Geschichte des Bades Krapina-Töplitz.
Vor dein Jahre 1559 gehörte das Dorf dieses Namens der Familie Skopcic; zu welcher Zeit aber die Quellen schon bekannt waren und benützt wurden, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Nach Dr. A. v. Mucher’s „Geschichte von Steiermark“ wird im antoninischen Reisebuche angegeben, die „aquae vivae“ seien 18000 Schritte von Pettan entfernt, womit wahrscheinlich unsere warmen Quellen gemeint sind. Nach den Peitinger’schen Tafeln führte der Weg so wie heutigen Tages noch auf der Krapina - Pettauer Strasse durch Macel, links vom Donatiberg-, h. Kreuz und Rohitsch dahin.
Nach dem Aussterben der Familie Skopcic verlieh der damalige Palatin von Ungarn,- Nadasd, das dem Gesetze zufolge an die ungarische Krone anheimgefallene Bad den vier Brüdern Greguroczy, die durch das Agramer Capitel (1560) in ihre Eigenthumsrechte eingesetzt wurden, 1609 verpfändete Gregoroczy das Bad an den Grafen Keglevich, dessen Kinder Franz und Maria Anna (spätere Gräfin Erdödy) das Pfand unter sich theilten.
Franz Graf Keglevich hat 1637 auch den Rest des Dorfes Krapina-Töplitz von Wolfgang Du die erkauft. 1791 hätte auf Anregung des Vicegespan Jurinic das sogenannte gemeinschaftliche Herrschaftsbad mit einem Kostenüberschlag von 554 fl. 22 kr. C. M. restaurirt und auch ein „Commune - Balneum“ für das gemeine Volk mit 328 fl. 17 kr. auf Kosten der Besitzer des Badeortes errichtet werden sollen, um das Baden unter freiem Himmel zu vermeiden.
Weil aber dieses nicht zu Stande kam, so führte die Besitzerin der Herrschaft Dubrava — daher der Name Dubrava-Bad — Magdalena Gräfin von Petazy obigen Bau auf ihre eigene Kosten aus. Ein Antheil, der dem Grafen Sermage gehörte, wurde später einer theilweise noch jetzt bestehenden Spitalspfründe geschenkt und zumTheil Verkauft. Das alte 1792 erbaute Dubrava-Bad das noch jetzt existirt betrug damals 7° 2‘ 6“ in der Länge und 6° 5‘ 6" in der Breite. Das neuere Dubrava-Bad mit den Bassins I, II, welches 1860 abgetragen worden und an der Stelle des jetzigen Kanales
