ünftrcitig bewohnte um die Zeit dcr Geburt Christi eine da­mals wenig bekannte deutsche Völkerschaft den hiesigen Landstrich. Auch sie leiteten, wie andere Völker, ihre Herkunft von Göt­tern ab, und waren sonach Ubköinmlingc des Tcnts und sei­nes Sohnes ManS, also Teutomanen, oder deutsche Mannen. Diejenigen Stämme jenes großen deutschen Volkes, welche die hiesige Gegend bewohnten, gehörten zur Völkerschaft dcr Snevcn, verehrten den Gott Thor, daher sie auch vorzugs­weise Thorcr, Thurer, oder Herinundurer genannt wurden. Sic wohnten vom Ursprung dcr Elbe (Sudeten-Gebirge) längs den Ufern dieses Flusses bis 31t Thor's berühmtem Gaue (Thorgau) hinab. Zn diesen Hermunduren gehörten auch die mit ihnen grenzenden Verehrer dcr Ostra, welche in der Nähe des Hohnstcinö (später Sibinncnsteins) lvohnten und Aelztier oder Aclzträcr hießen; auch verehrten sie den Sohn der Ostra, Wahle, und zwar auf dem heiligen Berge bei Wohle, daher auch wohl des nähen Dorfes Name. Aber nicht in Tempeln verehrten diese deutschen Völker ihre Götter, sondern ans den höchsten Bergen, Felsen, an den llfern dcr Flüsse und in geheiligten Hainen. Die Namen der Ortschaften Großenhain, Altenhain, Francnhain, Stolzen­hain, Ringelhain, Othinhain (Ottenhain), Taubcnhain rc.