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der Religions- und Kirchenhistorie Vorkommen, gedenken, sie gegen diese in der Apokalypse verkommenden Bilder halten und damit vergleichen: wobey sie aber nicht gar zu bestimmt — stricte — verfahren, oder nicht zu definit sprechen, wie auch nicht zu strenge behaupten müssen, am wenigsten bey dem, was noch geschehen soll. Hiernach sollte man nun denken, daß es sich wol ansmitteln lasse, bey welchem Capitel oder Abschnitt in der Offcnb. Jost, wir jetzt stehen. Allein das geht schlechterdings und genau nicht an, denn wie in der Natur ein Gewitter nicht immer an unserm Wohnort nie- derfahrt, wenn es uns über'in Scheitelpunkt — im Zenith — steht, sondern denselben öfters auch früher trifft und zuweilen gar wieder zurückkömint; so ergreifen die Vorherverkün- digüngeu iji jenen Bilden, auch zuweilen bald die ferneren Zeiten und bald deuten sie auch wieder auf etwas, das vorher geschehe» ist,, oder doch begonnen und angefangen hat. Die Reformation erinnert an Joh. Huß und Hieronymus von Prag, die IM Jahr vorher wie dafür geopfert wurden. Die Mährischen Brüder fanden ihren Aufenthalt da, wo durch sie die Brüdergemefne. zuerst entstand und welch' eine Aehnlichkeit zwischen Aug. Herrn. Franke u. a. der Cansteini- schen Anstalt und der jetzigen Erweckungen durch die Bibelgesellschaften und Missionen, wenn diese gleich mehr als tausendmal bedeutender seyn mögen, da sie fast die ganze Erde ergreifen! — Wie'nun das A. Lest bis auf die Zeit des Herrn geht, so das N. Test/ für die Zeit Desselben auf Erden und bis zur Zerstörung Jerusalems rnir allerhöchster Deutung für die weiteste Zukunft' und die Offcnb. Joh. von daher bis auf den heutigen Tag und zur Wiederkunft des Herrn, oder gegen dieselbe, wie die Bücher A. T. gegen seine Menschenwerdung und Erscheinug auf Erden..
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