V o r w or t.

Ein Mensch, den .die Sonnennähe eines grossen Menschen nicht in Flammen setzt, ist nichts werth, sagt Jean Paul. Grösse will von Grösse verstanden sein ; Tugend wirkt nur auf tugendhafte Seelen. Der sie fühlt, ist schon gross und; gut, er wird bei allen seinen Handlungen dem Ideale des Grossen und Guten nachstreben, er wird sich leicht zu jener grossen Gesin­nung erheben, d|e Nichts mehr begehrt, als für seinen Monarchen , und für sein Vaterland: zu leben und zu sterben.

Ein Volk, beseelt durch diesen Sinn, ist unyertilgbar^ so wie der Boden, den es bewohnt.

Ehrgeiz und selbst Eigennutz sind zwei mächtige Triebfedern; weise geleitet und zu guten, rechten Zwecken in Bewegung gesetzt, können durch sie grosse Dinge bewirkt werden. Der Gedanke, in der Reihe der Wesen höher zu steigen, erhebt die Seele und spornt den Menschen an zum Streben nach Vollkomipenheit. Durch diesen Trieb reift der Keim aller gesellschaftlichen und bürgerlichen Tugenden zur heilsamen; Frucht.

Und der Eigennutz? ~ Wo ist die Höhe - wo freilich auch die Tiefe, wohin er die Menschen zu führen vermag!

Doch ich meine hier: nicht jenen niedrigen, Trieb thierischer Gierigkeit die sich durch jedes mögliche Mittel Vortheile zu verschaffen sucht; ich rede hier von jenem gesellschaftlichen Eigennutz, der von. der < Natur selbstals das sicherste Mittel zur Erhaltung und Fortbildung der Gesellschaft berech­net £U Sein scheint.

Nichts ist unschuldiger, als eben dieser JJigennutz:, sobald er allgemein ist; denn; eben diese ä Igetneinheit führt ihn in diejenigen ßchrankew .zurück} die: ihn unschuldig und nicht zerstörend für die bürgerliche Gesellschaft

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