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sonders, wenn du das Zeichen zum Gebech geben, oder die Stunde schlagen hörest. Er­innere dich, daß du dem Tode und der Ewig­keit schon wieder merklich näher gerückt bist.

IV.

Wenn dich eine sündhafte Lust ankömmt, so sprich zu dir selbst: Was werde ich einst im Todbette von dieser Sache denken und haben? Wie thöricht wäre ich, wenn ich jetzt thtin wollte, was ich einst bitterlich bereuen würde, und ewig nicht mehr zurück­nehmen könnte?

Wenn dir die Ausübung der Psticht und Tugend, die Mühe und Arbeit, welche dein Beruf dir auflegt, die Bürde, die dich drückt, zu schwer werden will: so denke, wie es dich freuen wird, wennö überstanden seyn wird, welchen Trost du im Todbctte davon haben wirst.

VI.

Verhalte dich gegen deine Mitmenschen so, wie du bey deinem Abschied aus der Welt gesinnt seyn wolltest. Dort wirst du doch allen Haß und Neid, alle Bitterkeit und Feindschaft ablegen wollen, um an Gott einen verzeihenden Richter zu finden, und