manche, sehr vortreffliche Gesänge enthält, formirt werden und noch gute Gesänge genug zum Singen in der Kirche und Schule übrig bleiben; jedoch also, daß jeder Prediger nach seiner eigenen Ein- und Ansicht in Rücksicht auf Localbedürf- uiß verfahre, wenn nur Christus hochgepriesen und seine Gnade gehörig erwogen wird. Zu Altar-Gebete-Verlesung z. B. dienen Weihnacht Nr. 215. — Mittwochen in der Fastenzeit Nr. 270, am Stillfreitag auch, Ostern Nr. 280/281. — Himmelfahrt Nr. 312. — Pfiingstcn Nr. 330. Adventzeit, Ernte- Reformationsfcst re. Nr- 630, 598, 599,,600, 790, 791. — Vor der Taufe Nr- 386. — Nor dem Abendmahl Nr. 401, und nach demselben Nr. 410. Aus mehren Dispositionen, die nun folgen, wird sich, ohne nähere Erklä- ■ rnng, es auch mehr ergeben, wie cs gemeint sey, wenn auch die mehrsten zu singenden und gesungenen Gesänge eitando Habet) angeführt werden, indem auch noch daraus eine zweckmäßige Variation gleichsam wie hcrvvrgehen und doch eine gehörige Ordnung dabey ersehen wird. —
Am 4. oder 13. Sonnt, nach Trinit., besonders an jenem könnte die Disposition und Ordnung etwa seyn: Eingang Matth. 5, v. 7. „Selig sind die Barmherzigen, denn „sie werden Barmherzigkeit erlangen". In den jüngst vergangenen, der wahren Religion ungünstigen, Zeiten, machte man cs immer so, daß man meistens bey Trennung der Glaubens- und Pflichtcnlehrcn jede Pflicht trocken zu erklären suchte im ersten Theil, im zwcytcn beweisen und im dritten anwenden wollte. Dies, kam denn gemeiniglich darauf hinaus, weil es unsere Pflicht sey, oder wir unsere Ne- beumenschen und — uns selbst damit gefällig würden, höchstens und selten einmal, weil cs Gottes Wille sey, und nie. mals, weil cs Gott geboten habe. — Wir wollen es henke mit der Barmherzigkeit anders und besser machen. Wir betrachten mit einander nach ünserm Evangcl. Thema: Die Barmherzigkeit:
1) Die göttliche, 2) die göttlich-menschliche und 3) die menschliche,
