. Die Geschichte hat kein Beispiel eines solchen Erfolges. — Allein so eng auch der Rahmen ist, welcher dies Stück Weltgeschichte umspannt, so ist doch dies blutige Gemälde so reich an cfsectvollen Partien und großartigen Erscheinungen, daß es schon dadurch allein geeignet ist, das Interesse zu wecken und zu fesseln. Dies Interesse aber gewinnt noch erheblich dadurch, daß der Gegenstand desselben Ereignisse umfaßt, welche so entscheidend für das Geschick des gcsammtcn deutschen Vaterlandes geworden sind.
Der Verfasser des vorliegenden Romans hat auch in diesem Werke sein vielfach bewiesenes Geschick, historische Stoffe in fesselnder Weise in Romanform zu behandeln, aus's glänzendste documentirt.
Derselbe har den Ereignissen des Kriegsschauplatzes nahe gestanden und ist ebenso vertraut mit den Details, welche im österreichischen Lager zusammengewirkt, um ein für Oesterreich so ungünstiges Resultat zu begünstigen, als auch mit den glänzenden Waffcnthatcn der preußischen Armeen; außerdem hat ihn ein mehrwöchentlicher Aufenthalt in Ober-Italien in Stand gesetzt, auch diesen Theil des Kriegstheaters mit Treue und Sachkenntnis; in den Bereich seines Werkes zu ziehen.
Es entrollt sich unseren Blicken in dem vorliegendem Buche ein ebenso fesselndes als ergreifendes Gemälde dieses allerneuestcn Krieges; der Leser wird weder irgend eine der interessanten Episoden desselben, noch die hervorragendsten Persönlichkeiten beider Lager vermissen. Gleichzeitig aber führt uns der Autor in die verschiedendsten Schichten der Bevöllerung Preußens, Oesterreichs und Italiens; in die verlassenen Häuser der eroberten Städte, welche Niemanden als Marodeuren und andern Verbrechern Obdach gewähren, wie in die Marktflecken, wo der Fanatismus seine giftigen Waffen schmiedet, und malt uns das Gemüthslcbcn der Individuen wie der Nationen in gleich scharfen Zügen.
